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Vorrichtung und Anlage zur thermischen Behandlung von Metallen, Glas und anderen Werkstoffen, insbesondere in Tafel-oder Folienform.
Bei der Luftkühlung der Glas-oder Spiegelglastafeln wird bekanntlich zwecks Erzielung der
Härtung und Splittersicherheit (namentlich bei Verglasungen an Fahrzeugen) die Glas-bzw. Spiegelglastafel nach erfolgter Vorwärmung einer (je nach der Zusammensetzung des Werkstoffes bestimmten) ausreichend hohen Temperatur in einem geeigneten Ofen und alsdann einer raschen Oberflächenkühlung auf beiden Seiten ausgesetzt. Diese Behandlung ermöglicht die Entstehung der gewünschten Differentialspannungen sowie die Erzielung der Härtung des Werkstoffes.
Zur Durchführung dieser Abschreckung verwendet man in allen bekannten Verfahren im allgemeinen metallene Kammern oder Kästen mit einer gelochten Wand oder aus parallel angeordneten, gelochten Rohren bestehenden Rosten. Ein Gebläse treibt die atmosphärische Kühlluft durch diese Lochungen.
Nach dem Aufprallen auf die zu behandelnde, gegenüber den Lochungen angeordnete Fläche entweicht diese Luft plan-und ziellos nach allen Seiten und beeinträchtigt auf diese Weise die Gleichmässigkeit in der Behandlung der Oberflächen, die sich in der Nachbarschaft der besagten Fläche befinden.
Es sind auch schon Vorrichtungen zum Härten von Glastafeln bekannt, bei denen die Kühlluft aus im geringen Abstande auf beiden Seiten der Glastafel angeordneten Blasdüsen etwa unter einem Winkel von 45 aufgeblasen und durch diesen benachbarte Saugdüsen abgesaugt wird.
Diese bekannten Vorrichtungen erfüllen somit nicht die erforderlichen Bedingungen für die Gleichmässigkeit der Behandlung, um eine Höchstwirksamkeit der Behandlung zu erzielen, die bei der Verarbeitung anfallenden Abfälle zu vermindern und die Behandlung der Tafeln oder Folien geringer Stärke und von grosser Fläche zu ermöglichen.
Die vorliegende Erfindung betrifft nun eine Vorrichtung zur thermischen Behandlung der Metalle, des Glases und sonstiger Werkstoffe, namentlich in Tafel-oder Folienform, mit abwechselnd angeordneten Blas-und Abzugskanälen für das zur Behandlung benutzte Strömungsmittel, die namentlich dadurch gekennzeichnet ist, dass die Mündungen dieser Kanäle die ganze Fläche der Vorrichtung einnehmen, vor welche das Behandlungsgut gebracht werden muss, ohne dass zwischen den besagten Mündungen ein unwirksamer Raum verbleibt.
Auf diese Weise ergibt sich in allen Punkten des Behandlungsgutes eine gleichmässige Oberflächen-
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Eigenschaften der besagten Werkstoffe entweder an der Oberfläche auf der einen bzw. auf beiden Seiten der Tafel oder auch in ihrer ganzen Stärke.
Nach einem andern Merkmal der Erfindung sind die Blas-und Abzugskanäle für das Strömungsmittel nebeneinander mit gemeinschaftlichen Trennwänden angeordnet und werden durch die Unterteilung eines geschlossenen Raumes mittels Trennwänden erzielt.
Nach einer abgeänderten Ausführung sind die besagten Trennwände parallel und bestehen aus Folien, die zweckmässig derart zugebogen sind, dass jede Folie die Wandung von mindestens drei Kanälen bildet.
Jede Folie oder Tafel, die die Wandungen dieser Kanäle bildet, kann auch rechteckig und mehrere Male derart zugebogen sein, dass jede Tafel die Wandung von mindestens fünf Kanälen bildet.
