AT145532B - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Lagerschalen. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Lagerschalen.

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AT145532B
AT145532B AT145532DA AT145532B AT 145532 B AT145532 B AT 145532B AT 145532D A AT145532D A AT 145532DA AT 145532 B AT145532 B AT 145532B
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Description


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  Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Lagerschalen. 



   Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren und eine Vorrichtung zum Herstellen von Lagerschalen u. dgl. für Kraftfahrzeuge und andere Maschinen, wobei eine Eisen-oder Stahlhinterlage auf eine Temperatur ungefähr entsprechend dem Schmelzpunkte plastischer Bronze erhitzt, hierauf geschmolzene plastische Bronze an die Hinterlage angegossen und   schliesslich   das Ganze schnell abgekühlt wird. Das wesentliche Merkmal des erfindungsgemässen Verfahrens besteht nun darin, dass die Hinterplatte eine wesentlich ebene Platte ist, an die geschmolzene plastische Bronze angegossen wird, und dass aus dem so gewonnenen Erzeugnis, nach seinem Erstarren, Streifen gebildet und in die Form der Lagerschale od. dgl. gebogen werden. 



   Das erfindungsgemässe Verfahren ist zwar unabhängig von einer besonderen Apparatur, da die verschiedenen Verfahrensstufen durch irgendeinen für den Zweck geeigneten Apparat durchgeführt werden können, jedoch eignet sieh zur   Durchführung   des erfindungsgemässen Verfahrens insbesondere eine Vorrichtung, bestehend aus einem Ofen, durch welchen die Hinterlagen laufen können, einem Träger zur Aufnahme einer vom Ofen kommenden Hinterlage, Mittel zur Zuführung geschmolzener plastischer Bronze zu dieser auf dem Träger befindlichen Hinterlage und Mittel zur Bewegung des Trägers, um die Unterseite der Hinterlage in Berührung mit einem Kühlbad zu bringen.

   Die verschiedenen dargestellten und weiter unten für die   Erklärung   der Erfindung erwähnten Werkzeuge, Zubehörteile und Vorrichtungen sind herkömmliche und nicht notwendigerweise solche, wie sie bei der   handelsüblichen   Erzeugung von Lagern entsprechend denen der Erfindung benutzt werden würden. 



     Unter "plastischer Bronze ; ; wird   eine Mischung verstanden, deren Hauptbestandteile Kupfer und Blei sind, obgleich andere Metalle, wie Zinn oder Nickel oder beide in geringen Mengen, vorhanden sein können. Diese ausser acht lassend kann eine plastische Bronze aus 75-50% Kupfer und 25-50% Blei bestehen. Die Temperaturen, bei denen derartige Bronzen völlig geschmolzen sind, ändern sich etwas, allerdings nur in verhältnismässig geringem Ausmasse, aber eine Temperatur von 9600 C kann als eine ungefähre Temperatur völligen Schmelzens angenommen werden, bei der alle solche plastischen Bronzezusammensetzungen-d. h. alle ihre Bestandteile-geschmolzen werden und eine flüssige Form annehmen.

   Lager mit Stahlrücken und mit plastischen Bronzeverkleidungen oder Abnutzungflächen, die mit den Stahlrücken durch Verschmelzen der Metalle längs ihrer aufeinandertreffenden Flächen vereinigt sind, haben sich insbesondere bei Verwendung in Automobilen und bei ähnlichen Verwendungszwecken als befriedigend erwiesen. 



   In der Zeichnung sind verschiedene Apparate, Werkzeuge und Vorrichtungen dargestellt, die zur Durchführung des Verfahrens nach der Erfindung geeignet sind. Es zeigt Fig. 1 eine schaubildliche Darstellung einer flachen Eisen-oder Stahlpfanne, die zur Einleitung des Verfahrens gebraucht wird, Fig. 2 eine Darstellung der Heiz-und Schmelzstufen, denen die Pfanne unterworfen wird, Fig. 3 das Eingiessen der geschmolzenen plastischen Bronze in die Pfanne und das plötzliche Abkühlen oder Abschrecken des Ganzen, Fig. 4 eine Darstellung, wie die Pfanne und ihr Inhalt zerschnitten werden, um schmale Stahlstreifen mit mit diesen   verschmolzenen   plastischen Bronzeverkleidungen zu bilden, Fig. 5 eine schaubildliche Darstellung eines Streifens in seiner anfänglichen Form und auch, nachdem die Oberfläche der plastischen Bronze geglättet worden ist, Fig.

