AT138750B - Verfahren zur ununterbrochenen Darstellung von Essigsäureanhydrid. - Google Patents

Verfahren zur ununterbrochenen Darstellung von Essigsäureanhydrid.

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  Verfahren zur ununterbrochenen Darstellung von Essigsäureanhydrid. 



   Die Hauptschwierigkeit bei der Essigsäureanhydriddarstellung aus Eisessig und Acetylchlorid liegt darin, dass das Aeetylehlorid infolge seines niedrigen Siedepunktes   (51 )   bei Anwendung der   üblichen     Rückflusskühler   nicht genügend kondensiert werden kann, was insbesondere infolge des Umstandes, dass die günstigste Reaktionstemperatur erheblich über dem Siedepunkt des Acetylchlorid liegt, zu erheblichen Verlusten führt. 



   Bei dem in der deutschen Patentschrift Nr. 396 696 beschriebenen Verfahren wird zur Vermeidung dieses Übelstandes Eisessig im Überschuss angewendet ; ausserdem werden die entweichenden Gase zwecks 
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 standenen Essigsäureanhydrid durch Fraktionieren trennen muss. 



   Bei dem in der deutschen Patentschrift Nr. 411519 beschriebenen Verfahren wird die Tiefkühlung durch ein Waschverfahren (zweckmässig mit Eisessig oder Essigsäureanhydrid) ergänzt oder ersetzt. 



  Überdies wird bei diesem Verfahren die Reaktion von Anfang an in Gegenwart von siedendem Essigsäureanhydrid, u. zw. gegebenenfalls in einer ununterbrochen arbeitenden Kolonne bekannter Bauart, durchgeführt. In letzterem Falle wird das Kondensat und bei Verwendung von Eisessig bzw. Essigsäureanhydrid als Waschmittel auch die erhaltene   Waschflüssigkeit   ständig in die Kolonne zurückgeleitet. 



   Es wurde nun gefunden, dass man eine verhältnismässig hohe Reaktionsgeschwindigkeit und fast quantitative Ausbeuten erzielen kann, wenn man die Reaktionskomponenten, d. h. Eisessig und Acetylchlorid, in annähernd   stöchiometrischem   Verhältnis mit einem geringen Überschuss an Aeetylehlorid in die Kolonne, in der sich die aufsteigenden Essigsäureanhydriddämpfe und das zurückfliessende Essigsäureanhydridkondensat in verhältnismässig grossem Überschuss gegenüber den eintretenden, noch unverbundenen Komponenten befinden, einführt, wobei man natürlich die Mengen der Reaktionskomponenten so bemisst, dass sofort praktisch vollständige Umsetzung zum Essigsäureanhydrid eintritt und ein Sinken der Temperatur durch Anwensenheit der Reaktionskomponenten nicht eintreten kann.

   Eisessig und Aeetylehlorid können flüssig oder gasförmig zugeführt werden, u. zw. in gleicher Richtung oder im Gegenstrom zueinander. 



   Bei vorliegendem Verfahren können ebenso wie bei den bekannten Verfahren an Stelle von Acetyl-   ehlorid auch solche   Stoffe verwendet werden, die aus Eisessig Aeetylehlorid zu bilden vermögen, wie z. B. 



  Thionylchlorid. In diesem Falle ist zur Anhydridbildung auf 2 Mol Eisessig 1 Mol Thionylehlorid nötig. Das freiwerdende   Schwefeldioxyd   entweicht mit dem Chlorwasserstoff. Die aus Eisessig Aeetylehlorid bildenden Stoffe werden in einem geringeren   Überschuss   gegenüber dem Eisessig angewendet. 



