WO2025153294A1 - Munitionsladekiste und system - Google Patents
Munitionsladekiste und systemInfo
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- the present invention relates to an ammunition loading box and a system comprising such an ammunition loading box.
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Abstract
(Munitionsladekiste und System) Eine Munitionsladekiste (14A – 14C) für patronierte Munition (15), insbesondere 5 für ein Fahrzeug (1), mit einem Munitionsaufnahmeelement (16), das einen Auf- nahmeraum (17) zum Aufnehmen genau eines Stücks der patronierten Munition (15) umschließt, einer an dem Munitionsaufnahmeelement (16) vorgesehenen seitlichen Öffnung (22, 39, 42), durch die hindurch der Aufnahmeraum (17) von einer Umgebung (4) der Munitionsladekiste (14A – 14C) her zugänglich ist, und 10 einer seitlichen Klappe (23, 40, 43), die um eine Schwenkachse (24, 41, 44) schwenkbar an dem Munitionsaufnahmeelement (16) angebracht ist, um die seit- liche Klappe (23, 40, 43) von einem geöffneten Zustand (Z2), in dem die seitliche Klappe (23, 40, 43) die seitliche Öffnung (22, 39, 42) freigibt, in einen geschlosse- nen Zustand (Z1), in dem die seitliche Klappe (23, 40, 43) die seitliche Öffnung 15 (22, 39, 42) verschließt, und umgekehrt zu verbringen, wobei die Schwenkachse (24, 41, 44) parallel zu einer Längsrichtung (19) der Munitionsladekiste (14A – 14C) orientiert ist. 320 A L G -A N M – 0 3 /1 2 /2 0 1 9
Description
MUNITIONSLADEKISTE UND SYSTEM
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Munitionsladekiste und ein System mit einer derartigen Munitionsladekiste.
Das Beladen von militärischen Fahrzeugen, insbesondere von Kampfpanzern, mit patronierter Munition erfolgt gemäß betriebsinternen Erkenntnissen häufig manuell. Der Arbeitsschritt der Beladung eines Kampfpanzers mit patronierter Munition ist nicht nur sehr arbeits- und kräfteintensiv, da es sich hierbei in der Regel um schwere Munition handelt, das Hantieren mit Munition kann zudem ein Sicherheitsrisiko darstellen. Transportiert wird die patronierte Munition deshalb in der Regel innerhalb spezieller, für die jeweilige Munitionsgröße und/oder Munitionsart ausgestalteter Munitionskisten. Hierdurch kann eine bestimmte Munitionskiste häufig genau eine Art und/oder Größe an Munition aufnehmen. Zum Befüllen von Munitionskisten verfügen diese häufig über genau eine Öffnung, welche sich an einem axialen Ende einer Hauptausdehnung der Munitionskiste befindet. Häufig wird diese Öffnung mit einem Deckel, welcher auf das axiale Ende der Munitionskiste aufgeschraubt ist, verschlossen. Für eine Inspektion der enthaltenen Munition muss bei einer solchen Munitionskiste die Munition zunächst aus der Munitionskiste entnommen werden, was einen zeitaufwändigen zusätzlichen Arbeits schritt darstellt.
Solche betriebsintern bekannten Munitionskisten weisen folglich den Nachteil auf, dass die in der Munitionskiste enthaltene Munition für eine schnelle Inspektion, eine schnelle Wartung und/oder eine schnelle Nutzung nicht zugänglich ist.
Vor diesem Hintergrund besteht eine Aufgabe der vorliegenden Erfindung darin, eine verbesserte Munitionskiste zur Verfügung zu stellen.