     6-9   Darstellungen verschiedener Stufen der Behandlung geglätteter Streifen, um diese in fertige Lager zu verwandeln, Fig. 10 einen schematischen Schnitt durch eine andere Ofenart und andere Mittel für die Zufuhr geschmolzener plastischer Bronze zu den Pfannen und zur Kühlung derselben, Fig. 11 eine abgeänderte Ausführungsform eines Tiegels 

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 zum Schmelzen der plastischen Bronze und Abmessen der den Pfannen zugeführten Bronzemenge und
Fig. 12 eine Einzelheit. 



   Flache Pfannen oder Schalen 15 aus Eisen-oder Stahlblech, das für Lager für Automobilmaschinen eine Stärke von 1-587 mm hat, werden durch einen geeigneten Arbeitsgang hergestellt. Die Stärke des verwendeten Bleches ändert sich mit den jeweils herzustellenden Lagern, und die Pfannentiefe wird nicht grösser sein, als es zur Erzeugung einer plastischen Bronzeschicht genügender Stärke zur Gestaltung der weiter unten beschriebenen Fertigungsvorgänge notwendig ist. 



   Die Pfannen 15 werden zunächst auf eine Temperatur von   ungefähr 980   bis   11500 C   erhitzt. Dies kann beispielsweise mittels eines in Fig. 2 dargestellten, elektrisch beheizten Ofens 16 mit Hochwiderstand-
Heizelementen 17 oder mittels eines in Fig. 10 dargestellten elektrisch beheizten Ofens erfolgen, bei dem die Pfannen in fortlaufender Reihenfolge durch ihn hindurchbewegt werden. Die Art des benutzten
Ofens ist von sekundärer Bedeutung, und eine Temperatur von ungefähr   10350 C   wird als ausreichend gehalten, um befriedigende Ergebnisse zu erhalten. 



   Wenn die geschmolzene plastische Bronze in die Stahlpfannen gegossen wird, müssen die inneren
Flächen der Stahlpfannen frei von Oxydation sein ; ferner muss die Temperatur der Stahlpfannen genügend hoch sein, damit nach dem Giessen die ausgeglichene Temperatur der Bronze und der Pfannen über dem
Schmelzpunkt der Bronze liegt. Zweckmässig werden die Pfannen anfänglich auf eine Temperatur über dem Schmelzpunkt der Bronze gebracht, so dass, wenn die Bronze in diese gegossen wird, für sie keine
Neigung besteht, an irgendeinem Punkt über der Fläche der Pfannenböden zu erstarren. 



   Gegebenenfalls können die Pfannen auf eine Temperatur etwas unter dem Schmelzpunkt der
Bronze erhitzt werden und die Bronze in einem solchen Masse über ihren Schmelzpunkt erhitzt werden, dass die Bronze beim Eingiessen in die Pfannen den letzteren genügend Wärme mitteilt, um ihre Tempe- ratur auf einen Punkt über dem Schmelzpunkt der Bronze ansteigen zu lassen. 



   Weder die Temperatur der Pfanne noch die der geschmolzenen Bronze sind genau festgesetzt noch besonders kritisch, solange ein die von den beiden beim oder kurz nach dem Giessen angenommene
Temperatur über dem Schmelzpunkt der Bronze liegt. Es wird jedoch bemerkt, dass die plastische Bronze notwendigerweise auf eine etwas über ihrem Schmelzpunkt liegende Temperatur erhitzt werden muss, damit sie während des Giessens flüssig bleibt ; es wird eine Überhitzung im Ausmass von 38 bis 94  C empfohlen. 



