AT114322B - Drehschieber mit röhrenförmigem Durchgang. - Google Patents

Drehschieber mit röhrenförmigem Durchgang.

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AT114322B
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   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Drehschieber mit röhrenförmigem Durchgang. 



   Bei Turbinenanlagen, bei denen das Wasser den Turbinen durch Rohrleitungen zugeleitet wird, kommt es häufig vor, dass die Leitung kurz vor der Turbine gebogen geführt werden muss. Da in solchen Fällen unmittelbar vor der Turbine fast stets auch ein Absperrschieber angeordnet ist, so ergibt sich die Notwendigkeit, Absperrschieber und Krümmer unmittelbar nebeneinander vorzusehen. Eine derartige Anordnung ist ziemlich teuer, sowohl durch die Kosten von Schieber und Krümmer wie durch die erforderlichen Fundamente. 
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 ersetzt.

   Hiefür eignet sieh der bekannte   Drehsehieber   mit röhrenförmigem Durchgang, bei dem der bewegliche, den Abschluss bewirkende Teil aus einem Rohrstück besteht, dessen Achse in der geöffneten Stellung mit der Rohrleitungsachse zusammenfällt, in der geschlossenen Stellung aber senkrecht zur Radachse liegt, und der durch besondere Dichtungselemente dann einen völlig dichten Abschluss bewirkt. Gemäss der Erfindung wird dieses bewegliche Rohrstück gekrümmt ausgebildet, so dass seine beiden   Endflächen   nicht parallel zueinander stehen, sondern einen Winkel miteinander einschliessen. Je nach Grösse der Umlenkung wird dieser Winkel verschieden sein.

   Das Rohr trägt, zweckmässig auf der konvexen Seite, das eigentliche Abdichtungsorgan, das sich im geschlossenen Zustande gegen   Sitzflächen   des Gehäuses legt und im geöffneten Zustande in einer Erweiterung des Schiebergehäuses liegt. Die   Alt   dieses Abdichtungsorgans und seine Betätigung sind für die vorliegende Erfindung völlig unwesentlich. 



   In der Fig. 1 ist eine Anordnung dargestellt, bei der ein   Drehsehieber   bisheriger Bauart mit geradem Durchgang und ein Krümmer vorgesehen sind. Demgegenüber zeigt Fig. 2 einen diese beiden Teile ersetzenden Drehschieber der Bauart gemäss der Erfindung mit gebogener Rohrachse. Ein Vergleich der beiden Abbildungen lässt erkennen, dass durch den neuen Drehschieber sehr viel Platz gespart wird. 



  Da der Schieber gemäss der Erfindung nur wenig teurer als ein Drehschieber bisheriger Bauart wird, sinken auch die Gesamtkosten wesentlich, zumal gleichzeitig am Fundament gespart wird. 



   In Fig. 2, die einen Längsschnitt durch den geöffneten Drehschieber der neuen Bauart darstellt, und in Fig. 3, die einen Schnitt senkrecht zur Rohrachse zeigt, bedeuten a das Gehäuse, b das gebogene Sehieberrohr, c die beiden Drehzapfen, um die das Rohr bewegt wird, d die eigentliche Abdichtungsplatte und e die   Zuführung   des Druckwasser zur Steuerung der Dichtungsplatte. 



   In den Abbildungen ist also ein Ausführungsbeispiel gezeichnet, bei dem der dichte Abschluss mittels einer Dichtungsplatte erzielt wird, die sich gegen ringförmige Sitzflächen im Gehäuse legt. Die
Platte wird in dem Beispiel durch Wasserdruck angepresst und nach dessen Wegnahme von der Sitz-   fläche   abgehoben. 



