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Entlüftungsvorrichtung, insbesondere für Weinkeller.
Es stellt sich zeitweise als notwendig heraus, Weinkeller gründlich zu entlüften, um die darin sich ansammelnden Kohlensäuregase zu entfernen. Die natürliche Entlüftung durch den meist vorgesehenen Entlüftungsschacht reicht hiefür in der Regel nicht aus, so dass es sich empfiehlt, eine künstliche Ent- lüftungsvorrichtung einzubauen. Diese stösst überall dort auf Schwierigkeiten, wo der Weinkeller im freien Gelände in die Erde gegraben ist, so dass elektrischer Strom zum Antrieb einer solchen Vorrichtung nicht vorhanden ist. Ausserdem würde es sich meist nicht rentieren, eine motorbetriebene Entlüftungs- vorrichtung ständig einzubauen, weil diese verhältnismässig selten und nur kurzzeitig benutzt wird.
Der
Erfindung liegt die Erkenntnis zugrunde, dass ein leicht transportier-und montierbarer Entlüftungs- stutzen, dessen im Innern axial angeordnetes von Hand aus antreibbares Flügelrad so ausgebildet ist, dass die Gase angesaugt werden, hinreicht, um in kurzer Zeit die gewünschte Lufterneuerung im Keller durchzuführen, so dass man durch die erfindungsgemässe Entlüftungsvorrichtung gänzlich unabhängig von Stromzuführungen für Elektromotoren und von sonstigen motorischen Antrieben ist. Die Erfindung besteht im wesentlichen darin, dass ein Zylinderstutzen mit axial in diesem angeordneten, durch ein Über- setzungsgetriebe von Hand aus antreibbaren Flügelrad leicht abnehmbar und versetzbar am oberen Ende eines aus dem Keller ins Freie führenden Entlüftungsschachtes aufgesetzt ist.
Durch die erfindungs- gemässe Entlüftungsvorrichtung wird es aber nicht nur möglich, Keller unabhängig von motorischen
Antrieben in einwandfreier Weise zu entlüften, sondern die einfache Montierbarkeit und Demontier- barkeit der Vorrichtung sowie ihre leichte Transportfähigkeit gestatten es, eine einzige Entlüftungs- vorrichtung für mehrere benachbarte Keller und eventuell auch noch für sonstige Zwecke zu verwenden, was eine wesentlich bessere Ausnutzung der Vorrichtung und daher eine erhöhte Wirtschaftlichkeit bedingt.
In der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung in beispielsweiser Ausführungsform schematisch dargestellt. Die Fig. 1 zeigt die Entlüftungsvorrichtung im Vertikalschnitt, die Fig. 2 im Horizontal- schnitt und die Fig. 3 stellt eine Gesamtanordnung einer gemäss der Erfindung entlüftbaren Kelleran- lage dar.
In einem zylindrischen Rohrstutzen 1 ist auf Querträgern 2,2'die Welle 3 eines Flügelrades 4 drehbar gelagert. Auf der Welle 3 sitzt eine kleine Riemenscheibe 5, die mittels eines Riemens 6 von der ausserhalb des Rohrstutzens 1 angeordneten Riemenscheibe 7 angetrieben werden kann. Die Riemen- scheibe 7 ist auf einer seitlich am Zylinderstutzen 1 angebrachten Konsole 8 gelagert und erhält ihren
Antrieb von einer Handkurbel 9 über ein Kegelräderpaar 10, 11. Der zylindrische Rohrstutzen 1 weist an seinem unteren Ende einen Flansch 12 zur Verstärkung bzw. Befestigung auf. Am oberen Ende trägt er eine nach einer Seite hin offene Haube 13.
Von dem unterirdisch angeordneten Kellerraum 14 führt ein vertikaler Entlüftungsschacht 15 ins Freie, der an seinem unteren Ende mittels eines Rohres od. dgl. bis nahe an den Kellerboden verlängert ist. Auf das obere Ende des Schachtes kann der Entlüftungsstutzen aufgesetzt werden. Der am unteren
Rande des Entlüftungsstutzens angeordnete Flansch 12 dient hiebei einerseits als Fuss bzw. Auflage für den Stutzen 1, anderseits als Dichtung zwischen diesem und dem Boden, zu deren Vervollständigung noch ein Erd-oder Sandwall 16 aufgesehüttet wird.
Wird zur Zeit der Gärung die Entlüftungsvorrichtung auf den Entlüftungssehacht aufgesetzt und mittels dieser die Luft bzw. das Gas angesaugt, so gelingt es, in kürzester Zeit die Kohlensäure voll- ständig aus dem Keller zu entfernen und Frischluft durch den Kellereingang einzusaugen. Aber auch wenn der Entlüftungsflügel nicht angetrieben wird, hat die beschriebene Anlage eine gesteigerte ent-
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lüftende Wirkung, da die Haube 13 am Rohrstutzen 1 als Windfang dient und dadurch eine vermehrt Frischluftzufuhr zum Boden des Kellers bewirkt, welche die dort lagernden Gase durchwirbelt und zum Teil durch den Kellerausgang ins Freie befördert.
Damit das Flügelrad 4 der auf diese Weise eingeführten Luft keinen Widerstand entgegensetzt, wird der Antriebsriemen von den Riemenscheiben 5, 7 ausser Betrieb abgenommen, so dass sich das Rad beim Eindringen von Luft frei drehen kann und so den Lufteintritt nicht behindert.
PATENT-ANSPRÜCHE :
EMI2.1
eines in dem zu entlüftenden Raume führenden Lüftungsschachtes od. dgl. stellbar ist.