AT135933B - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung und Rückverwandlung einer Bildanordnung für Zwecke des Fernsehens und der Aufzeichnung und Wiedergabe von Bildern. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung und Rückverwandlung einer Bildanordnung für Zwecke des Fernsehens und der Aufzeichnung und Wiedergabe von Bildern.

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AT135933B
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Description


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   Das einzelne menschliche Auge nimmt Bilder oder Vorgänge in zweidimensionaler Anordnung wahr ; demgemäss sind bisher alle optischen.   Fernseh-. Bildübertragungs-, Aufzeiehnungs-und   Wiedergabegeräte derart ausgebildet worden, dass sie zweidimensionale Bilder liefern, d. h. solche Bilder, bei denen die Bildpunkte in zwei Dimensionen angeordnet sind, so dass sie im Auge den gleichen bildlichen Eindruck erwecken wie die Betrachtung des entsprechenden natürlichen Gegenstandes. 



   Die vorliegende Erfindung schafft eine neue Bildanordnung, die eine Vereinfachung aller derjenigen Verfahren und Anordnungen ermöglicht, bei denen zur Betrachtung irgendeines Vorganges eine Zwischenaufzeichnung verwendet wird. Sie ist also allgemein anwendbar bei der Aufzeichnung und Wiedergabe von Bildern, z. B. bei der Photographie, Kinematographie und Bildtelegraphie, ferner aber auch überall da, wo zwischen dem betrachtenden Auge und dem zu betrachtenden natürlichen Vorgang od. dgl. irgendwelche Übertragungsmittel, z. B. eine Fernsehübertragung mit ihren Vorrichtungen, eingeschaltet werden. 



   Die Erfindung besteht im wesentlichen darin, dass die Bildelemente eines Bildes gleichzeitig aus ihrer natürlichen zweidimensionalen Anordnung durch seitliche Verschiebung von Reihen von Bildelementen in eine eindimensionale Anordnung übergeführt werden. Nach dieser seitlichen Verschiebung schliessen sich die einzelnen Zeilen des Bildes ohne Überlappung aneinander an. Eine auf diese Weise gewonnene Darstellung wird als"Stiehographie"bezeichnet. Bei   Rückverwandlung   dieser Stichographie, also der eindimensionalen Anordnung, in ein   gewöhnliches.   zweidimensionales Bild findet sinngemäss der umgekehrte Vorgang statt. 



   Es ist bereits bekannt. ein Bild mittels Abtast-oder Zerlegevorrichtungen in Stromimpulse zu verwandeln, deren Stärke den Helligkeitswerten der einzelnen Bildpunkte entspricht, um alsdann diese Stromimpulse auf einen Stahldraht   aufzumagnetisieren.   Die Aufzeichnung der den einzelnen Bildpunkten entsprechenden Werte erfolgt aber im Gegensatz zur Erfindung nacheinander ; hiezu sind verhältnismässig   umständliche Mittel erforderlieh.   weil immer erst eine Umwandlung von Helligkeitswerten in elektrische Impulse und dann deren Umsetzung in magnetische Werte erfolgen muss. 



   Demgegenüber handelt es sich beim Gegenstande der vorliegenden Erfindung um eine Bildanordnung, die eine Bildzerlegung mittels irgendwelcher Abtastvorrichtungen erübrigt. 



   Die Stichographie. also das eindimensionale Bild, muss naturgemäss auch eine gewisse Ausdehnung senkrecht zu seiner eigentlichen Richtung haben, da die Bildelemente nicht unendlich klein sind. Es ist aber nur in einer Dimension definiert, d. h. die Bildpunkte sind durch eine Dimension hinsichtlich ihrer Stellung im Bild bestimmt ; in dem neuen eindimensionalen Bilde entspricht jedem Element des   ursprünglichen   Bildes ein bestimmtes in seiner Stellung eindeutig nach einer bestimmten Ordnung festgelegtes Bildelement. Die zweite Dimension der erwähnten   Fläche,   die das eindimensionale Bild notwendigerweise bedeckt, ist nicht definiert, d. h. die Bildelemente können in dieser Richtung beliebige Ausdehnung haben, also strichförmig sein, ohne dass an dem Wesen des Bildes etwas geändert wird.

   Die Bildelemente besitzen also die Form verschieden getönter, paralleler Striche, so dass das eindimensionale Bild das Aussehen eines Bandes, ähnlich den Bändern eines Spektrums, erhält. Die Definition des Bildes ist dann längs einer das ganze Band schneidenden Linie, also in einer Dimension, gegeben. 
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 unnötig zu vergrössern. 