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Bei gewissen bekannten Vorrichtungen sind die Kanäle einfach in bezug auf die zu behandelnde Fläche geneigt. Gemäss der Erfindung dagegen sind die Blas-und Abzugskanäle in der Strömungsrichtung gleichmässig verengt bzw. erweitert, derart, dass das Strömungsmittel durch den kleinsten Querschnitt des Blaskanals auf die zu behandelnde Fläche gelangt und durch den Komplementärquerschnitt in den Abzugskanal strömt. Diese Anordnung bietet einen sehr wesentlichen Vorteil, denn es wird hiedurch der Durchgang des Strömungsmittels beschleunigt, welches mit grösserer Geschwindigkeit auf die zu behandelnde Platte auftrifft und daher ein tieferes Eindringen in dieselbe ergibt.
Die Erfindung erstreckt sich auch auf eine Anlage mit einer oder mehreren, beispielsweise zwei Vorrichtungen der erwähnten Art, zwischen die die Tafel oder Platte einzusetzen ist, falls beide Seiten derselben behandelt werden sollen, sowie mit allen Hilfsvorriehtungen für die Bedienung, Erzeugung der Kreisläufe des strömenden Behandlungsmittels usw.
Die hauptsächlichsten Vorteile der Vorrichtung und der Anlage gemäss der Erfindung sind folgende :
Es kann eine grosse Gleichmässigkeit der thermischen Wirkung erzielt werden, wie sie bei den bisher im Gebrauch befindlichen Vorrichtungen mit seitlichem bzw. richtungslosem Abzug wegen der von diesen Vorrichtungen verursachten Störungen und Wirbel nicht möglich ist.
Auf diese Weise werden die Unregelmässigkeiten der Behandlung namentlich grosser Flächen vermieden.
Ebenso lässt sich die Intensität der thermischen Wirkung steigern, denn es ist möglich, die Einstrahl-und Abzugsöffnungen nach Belieben an die zu behandelnde Fläche heranzurücken.
Weitere Kennzeichen und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachstehenden Beschreibung.
In den nur beispielsweise beigefügten Zeichnungen stellen dar ; Fig. l eine Anlage gemäss der Erfindung im senkrechten Schnitt entsprechend der Linie "1-1sler Fig. 2 ; Fig. 2 einen waagerechten Schnitt entsprechend der Linie 2-2 der Fig. 1 ; Fig. 3 eine sehaubildliche Teilansicht der Einblas-und Abzugskanäle der Vorrichtungen gemäss Fig. 1 und 2 ; Fig. 4 eine Abart der Fig. 3 ; Fig. 5 schaubildlich eine einfache Ausführung von vier Durchzugskanälen aus einer einzigen Platte ;
Fig. 6 die Flachseite dieser ausgeschnittenen und zum Falzen bereiten Platte ; die Fig. 7 und 8 im Aufriss und im Grundriss eine abgeänderte Ausführungsform der Vorrichtung, die mit Hilfe von Bauteilen der Ausbildung nach Fig. 5 ausgeführt ist ; die Fig. 9 und 10 schaubildlich zwei Ausführungen der Vorrichtungen gemäss der Erfindung ; die Fig. 11 im schematischen Teilschnitt eine Vorrichtung, in welcher die Durchzugskanäle mit Steuerklappen versehen sind ; die Fig. 12 schematisch im Schnitt eine Anlage mit zwei Vorrichtungen, die sich gleichzeitig an die Flächen der zu behandelnden Tafel, Platte od. dgl. heranrücken oder von denselben abrücken lassen.
Gemäss dem in den Fig. 1 und 2 dargestellten Ausführungsbeispiel ist die Anlage zur Behandlung der beiden Flächen 1 a und 1 b einer beispielsweise senkrecht angeordneten Platte oder Tafel 1 bestimmt.
Die Behandlung erfolgt mittels zweier zweckmässig identischer Vorrichtungen A und B, die in bezug auf die Platte oder Tafel 1 symmetrisch angeordnet sind.