Demgemäß wird eine Munitionsladekiste für patronierte Munition, insbesondere für ein Fahrzeug, mit einem Munitionsaufnahmeelement, das einen Aufnahmeraum zum Aufnehmen genau eines Stücks der patronierten Munition umschließt, einer an dem Munitionsaufnahmeelement vorgesehenen seitlichen Öffnung, durch die hindurch der Aufnahmeraum von einer Umgebung der Munitionslade- kiste her zugänglich ist, und einer seitlichen Klappe, die um eine Schwenkachse schwenkbar an dem Munitionsaufnahmeelement angebracht ist, um die seitliche Klappe von einem geöffneten Zustand, in dem die seitliche Klappe die seitliche Öffnung freigibt, in einen geschlossenen Zustand, in dem die seitliche Klappe die seitliche Öffnung verschließt, und umgekehrt zu verbringen, vor geschlagen. Hierbei ist die Schwenkachse parallel zu einer Längsrichtung der Munitionsladekiste orientiert.
In vorteilhafter Weise ist hierdurch im geöffneten Zustand der seitlichen Klappe in der Munitionsladekiste angeordnete patronierte Munition entlang ihrer längsten Ausdehnung vollständig einzusehen, zu überprüfen, zu warten, in senkrechter Richtung zur Längsachse aus der Munitionsladekiste zu entnehmen und/oder in die Munitionsladekiste einzusetzen. Hierdurch kann einerseits eine Inspektion eingesetzter Munition erleichtert werden, andererseits ist hierdurch ein schneller Zugriff auf eingesetzte Munition gewährleistet. Insbesondere in Notfallsituationen kann dies einen elementaren Vorteil darstellen.
Das Munitionsaufnahmeelement stellt ein Gehäuse der Munitionsladekiste dar und kann folglich auch als Gehäuse bezeichnet werden. Das Munitions aufnah- meelement weist hierbei bevorzugt vier Seitenwände und zwei Stirnwände auf. Die Seitenwände und die Stirnwände können hierbei im Wesentlichen flach ausgeführt sein und miteinander unter Winkeln von 90° über scharfe Kanten verbunden werden. Bevorzugt ist jedoch, die Kanten abzufasen. Hierdurch kann die Munitionsladekiste besonders platzsparend ausgestaltet sein. Der Aufnahmeraum kann auch zur Aufnahme von zwei oder mehr Stücken patronierter Muni-
tion vorgesehen sein. Bevorzugt ist jedoch, dass die Munitionsladekiste dazu ausgelegt ist, dass in dem Aufnahmeraum genau ein Stück an patronierter Munition aufgenommen werden kann. Die seithche Öffnung erstreckt sich hierbei bevorzugt entlang der Längsrichtung der Munitionsladekiste.
Dem F ahrzeug ist ein Koordinatensystem mit einer ersten Raumrichtung, Längsrichtung oder x-Richtung, einer zweiten Raumrichtung, Querrichtung oder y-Richtung und einer dritten Raumrichtung, Hochrichtung oder z-Richtung zugeordnet. Die x-, y- und z-Richtung sind senkrecht zueinander orientiert. Die Munitionsladekiste ist hierbei entlang der ersten Raumrichtung orientiert. Hierunter ist zu verstehen, dass die Munitionskiste entlang der ersten Raumrichtung ihre längste räumliche Ausdehnung aufweist. Zusätzlich erstrecken sich eine erste Seitenwand, eine zweite Seitenwand und eine dritte Seitenwand, welche dem Munitionsaufnahmeelement zugeordnet sind, entlang der ersten Raumrichtung. Eine erste Stirnwand und eine zweite Stirnwand des Munitions aufn ahm eele- ments stehen sich entlang der ersten Raumrichtung gegenüber. Damit kann die erste Raumrichtung auch als Längsrichtung bezeichnet werden. Eine Schwerkraftrichtung kann im Wesentlichen entgegen der z-Richtung orientiert sein.
