AT118771B - Verfahren und Vorrichtung zur Beseitigung von Algen. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Beseitigung von Algen.

Info

Publication number
AT118771B
AT118771B AT118771DA AT118771B AT 118771 B AT118771 B AT 118771B AT 118771D A AT118771D A AT 118771DA AT 118771 B AT118771 B AT 118771B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
water
chlorine
copper
algae
vessel
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Georg Dr Ornstein
Original Assignee
Georg Dr Ornstein
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Georg Dr Ornstein filed Critical Georg Dr Ornstein
Application granted granted Critical
Publication of AT118771B publication Critical patent/AT118771B/de

Links

Landscapes

  • Treatment Of Water By Oxidation Or Reduction (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren und Vorrichtung zur Beseitigung von Algen. 



   Eine wichtige Aufgabe in der   Wasser-und Abwasserreinigungstechnik   bildet die Beseitigung von Algen und Pilzen, die vielfach Störungen und Belästigungen verursachen, die teils, wie bei Trinkwasser, in einem unangenehmen Geruche, teils, wie   bei Badewasser,   darin bestehen, dass durch die Algen das Wasser ein unansehnliches und schmutziges Aussehen erhält, teils, wie in Kondensationsanlagen, zu Verengungen und Verstopfungen von Rohrleitungen und Verminderung der Kühlwirkung, teils, wie in Filteranlagen, zu Verstopfungen der Filter und damit der Notwendigkeit zu deren häufiger Reinigung, teils, wie in Vorfluter, in welche Industrieabwässer, etwa von Zellulose-, Zuckerfabriken usw.

   gelangen, zu schweren Pilzwucherungen, die die Fischerei beeinträchtigen,   Mühlenbetriebe   und sonstige Kraftanlagen schädigen usw., führen kann. 



   Zur Bekämpfung dieser Übelstände werden derzeit entweder Chlor in Gestalt von freiem oder aktivem Chlor oder Kupfersulfat- angewendet, mit denen man wohl in den leichteren Fällen der Algenbekämpfung, nicht aber in schweren, vor allen Dingen aber nicht in den letztgenannten Fällen, Erfolge gehabt hat. 



   Auch in verschiedenen der leichteren Fälle sind die Chlor-bzw. Kupfermengen so hoch, dass sich andere unangenehme Begleiterscheinungen zeigen, wie etwa Chlorgeruch oder ein dauernder unerwünscht hoher Kupfergehalt des für Genusszwecke bestimmten Wassers usw. 



   Gegenstand der vorliegenden Erfindung ist ein Verfahren, bei welchem Chlor und Kupfer gemeinsam zugeführt werden. Es hat sich nämlich die nicht vorauszusehende Tatsache herausgestellt, dass die gleichzeitige Einwirkung beider Substanzen eine erheblich grössere Wirksamkeit entfaltet als jede, selbst in grösserer Menge, für sich allein. 



   So wurden beispielsweise in einem Wasser, das ein Chlorbindungsvermögen von etwa 20 mg pro Liter besass und das trotz der hiedurch gekennzeichneten ungewöhnlich hohen Verschmutzung als Gebrauchwasser für eine Papierfabrik verwendet werden musste, die Algen mit Mengen von zirka   2'5   mg Chlor und zirka   0'18   mg Kupfer pro Liter beseitigt, während alle früheren Versuche zur Beseitigung der Algen fehlgeschlagen waren. 



   In einem andern Fall gelang es, eine schwere Verpilzung des Vorfluters mit   Sphaerotilus-und   Leptomituspilzen mit einem Zusatz von etwa 1 mg Chlor und etwa   O'l   mg Kupfer pro Liter zu beseitigen und danach mit nur etwa   der   vorgenannten Mengen den Vorfluter dauernd pilzfrei zu halten. 



   Die Anwendung des Verfahrens kann in beliebiger Weise geschehen. Eine zweckmässige Vorrichtung soll an Hand der Fig. 1 der Zeichnungen nachstehend beschrieben werden :
Ein von einer Vorratsflasche 21 kommender Chlorgasstrom wird in einer Apparatur 22 abgemessen, einreguliert und in dem zur Apparatur gehörigen, mit einem kleinen fliessenden Wasserstrom gespeisten Absorptionsgefäss 23 zu Chlorwasser gelöst. Von diesem Absorptionsgefäss 23 führen zwei Leitungen zu dem in der Leitung 28 fliessenden zu behandelnden Wasser, u. zw. die Leitung 24 unmittelbar, die Leitung 25 zunächst zu einem mit dem anzuwendenden Kupfer in zerkleinerter Form gefüllten Gefäss 26. 



