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Münzensortiervorrichtllllg für Kontrollkassen.
Zusatzpatent zum Patente Nr. 103047.
Gegenstand der Erfindung ist eine weitere Ausbildung der durch das Patent Nr. 103047 geschützten Münzensortiervorrichtung für Kontrollkassen.
Um gleich von Anfang an das richtige Funktionieren der Sortierrinnen zu gewährleisten, müssen die Münzen den Rinnen tunlichst in aufrechter Stellung zugeführt werden. Dies wird von einer besonderen Aufnahmevorrichtung besorgt, die gemäss der Erfindung aus einem Paar Blechen besteht, die in Richtung der zugehörigen Sortierrinnen, in die sie übergehen, geneigt zueinander liegen und so oft vorgesehen sind, als nebeneinanderliegende Sortierrinnen vorhanden sind. Der Zweck dieser besonderen Ausbildung der Aufnahmevorrichtung ist der, die z. B. von dem Zahlbrett der Kasse oder von einem Transportband kommenden, also flach liegenden Münzen aus der waagrechten Lage in die senkrechte Stellung zu bringen und sie in dieser Stellung in die Sortierrinnen eintreten zu lassen, damit hiedurch der Sortiergang von vornherein günstig beeinflusst wird.
Um weiters eine möglichst geringe Flächenausdehnung und eine kleine Bauhöhe bei grösster Wirksamkeit der mit der Sortiervorrichtung ausgerüsteten Kasse od. dgl. zu erreichen, sind gemäss der Erfindung die für die Sortierung der verschiedenen Münzen nach ihrer Grösse vorgesehenen Sortierrinnen in der Richtung der Längsachse des Münzenaufnahme- behälters (Schublade od. dgl. ) angebracht, liegen hier zu mehreren nebeneinander und bestehen jede für sich aus zwei oder mehr Einzelrinnen übereinander, die in besonderer Weise zu- samnienwirken.
Um die Trennung der einzelnen Münzarten nach ihrer Grösse in zuverlässiger Weise vorzunehmen und die Leistungsfähigkeit der mit dem Rinnensystem ausgerüsteten Sortiervorrichtung zu steigern, ist eine Mehrzahl von einzelnen, nach der Ausfallseite der Münzen hin geneigter Rinnen übereinander angeordnet, wobei von diesen letzteren die oben liegenden Rinnen durchbrochene Böden haben, indem von dem Boden an der Ausfallseite der Münzen nur ein verhältnismässig schmaler Steg stehen geblieben ist. auf dem eine einzige Münze abrollen kann. Die Erfahrung hat gezeigt, dass eine Münze, die einmal auf dem Rinnensteg läuft, von diesem nicht abfällt. und dass es nicht nötig ist, die Münze ihn ihrer gesamten Dicke zu unterstützen.
Wenn die Münze nur mit einem Teil ihres Aussenrandes auf dem Steg läuft, wird ihre Reibung beim Ablauf vermindert. ihre Laufgeschwindigkeit entsprechend erhöht und demgemäss das Aussortieren beschleunigt.
In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes dargestellt. Es zeigt Fig. 1 einen Längsschnitt der Kontrollkasse samt Münzensortiervorrichtung, Fig. 2 einen senkrechten Schnitt nach Linie 2-2 der Fig. 1. Fig. 3 die Sortierrinne in Seitenansicht, Fig. 4 in Draufsicht und waagerechtem Schnitt nach Linie 4-4 der Fig. 3. Fig. 5 einen senkrechten Querschnitt der Sortierrinnen nach Linie 5-5 der Fig. 3.
Es bezeichnet 1 das Zahlbrett einer Zahlkasse, das mittels Zapfen 2 in den Seitenwänden 3 der Kasse derart drehbar gelagert ist, dass es um seine vordere, dem Kassierer zugekehrte Seite gekippt werden kann (s. strichpunktierte Stellung in Fig. 1). Hiezu dient ein geeignetes, durch Hebeldruck zu betätigendes Hebelgestänge B, das im oberen Teil der Kasse
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angeordnet ist und von der Achse. 4 aus seinen Antrieb erhält.
Dieses Gestänge bildet nicht den Gegenstand der Erfindung.
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gelangen auf das endlose Förderband 4. das über die Walzen 5, 6 läuft, in Fächer 8 eingeteilt ist und sich in Pfeilrichtung um eine Fachbreite weiter bewegt, wenn die Hauptwalze 5 durch die Achse A gedreht wird. ?'ist eine Glasplatte oberhalb des Transportbandes 4, welche das vereinnahmte Geld noch eine Weile sichtbar lässt. damit etwaige Unstimmigkeiten zwischen dem Zahlenden und dem Kassierer eine gewisse Zeit lang noch geklärt werden können. Das Transportband 4 wirft die Münzen schliesslich in eine Aufnahmevorrichtung a, die ihrerseits die Münzen den Sortierrinnen b zuleitet.
