AT144884B - Verfahren zur Durchführung von Flächenschliff und Innenschliff mit umlaufenden Schleifkörpern. - Google Patents

Verfahren zur Durchführung von Flächenschliff und Innenschliff mit umlaufenden Schleifkörpern.

Info

Publication number
AT144884B
AT144884B AT144884DA AT144884B AT 144884 B AT144884 B AT 144884B AT 144884D A AT144884D A AT 144884DA AT 144884 B AT144884 B AT 144884B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
grinding
internal
carrying
out surface
rotating
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Original Assignee
Degussa
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Degussa filed Critical Degussa
Application granted granted Critical
Publication of AT144884B publication Critical patent/AT144884B/de

Links

Landscapes

  • Polishing Bodies And Polishing Tools (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur   Durchführung   von Flächenschliff und Innenschliff mit umlaufenden Sehleifkörpern. 



   Beim Arbeiten mit umlaufenden   Schleifkörpern   mit seitlich wirkender Arbeitsfläche, wie solche vorwiegend für den Flächenschliff bestimmt sind, ist man sowohl mit Bezug auf die Umlaufsgeschwindigkeit, wie auch mit Bezug auf die Wandstärke und den Durchmesser der   Schleifkörper   an gewisse Grenzen gebunden. In der Praxis ist man bisher bei Durchführung des Flächenschliffes über   Umlaufgesehwindig-   keiten von 25   mlsek   nicht hinausgekommen, da die   Schleifkörper   bei dieser Art des Sehleifens durch Biegung und Verdrehung in besonders ungünstiger Weise beansprucht werden. 



   Ebenso liegen bei   Durchführung.   des Innenschliffes besonders ungünstige Arbeitsbedingungen vor. Da die Schleifscheiben für Innenschliff in der Regel klein sind, so sind sie durch die Fliehkraft besonders gefährdet, weil bei gleichbleibender Umfangsgeschwindigkeit und mit abnehmendem Durchmesser der Schleifscheiben, d. h. bei entsprechend zunehmender Tourenzahl die gefährlichen Ringspannungen an der   Aehsenbohrung wachsen.   Bei einigermassen langer Bohrung hängt die Schleifscheibe weit über, wodurch der die Schleifscheibe tragende Maschinenteil leicht zu schädlichen Schwingungen neigt. Durch diese und andere Umstände ist auch beim   Innensehliff   die Grösse der zulässigen Umlaufgeschwindigkeit beschränkt.

   Auch das Gewicht der Schleifscheibe macht sich bei grösseren Umlaufgeschwindigkeiten ungünstig bemerkbar. 



   Es hat sich nun gezeigt, dass man sowohl   Flächenschliff,   wie auch Innenschliff mit erheblich höheren Umlaufgeschwindigkeiten als den bisher als zulässig erachteten Höchstgeschwindigkeiten von 25 m/sek für Flächenschliff mit sogenannten Topfseheiben und von 35   misez   für Innenschliff durchführen und hiedurch besondere Vorteile erzielen kann, wenn man von   Hohlräumen (Zellen) gleichmässig durchsetzte     Schleifkörper   verwendet, deren spezifisches Gewicht bei Verwendung von Korund als Schleifmaterial unter   1'9 kgjclm3   und bei Verwendung von Siliziumcarbid als Schleifmaterial unter   1'7     kgjdm3   liegt. 



   Zur   Durchführung   des   Fläehensehliffes   und Innenschliffes nach der Erfindung können Schleifscheiben verwendet werden, deren spezifisches Gewicht erheblich unter den vorstehend genannten oberen Grenzen liegt. Das spezifische Gewicht der anzuwendenden Schleifscheiben kann z. B. bei Verwendung von Korund und Kunstharzen nach Art des Bakelits als Bindemittel zwischen   1#16   und   0#7   und bei Verwendung von   Siliziumearbid   und dem gleichen Bindemittel zwischen   1'07   und   0'6   liegen. 



  Bei Verwendung keramischer Bindungsmittel kann das spezifische Gewicht bei Scheiben, die aus Korund hergestellt sind, z. B. zwischen 1'8 und   1#0   und bei Scheiben, die aus Siliciumcarbid hergestellt sind, zwischen   1'55   und   0#9 liegen.   Diese Umlaufgeschwindigkeiten können z. B. mehr als 45   mises,   z. B. 60 bis 90   mjsek   und darüber betragen. 



   Die bisher zur Metallbearbeitung verwendeten   Schleifkörper   hatten durchweg ein spezifisches Gewicht, welches bei Verwendung von Korund über   2#0   kg /dm3 und bei Verwendung von Siliciumcarbid über 1'8   kgjdm3 lag,   Da das spezifische Gewicht des Schleifkorns selbst praktisch stets das gleiche ist, so kommen also erfindungsgemäss Schleifscheiben zur Verwendung, deren Gefüge so aufgelockert ist, dass ihr spezifisches Gewicht unterhalb des spezifischen Gewichtes der bisher für Flächenschliff und Innenschliff angewendeten Schleifscheiben liegt. 



   Die erfindungsgemäss anzuwendenden Schleifscheiben mit gelockerter Struktur können nach den verschiedensten Verfahren hergestellt sein, beispielsweise derart, dass ein verformbares Gemisch von 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 Schleifkorn und Bindemitteln mit Gasblasen entwickelnden Stoffen versetzt wurde und die von Hohlräumen durchsetzte Masse verformt und durch Massnahmen, wie Erhitzen, verfestigt wurde. Die Schleifkörper können weiterhin auch hergestellt sein aus Mischungen von Schleifkorn und Bindemitteln, die ihre hohlraumdurchsetzte Struktur erlangt haben durch Einverleibung von Formgebilden, wie Kugeln, 
 EMI2.1 
 durch Verbrennen, Verdampfen u. dgl. wieder entfernt wurden. Schliesslich haben sich auch noch bekannte Ausführungsformen von Schleifkörpern, welche zwecks Auflockerung in ihrer aus Schleifmaterial, z. B.

