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Durchgangsventil.
Durch das Stammpatent ist ein Durchgangsventil mit schräg zur Strömrichtung angeordnetem Sitz unter Schutz gestellt, das dadurch gekennzeichnet ist, dass der Ventilkörper an seiner dem Ventilsitz zugekehrten Seite mit einem Ansatz versehen ist, der eine Fläche besitzt, die in der gänzlich gehobenen Stellung des Ventilkörpers den den zurückgezogenen Ventilkörper aufnehmenden Gehäusestutzen gegen den Strömungsraum des Gehäuses verschliesst. Diese Fläche des Ansatzes des Ventilkörpers ist so gestaltet, dass in dem Gehäuse an der Stelle, wo diese Fläche den Durchströmraum begrenzt, in der Strömung praktisch keine Unstetigkeit entsteht.
Das Gehäuse eines solchen Ventiles wird so ausgeführt, dass der darin enthaltene Strömungskanal möglichst geringe Strömungsverluste gewährleistet. Diese Ausbildung des Gehäuses hat aber zur Folge, dass der unsymmetrische Ansatz des Ventilkörpers es verhindert, dass der Ventilkörper, wie dies bei seinem Aufschleifen auf den Sitz zur Erreichung eines dichten Aufsitzen erforderlich wäre, um 360 herumgedreht werden könnte.
Gemäss der vorliegenden Erfindung wird nun der die Abschlussfläche tragende Ansatz mit dem Ventilkörper lösbar verbunden, so dass er, wenn der Ventilkörper auf seinen Sitz aufgeschliffen werden soll, abgenommen werden kann, worauf das gänzliche Herumdrehen des Ventilkörpers um die Achse der Sitzfläche ermöglicht wird. Der Ansatz muss aber nicht als Ganzes mit dem Ventilkörper lösbar verbunden sein, um das Aufschleifen zu ermöglichen ; es genügt vielmehr, wenn der Ansatz im Wesen aus zwei Teilen besteht, von denen der eine mit dem Ventilkörper unlösbar und der andere lösbar verbunden ist. Dabei wird die Unterteilung des Ansatzes so vorgenommen, dass das Abnehmen des lösbaren Teiles genügt, um das gänzliche Herumdrehen des Ventilkörpers zu ermöglichen.
Eine Ausführungsform des Schrägsitzventiles gemäss der Erfindung ist in Fig. 1 in einem Längsschnitt dargestellt ; Fig. 2 zeigt einen Querschnitt nach der Linie x-x der Fig. 1.
Bei der dargestellten Ausführungsform ist der Ansatz des Ventilkörpers 1 derart unterteilt, dass er aus einem zentralen Teil 2 und einem ringförmigen Teil 3 besteht, der auf den zentralen Teil 2, der mit dem Ventilkörper 1 aus einem Stück besteht, aufgeschoben und an diesem mittels Schrauben 4 lösbar befestigt ist. Die Endflächen des zentralen Teils 2 und des ringförmigen Teils 3 bilden zusammen die konkave Führungsfläche 5, die bei geöffnetem Ventil (wie es in Fig. 1 dargestellt ist) den Durchströmkanal 6 des Gehäuses 7 gegen den Gehäusestutzen 8 hin abschliesst und der durchströmenden Flüssigkeit eine Führung bietet.
Beim Aufschleifen des Ventilkörpers 1 auf den Sitz 9 wird der Ring 3 von dem zentralen Teil 2 abgenommen und der von der Ventilspindel. M losgelöste Ventilkörper 1 auf den Sitz 9 aufgesetzt und unter Verwendung eines Schleifmittel auf dem Sitz herumgedreht. Der zentrale Teil 2 des Ansatzes ist so gestaltet und bemessen, dass er bei diesem Aufschleifen an dem Gehäuse 7 keinen Widerstand findet.
Zur Zentrierung des Ventilkörpers beim Aufschleifen dient die zylindrische Fläche 11, die in den Lichtraum des Sitzes 9 hineinpasst.
Wie bereits erwähnt, könnte auch der ganze Ansatz des Ventilkörpers mit diesem lösbar verbunden sein oder es könnte eine andere Art der Unterteilung dieses Ansatzes vorgenommen werden, bei der einer der Teile, der nach Abnehmen des andern zurückbleibt, so gestaltet und bemessen sein muss, dass er das Aufschleifen des Ventilkörpers auf den Sitz zulässt.
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Der lösbare Teil des Ansatzes kann entweder unmittelbar an dem Ventilkörper befestigt sein oder aber an dem Teil des Ansatzes, der mit dem Ventilkörper unlösbar verbunden ist.
Der Ventilkörper muss so geführt werden, dass er im Betrieb an einer Verdrehung um die Achse der Ventilspindel gehindert ist, damit sein Ansatz im Gehäuse immer die richtige Lage einnimmt. Zu diesem Zweck besitzt der Ventilkörper Zapfen, die in Längsnuten 12 des Gehäusestutzens 8 eingreifen.
Diese Zapfen werden nun zugleich auch zur Herstellung der Verbindung des Ventilkörpers 1 mit der Spindel 10 benutzt.
Der Ventilkörper 1 besitzt einen büchsenförmigen Ansatz 13, in dessen Hohlraum das mit einem eingedrehten Hals 14 versehene Ende der Ventilspindel 10 hineinragt. In den eingedrehten Hals der Ventilspindel. M ist ein zweiteiliger Ring 15 eingelegt, der in den Innenraum der Büchse 13 passt. In Bohrungen der Büchse 13 und des Ringes 15 werden nun die Stifte 16 eingesteckt, wodurch die Verbindung des Ventilkörpers mit der Spindel 10 hergestellt wird. Die aus der Büchse 13 herausragenden Teile der Stifte 16 greifen in die Längsnuten 12 des Gehäusestutzens 8 ein, wodurch der Ventilkörper so geführt wird, dass der Ansatz mit der Abschlussfläche 5 immer in der richtigen Lage verbleibt.
Der Winkel (X, den die Achse der Spindel mit der Längsachse einschliesst, des Gehäuses beträgt bei der dargestellten Ausführungsform ungefähr 60 , und dies macht es möglich, dass die zwischen den Endflächen der beiden Flanschen 17, 18 gemessene Baulänge des Ventilgehäuses nicht grösser zu sein braucht als die eines normalen Durchgangsventiles von gleicher Lichtweite.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Durchgangsventil nach dem Patente Nr. 144547, dadurch gekennzeichnet, dass der die Abschlussfläche (5) tragende Ansatz oder zumindest ein Teil desselben mit dem Ventilkörper (1) lösbar verbunden ist, um beim Aufschleifen des Ventilkörpers auf seinem Sitz (9) abgenommen werden zu können.