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Vorrichtung zur Erzeugung von plastischen Bildern.
Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Hohlspiegel aus Metall oder Glas zur plastischen Wiedergabe von Bildern.
Es ist bekannt, zur plastischen Betrachtung von Bildern und Gegenständen Hohlspiegel zu benutzen. Die bisher benutzten Hohlspiegel bieten nur ein geringes Bildfeld, so dass z. B. ein Beschauer, der sich unmittelbar vor dem Spiegel befindet, das Bild in seiner ganzen Ausdehnung, ein seitlicher aber
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Zuschauers in entgegengesetfter Richtung aus dem Spiegel hinaus.
Zweck der vorliegenden Erfindung ist, das Bild auch für seitliche Beschauer ortsfest und zugleich plastisch zu gestalten. Zu diesem Zwecke wird ein Hohlspiegel mit spiegelnden, parallelen Längsriefen
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Anordnung, so dass von einem vor dem Spiegel aufgestellten Gegenstand oder Bild sowohl ein in der optischen Achse liegenden Hauptspiegelbild, als auch auf jeder Seite ein oder mehrere Seitenbilder ent- \\orten werden.
Bekannt sind ebene Projektionsselhirme mit parallelen Längsriefen zur Erhöhung der seitlichen Streuwirkung, aber diese parallelen Längsriefen lösen das Bild nur in einzelne Teile auf, während die parallelen spiegelnden Längsriefen des Hohlspiegels nach der Erfindung zugleich eine Bildsammlung, u. zw. für verschiedene Seiten bewirken. Zwischen diesen und den bekannten besteht der Unterschied darin, dass die früher vorgeschlagenen Riefen keine spiegelnden Längsriefen in Spiegeln sind, sondern zellenförmige oder gekörnte oder aufgerauhte oder in der Hauptsache transparente oder dispergierende Vertiefungen oder Grate aus Gelatine oder Zelluloid od. dgl. auf biegsamen und daher optisch ungleich wirkenden Unterlagen aufgetragen, die man somit nicht als spiegelnde Längsriefen in Spiegeln bezeichnen kann.
Die neuen spiegelnden Längsriefen sind auch mit einer oder mehreren Ecken ausgezeichnet.
Es ist ferner ein Hohlspiegel mit nicht glatter, sondern profilierter Oberfläche bekannt, aber dieser
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artige Anordnung von Einzelspiegelehen, die eine. n ganz andern Zweck dienen, nämlich jedes einzelne Bildteilchen von andern getrennt wiederzugeben, ferner die einzelnen Bildteilchen umzugestalten, dieselben auch diffus zu überlagern, wodurch zu harte Bilder in weichere aufgelöst erden sollen.
1111 Gegensatz hiezu werden nach der vorliegenden Erfindung, die eine regelmässige plastische Wiedergabe der Bilder nach mehreren Seiten zum Gegenstand hat, die Längsstreifen vorzugsweise so ausgeführt, dass die Wände der einzelnen Riefen annähernd gleiche Winkel mit dem Lot der Fläche, in die sie eingetragen sind, bilden. Mit zunehmender Gleichheit der Winkel der einzelnen Riefen wird die Symmetrie des Betrachtungsfeldes erhöht, wobei naturgemäss die gesamten Riefen nicht alle den gleichen Winkel besitzen müssen, was durch die verschiedenen Lote L t in der Zeichnung (Fig. l, 2) zum Ausdruck gebracht wurde.
Für die üblichen Zusehauerräume hat es sich als günstig erwiesen, jedem der beiden Winkel der einzelnen Riefen mehr als 450 zu verleihen. Je kleiner der Winkel, desto mehr kann oder muss der Zuschauer sich seitwärts befinden, während ein grösserer Winkel die der Mitte sich näher befindenden Zuschauer begünstigt.
Die Kanten der spiegelnden Längsriefen können gemäss Fig. 3 gebrochen sein.
Der Abstand zwischen den einzelnen Riefen kann kleiner oder grösser sein, je nach der Grösse der Bilder und deren Einzelheiten. Der Abstand kann daher Teile von Millimetern oder auch einen oder
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mehrere Millimeter betragen, übersteigt aber gewöhnlich nicht zehn Millimeter. Auch die Breite der einzelnen Wände der Riefen weist ungefähr die gleichen Masse auf.
Die oben beschriebenen Längsriefen können durch eine Querriefelung gleicher Art durchsetzt werden. Beiden kann man die Form mauenverksartiger Riefelung verleihen mit versehiedener Flächen- verteilung und Winkeln der Fläehenelemente.
Dabei ist es gleichgültig, ob man die spiegelnden Riefen und Streifen durch Gravierung oder
Rastrierung oder Ätzung und gegebenenfalls anschliessende Polierung in spiegelnden Flächen oder durch nachträgliche Auftragung von spiegelnden Überzügen auf geriefelten Unterlagen erzeugt, die auch mechanisch zusammengefügt sein können.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Vorrichtung zur Erzeugung plastischer Bilder, bestehend aus einem Hohlspiegel mit profilierter Oberfläche, dadurch gekennzeichnet, dass der Hohlspiegel mit parallelen, spiegelnden Längsriefen und dazwischen liegenden konkaven normalen Hohlspiegelstreifen versehen ist, die in solchen Abständen voneinander angeordnet und so gestaltet sind, dass von einem vor dem Spiegel aufgestellten Gegenstand oder Bild sowohl ein in der optischen Achse liegendes Hauptspiegelbild, als auch auf jeder Seite ein oder mehrere Seitenbilder entworfen werden.