AT13757U1 - Adapter für lichtwellenleiterkabel - Google Patents
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Abstract
Adapter (100) zum Anschluss eines standardisierten Lichtwellenleiters aneine Lichtquelle mit individuellem Anschlussverbinder, aufweisend einenersten Überwurf (105) als erste Hülse mit Innengewinde (110) zumAufschrauben auf ein am individuellen Anschlussverbinder der Lichtquellevorhandenes Normaußengewinde, eine mit dem ersten Überwurf (105)verschraubte Überwurfhülse (120) als zweite Hülse, die auf der dem erstenÜberwurf (105) gegen-überliegenden Seite eine weitere, dritte Hülse (150)übergreift, wobei die dritte Hülse (150) in der zweiten Überwurfhülse (120)durch einen Pressring (160) mit lockerem Sitz gesichert ist, und wobei diedritte Hülse (150) ein standardisiertes Innengewinde (165) aufweist, undwobei durch die Verschraubung des ersten Überwurfs (105) mit demAnschlussverbinder der Lichtquelle die dritte Hülse (150) in der zweiten Hülse(120) fixiert wird.
Description
österreichisches Patentamt AT13 757U1 2014-08-15
Beschreibung
ADAPTER FÜR LICHTWELLENLEITERKABEL
[0001] Die Erfindung betrifft einen Adapter zum Anschluss eines standardisierten Lichtwellenleiters an eine Lichtquelle mit individuellem Anschlussverbinder.
[0002] Zur Versorgung einer chirurgischen Eingriffsstelle mit Kaltlicht sind Kaltlichtquellen bekannt, deren Licht über einen Lichtwellenleiter an die Eingriffsstelle geleitet wird. Kaltlichtquelle und Lichtwellenleiter bilden hierbei häufig ein Baukastensystem, wobei der Lichtwellenleiter entweder für den invasiven Einsatz im menschlichen Körper ausgelegt ist, für den Einsatz als Lichtquelle an der Stirnlampe des Chirurgen oder zur Ausleuchtung von Operationswunden.
[0003] An das Licht werden je nach Einsatzart verschiedene Anforderungen gestellt. Besondere Helligkeit und ein gleichmäßiges Farbspektrum für ein optimales Weißlicht sind in den meisten Anwendungen erforderlich. Da in der Regel Weißlicht erforderlich ist, ist es bisher nicht möglich, auf Licht von superhellen Leuchtdioden zurückzugreifen, sondern vielmehr ist es notwendig, herkömmliches Licht einer Glühwendel zu verwenden. Um einen besonders hohen Lichtstrom durch den Lichtwellenleiter zu schicken, ist man dazu übergegangen, stets höhere Lampenleistungen einzusetzen, was zur Folge hat, dass nicht alle Lichtwellenleiter mit den hellen und daher auch heißen Lichtquellen verwendet werden können. Es besteht die Gefahr, dass die Lichtwellenleiter am Lichteinkopplungsort der Hitze der Lichtquelle nicht widerstehen und Schaden nehmen. Um Fehlbedienungen zu vermeiden, die zu einem Verbrennen des Lichtwellenleiters führen, wenn der Lichtwellenleiter nicht hitzebeständig ist, werden seitens des Herstellers häufig individuelle Anschlussverbinder gewählt, die einen Anschluss eines fremden Lichtwellenleiters verhindern.
[0004] Die wachsende Anzahl verschiedener Instrumente, die in einem durchschnittlichen Operationssaal vorhanden sind, führen schließlich dazu, dass die Menge der vorzuhaltenden Lichtquellen und Lichtwellenleiter rapide anwächst, was nicht nur logistische Probleme birgt, sondern auch Zeit unter der Operation erfordert.
[0005] Wünschenswert wäre es daher, wenn die Menge der zueinander passenden Lichtquellen und Lichtwellenleiter in einem durchschnittlichen Operationssaal verringert werden könnte.
[0006] Aufgabe der Erfindung ist es deshalb, eine Vorrichtung zur Verfügung zu stellen, mit welcher die notwendige Anzahl an Lichtwellenleitern und Lichtquellen verringert werden kann.
[0007] Die erfindungsgemäße Aufgabe wird gelöst durch einen Adapter mit den Merkmalen des Anspruches 1. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen sind in den Unteransprüchen angegeben.
[0008] Erfindungsgemäß wird vorgeschlagen, einen aus drei Teilen bestehenden Adapter einzusetzen, der eine Verbindung einer Vielzahl unterschiedlicher Lichtquellen mit einem standardisierten Lichtwellenleiter ermöglicht.