   Zweckmässig wird ein Flussmittel 18, beispielsweise Borsäure, in die Pfanne gebracht, bevor die letztere in den   Ofen 16 eingeführt   wird. Dieses Flussmittel beginnt bei einer Temperatur von etwa 595  C weich zu werden und wird, wenn die Pfanne die gewünschte Temperatur von 980 bis   11500 C erreicht   hat, flüssig geworden sein und jegliche vorhandenen Oxyde aufgelöst haben. 



   Wenn, wie dargestellt, der Ofen 16 mit der Atmosphäre in Verbindung steht, wird jedes in der
Pfanne gebildete Oxyd durch das Flussmittel aufgelöst werden. Es kann jedoch ein neutrales und nicht oxydierendes oder ein reduzierendes Gas in das Innere des Ofens geführt werden, in welchem Falle die
Oxydation stark vermindert oder völlig vermieden wird. 



   In Abänderung des Verfahrens, die Pfannen zu erhitzen und einen Flussmittelüberzug auf ihnen anzubringen, können die Pfannen in ein Bad geschmolzener und hoch erhitzter Flussmittelzusammen- setzung, beispielsweise 75% Borax und   25% Borsäure, eingetaucht werden, wobei   das Bad eine Temperatur von 980 bis 1370  C besitzt. In diesem Fall werden die Pfannen sowohl an ihrer freiliegenden Oberfläche als auch an der Oberfläche, auf die die plastische Bronze gebracht wird, gegen Oxydation geschützt. 



   Dieses Erhitzungsverfahren ist jedoch etwas weniger zweckmässig als die Erhitzung unter Benutzung eines geeigneten Ofens ; und wenn dasselbe benutzt wird, muss das überflüssige Flussmittel von den unteren
Seiten der Pfannen abgewischt werden, bevor die geschmolzene Bronze zu den Pfannen zugeführt wird, um eine Störung der Abkühlung der Pfannen und der geschmolzenen Bronze in der folgenden   Abschreck-   stufe des Verfahrens zu vermeiden. 



   Die erhitzten und mit einem Flussmittel versehenen Pfannen werden alsdann zu einer Kühl- vorrichtung übergeführt, die sich in einem mit einem Ablass 20 versehenen Gehäuse 19 befindet. Die Kühlvorrichtung kann eine beliebige geeignete Form besitzen, um die Pfannen und die in diesen befind- liche geschmolzene plastische Bronze rasch auf eine Temperatur abzukühlen, die unter derjenigen liegt, bei der die geschmolzene plastische Bronze erstarrt.

   Die dargestellte Ausführungsform enthält ein Ge- häuse 21 mit quer verlaufenden Schirmen 22 ; zwischen zwei Schirmen oder Gittern 22 befindet sich eine Masse Kupferwolle 23 oder gleichwertigen Stoffes, deren Zweck darin besteht, einen gleichförmigen   i Aufwärtsfluss   von Wasser zu gewährleisten, das durch eine mittels eines Ventils 29 gesteuerte und mit abwärts gerichteten Auslassöffnungen 25 versehene Leitung 24 zugeführt wird. Das obere Ende des
Gehäuses ist durch eine durchlöcherte Platte 26 abgedeckt, durch die das Wasser strömt und mit dem
Boden einer durch konische Träger 27 gehaltenen Pfanne in Berührung kommt   ; die   Pfanne wird hiebei durch Führungen 28 in geeigneter Lage geführt.

   Die Fläche der Platte 26 entspricht ungefähr der abzu-   schreckenden Fläche   der Pfanne ; die Eigenschaften der beschriebenen Kühlvorrichtung sichern einen gleichförmigen und gleichmässig verteilten Fluss eines grossen Volumens von wirbelfreiem Wasser gegen die untere Fläche der Pfanne. 

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   Es wird bemerkt, dass das Wasser nicht eher an die Pfanne herangeführt wird, bis die geschmolzene plastische Bronze in die Pfanne eingegossen worden ist und Zeit gehabt hat, über den Boden zu fliessen ; sobald es nach Aufsetzen einer Pfanne auf die Träger 27 praktisch möglich ist, wird die geschmolzene plastische Bronze beispielsweise von einem Giesslöffel 30 der Pfanne zugeführt. Der Giesslöffel kann   i beliebiger   Art sein, es ist jedoch ein mit einem Ventil versehener Löffel dargestellt, der in eine Masse geschmolzener plastischer Bronze herabgedrückt werden kann und ein Ventil 31 besitzt, welches eine Öffnung 32 im Boden steuert, die dann geöffnet wird, worauf die geschmolzene Bronze frei von Ober-   fläehenschlacke   in den Löffel eintritt. 