   Die Umbildung eines   gewöhnlichen   zweidimensionalen Bildes in ein eindimensionales Bild und umgekehrt erfolgt erfindungsgemäss durch optische Systeme, deren gemeinsames und wesentliches Kennzeichen darin besteht, dass sie in sich abgestuft oder gestaffelt sind und reflektierende oder brechende oder beide Eigenschaften besitzen. Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung werden als Vorsatz zu den erwähnten Staffelsystemen weitere optische Systeme verwendet, durch welche die waagrechten und die   sen1,. -rechten   Linien eines gewöhnlichen Bildes in zwei verschiedenen Ebenen scharf eingestellt werden. 



   Die Staffelvorrichtung kann aus Scheiben bestehen, die gegeneinander winklig oder versetzt angeordnet oder gegeneinander verdreht sind. Diese Anordnungen sind zweckmässig, weil der Grad der Verschiebung durch eine einfache Einstellung geändert werden kann. Ferner halten innere Reflexionen die Lichtstrahlen innerhalb der einzelnen Scheiben, so dass eine Divergenz der Strahlen in der definitionslosen Richtung des eindimensionalen Bildes nur in geringem   Masse   eintritt. Entsprechende Vorrichtungen werden zur Rückverwandlung der Stiehographie in ein gewöhnliches Bild verwendet. 



   Für die Bildzerlegung und Bildzusammensetzung lässt sich mit Hilfe der Erfindung ein einfaches Gerät ausbilden, da das erzeugte eindimensionale Bild nur in einer einzigen Richtung mit der Bildwechselzahl, also etwa   15mal   pro Sekunde, abgetastet zu werden braucht. Die Abtastung kann dann durch beliebige Mittel erfolgen, z. B. durch Lochscheibentrommeln, drehende oder schwingende Spiegel oder durch in Bewegung gesetzte Teile des optischen Systems selbst, von dem die Stichographie erzeugt wird. Ohne Rücksicht auf die Feinheit der Bildaufteilung kann stets die gleiche   Bildzerlege-und   Bildzusammensetzvorrichtung Verwendung finden. Die ganze   Bildzerlegungs-bzw.

   Aufbaueinrichtung   kann klein und gedrungen ausgebildet werden. da grosse Scheiben oder Trommeln selbst für   die grössten   Bildpunktzahlen nicht erforderlich sind. 



   Bei der Übertragung, beispielsweise von Pressephotographien, können die Bilder zunächst auf einem photographischen Film als Stichographien aufgenommen werden ; alsdann werden sie als Negativ durch Hindurchführung zwischen einer lichtempfindlichen Vorrichtung und einer Lichtquelle unter Zwischenschaltung einer Blende und erforderlichenfalls von Linsen in elektrische Werte umgesetzt. fernübertragen und als eindimensionales Bild positiv oder negativ auf einem photographischen Streifen der Empfangsstelle wieder aufgezeichnet.

   Ein Gleichlauf zwischen Sender und Empfänger ist überflüssig. da, falls ein Unterschied in   der Übertragungsgesehwindigkeit   vorhanden sein sollte. das empfangene Bild länger oder   kürzer wird und vergrössert   oder verkleinert werden kann, wenn es durch die   Vorrichtungen   nach der Erfindung in ein zweidimensionales Bild übergeführt wird. Voraussetzung ist   lediglieh   ein in sich   gleichmässiger   Lauf der   Sende-bzw. Empfangseinrichtungen.   Die Erfindung kann auch für die der Bildübertragung ähnliche Faksimiletelegraphie Anwendung finden. Ohne   Rücksieht   auf die Feinheit der Bildunterteilung können auch in diesem Falle Telegraphiesender   und-empfänger   immer die gleichen bleiben. 



   Es ist auch   möglich.   unter Verwendung der erfindungsgemässen eindimensionalen Bilder   kÏ1lPmato-   graphische Filme herzustellen, die gegenüber den gewöhnlichen   Kinofilmen   bei gleicher   Ablaufdauer   ausserordentlich kurz gemacht werden können. Derartige Filmbildanordnungen können dann beispielsweise unter einem optischen System nach der Erfindung vorbeigeführt werden, so dass dann der Betrachtende das normale zweidimensionale Bild erblickt. 



   In der Zeichnung sind die Grundlagen der Erfindung beispielsweise veranschaulicht. 



   Fig. 1 zeigt ein gewöhnliches zweidimensionales Bild, das in die eindimensionale Form übergeführt werden soll. Das Bild wird. wie sonst bei der Bildübertragung   üblich,   in eine   Anzahl von Bildzeilen   zerlegt, deren Breite und Zahl durch die geforderte Rasterfeinheit des Bildes gegeben ist. 