Unter ''parallel'' ist vorliegend zu verstehen, dass parallele Komponenten relativ zueinander eine Winkelabweichung von weniger als ±10°, ±5°, ±2,5°, ±1,5°, ±1° oder ±0,5° aufweisen, wobei die Werte in bevorzugter Reihenfolge abnehmend angeordnet sind. Unter "senkrecht" ist vorliegend zu verstehen, dass senkrechte Komponenten relativ zueinander unter einem Winkel von 90° angeordnet sind mit einer Winkelabweichung von weniger als ±10°, ±5°, ±2,5°, ±1,5°, ±1° oder ±0,5°, wobei die Werte in bevorzugter Reihenfolge abnehmend angeordnet sind.
Unter "patronierter Munition" ist vorliegend eine Munition zu verstehen, welche in Form einer Patrone mit einer Patronenhülse und einer darin enthaltenen Treibladung und einem Projektil ausgestaltet ist.
Die Dimensionen der seitlichen Öffnung sind derart bemessen, dass patronierte Munition durch die seitliche Öffnung hindurch von der Umgebung der Munitionsladekiste in den Aufnahmeraum der Munitionsladekiste hinein verbringbar ist und umgekehrt. Bevorzugt ist die Munitionsladekiste dazu eingerichtet, dass patronierte Munition in dem Aufnahmeraum derart angeordnet werden kann, dass die Längsrichtung der Munitionsladekiste mit einer längsten Ausdehnung einzusetzender patronierter Munition übereinstimmt, also die Richtung der längsten Ausdehnung einzusetzender patronierter Munition parallel zu der Längsrichtung orientiert ist.
Gemäß einer Ausführungsform weist die Munitionsladekiste eine an dem Munitionsaufnahmeelement vorgesehene erste seitliche Öffnung, durch die hindurch der Aufnahmeraum von der Umgebung her zugänglich ist, eine an dem Munitionsaufnahmeelement vorgesehene zweite seitliche Öffnung, durch die hindurch der Aufnahmeraum von der Umgebung her zugänglich ist, eine erste seitliche Klappe, die um eine erste Schwenkachse schwenkbar an dem Munitionsaufnahmeelement angebracht ist, um die erste seitliche Klappe von dem geöffneten Zustand in den geschlossenen Zustand und umgekehrt zu verbringen, und eine zweite seitliche Klappe auf, die um eine zweite Schwenkachse schwenkbar an dem Munitionsaufnahmeelement angebracht ist, um die zweite seitliche Klappe von dem geöffneten Zustand in den geschlossenen Zustand und umgekehrt zu verbringen, wobei die erste Schwenkachse und die zweite Schwenkachse parallel zu der Längsrichtung orientiert sind.
Die erste Schwenkachse und die zweite Schwenkachse sind hierbei bevorzugt voneinander beabstandet angeordnet. Beispielsweise kann die erste Schwenkachse an einer der Seitenwände der Munitionsladekiste angeordnet sein und die zweite Schwenkachse an einer weiteren der Seitenwände der Munitionsladekiste angeordnet sein. Hierdurch sind die erste seitliche Klappe und die zweite seitli-
ehe Klappe an unterschiedlichen Seitenwänden der Munitionsladekiste angeordnet. In vorteilhafter Weise lässt sich hierdurch die Munitionsladekiste zu verschiedenen Richtungen hin öffnen. Hierdurch kann ein Zugriff zu dem Aufnahmeraum unabhängig von einer möglichen Ausrichtung und/oder Anordnung der Munitionsladekiste ermöglicht werden. Weiterhin können Arbeiten an im Aufnahmeraum eingesetzter patronierter Munition von verschiedenen Richtungen kommend durch mehrere Benutzer durchgeführt werden.
Gemäß einer weiteren Ausführungsform weist das Munitionsaufnahmeelement eine an dem Munitions aufnahmeelement vorgesehene stirnseitige Öffnung auf, durch die hindurch der Aufnahmeraum von der Umgebung der Munitionslade- kiste her zugänglich ist, wobei die stirnseitige Öffnung mit Hilfe einer stirnseitigen Klappe verschließbar ist.
