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Bewegliches, veränderliches Reklameschild.
Die bestehenden ruhenden oder beweglichen Reklameschilder bzw.-apparate haben meist den Fehler, dass bei ihnen nur eine Seite mit unveränderlichem Text oder Bild sichtbar ist.
Bei den bekannten beweglichen oder rotierenden Textteilen, namentlich auf Windmühlflügeln angebrachten, ergibt sich ausserdem der grosse Nachteil, dass die Schrift während einer halben Umdrehung verkehrt, d. h. auf dem Kopfe stehend, und deshalb nicht lesbar erscheint.
Es sind zwar auch Schilder mit veränderlichem Text oder Bild auf nur einer Seite bekannt, doch steht bei diesen der veränderte Text immer an derselben Stelle, oder er wird abwechselnd mittels eines Schiebers oder eines an einer drehbaren Deckplatte angebrachten Ausschnittes an verschiedenen Stellen sichtbar gemacht. Auch beanspruchen die meisten beweglichen Reklameapparate sehr viel Raum, wodurch kostbare Auslagenfläche verlorengeht, ohne für mehrere Zwecke gleichzeitig geeignet zu sein. Diese Apparate werden deshalb auch bald ausser Betrieb gesetzt, da sie auf die Passanten nicht den entsprechenden Anreiz auszuüben vermögen, die Auslagen zu besichtigen.
Bei den neuen, verschiedenartig gestalteten Reklameschildern mit Uhrwerk-, Magnet-, Motoroder sonstigem Antrieb, mit auswechselbaren während der Bewegung veränderlichen Text-oder Abbildungs- flächen sind sämtliche vorstehend angeführten Nachteile behoben. Die veränderlichen Textteile können sowohl vertikal schwingend als auch rotierend in Anwendung kommen, wobei die Möglichkeit gegeben ist, dass mehrere verschiedenartig geformte Text-oder Abbildungsfläehen zu einem Apparat vereinigt werden.
Als besonderer Vorteil ist der ins Auge fallende Blickfang zu betrachten, der um so mehr wirkt, da die Schilder während der schwingenden oder rotierenden Bewegung des vertikal angeordneten Textteiles diesen, eventuell auch in anderer Farbe, ändern und die Texte oder Abbildungen während zweier Schwingungen oder einer ganzen Umdrehung immer in der richtigen Leselage erscheinen.
Die Veränderung des vertikal schwingenden oder rotierenden Textteiles wird auf einfache Weise dadurch erzielt, dass umklappbare einseitige oder zweiseitige Flügel mit beiderseitigen Texten oder Abbildungen entweder infolge einseitig wirkender Schwerkraft bzw. Gewichtsbelastung während der Schwingung oder Rotation, sobald die Umklappachsen die Vertikallage erreichen, sich automatisch um 1800 drehen oder mittels Mitnehmer, Zahn- oder Friktionsrädchen um 1800 gedreht und arretiert werden. wodurch sich ein neuer Text in der richtigen Lesefolge ergibt.
In den Fig. 1-12 sind verschiedene Ausführungsarten angegeben, und zeigt Fig. l ein Reklameschild mit den bereits bekannten scharnierartigen, umklappbaren, beiderseits beschrifteten, einseitigen Flügeln, die jedoch als Neuheit auf vertikal schwingenden oder rotierenden, beschrifteten Unterlagen befestigt sind. Fig. 2 zeigt ein Schild mit beiderseits beschrifteten zweiseitigen Flügeln, d. h. in der Mitte gelagert und am Rande mit Belastungen versehen. Fig. 3 zeigt ein Schild für zweimaligen oder öfteren Textweehsel, bei welchem Zwei-oder Mehrfläehner in Anwendung kommen, welche mittels Mitnehmer, Zahn-oder Friktionsrädchen, sobald die Umklappachse die Vertikallage erreicht, entsprechend gedreht werden.
In Fig. 4-12 sind verschiedene Umklappflügelarten dargestellt, u. zw. in Fig. 4 der einseitige Flügel mit am Rande angebrachter Lagerung, in Fig. 5 der einseitige bzw. scharnierartige Flügel mit auf einer oder beiden Seiten beschrifteten, schwingenden oder rotierenden Unterlage. Fig. 6 und 7 zeigen den zweiseitigen Umklappflügel mit einseitiger Belastung ; Fig. 8 den zweiseitigen Umklappflügel mit einseitiger Belastung und sich senkrecht einstellenden Buchstaben in allen Bewegungslagen ; Fig. 9 den
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Mehrflächner ; Fig. 10 den Mehrflächner mit sich senkrecht einstellenden Buchstaben auf allen Seiten ; Fig. l1 einen Zweiflächner mit elektrischer Beleuchtung ; Fig. 12 einen Mehrflächner mit elektrischer Beleuchtung.
