AT133128B - Verfahren zur Herstellung von alkoholarmen bzw. praktisch alkoholfreien Bieren aus Malz und Hopfen. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von alkoholarmen bzw. praktisch alkoholfreien Bieren aus Malz und Hopfen.Info
- Publication number
- AT133128B AT133128B AT133128DA AT133128B AT 133128 B AT133128 B AT 133128B AT 133128D A AT133128D A AT 133128DA AT 133128 B AT133128 B AT 133128B
- Authority
- AT
- Austria
- Prior art keywords
- alcohol
- low
- fermentation
- pressure
- practically
- Prior art date
Links
- 238000000034 method Methods 0.000 title claims description 17
- 235000013405 beer Nutrition 0.000 title claims description 12
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 title claims description 4
- 235000008694 Humulus lupulus Nutrition 0.000 title claims 2
- GXCLVBGFBYZDAG-UHFFFAOYSA-N N-[2-(1H-indol-3-yl)ethyl]-N-methylprop-2-en-1-amine Chemical compound CN(CCC1=CNC2=C1C=CC=C2)CC=C GXCLVBGFBYZDAG-UHFFFAOYSA-N 0.000 title claims 2
- 238000000855 fermentation Methods 0.000 claims description 20
- LFQSCWFLJHTTHZ-UHFFFAOYSA-N Ethanol Chemical compound CCO LFQSCWFLJHTTHZ-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 7
- 240000004808 Saccharomyces cerevisiae Species 0.000 claims description 7
- 235000014680 Saccharomyces cerevisiae Nutrition 0.000 claims description 7
- 229920001353 Dextrin Polymers 0.000 claims description 4
- 239000004375 Dextrin Substances 0.000 claims description 4
- 235000019425 dextrin Nutrition 0.000 claims description 4
- 238000001914 filtration Methods 0.000 claims description 2
- 230000002459 sustained effect Effects 0.000 claims description 2
- 238000009928 pasteurization Methods 0.000 claims 1
- 230000004151 fermentation Effects 0.000 description 16
- CURLTUGMZLYLDI-UHFFFAOYSA-N Carbon dioxide Chemical compound O=C=O CURLTUGMZLYLDI-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 8
- 235000019640 taste Nutrition 0.000 description 5
- 239000000047 product Substances 0.000 description 4
- OWEGMIWEEQEYGQ-UHFFFAOYSA-N 100676-05-9 Natural products OC1C(O)C(O)C(CO)OC1OCC1C(O)C(O)C(O)C(OC2C(OC(O)C(O)C2O)CO)O1 OWEGMIWEEQEYGQ-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 3
- GUBGYTABKSRVRQ-PICCSMPSSA-N Maltose Natural products O[C@@H]1[C@@H](O)[C@H](O)[C@@H](CO)O[C@@H]1O[C@@H]1[C@@H](CO)OC(O)[C@H](O)[C@H]1O GUBGYTABKSRVRQ-PICCSMPSSA-N 0.000 description 3
- 238000001816 cooling Methods 0.000 description 3
- 102000013142 Amylases Human genes 0.000 description 2
- 108010065511 Amylases Proteins 0.000 description 2
- GUBGYTABKSRVRQ-ASMJPISFSA-N alpha-maltose Chemical compound O[C@@H]1[C@@H](O)[C@H](O)[C@@H](CO)O[C@@H]1O[C@@H]1[C@@H](CO)O[C@H](O)[C@H](O)[C@H]1O GUBGYTABKSRVRQ-ASMJPISFSA-N 0.000 description 2
- 229940111205 diastase Drugs 0.000 description 2
- JVTAAEKCZFNVCJ-UHFFFAOYSA-N lactic acid Chemical compound CC(O)C(O)=O JVTAAEKCZFNVCJ-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 2
- 229920002472 Starch Polymers 0.000 description 1
- 239000000654 additive Substances 0.000 description 1
- 230000001476 alcoholic effect Effects 0.000 description 1
- 125000003118 aryl group Chemical group 0.000 description 1
- 235000013361 beverage Nutrition 0.000 description 1
- 239000001569 carbon dioxide Substances 0.000 description 1
- 229910002092 carbon dioxide Inorganic materials 0.000 description 1