Die Aufnahmevorrichtung a und die Sortierrinnen b gehen unmittelbar ineinander über und sind als Ganzes für sich unterhalb des Transportbandes 4 und oberhalb einer Schublade d, in welcher die Münzen nach ihrer Grösse sortiert aufbewahrt werden sollen, angeordnet. Die Sortierrinnen liegen nebeneinander in der Längsrichtung der Schublade cl oder. falls keine bewegliche Schublade verwendet wird, in der Längsrichtung eines feststehenden Münzensammelbehälters, wodurch in beiden Fällen eine möglichst geringe Flächenausdehnung und eine geringe Bauhöhe der eigenlichen Sortiervorrichtung mitsamt dem Behälter erreicht wird. Die besondere Form und Lage der Aufnahmevorrichtung a gemäss der Erfindung zeigen die Fig. 2 und 5.
Die Aufnahmevorrichtung hat die Aufgabe, die Münzen aus der waagrechten Lage, in der sie auf dem Transportband 4 liegen
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bringen. Zu diesem Zweck sind vor jeder Sortierrinne, wie Fig. 2 zeigt, zwei Bleche 9 und- ! 0 angeordnet, die verschieden geneigt zueinander stehen, nach oben etwas gewölbt sind und unten eine Durchwurföffnung freilassen. Die Bleche 9, 10 bilden also in bezug auf ihre zugehörige Sortierrinne einen längsgestreckten Zufuhrtrichter (s. Fig. 4), welcher die vom Transportband 4 herunterfallende Münze in der senkrechten Fallbewegung um etwa 900 dreht, so dass sie senkrecht und parallel zu der Sortierrinne in diese eintritt.
Ein über jedem Blechtrichter 9, 10 gespannter Draht 11 bewirkt beim Herabfallen von mehreren Münzen vom Transportband eine wirksame Vereinzelung der Münzen, so dass diese hintereinander in die Sortierrinne eintreten können.
Soweit eine Münze auf dem schmalen Steg der oberen Rinne keinen Halt findet, sondern beispielsweise als zweites Stück durch den offenen Boden der Rinne hindurchfällt, wird sie in der oder in einer der darunterliegenden Rinne aussortiert. Jede Rinne ist zu diesem Zweck mit seitlichen Durchbrechungen versehen, die verschiedene Höhe haben, so dass an einer bestimmten Stelle der Rinnen immer nur Münzen einer bestimmten Grösse herausfallen können.
Bei der dargestellten Ausführung werden zwei untereinanderliegende Einzelrinnen benutzt ; es können selbstverständlich auch eine Mehrzahl solcher übereinanderliegenden Rinnen verwendet werden.
Um die Herstellung des aus mehreren untereinanderliegenden Einzelrinnen bestehenden Rinnensystems möglichst zu vereinfachen, kann die eine Seitenwand sämtlicher Rinnen ans einem entsprechend grossen Stück Blech bestehen oder ganz fortgelassen werden. Die andere Seite der Rinne, die die verschiedenen Ausfallöffnungen für die einzelnen Münzen enthält, wird aus entprechend profilierten Rippen oder Leisten gebildet, wobei die zwischen den einzelnen Rinnen oben und unten liegenden Leisten gleichzeitig den Unterteil mit dem Laufsteg für die obere Rinne und den Oberteil mit den seitlichen Ausfallöffnungen der darunterliegenden
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der Sortierrinnen erreicht.
In den Fig. 3-5 ist ein System von vier nebeneinanderliegenden Sortierrinnen b dargestellt, wobei jede Rinne sich. als Doppelrinne jeweils aus den übereinanderliegenden Einzelrinnen bl und b2 zusammensetzt (Fig. 5). Der Boden 12 der Aufnahmevorrichtung a liegt mit dem Boden der oberen Einzelrinne bl bündig. Nach der einen Seite hin vird die Doppel-
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von den profilierten Leisten 15. 16 und 17 gebildet wird. Die oberen Leisten 15, 16 tragen nach unten verschieden lange, lappenartige Ansätze 15'bzw. 16'. welche zwischen ihrer unteren Kante und der tiefergelegenen Profilleiste 16 bzw. 17 verschieden grosse Öffnungen 18 in der Seitenwand der Doppelrinne bl, b2 lassen, durch welche die Münzen je nach ihrer Grösse nach der Seite hin auskippen.
