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Schwamm aus Gummi od. dgl.
Sowohl die natürlichen als auch die bisher bekannten künstlichen, aus Gummi od. dgl. hergestellten Schwämme bilden einen hochporöses Körper mit einer allseits durchbrochenen Oberfläche, dessen Saugfähigkeit fast ausschliesslich auf der Kapillarität einer Unzahl kleiner, beiderseits offener Saugkanäle beruht und die namentlich bei den Gummischwämmen im Verhältnis zu deren Masse recht gering ist, wie jeder Benutzer solcher Schwämme aus Erfahrung weiss. Soll einer der heute bekannten Schwämme z. B. zum Aufsaugen einer auf einer Fläche verteilten Flüssigkeit verwendet werden, so bedarf es einer gewissen Zeit, bis die einzelnen Saugkanäle sich mit der aufzusaugenden Flüssigkeit füllen, da dies nur nach und nach erfolgen kann.
Auch ein Zusammendrücken und nachfolgendes Freigeben des Schwammes beschleunigt die Aufsaugung nicht wesentlich, weil die Luft durch die nicht mit der Flüssigkeit unmittelbar in Berührung befindlichen Poren der Aussenfläche sofort wieder in das Innere des Schwammes von allen Seiten eindringen kann und das Vollsaugen daher wieder nur durch Kapillarwirkung bewirkt wird. Anderseits wird beim Zusammendrücken eines solchen vollgezogenen Schwammes die aufgesaugt Flüssigkeit an der ganzen Oberfläche des Schwammes austreten. was für gewisse Verwendungszwecke nicht vorteilhaft erscheint, da man eine bedeutend bessere Wirkung erzielen
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Körper (z. B. beim Reinigen) zum Austritt gebracht werden könnte.
Den Gegenstand der Erfindung bildet nun ein künstlicher Schwamm, bei welchem die beschriebenen Nachteile behoben sind. indem der Saugeffekt im wesentlichen oder ausschliesslich durch ein Vakuum hervorgebracht wird, welches durch Zusammendrücken und nachfolgendes Freigeben des Schwimmkörpers in diesem erzeugt werden kann, auch wenn er nicht gänzlich in die aufzusaugende Flüssigkeit versenkt wird, und bei welchem der Austritt des angesaugten Mittels nur an der Aufsaugfläche möglich ist.
Da die Saugwirkung nicht mehr durch die Kapillarwirkung bedingt ist, können die Saugkanäle viel grössere Querschnitte aufweisen und kann somit das Verhältnis der aufgewendeten Gummimasse zu der aufzusaugenden Flüssigkeitsmenge bedeutend verringert werden.
Erfindungsgemäss wird dies dadurch erzielt, dass der Schwammkörper ans einer grossen Anzahl einzelner, miteinander nicht in Verbindung stellender Saugelemel1te in Form von an einem Ende geschlossener und mit dem andern offenen Ende sämtlich nach derselben Seite liegender Röhren gebildet wird.
Die Erfindung ermöglicht aber auch die Anwendung eines einzelnen derartigen Saugelementes an sich, dessen Hohlraum ganz oder teilweise. insbesondere an seinem offenen Endteil, mit einem Saugpfropfen aus porösem Gummi, Watte od. dgl. Saugmittel ausgefüllt wird,
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schiedene ärztliche Zwecke, die ein rasches und sicheres Aufsaugen von Flüssigkeiten auf kleiner Fläche erfordern.
Die Zeichnung zeigt eine beispielsweise Ausführungsform des neuartigen Schwammes,
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Die Fig. 3 und 4 zeigen schnitte durch eine Ausführungsform mit nur einem einzigen Saugclement.
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Der Sehwammkörper a ist aus einzelnen Röhren to, die an dem einen Ende c geschlossen, am andern Ende e offen sind, nach Art einer Honigwabe zusammengesetzt. Der Querschnitt der einzelnen Saugrohren kann kreisförmig, vier-, sechs-, achteckig u. dgl. sein. Das Innere der röhrenförmigen Elemente kann auch ganz oder teilweise mit poröser Gummimasse bzw. irgendeinem Saugmittel ausgefüllt sein. Die Saugfläche wird durch die offenen Enden e der röhrenförmigen Elemente gebildet. Die übrige Oberfläche des Schwammes wird von einer geschlossenen Gummihülle gebildet. Nach den Fig. 3 und 4 kommt ein einziger röhrenförmiger, an einem Ende geschlossener Gummihohlkörper zur Anwendung, dessen offenes Ende einen Saugpfropfen aus porösem Material umschliesst.
Es kann aber auch der ganze Gummihohlkörper mit saugfähiger Füllmasse ausgefüllt sein.
Die Anwendung eines solchen Schwammes gegenüber den bekannten Schwämmen bietet eine Reihe namhafter Vorteile. Beim Waschen mit einem solchen Schwamme wird ausser dem raschen Aufsaugen der Flüssigkeit durch die kräftige Saugwirkung eine intensive Reinigung der Hautporen und Anregung der Blutzirkulation erzielt.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Schwamm aus Gummi od. dgl., dadurch gekennzeichnet, dass seine Oberfläche bis auf eine freie Saugfläche abgeschlossen ist, so dass einerseits die rasche Aufnahme des aufzusaugenden Mittels durch Vakuumwirkung, anderseits die Abgabe desselben lediglich an der Saugfläche ermöglicht ist.