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Verfahren zur elektrischen Fern-Wahrnehmbarmaehung von Bild-und Ton-Darbietungen unter
Verwendung von Bild-und Tonaufzeichnungen auf gemeinsamem Träger.
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur elektrischen Fern-Wahrnehmbarmachung von Bild-und Tondarbietungen unter Verwendung von Bild-und Tonaufzeichnungen auf gemeinsamem Träger und bezweckt, Verfahren dieser Art weiter zu verbessern. Erfindungsgemäss werden beide Aufzeichnungen durch eine gemeinsame Einrichtung abgetastet, dann mittels einer gemeinsamen Übertragungswelle bzw.-leitung fernübertragen, dann am Empfangsort mittels eines gemeinsamen Aufzeichnungorgans aufgezeichnet und schliesslich mittels an sich bekannter kinematographischer Bild-und Tonwiedergabevorrichtungen wiedergegeben. Auf diese Art können Ton-Bild-Filme mittels einer gemeinsamen Aufzeichnungseinrichtung für die fernempfangenen Bild-und Tonaufzeiehnungen gewonnen werden.
Es sind bereits Einrichtungen zur Fernübertragung von Ton-und Bildfilmen bekannt, bei denen die Bildaufzeichnungen und die Tonaufzeichnungen getrennt voneinander abgetastet sowie übertragen und auf der Empfangsseite getrennt aufgezeichnet werden. Ferner ist es bereits bekannt, hiebei die den Bildaufzeichnungen bzw. den Tonaufzeichnungen entsprechenden Strommodulationen auf einem gemeinsamen Übertragungswege unter Verwendung verschiedener Frequenzen weiterzuleiten. Diese bekannten Verfahren haben den Nachteil, dass die zur Übertragung erforderlichen Einrichtungen sehr kompliziert und kostspielig sind.
Bei dem erfindungsgemässen Verfahren werden im Gegensatz zu den bekannten Verfahren auf der Sendeseite gleichzeitig die Bildaufzeichnungen und Tonaufzeichnungen mittels einer gemeinsamen Einrichtung abgetastet,'mittels einer gemeinsamen elektrischen Welle oder Leitung fernübertragen und am Empfangsort mittels einer gemeinsamen Aufzeichnungseinrichtung derart reproduziert, dass auf der Empfangsseite Ton-und Bildfilme entstehen, die identich mit den auf der Sendeseite abgetasteten Filmen sind. Hiedurch wird es insbesondere auch möglich, die Übertragung von Bild und Ton mittels einer normalen drahtlosen Sendeanlage vorzunehmen, ohne dass man eine Vielheit von Frequenzen für die Bildund Tonübertragung benötigt.
Auch fallen dadurch alle die komplizierten Einrichtungen fort, die bisher erforderlich waren, um die gleichzeitige Übertragung beider Aufzeichnungsarten einwandfrei durchzuführen und dabei den Synchronismus aufrechtzuerhalten. Durch die Erfindung wird demnach eine wesentliche Verbilligung der bisher für diese Zwecke erforderlichen Übertragungsanlagen erzielt.
Insbesondere können für die Übertragung auch die normalen, bereits vorhandenen Fernübertragungsanlagen nutzbar gemacht werden.
Der Erfindungsgegenstand ist in der Zeichnung an Hand eines Ausführungsbeispiels in schematischer Weise veranschaulicht.
Fig. 1 zeigt die Abtastung des Filmbandes 1 mittels der um die Achse 2 rotierenden optischen Tasteinrichtung 3. Die Tasteinrichtung 3 bestreicht die Breite des Filmes 1. Die Bewegung der Tasteinrichtung 3 ist mit der Bewegung des Filmbandes 1 gekuppelt. 4 ist der Antriebsmotor, 5 und 6 sind Antriebsräder, 7 und 8 Schnecke und Schneckenrad.
Fig. 2 zeigt den zugehörigen Grundriss. 9 ist das das Filmband abtastende Objektiv. 10 ist die lichtelektrisehe Zelle, auf die das vom Objektiv 9 aufgefangene Licht, das von den einzelnen Bildelementen ausgeht, geworfen wird. 11 und 12 sind Leitungen, die die Zelle 10 mit der Verstärkereinrichtung 13 und der Sendestation 14 verbinden.
Fig. 3 zeigt die zugehörige Empfangsstation, 20 ist der Empfänger, 21 eine von den empfangenen Strömen gesteuerte Lichtquelle, in der Figur eine Kerreffektlampe, deren Lichtstrahlen vom feststehenden
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Spiegel 22 nach dem der umlaufenden Schreibvorrichtung 23 angehörige Spiegel 24 reflektiert wird und der, von diesem durch das Objektiv 25 im Punkte 26 konzentriert, den Film 27 bestreicht. Die Umlaufbewegung der Schreibeinrichtung 23 ist wiederum mit der Fortbewegung des Films 27 gekuppelt. 28 ist der Antriebsmotor, der über den Schneckenantrieb 29 das Filmband und über die Antriebsräder 80,. 31 die Schreibvorrichtung antreibt. Der Antrieb 28 läuft mit dem Antrieb 4 der Fig. 1 synchron, so dass auf dem photographischen Film 27 eine genaue Wiedergabe des Films 1 der Fig. 1 erhalten wird.
Der so erhaltene Film, der sowohl das Kinobild 40 als auch das Tonbild 41 (Fig. 2) trägt, kann nun beispielsweise im Gefäss 32 entwickelt, im Gefäss 33 fixiert werden und dem entsprechenden Projektionsfilmapparat 34, der von beliebiger Konstruktion sein kann, zugeführt werden. Bei der Tonwiedergabe machen sich hiebei aber die durch die linienweise Aufzeichnung der Gesamtfläche entstehenden Störungen der Tonaufzeichnung durch unliebsame Nebengeräusche und Störung der Wiedergabe unangenehm bemerkbar.
Die Erfindung hat den Vorteil, dass auf eine sehr'einfache Weise eine Übertragung von Bild und Ton mittels einer normalen drahtlosen Sendeanlage vorgenommen werden kann, wobei auf der Empfangsseite Ton-und Bildfilme entstehen, welche genau den auf der Sendeseite abgetasteten Ton-und Bildfilmen entsprechen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur elektrischen Fern-Wahrnehmbarmaehung von Bild-und Tondarbietungen unter Verwendung von Bild-und Tonaufzeiehnungen auf gemeinsamem Träger, dadurch gekennzeichnet, dass beide Aufzeichnungen durch eine gemeinsame Abtasteinrichtung abgetastet, dann mittels einer gemeinsamen Übertragungswelle bzw. Leitung fernübertragen, dann am Empfangsort mittels eines gemeinsamen Aufzeichnungsorgans aufgezeichnet und schliesslich mittels an sich bekannter kinematographischer Bild- Ton- Wiedergabevorrichtnngen wiedergegeben werden.