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Trägerfrequenzilbertragtmgssystem mit Phasenausgleich.
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Schwankung der Amplitude des Vektors o1 zwischen den beiden Grenzamplituden Ca + Ci + C3 und %-Ci-%. Dies ist der Fall bei der sinusförmig modulierten Welle, die dem Übertragungssystem am Anfang aufgedrückt wird.
Bildet jedoch die Winkelhalbierende w einen Winkel mit der Richtung C2'so erreicht zwar der
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Teilschwingungen seine Länge zwischen einem kleineren Maximalwert und einem grösseren Minimalwert (Fig. 2).
In dem zeitlichen Bild des Frequenzgemisches, wie es wiederum in einem Oszillographen aufgenommen werden könnte, erscheint also die Amplitude der Berandungskurve am Ende des Übertragungs- systems gegenüber der Amplitude der Berandungskurve am Anfang des Übertragungssystems verkleinert, auch wenn die Amplituden der drei Teilschwingungen für sich im gleichen Verhältnis übertragen (gedämpft oder verstärkt) werden. Diese relative Verminderung der Amplitude der Berandungskurve wirkt so, als ob die Trägerwelle von vornherein weniger ausgesteuert wäre wie tatsächlich der Fall ist und macht sich daher in derselben Weise bemerkbar, wie eine Vergrösserung der Dämpfung zwischen dem niederfrequenten Modulationsorgan (z. B. Mikrophon) und dem niederfrequenten Empfänger (z. B. Telephon).
Da diese Erscheinung aber in Wirklichkeit nicht von der Dämpfung, sondern von der Phasenverschiebung im Übertragungssystem abhängt, wurde sie als ,,scheinbare Dämpfung" bezeichnet,
In Fig. 3 ist z. B. der Verlauf der scheinbaren Dämpfung b als Funktion der Niederfrequenzen w dargestellt, die mit der Trägerkreisfrequenz h = 8000 über ein stark pupinisiertes Fernsprechkabel von 500 km Länge übertragen werden. Bei den drei durch die gestrichelten Senkrechten bezeichneten Frequenzen werden die Grundwellen ausgelöscht.
Aus dem Diagramm der Fig. 2 lässt sich weiterhin ersehen, dass die Berandungskurve verzerrt wird. Wenn der Vektor c über den Nullpunkt P hinaus schwankt, der dem Anfangspunkt 0 am nächsten Hegt, geht die Amplitude des Vektors s durch ein Minimum sm. Hieraus folgt, dass die Berandungskurve Oberwellen bekommt und nicht mehr sinusförmig ist. Wenn w'senkrecht zu C2 steht, enthält die Berandungskurve die Frequenz n überhaupt nicht mehr, sondern nur noch höhere Harmonische. Die zu
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es darauf an, die Laufzeitenkurve 1 des ursprünglichen Übertragungssystems so zu verändern, dass sie symmetrisch zu der Ordinatengeraden für die Trägerfre quez h ist.
Dies ist bei der Kurve 2 der Fall, die etwa den Differentialquotienten der Kurve 2 von Fig. 4 darstellt. Kurve 3 gibt die Laufzeiten für die Kurve 3 von Fig. 4 an. In diesem Falle sind für den in
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der Aufwand für die Phasenausgleichmittel dem Flächeninhalt zwischen der ursprünglichen und der verschobenen Laufzeitenkurve, d. h. der Aufwand zur Herstellung der Kurve 2 entspricht dem von links oben nach rechts unten schraffierten und der Aufwand zur Herstellung der Kurve 3 aus Kurve 2 dem von links unten nach rechts oben schraffierten Flächenteil in Fig. 5. Man ersieht daraus, dass die Her. stellung der Kurve 2 mit geringerem Aufwand möglich ist als die der Kurve 3.
Will man nicht nur die hier beschriebenen Störungen beseitigen, sondern auch die Einschwing- vorgänge verkürzen, so empfiehlt es sich, zunächst eine symmetrische Kurve (entsprechend den Kurven 2) durch Phasenverschiebungen im Trägerfrequenzteil des Systems herzustellen und die weitere Phasen- ergänzung durch Phasenverschiebungen in Niederflequenzteilen des Übertragungssystems zu bewerk.
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in diesem Fall die gleichen zeitlichen Verzögerungen erhalten müssen, was man durch Verzögerung der Niederfrequenz vor oder nach der Modulation mit einfacheren Mitteln erzielen kann.
PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Trägerfrequenzübertragungssystem mit Phasenausgleieh, dadurch gekennzeichnet, dass im Trägerfrequenzteil des Systems phasenverschiebende Netzwerke angeordnet sind, die die Phasenwinkel derart ergänzen, dass gleichweit ober-und unterhalb der Trägerfrequenz liegende Frequenzen entgegen gesetzt gleiche Phasenverschiebung gegenüber der Trägerfrequenz aufweisen.