AT141842B - Verfahren zur Herstellung von Kunstfäden u. dgl. - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Kunstfäden u. dgl.

Info

Publication number
AT141842B
AT141842B AT141842DA AT141842B AT 141842 B AT141842 B AT 141842B AT 141842D A AT141842D A AT 141842DA AT 141842 B AT141842 B AT 141842B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
thread
threads
production
movement
plate
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Original Assignee
Ig Farbenindustrie Ag
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Ig Farbenindustrie Ag filed Critical Ig Farbenindustrie Ag
Application granted granted Critical
Publication of AT141842B publication Critical patent/AT141842B/de

Links

Landscapes

  • Spinning Methods And Devices For Manufacturing Artificial Fibers (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Herstellung   v < m Kunstfäden   u. dgl. 



   Es ist bekannt, Kunstseide in der Weise herzustellen, dass man den Faden, nachdem er in   üblicher  
Weise aus der Düse durch ein Spinnbad und über eine Galette, die ihm die gewünschte Abzugsgeschwin- digkeit erteilt, gelaufen ist, frei herabfallen lässt und ihn sodann in einem langsamen rotierenden   Topfe   auffängt. 



  Bei diesem Verfahren wird eine gleichmässige Ablagerung des Fadens in dem Topf dadurch erzielt, dass dieser ausser der Drehbewegung noch   eine hin-und hergehende Bewegung ausführt. Man   erhält auf diese Weise lose Fadenschleife, die sieh kreuzweise übereinanderlagern und die, wenn der Topf gefüllt ist, aus dem Topf heraus abgehaspelt und in Strangform   naehbehandetl   werden können. 



   Da in vielen Fällen die Kunstseide nicht mehr in Strangform, sondern in gespulter Form von den Herstellern an die Konsumenten geliefert wird, ist die Strangnaehbehandlung nicht mehr zweckmässig. 



   Der heutige Stand der Technik verlangt, dass das Fadengebilde zur Vermeidung von   überflüssigen   Ope- rationen möglichst in der Wiekelform, in der es gesponnen wird, mit den   Nachbehandlungsbädern   behan- delt werden kann. Dies ist bei den losen Fadenschichten, wie sie in den langsam drehenden Spinntöpfen nach dem bekannten, oben geschilderten Verfahren entstehen, nicht möglich. Die lockeren Fadenlagen ! werden durch die   Wasch-und Nachbehandlungsflüssigkeiten   so weitgehend verlagert, dass ein Abhaspeln des Topfinhaltes meistens nicht mehr durchführbar ist. Auf jeden Fall wird die Windefähigkeit der Fäden sehr verschlechtert. 



   Von diesem Gesichtspunkte ausgehend, haben wir das oben geschilderte   Topfspinnverfahren   so verbessert, dass nicht mehr eine lose Masse übereinanderliegender Fadenschleifen, sondern ein fester, formbeständiger Kuchen erzeugt wird, der weder bei der Herstellung noch bei der Nachbehandlung der
Stützung durch die Wandung eines Topfes bedarf. Der so hergestellte formbeständige Kuchen kann frei auf einem Teller liegend oder an Stangen hängend oder in sonst geeigneter Weise ähnlich wie ein Zentri- fugenkuchen gewaschen und   nachbehandelt   werden, ohne dass eine   Verlagerung   der Fäden oder eine Ver- minderung der   Ablauf tätigkeit   eintritt. 



   Dieser Fortschritt wird in folgender Weise erzielt. 



   Der Faden (Fig. 1) fällt von der Galette B auf eine Unterlage, z. B. auf einen Teller C, welcher eine 
 EMI1.1 
 mässiges Verkreuzungssystem bilden, in welchem jeder Faden seinen bestimmten Platz einnimmt. Besonders günstig ist es, wenn jeder Faden dicht (etwa 2-5 mm) neben den bei der vorangegangenen Umdrehung abgelegten Faden zu liegen kommt. Unter diesen Bedingungen schichten sieh die Fadenlagen zu einem Körper aufeinander, der ein   Minimum   an Raum einnimmt und infolgedessen sehr fest ist. Mit andern Worten ausgedrückt, wird also bei der vorliegenden Erfindung die   Formbeständigkeit   des Fadenwiekels durch eine raumsparende Wickelung erzielt. 



