AT141378B - Herstellung von Hochdruckdampfkesseln, Hochdruckgasbehältern, druckführenden Apparaten für die chemische Industrie, Geschützrohren, Gewehrläufen und sonstigen Schußwaffenteilen od. dgl. aus Chrom, Molybdän und gegebenenfalls Nickel enthaltenden Stahllegierungen. - Google Patents
Herstellung von Hochdruckdampfkesseln, Hochdruckgasbehältern, druckführenden Apparaten für die chemische Industrie, Geschützrohren, Gewehrläufen und sonstigen Schußwaffenteilen od. dgl. aus Chrom, Molybdän und gegebenenfalls Nickel enthaltenden Stahllegierungen.Info
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Description
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EMI1.1
EMI1.2
Apparaten für die chemische Industrie. Geschützrohren. Gewehrläufen und sonstigen Schusswaffenteilen od. dgl. wurden bisher vorzugsweise Nickelstahl- bzw. Chromnickelstabllegierungen verwendet. Bei letzteren lag jedoch der Chromgehalt üblicherweise zwischen 0'5 und 1'5% und war stets geringer als der Niekelgehalt. Seltener angewendet. aber ebenfalls als bekannt vorauszusetzen ist ein Molybdän- zusatz zum Chromnickelstahl, um eine Erleichterung der Wärmebehandlung und eine Verringerung der Gefahr der Anlasssprödigkeit zu bewirken.
Es ist auch bekannt. dass bei derartigen Legierungen das
EMI1.3
auf Grund umfassender Versuche eine Gruppe von Stahllegierungen ausfindig gemacht, die bei verhältnismässig billigem Preise eine überraschend grosse Eignung für die eingangs angegebenen Zwecke besitzen, indem sie sich durch grosses Formänderungsvermögen und besonders hohe dynamische Festigkeit bei gleichzeitig hoher statischer Festigkeit auszeichnen und zufolge ihrer Zusammensetzung nicht teuer sind. Erfindungsgemäss werden zur Herstellung der angegebenen Gegenstände Stahllegierungen verwendet, die im vergiiteten Zustande höchstens 0'3% Kohlenstoff, mehr als 2 und bis etwa 4'5% Chrom, 0-15 bis J ;, Molybdän und gegebenenfalls auch bis 3"Nickel enthalten.
Das Wesentliche dieser Stahllegierungen besteht darin, dass der bisher stets im Nickel gesuchte Vermittler höchster Zähigkeit im Chrom gefunden wurde. Demgemäss kennzeichnen sich die zur Verwendung für die angegebenen Gegenstände vorgeschlagenen Stahllegierungen vor allem durch einen auf mindestens 2"erhöhten Chromgehalt bei einem Kohlenstoffgehalt bis höchstens Der Nickelzusatz dient aber nur zur Erleichterung der Wärmebehandlung bei starken Querschnitten : er kann also z. B. bei Wandstärken bis etwa 150 mm von hohlgeschmidedeten Körpern auch ganz fortgelassen werden. Unbedingt erforderlieh ist dagegen ein Molybdänzusatz von mindestens etwa 0'15 bis der bekanntermassen dmch einen Wolframzusatz von etwa dem doppelten Betrag ersetzt sein kann.
Die für die Herstellung der angegebenen Gegenstände vorgeschlagenen Stahllegierungen erreichen ihre besten Eigenschaften durch eine Vergütungsbehandlung, d. li. durch ein Abschrecken mit nachfolgendem Anlassen. Hiedurch lassen sich sehr hohe Festigkeitswerte (Bruchgrenze und Streckgrenze) bei ungewöhnlich hoher Zähigkeit erreichen.
Die angegebenen Stahllegierungen besitzen jedoch auch nach dem Normalglühen eine ebenfalls schr hohe Zähigkeit. allerdings bei geringeren Festigkeitswerten.