  Eine Reguliervorrichtung 27 gestattet die Verteilung des Chlorwasserstromes auf die beiden Leitungen 24 und 25 in beliebiger Weise. In dem Gefäss 26 verbindet sich das Chlor mit dem darin vorhandenen Metall, so dass die abfliessende Lösung eine dem zugeführten Chlor etwa entsprechende Kupfer-Chloridmenge enthält. 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 



   Will man an Stelle von Chlorgas aktives Chlor in Form von freier unterchloriger Säure oder   Hypochloritlösung   anwenden, so   verfährt man   in der Weise, dass eine solche Lösung, beispielsweise Natrium-Hypochloritlösung, mittels einer geeigneten Dosierungsvorrichtung dem zu behandelnden Wasser oder Abwasser in einstellbarer Menge zugeführt wird, während man gleichzeitig eine   Lösung   eines Kupfersalzes, beispielsweise Kupfer-Chlorid, ebenfalls in einstellbarer Weise zuführt, u. zw. ist es zweckmässig, die Vereinigung der beiden Mittel erst in dem zu behandelnden Medium vorzunehmen, um durch die hiebei eintretende   Verdünnung     unerwünschten     Zwischenreaktionen,   die bei höherer Konzentration eintreten können, vorzubeugen. 



   Zur Vereinfachung der praktischen Ausübung des   Verfahrens wird zweckmässig   eine Dosierungseinrichtung benutzt, mit welcher beide Flüssigkeiten, nämlich die Kupfer-und die Chlorlösung gleichzeitig von nur einer Regelvorrichtung aus dosiert werden können, so dass bei Änderung der   Einstellung   der Regelvorrichtung die Menge beider Lösungen gleichzeitig zwangläufig im gleichen Verhältnis geändert wird. 



   Nachstehend wird an Hand der Fig. 2 eine solche Vorrichtung beschrieben. 



   Die Vorrichtung besteht   aus-einer Wasserzuführung 1,   einem einen Heber enthaltendes Gefäss 2, dessen Ableitungsrohr sich in zwei Teile teilt und das abfliessende Wasser zu etwa gleichen Teilen zwei Auffanggefässen 3a und 3b   zuführt,   zwei anschliessenden, von dem abfliessenden Wasser durchflossenen Injektoren 4a und   4b,   mit deren Saugstutzen durch die Leitungen 5a und 5b die Dosierungsheber 6a 
 EMI2.1 
 die entsprechenden Lösungen in bestimmten Mengen ansaugen, sowie fernerhin den Auffanggefässen 8a und 8b und den Ablaufleitungen zu dem zu behandelnden Wasser 9a und   9b,   welch letzteres in der Leitung 17 fliesst. 



   Der Dosierungsvorgang gestaltet sich folgendermassen:
Durch das Rohr 1 fliesst ein Wasserstrom, dessen Stärke durch das Regelventil 13 eingestellt werden kann, dem   Hebergefäss   2 zu. Ein Schmutzfänger 16 verhütet das Eindringen von Schmutzteilen in die Leitung. Je nach der Stärke des zulaufenden Wasserstromes füllt sich das Hebergefäss in verschiedenen Zeiträumen und   schlägt   dementsprechend verschieden oft in der Zeiteinheit über.

   Das abfliessende Wasser läuft beim Überschlagen zu etwa gleichen Teilen den Gefässen 3a   a und 3b   zu und erzeugt beim Passieren der Injektoren 4a und 4b in den Rohren Ja und 5b eine Saugung, die sich, da die anschliessenden Ablaufrohre in den Ablaufgefässen 8a und 8b unter Flüssigkeitsniveau enden, auf die beiden Heber 6a und 6b auswirkt und diese somit ebenfalls zum Überschlagen bringt. 



   Diese beiden Heber besitzen an ihrem tiefsten in den Vorratsbehältern 7a   und 7b liegenden Punld ;   eine kleine Öffnung, durch welche sie sich in der zwischen zwei Überschlägen des Hebers 2 vergehenden Zeit wieder füllen. Hiedurch sinkt allmählich das Flüssigkeitsniveau in den Behältern   7a und'lb   um ein geringes, bis die unteren Öffnungen der Niveauflaschen 10a und 10b frei werden, worauf dann unter Eindringen von Luft in dieselben neue Flüssigkeit in die Vorratsbehälter   7a und 7b   einströmt bis die Flaschenöffnungen wieder von der Flüssigkeit bedeckt sind. 



   Aus den Ablaufgefässen. 8a und 8b laufen die beiden Flüssigkeiten durch die Leitungen 9a und 9b in das zu behandelnde Wasser ab, während das aus der Leitung 1 kommende Triebwasser   nachPassieren   des Hebergefässes 2 und der Injektoren   4a   und 4b durch das Gefäss 14 und die anschliessenden Leitungen 15 in beliebiger Weise, beispielsweise in die Leitung 17 ebenfalls, zur Ableitung gebracht wird. 



