AT112780B - Verfahren zur Anlegung eines sturmsicheren Randstreifens um oder durch einen Waldbestand. - Google Patents

Verfahren zur Anlegung eines sturmsicheren Randstreifens um oder durch einen Waldbestand.

Info

Publication number
AT112780B
AT112780B AT112780DA AT112780B AT 112780 B AT112780 B AT 112780B AT 112780D A AT112780D A AT 112780DA AT 112780 B AT112780 B AT 112780B
Authority
AT
Austria
Prior art keywords
forest
storm
proof
around
verge
Prior art date
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Emil Stock
Original Assignee
Emil Stock
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by Emil Stock filed Critical Emil Stock
Application granted granted Critical
Publication of AT112780B publication Critical patent/AT112780B/de

Links

Landscapes

  • Buildings Adapted To Withstand Abnormal External Influences (AREA)

Description


   <Desc/Clms Page number 1> 
 



  Verfahren zur Anlegung eines   sturmsicheren   Randstreifens um oder durch einen
Waldbestand. 



   Erfahrungsgemäss werden an sturmgefährdeten Waldbestandsrändern die einzelnen Stämme durch die fortwährende Einwirkung des Windes an ihren Wurzeln gelockert und ihres Haltes beraubt. Die Erklärung der Erscheinung beruht darin, dass der Wind sich vor dem Walde staut und dabei eine   grosse Kraft   an den Stämmen ausübt, die dadurch geworfen oder geknickt werden. Wird nun gemäss der Erfindung durch Absägen der Baumkronen in den vorderen Reihen eine in bezug auf die Erdober-   fläche     schräg aufwärts gerichtete   Ebene geschaffen, so wird der Wind sofort in diese Ebene abgelenkt, und der vor dem Rande sich stauende Wind vermag an den Bäumen, weil ihre Länge nunmehr erheblich gekürzt ist, keine für das Brechen und Werfen ausreichende Arbeit zu verrichten. 



   Das vorliegende Verfahren besteht im folgenden : Am Rande des Bestandes wird ein Streifen, dessen Breite sich nach dem Neigungswinkel des Bodens richtet, geköpft, d. h. die in diesem Streifen a, b, c (Fig. 4 der Zeichnung) befindlichen Stämme werden ihrer Kronen bis zu einem bestimmten Prozentsatz der Länge in einer zur Erdoberfläche schräg aufwärts liegenden Ebene beraubt, u. zw. so weit, dass der dahinterliegende Bestand mit seinen erhaltenen Kronen diese Ebene nicht überragt. Das Verfahren ist anwendbar sowohl für Windströmungen von oben nach unten oder von unten nach oben, d. h. fürs
Gebirge (Fig. 1 und 2 der Zeichnung), wie auch für waagrechte Windströmungen, d. h. für die Ebene (Fig. 3).

   Das Verfahren beruht auf dem Prinzip der Verlegung des Schwerpunktes der Randstämme durch Kürzung der Krone und damit Verkürzung und Verkleinerung der   Angriffsfläche   für den Sturm, wodurch die Hebelkraft des Sturmes herabgesetzt wird und er nicht mehr in der Lage ist, die Stämme zu brechen, sie an den Wurzeln zu lockern und dadurch zu werfen. 



   Dieser sturmsichere Streifen bricht einerseits die Gewalt des Sturmes und verändert anderseits seine Druekriehtung, indem er ihn zwingt, über den   dahinterliegenden   Bestand hinwegzustreichen. Dieser Windschutzstreifen kann um den ganzen Wald herum angelegt werden. Da indessen für jede Gegend die besonders gefährlichen Windrichtungen bekannt sind, genügt es, ihn nur entgegengesetzt zu dieser Richtung anzulegen. 



   Die Massnahme gemäss der Erfindung erlaubt auch die Anlegung eines Aufteilungshiebes quer durch einen Waldbestand, wobei die der gefährlichen Windrichtung gegenüberliegenden Baumreihen des   Aufteilungshiebes   in gleicher Weise geköpft werden (Fig. 4). Dieser Aufteilungshieb ermöglicht dann die Anwendung des Wagnerschen Blendersaumverfahrens in den durch den Aufteilungshieb getrennen Teilen des Waldes. Nach diesem Verfahren wird der Aufteilungshieb von 0 nach   TV   gerichtet und zunächst ein Streifen e von etwa 10 in kahl geschlagen. Diesen   Kahlschlagstreifen   folgen sogenannte   Lockerungen t, g von gleicher Breile,   in denen die Holzmasse in einem immer geringer werdenden Betrage durch Einschlag genutzt wird. Der schraffierte Teil cl bedeutet die Köpfungsebene nach Fig. 1 bis 3. 



  Ausserdem kann ein   Seitenschutz h durch Köpfung   in jeder beliebigen Himmelsrichtung stattfinden. 