   In der Zeichnung sind zur vereinfachten Darstellung nur sechs Bildzeilen veranschaulicht. Die Bildzeilen   1-6   werden in der in Fig. 2 dargestellten Weise durch weiter unten beschriebene optische Mittel auseinandergezogen. Infolge der   Wirkungen   der erforderlichen optischen Mittel erhält das Bild 
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 Linien den mittleren Helligkeitswert des betreffenden Bildelementes in Fig. 1 wieder. Aus diesem Grunde wird zur Vermeidung des stufenförmigen Verlustes entsprechend Fig. 2 nur ein beliebig schmaler Streifen herausgegriffen, wie er zwischen den Linien   8-8   und 9-9 in Fig. 3 gegeben ist. Dieser schmale Streifen stellt nun das eindimensionale Bild, die   Stiehographie,   dar.

   Die den einzelnen Bildelementen entsprechenden Linien, deren eine in Fig. 3 mit 7 bezeichnet ist. können in ihrer Längsrichtung, d. h. senkrecht zu dem Streifen 8-9, eine beliebige Ausdehnung haben, weil das ohne Einfluss auf das eindimensionale Bild sein wiirde. 

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   An Hand der Fig. 4-7 seien nun zunächst die optischen Grundlagen von   Hilfsvorrichtungeit   erläutert, die bei Herstellung eindimensionaler Bilder nach der Erfindung aus gewöhnlichen zwei- dimensionalen Bildern und umgekehrt Verwendung finden. 



   In Fig. 4 ist 10 eine Zylinderlinse. Ein Punkt 11 wird durch diese Linse als eine parallel zur Achse der Zylinderlinse verlaufende Linie 12 abgebildet. Eine Mehrzahl von Punkten. die auf einer zur Achse der Zylinderlinse parallelen Geraden liegen, wie die Punkte 13a-13e in Fig. 5, werden als Linie 14 abgebildet, deren mittlerer Teil 15 von jedem der Punkte 13a-13e Licht erhält, so dass dieser Teil 15 die Summe der   Lichtintensitäten   und Tönungen aller dieser Punkte darstellt. Die ausserhalb des Teiles 15 liegenden Teile der Linie 14 erhalten nicht von allen Punkten 13a-13e Licht, so dass, wie bereits angegeben, die Enden der die Bildelemente darstellenden Linien in Fig. 3 nicht als für den betreffenden Bild- punkt charakteristische Werte verwendet werden können. 



   In Fig. 6 sind   6a, 66   und   16c   entweder einzelne Punkte oder parallel zur Achse der Zylinder- linse   10,   also senkrecht zur Zeichenebene, verlaufende gerade Linien, die in beiden Fällen als parallel zur Linsenachse verlaufende gerade Linien   16a', 16b'und 16c'abgebildet   werden.   Die Linien 16a',     16b'und 16c'stellen   die Summe der Liehtintensitäten und Tönungswerte aller Punkte der zugehörigen   Linien 16a, 16b und 16c   aus den an Hand der Fig. 5 erläuterten Gründen dar. 



   In Fig. 7 sind zwei Zylinderlinsen 10 und 17 vorgesehen, die mit ihren Achsen senkrecht zueinander stehen. 18 und 19 sind zwei Punkte, die auf einer zur Achse der Zylinderlinse 10 parallelen Geraden liegen. Das von dem Punkt 18 ausgehende Strahlenbündel rechteckigen Querschnitts ist mit ausgezogenen
Linien dargestellt, das entsprechende Strahlenbündel des Punktes 19 mit strichpunktierten Linien. 



   Jede Linie stellt einen Randstrahl 20a bzw.   20b, 20c, 20d   des zugehörigen Strahlenbündels dar.
Beispielsweise der von dem Punkt 18 ausgehende Strahl 20 a wird durch die mit waagrechter Achse ange- ordnete Zylinderlinse 10 nach der Linie 21 gebrochen. wo er den von dem Punkt 18 ausgehenden Strahl 20c schneidet. Beim Durchgehen durch die mit senkrechter Achse angeordnete Zylinderlinse 17 wird der   Strahl 20 ? nach   der Linie 22 gebrochen, wo er den von dem gleichen Punkt 18 ausgehenden   Strahl 20b   schneidet. Wie ersichtlich, schneiden sich die Strahlen 20a und 20e einerseits, 20b und 20d anderseits in der Ebene, in der die Linie 21 liegt und die Strahlen 20a und 20b einerseits. 20e und 20d anderseits in der senkrechten Ebene, in der die Linie 22 liegt. 