   Auf diese Weise erreicht man, wenn für die Speisung des Hebers   6 a eine Kupfersalzlösung und   des Hebers 6b eine   Hypochlorlösung   benutzt wird, eine zwangsweise proportionale Regelung der beiden Lösungen zueinander, unabhängig von der jeweils eingestellten Zulaufmenge. 



   Das gleiche Ergebnis lässt sich auch mit andern Dosierungseinrichtungen erreichen, beispielsweise mit einer nach Art eines Schöpfrades arbeitenden Vorrichtung, bei welcher auf der Triebradachse zwei
Schöpfräder befestigt sind, deren eines aus einem Vorratsbehälter Natrium-Hypochloriflösung, das andere aus einem andern   Vorratsbehälter Kupferchloritlösung schöpft.   Ändert man durch Änderung des Triebwasserstromes die Umdrehungsgeschwindigkeit des Schöpfrades, so ändert sich auch zwangläufig im gleichen Verhältnis die von den beiden   Schöpfrädern   geschöpfte Menge von Hypochlorit-bzw. 



    Kupferlösung.   



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Beseitigung von Algen und Pilzen, dadurch gekennzeichnet, dass man auf das von diesen zu befreiende Wasser oder Abwasser Chlor und Kupfer gemeinsam einwirken lässt.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass man einen Chlorstrom in Form von Gas oder Lösung durch eine Regelvorrichtung zu einem Teil dem zu behandelnden Wasser oder Abwasser direkt, zum andern Teil einem Kupfer enthaltenden Behälter zuführt und die in diesem entstandene Kupferchloridlösung ebenfalls dem zu behandelnden Wasser zuleitet.
AT118771D 1928-12-14 1929-08-07 Verfahren und Vorrichtung zur Beseitigung von Algen. AT118771B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE118771X 1928-12-14

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT118771B true AT118771B (de) 1930-08-11

Family

ID=5655730

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT118771D AT118771B (de) 1928-12-14 1929-08-07 Verfahren und Vorrichtung zur Beseitigung von Algen.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT118771B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE1642432C3 (de) Klär- und Filteranlage
DE2102780A1 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Ent fernen suspendierter Feststoffe aus einer diese enthaltenden Flüssigkeiten (Trübe)
DE3118777A1 (de) Vorrichtung zur fluessigkeitsverteilung in filmform auf vertikalrohr-innenwandungen
DE2451909A1 (de) Anlage zum reinigen der innenwaende von kondensator-kuehlwasserrohren
DE4335996C2 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Reinigen von schwach verunreinigtem Wasser
DE1642878A1 (de) Verfahren zur Klaerung von Fluessigkeiten mit darin enthaltenen Unreinigkeiten
AT118771B (de) Verfahren und Vorrichtung zur Beseitigung von Algen.
DE3120891C2 (de)
CH141330A (de) Verfahren zur Beseitigung von Algen und Pilzen aus dem Wasser.
DE69115713T2 (de) Anlage zur herstellung einer salzlösung
DD241587A5 (de) Verfahren zur reinigung vom schmutzwasser und vorrichtung zur reinigung vom schmutzwasser
DE2225682B2 (de) Verfahren zum Abtrennen von Feststoffen aus Flüssigkeiten, insbesondere Wasser sowie Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens
DE4019900C2 (de) Vorrichtung für Ionenaustauscher
CH626864A5 (en) Process and arrangement for treating liquids, in particular waste water.
DE3910579C2 (de)
CH637604A5 (en) Effluent treatment unit with a percolating filter and tilting container
CH222347A (de) Verfahren zum Reinhalten von Wärmeaustauscherflächen.
DE1792304C3 (de) Verfahren zum Entsäuern von Wasser mit Natronlauge
DE345241C (de) Setz- und Ruehrgefaess fuer Erzwaeschen u. dgl.
DE2018455C3 (de) Verfahren und Vorrichtung zur Behandlung (Enthärten und/oder Entsalzen) von Flüssigkeiten mit Ionenaustauschern
DE2243412C3 (de) Verfahren und Vorrichtung zur biologischen Reinigung von Abwasser
DE724103C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Reinigen von Schwimmbeckenwasser
DE706823C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Absuessen des in Klaerbehaeltern anfallenden Schlammes in Zuckerfabriken
DE230299C (de)
DE2852372A1 (de) Verfahren und vorrichtung zum automatischen dosieren von fluessigkeiten, die einer zu behandelnden fluessigkeit zugesetzt werden