   Bei Bäumen mit geringem Astansatz in den Kronen, z. B. bei Kiefern, genügt ein Stutzen der Äste, so dass die Hebelkraft des Windes vermindert wird. 



   Das Verfahren ist auf die Abwehr der verderblichen Einwirkung von   Luftströmungen   auf die lebende Holzmasse gerichtet. Es ist ein technisches Verfahren, dessen Wirkungen sofort in Erscheinung 
 EMI1.1 
 

 <Desc/Clms Page number 2> 

 
 EMI2.1 
   Altholzbeständen,   also nicht wie die waldbaulichen Verfahren, die dasselbe Ziel anstreben, nur in Be- ständen von höchstens jungem Stangenholzalter.

   Die Unterschiede zu den bereits bekannten waldbaulichen Verfahren lassen sich etwa dahin umschreiben :
Das Verfahren wirkt sofort, ist anwendbar auch in jedem Altholzbestand, wirkt zunächst auf die Kronen als auf die grösste Angriffsfläche des Windes ein, bewirkt dadurch mittelbar auch eine grössere
Befestigung der Wurzeln, dient nicht nur zur Vorbereitung eines Hiebes, sondern gerade auch zur Er- haltung noch nicht hiebreifer Bestände bis zur Erzielung der   betriebsplanmässigen   Reife und ist sowohl im Waldinneren als auch an jedem Bestandsrand anwendbar, gleichgültig, nach welcher Himmels- richtung dieser Rand liegt. 



   PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Verfahren zur Anlegung eines sturmsicheren Randstreifens um oder durch einen Waldbestand, dadurch gekennzeichnet, dass die Bäume der äusseren Reihen in einer zur Erdoberfläche   schräg aufwärts   gerichteten Ebene geköpft werden, die den Wind beim Auftreffen auf den Waldrand allmählich nach obenablenkt.

Claims (1)

  1. 2. Ausuhrungsform des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Äste nach der Krone zu nur gestutzt werden. EMI2.2
AT112780D 1925-07-20 1926-07-15 Verfahren zur Anlegung eines sturmsicheren Randstreifens um oder durch einen Waldbestand. AT112780B (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE112780X 1925-07-20

Publications (1)

Publication Number Publication Date
AT112780B true AT112780B (de) 1929-04-10

Family

ID=5653063

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
AT112780D AT112780B (de) 1925-07-20 1926-07-15 Verfahren zur Anlegung eines sturmsicheren Randstreifens um oder durch einen Waldbestand.

Country Status (1)

Country Link
AT (1) AT112780B (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE102018005775B4 (de) Verfahren zur Gestaltung eines Radikalschnitt-Trapezformtriebzuordnung-Reberziehungssystem
Shaw The causes of timber line on mountains; the role of snow
AT112780B (de) Verfahren zur Anlegung eines sturmsicheren Randstreifens um oder durch einen Waldbestand.
DE435552C (de) Verfahren zur Anlegung eines sturmsicheren Randstreifens um oder durch einen Waldbestand
DE202022100808U1 (de) Wuchshülle
DE102021000343B4 (de) Verfahren zur Gestaltung eines Splitkopf-Doppelstamm-Reberziehungssystems
DE69712788T2 (de) Pflanzenfussdeckel
Hawley et al. Artificial pruning in coniferous plantations
Curtis Northern white cedar on upland soils in Maine
CH369619A (de) Verfahren zum Ziehen einer Obsthecke
CH121268A (de) Verfahren zur Anlegung eines sturmsichern Streifens an einem Waldbestand.
DE805575C (de) Verfahren zur Herstellung einer lebenden Umzaeunung von Gaerten, Feldern u. dgl.
DE813467C (de) Spalier fuer Garten-, Obst- und Weinbau
Flores Hyeronima alchorneoides Allemao
AT226466B (de) Verfahren zum Aufbau einer Obsthecke aus auf Unterlagen veredelten Trieben
AT340989B (de) Schutzvorrichtung gegen lawinen, muren u. dgl.
DE3721548C1 (en) Method for the harvesting of tree fruit and the like
DE102015015997A1 (de) Verfahren zum Entfernen schirmbildender Altbäume aus Neupflanzungen von Jungbäumen
CG FIELD TESTING FOR LODGING RESISTANCE OF MARYLAND TOBACCO CULTIVARS WITH ARTIFICIALLY PRODUCED WIND’
DE558600C (de) Baumschutzring zum Fernhalten von Katzen u. dgl.
DE583825C (de) Aus nur einem Metallstuecke bestehende Sicherheits-Skistockspitze
DE611297C (de) Messer fuer Hackmaschinen
DE102022122145A1 (de) Wuchshülle
AT158176B (de) Ungezieferschutz für Bäume.
Hutchins The cluster-pine at Genadendal