- 239000007795 chemical reaction product Substances 0.000 description 1
- 239000003795 chemical substances by application Substances 0.000 description 1
- 239000000084 colloidal system Substances 0.000 description 1
- 238000010276 construction Methods 0.000 description 1
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 1
- 238000002474 experimental method Methods 0.000 description 1
- 238000010438 heat treatment Methods 0.000 description 1
- 230000003301 hydrolyzing effect Effects 0.000 description 1
- 238000011081 inoculation Methods 0.000 description 1
- 239000004310 lactic acid Substances 0.000 description 1
- 235000014655 lactic acid Nutrition 0.000 description 1
- 238000005360 mashing Methods 0.000 description 1
- 230000035800 maturation Effects 0.000 description 1
- 238000002156 mixing Methods 0.000 description 1
- 235000015097 nutrients Nutrition 0.000 description 1
- 230000035802 rapid maturation Effects 0.000 description 1
- 230000001105 regulatory effect Effects 0.000 description 1
- 239000010802 sludge Substances 0.000 description 1
- 235000019654 spicy taste Nutrition 0.000 description 1
- 235000019698 starch Nutrition 0.000 description 1
- 239000008107 starch Substances 0.000 description 1
Landscapes
- Distillation Of Fermentation Liquor, Processing Of Alcohols, Vinegar And Beer (AREA)
Description
<Desc/Clms Page number 1>
EMI1.1
Bei der Herstellung von alkoholarmen bzw. praktisch alkoholfreien Bieren, deren Alkoholgehalt die erlaubten Höchstgrenzen von 0'5% nicht übersteigt, werden im hiemit beschriebenen Verfahren folgende Vorgänge beobachtet : Es wird vorerst eine für den nachfolgenden Gärprozess besonders geeignete Bierwürze nach einem I allgemein üblichen Maischverfahren in bereits bekannter Weise derart hergestellt, dass möglichst wenig vergärbare Zucker und möglichst viele unvergärbare Dextrine im gerade umgekehrten Verhältnis gebildet werden.
Zur Erzielung einer solchen Bierwürze ist das Hauptaugenmerk im Mischprozess auf die Verzuckerlngstemperaturen zu legen. Wie bekannt, wird bei der Herstellung normaler Bierwürzen, je nach den verwendeten Malzen, eine Verzuckerungstemperatur zwischen 56-650 C eingehalten und wird die Stärke durch die das Molekül spaltende Diastase abgebaut und die Spaltungsprodukte durch die hydrolisierende Diastase zum Teil in Maltose umgewandelt. Da nun Amylodextrin, Erythrodextrin, vier Achroodextrine und Maltose gebildet werden, wird der Maisehprozess so geleitet, dass die beiden hochmolekularen Dextrine, das Amylodextrin und Erythrodextrin, ebenfalls in Achroodextrine und Maltose umgewandelt werden.
Diese Vorgänge können reduziert bzw. weitestgehend hintangehalten werden, wenn man mit der Temperatur, wieder je nach den verwendeten Malzen, über 65 bis zirka 700 C hinausgeht, und erhält man als Resultat eine dextrinreiche und zuckerarme Bierwiirze.
Eine solche, in ihrer Darstellung und Zusammenhang bereits bekannte Würze bildet nun das Ausgangsprodukt für den weiteren Verlauf des Verfahrens, und wird sie nach entsprechender Abkühlung in eine Gäranlage gebracht, deren Konstruktion es ermöglicht, mit einer für vorliegendes Verfahren vom Patentwerber eigens hiezu gezüchteten niedervergärenden Bierhefe die Vergärung jederzeit in der für praktisch alkoholfreie Biere entsprechenden Grenze von 0'5% Alkohol halten zu können.
