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Fernmeldehütkabelanlage.
Bisher war es üblich, Luftkabelanlagen entweder in der Weise zu errichten, dass man ein Fernmeldebleikabel ohne Bewehrung mit Hilfe von Aufhängevorrichtungen an einem Tragseil aufhing oder aber das Kabel selbst mit einer zugfesten Bewehrung versah und es unter Verzicht auf ein Tragseil an den Masten freitragend aufhing. Die erstere Art der Verlegung konnte man für verhältnismässig geringe Spannweiten von etwa 50 bis 80 m anwenden. Für grössere Spannweiten verwendete man freitragende Luftkabel mit einer zugfesten Bewehrung. Sowohl die erstere als auch die letztere Art der Luftkabel haben nun eine Reihe von wesentlichen Nachteilen. Die erstere Art, bei der die Luftkabel mit Hilfe eines Tragseiles verlegt werden, erfordert eine grosse Anzahl von in geringen Abständen (etwa 30 cm) angeordneten Aufhängeschellen und eine grosse Anzahl von Tragmasten.
Die zweite Art, nämlich die mit selbsttragenden Luftkabel, gestattet es zwar, grössere Spannweiten zu überbrücken und damit mit einer geringeren Anzahl von Tragmasten auszukommen, ist jedoch hinsichtlich des Kabelaufbaues teuer, weil für die Kabel nicht nur eine hochwertige und zugfeste Bewehrung erforderlich ist, sondern auch zur Verhinderung von Beschädigungen des Bleimantels unter der Bewehrung noch ein Stützorgan, meist in Form einer Bandschraube, vorgesehen werden muss.
Gemäss der Erfindung wird die Errichtung von Luftkabelanlagen dadurch wesentlich verbilligt, dass man das Kabel an einem Tragseil mit Hilfe von Aufhängeschellen aufhängt, es jedoch im Gegensatz zu der bisherigen Übung noch mit einer Bewehrung versieht, die, da die Bewehrung nur die durch den Durchhang entstehenden Zugbeanspruchungen aufzunehmen hat, verhältnismässig leicht und billig sein kann. In den meisten Fällen genügt es, die Bewehrungsdrähte mit verhältnismässig grossen Abständen voneinander unter Zwischenlage eines Polsters über dem Bleimantel anzuordnen. Hiedurch wird der wesentliche Vorteil erzielt, dass man grosse Spannweiten überbrücken kann, ohne gezwungen zu sein, selbsttragende Luftkabel zu benutzen, die, wie schon eingangs erwähnt wurde, ausserordentlich teuer sind.
Man kann sich also die Vorteile der selbsttragenden Luftkabel zunutze machen, ohne deren Nachteile in Kauf nehmen zu müssen, und anderseits kann man sich die Vorteile der an einem Tragseil aufgehängten Luftkabel zunutze machen, ohne deren Nachteile in Kauf nehmen zu müssen.
Die Zeichnung zeigt ein Ausführungsbeispiel eines für eine Kabelanlage gemäss der Erfindung bestimmten Kabels. Darin ist 2 die Kabelseele, 3 der Bleimantel des Kabels, 4 eine über dem Bleimantel liegende Polsterung aus Jute. 5 sind die über der Polsterung in grösseren Abständen voneinander angeordneten Bewehrungsdrähte.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Fernmeldeluftkabelanlage, bei der das Kabel mit Hilfe von Aufhängeschellen an einem Tragseil aufgehängt ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Kabel mit einer unter Zwischenlage eines Polsters über dem Bleimantel liegenden zugfesten Bewehrung versehen ist.
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