AT116849B - Verfahren und Vorrichtung zum Überziehen von blanken Metallfäden. - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Überziehen von blanken Metallfäden.

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AT116849B
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  Verfahren und Vorrichtung zum Überziehen von blanken Metallfäden. 



   Es ist bereits vorgeschlagen worden, Drähte, die zwecks Isolierung mit einem äusserst dünnen Kautschuküberzug versehen werden sollten, durch natürliche Kautschukmilch zu ziehen und den getrockneten Überzug zu vulkanisieren. 



   Die wirtschaftlichen Vorteile dieses Verfahrens konnten aber nur in den Ausnahmefällen zur Geltung kommen, in denen ein hauchdünner   Kautschuküberzug   genügt. Für die Anfertigung stärkerer Kautschuk- überzüge waren die sonstigen üblichen Methoden wirtschaftlicher, da zur Erzielung von Überzügen nennenswerter Stärke durch Tauchen in natürliche Kautschukmilch ein so oft wiederholtes Tauchen und Trocknen erforderlich gewesen wäre, dass eine gewerbliche Ausnutzung dieses Verfahrens sich aus wirtschaftlichen Gründen verbot. Dazu kommt noch, dass die einzelnen dünnen Schichten gegen Beschädigung 
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 Überzug kaum erzielt werden kann. 



   Konzentriert man die natürliche Kautschukmilch, die gewöhnlich etwa 30-33% Kautschuk enthält, mittels irgendwelcher an und für sich bekannter Methoden und führt den zu überziehenden Draht durch diese Milch, so steigt die Stärke der durch ein einfaches Tauchen erzielbaren Schicht zunächst nur in sehr unwesentlichem Masse, in etwa geradem Verhältnis mit dem Gehalt an Trockensubstanz, also in so unwesentlichem Masse, dass das Ergebnis des Tauchen praktisch nicht verändert wird. Wir haben 
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 so dass, wenn beispielsweise die Konzentration von   30%   auf   60%   gesteigert, also verdoppelt wild, die durch ein einfaches Tauchen erzielbare Schichtstärke etwa die zehnfache Grösse erreicht.

   Wir haben nämlich festgestellt, dass beim Überschreiten einer Konzentration von etwa 40-45% die den Zusammenhang der   erzielbaren Schichtstärke mit   der Konzentration darstellende Kurve ein Knie bildet und steil ansteigt, so dass z. B. beim Erhöhen der Konzentration von   50%   auf   60%   eine   Vervierfachung   der Schichtstärke eintritt. 



   Wir haben weiters gefunden, dass bei wässerigen Dispersionen, die neben praktischen Mengen 
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 mit dem Anstieg der Konzentration oberhalb eines Trockensubstanzgehaltes von 40-45% in ganz wesentlich grösserem Masse zu, als daruntel. 



   Gemäss der Erfindung erfolgt demnach das Tauchen der zu überziehenden Metallfäden, insbesondere elektrische Leitungsdrähte, z. B. Kupferdrähte, gegebenenfalls mit andern Metallen wie Zinn überzogen, einfach oder mehraderig, gezwirnt oder verflochten, derart, dass die Fäden durch eine konzentrierte wässerige Kautschukdispersion gezogen werden, deren Trockengehalt mehr als   45%   beträgt.   Unte-   Kautschuk wird dabei nicht nur Kautschuk im engeren Sinne, sondern ein jeder kautschukartiger Stoff, wie Guttapercha und Balata oder vulkanisierter Gummiabfall, oder regenerierter Kautschuk oder auch künstlicher Kautschuk oder deren Mischungen verstanden. Das Konzentrat mag aus einer natürlichen Kautschukdispersion, wie Kautschukmilch, oder aus einer künstlich erzeugten Kautschukdispersion oder deren Mischungen hergestellt sein.

   Das Konzentrat kann mit verschiedenen Zusätzen, wie Füllstoffe, 

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 usw., oder mit Schutzkolloiden oder mit Präservierungsmitteln, wie Ammoniak, oder mit mehreren der angeführten Stoffe versetzt sein. Auch kann man bereits vulkanisierte Dispersionen benutzen. Die Zusätze werden dabei, wenigstens zum   überwiegenden   Teil, zweckmässig vor der Konzentrierung der Dispersion zugesetzt. Ein solches Konzentrat kann beispielsweise in folgender Weise erzeugt werden. 



   8 Teile Zinkoxyd, 2-5 Teile Schwefel, 1 Teil Russ, 20 Teile Talkum, 15 Teile Schlemmkreide, 2 Teile Paraffinwachs (vorher im Wasser emulgiert),   l Teil   Mineral Rubber   (voilier   fein gemahlen), werden mit 100 Gewichtsteilen Wasser, welches   O'l   Teil Ätzkali und   0'3   Teile   Ölsäure   sowie 0-3 Teile Kasein enthält, vermischt und entsprechend dispergiert. Dieser Dispersion wird dann   präseivierte   Kautschukmilch in solcher Menge zugesetzt, dass durch dieselbe 60 Teile Kautschuk   zugeführt   weiden. Der Kautschukmilch wird vorher so viel Kalilauge zugefügt, dass auf 60 Teile Kautschuk   0'4   Teile   Ätzkali   entfallen. Das Ganze wird dann gemischt und durch direktes Verdampfen konzentriert.