   Eine weitere bauliehe Ausgestaltung eines derartigen Drehsehiebers führt zu einem Dreiweg- 
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 eine Rohrleitung zwei Turbinen angeschlossen sind, von denen stets nur eine in Betrieb ist, oder dass eine Turbine und eine Pumpe angeschlossen sind, wobei für den Turbinenbetrieb das Wasser abwärtsfliesst, während durch die Pumpe bei Stillstand der Turbine das Wasser in entgegengesetzter Richtung in ein   Speicherbecken   hinaufgepumpt wird. In solchen Fällen war man bisher genötigt, das Druckleitungsrohr durch ein Hosenrohr zu gabeln und jede der beiden Abzweigungen durch einen Absperrschieber zu versehliessen. Es waren also ein Hosenrohr und zwei   Schieber notwendig.

   Gemäss der   Erfin- 

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 dung wird an Stelle des Hosenrohres ein als Dreiwegschieber ausgebildeter Drehschieber eingebaut, so dass das   Hosenrohr   und der zweite Schieber ganz wegfallen, wodurch bedeutende Ersparnisse erzielt werden. 



   In der Fig. 4 ist ein Drehschieber gemäss der Erfindung in einer beispielsweisen Ausführungsform dargestellt. a, b, e, d und e haben die gleiche Bedeutung wie in den Fig. 2 und 3 ;    < /und A   sind drei   Anschlussstutzen   für das von oben kommende Druekrohr und die beiden Zweigleitungen. Sie stehen im gezeichneten   Ausführungsbeispiel   unter Winkeln von je   1200 gegeneinander.   



   Die Arbeitsweise des Schiebers ist ohne weiteres aus der Fig. 4   ersiehtlich.   In der gezeichneten Stellung strömt das Wasser in den   Stutzen/', dann durch   das   gekrümmte Schieberohr   und zum Stutzen   g   wieder heraus, während der Stutzen h abgeschlossen ist. Wird das Schieberohr im Uhrzeigersinne um   1200 gedreht,   dann legt sich die Abschlussplatte vor den Stutzen g, während die Stutzen f und h miteinander verbunden werden. Das Wasser kann also bei Turbinenbetrieb vom Stutzen f durch das Schieben'ohr in das an den Stutzen h anschliessende Zweigrohr fliessen oder in umgekehrter Richtung. 



  Endlich lässt sich durch eine weitere Drehung des Schiebers um 120  der Stutzen f abschliessen und 
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 strömen kann und die Anlage völlig geschlossen ist. Es ist selbstverständlich möglich, aus der in der Fig. 4 gezeichneten Stellung durch Drehung links herum zur zuletzt dargestellten Stellung überzugehen. 



   Falls nicht beide Zweigleitungen gleichzeitig abgeschlossen werden müssen, brauchen die drei Stutzen nicht unter Winkeln von 120  gegeneinander zu stehen. Es ist dann nur nötig, dass der Anschlussstutzen des Hauptrohres symmetrisch zu den beiden Anschlussstutzen der Abzweigrohre liegt. 



    PATENT-AP {SPRÜCHE :  
1. Drehschieber mit   röhrenförmigem   Durchgang, dadurch gekennzeichnet, dass die Achse des den Abschluss bewirkenden   Schieber : rohres   gebogen verläuft, so dass die Strömungsrichtungen des in den Schieber   hineinfliessenden   und aus ihm   herausfliessenden   Wassers einen je nach der Konstruktion des Schiebers beliebigen Winkel miteinander bilden.

Claims (1)

  1. 2. Drehschieber nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Sehiebergehäuse drei Abschluss- stutzen erhält, von denen der eine symmetrisch zu den beiden andern Stutzen liegt und dass das den Abschluss bewirkende Schieberrohr mit solcher Krümmung ausgeführt wird und so drehbar gelagert wird, dass der symmetrisch liegende Stutzen mit jedem der beiden andern verbunden werden kann, während der dritte Stutzen gleichzeitig abgeschlossen wird.
    3. Drehschieber nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die drei Abschlussstutzen unter Winkeln von 120 gegeneinander stehen, so dass je zwei von ihnen miteinander verbunden werden können.
AT114322D 1927-02-11 1928-01-07 Drehschieber mit röhrenförmigem Durchgang. AT114322B (de)

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AT114322B true AT114322B (de) 1929-09-25

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