   Nachdem die geschmolzene plastische Bronze in die hocherhitzte Pfanne eingegossen und über deren Boden ausgebreitet worden ist, verschmelzen die Bronze und der Pfannenboden miteinander und bilden eine untrennbare Verbindung über ihre ganze   Berührungsfläche.   Diese Verschmelzung tritt unverzüglich ein, obgleich gegen eine geringe Abkühlung vor der folgenden plötzlichen Abkühlungsstufe nichts einzuwenden ist ; die nächste Stufe besteht in der raschen Abkühlung oder Abschreckung der hocherhitzte Pfanne und geschmolzenen Bronze auf eine Temperatur unter derjenigen, bei der die plastische Bronze erstarrt.

   Diese Abkühlungsstufe, bei deren Beginn die plastische Bronze sich in einem flüssigen Zustand befinden muss, soll so rasch als möglich   durchgeführt   werden und wird dadurch bewirkt, dass ein grosses Volumen von in rascher Bewegung befindlichem Wasser in unmittelbare Berührung mit der   Unterfläche   der Pfanne in gleichförmig verteiltem Zustande, wie beschrieben, gebracht wird. 



   Es wird angenommen, dass beim Zuführen der geschmolzenen plastischen Bronze zu der hoch- erhitzten Pfanne und beim Fliessen über deren Boden ein Vermischen von Molekülen über die ganze   Berührungsfläche   zwischen dem Pfannenboden und der Bronze eintritt, und da die Neigung der Eisen- moleküle zur Bildung einer Legierung mit dem Kupfergehalt der Bronze grösser ist als die Neigung des
Eisens zur Legierung mit dem Blei (wenn wirklich eine solche Neigung besteht), so folgt, dass längs der aufeinandertreffenden Flächen eine Eisen-Kupfer-Legierung zwischen den Teilen durch das Vermischen von Molekülen und Verschmelzen der beiden miteinander längs der Verbindungsfläche zwischen diesen gebildet wird.

   Zu dieser Zeit befinden sich zweifelsohne Bleimoleküle in der Nähe der Berührungsfläche, jedoch unlegiert mit dem Pfannenboden oder zum mindesten nicht fest mit ihm verbunden ; die nächste rasche Abkühlungsstufe treibt die Bleimoleküle von der Verbindungsfläche fort und bildet eine ungefähr
0'08 mm starke dünne Schicht zwischen dem Pfannenboden und der Bronze, in der sich keine bemerkens- werte Menge Blei befindet ; nach der raschen Abkühlungsstufe wird die Verbindung durch eine Eisen-
Kupfer-Legierung gebildet, in der sich keine bemerkenswerte Menge Blei befindet. 



   Die plötzliche Abkühlung der geschmolzenen Bronze sichert ein feines Gefüge derselben, d. h. sie verhindert die Bildung von metallischen Kristallen bemerkenswerten Ausmasses, wie sie während einer langsamen Abkühlung von geschmolzenem Metall eintreten würde ; ferner verhindert sie eine Ab- sonderung des Bleigehaltes vom Kupfer der Bronze, die während der langsamen Abkühlung eintreten würde, da das Kupfer mit einem wesentlich höheren Schmelzpunkt als das Blei zuerst erstarren und das Blei in einem flüssigen Zustand lassen würde.

   Durch eine plötzliche und kräftige Abkühlung wird das Kupfer (der Erstarrungspunkt des Kupfers liegt ungefähr 107  C über dem der plastischen Bronze-   misehung   und ungefähr   732  C   über dem des Bleies) praktisch augenblicklich starr mit dem Ergebnis, dass das Blei, obgleich es noch flüssig ist, durch das festgewordene Kupfer wie in einer Matrize gehalten wird, bevor es selbst sich in grossen Teilchen absondern kann. Daraus folgt, dass das Blei'durch die ganze
Masse der Bronze im fertiggestellten Lager gleichförmig verteilt ist. 