Die Ausfallöffnungen 18 werden von oben
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seiner ganzen Länge durchbrochen, so dass von ihm nur ein schmaler Steg 13 stehen geblieben ist (Fig. 5). Dieser Steg kann nur eine einzige Münze unterstützen, wobei diese auf ihm nur teilweise aufliegt. Die Rinnen bi. b2 können deshalb am Ende einfach waagrecht auslaufen.
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stehende Scheidewände, durch welche die Ausfalloffnungen 18 für die verschiedenen Münzen voneinander getrennt gehalten werden.
Nach dem Verlassen des Transportbandes 4 werden die verschiedenen Münzen von der Aufllahmevorrichtung a verteilt und gelangen zunächst in die betreffenden obersten Rinnen bi.
Wenn in jeder dieser Rinnen nur ein einziges Geldstück vorhanden ist. so rollt es auf dem schmalen Steg 13 der Rinne bi nach unten und wird an einer Seite der seitlichen Öffnungen 18 ausgeworfen. die seinem Durchmesser entspricht. Gelangen gleichzeitig mehrere Geldstücke nebeneinander in die obere Rinne bi. so läuft ein Teil von ihnen in dieser weiter, ein anderer Teil fällt neben dem Steg 13 herab und kommt in die darunterliegende Rinne b2, wo die Münzen in gleicher Weise abrollen und durch die seitlichen Ausfallöffnungen 18 aussortiert werden.
Infolge dieser Verwendung von Sortierrinnen. welche mehrere übereinander befindliche Arbeitsetagen bilden. wird also beim Einführen der Münzen in die Mehrfachrinnen eine weitere Trennung oder Verteilung der Münzen innerhalb der Sortiervorrichtung vorgenommen, wodurch der Sortiervorgang als solcher in erwünschter Weise vereinfacht und verbessert wird.
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nach unten zu im allgemeinen konisch gestaltet. das heisst, sie haben nach der Laufseite der
Münzen zu eine abgeschrägte Fläche x (s. Fig. 5), welche der Münze in der darunter befindlichen Rinne als obere seitliche Führung dient, dabei die Münze aber nur linienförmig berührt. Hiedurch wird die Reibung der Münze beim Ablauf vermindert.
Nur in der Nähe der Stelle, wo die Münze ausfallen soll, geht die erwähnte schräge Fläche x wieder in eine der Münzenfläche parallele Fläche über. Hiedurch wird infolge der vergrösserten Reibung der
Münze an einer Fläche (anstatt wie zuvor an einer Linie oder Kante) der Lauf der Münze wieder etwas gehemmt, so dass diese an der Ausfallstelle nicht vorbeirollt, sondern mit
Sicherheit ausgeworfen wird. Auch hiedurch wird der Vorgang des Aussortierens der Münzen in wirksamer Weise unterstützt und gefördert.
Unterhalb der Rinnen bi, b2 und der Scheide- r wände 19 ist ein Verteiler c vorgesehen (Fig. 1 und 2), welcher in Form von geneigten Führungen 21 usw. die Weiterführung der von den Rinnen b1, b2 ausgeworfenen und von den
Querwänden 19 und 22 getrennt gehaltenen Münzen nach der unter ihm befindlichen Schub- lade d vermittelt. Die letztere ist mit Fächern 20 (Fig. 1) versehen. die zur Aufbewahrung der Münzen entsprechend ihrer verschiedenen Grössen dienen. e ist eine Sperrplatte, mit der die Auslassöffnungen der Führungen 21 nach der Schublade d hin vorübergehend gesperrt werden können. nämlich wenn die Schublade ausgezogen ist.
Die Münzensortiervorrichtung gemäss der Erfindung, bestehend aus der Aufnahmevor- richtung a und dem Rinnensystem b. ist an die im vorstehenden beschriebene Anwendung bei einer Zahl-oder Kontrollkasse natürlich nicht gebunden. da diese Anwendung nur eine beispielsweise Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes darstellt und selbstverständlich auch andere Anwendungsformen, insbesondere Kombinationen mit ähnlichen oder anderen Kassen. wie z. B. mit Kassiermaschienen, Geldzählvorrichtungen, Auszahlmaschinen usw. möglich sind.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Münzensortiervorrichtung für Kontrollkassen nach dem Patente Nr. 103047, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahmevorrichtung (a) aus einem Paar Bleche (9, 10) besteht, die in Richtung der zugehörigen Sortierrinne (b), in die sie übergehen, geneigt zueinander liegen und so oft vorgesehen sind. als nebeneinander liegende Sortierrinnen vorhanden sind.