AT133353B - Einrichtung zum Steuern des Anodenstromes einer Verstärkerröhre durch elektrische Kapazitäten. - Google Patents

Einrichtung zum Steuern des Anodenstromes einer Verstärkerröhre durch elektrische Kapazitäten.

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  Einrichtung zum Steuern des Anodenstromes einer Verstärkerröhre durch elektrische Kapazitäten. 



   Gegenstand vorliegender Erfindung ist eine Einrichtung zum Steuern des Anodenstromes einer Verstärkerröhre mittels kleiner   elektrischer Kapazitätsänderungen.   



   Zahlreiche industrielle und   industriell-messteeiniseheProbleme   lassen sich auf das Messen, Anzeigen oder Registrieren von kleinen elektrischen Kapazitäten oder Kapazitätsänderungen zurückführen. Die Lage bzw. Lagenänderung   der Membrane eines Manometers,   der Quecksilbersäule in einem Thermometer, des Zeigers vieler Instrumente, das Herannahen von Personen, die Bewegung von Maschinenteilen, sie alle verändern die   gegenseitige Kapazität von   zwei ohnehin vorhandenen oder von absichtlich angebrachten elektrischen Leitern. 



   Es sind Einrichtungen bekannt, die gegenüber kleinen Kapazitäten bzw. Kapazitätsänderungen empfindlich sind. Im wesentlichen beruhen diese auf der Anwendung von abgestimmten Hochfrequenzstromkreisen die durch Kapazitätsänderungen verstimmt werden und eine   Verstärkereinrichtung   beeinflussen. 



   Es sind auch Einrichtungen bekannt, bei denen zum Prüfen von Kondensatoren zwischen Anode 
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 in Reihe eine Wechselstromquelle und der zu messende Kondensator geschaltet sind. 



   Gemäss ihrem Zwecke, eine einfache und zuversichtliche Schaltung zum Anzeigen von Kapazitäts- änderungen zu bieten, weicht nun vorliegende Erfindung von den oben beschriebenen Anordnungen in wesentlichen Punkten ab ; u. zw. benötigt sie weder eine   Gleiehspannungsquelle noch   eine Hochfrequenzspannung und gewinnt   hiedureh   an Einfachheit und Billigkeit. Ausserdem werden Batterie und Gleichrichter überflüssig. 



   Die Erfindungsgemässe Einrichtung besteht im wesentlichen darin, dass bei einer   Verstärkerrohre.   deren Anodenkreis ein   Mess-oder Registrierinstrument,   ein Relais oder ein Kupplungsglied zur weiteren Verstärkung enthält und in deren Gitterkreis die veränderliche mit Wechselspannung zu versehende Kapazität (Steuerkapazität) liegt, der Anodenkreis der Röhre mit Wechselspannung gespeist wird, deren Frequenz gleich der am Gitter liegenden Frequenz ist. deren Phase aber zweckmässig gegenüber der letzteren um   1800 verschoben   ist. 



   Dadurch wird vor allem, wie schon eiwähnt. die Verwendung einer besonderen Anodenbatterie oder eines Gleichrichters erspart, ausserdem aber bei gegebener Steuerkapazität eine grössere prozentuelle Änderung des Anodenstromes erreicht   als bei Anodengleiehspannung.   Dies lässt sich mit Hilfe der Fig. 1 leicht einsehen. Hier stellt die Kurve a die Gitterspannung-Anodenstromcharakteristik der Verstärkerröhre dar ;   OA = 10 ist   der Anodenruhestrom, worunter hier sowie später jener Strom verstanden ist. der bei freiem Gitter fliessen würde. Wird an das Gitter eine Wechselspannung von dem Scheitelwert e gelegt, so verschiebt sich der Mittelwert des Gitterpotentials ungefähr   um   e, der Anodenstrom (d. h. der zeitliche Mittelwert desselben) stellt sich auf PB= Ie ein und die Stromabnahme beträgt AB'.

   Wird als Anodenspannung Wechselspannung verwendet, so fliesst ein Anodenstrom nur in den Halbperioden, wo die Anode positiv ist. Es beträgt somit der Anodenstrom nur etwa die Hälfte dessen, was einer der effektiven Wechselspannung gleichen Gleichspannung entsprechen würde. Es ist somit der Ruhestrom in diesem Falle   zirka OA.   Wird jetzt die gleiche Steuerkapazität wie früher eingeschaltet, d.   h.   die 
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 schied der Anoden und der Gitterspannung abhängig. Ist dieser gleich Null. so fliesst der Anodenstrom nur während der positiven von P nach rechts liegenden Halbperiode der Gitterspannung. Der Anodenstrom ist also   QC   und die Verminderung ist prozentuell kleiner als früher.

   Beträgt dagegen die erwähnte Phasendifferenz 180 , so fliesst der Anodenstrom während der negativen, von P nach links liegen- 
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 diesem Falle geht bei Anodengleichspannung oder bei phasengleicher Anodenweehselspannung der Anodenstrom auf die Hälfte des Ruhestromes zurück, wogegen bei Wechselspannung von entgegengesetzter Phase der verminderte Anodenstrom gleich   0   ist, wie dies mit Hilfe der Fig. 1 unschwer einzusehen ist. 



  Man kann auf diese Weise durch Kapazitätsänderungen von der Grössenordnung eines   ; j. ; jt.. F den Anoden-   
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 ein elektromagnetisches Relais in Ruhestromschaltung betätigen lassen. 