Mit "stirnseitig" ist vorliegend eine Anordnung an einer derjenigen Wand der Munitionsladekiste zu verstehen, welche in Richtung der Längsrichtung der Munitionsladekiste oder dieser entgegengesetzt weist. Bezüglich der stirnseitigen Öffnung kann folglich also auch von einer vorderen und/oder hinteren Öffnung gesprochen werden. In vorteilhafter Weise ist es durch die stirnseitige Öffnung möglich, patronierte Munition entlang der Längsrichtung in die Munitionslade- kiste einzusetzen oder aus der Munitionsladekiste zu entnehmen. Hierdurch kann das Einsetzen und/oder das Entnehmen patronierter Munition aus der Munitionsladekiste besonders platzsparend erfolgen. Zudem kann, im Falle mehrerer nebeneinander, insbesondere auch übereinander, angeordneter Munitionsladekisten das Einsetzen und/oder Entnehmen patronierter Munition erfolgen, ohne hierfür vorher eine der Munitionsladekisten verrücken zu müssen. Zudem kann über die stirnseitige Öffnung im Aufnahmeraum eingesetzte patronierte Munition händisch oder mit Hilfe eines Werkzeugs direkt und schnell in das Fahrzeug überführt werden. Beispielsweise kann die Munitionsladekiste dazu verwendet werden, patronierte Munition in einen Automatiklader des Fahrzeugs
zu überführen. Der Automatiklader ist hierbei eine dem Fahrzeug zugehörige und im Turm angeordnete Vorrichtung zur beschleunigten Handhabung patro- nierter Munition in dem Innenraum des Fahrzeugs, beispielsweise zur Überführung patronierter Munition in die Bewaffnung hinein.
Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist die stirnseitige Klappe um eine Gelenkachse schwenkbar an dem Munitionsaufnahmeelement gelagert, wobei die Gelenkachse parallel zu der Längsrichtung orientiert ist.
Die stirnseitige Klappe kann um die Gelenkachse verschwenkt werden um die stirnseitige Klappe von dem geschlossenen Zustand in den geöffneten Zustand und umgekehrt zu verbringen. In vorteilhafter Weise kann durch die Orientierung der Gelenkachse parallel zu der Längsrichtung die stirnseitige Klappe senkrecht zur Längsrichtung verschwenkt und/oder verschoben werden. Dies ermöglicht beispielsweise eine stirnseitige Anordnung der Munitionsladekiste an dem Turm des Fahrzeugs.
Gemäß einer weiteren Ausführungsform weist das Munitionsaufnahmeelement eine erste stirnseitige Öffnung, durch die hindurch der Aufnahmeraum von der Umgebung der Munitionsladekiste her zugänglich ist, und eine zweite stirnseitige Öffnung, durch die hindurch der Aufnahmeraum von der Umgebung der Munitionsladekiste her zugänglich ist auf, wobei die erste stirnseitige Öffnung mit Hilfe einer ersten stirnseitigen Klappe verschließbar ist, wobei die zweite stirnseitige Öffnung mit Hilfe einer zweiten stirnseitigen Klappe verschließbar ist, und wobei die erste stirnseitige Öffnung und die zweite stirnseitige Öffnung einander gegenüberliegend angeordnet sind.
