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Einrichtung an Kalanderwalzen u. dgl.
Die Wirkung von Kalanderwalzen und ähnlichen Einrichtungen, z. B. Trockenwalzen oder Eindampfwalzen, beruht darauf, dass von der rotierenden Walze, deren Gewicht entsprechend bemessen ist, grosse Wärmemengen bei nicht sehr hoher Temperatur (beispielsweise etwa 120 ) der Aussenseite der Walze entnommen werden.
Es ist bekannt, Walzen dieser Art elektrisch zu beheizen. Bisher hat man die elektrische Beheizung in der Weise ausgeführt, dass ein Heizregister, das aus Widerstandsdraht besteht, der auf Porzellanrollen aufgewickelt ist, in den Innenraum der Walze eingeschoben wurde. Diese Art der Beheizung hat den Mangel, dass das Heizregister zu träge ist. Da die im Innenraum der Walze eingeschlossene Luft eine gute Wärme- isolierung darstellt, so wird derWärmeabfluss vom Heizdraht zumAussenmantel der Walze gehemmt. Ausserdem wird das Wärmegefälle innerhalb der Walze sehr hoch, so dass der Heizdraht der Wicklung unerträglich hohe Temperaturen annimmt, die seine Lebensdauer sehr herabsetzt.
Um ein allzuhohes Wärmegefälle zwischen Heizdraht und Walze zu verhindern und die Wärme gut vom Heizkörper auf die Walze überzuleiten, ist es zweckmässig, die Heizelemente in unmittelbare Berührung mit der Innenwand der Walze zu bringen. Die Anpressung der Heizlemente an die Innenwand der Walze begegnet aber baulichen Schwierigkeiten. Gegenstand der Erfindung ist eine Einrichtung, bei der diese Schwierigkeiten vermieden sind und eine mechanische einwandfreie Anpressung und gute Wärmeausbeute erzielt wird.
Die Erfindung besteht darin, dass flache Heizkörper, z. B. Heiztasehen bekannter Art, parallel zur Achse der Walze angeordnet sind und auf beiden Seiten der Heizkörper metallene Füllstücke angebracht sind, die sich beim Beheizen durch die Heizkörper stark ausdehnen. Durch diese Anordnung wird erreicht, dass ein starker Pressdruck auf die Heizkörper ausgeübt wird. Die Heizkörper vermögen also ihre Wärme in günstigster Weise unmittelbar an die sie umgebenden Füllstücke und die Walze weiterzuleiten. Zur
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und dann die noch freibleibenden Räume mit FeilspäJ\Cl1 ausgefüllt werden.
In der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. In der Fig. 1 sind innerhalb der Walze a beispielsweise vier Heizkörper angeordnet, u. zw. so, dass die flachen Heizkörper auf den Seiten eines vierseitigen Prismas liegen. Zwischen Heizkörper b und Welle e der Walze sind Prismen d von ungefähr dreieckigem Querschnitt und zwischen Heizkörper bund Walze a Zylindersegmente c angeordnet.
Die Wirkung dieser Anordnung ist derart, dass die metallenen Füllstücke d eine bestimmte Höchsttemperatur annehmen, dass im übrigen aber die in den Heizkörpern b erzeugte Wärme durch die Zylindersegmente c nach dem Mantel der Kalanderwalze a strömt. Durch die Erwärmung der zu beiden Seiten des Heizkörpers angeordneten metallischen FÜllstücke d dehnen diese sich aus und drücken den flachen Heizkörper zusammen und ausserdem pressen sie die Zylindersegmente c fest gegen die Innenwand. Das natürliche Wärmegefälle, das im Innern der Heizelemente am höchsten ist und gegen die Aussenseite der Walze zu abnimmt, wird also zur Anpressung benutzt.
Da sich die wärmeren Innenteile der Walze stärker dehnen, wie die kälteren Aussenteile, so kann nach Einbringen der Heizkörper und Ausfüllen der Räume
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vorausgesetzt, dass die Heiztaschen und Füllstücke in kaltem Zustand mit möglichst geringem Spiel eingebracht worden sind,
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liegt ein metallenes Füllstück c. In der Nähe der Welle ist die Temperatur der Füllstücke am höchsten. Die Wärme strömt von da nach dem äusseren Umfang der Walze a zu, und die sich unter der Wärme ausdehnenden Füllstücke pressen die flachen. : Heizkörper zusammen und werden selbst fest an die Innenwand der Walze gepresst.
Die Anordnung der Füllstücke und Heizkörper zueinander kann natürlich auch noch auf andere Weise erfolgen.
PATENT-ANSPRÜCHE :
1. Einrichtung an Kalanderwalzen u. dgl. zum Herbeiführen eines guten Wärmeüberganges von den elektrischen Heizelementen auf den Walzenkörper, dadurch gekennzeichnet, dass an beiden Seiten der flachen, parallel zur Walzenachse angeordneten Heizkörper metallene Füllstücke angebracht sind, die sich beim Beheizen durch die Heizkörper ausdehnen und einen starken Pressdruck auf die Heizkörper ausüben.