   Während alle von den Punkten 18 und 19 ausgehenden Strahlen durch dieselbe Linie   21   geschnitten werden, da diese Punkte 18 und 19 in einer zu der Achse der waagrechten Zylinderlinse 10 parallelen
Linie liegen, werden die Strahlen durch die Linse 17 so weitergeführt, dass sich die von dem Punkt 18 ausgehenden Strahlen in einer Linie 22 treffen, während die von dem Punkt 19 ausgehenden Strahlen in einer andern Linie, die gegenüber der ersten parallel verschoben ist, zusammentreffen. Würden die
Punkte 18 und 19 in einer Linie liegen, die parallel zur Achse der senkrechten Zylinderlinse 17 verläuft, so würde in der Ebene der Linie 22 nur diese eine Linie entstehen, dann aber zwei in der Ebene der Linie 21. 



   Diese bisher beschriebenen optischen Vorrichtungen dienen nur zur Vorbereitung des auseinander- ziehenden Vorgangs mittels weiterer optischer Systeme, von denen einige im folgenden beschrieben werden. 



   Die hinter die Zylinderlinse 17 in den Strahlengang nach Fig. 7 zu schaltenden optischen Vorrichtungen, welche die seitliche Verschiebung der Bildzeilen eines Bildes entsprechend Fig. 1 in eine die Anordnung entsprechende Fig. 2 bewirken. besitzen sämtlich das gemeinsame Merkmal, dass sie in sich abgestuft oder gestaffelt. sind und reflektierende oder brechende oder diese beiden Eigenschaften gleichzeitig besitzen. 



   In Fig. 8 ist eine   Staffelvorrichtung, die reflektierend wirkt, sehaubildlich   dargestellt. Die Vorrichtung besteht aus einem treppenförmigen Körper 23, dessen senkrechte Flächen 24 verspiegelt sind. 



  25 ist ein Lichtbündel von einer solchen Ausdehnung, dass es alle   reflektierenden Flächen   trifft. Das Lichtbündel fällt in Richtung des Pfeiles 26 auf die verspiegelten Flächen 24, von denen jede einen Teil des einfallenden Lichtbündels reflektiert. Da jede der Flächen 24 sich in einem gewissen Abstande von der vorhergehenden befindet, werden die einzelnen Abschnitte des   Lichtbündels   25 mit seitlicher Verschiebung reflektiert. Durch geeignete Bemessung der Stufen des Körpers 23, des Einfallwinkels und der Breite des   Lichtbündels   kann es erreicht werden, dass die reflektierten Abschnitte 1-6 sich nicht überlappen, so dass, wenn das einfallende Lichtbündel durch Fig. 1 gegeben ist, das reflektierte Lichtbündel in einer durch Fig. 2 dargestellten Weise auseinandergezogen erscheint.

   Bei dem in Fig. 8 dargestellten Reflektor ist der Lichtweg für jede seiner Stufen verschieden, jedoch kann dies durch mehrfache Reflexion an zwei oder mehr entsprechend angeordneten abgestuften Körpern 23 vermieden werden. 



   Fig. 9 zeigt eine brechen wirkende Staffelvorrichtung in schaubildlicher Darstellung. Das auf verschieden breite Einzelplatten 27 in Richtung des Pfeiles 26 fallende Lichtbündel 25 wird durch die genannten Platten seitlich um Beträge verschoben, die von der Dicke des lichtdurchlässigen Materials abhängen. Es kann mit dieser Anordnung erreicht werden, dass die Abschnitte 1-5 des Lichtbündels 25 wie in Fig. 2 auseinandergezogen werden. Die Brechung kann in einer oder mehreren Stufen, deren Wirkungen sich addieren, erfolgen. Weiterhin können die Stufen auch so angeordnet werden, dass 

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 die Länge des Lichtwege für alle   Punkte gleich ist.   damit die Scharfeinstellung de-'Bildes erleichtert wird. 



   Fig. 10 zeigt die schaubildliche Darstellung einer andern Ausführungsform einer brechen   wirkenden  
Staffelvorrichtung, die aus einzelnen Prismen 28 besteht, welche infolge der Zunahme ihres spitzen Winkels eine Brechung des in Richtung des Pfeiles 26 eintretenden Strahlenbündels 25 in seitlich ver- schobene Abschnitte 1-5 bewirken. Fig. 11 zeigt in Vorderansicht und Draufsicht eine weitere brechen wirkende Staffelvorrichtung. deren einzelne Stufen als zweckmässig rechtwinklig zu ihrer optischen
Achse gegeneinander verschobene   scheibenförmige   Zylinderlinsen 29 ausgebildet sind. Ein Gegenstand oder ein Bild, das sich bei 30 befindet, wird durch jede der Stufen unabhängig aufgenommen. es ergibt sich das Bild nach Fig. 2 mit gegeneinander verschobenen Abschnitten 1-6. 