Jede Vorrichtung A bzw. B besteht aus einem geschlossenen Raum von beispielsweise rechteckiger, parallelepipedischer Gesamtform aus irgendeinem Baustoff (Metall, Holz, Schamotte usw.). Dieser Raum ist geöffnet entsprechend einem beispielsweise rechteckigen Querschnitt mit der Höhe a-b (Fig. 1) und der Breite c-il (Fig. 2) in paralleler Richtung zur Platte oder Tafel j !. In senkrechter Richtung zu dieser Tafel 1 ist dieser Raum durch parallele Trennwände 2 in eine gewisse Zahl von Kanälen bzw.
Durchlässen eingeteilt, die in zwei Gruppen 3 und 4 zerfallen und abwechselnd zu der einen und zu der andern Gruppe gehören. Die Kanäle 3 (Fig.. 2) stehen in unmittelbarer Verbindung mit dem hinteren Teil 5 des Raumes, an den sich ein Kollektor 6 anschliesst. Die Kanäle 4 dagegen werden vom Raumteil 5 durch eine Wand y abgegrenzt und münden oben und unten in zwei Kollektoren 8 und 9 (Fig. 1) bzw. in einen einzigen derselben, während die Kanäle 3 gegen diese Kollektoren durch die Wände 10 (Fig. 1) abgegrenzt sind.
Zwischen dem Kollektor 6 und dem bzw. den Kollektoren 8, 9 wird über den geschlossenen Raum und die Kanäle 3 und 4 ein Kreislauf irgendeines geeigneten Strömungsmittels hergestellt.
Das verwendete thermische Strömungsmittel wird je nach den Werkstoffen und der ihnen zuteilwerdenden Behandlung gewählt.
Das Strömungsmittel kann gasförmig oder flüssig, warm oder kalt, zerstäubt oder in Dampfform, rein oder gemischt sein und im geschlossenen oder, wie dargestellt, für die Aussenluft geöffneten Kreislauf angewendet werden.
Bei Verwendung eines andern Strömungsmittels als der atmosphärischen Luft, welches rückzu- gewinnen oder im geschlossenen Kreislauf zu benutzen wäre, müsste die Vorrichtung in einem abgedichteten Raum vorgesehen werden.
Die Kollektoren kanalisieren das zur Behandlung dienende Strömungsmittel. Dasselbe kann der Wirkung eines Druckes, etwa mit Hilfe eines Gebläses, oder der Wirkung eines Unterdruckes oder auch beiden, sich in der Wirkung ergänzenden Faktoren (u. zw. oberhalb oder unterhalb des atmosphärischen Druckes) unterworfen werden, um das Strömungsmittel rasch und gleichmässig in Umlauf zu versetzen und um es auf den gegenüber den Einblaskanälen 3 gelegenen Abschnitt der zu behandelnden Fläche 1 a
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bzw. 1 b einwirken zu lassen und alsdann unmittelbar durch die angrenzenden oder wenigstens dem bzw. den Einblaskanälen 3 benachbarten Abzugskanäle 4 abzuleiten.
In dem Ausführungsbeispiel der Fig. 1 und 2 saugt der Sauger 11 die Aussenluft an und diese Luft wird alsdann durch die Abzugskollektoren 8, 9 bis an die Aussenluft kanalisiert, doch könnten diese
Kollektoren in ein zur Beschleunigung des Umlaufes dienendes Gebläse münden.
Die Fig. 3, die einen Teil der Eintrittskanäle 3 und der Abzugskanäle 4 der Vorrichtung gemäss den Fig. 1 und 2 darstellt, veranschaulicht ebenso wie diese letzterwähnten Figuren den Umlauf des
Strömungsmittels.
Wie ersichtlich, verbreitet sich das durch die Kanäle 3 eintretende Strömungsmittel auf der Flächela (bzw. 1 b) der zu behandelnden Tafel 1, ehe es in die Seitenauslässe oder Abzugskanäle 4 gelangt.