   Ein weiteres Ergebnis infolge der Abkühlung der Pfannen von ihren Böden nach und durch die in ihnen befindliche plastische Bronze besteht darin, dass das Blei von der   Berührungsfläche   zwischen den Stahlpfannenböden und der flüssigen Bronze durch das Kupfer fortgetrieben wird, da das Kupfer vor dem Blei   erstarrt, wodurch   Kupfer nur an der Verbindungsstelle und an der sich durch die Abkühlungs- stufe ergebenden Bindung gelassen wird.

   Es wurde durch Analyse festgestellt, dass an der Berührungs- stelle der Metalle eine im wesentlichen bleifreie Legierung vorhanden ist, die gleichzeitig nur wenig Eisen enthält, da der Stahlrücken trotz einer Temperatur von im wesentlichen der gleichen Grösse wie die der geschmolzenen Bronze noch fest ist und sich nicht so frei legieren kann, wie es ein flüssiges Metall mit dem Kupfergehalt der geschmolzenen Bronze tun würde. 



   Die Abkühlung muss zwar von einer Temperatur über dem Schmelzpunkt der Bronze auf eine genügend niedrigere Temperatur, welche eine völlige Erstarrung durch die ganze Masse gestattet, erfolgen, sie muss jedoch nicht auf eine Temperatur gleich ungefähr der der Umgebungsatmosphäre durchgeführt werden. Es ist jedoch zweckmässig, dass die Abkühlung im wesentlichen auf atmosphärische Temperatur erfolgt, da in diesem Falle etwa auf den Pfannen zurückbleibendes Flussmittel eine brüchig Schicht bildet, die sich nach Trockenwerden leicht von ihr trennt und wieder verwandt werden kann. 



   Der sich ergebende Artikel wird nach der Abkühlungsstufe mittels eines Sandstrahlgebläses oder durch ein anderes geeignetes Verfahren von den verbleibenden kleinen Teilchen erstarrten Flussmittels befreit, um in einen solchen Zustand gebracht zu werden, dass er alsdann ohne unzweckmässiges
Stumpfmaehen der Werkzeuge bearbeitet werden kann. Alsdann wird der hochstehende Rand 33 (Fig. 4) der Pfannen entfernt, und die entstehende Platte wird, wenn sie wesentlich verworfen ist, durch irgend- 

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   einen geeigneten Press-oder Walzvorgang eben gemacht. Die Platte wird alsdann, wie es bei 34 in Fig. 4 angedeutet ist, zerschnitten, um rohe unfertige Streifen 35 zu erzeugen, deren Stahlrücken 36 durch Teile des Pfannenbodens gebildet und deren Verkleidungen 37 aus plastischer Bronze mit diesen verschmolzen sind.

   Die mehr oder weniger rohe und freiliegende Bronzeoberfläche wird daraufhin durch Hobeln, Fräsen oder einen ähnlichen Arbeitsvorgang entfernt, um flache Streifen 38 (Fig. 5) gleichförmiger Dicke mit plastischen Bronzeverkleidungen zu erzeugen. 



  Die Streifen 38 werden alsdann gemäss Fig. 6 mittels Matrizen, Biegewalzen oder in anderer Weise halbkreisförmig gebogen ; gemäss Fig. 7 werden die Seiten 39 der Streifen entweder vor oder nach dem Biegen abgeschrägt. Die Enden 40 der halbkreisförmigen Glieder werden abgeschlichtet, so dass zwei solcher Glieder ein kreisförmiges Aggregat bilden, das so nahe als möglich mit einem fertigen zweiteiligen Lager in Übereinstimmung ist. Zwei solcher Halblager werden alsdann zusammengesetzt und zwischen Endplatten 41, 41 gehalten, die gemäss Fig. 8 von einem umlaufenden Dorn 42 getragen werden ; das Äussere der Stahlrücken wird durch Schleifen oder in anderer Weise auf den Durchmesser des herzustellenden Lagers gebracht.

