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Anzeigevorrichtung für Kartenspiele.
Bei vielen Kartenspielen, besonders beim Bridgespiel, geht dem eigentlichen Spiele ein Bieten voraus, bei dem die einzelnen Spieler der Reihe nach sich verpflichten, das Spiel in einer bestimmten Höhe zu erstehen. Diese Ansage erfolgte bis nun in der Weise, dass jeder Spieler die Stichanzahl und Trumpffarbe laut bekanntgab. Diese Art der Ansage wird zur Quelle von Hörfehlern, bei verschiedensprachigen Spielern zur Quelle von Missverständnissen und letzten Endes gibt sie eingespielten Partnern die Möglichkeit, durch Variieren des Tonfalls der Ansage unerlaubte Verständigungen herbeizuführen und dadurch die Gegner zu übervorteilen. Besonders bei Bridgeturnieren wurde der geschilderte Mangel wiederholt unangenehm empfunden.
Zweck der Erfindung ist es, das gesprochen Wort bei der Ansage zu eliminieren und durch eine mechanische Vorrichtung zu ersetzen.
Eine beispielsweise Ausführungsform dieser Vorrichtung ist auf der Zeichnung in Fig. 1 veranschau- licht. Die Vorrichtung besteht aus zwei Scheiben, die konzentrisch übereinander gelagert, unabhängig voneinander um ihren Mittelpunkt drehbar sind und von denen die obere a die im jeweiligen Karten- spiele üblichen Zeichen (z. B. Treff, Karo, Herz usw. ) trägt, während die untere mit fortlaufenden Ziffern bezeichnet ist. Jede dieser beiden Scheiben ist mittels Kegelrades ml, m2 in Verbindung mit einem prismatischen Körper e, d, dessen Seitenflächen dieselben Bezeichnungen tragen wie die Sektorfelder der dazugehörigen Scheibe. Wird nun z.
B. die Scheibe a gedreht, so dreht sich auch das dazugehörige Prisma d, dessen Seitenbezeichnung so gewählt ist, dass jenes Zeichen oben sichtbar wird, dessen gleichartiges auf der Wahlscheibe gerade beim Anschlaghebel e steht. In ganz analoger Weise entsprechen die Ziffern auf der zweiten Scheibe b mit den Zahlen auf den Prismenflächen e.
Die obere Scheibe a hat als Begrenzung der mit Zeichen versehenen Feldersektoren Leisten g, die über den Rand der Scheibe hinausragen. Die untere Scheibe b trägt kreisförmige Vertiefungen oder Grifflöcher f, die die Ziffernbezeichnungen führen. Die Einstellung erfolgt in der Weise, dass der gewählte Bezeichnungssektor der oberen Scheibe mit dem Finger über die gewünschte Ziffernbezeichnung auf der unteren Scheibe gedreht wird und hierauf diese Ziffer bis zum Anschlaghebel e. Infolge der Leisten wird dabei die Scheibe a mitgenommen, so dass bei Berühren des Ansehlaghebels e die beiden Prismen c, d mit der Zahl und dem gewählten Zeichen nach oben sichtbar stehen.
Der Anschlaghebel e ist mit einer Verschlussklappe k in Verbindung, die mittels Druckfeder h in eine der beiden Lagen, der geöffneten oder der (strichliert gezeichneten) geschlossenen, gehalten wird, wodurch diese Verschlussklappe sprungartig geöffnet oder geschlossen wird. Der Anschlaghebel könnte auch statt mit einer Verschlussklappe mit einem elektrischen Kontakt in Verbindung stehen, durch dessen Betätigung eine in den Prismen c, d angebrachte Lampe zum Aufleuchten gebracht würde. Die Beschriftung der Prismen bestünde dann aus transparenten Zeichen, die durch das Aufleuchten auf eine darüber befindliche mattierte Scheibe projiziert würden.
Es werden so viele der oben beschriebenen Vorrichtungen, als Spieler vorhanden sind, unter der Spieltischplatte eingebaut. Fig. 2 veranschaulicht einen quadratischen Spieltisch, in den vier Vorrichtungen eingebaut sind. Über den Prismen der Vorrichtungen sind Fenster q in die Tischplatte eingelassen. Diese Fenster sind im Ruhezustand durch die Verschlussklappe k (Fig. 1) verschlossen und
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