   Korund und Bindemitteln bestehenden Masse von   Einlagerungshohlkörpern,   wie Hohlglasperlen, durchsetzt sind, als geeignet erwiesen. In allen diesen Fällen muss   natürlich   bei der Auswahl dieser Körper für das Verfahren gemäss der Erfindung dafür Sorge getragen werden, dass die Schleifkörper das gewünschte spezifische Gewicht besitzen. In diesen Fällen hat man dafür Sorge zu tragen, dass Schleifkörper von dem gewünschten spezifischen Gewicht erreicht werden. 



   Das Schleifen mit hohen Umlaufgeschwindigkeiten unter Verwendung von   Schleif körpern   niedrigen spezifischen Gewichtes bietet erhebliche Vorteile. Infolge der grossen Umlaufgeschwindigkeiten erzielt man eine erhebliche Verbesserung der Schleifwirkung. Durch die infolge Erhöhung der Umlaufgeschwindigkeit ermöglichte Erniedrigung der Schleifkräfte wird eine geringere Beanspruchung und Durchfederung des Schleifwerkzeuges und dessen Trägers erzielt. Hiedurch kann man höhere Arbeitsgenauigkeit als bisher erreichen. 



   Nachteilige Temperatursteigerungen treten trotz Erhöhung der Umlaufgeschwindigkeit nicht auf. 



  Es war zu   befürchten,   dass durch die Auflockerung der Struktur der Schleifscheiben die Bruchgefahr, insbesondere bei sehr raschem Umlauf der Scheiben sich erhöhen würde. Es hat sich aber überraschender- 
 EMI2.2 
 anzuwendenden Scheiben die Umlaufgeschwindigkeit weit über das bisher zulässige Mass hinaus steigern, ohne dass ein Zerpringen der Schleifkörper stattfindet. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur   Durchführung   von   Flächen-und Innenschliff   mit umlaufenden, aus Schleifmaterial. wie Korund oder   Siliciumearbid und Bindemitteln hergestellten Sehleifkörpern, dadurch gekenn-   zeichnet, dass Sehleifkörper, deren spezifisches Gewicht bei Verwendung von   Korund unter 1'9 kg/ < d!   und bei Verwendung von Siliciumcarbid unter   1'7   kg/dm3 liegt, mit Umlaufgeschwindigkeiten über 
 EMI2.3 


Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Verwendung von Schleifkörpern mit durch Kunstharze gebundenem Schleifkorn, deren spezifisches Gewicht bei Verwendung von Korund, abhängig EMI2.4
AT144884D 1933-01-26 1934-01-22 Verfahren zur Durchführung von Flächenschliff und Innenschliff mit umlaufenden Schleifkörpern. AT144884B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE144884T 1933-01-26

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT144884B true AT144884B (de) 1936-03-10

Family

ID=34257683

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT144884D AT144884B (de) 1933-01-26 1934-01-22 Verfahren zur Durchführung von Flächenschliff und Innenschliff mit umlaufenden Schleifkörpern.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT144884B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1937653A1 (de) Werkzeug zum Bearbeiten von Metallflaechen
DE3740912A1 (de) Verwendung einer gusseisensorte fuer bremsenkoerper
DE1752171A1 (de) Schleifkoerper
DE1502632A1 (de) Schleifscheibe
CH664167A5 (de) Spinnrotor.
DE1262523B (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von mineralischen Fasern
AT144884B (de) Verfahren zur Durchführung von Flächenschliff und Innenschliff mit umlaufenden Schleifkörpern.
CH174728A (de) Flächen- und Innenschleifverfahren unter Verwendung eines umlaufenden Schleifkörpers.
DE2349326A1 (de) Schleifkorn und schleifkorngemisch
EP0143336A2 (de) Polierscheibe oder -walze
DE697363C (de) Aus pulverfoermigem Ausgangsstoff hergestellte Ziehscheibe zum Drahtziehen
DE569831C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen ringfoermiger Schleifsteine aus Kunststeinmasse
CH175093A (de) Verfahren zum Schleifen mit umlaufendem Schleifkörper.
DE910014C (de) Antrieb fuer Wellen, Achsen, Spindeln od. dgl., insbesondere fuer Innenschleifspindeln mit sehr hohen Drehzahlen
DE603163C (de) Verfahren zur Herstellung zahnaerztlicher Schleifmittel
DE596635C (de) Schleifscheibe, insbesondere zum Trennen von Steinen
DE1059245B (de) Radiallaufrad fuer Kreiselradmaschinen, insbesondere fuer Gasturbinen
DE830268C (de) Konstruktionsteile aus keramischen Stoffen
DE839248C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Aufberetien von Form- oder Kernsand
AT225497B (de) Verfahren zur Herstellung von verdrillten Bewehrungsstählen
DE600171C (de) Verfahren zur Herstellung von Schleifsteinen fuer Holzschleifereien
DE1652887A1 (de) Trenn-,Schneid- und Schleifscheibe zur Bearbeitung von Metall oder Stein
DE1607612A1 (de) Reibmahlscheibe,insbesondere fuer Kakao,Farbe u.dgl.
AT79997B (de) Mahlgangartige Schälvorrichtung für Hirse. Mahlgangartige Schälvorrichtung für Hirse.
AT77190B (de) Einrichtung zum Waschen, Schälen und Polieren nassen Getreides.