   Die beiden Halblager werden alsdann in einem geeigneten, nicht dargestellten Halter oder Einzugsspannfutter gehalten und das Innere der Bronzeverkleidungen auf den gewünschten Durchmesser gebracht ; hierauf werden die beiden Halblager gemäss Fig. 9 mittels einer Klemmvorrichtung 44 auf einem Dorn 43 gehalten und die abgeschrägten Seiten 39 der Teile abgedreht, um die fertigen Lager zu erzeugen, deren Teile das allgemeine in Fig. 6 dargestellte Aussehen haben. Die mit Bronzeverkleidung versehenen Streifen 38 können jedoch auch durch andere als oben ausgeführte Stufen zu Lagern gemacht werden, und es können gegebenenfalls aus diesen Streifen vollständig kreisförmige Lager hergestellt werden anstatt halbkreisförmige oder Halblager, wie es weiter oben beschrieben ist. 



  Die Fig. 10-12 zeigen einen Apparat, der besser als der übliche in Fig. 2 und 3 dargestellte Apparat zur Erzeugung von Lagern in beträchtlichen Mengen geeignet ist ; in einem Ofen werden die Pfannen erhitzt und die geschmolzene plastische Bronze wird diesen allen in einer neutralen, nicht oxydierenden oder in einer reduzierenden Atmosphäre zugeführt, so dass in der Annahme, dass sich die Pfannen vor dem Erhitzen in einem reinen Zustand befinden, die Verwendung eines Flussmittels nicht nötig ist ; die Pfannen können aber auch beim Arbeiten mit dieser Ofenart mit einem Flussmittel versehen werden, wenn eine solche Art und Weise wünschenswert oder notwendig erscheint. 



  Die Pfannen 15 werden bei diesem Apparat durch einen geeigneten Zuführungsmechanismus dem linken Einlassende des Ofens 49 zugeführt und bei ihrem Durchgang durch den Ofen auf die Temperatur erhitzt, die weiter oben bei Beschreibung des Verfahrens erwähnt wurde. In das Innere dieses Ofens wird ein neutrales oder reduzierendes Gas zugeführt, so dass die Pfannen während des Erhitzens nicht mit einem Eisenoxydfilm bezogen werden ; wenn ein Flussmittel zur Gewährleistung einer vollkommeneren Verbindung der plastischen Bronze mit den Pfannenböden benutzt wird, wird dieses gewöhnlich den Pfannen vor ihrem Eintritt in den Ofen zugeführt. 



  Nahe beim rechten Ende des Ofens befindet sich ein die geschmolzene plastische Bronze enthaltender Schmelztiegel 50, der durch einWiderstandselement erhitzt wird ; der Bodenauslass des Schmelztiegels wird durch ein Ventil 52 gesteuert, das normalerweise geschlossen ist und durch einen Elektromagneten 53 geöffnet werden kann. Eine durch einen Elektromotor 55 angetriebene, mit Unterbrechungen betätigte Kurvenscheibe 54 wirkt auf einen sich hin und her bewegenden Balken 56. An dem letzteren sind mehrere aufwärts ragende Stangen 57 angebracht, die die Pfannen 15 auf ihren oberen Enden aufnehmen können, um sie während des Eingiessens der geschmolzenen plastischen Bronze zu tragen und alsdann in eine Lage nahe bei einer Kühlvorrichtung herabzuführen, welche Kühlvorrichtung der weiter oben beschriebenen ähnlich sein kann.

   Die Kühlvorrichtung kann aber auch die Gestalt einer Pfanne 58 besitzen, der das Wasser durch eine mittels eines Ventils 46 gesteuerte Leitung 45 zugeführt wird. Dem Balken 56 und den Stangen 57 wird die Bewegung über eine Feder 59 von einem Schuh 60 mitgeteilt, der mit der Kurvenseheibe 54 in Eingriff steht, wobei die Feder 59 stark genug ist, um die Pfannen 15 zu tragen, wenn sie leer sind, aber nicht stark genug ist, um sie nach Zufuhr der geschmolzenen plastischen Bronze zu tragen. 