Das durch jeden Kanal 3 eingeblasene Strömungsmittel teilt sich in zwei Hauptströmungsäste, von denen jeder durch den an den Eintrittskanal 3 angrenzenden Abzugskanal 4 abfliesst, nachdem er die örtliche Behandlung derjenigen Fläche 1 a (bzw. 1 b) der Tafel 1, vor der die Vorrichtung angeordnet ist, bewirkt hat.
Es ist zu bemerken, dass das durch die Kanäle. 3 gegen die zu behandelnde Fläche J' bzw. 1 b (die an der Bildung der vom Strömungsmittel durchflossenen Leitung teilnimmt) geförderte Strömungsmittel unmittelbar durch die benachbarten oder an die Kanäle ; ? angrenzenden Kanäle 4 übernommen, abgeleitet (bzw. abgesaugt) wird, woraus sich eine ununterbrochene Weiterbewegung des thermischen Strömungsmittels ergibt, aber diese Fortbewegung beschränkt sich auf die durch die Eintrittsmündungen 3 beschickte Zone und die AbzugmÜndungen 4 für die betreffende Zone.
Die gleichmässige und wirbelfreie Fortbewegung des thermischen Strömungsmittels, die auf diese Weise von der Mündung 3 nach einer benachbarten MÜndung4 erfolgt, wirkt kräftig auf die zu behandelnde Fläche, mit der es sich beim Vorbeiziehen in zwangläufiger Berührung befindet, und da jede der Einlass-und Abzugöffnungen ein vollständiges Element bildet, welches keinen andern (beispielsweise seitlichen) Abzug des benutzten thermischen Strömungsmittels benötigt, so lassen sich durch das Verfahren gemäss der Erfindung sehr grosse Flächen durchaus gleichmässig behandeln, was nach den bekannten Verfahren nicht möglich ist ; es genügt, die Zahl der Elemente entsprechend zu vermehren.
In den Kollektoren lassen sich feste oder verstellbare Ablenkplatten anordnen, um das thermische Strömungsmittel zu verteilen und zu regulieren. Im Ausführungsbeispiel der Fig. 1 und 2 ist im Einlasskollektor 6 ein Satz Scheidewände 12 vorgesehen, welche das Strömungsmittel vom Beginn des Förderdruckes ab, sofern dasselbe sich gleichmässig und in parallelen Ästen fortbewegt, derart aufteilen, dass es bis zu den Einblasöffnungen 3 geleitet und proportional und gleichmässig über dieselben verteilt wird.
Die Durchlässe oder Kanäle 3,4 können rechteckig, quadratisch oder kreisförmig usw. sein und verschiedene oder ähnliche Querschnitte besitzen.
Die Fig. 4 veranschaulicht eine Ausführungsform mit zylindrischen Kanälen 3 für das Einblasen des zur Behandlung dienenden Strömungsmittels. Nach seiner Wirkung entweicht das Strömungsmittel durch den ergänzenden Querschnitt 4 jedes Einlasskanals 3 im Kasten 7, der das Strömungsmittel bis zu dem bzw. den Abzugkollektoren únd gegebenenfalls bis zu den Fördervorrichtungen des Strömungsmittels kanalisiert.
Zweckmässig werden sich die Querschnitte der Einlasskanäle 3 und der Abzugkanäle 4 ergänzen, um die Fläche jedes Abschnittes vollständig auszufüllen, und ihre Verteilung erfolgt zweckdienlich in genügender Zahl über die Fläche des Kastens entsprechend der zu behandelnden Fläche und der zu erzielenden Intensität der Behandlung.
Im Falle rechteckiger Einlasskanäle 3 und Abzugkanäle 4, die abwechselnd nebeneinander angeordnet sind, kann die Zufuhr und die Rückleitung des Strömungsmittels unter einem Winkel erfolgen,
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parallelen Richtung schwanken kann.