   Wenn eine völlig einwandfreie Wickelung erhalten werden soll, müssen noch zwei weitere Punkte berücksichtigt werden, die gleichfalls Gegenstand der Erfindung sind. Zunächst ist es erforderlich, dass   die Zusatzbewegung des Tellers langsam erfolgt. Zweckmässig ist es, die Zusatzbewegung langsamer ablaufen   zu lassen als die Drehbewegung. Als höchste zulässige Geschwindigkeit ist diejenige zu bezeichnen, bei welcher ein   Hin-und Hergang der Zusatzbewegung wlhrend einer halben Umdrehung   des Tellers vor 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 sich geht. Wenn die Zusatzbewegung schneller ist, folgt der Faden nicht mit   genügender   Exaktheit der Bewegung der Unterlage ; er legt sieh dann nicht an die für ihn vorgesehene Stelle, und es entsteht nur eine lockere Fadenanhäufung. 



   Der zweite Faktor, dessen Berücksichtigung zur Erzielung einwandfreier Wickelkörper notwendig ist, besteht in der Stabilisierung der stets am frei hängenden   Fadenstück auftretenden Pendelschwingungen.   



  Das Zustandekommen dieser Schwingungen wird in Fig. 2 erläutert. Der frei hängende Faden trifft im Punkte 1 auf den Teller ('auf, wobei die Fadengesehwindigkeit gleich der Umlaufgeschwindigkeit des-   Pnnktes L   sei. Durch die Zusatzbewegung wird der Faden aber abwechselnd nach aussen, auf die Bahn des Punktes B und nach innen, auf die Bahn des Punktes D, gebracht. Die Punkte   B und   D laufen aber mit höherer bzw. geringerer Geschwindigkeit um als   Punkt A.   Der Faden fällt also auf eine Unterlage, die sich abwechselnd schnell und langsam bewegt, und wird, da seine Laufgesehwindigkeit konstant bleibt,   abweelh-   selnd von dem Drehteller mitgerissen und   zurückgedrängt.     Der Fusspunkt des   hängenden Fadens bewegt sich daher nicht auf der Bahn BD, sondern z.

   B. auf der Bahn EF ; der Faden führt somit recht erhebliche Pendelschwingungen um   den Ablaufspunkt von   der Galette (P in Fig. 1) aus. Das Auftreten   dieser   Schwingungen ist also durch das Prinzip der körperlosen Wickelung bedingt. 



   Es wurde nun gefunden, dass diese Schwingungen nur dann stören, wenn sie unregelmässig verlaufen. In diesem Falle wird das Wiekelungssystem   unscharf,   ausserdem bilden sich bei der   Fadenumkehr   leicht Schlingen oder quer verlaufende Fäden. Völlig gleichmässige Schwingungen haben jedoch auf die 
 EMI2.1 
 gungen gelang uns durch Verwertung der bekanntlich bei allen Schwingungen auftretenden Resonanzerseheinungen. Das pendelnde Fadenstück   eine bestimmte Eigenschwingung,   die von seinem Gewicht. dem Gewicht des an ihm haftenden Spinnbades und seinen Dimensionen abhängig ist.

   Wenn diese 
 EMI2.2 
 Zeit für einen Hin-und Hergang der Changierung, so tritt zwischen diesen beiden Resonanz ein, und der Faden führt gleichmässige und stabile Schwingungen aus, welche die Bildung einer gleichmässigen   Wicklung   und eines festen Kuchens zur Folge haben. Die Resonanz tritt auch auf, wenn das Verhältnis von Schwin- 
 EMI2.3 
 Schwingungslehre bekannt ist. 



   Die Einstellung auf Resonanz gestaltet sieh in der Praxis sehr einfach ; bei gegebenem Titer und gegebener Drehzahl wird der Abstand Galette-Drehteller so lange verändert, bis die   Schwingungen   stabil werden, was ohne weiteres zu sehen ist. Für kleine Korrekturen genügt auch eine seitliche Verschiebung des Fadenablaufpunktes (P in Fig.   1).   



