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ihrer Legierungen mittels Schmelzelektrolyse besitzen in der Regel einen feststellenden und mit entsprechender Auskleidung versehenen gewölbten Ofenboden, weleher das Bad aufnimmt und die Kathode bildet ; dieser feststehenden Kathode stehen mehrere Anodenelektroden an ständig gleicher Stelle gegen- über, so dass der Stromdurchgang stets an denselben Punkten erfolgt. Durch die aus diesel Grunde kontinuierlich an den gleichen Stellen erfolgende Beanspruchung durch den Strom wird der Boden der Kathode an diesen Stellen locherig und die Lebensdauer der Vorrichtung auf diese Weise stark ver-
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Weise beeinflusst.
Man versuchte, diesen Übelständen dadurch zu begegnen, dass man das Bad mit einer eisernen Stange umrührt. Das führte aber zu ständigen Betriebsstörungen ; ausserdem wurde das Bad und damit das erzeugte Aluminium eisenhaltig.
Diese Übelstände werden gemäss der Erfindung dadurch behoben, dass bei der mit mehreren Anoden versehenen Vorrichtung der die Kathode bildende Boden beweglich gemacht ist. Diese Bewegung ist
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um seine vertikale Achse ausführt.
Zweekmässigerweise sind die Anoden reihenweise gegeneinander versetzt angeordnet. Die Vorrichtung ist durch einen vertikal verschiebbaren Deckel abgeschlossen, an welchen ein Gasabzugsrohr angeschlossen ist.
Die Vorteile dieser Einrichtungen sind die folgenden :
Während des Betriebes befindet sich jede einzelne Anode stets über einer neuen Stelle des Bodens ; es findet daher die Beanspruchung desselben gleichmässig statt. Die Ursache der Loehbildung fällt weg ; die Lebensdauer der Vorrichtung wird in beträchtlicher Weise erhöht. Infolge der langsamen Bewegung des Bodens bzw. des darauf befindlichen Bades durchstreichen die in dasselbe herabreichenden Anoden sämtliche Zonen desselben, so dass es dadurch in eine geringe Bewegung versetzt wird.
Hiedurch wird
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Begünstigt wird diese Wirkung durch die erfindungsgemässe besondere Art des Einführens der Tonerde, welche durch radial schwenkbare und bis zum Boden reichende Einführungsrohre, unter gleich- zeitiger Mitwirkung der Drehbewegung der Kathode, gleichmässig über den Boden verteilt wird.
Der Abschluss des Elektrolysierraumes durch einen Deckel verfolgt einen mehrfachen Zweck. Er schützt das Bad vor Strahlungsverlusten und vermindert daher den Stromverbrauch. Er verhindert die Berührung der glühenden, aus dem Bade ragenden Anodenkohle mit dem Sanerstoff der Luft und
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damit den Abbrand derselbe'n. Das bedeutet eine Ersparnis an Elektroden und verhütet die Badverunreinigung durch hineinfallenden Abbrand.
Die sich über dem Bade ansammelnden Gase werden durch den Abfüliungsstutzen des Deekels abgezogen und nutzbringend verwendet ; es wird auf diese Weise die starke Belästigung der Arbeiter, die sich gerade bei der Aluminiumgewinnung in höchst unangenehmer Weise bemerkbar macht, verhindert.
Die Vorrichtung ist in der Zeichnung beispielsweise dargestellt, u. zw. zeigt : Fig. 1 einen senkrechten Schnitt, Fig. 2 eine Draufsicht und Fig. 3 teilweise eine Seitenansicht und teilweise einen Schnitt gemäss c-d der Fig. 2.
Die Vorrichtung besitzt einen das Bad aufnehmenden Boden, der als Kathode dient, zylinder-
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Boden ist auf Lagerböcken c gelagert, in welchen Rollen d vorgesehen sind. Mit diesen Rollen ist der Boden auf einer kreisförmigen Schiene e drehbar. Anstatt der Rollen können natürlich auch ähnliche wirkende Mittel verwendet werden. Die Schiene e ist auf einem Fundament n befestigt. Die Zuführung der Kabel k zur Bodenelektrode erfolgt durch eine Aussparung g des Fundaments. Die Vorlichtung ist oben durch einen Deckel h mit Ausfütterung i abgeschlossen, welcher mit einer Reihe von Lappen l versehen ist, mit denen er auf Stützen s ruht. Mit seinem Rande 'übergreift der Deckel zum Zwecke der Abdichtung den Boden.
Von oben ragen die Anoden/in den Elektrolysierraum hinein. Dieselben sind ringförmig in mehreren Reihen, u. zw. immer eine Reihe zur andern Reihe versetzt angeordnet. Sie tragen eine Metallkappe v, im vorliegenden Falle aus reinem Aluminium, an deren Basis die Strom- zliführung mittels Kabel ni erfolgt. An den Deckel A schliesst sich das Abzugsrohr x, welches in einen Abzugskanal y mündet, der nach dem Schornstein führt. Durch eine geeignete Antrieb5vonichtung, z. B. Exzenter, wird der Boden in eine Drehbewegung versetzt.
In dem Deckel befinden sich verschliessbare Materialeinführungsöffnungen s. In diese Ein- führungsöffnungen münden die Zuführungstrichter o, an welche sich die schwenkbaren Einführungsstutzen-panschliessen.
PATENT-ANSPRUCHE :
1. Vorrichtung zur Gewinnung von Aiuminium und ähnlichen Leichtmetallen, sowie ihrer Legierungen mittels Schmelzelektrolyse, dadurch gekennzeichnet, dass der die Kathode bildende Boden beweglich angeordnet ist.