   Es gibt noch weitere Möglichkeiten für die Ausbildung von gestaffelten Reflektoren. Refraktoren und Kombinationen derselben. Das wesentliche Merkmal aller dieser Einrichtungen liegt darin, dass bestimmte Stufen in der Vorrichtung gegeneinander seitlich oder in einem Winkel verschoben sind. u.   zw.   wenn auch nicht notwendigerweise, so doch aus   Zweekmässigkeitsgründen   in einer bestimmten regelmässigen Aufeinanderfolge. 



   Durch die in den Fig. 8-11 beispielsweise dargestellten Staffelvorrichtungen allein wird   nun   zwar eine seitliche Verschiebung der Bildzeilen erreicht, jedoch noch keine   Stichographie,   also keine reine eindimensionale Darstellung entsprechend der Fig. 3 hervorgerufen. Zur Scharfeinstellung gehören meist noch zentrierende Linsensysteme oder Einrichtungen, die oben in der Fig. 7 erläutert wurden.
Systeme nach Art des in Fig. 11 dargestellten bedürfen allerdings nicht besonderer Zentrierungsein- richtungen ; denn da das Staffelsystem nach Fig. 11 linsenförmig ausgebildet ist. bildet es eben selbst einen Teil des Linsensystems. 



   Ein zentrierendes Linsensystem, wie es z. B. mit den Anordnungen nach Fig. 8-10 Verwendung finden muss, kann irgendeine Linsenkombination mit dem Merkmal sein, dass in zwei verschiedenen und bestimmten Ebenen zwar unvollkommen, aber scharf eingestellte Bilder des betreffenden Gegenstandes erzeugt werden. Diese Kombinationen zusammen mit einer der verschiedenen Arten der Staffelvor- richtungen ergeben vollständige optische Systeme, durch deren Verwendung eindimensionale Bilder nach Fig. 3 aus gewöhnlichen Bildern erzeugt werden können. Unter Fortlassung von Konstruktion- einzelheiten werden im folgenden noch einige derartige optische Systeme beschrieben. 



   Fig. 12 und   13   zeigen ein einfaches optisches System im Grundriss und in der Seitenansicht, Fig. 14 zeigt das gleiche System in schaubildlicher Darstellung unter Fortlassung der mittleren Linsen der
Staffelvorrichtung. Das Bild 31 wird durch eine waagrecht angeordnete Zylinderlinse 32 als unvoll- kommenes reelles Bild in eine Ebene projiziert, in der gleichzeitig die Eintrittsfläehen der Staffelvorrichtung   33,   die aus gestaffelten Zylinderlinsen nach Fig. 11 besteht, gelegen sind. Jede der einzelnen 
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 u. zw. in einzelnen, seitlich verschobenen Abschnitten 1-6, die den entsprechenden Abschnitten in Fig. 2 und 3 entsprechen. Es entsteht eine   Stichographie   nach Art der in Fig. 3 dargestellten Anordnung in der Einstellebene 34 der Staffelvorrichtung   38.   



   Wie ersichtlich, ist die   Wirkung   genau die gleiche wie bei der Anordnung nach Fig. 7, wenn man dort die Zylinderlinse 17 durch gestaffelte Einzellinsen nach Fig. 11 ersetzt. Die Staffelvorrichtung ist hier also ein Teil des Linsensystems selbst, während bei der   Ausführungsform nach Fig. 15 hinter   die mit gekreuzten Achsen angeordneten Zylinderlinsen 10 und 17 nach Fig. 7 eine besondere Staffelvorrichtung   35   geschaltet ist, die in ähnlicher Weise brechen wirkt wie die   Staffelvorriehtung   nach Fig. 10. Die Linse 17 kann in gewissen Fällen auch hinter der Staffelvorrichtung   35   angeordnet werden. Bei allen Anordnungen ist aber wesentlich. dass durch die optischen Systeme eine Scharfeinstellung ermöglicht wird. 