   Zweckmässig wird bei dem Verfahren dem Spinntopf die hin-und hergehende Bewegung und die Drehbewegung um seine Achse durch Anwendung eines Planetengetriebes gegeben, wie es z. B. im französischen Patent Nr. 769694 beschrieben ist. Doch   ist grundsätzlich auch jede   andere Vorrichtung zur 
 EMI2.4 
   Fadenablageteller   geeignet. 



   Beispiel : Für einen Viskosefaden vom Titer 180 Deniers, der in einem Spinnbad vom spezifischen Gewicht 1.4 bei einem Abzug von 60   m/Min, hergestellt wurde,   wird die Resonanzlage erreicht, wenn die in Fig. 1 bezeichneten Abmessungen folgende Werte haben :   n,   = 725 mm, b = 95 mm, c = 80 mm. 



    11 = 50 mm.  

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von Kunstfäden u. dgl., bei welchem die mit Hilfe einer Galette von der Spinndüse abgezogenen Fäden frei nach unten auf eine Aufnahmeunterlage fallen, die vermöge eines EMI2.5 abgelagert werden, dadurch gekennzeichnet, dass zur Bildung von formbeständigen, festen Wickeln auf jede Umdrehung des Tellers oder der Scheibe nicht mehr als zwei Hin-und Herbewegungen des Tellers stattfinden und dass die Sehwingungszeit der Eigenbeweglmg des frei hängenden Fadens gleich ist der Zeit einer Hin-und Herbewegung oder dass die Perioden des pendelnden Fadenstückes und des hin-und hergehenden Aufnahmeorganes in einem harmonischen Verhältnis zueinander stehen.
AT141842D 1933-03-09 1934-02-10 Verfahren zur Herstellung von Kunstfäden u. dgl. AT141842B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE141842T 1933-03-09

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT141842B true AT141842B (de) 1935-05-25

Family

ID=34257408

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT141842D AT141842B (de) 1933-03-09 1934-02-10 Verfahren zur Herstellung von Kunstfäden u. dgl.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT141842B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
AT141842B (de) Verfahren zur Herstellung von Kunstfäden u. dgl.
DE663026C (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Kunstfaeden u. dgl.
CH175979A (de) Verfahren zum Wickeln frisch gesponnener Kunstfäden.
DE882285C (de) Vorrichtung zur Behandlung kuenstlicher Faeden
DE702933C (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Kunstseidefaeden mit Titerschwankungen
DE868650C (de) Antrieb fuer die Fadenfuehrungstrichter bei Kunstseidetopfspinnmaschinen
DE1917604A1 (de) Aus mehreren dicht zusammenhaengenden Endlosfaeden bestehendes Garn
AT148339B (de) Verfahren zur Bildung von regelmäßig geformten Faserwickeln.
DE653218C (de) Verfahren zum Herstellen von Fadenwickeln
DE682414C (de) Verfahren zur Herstellung von kuenstlichen Effektfaeden
DE552470C (de) Verfahren zur Herstellung von Spinnkuchen auf der Kunstseiden-Spinnmaschine
DE679859C (de) Verfahren zum Aufwickeln frisch gesponnener Kunstseidefaeden
DE543146C (de) Kunstseidenspinnmaschine
DE928121C (de) Antrieb fuer die Fadenfuehrungstrichter bei Kunstseidetopfspinnmaschinen
AT216944B (de) Verfahren zur Behandlung eines für die Herstellung hochelastischer, bleibend zurückfedernder Gewirke, insbesondere Strümpfe, geeigneten monofilen Fadenmaterials aus vollsynthetischen Werkstoffen
DE473430C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Umspulen von Kunstfaeden
DE102018119910A1 (de) Stricknadel für Strickmaschinen und Verfahren zu deren Herstellung
DE237744C (de)
CH562156A5 (en) Yarn package for vey high speed overend take-off - segments separated by grooves consolidated by full length layers
AT292172B (de) Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung eines relativ zugfesten Fadengarnes
DE437320C (de) Spulengestell fuer Zettelmaschinen
DE391291C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Spinnen von Kunstseide, Stapelfaser, Filmen usw. aus Zellstoffloesungen
AT121982B (de) Verfahren zur Naßbehandlung von Kunstseidensrtähnen.
DE1510606C (de) Verfahren zur Wechseldrehung
DE931849C (de) Vorrichtung zur Herstellung von knotigen Kunstseidefaeden