  Die Teile sind derart zeitlich aufeinander abgestimmt, dass die oberen Enden der Stangen eine Ebene nahe, jedoch unter der Ofenherdebene erreichen, wenn eine unerhitzte Pfanne in den Ofeneinlass einzuführen ist, und wenn eine weitere Pfanne so zugeführt ist, wird die vorderste auf der rechten Seite befindliche Pfanne auf das obere Ende der Stangen 57 gedrückt. Die Kurvenscheibe 54 hat den Balken 56 noch nicht zu seiner höchsten Lage angehoben, aber er führt dies während der weiteren Bewegung durch, und die Stangen heben die Pfanne in die in Fig. 10 dargestellte Lage. 



  Wenn die Stangen 57 das Ende ihrer Aufwärtsbewegung erreichen, bewegt der Balken 56 einen drehbar gelagerten federbelasteten Schalter 61 in eine Lage, in der dieser einen Stromkreis 62 schliesst, in welchem der Elektromagnet 53 liegt, worauf das Ventil 52 angehoben wird und geschmolzene plastische Bronze, wie dargestellt, in die Pfanne 15 fliesst. 



  Das Gewicht der Pfanne mit der in ihr befindlichen Bronze drückt die Feder 59 zusammen und den Balken 56 herab, wodurch der Stromkreis 62 infolge der Bewegung des Schalters 61 durch seine   
 EMI4.1 
 

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 zur Pfanne 15 unterbricht ; der Schalter 61 schliesst augenblicklich einen Relaisstromkreis 64 und erregt somit ein Relais 65, das einen normalerweise offenen Stromkreis 66 steuert, durch den der Strom dem Motor 55 zugeführt wird. 



   Infolgedessen wird der Motor, der angehalten war, als der Balken 56 mit dem Schalter 61 in Eingriff kam, und den Relaisstromkreis 64 gegen Ende seiner Aufwärtsbewegung unterbrach, von neuem angelassen ; während nun die Kurvenscheibe 54 umläuft, bringen die Stangen 57 die auf ihren oberen Enden getragene Pfanne in eine Lage gerade über der   Kühlvorrichtung   58 herab, und die Pfanne wird durch das der Kühlvorrichtung über die Leitung 45 zugeführte Wasser plötzlich gekühlt.

   Das Wasser steigt an und kommt mit dem Pfannenboden in Berührung und fliesst in ein Gehäuse 47 über, aus dem es durch einen Ablass 48 abfliesst, im wesentlichen wie in der weiter oben beschriebenen Ausführungsform der   Kühlvorrichtung.   Die Pfannen werden vermittels einer geeigneten Vorrichtung oder eines geeigneten Mechanismus nach vollendeter Abkühlung von den Stangen 57 durch eine Öffnung 68 entfernt. 



   Während die soeben vorangegangenen Ausführungen sich mit einer selbsttätigen Arbeitsweise des in Fig. 10 dargestellten Apparates beschäftigen, können die Feder 59 und die Betätigung des Schalters 61 durch den Balken 56 ausgelassen werden, und der Schalter kann von Hand betätigt werden. In diesem Falle kann der Arbeiter durch Beobachtung durch die   Sehauöffnung   67 die Zufuhr geschmolzener plastischer Bronze zu den Pfannen und die   Kühlung   der Pfannen durch Betätigung des Schalters 61 von Hand steuern, während gleichzeitig alle auf die   Durchführung   des ganzen Prozesses in einer neutralen oder einer reduzierenden Atmosphäre zurückzuführenden Vorteile erhalten werden ;

   der Gedanke einer nicht automatischen Betätigung, die jedoch die auf eine nicht oxydierende Atmosphäre innerhalb des Ofens   zurückzuführenden   Vorteile beibehält, kann noch weiter durchgeführt werden, indem das Ventil 52 und der Balken 56 sowie die Stangen 57 von Hand betätigt werden. 