Zur Herstellung der in Betraeht kommenden Gegenstände eignet sieh z. B. folgende Stahllegierung :
EMI1.4
<tb>
<tb> ('Cr <SEP> 10 <SEP> Xi
<tb> 0#18% <SEP> 2#49% <SEP> 0#43%
<tb>
<Desc/Clms Page number 2>
Ausführungsbeispiel l :
Ein geschmiedeter Rundstab von 150 ? ? Durchmesser aus einem Stahl dieser Zusammensetzung ergab folgende Werte :
EMI2.1
<tb>
<tb> Merl) <SEP> zähigkeit
<tb> Proberichtung <SEP> Streckgrenze <SEP> Bruchgrenze <SEP> Dehnung <SEP> L=5d <SEP> Einschn. <SEP> Normale <SEP> Mesnagerkg/mm2 <SEP> kg/mm2 <SEP> % <SEP> % <SEP> Charpy-Probe <SEP> Probe
<tb> mkg/cm2 <SEP> mkg/cm2
<tb> a) <SEP> nach <SEP> einer <SEP> normalisierenden <SEP> Glühbehandlung <SEP> :
<tb> Längs <SEP> 40 <SEP> 60-1 <SEP> 27-0 <SEP> 77 <SEP> 42
<tb> Quer <SEP> 42 <SEP> 61-5 <SEP> 18-8 <SEP> 64-21
<tb> b) <SEP> nach <SEP> einer <SEP> Vergütungsbehandlung <SEP> :
<tb> Längs <SEP> 68 <SEP> 82-2 <SEP> 20-3 <SEP> 72 <SEP> 32-7Quer <SEP> 68 <SEP> 81#1 <SEP> 19#0 <SEP> 64 <SEP> - <SEP> 17
<tb>
Ausführungsbeispiel 2 :
Ein geschmiedeter Hohlzylinder von 1860 Mm Länge, 850 mm lichtem Durchmesser und 120 mm Wandstärke aus Stahl derselben Zusammensetzung ergab nach Vergütungsbehandlung folgende Werte :
EMI2.2
<tb>
<tb> Kerbzähigkeit
<tb> Proherichtung <SEP> Streckgrenze <SEP> Bruchgrenze <SEP> DehnungL=5d <SEP> Einschn. <SEP> Normale <SEP> Charpy-Probe
<tb> kg/mm2 <SEP> kg/mm2 <SEP> % <SEP> % <SEP> mkg/cm2
<tb> Axial <SEP> 54#8 <SEP> 68#1 <SEP> 20#8 <SEP> 75 <SEP> 41#3
<tb> Tangential <SEP> 52#0 <SEP> 67#2 <SEP> 21#3 <SEP> 75 <SEP> 40#8
<tb>
Es ist bereits vorgeschlagen worden, für Panzerplatten od. dgl. legierte Stähle mit Chromgehalten von 0'2 bis 3% und mit Molybdängehalten von 0#2 bis 5% zu verwenden (französische Patentschrift Nr. 250058, amerikanische Patentsehrift Nr. 1251341), ferner für unter Druck bei erhöhter Temperatur arbeitende Apparate die Verwendung von legierten.
auch Molybdän enthaltenden Stählen mit zu Kohlenstoff und 2#9% Chrom (deutsche patentschrift Nr. 298199).
Claims (1)
- PATENT-ANSPRUCH : Herstellung von Hochdruekdampfkesseln. Hochdruckgasbehältern, druckführenden Apparaten für die chemische Industrie. Geschützrohren, Gewehrläufen und sonstigen Schusswaffenteilen od. dgl. aus Chrom, Molybdän und gegebenenfalls Nickel enthaltenden Stahllegierungen, dadurch gekennzeichnet. dass Stahllegierungen verwendet werden, die im vergüteten Zustande höchstens 0'3"Kohlenstoff. mehr als 2 und bis etwa 4'5% Chrom, 0-15 bis 1% Molybdän und gegebenenfalls auch bis etwa 3% Nickel enthalten, wobei der Molybdängehalt bekanntermassen durch etwa den doppelten Gehalt an Wolfram ersetzt sein kann.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE141378T | 1930-09-20 |
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| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| AT141378B true AT141378B (de) | 1935-04-10 |
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
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| AT141378D AT141378B (de) | 1930-09-20 | 1931-09-11 | Herstellung von Hochdruckdampfkesseln, Hochdruckgasbehältern, druckführenden Apparaten für die chemische Industrie, Geschützrohren, Gewehrläufen und sonstigen Schußwaffenteilen od. dgl. aus Chrom, Molybdän und gegebenenfalls Nickel enthaltenden Stahllegierungen. |
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1931
- 1931-09-11 AT AT141378D patent/AT141378B/de active
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