Die Schilder nach Fig. 1 und 2 sind gleichzeitig beiderseits verwendbar, so dass sie in der Auslage auch querstehend aufgestellt werden können, um eben beide Seiten mit veränderlichen Texten gleichzeitig zu zeigen.
Das Schild nach Fig. 1 dagegen kann auch in der Auslage in der Längsrichtung zur Aufstellung kommen und dessenungeachtet beide veränderlichen Textseiten gleichzeitig zeigen, wenn hinter dem Schild Spiegel zur Aufstellung gelangen, wobei das Schild auf der Rückseite den Text in Spiegelschrift tragen muss.
Wenn im Schaufenster sehr wenig Raum für Reklameapparate zur Verfügung steht, werden die Schilder sehr klein ausgeführt und vor diesen Vergrösserungsgläser angebracht, damit sie entsprechend zur Geltung kommen.
Sollen auch die Rückseiten dieser Miniaturapparate nach Fig. 1 vergrössert gezeigt werden, dann kommen hinter den Apparaten noch Konvexspiegel zur Aufstellung. Die gleichzeitige Verwendung von vorderen Vergrösserungsgläsern und hinteren Konvexspiegeln ist für veränderliche, bewegliche Schilder originell, da ja die Neugier die Passanten zwingt, in die Vergrösserungsgläser zu blicken, wenn sie die kleinen schwingenden oder rotierenden Apparate zwischen den Gläsern wahrnehmen.
Das veränderliche Schild nach Fig. 1 mit Flügeln nach Fig. 5 besitzt vertikal schwingende oder rotierende beschriftete Flächen e, die mittels der Antriebswelle b, welche in a gelagert ist, gedreht werden. Auf den Flächen c sind bereits bekannte, beiderseits beschriftete, einseitige sogenannte Scharnierflügel d befestigt, die automatisch umklappen, sobald die Scharnierachse die Vertikalstellung passiert hat.
Dadurch werden auch die vorher verdeckten Texte freigegeben und die freiliegenden verdeckt, so dass die Schrift in allen Lagen während der Rotation lesbar erscheint und niemals auf dem Kopfe stehen kann.
Wenn die schwingendenFlächene auch auf der Rückseite beschriftet sind und daselbst auch beiderseits beschriftete einseitige, d. h. Scharnierflügel d'wie nach Fig. 5 tragen, eignet sich das Schild für gleichzeitige Betrachtung beider Seiten, so dass sich ein viermaliger Textwechsel während einer Umdrehung ergibt.
Der einseitige, beiderseits beschriftete Umklappflügel d nach Fig. 4 kann auch ohne Unterlage, wenn er auf einer schwingenden oder rotierenden Achse c lose gelagert ist, für kleinere Modelle oder in Verbindung mit beweglichen Figuren, wie Fahnenschwenker mit veränderlicher Fahne usw., verwendet werden.
Das ruckweise schwingende oder rotierende Schild nach Fig. 2 mit Umklappflügeln nach Fig. 6 zeigt die Beschriftungen auf beiden Seiten gleichzeitig in der richtigen Lsge und Lesefolge infolge der zweiseitigen, d. h. in der Mitte der Längsrichtung gelagerten Flügel d, die sich nach der Vertikallage der Umklappachse c automatisch um 1800 drehen, wodurch sich der Text, am besten andersfarbig, ändert.
Die Drehung der lose gelagerten Umklappflügel d erfolgt am einfachsten durch einseitige, am
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gelagert ist, befestigt und etwas nach vorne geneigt. Fig. 6 zeigt den Flügel gesondert, der konvex gebogene, leicht auswechselbare Papierflächen d besitzt, die zwischen zwei auf der Welle c lose gelagerten Deckplatten d'eingelegt sind. Die Deckplatten d'sind mit einer ausser Mitte liegenden Stange e, die als einseitige Belastung dient, verbunden und mit zwei kugelförmigen Stellringen c'auf der Welle c befestigt, um ein leichtes, reibungsloses Umklappen zu erzielen. Die Flügelflächen sind konvex gebogen, damit sie sich auf der Welle nicht reiben und damit das Umklappen nicht erschweren.
Die einseitig in e belasteten Flügel d können aber auch nach Fig. 7 ganz flach mit beiderseitigen Wellenenden d'ausgebildet sein, die in schwingenden oder rotierenden Flügelträgern c gelagert sind.
Wenn die auf den Flachflügeln d angebrachten beiderseitigen Textbuchstaben, die während der Rotation normal horizontal, schräg oder senkrecht stehen, in allen Lagen nur senkrecht und in der richtigen Lesefolge stehen sollen, werden die Buchstaben eventuell Scheiben h nach Fig. 8 im Zentrum auf dem in e einseitig belasteten Flügel d lose gelagert und exzentrisch in i beschwert.