   Fig. 11 zeigt eine Ausführungsform eines   Schmelztiegels   für die plastische Bronze, in welchem die einer Pfanne zugeführte Bronzemenge genau abgemessen wird und gleichförmige Bronzemengen den aufeinanderfolgenden Pfannen zugeführt werden. Bei dieser Ausführungsform gestattet das Öffnen des Ventils 69 durch den Hebel 70 der geschmolzenen Bronze, in die Kammer 71 zu fliessen und diese anzufüllen, worauf durch Öffnen des Ventils 72 vermittels des Hebels 73 die in der Kammer 71 bestimmte und abgemessene plastische Bronzemenge aus der Kammer 71 in eine unter dem Schmelztiegel befindliche Pfanne strömt, in der gleichen Weise wie in Fig. 10.

   Der Schmelztiegel 74 ist in einem Gehäuse 75 eingeschlossen, und sowohl der Hauptteil des Tiegels als auch die Messkammer 71 werden durch Widerstandsglieder 76 erhitzt, durch welche ein elektrischer Strom fliesst, wie es ohne weiteres aus der Zeichnung ersichtlich ist. 



   Es wird bemerkt, dass die durch den in Fig. 10 dargestellten Apparat erzeugten Pfannen mit plastischer Bronze in ihnen nach der Abkühlungsstufe in gleicher Weise in fertige Lager umgewandelt werden, wie es weiter oben in Verbindung mit den Fig. 4-9 erläutert wurde. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Herstellung von Lagerschalen u. dgl., wobei eine Eisen-oder Stahlhinterlage auf eine Temperatur ungefähr entsprechend dem Schmelzpunkte plastischer Bronze erhitzt, alsdann geschmolzene plastische Bronze an die Hinterlage angegossen und schliesslich das Ganze schnell abgekühlt wird, dadurch gekennzeichnet, dass die Hinterlage, an die die geschmolzene plastische Bronze angegossen wird, eine wesentlich ebene Platte ist und dass aus dem so gewonnenen Erzeugnis nach seinem Erstarren Streifen gebildet und in die Form der Lagerschale od. dgl. gebogen werden.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Hinterlage beim Aufgiessen der plastischen Bronze waagrecht liegt und rundum mit einem Rand versehen ist, der nach dem Erstarren abgeschnitten wird.
    3. Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die waagrecht liegende Hinterlage nach dem Aufgiessen der plastischen Bronze auf ihrer Unterseite von dem Kühlmittel be- spiilt wird.
    4. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 3, wobei sich die Hinterlage während des Erhitzens und Angiessens der plastischen Bronze in einer nicht oxydierenden oder reduzierenden Atmosphäre befindet, dadurch gekennzeichnet, dass diese Atmosphäre auch während des Abkühlens aufrechterhalten wird.
    5. Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Hinterlage durch Eintauchen in ein Bad hoch erhitzten Flussmittels erhitzt wird.
    6. Vorrichtung zur Durchführung der raschen Abkühlung bei dem Verfahren nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung einen Träger für die Hinterlage und Mittel enthält, um einen gleichförmigen und gleichmässig verteilten Strom wirbelfreien Wassers in Berührung mit der Unterseite der Hinterlage zu bringen.
    7. Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet dass die Vorrichtung ein mit einer Anzahl Träger auf seiner Oberseite versehenes Gehäuse, ein sich quer in einem mittleren Teil des Ge- <Desc/Clms Page number 6> häuses erstreckendes Gitter fein geteilten Stoffes und Mittel enthält, die Wasser unter dem Gitter zuführen und nach dem Boden des Gehäuses schleudern.
    8. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 bis 5, bestehend aus einem Ofen, durch welchen die Hinterlagen laufen können, einem Träger zur Aufnahme einer vom Ofen kommenden Hinterlage, Mittel zur Zuführung geschmolzener plastischer Bronze zu dieser auf dem Träger EMI6.1 EMI6.2
AT145532D 1934-07-09 1934-07-09 Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Lagerschalen. AT145532B (de)

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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE748251C (de) * 1939-08-13 1944-10-30 Verfahren zum Erzeugen duennwandiger Lagerschalen mit Stahlstuetzschale durch Giessen oder Tauchen

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DE748251C (de) * 1939-08-13 1944-10-30 Verfahren zum Erzeugen duennwandiger Lagerschalen mit Stahlstuetzschale durch Giessen oder Tauchen

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