   Die Fig. 16-20 zeigen schematisch Systeme. bei denen diese Forderung weitgehend dadurch erfüllt ist, dass für den Gebrauch nur mittels einer Objektivlinse eine Scharfeinstellung vorgenommen wird. Dies vereinfacht die Handhabung des Systems ausserordentlich, da die andern Teile stets in der gleichen ständigen Lage zueinander verbleiben können.   Zweckmässig   wird daher die Objektivlinse als beweglicher Teil ausgebildet. 



   Bei der Vorrichtung, die in Fig. 16 und 17 in Draufsicht und Seitenansicht und in Fig.   18 schau-   bildlich dargestellt ist, wird ein Bild oder Gegenstand   36   durch eine   sphärische   Linse 37 projiziert. die für sich allein ein reelles Bild auf den   Eintrittsflächen   der Staffelvorrichtung 38 entstehen lässt und dadurch ohne weiteres die Erzeugung einer Stichographie ermöglichen würde. Wenn jedoch, wie hier angenommen sein mag, die Staffelvorrichtung aus einer grossen Anzahl von Einzelscheiben besteht, um eine möglichst weitgehende Bildauflösung zu erzielen, würden die linsenförmigen Ansätze 42 notwendigerweise eine kurze Brennweite besitzen müssen, also wegen des kleinen Krümmungsradius schwer herzustellen sein. 



  Bei grösserem Krümmungsradius würde die eindimensionale Anordnung zu breit auseinandergezogen werden. Aus diesem Grunde wird hier die Zylinderlinse 39 eingefügt, welche die Wirkung der Linsen 42   unterstützt,   eine kurze Brennweite dieser Linsen vermeidet und trotzdem in Verbindung mit diesen 
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 linse   41   geschaltet, damit die Lichtstrahlen in die verschiedenen Scheiben der Staffelvorrichtung. 38 unter annähernd gleichem Winkel eintreten. Die Staffelvorrichtung ist nach Art der in Fig. 8 darge- stellten Einrichtung ausgebildet, besitzt jedoch zwei   Reflexionsstufen.   da sie aus stufenförmig ange- ordneten rechtwinkligen   Seheibenprismen   besteht.

   Die seitliehe Verschiebung der Lichtstrahlen durch die einzelnen Scheiben ist doppelt so gross, als sie mit nur einer Reflexion erzielt werden könnte, und der Strahlengang hat innerhalb aller Scheiben die gleiche Länge. Jede Scheibe weist einen linsenförmigen
Ansatz 42 auf, der an jeder folgenden Scheibe um den gleichen Betrag verschoben ist, um den die Scheiben selbst gegeneinander verschoben sind. Von dem bei 40 erzeugten Bilde werden die entsprechenden Teile durch die einzelnen Scheiben projiziert. so dass bei 43 ein eindimensionales Bild entsteht. Die in die einzelnen Scheiben eintretenden Lichtstrahlen werden durch innere Reflexion an den Begrenzungs-   flächen   daran gehindert, sich in der senkrechten Richtung auszubreiten.

   Dies wird dadurch erreicht. dass der Einfallswinkel der Strahlen an den Grenzflächen der Scheiben grösser ist als der Grenzbrechungs- winkel. Man könnte im beabsichtigten Sinne auch vorbeugen durch Versilberung der Begrenzungs- flächen. Die Linse 37 dient lediglich der Scharfeinstellung und ist beweglich, die übrigen Teile bleiben fest. 



   Bei dem Ausführungsbeispiel nach Fig. 16-18 wird die seitliche Verschiebung der einzelnen
Bildzeilen durch zwei Reflexionen erzielt, die linsenförmigen Teile 42 haben hieran nicht in der in Fig. 9 und 10 dargestellten Weise teil, sondern entsprechen den Linsen in der Vorrichtung nach Fig.   11.   Bei der Seitenansicht in Fig. 17 ist die Staffelvorrichtung abgewickelt dargestellt, also ohne Darstellung der Reflexionen. Da der Weg des Lichtes in allen einzelnen Scheiben der Staffelvorrichtung 38 gleich lang ist, erscheint diese Anordnung der Staffelvorrichtung in Fig. 17 als Block von Scheiben gleicher Länge. 



