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Die Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Trennen von Gasgemischen durch Zentrifugieren.
Sie besitzt eine mit gekrümmten Kanälen versehene umlaufende Trommel. Der Erfindungsgegenstand ist eine Weiterentwicklung der Vorrichtung nach der britischen Patentscbrift Nr. 175840 bzw. nach der schweizerischen Patentschrift Nr. 115309 bzw. nach der amerikanischen Patentschrift Nr. 1508405.
Die Weiterentwicklung besteht in einer Einrichtung, mittels deren die Expansionsmolekularenergie
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weitere Kanäle oder Düsen vorgesehen, welche in der rmlaufsrichtunf : nach aussen voreilend gerichtet sind, und deren Eintritts- und Austrittsöffnungen verschiedenen Abstand von der Drehachse der Tromme I besitzen sowie zwei getrennte Punkte des Kanalraumes miteinander verbinden.
Die Kanäle bzw. Düsen werden zweckmässig durch einen etwa zylindrischen, parallel zur Dreh-
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besitzt.
Das verjüngende Ende des Schlitzes ist vom Mittelpunkt weiter entfernt als das weite Ende des Schlitzes. Infolgedessen wird in dem Schlitz ein Strom nach dem engen Ende hin erzeugt. Die durch
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wodurch die Trennwirkung erheblich unterstützt wird. Es werden also erfindungsgemäss nicht nur die Zentrifugalkräfte zur Trennung der verschiedenen Bestandteile des Gasmischers ausgenutzt. sondern es wird auch künstlieh, durch die Schlitze, eine erhöhte Saugwirkung erzeugt.
Wesentlich ist nach der Erfindung die Vorbeiführung der Gase an dem Schlitz. um den gewünschten Erfolg zu erzielen.
Auf der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung beispielsweise dargestellt.
Es zeigen : Fig. 1 einen senkrechten Mittelschnitt durch eine Vorrichtung nach der Erfindung.
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Die Vorrichtung nach der Erfindung besteht aus einem feststehenden Gehäuse, das aus zwei übereinander angeordneten, durch eine waagreehte Wand getrennten Teilen 1 und 2 besteht. Dieses Gehäuse ist, wie aus Fig. 2 ersichtlich, nach Art einer Spirale geformt. Innerhalb des feststehenden Gehäuses befindet sich eine umlaufende Trommel. 3. welche im wesentlichen den Trommeln nach bekannten Vorrichtungen gleicht, indem mehrere Reihen von Fenstern 4-4'angeordnet sind. Die Trommel sitzt auf
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befestigt. Das obere Ende der Welle ist in dem feststehenden Gehäuseteil 2 ebenfalls gehalten, u. zw. mittels einer Kappe 7 und eines Zapfens 8. Die von dem Ventilator in die umlaufende Trommel geführten Gasmengen gehen dureh einen Kanal 9 des oberen Trommelteiles.
An dem Gehäuseteil 2 ist ferner ein Zuführungsrohr 10 für das Gasgemisch vorgesehen.
Wie aus der Fig. 3 ersichtlich, ist die umlaufende Trommel in einzelne Abteilungen geteilt, welche einander gleichen. Jede einzelne Abteilung besitzt Führungswände 11, welche zum Radius der Trommel schräg angeordnet sind, u. zw. so, dass ihre Innenkante in der Drehrichtung vorauseilt. Die Drehrichtung ist dureh einen Pfeil A angedeutet.
In jeder Abteilung der Trommel befindet sieh ein parallel zur Drehachse angeordneter zylindrischer
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vorgesehen, welche ebenfalls den zylindrisehen Körper 12, aber mit wesentlich geringerem Abstand als die Leitwand 11 umfasst.
In dem zylindrischen Körper ist ein Schlitz 14 vorgesehen. dessen grössere Öffnung nach innen und dessen schmalere Öffnung nach aussen zeigt. Der Schlitz ist schräg nach aussen gerichtet.
Das in die einzelnen Abteilungen eintretende Gasgemisch wird in der Richtung der Pfeile B gefiihrt und durch die Schlitze 14 wird ein Teil des leiehteren Gases hindurchströmen, da sich dieses an der Wand des zylindrischen Körpers sammelt, während der schwerere Teil des Gases durch die Zentrifugalkraft nach aussen gegen die Leitwände 11 geschleudert wird. In der Zeichnung ist der Weg der schweren
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Die um den Zylinder 12 sieh bewegenden Gase werden somit, nachdem die schweren Gasteile bereits zum Teil nach aussen geschleudert werden, noch einen Teil ihrer leichteren Molekeln in der Weise abgeben, dass dieselben beim Vorbeistreifen vor der Öffnung a in den Schlitz 14 hineingesogen werden.
Das dynamische Gleichgewicht des übrigbleibenden, im Hauptkanal weiterfliessenden Gemisches wird durch diese Entnahme gestört. worauf zur Wiederherstellung des gestörten Gleichgewichtes eine neue Zentrifugation im Innern des Gemisches stattfindet.
Somit wird die Wirkung der Zentrifugation noch erhöht, während der durch die schmälere Aus- trittsöffnung D beschleunigte Gasgemisehteil infolge seiner erhöhten Geschwindigkeit die Sa'wirkung
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kommen ruhig und ohne Erschütterungen vor sich geht. Zu diesem Zweck ist die umlaufende Trommel mit ihrer Drehachse senkrecht angeordnet. Diese ist nur unten mittels eines Lagers, z. B. mit kardanischer Aufhängung, gestützt und mit dem Motor mittels einer elastischen Verbindung gekuppelt. Infolgedessen wirkt die Vorrichtung wie ein Gyroskop.
PATENT-ANSPRtCHE :
1. Verfahren zur Trennung von Gasgemischen mittels Zentrifugalkraft, dadurch gekennzeichnet, dass mit der Zentrifugalkraft die Expansionsenergien derart zusammenwirken, dass die schwereren Molekeln durch die Zentrifugalkraft abgeführt werden, während auf die leichteren Molekeln die Expansionskrätfte wirken, wobei Kanäle od. dgl. vorgesehen sind. die zwei aufeinanderfolgende Gemischdurchgänge mi@- einander verbinden, um die Einwirkung der Expansions-und Saugkraft in einer Richtung zu ermöglichen, in welcher die leichteren Molekeln ausgesehieden werden.
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