Es ist zu bemerken, dass je nach der gewählten Neigung für den Einfallwinkel des auf die zu behandelnde Fläche eingeblasenen bzw. eingedrückten Strömungsmittels eine Verlängerung der Berührung des Strömungsmittels mit der besagten Fläche eintritt, die sich aus der schrägen Richtung, welche das Strömungsmittel zwecks Erreichung der Abzugskanäle einschlagen muss, ergibt.
Diese schräge Einwirkung des Strömungsmittels verringert auch die Durchschlagwirkung des letzteren auf der zu behandelnden Fläche und gestattet eine kräftigere Behandlung gewisser Werkstoffe in Form empfindlicher und verformbarer-Folien bzw. die Behandlung dünner und schmiedbarer Bleche.
Ein ähnliches Ergebnis lässt sieh auch dadurch erzielen, dass man den Trennwänden 2, die die Kanäle bilden, in bezug auf die Behandlungsebene eine gewisse Neigung gibt. Die zweckmässig metallenen Trennwände 2, die die Kanäle und Mündungen begrenzen, besitzen geeignete Form je nach der für das Strömungsmittel gewollten Richtung.
In dem in der Fig. 5 schaubildlich dargestellten Beispiel sind die Förderkanäle 3 zu den Abzugkanälen 4 senkrecht angeordnet und alle diese Kanäle sind wiederum zur mit der zu behandelnden Fläche parallelen Grundebene efgh im Winkel von 450 geneigt.
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Die Kanäle 3 und 4 lassen sich leicht aus gefalzten Blechen herstellen, die einander ähnliche oder ergänzende und mechanisch in wirtschaftlicher Weise ausführbare Elemente bilden.
Mehrere dieser Elemente werden alsdann durch geeignete Mittel vereinigt, um die zu behandelnde Fläche zu decken. Die Kanäle 3 gerader Zahl werden für die Einführung des Strömungsmittel z. B. und die Kanäle 4 ungerader Zahl für die Ableitung angeordnet.
Diese Kanäle gemäss der Erfindung lassen sich auch in Gruppen zu vier Kanälen (zwei für die Zuleitung und zwei für den Abzug) erzielen, u. zw. durch die Verwendung eines besonders ausgeschnittenen, gefalzten und nochmals in entgegengesetzter Richtung gefalzten einzigen Blechstückes, wie aus der bereits angeführten Fig. 5 und der Fig. 6 zu ersehen ist. Ein quadratisches Blech 13 (Fig. 6) erhält in der Mitte zwei kleine senkrecht aufeinanderliegende Einschnitte 14 und 15 sowie einen Schlitz 16 entsprechend einer Diagonalenhälfte.
Durch abwechselndes Zubiegen dieses Blechs entsprechend den punktierten Linien in den Diagonalen erzielt man die Vorrichtung gemäss Fig. Ï, welche ohne jegliche Zusammenfügung zwei Einlasskanäle 3 und zwei Abzugskanäle 4 ergibt.
Diese Ausbildung setzt die Schweissstellen und Fugen auf ein Minimum herab und gestattet eine wirtschaftliche Herstellung sowie eine Herabsetzung des Gewichtes.
Die Fig. 7 und 8 zeigen die Anwendung der Kanäle, die durch Trennwände gemäss dem Beispiel der Fig. 8 und 9 erzielt werden, worin die Förder-und Abzugskollektoren 6 bzw. 8 in senkrechten Richtungen zu der zu behandelnden Fläche vorgesehen sind, doch lassen sich dieselben auch in parallelen Richtungen zu der zu behandelnden Fläche oder in allen Richtungen entsprechend den dazwischenliegenden Winkeln anordnen.
Was die Inumlaufsetzung des thermischen Strömungsmittels anlangt, so kann man (wie dies bereits bezüglich der Beispiele nach Fig. 1-und 2 angegeben worden ist) mehrere Fördervorrichtungen verwenden, z. B. eine Vorrichtung, die das Behandlungsmittel zu den Sektionen fördert, durch die es hindurchströmt und auf die zu behandelnde Fläche aufprallt, und eine Vorrichtung, am Rücklaufkreis des Strömungsmittels, um dasselbe vorwärts zu treiben, nachdem es an der zu behandelnden Fläche zur Wirkung gelangt ist. Auf diese Weise wird eine rasche Umlaufbewegung und eine gleichmässige Beha. ndlung gesichert.
