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Gebäude.
Die Erfindung betrifft ein Gebäude und bezweckt, durch eine neuartige Anordnung der verschiedenen Bestimmungen dienenden Räumlichkeiten sowie der Betriebseinrichtungen eine grössere Freiheit bei der Zusammenfassung der Räume zu Wohnungen zu ermöglichen, so dass ein allmählicher Ausbau des Gebäudes vorgenommen werden kann. Hand in Hand damit dient die Erfindung dem Bestreben, durch Ersparnis an Bodenfläche, Baustoffen und Betriebseinrichtungen die Bau-und Erhaltungskosten herabzusetzen. Die Erfindung fusst auf der bekannten Massnahme, Teile des zu errichtenden Gebäudes um einen Mittelteil zu gruppieren.
Von einer solchen Anordnung wurde bisher stets nur in d-r Weise Gebrauch gemacht, dass in die Mitte der verschiedenen Räume ein für alle Bewohner oder Benützer des Gebäudes
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wurde.
Gemäss der Erlinduit wird dieser Grundgedanke weiter gehenden Zwecken dienstbar gemacht, indem der Mittelteil als selbständiger, zweckmässig normalisierter Kernbau ausgeführt wird, dem eine besondere Rolle zufällt. Dieser Kernbau enthält nämlich alle nicht für den ständigen Aufenthalt bestimmten und daher künstlich zu belichtenden und entlüftenden Räume (Vorräume, Klosetts, Koch-und Waschräume), sowie in seinem Innern alle Betriebseinrichtungen (Leitungen für Licht, Kraft, Heizung, Wasser, Spülung und Lüftung).
Werden die Umfassungsmauern des Mittelteiles so hergestellt, dass sie Aussenmmern entsprechen,
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Typa hergestellten Kern als Pfsilerbau ausgeführt wird. Es entstehen dann um den Kern Plattformen entsprechend der gewünschten Anzahl der Geschosse, auf welchen die Raumaufteilung durch Zwischen- wände je nach Wumch der Wohnpartei vorgenommen werden kann. Der Neubau muss, abgesehen vom Kern nicht in allen Teilen fertiggestellt werden, da, der Ausbau der die Wohnräume aufnehmenden Plattformen ohne besondere Schwierigkeiten auch nach und nach erfolgen kann. Dieser Umstand erleichtert auch den Wohnhausbau auf genossenschaftlicher Grundlage.
In der Zeichnung ist die Erfindung an einer beispielsweisen Grundrisslösung für ein Wohnhaus für vier Familien erläutert, u. zw. z3igt : Fig. 1 das Hocherdgeschoss, Fig. 2 den ersten Stock, Fig. 3 ein Terrassengeschoss, das nur teilweise auqgebaut ist und Fig. 4 das Gebäude im Schnitt.
In der Mitte des Gebäudes befindet sich der durchlaufende, rechteckige Kern 1, welcher im Verein mit an den Hausecken angeordneten Betonpfeilern und den in Kreuzform verlaufenden, die vier Abteilungen trennenden Mauern 2, 3 die Geschossdecken trägt. Der Zugang 4, 4'zu den Abteilungen links vorne und rückwärts ist im Hocherdgeschoss, der Zugang zu den beiden Abteilungen rechts im Tieferdgeschoss angenommen. An den vier Ecken dss Kernes befinden sich Aufzugsschächte 5, welche diagonal gestellt sind, so dass bei entsprechender Bauart des Aufzuges ein Ein-und Austritt nach verschiedenen Richtungen möglich ist.
Gemäss der Erfindung sind im Mittelteil alle nicht für den ständigen Aufenthalt bestimmten und daher künstlich zu belichtenden und entlüftenden Räume, wie Vorräume, Klosetts, Koch- und Waschräume untergebracht.
Im Terrassengeschoss ist der Kern vollständig, der übrige Raum nur teilweise ausgebaut, indem eine Vergrösserung der rechts vorne wohnenden Familie angenommen ist, welche noch ein Kindxrzimmer 6 und ein Fremdenzimmer 7 erforderlich macht.
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An Stelle der üblichen Aufzüge sind bloss Plattformen gedacht, weiche nach Art von Paternoster" äufzügen in Stockwerksabständen angeordnet sind und sich stets gleichzeitig bewegen, so dass beim Stillstand einer Plattform in irgend einem Stockwerk auch in allen übrigen Plattformen vorhanden sind, die es ermöglichen, den Aufzugsschacht auch als Vorraum oder Durchgang zwischen Räumen desselben Stockwerkes zu benützen.
Diese Art Paternoster ist jedoch nur anwendbar, wenn Vorsorge getroffen wird, dass die Plattformen beim Erreichen des obersten bzw. untersten Geschosses stehen bleiben und sich übereinander lagern, was durch eine Auslösevorrichtung bewirkt werden kann, die bei der rücldäufigen Bewegung die Plattformen wieder in das System im richtigen Abstande einreiht. Da keine Stiegen vorgesehen sind, kann eine Ansammlung von Plattformen oben oder unten nicht stattfinden, da ja im allgemeinen jede Person im Laufe des Tages den Aufzug ebenso viel in der einen wie in der anderen Richtung benützen wird.
Der Vorteil des neuen Gebäudes liegt insbesondere darin, dass es in leichter Weise durch Aufsetzen von Stockwerken ausgebaut werden kann, u. zw. unabhängig von dem Kernbau.
PANTENT-ANSPRÜCHE :
1. Gebäude mit einem vertikal durchlaufenden Mittelteil, um den der übrige Teil des Gebäudes gruppiert ist, dadurch gekennzeichnet, dass der zweckmässig normalisierte Mittelteil alle nicht für den ständigen Aufenthalt bestimmten und daher künstlich zu belichtenden und entlüftenden Räume (Vorräume, Klosetts, Koch-und Waschräume), sowie in seinem Innern alle Betriebseinrichtungcn (Leitungen für Licht, Kraft, Heizung, Wasser, Spülung und Lüftung) enthält, so dass der Ausbau der mit Teilen des Kerngebäudes nach Bedarf zu Wohnungen zu verbindenden Wohnräume ganz unabhängig vom Kern und auch nach und nach erfolgen kann.
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