Neben einer ersten stirnseitigen Öffnung weist die Munitionsladekiste folglich auch eine zweite stirnseitige Öffnung auf. An beiden derjenigen Wände der Munitionsladekiste, welche in oder entgegen der Längsrichtung der Munitionslade-
kiste weisen, weist die Munitionsladekiste folglich eine Öffnung auf. Hierdurch kann in vorteilhafter Weise patronierte Munition auf einer stirnseitigen Seite der Munitionsladekiste entlang der Längsrichtung der Munitionsladekiste in diese eingesetzt werden und auf einer gegenüberliegenden stirnseitigen Seite wieder entnommen werden. Patronierte Munition kann folglich also auch entlang der Längsrichtung der Munitionsladekiste vollständig durch die Munitionsladekiste hindurchgeführt werden. Insbesondere im Falle einer Anordnung der Munitionsladekiste an dem Automatiklader des Fahrzeugs kann hierdurch das Beladen des Fahrzeugs beschleunigt und erleichtert werden. Die erste stirnseitige Klappe kann hierbei um eine erste Gelenkachse verschwenkt werden um sie von dem geschlossenen Zustand in den geöffneten Zustand und umgekehrt zu verbringen. Die zweite stirnseitige Klappe kann um eine zweite Gelenkachse verschwenkt werden um die zweite stirnseitige Klappe von dem geschlossenen Zustand in den geöffneten Zustand und umgekehrt zu verbringen. Sowohl die erste Gelenkachse als auch die zweite Gelenkachse ist dabei bevorzugt parallel zu der Längsrichtung orientiert.
Gemäß einer weiteren Ausführungsform weist die Munitionsladekiste eine Verbindungseinheit, insbesondere einen Bajonettverschluss, zum formschlüssigen Verbinden der Munitionsladekiste mit einem Turm eines Fahrzeugs auf.
Die Verbindungseinheit ist dafür ausgelegt, die Munitionsladekiste mit dem Turm des Fahrzeugs zu verbinden. Hierfür kann die Verbindungseinheit beispielsweise als eine Schraubverbindung oder eine Rastverbindung ausgestaltet sein. Bevorzugt ist jedoch, die Verbindungseinheit als einen Bajonettverschluss auszuführen. Bei einem Bajonettverschluss gehen zwei Bauteile durch eine sequenzielle Schiebe- und Drehbewegung relativ zueinander eine formschlüssige Verbindung ein. In vorteilhafter Weise kann hierdurch die Munitionsladekiste besonders schnell und einfach mit dem Turm des Fahrzeugs verbunden werden.
Gemäß einer weiteren Ausführungsform weist die Munitionsladekiste eine Zusatzsicherung, insbesondere einen Zurrriemen, zum Sichern einer Lage der pat- ronierten Munition in dem Aufnahmeraum auf.
Bevorzugt weist die Munitionsladekiste eine Zusatzsicherung auf, mit welcher die Lage und/oder Ausrichtung von in dem Aufnahmeraum eingesetzter patro- nierter Munition formschlüssig gesichert werden kann. Unter "Sichern" ist vorliegend zu verstehen, dass insbesondere ein unbeabsichtigtes Bewegen und/oder Verdrehen und/oder Verkippen eingesetzter patronierter Munition verhindert werden kann. Diese Zusatzsicherung kann hierbei beispielsweise in Form von in den Aufnahmeraum einzusetzender Einsätze und/oder Füllmaterial ausgestaltet sein. Bevorzugt ist die Zusatzsicherung jedoch als ein Zurrriemen ausgestaltet. In vorteilhafter Weise kann hierdurch die Munitionsladekiste zur Aufnahme verschiedener Munitionsarten und/oder Munitions groß en dienen, ohne dass hierfür zusätzliche, insbesondere für die jeweilige Munition anzupassender Zusatzsicherungen erforderlich sind. Weiterhin kann hierdurch das Einsetzen patronierter Munition in die Munitionsladekiste und/oder deren Entnahme besonders schnell und einfach erfolgen. Gleichzeitig wird durch die Sicherung patronierter Munition innerhalb der Munitionsladekiste die Sicherheit während einer Lagerung und/oder einem Transport der Munitionsladekiste deutlich erhöht.
Gemäß einer weiteren Ausführungsform weist das Munitionsaufnahmeelement dem Aufnahmeraum abgewandt außenseitig eine Wabenstruktur auf.