Die Fig. 9 veranschaulicht eine Ausführung mit einer Saugvorrichtung 11 zum Fördern des Strömungsmittels an die zu behandelnde Fläche und zwei Absaugvorrichtungen 18 und 19 an den Kollektoren 8 und 9 für den Abzug in die Aussenluft.
Es ist zu bemerken, dass die in Fig. 9 dargestellte Vorrichtung ein System von Verteilungskanälen aufweist, bei dem die der Fläche 1 a gegenüberliegende Trennwand 7 schräg angeordnet ist ; die auf diese Weise gebildeten Blas-und Abzugskanäle sind in der Strömungsrichtung gleichmässig verengt bzw. erweitert, dies erleichtert den Zutritt des Strömungsmittels zu den Blasöffnungen 3 durch den kleinsten Querschnitt des Blaskanals und dessen Abzug in die Auslasskollektoren 8 und 9 und sichert zugleich den Strömungsästen im wesentlichen gleichwertige Umlaufweg.
Die Fig. 10 zeigt eine Vorrichtung mit einer Saugvorrichtung 11 für die Förderung des Strömungsmittels und einer Absaugvorrichtung 18. In diesem Beispiel bildet das System der Trennwände abwechselnd
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eines rechteckigen Blechs unendlicher Länge entsprechend einem gleichmässigen Mäander ijklmnopq... hergestellt.)
Man kann auch nur eine einzige Förderschraube benutzen, deren Saugseite an die Rückleitung des thermischen Strömungsmittels und die Druckseite an die die Einspritzöffnungen speisenden Kollektoren angeschlossen ist, wobei gegebenenfalls am Strömungskreislauf Vorrichtungen eingeschaltet werden, die das Strömungsmittel auf die erforderliche Temperatur, von der es während der Behandlung abgewichen ist, zurückbringen.
Die Förderung des thermischen Strömungsmittels kann kontinuierlich, ruckweise oder wechselseitig sein. Hiezu dient z. B. ein Satz von Schiebern, um durch deren Betätigung während desselben Vorganges eine grössere Gleichförmigkeit der Behandlung zu erzielen.
Die Richtung oder Einspritzung des Strömungsmittels lässt sich periodisch ändern, u. zw. mittels schwingender Klappen, von denen jede auf einer Achse derart eingebaut ist, dass eine ihrer Kanten sich abwechselnd an jede Seite der Einspritzöffnungen und die andere Kante in geringem Abstande von der zu behandelnden Fläche anlegt, derart, dass auf diese Weise das Strömungsmittel abwechselnd nach rechts oder nach links auf verschiedene Abzugöffnungen gerichtet wird und man somit ausserdem ein wechselseitiges Bestreichen der zu behandelnden Fläche erzielt.
Die Fig. 11 veranschaulicht eine Vorrichtung mit beweglichen Klappen 20, die um eine zentrale Achse 21 schwenkbar oder drehbar miteinander verbunden sind. Diese Achsen verlaufen in der Achse der Förderöffnungen 3 (bzw. Abzugöffnungen 4) derart, dass sie das Strömungsmittel abwechselnd entweder nach rechts oder nach links in der Richtung der Abzugöffnungen (bzw. Förderöffnungen) ablenken,
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Die Fig. 11 zeigt die beiden abwechselnden Stellungen der Klappen, doch wirken dieselben alle gleichzeitig in derselben Richtung durch eine einzige mechanische Steuerung.
