<Desc/Clms Page number 1>
Hoehdruekdampferzeuger.
Die Erfindung bezieht sich auf Hochdruckdampferzeuger und besteht in einer Kombination eines Rohrstranges, dessen Länge mindestens zehnte sendmal grosser als der innere Rohrdurchmesser ist, mit einem die Strömungsgeschwindigkeit vergleichmässigenden, zwischen dem Dampferzeuger und den Verbrauchsstellen in der Dampfleitung angeordneten Organ, dessen freier Durchflussquerschnitt nach Massgabe des Dampfdruckes vor dem Organ so verändert wird, dass bei zu-bzw. abnehmendem Dampfdruck sich ein zu-bzw. abnehmender Durchflussquerschnitt einstellt. Die Erfindung bezweckt, die Nachteile bekannter Dampferzeuger zu vermeiden.
Der Dampfdruck fällt in Röhrendampferzeugern bei rascher Zunahme des Dampfverbrauehes stark ab, wodurch die Flüssigkeit infolge der aufgespeicherten und bei der Drucksenkung frei werdenden Wärme explosionsähnlich in Dampf übergeführt wird. Bei diesem spontanen Verdampfungsvorgang werden von dem mit hoher Geschwindigkeit aus dem Kessel abströmenden Dampf Wasserpfropfen mitgerissen, welche bis zu den Verbrauchsstellen gelangen und dort Schaden anrichten. Beispielsweise
EMI1.1
maschinen entstehen Wasserschläge. Die den Dampf führenden Leitungen werden durch die hohe Geschwindigkeit der Wasserpfropfen insbesondere an den Rohrbögen gefährdet, so dass solche Leitungteile vorzeitiger Abnutzung unterworfen sind.
Besonders bei hohen Geschwindigkeiten führt das Mitreissen von Wasserpropfen zu Schwingungserscheinungen der Strömung des Arbeitsmittels im Rohrstrang, anderseits ist aber die Erhöhung der Geschwindigkeit über ein bestimmtes Mass notwendig, um die bei niedrigen Geschwindigkeiten eintretenden Korrosionserscheinungen zu vermeiden. Die Geschwindigkeit des Arbeitsmittels kann nur
EMI1.2
notwendige Wärme in das Arbeitsmittel zu führen.
Das Mitreissen von Wasserpfropfen und die Entstehung von Korrosionen werden dadurch vermieden, dass einerseits die Länge des Rohrstranges mindestens zehntausendmal grösser als der innere Rohrdurchmesser bemessen und die bei dieser Bemessung sieh ergebende Strömungsgeschwindigkeit durch die Einschaltung eines Organes zwischen dem Dampferzeuger und den Verbrauchsstellen gleichmässiger gestaltet wird, dessen freier Durchflussquerschnitt nach Massgabe des Dampfdruckes vor dem Organ verändert wird.
Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes ist auf der Zeichnung schematisch dargestellt.
Die durch die Speiseleitung j ! zugeführte Speiseflüssigkeit wird in dem aus den Zonen 2, : J und 4 fortlaufend zusammengesetzten Rohrstrang verdampf und überhitzt. Der erzeugte Dampf strömt durch die Leitung 5 zu der Kraftmaschine 6 und wird in dieser unter Arbeitsleistung auf den Kondensatordruck entspannt. Im Kondensator 7 wird der Abdampf der Kraftmaschine 6 kondensiert. Die Flüssigkeit wird dann durch die Kondensatpumpe 8 in den Speiseflüssigkeitsspeicher 9 gefördert, aus welchem die Speisepumpe 10 wieder die notwendige Speiseflüssigkeit entnimmt.
Zur Beheizung des Rohrstranges dient die Feuerungsanlage 11. Die bei der Verbrennung entstehenden Abgase strömen durch den Kanal an weitere Verbrauchsstellen oder unmittelbar ins Freie.
Die Zonen 2,3 und 4 sind derart hintereinander geschaltet, dass sie einen fortlaufenden Rohrstrang bilden, dem am einen Ende die Speiseflüssigkeit aus der Speiseleitung J ! zugeführt und am andern
EMI1.3
<Desc/Clms Page number 2>
stranges zwischen dem Eintritt des Arbeitsmittels und dem Austritt des überhitzten Dampfes ist min- destens zehntausendmal grösser als der innere Rohrdurehmesser. Eine solche Länge bedingt, dass das Arbeitsmittel mit einer Geschwindigkeit durchgeführt wird, bei der an den Rohrwandungen Dampfblasen nicht mehr haften bleiben, wodurch Korrosionen vermieden werden.
In der Dampfleitung 5 zwischen dem Dampferzeuger und der Kraftmaschine ist ein Organ. M eingeschaltet, dessen freier Durchflussquerschnitt nach Massgabe des Dampfdruckes vor dem Organ ver- ändert wird. Dieses Organ wird von einem Druckaufnehmer 14, der unter dem Einfluss des durch die Leitung 15 aus der Rohrzone 4 des Dampferzeugers übermittelten Druckes steht, vermittels des Hebels 16 und des Gestänges 17 gesteuert.
Sobald in der Leitung 5 bei einer Belastungszunahme ein Druckabfall stattfindet, wird dieser auf den Rohrstrang des Dampferzeugers übertragen. Dieser würde-falls das Organ 13 nicht angeordnet wäre-eine spontane Verdampfung im Rohrstrang verursachen. Der Druekaufnehmer 14 wird jedoch durch die Druckverminderung in dem Sinne beeinflusst, dass er mittels des Hebels 16 und des Gestänges 17 den freien Durchflussquerschnitt des Organs 1.'3 verkleinert, so dass der Dampf im Organ M gestaut wird, im Rohrstrang des Dampferzeugers die Strömungsverhältnisse unabhängig vom Druck vor der Kraftmaschine 6 unverändert bleiben und daher die Verdampfungsvorgänge nicht gestort werden.
Umgekehrt wird bei einer Erhöhung des Druckes im Dampferzeuger das Organ 13 derart gesteuert, dass der freie Durchflussquerschnitt vergrössert, dadurch der Dampf mit einer geringeren Stauung abgeleitet und die Druckerhöhung im Dampferzeuger wieder ausgeglichen wird.
Durch eine von Hand zu steuernde Vorrichtung 18 kann der vom Organ 14 im Dampferzeuger einzustellende Dampfdruck entsprechend den Betriebs-oder andern Verhältnissen gewählt werden. Die Vorrichtung 14 kann als einfacher Zylinder ausgebildet sein, der einen vom Druck im Dampferzeuger belasteten Kolben enthält. Es können aber auch Steuerorgane und Servomotoren zwischengeschaltet
EMI2.1
graden auf einen bestimmten unveränderlichen Wert zurückgeführt wird. Es kann aber auch umgekehrt die Steuerung so eingestellt werden, dass je nach den vorliegenden Betriebsverhältnissen bei einer hohen Belastung ein anderer Druck als bei einer niedrigen Belastung eingestellt wird.