   Beispiel 1 : Ein Gemisch von Eisessig und Aeetylehlorid im Molekularverhältnis 1 : 1,05 wird durch einen mit Düse versehenen Siphon, unmittelbar oder durch ein kupfernes Verdampferrohr, in den unteren Teil einer durch siedendes Essigsäureanhydrid vorgeheizten Kolonne eingeführt, aus welcher das sich bildende Essigsäureanhydrid ununterbrochen unten abfliesst, u. zw.

   zunächst in eine Destillierblase und aus dieser durch einen Überlauf und eine   Kühlvorrichtung   in die Vorlage, während der Chlorwasserstoff aus der Kolonne oben entweicht und durch einen absteigenden Wasserkühler, ein Staugefäss und einen tiefgekühlten Entlüftungskühler, gegebenenfalls auch durch einen Rieselturm (in dem das Gas mit einer Flüssigkeit, zweckmässig Essigsäureanhydrid, die das Aeetylehlorid aufnimmt, ohne viel Chlorwasserstoff zu absorbieren, gewaschen wird), in die Salzsäureabsorptionsanlage geleitet wird. Die vom Chlorwasserstoff mitgeführten geringfügigen Reste von   Aeetylohlorid   und Eisessig sowie geringe Mengen 

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 stehende rohe Essigsäureanhydrid, das etwa   95% ig   ist, wird durch Rektifizieren gereinigt.

   Man kann auch die Reaktionskomponenten der vorgeheizten Kolonne ununterbrochen im Gegenstrom zuführen, derart, dass das Acetylchlorid in den unteren, der Eisessig in den oberen Teil der Kolonne eintritt. 



   Beispiel 2 : Ein Gemisch aus Eisessig und Thionylchlorid im Molekularverhältnis 2 : 1,05 wird ununterbrochen in den unteren Teil einer durch vorgelegtes siedendes Essigsäureanhydrid vorgeheizten Kolonne   eingeführt und, wie   in Beispiel 1 für das   Eisessigaeetylehloridgemisch   beschrieben, zur Reaktion gebracht.

   Das entstandene Essigsäureanhydrid fliesst ununterbrochen am unteren Ende der Kolonne ab, während Chlorwasserstoff und   Schwefeldioxyd   am oberen Ende der Kolonne entweichen und durch einen tiefgekühlten Entlüftungskühler in die Salzsäureabsorptionsanlage eintreten ; in diesem Falle kann auch die austretende schwefelige Säure verarbeitet werden,
Beispiel 3 : In einen Kessel, der mit rund 150 Gewichtsteilen kochendem Essigsäureanhydrid beschickt ist, werden durch ein Tauchrohr 26 Gewichtsteile Phosgen pro Stunde eingeleitet. Auf eine auf dem Kessel aufgesetzte, mit Raschigringen gefüllte Kolonne mit anschliessendem Dephlegmator werden 30 Gewichtsteile Essigsäure pro Stunde aufgegeben.

   Die Temperatur am oberen Ende der Kolonne wird auf rund 50  eingestellt.-Die abdestillierenden Dämpfe werden in einem absteigenden Wasserkühler und einem   Tiefkühler verdichtet   und das hiebei erhaltene Kondensat (Eisessig, Acetylchlorid und Phosgen mit etwas gelöster Salzsäure) über einen Siphon in den Kochkessel zurückgeleitet. Der Umsatz zu Essigsäureanhydrid, das aus dem Kessel ununterbrochen abgezogen wird, ist quantitativ. 



    PATENT-ANSP, RUCH :.....   

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Claims (1)

  1. Verfahren zur-ununterbrochenen Darstellung von Essigsäureanhydrid durch Umsetzung von Eisessig mit Acetylchlorid oder mit Stoffen, die mit Eisessig Acetylehlorid bilden, in Gegenwart von Essigsäureanhydrid bei Temperaturen nahe dem Siedepunkt desselben in einer ununterbrochen arbeitenden Kolonne bekannter Bauart, dadurch gekennzeichnet, dass man die Komponenten in stöchiometrischem Verhältnis mit einem geringen Überschuss an Acetylchlorid zur Reaktion bringt. **WARNUNG** Ende CLMS Feld Kannt Anfang DESC uberlappen**.
AT138750D 1931-01-09 1931-01-09 Verfahren zur ununterbrochenen Darstellung von Essigsäureanhydrid. AT138750B (de)

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