Die erfindungsgemässe Vorrichtung, die das Strömungsmittel zuleitet und abzieht, vermag an die zu behandelnde Fläche 1 a bzw. 1 b sehr nahe heranzurücken bzw. von der selben abzurücken, u. zw. entweder vor oder während des Vorganges, so dass auf diese Weise die thermische Wirkung entsprechend den Stärken der Tafeln, der Beschaffenheit der Werkstoffe und dem verfolgten Zweck geändert und ange- passt werden kann.
Der Mindestabstand wird nämlich lediglich durch die Notwendigkeit bestimmt, zwischen einem Einlasskanal 3 und einem Abzugkanal 4 einen genügenden Durchlass für den Umlauf des Strömungsmittels zu sichern, wobei dieser Umlauf übrigens beschleunigt werden kann (was einen noch kleineren Querschnitt zulässt), während bei den bisher üblichen Vorrichtungen die gesamte Menge des Strömungsmittels durch die Ränder der zu behandelnden Fläche abzuleiten ist und der Zwischenraum zwischen den besagten Rändern der Tafeln und der Vorrichtung notwendigerweise viel grösser sein muss, woraus sich die Notwendigkeit ergibt, die bekannten Vorrichtungen in einem verhältnismässig grossen Abstande von der zu behandelnden Fläche zu halten.
Die Fig. 12 zeigt eine Ausführung, die die Beweglichkeit der Vorrichtungen A und B im entgegengesetzten Sinne mittels einer einzigen Steuerung durch Hebel 23 und Schubstangen 24, 25 gestattet.
Zu diesem Zweck ist jede Vorrichtung A und B beweglich, entweder durch Aufhängung oder Lauflagerung auf einer geeigneten ebenen Fläche. Im vorliegenden Beispiel ruht sie durch ihr Gewicht (welches nötigenfalls durch Federn und Stützlager erleichtert wird) auf einer Richtfläche 22 auf, die die Abdichtung durch bekannte Mittel gewährleistet.
Diese Richtfläche 22 ermöglicht den Zugang zu den festen Kollektoren für die Förderung 6 a und für den Abzug 8 a des zur Behandlung dienenden Strömungsmittels.
Diese Kollektoren sind beispielsweise in einer unteren Kammer 26 angeordnet und diese letztere ist ein im Strömungskreislauf liegender Raum, in dem das Strömungsmittel durch die Öffnungen 27, 28 und an seinen Wänden angeordnete Propeller 29 erneuert wird. Die Kammer 26 kann auch den bzw. die Propeller 11 für die Förderung und den Abzug des Strömungsmittels enthalten, und wenn diese Kammer 26 durch den Abschluss ihrer Öffnungen luftdicht gemacht wird, so bildet die Anlage einen geschlossenen Kreislauf und kann in der in diesem Kreislauf liegenden Kammer Regeneratoren für die Temperatur des Strömungsmittels erhalten.
Die Anordnung gemäss der Erfindung gestattet die Vermeidung jeder Parallelverschiebung der Kästen und der Mündungen für das Einströmen und den Abzug in bezug auf die zu behandelnde Fläche.
Zu diesem Zweck wie auch bei einer Spezialbehandlung kann eine geeignete Aufhängevorrichtung vorgesehen werden, vermittels welcher die zu behandelnde Fläche eine periodische Relativbewegung gegen- über den Kanälen oder den Mündungen der Blas-und Abzugskanäle erhält.
Selbstverständlich beschränkt sich die Erfindung keineswegs auf die dargestellten und beschriebenen Ausführungsformen, die nur als Beispiele zu gelten haben.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zur thermischen Behandlung von Metallen, Glas und andern Werkstoffen, insbesondere in Tafel-oder Folienform, mit abwechselnd angeordneten Blas-und Abzugskanälen für das zur Behandlung benutzte Strömungsmittel, dadurch gekennzeichnet, dass die Mündungen dieser Kanäle die ganze Fläche der Vorrichtung einnehmen, vor welche das Behandlungsgut gebracht werden muss, ohne dass zwischen den besagten Mündungen ein unwirksamer Raum verbleibt.