Das Munitionsaufnahmeelement ist bevorzugt in sogenannter Leichtbauweise ausgestaltet. Hierfür können eine oder mehrere Seitenwände des Munitionsaufnahmeelements besonders dünnwandig ausgestaltet sein, wobei eine notwendige Stabilität dadurch erzielt wird, dass an einer dem Aufnahmeraum abgewandten Außenseite einer in Leichtbauweise ausgestalteten Seitenwand eine sogenannte Wabenstruktur vorgesehen ist. Bei dieser Wabenstruktur handelt es sich um ei-
ne Anordnung von Rippenstrukturen entlang mehrerer, sich überschneidender Richtungen. Durch die Ausgestaltung mindestens einer der Seiten wände als Wabenstruktur kann diese Seitenwand besonders leicht ausgestaltet sein. In vorteilhafter Weise reduziert sich hierdurch insgesamt die Masse der Munitionsladekiste. Das Hantieren mit der Munitionsladekiste wird hierdurch vereinfacht und der dafür notwendige Arbeitsaufwand gleichzeitig reduziert und sicherer gestaltet.
Gemäß einer weiteren Ausführungsform weist die Munitionsladekiste einen an dem Munitionsaufnahmeelement vorgesehenen Schnellspannverschluss zum formschlüssigen Verbinden der Munitionsladekiste mit einer weiteren Munitionsladekiste auf.
Bei dem Schnellspannverschluss kann es sich insbesondere um einen sogenannten Mini- Twistlock handeln. Ein solcher kann analog zu einem sogenannten Twistlock ausgestaltet sein, wie er beispielsweise für ISO -Container eingesetzt wird. Die Munitionsladekiste ist hierdurch dazu eingerichtet, mit einer weiteren Munitionsladekiste entlang einer horizontalen oder vertikalen Richtung verbunden zu werden. Hierdurch können mehrere Munitionsladekisten als eine horizontal ausgerichtete ebene Reihe, als eine vertikal ausgerichtete Reihe und/oder als ein Stapel mit entlang mindestens zweier Raumrichtungen angeordneter Munitionsladekisten angeordnet werden. In vorteilhafter Weise kann hierdurch eine Verladung mehrerer Munitionsladekisten erleichtert und beschleunigt werden. Zusätzlich kann hierdurch eine Befestigung von Munitionsladekisten an dem Fahrzeug erleichtert werden. Dies gilt insbesondere, falls das Fahrzeug eine dem Schnellspannverschluss entsprechend ausgestaltete Befestigungsmöglichkeit aufweist, so dass die Munitionsladekiste ohne zusätzliche Sicherungsmittel, wie beispielsweise Spanngurte oder Schrauben, mit dem Fahrzeug verbunden werden kann. Ein schnelles Befestigen der Munitionsladekiste am Fahrzeug für einen Transport ist hierdurch in vorteilhafter Weise ermöglicht.
Gemäß einer weiteren Ausführungsform weist die Munitionsladekiste eine an dem Munitionsaufnahmeelement vorgesehene Hebeöse zum Anheben der Munitionsladekiste auf.
Die Hebeöse ist hierbei insbesondere derart ausgestaltet, dass die Munitionsladekiste von einem Kran aufgenommen und transportiert werden kann. Hierzu kann die Hebeöse beispielsweise als ein geschlossener Ring oder als ein Haken ausgestaltet sein. Es ist jedoch auch denkbar, anstelle der Hebeöse eine Verschraubungsmöglichkeit an dem Munitionsaufnahmeelement vorzusehen, mit Hilfe derer die Hebeöse mit der Munitionsladekiste verbunden werden kann.
Gemäß einer weiteren Ausführungsform weist die Munitionsladekiste einen an dem Munitionsaufnahmeelement vorgesehenen Tragegriff zum Tragen der Munitionsladekiste auf.
Der Tragegriff ist insbesondere außenseitig an dem Munitionsaufnahmeelement vorgesehen. Der Tragegriff ist derart ausgestaltet, dass die Munitionsladekiste von einem Benutzer händisch getragen werden kann. Ein Griff kann hier an jeder beliebigen Stelle außenseitig an der Munitionsladekiste angeordnet sein. Bevorzugt ist jedoch, dass ein Tragegriff, bezogen auf die Längsrichtung der Munitionsladekiste, mittig an einer Seitenwand der Munitionsladekiste angeordnet ist. Hierdurch lässt sich die Munitionsladekiste besonders leicht durch einen einzelnen Benutzer händisch tragen.
