AT121015B - Verfahren zur Sterilisierung und oligodynamischen Aktivierung von Flüssigkeiten beliebiger Art. - Google Patents

Verfahren zur Sterilisierung und oligodynamischen Aktivierung von Flüssigkeiten beliebiger Art.

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AT121015B
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Georg Alexander Dr Krause
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Georg Alexander Dr Krause
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Sterilisierung und   oligodynamischen Aktiviernng   von Flüssigkeiten beliebiger Art. 



   Oligodynamisch wirksame Metalle, besonders die schwerstlöslichen, haben im gewöhnlichen   kristallinischen   Zustand wegen ihrer geringen keimtötenden Wirkung bisher keine dauernde Verwendung finden können. Man hat an ihrer Stelle kolloidal gelöste oder in Gelform abgeschiedene oligodynamisch wirksame Metalle empfohlen. Die kolloidale Zustandsform ist jedoch für die Anwendung hinderlich. t Kolloidale Metalle, wie Metallgele, gehen bei der Sterilisation von Flüssigkeiten, mit denen sie vermischt oder mit denen sie sonst in   Berührung   gebracht werden müssen, leicht verloren, ohne dass man ihren Verlust bemerkt. Dies gilt besonders für Gele, die als feine Haut auf Trägern niedergeschlagen sind.

   Es kann dann beispielsweise bei Trinkwassersterilisatoren nach einiger Benutzung leicht der Zustand eintreten, dass infolge von Metallverlusten die erforderliche sterilisierende Wirkung nicht mehr erzielt wird, so dass mit pathogenen Keimen infiziertes Wasser im Vertrauen auf das   oligodynamische Entkeimungsverfahren   von einer   grösseren   Anzahl von Menschen   getrunken   wird, wodurch ernste Epidemien entstehen können. 



   Alle diese Nachteile werden beseitigt beim Verfahren zur Sterilisierung und oligodynamischen
Aktivierung von Stoffen,   insbesondere Wasser, gemäss   der Erfindung, welche dadurch gekennzeichnet ist, dass die zu behandelnden Stoffe in Berührung gebracht werden mit   oligodynamiseh wirksamen   Metallen, insbesondere Silber und Kupfer, oder Legierungen von solcher Strukturform, wie sie bei einem durch 
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Metall vorhanden ist.

   Aus anorganischen oder organischen Silberverbindungen durch Erhitzen erzeugtes
Silber und aus Metallgelen duieh Erhitzen erzeugte Metalle besitzen nämlich eine   grossoberflächige,   erst bei   starker Vergrösserung unter dem   Mikroskop als freinschichtig lamellar oder feinsehuppig erkennbare Kristallstruktur, die für die Ausnutzung der oligodynamischen Wirkung ausserordentlich günstig ist, weil die Metalle oder Legierungen von dieser Strukturform stark wirksam sind, aber nicht die oben geschilderten Nachteile kolloidaler Metalle besitzen.

   Während beispielsweise 5 g Silberdraht 500 em3
Wasser mit 1000 Colibazillen pro Kubikzentimeter erst nach einem Tag steril machen, gelingt es mit
5 g aus organischen   Silber Verbindungen durch   Erhitzen hergestelltem Silber 500 cm3 des gleichen Wassers 
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 wirkung des feinschichtig lamellaren oder feinsehuppigen Silbers, die sogar auch höher ist als die der gleichen Menge Silbergel. Die eine feinschichtig lamellare oder feinschuppige Kristallstruktur aufweisenden Metalle oder Legierungen werden zweckmässig auf oder in den Poren von Trägern beliebiger Art und Gestalt angeordnet zur Sterilisierung und Aktivierung verwendet.

   Zur Herstellung von Sterilisatoren und Aktivatoren, die oligodynamisch wirksame Metalle in der hochwirksamen, grossoberflächigen, fein- 
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 oder feinschuppiges Silber von sehr grosser Oberfläche, das als Pulver oder in Stiickform oder in der ihm sonst gegebenen Form mit den zu behandelnden Stoffen in Berührung gebracht wird. 



   2. Asbest, Ton oder andere geeignete, geformte oder ungeformte Träger werden mit   agog-   Lösung getränkt. Hierauf werden diese Körper   geglüht. Man erhält   so ein feinschichtig lamellares oder 
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 wirksamer Metalle, beispielsweise des Silbers und Kupfers, niedergeschlagen. Die so gewonnenen Gebilde werden ausgeglüht, wodurch der kolloidale Zustand zerstört und das Metall in einschichtig lamellaren oder   feinschuppigen   Zustand   übergeführt wird.   



   Die Anwendung der hochwirksamen,   grossoberflächigen,   einschichtig lamellaren oder feinschuppigen Metalle oder Legierungen zur Ausnutzung ihrer oligodynamischen Wirkung kann in verschiedener Weise erfolgen.   Flüssigkeiten, beispielsweise   Wasser, wird man zweckmässig direkt mit den zweckmässig auf Trägern beliebiger Art und Gestaltung, beispielsweise die Form von   Gebrauchsgegenständen aufweisenden   Trägern, angeordneten Metallen in Berührung bringen. Gase und feste Stoffe wird man zweckmässig indirekt sterilisieren oder aktivieren, indem man sie mit gemäss der Erfindung aktivierten Flüssigkeiten, beispielsweise Wasser, in Berührung bringt.

   Gemäss der Erfindung aktiviertes Wasser, das die stark wirksamen, keimtötenden Eigenschaften der   oligodynamisch wirk8amen Metalle angenommen   hat, wird beispielsweise zur Luftentkeimung in die Luft hinein vernebelt oder zerstäubt oder in einem   Wäscher   mit dem aktivierten Wasser in Berührung gebracht, Stoffe, die einer Zustandsänderung durch Bakterien unterworfen sind, lassen sich durch direkte oder indirekte Behandlung gemäss der Erfindung lange Zeit schützen. So gelingt es beispielsweise, Nahrungsmittel, wie Fleisch oder Gemüse, durch   Aufbewahrung   in gemäss der Erfindung aktiviertem Wasser lange Zeit frisch zu halten und Pflanzenauszüge oder andere Flüssigkeiten, die leicht durch Gärung verderben, durch direkte Sterilisierung und Aktivierung lange Zeit zu schützen.

   Auch kann man eine aktivierte Flüssigkeit mit einer nicht aktivierten Flüssigkeit   vermischen, um so einer Entkeimung oder Konservierung der nicht aktivierten Flüssigkeit herbeizuführen.  

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUCH : Verfahren zur Sterilisierung und oligodynamisehen Aktivierung von Flüssigkeiten beliebiger Art, insbesondere Wasser, durch Berührung mit oligodynamisch wirksamen Metallen oder Legierungen, dadurch gekennzeichnet, dass die zu behandelnden Flüssigkeiten mit oligodynamischen Metallen von solcher Struktur, wie sie durch Erhitzen der betreffenden Metallverbindungen oder des Metallgels erhalten werden, zweckmässig auf der Oberfläche oder in den Poren von Trägern beliebiger Art und Gestalt angeordnet, in Berührung gebracht werden.
AT121015D 1927-07-05 1928-06-20 Verfahren zur Sterilisierung und oligodynamischen Aktivierung von Flüssigkeiten beliebiger Art. AT121015B (de)

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