AT126735B - Verfahren zur Verhütung von Korrosionen an metallischen Konstruktionsteilen. - Google Patents

Verfahren zur Verhütung von Korrosionen an metallischen Konstruktionsteilen.

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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Verhütung von Korrosionen an metallischen Konstruktionsteilen. 



   Wie Beobachtungen ergeben und Laboratoriumsversuche bestätigt haben, sind die an den metallischen Teilen von maschinellen oder baulichen Anlagen, die mit elektrisch leitenden Flüssigkeiten oder Gasen in   Berührung   stehen, auftretenden Korrosionen von elektrischen Strömen verursacht, die dadurch entstehen, dass die betreffenden Teile dauernd oder wenigstens zeitweise Wärme in die Flüssigkeit ableiten. während andere, mit der gleichen Flüssigkeit in Berührung stehende metallische Teile des gleichen Systems zur selben Zeit ein solches Wärmegefälle zur Flüssigkeit nicht besitzen. 



   Der Strom geht von derjenigen Elektrode, die ein höheres Wärmegefälle in der Richtung zum Elektrolyt hat. durch die   Flüssigkeit   zur andern Elektrode mit geringerem Wärmegefälle, wobei natürlich Voraussetzung ist, dass der Strom ausserhalb der Elektrolytflüssigkeit einen Weg zum Schliessen des Kreises findet. Die beiden Elektroden können auch verschiedene Stellen eines und desselben metallischen Teiles sein. der gegen die Elektrolytflüssigkeit ungleich erwärmt wird. 



   Es ist nun bekannt, dass ein solcher elektrischer Strom die Anode auflöst und Lösungteile derselben mit dem Strom zur Kathode wandern. Abzehrungen werden also auftreten, wenn in einem System leitend verbundener Teile von verschiedener Erwärmung die Möglichkeit einer Elektrolyse besteht. 



   Wenn die Elektrolytflüssigkeit nun z. B. Stiekoxyde   enthält.   die in geringen Mengen in jedem Wasser vorhanden sind, das organische Lebewesen   enthält,   so entsteht bei der Elektrolyse Salpetersäure. Wenn die Gasblasen sich ausserdem an jener Stelle ansammeln können, von der der Strom ausgeht, oder eventuell an einer anderen Stelle gesammelt werden, so entstehen an diesen Stellen jene Anfressungen, die unter dem Namen Korrosionen bekannt und gefürchtet sind. 



   Die geschilderten Bedingungen für das Entstehen von Korrosionen sind in der Praxis vielfach gegeben. Die Welle einer Wasserturbine oder einer Schiffsschraube wird von einem Magnetinduktor, einem Getriebe oder auch schliesslich bloss von den Lagern und der hohen Temperatur im Antriebsraum erwärmt, während der im Wasser befindliche Teil abgekühlt ist. 



  Andre Teile aber, wie das Laufradgehäuse oder der Schiffskörper, besitzen ein ähnliches Wärmegefälle nicht, deshalb wird vom Laufrad, bzw. von der Schiffsschraube ein Strom ausgehen. An der rückwärtigen Seite des Laufrades oder Propellers wird die Flüssigkeit speziell bei Rädern mit hohem Wirkungsgrad meist etwas abgehoben und die Vorbedingungen für das Entstehen von Korrosionen sind damit geschaffen. Auch zwischen Laufrad und Gehäuse einer Dampfturbine besteht eine Temperaturdifferenz ; durch nassen Dampf bzw. eine Flüssigkeitshaut kann Elektrolyse eintreten und das Laufrad wird korrodieren, nachdem des Gehäuse ein Wärmegefälle in der Richtung vom Elektrolyt besitzt, also elektronegativ geladen wird und der Dampf immer Spuren aggressiver Stoffe vom Wasser her mitführt. 



   Durch die vorstehenden Ergebnisse von Beobachtungen und Versuchen ist der Weg zur Bekämpfung der Korrosionen vorgeschrieben ; gemäss der Erfindung werden sie bekämpft, indem der   Wärmefluss   zum Elektrolyt durch einen entgegengesetzt gerichteten Wärmefluss aufgehoben wird, so dass die durch Korrosionen gefährdete Stelle praktisch mit derselben Temperatur in die Elektrolytflüssigkeit eintritt, wie alle andern mit der Elektrolytflüssigkeit in Berührung stehenden Teile des Systems. 

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   So wird es z. B. notwendig sein, ein   Dampfturbinengehäuse für   diesen Zweck doppelwandig auszuführen und einen entsprechenden Dampfinantel zur Heizung vorzusehen zum Schutz der Laufräder, damit dem Gehäuse die Temperatur des Rades gesichert und ein Wärmefluss speziell in jener Zone, in der unter besonderen Betriebsumständen der Dampf nass sein kann, vermieden wird. 



   Turbinenwelle, speziell solche, auf denen einerseits der Magnetinduktor eines Generators und anderseits das Laufrad sitzt, oder Schiffsschraubenwellen. deren Antriebe sich in heissen Räumen befinden, müssen daher vor dem Eintritt in die   Elektrolytflüssigkeit   durch eine besondere Vorrichtung soweit gekühlt werden, dass ihre Temperatur die der andern, mit der Flüssigkeit in Berührung stehenden Teile praktisch nicht übersteigt. 



   Kühlung oder Anwärmung und die dazu erforderlichen Einrichtungen werden in jedem einzelnen Fall den   Betriebsumständen   und den vorhandenen Hilfsmitteln anzupassen sein.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Verhütung von Korrosionen an metallischen Konstruktionsteilen, die mit einem Elektrolyten in Berührung stehen, dadurch gekennzeichnet, dass der verschiedene Wärmefluss zweier Konstruktionsteile zum Elektrolyten durch Heizung des einen oder Kühlung des andern Konstruktionsteiles ausserhalb des Elektrolyten praktisch gleichgemacht wird.
AT126735D 1930-11-18 1930-11-18 Verfahren zur Verhütung von Korrosionen an metallischen Konstruktionsteilen. AT126735B (de)

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