AT126380B - Schwamm aus Gummi od. dgl. - Google Patents

Schwamm aus Gummi od. dgl.

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AT126380B
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Walther Ing Mach
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Walther Ing Mach
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Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Schwamm aus Gummi od. dgl. 



   Sowohl die natürlichen als auch die bisher bekannten künstlichen, aus Gummi od. dgl. hergestellten Schwämme bilden einen   hochporöses   Körper mit einer allseits durchbrochenen Oberfläche, dessen Saugfähigkeit fast   ausschliesslich   auf der Kapillarität einer Unzahl kleiner, beiderseits offener Saugkanäle beruht und die namentlich bei den   Gummischwämmen   im Verhältnis zu deren Masse recht gering ist, wie jeder Benutzer solcher Schwämme aus Erfahrung weiss. Soll einer der heute bekannten Schwämme z. B. zum Aufsaugen einer auf einer Fläche verteilten Flüssigkeit verwendet werden, so bedarf es einer gewissen Zeit, bis die einzelnen Saugkanäle sich mit der aufzusaugenden Flüssigkeit füllen, da dies nur nach und nach erfolgen kann.

   Auch ein   Zusammendrücken   und nachfolgendes Freigeben des Schwammes beschleunigt die Aufsaugung nicht wesentlich, weil die Luft durch die nicht mit der Flüssigkeit unmittelbar in Berührung befindlichen Poren der Aussenfläche sofort wieder in das Innere des Schwammes von allen Seiten eindringen kann und das Vollsaugen daher wieder nur durch Kapillarwirkung bewirkt wird. Anderseits wird beim   Zusammendrücken   eines solchen   vollgezogenen   Schwammes die aufgesaugt Flüssigkeit an der ganzen Oberfläche des Schwammes austreten. was für gewisse Verwendungszwecke nicht vorteilhaft erscheint, da man eine bedeutend bessere Wirkung erzielen 
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 Körper (z. B. beim Reinigen) zum Austritt gebracht werden könnte. 



   Den Gegenstand der Erfindung bildet nun ein künstlicher   Schwamm,   bei welchem die beschriebenen Nachteile behoben sind. indem der Saugeffekt   im wesentlichen   oder ausschliesslich durch ein Vakuum hervorgebracht wird, welches durch   Zusammendrücken   und nachfolgendes Freigeben des   Schwimmkörpers   in diesem erzeugt werden kann, auch wenn er nicht gänzlich in die   aufzusaugende Flüssigkeit   versenkt wird, und bei welchem der Austritt des angesaugten Mittels nur an der   Aufsaugfläche   möglich ist.

   Da die Saugwirkung nicht mehr durch die Kapillarwirkung bedingt ist, können die Saugkanäle viel grössere Querschnitte aufweisen und kann somit das Verhältnis der aufgewendeten Gummimasse zu der aufzusaugenden Flüssigkeitsmenge bedeutend verringert werden. 



   Erfindungsgemäss wird dies dadurch erzielt, dass der Schwammkörper ans einer grossen Anzahl einzelner, miteinander nicht in Verbindung stellender   Saugelemel1te   in Form von an einem Ende geschlossener und mit dem andern offenen Ende sämtlich nach derselben Seite liegender Röhren gebildet wird. 



   Die Erfindung   ermöglicht   aber auch die Anwendung eines einzelnen derartigen Saugelementes an sich, dessen   Hohlraum   ganz oder teilweise. insbesondere an seinem offenen Endteil, mit einem Saugpfropfen aus porösem Gummi, Watte od. dgl. Saugmittel ausgefüllt wird, 
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 schiedene   ärztliche Zwecke,   die ein rasches und   sicheres Aufsaugen von Flüssigkeiten auf   kleiner Fläche erfordern. 



   Die Zeichnung zeigt eine beispielsweise Ausführungsform des neuartigen Schwammes, 
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 Die Fig. 3 und 4 zeigen schnitte durch eine Ausführungsform mit nur einem einzigen Saugclement. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Der   Sehwammkörper a   ist aus einzelnen Röhren   to,   die an dem einen Ende c geschlossen, am andern Ende e offen sind, nach Art einer Honigwabe zusammengesetzt. Der Querschnitt der einzelnen   Saugrohren   kann kreisförmig, vier-, sechs-, achteckig u. dgl. sein. Das Innere der röhrenförmigen Elemente kann auch ganz oder teilweise mit poröser Gummimasse bzw. irgendeinem Saugmittel ausgefüllt sein. Die Saugfläche wird durch die offenen Enden e der röhrenförmigen Elemente gebildet. Die übrige   Oberfläche   des Schwammes wird von einer geschlossenen Gummihülle gebildet. Nach den Fig. 3 und 4 kommt ein einziger röhrenförmiger, an einem Ende geschlossener Gummihohlkörper zur Anwendung, dessen offenes Ende einen Saugpfropfen aus porösem Material umschliesst.

   Es kann aber auch der ganze Gummihohlkörper mit saugfähiger Füllmasse ausgefüllt sein. 



   Die Anwendung eines solchen Schwammes gegenüber den bekannten Schwämmen bietet eine Reihe namhafter Vorteile. Beim Waschen mit einem solchen   Schwamme   wird ausser dem raschen Aufsaugen der Flüssigkeit durch die kräftige Saugwirkung eine intensive Reinigung der Hautporen und Anregung der Blutzirkulation erzielt. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Schwamm aus Gummi od. dgl., dadurch   gekennzeichnet,   dass seine Oberfläche bis auf eine freie Saugfläche abgeschlossen ist, so dass einerseits die rasche Aufnahme des aufzusaugenden Mittels durch Vakuumwirkung, anderseits die Abgabe desselben lediglich an der Saugfläche ermöglicht ist.

Claims (1)

  1. 2. Schwamm nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass er aus einer Anzahl von miteinander nicht in Verbindung stehenden, an einem Ende geschlossenen und nur am andern Ende offenen Röhren beliebiger Querschnitte, z. B. nach Art einer Honigwabe, zusammengesetzt ist, wobei die offenen Enden alle nach einer Seite liegen und die Saugfläche bilden.
    3. Schwamm nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Röhren ganz oder teilweise mit porösem Kunstschwamm, welcher auch verschiedene Porengrössen haben kann bzw. irgendeinem Saugmittel ausgefüllt sind. EMI2.1
AT126380D 1930-06-07 1930-06-07 Schwamm aus Gummi od. dgl. AT126380B (de)

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