An Stelle der Textzweiflächner nach Fig. 2 bzw. 5,6, 7,8 mit einseitiger Gewichtsbelastung können auch Text zwei-oder Mehrflächner nach Fig. 3 bzw. 9 und 10 Verwendung finden, bei welchen die Drehung der Textflächen mittels Zahn-oder Friktionsantriebes erfolgt.
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Zahn-bzw. Friktionssegmentef und Führungsstüeke g. Damit beim Mehrflächner während der Rotation der Flügel nur die vorderen Textseiten sichtbar sind, werden die andern Seiten mit einer an e angebrachten Verkleidung verdeckt.
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Bei Textzweiflächnern d nach Fig. 3 kann auch ein viermaliger Textwechsel von einer Beobachtungstelle aus erzielt werden, wenn die Zweiflächner beiderseits einseitige Umklappflügel erhalten, wie die Flügel nach Fig. o, da dann die Vorder-und Rückseiten der Zweiflächner voll zur Geltung kommen.
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die Zweiflächner d selbst während einer Umdrehung in der vertikalen Drehungsebene nur einmal axial um 1800 gedreht werden. Da die Umklappflügel während der Vertikalstellung automatisch umfallen, ergibt sich während einer Umdrehung in der vertikalen Drehungsebene für eine Seite ein zweimaliger Textwechsel und für zwei Umdrehungen ein viermaliger Textwechsel, weil bei der zweiten Umdrehung die Rückseiten der Zweiflächner d mit Umklappflügeln nach vorne zu liegen kommen.
Die Mehrflächner d können, wie Fig. 10 zeigt, auch auf allen Flachseite in der Mitte lose gelagerte und in i beschwert Buchstaben bzw. Scheiben h erhalten, wodurch sich die Texte bzw. Buchstaben immer senkrecht und in der richtigen Lesefolge einstellen.
Für grössere und besonders auffallende Reklameschilder werden die Flügel auch mit Innenbeleuchtung ausgeführt, und zeigen die Fig. 11 und 12 die diesbezüglichen Konstruktionen für elektrisches Licht. Beim transparenten Zweifläcinerflügel d kommt die Ausbildung nach Fig. 11 mit einseitiger Ge- wichtsbelastung, die mit Fig. 6 identisch ist, in Frage. nur ist bei dieser innerhalb des Flügels d die Lagerungsstange c zweimal abgekröpft, um die Lampenfassungen mit Soffittenlampen, eventuell auch den Reflektor zu tragen. Eine Lagerungsstelle für d'ist wegen der Leitungszuführung hohl, die andere massiv.
Beim transparenten Mehrflächner wird die Flügeltype nach Fig. 12 verwendet, die wieder mit Fig. 9 ziemlich gleich ist, wobei jedoch der Flügelträger c einen festen Bügel c'mit den Lampenfassungen, Lampen und Reflektor trägt.
Der Bügel c'hat auf einer Seite eine hohle Lagerungsstelle behufs Zuführung der Leitungen und auf einer Seite eine massive Lagerungsstelle.
Auf den Lagerungsstellen c'gleiten lose die Deckscheiben do, zwischen welchen der Mehrflächner d aus Zellon usw. eingespannt ist. Der Zahn- bzw. Friktionsradantrieb d2 sowie die Sperrscheibe sitzen fest auf der mit do verbundenen Wellenmuffe.
Der transparente Mehrflächner kann auch mit sich vertikal einstellenden Buchstaben, wie in Fig. 10, ausgestattet werden, wobei die Scheiben h massiv mit Ausschnitten oder transparent mit Deckschrift gewählt werden können, um verschiedene Effekte, auch chromotropartige, zu erzielen.
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1. Reklameschild mit veränderlichen Text-oder Abbildungsflächen, dadurch gekennzeichnet, dass die auf beiden Seiten beschrifteten, verschiedenartig gestalteten, eventuell etwas geneigten, einseitigen (Fig. 1, 4,5) oder zweiseitigen (Fig. 2,6, 7) in einer vertikalen Ebene schwingenden oder rotierenden ReklameumklappflügE'1 (d) gleichzeitig infolge einseitiger Gewichtsbeschwerung oder mit Mitnehmer, Zahn- bzw. Friktionsrädchen während der Vertikalstellung eine Schwingung bzw.
Drehung bis 180 um ihre in der Drehungsebene liegenden Achsen ausführen, so dass während einer Umdrehung in der vertikalen Ebene der geänderte Text immer in der richtigen Leselage erscheint.