Zur Erreichung und Einhaltung dieses geringen Alkoholgrades ist eine möglichst träge und langsame Gärung erforderlich, die nur durch eine sehr starke niedervergärende Hefe erreicht werden kann, und wurde vom Erfinder eine entsprechende Hefereinzueht hergestellt, welche den im Verfahren angestrebten ruhigen Vergärungsverlauf gewährleistet. Es wurde durch eine lange Reihenimpfung eine niedervergärende Bierhefe unter Luftabschluss in Drucktanks bei einem anhaltenden Drucke von 2 bis 4 Atm. bei einer Temperatur von 4 bis 50 C gezÜchtet, und konnte durch lange und umfangreiche Versuche, wobei immer nur die Hefetypen ausgewählt und abgeimpft wurden, die bei den verschiedenen Probe-
EMI1.2
gewonnen werden, die einzig und allein das vom Erfinder gewünschte Resultat lieferte.
Die Gärung in dem zur Vergärung verwendeten Drucktank wird unter einem Druck von zirka 2 bis 3Atm. bei einer durch längere Versuche beobachteten Temperatur von 6 bis 10 C durchgeführt, und bedingen die durch diesen hohen Druck in das Bier gebundenen grossen Kohlensäuremengen eine, wie der Patentwerber durch umfassende praktische Versuche einwandfrei festgestellt hat, sehr rasche Reifung des Getränkes, so dass die Dauer der Gärung ohne Schaden für den edlen Reifungsgeschmaek des Bieres eben kurz gehalten werden kann.
Wichtig ist in diesem Verfahren vor allem das bestimmte Zu-
EMI1.3
<Desc/Clms Page number 2>
Gärungsbedingungen zu leistenden Tätigkeit so wenig Alkohol im Verhältnis zur Kohlensäure erzeugt und die ihr zur Verfügung stehenden Nährstoffe jedoch schneller und restloser verbraucht, so dass das gewünschte Endprodukt reif und ohne unvergorenen Würzegesehmack resultiert.
Gleichzeitig sei auch vom rein geschmacklichen Standpunkt aus bemerkt, dass die natürliche Anreicherung der Kohlensäure im Gegensatz zu der bei den meisten andern Verfahren nötigen künst- lichen Karbonisierung auch noch den Vorteil hat, dass die biologisch gebundene Kohlensäure viel günstiger und haltbarer an die Kolloide des Bieres gebunden ist als die eigentlich wie ein fremder Eingriff wirkende künstliche Karbonisierung.
Trotz der bei der Gärung vorhandenen grossen Kohlensäuremengen ist der Kohlensäuregehalt des konsumreifen Getränkes ein vollkommen normaler, da in weiterer Fortsetzung des Verfahrens, bei
EMI2.1
Druc1. -verminderung bei Regulierung der vorhandenen Kohlensäuremengen eintreten, die von Beginn an in den Kalkul gezogen und berücksichtigt worden sind.
Die Gesamtdauer der Gärung beträgt zirka 72 Stunden. Nach sechzigstündiger Gärung werden unter genauer Einhaltung von Druck und Temperatur in mehrstündigen Intervallen Gärproben ent- nommen, die auf den genauen Alkoholgehalt analysiert werden. Ist der für praktisch alkoholfreie Biere nötige Alkoholgrad von 0'5% erreicht, wird das reife Produkt durch eine sinnvolle, das Minimum an Apparaten erforderliche Filtrier-, bzw.
Abfüllanlage gebracht, so zwar, dass, um das Getränk der weiteren Gärtätigkeit der Hefe zu entziehen, das Bier durch eine Filterbatterie in einen zweiten Tank gedrückt wird, wo es zur Fixierung des biologischen und geschmacklichen Zustandes in der Flasche pasteurisiert oder rüekgreifend auf den Punkt nach der Filtration, im Tank selbst, der mit einer kombinierten Heiz-, bzw. Kühlschlange versehen ist, pasteurisiert bzw. wieder abgekühlt werden kann, um dann erst in Flaschen abgezogen werden zu können.