   Weil das Konzentrat ftir   Tauchzweeke   benutzt werden soll, so genügt eine Konzentration bis zu   75%   totalen Gehalt an festen Stoffen. Nach ausgeführter Konzentrierung lässt man das Gemisch abkühlen und setzt unter fortgesetztem Rühren etwa ein Teil konzentriertes wässeriges Ammoniak von spezifischem Gewicht 0'880 zu. Gleichzeitig kann man einen Vulkanisationsbeschleuniger, etwa   0'3   Teile Diäthylammonium-Diäthyldithiocarbamat zufügen. 



  Es ist   wünschenswert,   das Rühren noch für einige weitere Minuten fortzusetzen, bis das Ammoniak und der Beschleuniger   gleichmässig   verteilt sind. 



   Durch einmaliges Hindurchführen eines Drahtes von etwa   l Mm Stärke durch   ein geeignetes Konzentrat lässt sich ein Überzug erzielen, der in trockenem Zustande unter Umständen eine Stärke bis zu   0'5   mm, gegebenenfalls auch wesentlich darüber, aufweist. 



   In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel einer Vorrichtung dargestellt, die das Überziehen der Fäden mit Kautschuk gemäss der Erfindung gestattet. 



   Fig. 1 und 2 zeigen einen schematischen Querschnitt bzw. Längsschnitt einer   zweckmässigen   Aus-   führungsform   der Tauchvorrichtung. 



   Der von einer Vorratsrolle genommene Faden oder Draht   j ! gelangt über   eine Führungsrolle und durch eine Öffnung 2 des Deckels des Behälters 3 in die konzentrierte Kautschukmilch 4 und wird über eine unter die Dispersion getauchte Führungsrolle 6 mit Führungsnut 7 durch die Dispersion nach. oben geführt. An der Stelle, wo der Draht die Oberfläche 5 der konzentrierten Kautschukdispersion durchsetzt, ist der Draht, gemäss der Erfindung,   dmch   ein Kaliber 9 geführt. das etwas unter und etwas über 
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 der Kaliber 9 oben eine becherförmige Erweiterung 10 mit einem grössten Durchmesser, der ein Mehrfaches des Kaliberdurchmessers beträgt.

   Im Becher 10 kann sich eine gewisse Menge des von durch den Draht mitgeführten Konzentrates ansammeln, aus der der Faden an einer kleinen kreisförmigen Oberfläche zentrisch austritt,
Durch Anwendung des, die Oberfläche 5 der Dispersion durchsetzenden Kalibers 9 werden die in der dicken Dispersion enthaltenen Luftblasen zurückgehalten und Verunreinigungen, z. B. jene, die an der Oberfläche sich etwa ansammeln, von dem Überzug des Drahtes abgehalten. Durch die oben beschriebene Ausgestaltung des Kalibers wird ein äusserst gleichmässiger und glatter Überzug erzielt. 



   Unter Umständen kann es zweckmässig sein, das Kaliber 9 auch unten mit einer trichterförmigen Erweiterung 8 auszustatten. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zum Überziehen von blanken Metallfäden durch Hindurchziehen durch eine wässerige Dispersion von kautschukartigen Stoffen, dadurch gekennzeichnet, dass die Fäden durch eine konzentrierte Dispersion gezogen werden, deren Trockengehalt   45%   übersteigt.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der durch die konzentrierte Dispersion gezogene Faden an derjenigen Stelle, an der der Faden die Oberfläche der konzentrierten Kautschukmilch verlässt, durch ein unter und über die Oberfläche der Dispersion reichendes Kaliber geführt wird.
    3. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 und 2, bestehend aus einem Behälter für die Tauchdispersion, der eine Führungsvorrichtung für den zu überziehenden Faden enthält, dadurch gekennzeichnet, dass der Faden mittels der Ftihiungsvorriehtung durch die Dispersion hindurch nach oben geführt wird und an dem aufsteigenden Zweig der Fadenbahn ein teilweise in den zur Aufnahme der Tauchflüssigkeit dienenden Behälter ragendes rohrförmiges Kaliber für den überzogenen Faden angeordnet ist.
    4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Kaliber nach oben eine zum Kalibe : zentnsch liegende becherförmige Erweiterung aufweist.
    5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Kaliber nach unten mit einer trichterförmigen Erweiterung versehen ist.
AT116849D 1927-01-28 1928-01-20 Verfahren und Vorrichtung zum Überziehen von blanken Metallfäden. AT116849B (de)

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AT116849D AT116849B (de) 1927-01-28 1928-01-20 Verfahren und Vorrichtung zum Überziehen von blanken Metallfäden.

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