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Kurbelsehalter.
EMI1.1
Bei Messbrücken u. ähnl. Apparaten, bei denen elektrische Grössen, wie z. B. Widerstände oder Kapazitäten stufenweise verändert werden sollen, werden heute mit Vorliebe Kurbelschalter an Stelle von Stöpselvorrichtungen verwendet, da sie in der Handhabung besonders bequem sind. Für die Kurbel, welche die Schleifbürsten trägt, wird bei Präzisionsausführungen hochwertigstes Isoliermaterial wie Hartgummi und Isoliermaterialien mit ähnlichen Eigenschaften verwendet, welches jedoch, wenn es dauernd dem Lichteinfluss ausgesetzt ist, seine guten Isoliereigenschaften verlieren kann.
Es ist bekannt, ganze Apparate mit sogenannten Lichtschutzplatten zu versehen, um dadurch die Isolierung vor Licht zu schützen, es macht aber dabei Schwierigkeiten, einzelne Teile der Apparate, insbesonders die Handgriffe mit dem entsprechenden Lichtschutz zu versehen, weil ja diese Teile zur Bedienung des Apparates frei zugänglich sein müssen. Es sind ferner Ausführungen von Kurbelschaltern bekannt, bei welchen der untere Teil des Kurbelhandgriffes vor dem Licht durch Abdeckung geschützt ist, wobei jedoch der eigentliche Betätigungsknopf nicht abgedeckt werden kann, so dass dessen Isolierfähigkeit herabgesetzt wird und dadurch der Isolationswiderstand der gesamten Einrichtung für den gegebenen Messzweck ungenügend werden kann.
Den Gegenstand der Erfindung bildet ein Kurbelsehalter, bei dem der drehbare Teil aus zwei verschiedenen Isolierstoffen zusammengesetzt ist, u. zw. wird der Kurbelhandgriff selbst aus einem lichtbeständigen Material hergestellt, während der Bürstenträger aus einem hochwertigen Isoliermaterial besteht. Um den Isolierstoff des Bürstenträgers vor dem Licht zu schützen, wird er durch eine Kappe abgedeckt.
Bei Wechselstrommessungen ist es besonders notwendig, eine allseits geschlossene Schirmung der einzelnen Teile und speziell des Schalters herzustellen, da sonst beim Berühren des Handgriffes die ursprünglich vorhandene Kapazitätsverteilung geändert und dadurch bei höheren Frequenzen eine genaue Messung überhaupt unmöglich gemacht wird. Diese Sehirmung wird bei dem Erfindungsgegenstand in einfacher Weise dadurch hergestellt, dass die Lichtschutzkappe des Bürstenträgers aus Metall gefertigt und mit der metallischen Auskleidung des Gehäuses leitend verbunden wird. Da nun der Kurbelhandgriff ausserhalb des an ein konstantes Potential, meistens an Erde gelegten Schirmes liegt, wird durch die Berührung der Kurbel mit der Hand bei der Messung die vorhandene Kapazitätsverteilung nicht beeinflusst.
Ein Ausführungsbeispiel des Gegenstandes der Erfindung stellt die Zeichnung dar. Auf den Kontaktbahnen 1, die auf einer Hartgummiplatte 2 befestigt sind, gleiten die Schleifbürsten 3. Diese sind an dem kegelstumpfförmigen Bürstenträger 4 befestigt, der aus hochwertigem Isoliermaterial besteht ; der aus lichtbeständigem Isoliermaterial hergestellte Kurbelhandgriff 6 sitzt auf einer ringförmigen Fläche des Bürstenträgers 4 auf und ist mit diesem durch Zapfen 5 verbunden. Der Bürstenträger 4 ist einerseits durch die an ihm befestigte Metallkappe 7, welche bis zum Kurbelhandgriff 6 reicht, und anderseits durch die feststehende Blechkappe 8 vor dem Lichteinfluss geschützt. Der Kasten 9, in dem sich die Widerstände bzw.
Kapazitäten befinden, ist innen mit einem metallischen Belag 10 versehen, der sich in einem Zylindermantel 11 fortsetzt, der die Kontakte des Schalters umgibt. Mit diesem Belag ist auch die Blechkappe 8 durch die Riegel 12 leitend verbunden, während die Kappe 7 mit der Hülse 13 und der Kurbelachse 14 in leitender Verbindung ist, die wieder an den Belag 10 angeschlossen ist, so dass ein allseits geschlossener elektrischer Schirm entsteht, ausserhalb dessen sich nur der Kurbelhandgriff 6 befindet.
Trotz der guten Lichtabdeckung und Sehirmung ist die Zugänglichkeit der Kontaktflächen nicht beeinträchtigt, da nach Verdrehen der Riegel 12 die Blechkappe 8 abgenommen und die Kontakte überprüft werden können.