Das Endziel und die Vervollkommnung in diesem Verfahren liegt in der tatsächlichen Erreichung des normalen Biergesehmackes, im Gegensatz zu den andern Verfahren, die den ungereiften Würzegeschmack dieser meisten Produkte teilweise durch Zusatz von aromatischen Mitteln oder durch Unterwerfung einer milchsauren Gärung zu verdecken suchen und obendrein noch die alkoholische Gärung durch Abkühlung unterbrechen, wodurch der normale Biergeschmaek vollkommen verlorengeht und an seine Stelle ein fader, bierunähnlicher Geschmack tritt, der dann durch keinerlei technische Methoden oder Beimittel zu eliminieren ist.
Claims (1)
- PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Herstellung von alkoholarmen bzw. praktisch alkoholfreien Bieren aus Malz und Hopfen, dadurch gekennzeichnet, dass als Ausgangsprodukt in bekannter Weise eine dextrinreiehe Bierwürze verwendet wird und diese durch eine bei einer Temperatur von 4 bis 50 C unter Luftabschluss in Drucktanks unter einem anhaltenden Drucke von 2 bis 4 Atm. gezüchtete, niedervergärende Bierhefe, unter einem Druck von 2 bis 3 Atm. bei einer Temperatur von 6 bis 100 C bis 0'500 Alkohol vergoren wird und sodann dieses reife Produkt durch sofortige Filtration in einen zweiten Drucktank und gleich anschliessende Pasteurisation daselbst oder in Flaschen abgedrückt wird.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| AT133128T | 1931-04-30 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| AT133128B true AT133128B (de) | 1933-05-10 |
Family
ID=3637705
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| AT133128D AT133128B (de) | 1931-04-30 | 1931-04-30 | Verfahren zur Herstellung von alkoholarmen bzw. praktisch alkoholfreien Bieren aus Malz und Hopfen. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | AT133128B (de) |
-
1931
- 1931-04-30 AT AT133128D patent/AT133128B/de active
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| LU86489A1 (de) | Verfahren zur herstellung von alkoholfreiem bzw. alkoholarmen bier | |
| EP3550007B1 (de) | Verfahren zur entfernung von ethanol aus einem alkoholhaltigen gärprodukt | |
| DE1517879B2 (de) | ||
| EP0044524A2 (de) | Verfahren zur Herstellung eines lagerfähigen Malzauszuges | |
| AT133128B (de) | Verfahren zur Herstellung von alkoholarmen bzw. praktisch alkoholfreien Bieren aus Malz und Hopfen. | |
| EP0213220B1 (de) | Verfahren zur Herstellung von alkoholfreien Getränken | |
| DE715027C (de) | Verfahren zur Herstellung von Gaergetraenken, insbesondere von alkoholarmen und alkoholfreien | |
| DE102019102962A1 (de) | Verfahren zur Herstellung eines alkoholfreien oder alkoholarmen Bieres | |
| DE1263662B (de) | Verfahren zur Herstellung eines alkoholarmen Vollbieres | |
| DE573424C (de) | Verfahren zur Herstellung extraktreichen Spezialbieres | |
| DE3506198A1 (de) | Verfahren zur herstellung von alkoholfreiem bier | |
| DE502900C (de) | Verfahren zur sterilen Herstellung von Bier | |
| DE958464C (de) | Verfahren zur Herstellung eines Berliner Weissbieres mit konstantem Saeuregrad | |
| AT165538B (de) | Verfahren zum Veredeln von Weinen | |
| DE598028C (de) | Verfahren zur Herstellung von naturreinem Schaumwein | |
| DE118085C (de) | ||
| DE236486C (de) | ||
| DE557968C (de) | Verfahren zur herstellung haltbarer alkoholischer Getraenke mit Ausnahme von Berliner Weissbier | |
| DE180726C (de) | ||
| AT136370B (de) | Verfahren zur Herstellung extraktreichen Spezialbieres. | |
| AT135538B (de) | Verfahren zur Herstellung von Hefe. | |
| DE58161C (de) | Neuerung in dem Verfahren zur Herstellung von Malzwein | |
| DE2832993A1 (de) | Verfahren zur herstellung von alkoholfreiem bier | |
| DE252996C (de) | ||
| DE389947C (de) | Verfahren zur Herstellung von Aceton und Butylalkohol durch Gaerung |