[0009] Dieser Adapter weist zu einer ersten Seite, die mit der Lichtquelle verbunden wird, ein Norminnengewinde auf. Da die meisten heute in Gebrauch befindlichen Lichtquellen ein normiertes Außengewinde aufweisen, dessen Nutzung durch weitere Besonderheiten der Anschlussverbindung eingeschränkt ist, kann ein Überwurf mit dem Norminnengewinde auf das normierte Außengewinde der in Betrieb befindlichen Lichtquellen aufgeschraubt werden. Die weiteren Besonderheiten der meisten Anschlussverbindungen der Lichtquellen sind davon nicht berührt. Dieser Überwurf ist auf der zweiten, von der Lichtquelle weg weisenden Seite mit einer weiteren Überwurfhülse verschraubt. Die zweite Überwurfhülse ist mit einer dritten Hülse verbunden, und mit einem Pressring ist die dritte Hülse in der zweiten Hülse mit Spiel eingefasst. Im nicht verschraubten Zustand ist die dritte Hülse also locker mit der zweiten Hülse über einen Hals verbunden, wobei auf dem Hals ein Pressring aufsitzt und die dritte Hülse in der zweiten Überwurfhülse sichert. Erst wenn der Adapter auf die Lichtquelle aufgeschraubt ist, wird die dritte Hülse in der zweiten Überwurfhülse gespannt, und die dritte Hülse hat dann einen sicheren Sitz in der zweiten Überwurf hülse. Die dritte Hülse weist ein standardisiertes Innengewinde 1 /5 österreichisches Patentamt AT13 757U1 2014-08-15 auf, in das ein Lichtwellenleiter eingeschraubt werden kann, der die nötigen Voraussetzungen für den universellen Einsatz aufweist, insbesondere die Hitzestabilität am Faserende, wo Licht in den Lichtwellenleiter eingekoppelt wird.
[0010] Damit der Adapter nicht ungewollt zerlegt werden kann, insbesondere beim Lösen nicht ungewollt zwischen der ersten und zweiten Überwurfhülse geteilt wird, ist erfindungsgemäß vorgesehen, die beiden miteinander verschraubten Überwurf hü Isen durch einen Kunststoffrän-del zu verpressen. Das Kunststoffrändel sitzt sodann mit Presssitz auf beiden Einzelteilen und verhindert ein gegenseitiges Verdrehen, so dass die beiden miteinander verschraubten Einzelteile dauerhaft miteinander verbunden sind. Das Kunststoffrändel eignet sich in hervorragender weise zum hantieren des gesamten Adapters, insbesondere eignet sich das Kunststoffrändel dazu, den Adapter auf die Anschlussverbindung der Lichtquelle aufzuschrauben, wobei das Kunststoff rändel ergonomisch geformt ist, damit der Adapter mit den bloßen Fingern auf die Lichtquelle auf- und wieder abgeschraubt werden kann.
[0011] Auch auf der Seite der dritten Hülse ist eine Rändelung vorgesehen, damit der Adapter ohne Hinzunahme von Werkzeug von einem auf den nächsten Lichtwellenleiter geschraubt werden kann.
[0012] Es versteht sich, dass ein über den Adapter an verschiedene Lichtquellen angeschlossener Lichtwellenleiter den heißesten Bedingungen der vorhandenen Kaltlichtsysteme widerstehen muss, um nicht durch Verwendung mit einem zu leistungsstarken System Schaden zu nehmen.
[0013] Um im Einsatz leichter zu erkennen, welcher Lichtleistungsstufe oder welchem Instrumentensystem der Adapter Verbindung mit dem eingesetzten Lichtwellenleiter verschafft, ist vorgesehen, dass in optionaler Ausgestaltung der Erfindung der Adapter eine Aufnahme für farbig codierte Ringe aufweist, über welche die Lichtquelle oder das Instrumentensystem schnell und sicher erkannt werden kann.
[0014] Die Erfindung wird anhand der folgenden Figuren näher erläutert.
[0015] Es zeigt: [0016] Figur 1 eine Schnittansicht durch einen erfindungsgemäßen Adapter [0017] Figur 2 eine Seitenansicht eines erfindungsgemäßen Adapters mit Nut für die Aufnah me von codierten Farbringen.
[0018] In Figur 1 ist eine Längsschnittansicht durch einen erfindungsgemäßen Adapter 100 dargestellt. Beginnend von der in dieser Figur linken Seite des Adapters 100 weist dieser einen ersten Überwurf 105 auf, der mit einem normierten Innengewinde 110 ausgestattet ist. Dieses normierte Innengewinde 110 korrespondiert mit einem normierten Außengewinde einer Lichtquelle. Auf der zur Mitte des Adapters 100 weisenden Seite weist der erste Überwurf 105 ein weiteres Innengewinde 112 oder auch Außengewinde auf, über das der erste Überwurf 105 mit einem zweiten Überwurf 120 verschraubt ist. In Figur 1 ist der erste Überwurf 105 mit zwei Innengewinden 110, 112 dargestellt. Es ist aber auch möglich, dass die Gewinde zur Verbindung der ersten beiden Übenwürfe 105, 120 über eine umgekehrte Verbindung miteinander verschraubt sind, in dem Sinne, dass der erste Überwurf 105 ein Außengewinde aufweist und der zweite Überwurf 120 ein dazu korrespondierendes Innengewinde aufweist.