   Diese hohe Empfindlichkeit der erfindungsgemässen Einrichtung beruht auf dem Umstand, dass bei ihr eine Verstärkerröhre mit ableitungsfreiem, isoliertem Gitter verwendet wird. 



   Es ist allgemein bekannt, dass in diesem Falle ausserordentlich hohe   Gleiehstromverstärkungen   sich erreichen lassen. Bei   Wechselstromverstärkung,   Gleichrichtung liegen aber die Verhältnisse ebenso günstig, da-sobald das Gitter die erwähnte negative Aufladung erhielt-die einzige Leistungsaufnahme der Röhre die durch die Gitter-Kathodenkapazität bedingte Blindleistung ist. Beträgt die Steuer-   kapazität   z. B. 1 cm und nimmt man für die Gitterkapazität samt Zuleitungen den Wert von 10   MM   an, 
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 spannung, deren Phase zur Anodenweehselspannung um   1800 verschoben ist..   3 und 4 bedeuten Gitter und Anode der Röhre. 



   In Fig. 3 ist dieselbe Anordnung abgebildet, nur liegt zwischen dem Gitter. 3 und der, die Anode speisende Klemme der Wechselstromquelle 9 eine weitere   Kapazität 5a.   



   In Fig. 4 liegt an der   Weehselstromquelle   9 die   Primärwicklung   6 eines Transformators, der folgende Sekundärwicklungen   hat : 8a zum Speisen   der Anode, 7 zum Heizen der Kathode und   8,   um zwischen Kathode und Erde eine Wechselspannung zu erhalten. Diese letztere ist zwischen zwei Konden- 
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 Dimensionen. 



   Die Wirkungsweise der Schaltung nach Fig. 2 entspricht den obigen   Ausführungen.   So lange die Kapazität 5 verschwindend klein ist, ist das Gitter frei. es wird also ein Anodenstrom in den Halbperioden, in denen die Anode positiv ist. frei durch die Röhre fliessen. 10 wird also von einen pulsierenden   Gleieh-   strom durchflossen. Wächst nun die Kapazität   5,   so wird die Wechselspannung der Wicklung 8 zwischen   Gitter-Kathodekapazität   und   Steuerkapazität o im reziproken   Verhältnis der Kapazitäten verteilt und das Gitter erhält eine Wechselspannung, deren Phase der der Anode entgegengesetzt ist ; der Anodenstrom wird also entsprechend verringert. 



   Die Wirkungsweise der Schaltung nach Fig. 3 ist ähnlich, mit dem Unterschied, dass die Wirkung der Anode, die der Steuerkapazität entgegenwirkt, durch die Kapazität 5a unterstützt wird ; eine Steuerwirkung wird daher erst dann eintreten, wenn die Wirkung von 5 (Steuerkapazität und Spannung in 8) der Wirkung von Ja und der   Anoden-Gitterkapazität   überlegen sein wird. 



   Schaltung nach Fig. 4 ist der Schaltung nach Fig. 2 identisch. mit dem Unterschied, dass die Kathode durch die Wicklung 8 der Erde gegenüber auf Wechselspannung gehalten ist. Die Kondensatoren 11 
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 oder durch Personen die Spannung aufzunehmen und so Gefahren zu verhüten. Die Anode muss, da die Kathode nicht geerdet werden darf, von einer besonderen Wicklung gespeist werden. 



   Die Wirkungsweise der Schaltung ist derjenigen in Fig. 2 identisch, indem hier die Rolle der Steuerkapazität 5 (Fig. 2) von Leiter 5 (Fig. 4) und den sieh nahenden, geerdeten   Gegenständen   übernommen wird. 



   PATENT-ANSPRUCHE :
1. Einrichtung zum Steuern des Anodenstromes einer   Verstärkerröhre   in Abhängigkeit von kleinen elektrischen Kapazitäten bzw. deren Änderungen   (Steuerkapazität),   bei der die eine Belegung der Steuerkapazität mit dem Gitter der Verstärkerröhre verbunden ist und zwischen der zweiten Belegung und der Kathode eine Wechselspannung aufgedrückt ist. dadurch gekennzeichnet, dass der Anodenkreis der Röhre mit Wechselspannung gespeist wird. wobei die Frequenz der   Anodenspannung   gleich der am Gitter   liegenden   Frequenz ist. 
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 kapazität mit dem Gitter der   Verstärkerröhre   verbunden ist und zwischen der zweiten Belegung und der Kathode eine Wechselspannung aufgedrückt ist, dadurch gekennzeichnet, dass die Kathode der Ver- 
 EMI3.5 


Claims (1)

  1. gegengesetzter Phase haben.
    4. Einrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Anode der Verstärkerröhre bezüglich der Kathode Wechselspannung von derselben Frequenz und Phase hat, wie die Kathode beziig- lich der Erde.
    5. Einrichtung nach den Ansprüchen 2 und 4. gekennzeichnet durch einen mit dem Gitter der Röhre verbundenen, von den übrigen Teilen des Stromkreises sowie von der Erde isolierten Leiter von mehr als ein Quadratdeeimeter Grösse.
AT133353D 1930-10-28 1930-11-04 Einrichtung zum Steuern des Anodenstromes einer Verstärkerröhre durch elektrische Kapazitäten. AT133353B (de)

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