   An Stelle der in Fig. 16--18 dargestellten Staffelvorrichtung kann jede andere linsenförmige
Staffelvorrichtung verwendet werden, für die sich die entsprechenden Wirkungen ergeben. Das Linsen- system 37-39 kann aus jeder beliebigen Linsenkombination bestehen, deren Oberflächen   sphärisch.   zylindrisch, konvex und konkav oder plan sein können, vorausgesetzt, dass der Endeffekt im Zusammen- wirken mit den   linsenförmigen   Teilen der   Staffelvorrichtung-falls solche   vorhanden sind-darin besteht, ein wegen der Zylinderlinsenwirkung aus zu den Scheiben der Staffelvorrichtung parallel ver- laufenden Linien bestehendes und daher unvollkommenes Bild in der einen Ebene scharf einzustellen ; diese eine Ebene liegt dicht bei der   Eintrittsfläche   der Staffelvorrichtung ;

   gleichzeitig muss dann auch ein ähnliches Bild, jedoch mit Linien unter einem Winkel zu denen des ersten Bildes in einer andern
Ebene scharf eingestellt sein. nachdem die einzelnen Bildzeilen im wesentlichen bereits seitlich ver- schoben sind. 



   Wenn eine sehr grosse Bildpunktzahl, also ein sehr feines Raster, verwendet wird, kann zweck- mässig auch von einem System nach Fig. 19 (Draufsicht) und Fig. 20 (schaubildliche Darstellung)
Gebrauch gemacht werden. Das Bild 44 wird durch eine Linse 45 aufgenommen, die auf der einen dem
Bild zugekehrten Seite, zylindrisch konvex mit waagrechter Achse und auf der andern Seite zylindrisch konkav mit senkrechter Achse ausgebildet ist. Infolgedessen ergibt sich eine reelle Horizontaleinstellebene bei 46 und eine virtuelle Vertikaleinstellebene bei 47. Die Einstellebenen 46 und   47   befinden sich in einem festen Abstande voneinander, und durch Einstellung der Linse 45 wird die Scharfeinstellung in 46 und 47 gleichzeitig bewirkt.

   Weiterhin ist eine waagrechte konkave Zylinderlinse 48 vorgesehen. die lediglich die horizontale Brennweite der Linse   45   vergrössert, damit sich eine   Horizontaleinstellebene   auf der Eintrittsfläche der Staffelvorrichtung 49 ergibt. Jede Stufe der Staffelvorrichtung projiziert das unvollkommene virtuelle Bild in 47, als verkleinertes reelles Bild in   50, wo   sich das eindimensionale Bild von 44 nach Art von Fig. 3 ergibt. Vor der Staffelvorrichtung 49 ist eine Kollimatorlinse 51 ange- ordnet, deren Brennpunkt ungefähr in 47 liegt, so dass die Mittelpunktsstrahlen von 44 in alle Stufen der Staffelvorrichtung annähernd parallel eintreten. Die Staffelvorrichtung ist nach Art der in Fig. 11 oder 12-14 dargestellten Staffelvorrichtung, jedoch plankonvex ausgebildet. 



   Die Staffelvorrichtungen werden einerseits wegen des einfachen Zusammenbaues, anderseits wegen des vereinfachten Gebrauches und der leichteren Justierung zweckmässig aus einzelnen Scheiben hergestellt. Praktisch können alle Typen von Staffelvorrichtungen aus Platten hergestellt werden, die im wesentlichen gleiche Dicke und ebene glatte Flächen besitzen, also beispielsweise aus Glasplatten. 



  Die erforderliche Zahl von Platten wird zusammengekittet oder zusammengepresst. Dann werden die
Seitenflächen der Platten gemeinsam bearbeitet, so dass hiedurch die erforderliche Gleichmässigkeit erzielt wird. Nach der Bearbeitung wird der Kitt oder die Klammer entfernt, und die Platten werden nach der erforderlichen gegenseitigen Verschiebung mit einer geeigneten Fassung gehalten. 