[0019] Der zweite Überwurf 120 weist auf der in dieser Figur nach rechts weisenden Seite einen Innenrand 122 auf, durch den der freie Querschnitt verjüngt ist. In den verjüngten Querschnitt durch den Innenrand 122 greift eine dritte Hülse 150, wobei ein in den verjüngten Querschnitt des zweiten Überwurfs 120 greifender Hals 155 im Inneren des zweiten Überwurfes 120 mit Hilfe eines Pressringes 160 gesichert ist. Erst das Aufschrauben des gesamten Adapters 100 auf die Anschlussverbindung einer Lichtquelle führt zu einer Verspannung des Pressringes 160 zwischen dem Innenrand 122 und der hier nicht dargestellten Anschlussverbindung, wodurch der dritte Überwurf 150 in seinem Sitz stabilisiert wird. Diese Art des Aufbaus ermöglicht, dass ein in einem Innengewinde 165 aufgenommener Lichtwellenleiter sich in der Licht- 2/5 österreichisches Patentamt AT 13 757 Ul 2014-08-15 quelle mit aufgeschraubtem Adapter 100 verspannt.
[0020] Um zu verhindern, dass sich die Verschraubung zwischen dem ersten Überwurf 105 und dem zweiten Überwurf 120 löst, sind beide Überwürfe 105, 120 mit einem Kunststoffrändel 140 gesichert. Das Kunststoffrändel 140 ermöglicht des Weiteren eine Nutzung des Adapters mit den bloßen Fingern und schützt vor Hitze, wenn der Adapter mit den Fingern gegriffen wird.
[0021] Optional ist vorgesehen, den Adapter 100 mit einen Farbcodiersystem auszurüsten, um anzuzeigen, auf welcher Licht- und Wärmeleistung der Adapter aufsitzt oder welches Instrumentensystem an dem Adapter angeschlossen ist. Hierzu wird ein Farbring 200 im einfachsten Fall, wie in Figur 2 dargestellt, über das Kunststoff rändel 140 gezogen, wobei der Farbring 200 in einer dafür vorgesehenen Nut 210 des Kunststoffrändels 140 aufgenommen ist.
[0022] Um den dritten Überwurf 150 mit den bloßen Fingern mit einem Lichtwellenleiter verschrauben zu können, ist optional vorgesehen, auf der äußeren Oberfläche des Überwurfes 150 eine Rändelung 170 aufzubringen.
BEZUGSZEICHENLISTE 100 Adapter 105 Überwurf 110 Innengewinde 112 Innengewinde 120 Überwurf 122 Innenrand 140 Kunststoff rändel 150 Überwurf 155 Hals 160 Pressring 165 Innengewinde 170 Rändelung 200 Farbring 210 Nut 3/5
Claims (4)
- österreichisches Patentamt AT13 757U1 2014-08-15 Ansprüche 1. Adapter (100) zum Anschluss eines standardisierten Lichtwellenleiters an eine Lichtquelle mit individuellem Anschlussverbinder, aufweisend einen ersten Überwurf (105) als erste Hülse mit Innengewinde (110) zum Aufschrauben auf ein am individuellen Anschlussverbinder der Lichtquelle vorhandenes Normaußengewinde, eine mit dem ersten Überwurf (105) verschraubte Überwurfhülse (120) als zweite Hülse, die auf der dem ersten Überwurf (105) gegenüberliegenden Seite eine weitere, dritte Hülse (150) übergreift, wobei die dritte Hülse (150) in der zweiten Überwurfhülse (120) durch einen Pressring (160) mit lockerem Sitz gesichert ist, und wobei die dritte Hülse (150) ein standardisiertes Innengewinde (165) aufweist, und wobei durch die Verschraubung des ersten Überwurfs (105) mit dem Anschlussverbinder der Lichtquelle die dritte Hülse (150) in der zweiten Hülse (120) fixiert wird.
- 2. Adapter nach Anschluss 1, dadurch gekennzeichnet, dass die erste Hülse (105) und die zweite Hülse (120) im miteinander verschraubten Zustand mit einem Kunststoffrändel (140) verpresst ist.
- 3. Adapter nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die dritte Hülse (150) eine Rändelung (170) zum Verschrauben mit Hilfe der bloßen Finger aufweist.
- 4. Adapter nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass eine Aufnahme eines farbig codierten Farbringes (200) vorhanden ist, wobei der farbig codierte Farbring (200) die Lichtleistung und/oder das eingesetzte Instrumentensystem anzeigt. Hierzu 1 Blatt Zeichnungen 4/5
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| DE4112081C1 (de) * | 1991-04-12 | 1992-09-17 | Messerschmitt-Boelkow-Blohm Gmbh, 8012 Ottobrunn, De |
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- 2010-06-24 DE DE201020009504 patent/DE202010009504U1/de not_active Expired - Lifetime
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