   In Fig. 21 ist 52 ein zusammengekitteter Block von Platten, der nach Bearbeitung und gegenseitiger Verschiebung der Platten in die Vorrichtung nach 11   übergeführt   werden kann. 53 zeigt einen 
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 nach Fig. 16-18. Bei dem Block 54 werden die den rechten Winkel einschliessenden Flächen zuerst bearbeitet. Dann werden die Platten wie zum Gebrauch gegeneinander verschoben, jedoch in der umgekehrten Richtung als in Fig. 16-18 dargestellt, also wie in Fig. 21 bei 55 dargestellt, und in dieser Stellung werden die linsenförmigen Ansätze angeschliffen und die   Eintrittsflächen   bearbeitet.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Verfahren zur optischen Darstellung von beliebigen Bildern oder Gegenständen, insbesondere für Zwecke des Fernsehens und der Aufzeichnung und Wiedergabe von Bildern. dadurch gekennzeichnet. dass Bildelemente in einer eindimensional definierten Bildelementreihe angeordnet werden, in welcher sieh die einzelnen Bildzeilen des ursprünglichen Bildes durch Vornahme einer optischen Verschiebung 'gegeneinander ohne Überlappung aneinander anschliessen.
    2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die optische Verschiebung gleich- zeitig erfolgt.
    3. Verfahren zur optischen Rückverwandlung der nach Anspruch 1 oder 2 hergestellten Dar- stellungen in die ursprünglichen Bilder, gekennzeichnet durch die entsprechend umgekehrten Massnahmen.
    4. Bildanordnung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Gesamtheit der eindimensional angeordneten Bildelemente als solche bandartig angeordnet ist und das Bild längs einer die Bande schneidenden geraden oder gekrümmten Linie bestimmt ist.
    5. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 bis 3. gekennzeichnet durch die stufen- oder staffelförmige Anordnung von Reflektoren, Refraktoren oder Kombinationen beider, deren Stufen gegeneinander in beliebiger Reihenfolge versetzt und bzw. oder verdreht sind.
    6. Vorrichtung nach Anspruch 5. dadurch gekennzeichnet, dass als Staffelvorrichtungen auf- einandergeschichtete und gegeneinander versetzte und bzw. oder verdrehte Reflektoren, Refraktoren od. dgl. in Scheibenform dienen, deren Anzahl die Rasterfeinheit des Bildes bestimmt und deren Gestalt der zu erzielenden optischen Wirkung entspricht.
    7. Vorrichtung nach den Ansprüchen 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Gesamtanordnung der Einzelteile der Staffelvorrichtung eine oder mehrere optische Vorrichtungen, wie Linsen, Prismen, Spiegel oder Kombinationen derselben, in sich vereinigt.
    8. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch optische Mittel, die ein im wesentlichen in einer Dimension definiertes Bild des Gegenstandes in die eine Ebene und gleichzeitig ein im wesentlichen in einer andern Dimension, u. zw. im Winkel zu der erstgenannten Dimension, definiertes Bild desselben Objektes in eine zweite Ebene projizieren.
    9. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 3, gekennzeichnet durch optische Mittel, die gleichzeitig Bilder aus der einen und einer zweiten mit der ersten nicht zusammenfallenden Ebene derart projizieren. dass in der neuen (dritten) Ebene ein kombiniertes Bild entsteht, das bezüglich des aus der einen Ebene projizierten Bildes in einer Dimension, und bezüglich des aus der zweiten Ebene projizierten Bildes in einer andern Dimension, die zu der erstgenannten im Winkel verläuft, definiert ist.
    10. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 bis 3, gekennzeichnet durch die Kombination eines optischen Systems nach Anspruch 8 mit einer Staffelvorrichtung nach Anspruch 5,6 oder 7 zur Erzeugung eines eindimensionalen Bildes, und die Kombination eines optischen Systems nach Anspruch 9 mit der genannten Staffelvorrichtung für die Rüekverwandlung eines ein- dimensionalen Bildes in ein normales zweidimensionales Bild. EMI6.1 durch Totalreflexion zusätzlich gegebenenfalls durch Verspiegelung an den planparallelen Begrenzungs- flächen innerhalb der einzelnen scheibenförmigen Teile der Staffelvorrichtung gehalten werden.
    12. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass optische Fehler der Staffelvorrichtungen durch geneigte Zylinderlinsen berichtigt werden.
    13. Verfahren zur Herstellung der optischen Staffelvorrichtungen nach den Ansprüchen 5 bis 7. dadurch gekennzeichnet, dass aus geeignetem Werkstoff, z. B. Glas, hergestellte scheibenförmige aufeinandergeschichtete und (z. B. durch Verkitten oder Zusammenpressen) zusammengehaltene Platten gleichzeitig seitlich bearbeitet und nach Lösung der Verbindung gegeneinander staffelförmig verschoben werden.
    14. Fernseh- oder Bildübertragungsvorrichtung, gekennzeichnet durch die Verwendung von eindimensionalen Bildern nach den Ansprüchen 1 bis 12, gegebenenfalls als Zwischenaufzeichnung zur Abtastung, Fernübertragung und Rückverwandlung in ein normales Bild.
    15. Vorrichtung nach Anspruch 14, dadurch gekennzeichnet, dass die Abtastung durch gegenüber einer feststehenden Staffelvorrichtung schwingende oder umlaufende Mittel oder durch Bewegung der Staffelvorriehtung gegenüber feststehenden Teilen oder durch Bewegung beider erfolgt.
AT135933D 1930-04-18 1930-04-18 Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung und Rückverwandlung einer Bildanordnung für Zwecke des Fernsehens und der Aufzeichnung und Wiedergabe von Bildern. AT135933B (de)

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