Gemäß einer weiteren Ausführungsform weist die Munitionsladekiste mehrere Tragegriffe auf, die derart an dem Munitionsaufnahmeelement vorgesehenen sind, dass entlang der Längsrichtung betrachtet ein Tragegriff zwischen zwei weiteren Tragegriffen angeordnet ist.
Hierbei könnten alle Tragegriffe an derselben Seitenwand der Munitionsladekiste angeordnet sein. Bevorzugt ist jedoch, dass an einer der Seitenwände der Munitionsladekiste einer der Tragegriffe angeordnet ist, während an einer weiteren der Seitenwände der Munitionsladekiste zwei Tragegriffe angeordnet sind, wobei hierbei im Bereich der beiden Stirnseiten der Munitionsladekiste jeweils ein Tragegriff angeordnet ist. In vorteilhafter Weise kann hierdurch die Munitionslade- kiste sowohl von nur einem Benutzer getragen werden als auch von zwei oder mehr Benutzern gleichzeitig.
Gemäß einer weiteren Ausführungsform weist die Munitionsladekiste ein an dem Munitionsaufnahmeelement vorgesehenes Führungselement zum Führen der patronierten Munition auf, wobei das Führungselement innerhalb des Aufnahmeraums angeordnet ist.
Das Führungselement ist hierbei insbesondere derart ausgestaltet, dass patro- nierte Munition innerhalb des Aufnahmeraums entlang der Längsrichtung der Munitionsladekiste geführt ist. Eine Verschiebung patronierter Munition innerhalb der Munitionsladekiste ist hierdurch auf nur eine einzige Raumrichtung, namentlich entlang der Längsrichtung, beschränkt. Hierdurch wird die Sicherheit bei der Handhabung patronierter Munition in vorteilhafter Weise erhöht.
Gemäß einer weiteren Ausführungsform weist die Munitionsladekiste ein an dem Munitionsaufnahmeelement vorgesehenes Laufelement, insbesondere eine Laufrolle und/oder eine Laufkugel, zum Transport der Munitionsladekiste auf.
Das Laufelement ist hierbei außenseitig an der Munitionsladekiste vorgesehen. Das Laufelement vereinfacht hierbei das Verschieben der Munitionsladekiste, insbesondere im Falle eines händischen Transports durch einen Benutzer.
Weiterhin wird ein System mit einem Fahrzeug und einer wie oben beschriebenen Munitionsladekiste vorgeschlagen, wobei die Munitionsladekiste formschlüssig mit einem Turm des Fahrzeugs verbunden ist.
Die Munitionsladekiste kann an jeder beliebigen Stelle außenseitig des Fahrzeugs angeordnet sein. Bevorzugt ist jedoch, die Munitionsladekiste an, und insbesondere auf, dem Turm des Fahrzeugs anzuordnen. In vorteilhafter Weise kann hierdurch die Munitionsladekiste mit dem in dem Turm angeordneten Automatiklader des Fahrzeugs interagieren. Hierdurch kann in der Munitionslade- kiste enthaltene patronierte Munition besonders leicht und einfach von der Munitionsladekiste in das Fahrzeug überführt werden. Hierdurch erklärt sich auch die Bezeichnung der Munitionsladekiste, da diese dazu eingerichtet ist, mit ihr das Fahrzeug zu beladen. Das Beladen des Fahrzeugs wird hierdurch einerseits beschleunigt und andererseits besonders sicher gestaltet.
Ferner wird ein Stapel mit einer Mehrzahl wie oben beschriebener Munitionsladekisten vorgeschlagen, wobei die Munitionsladekisten formschlüssig miteinander verbunden sind.
Der Stapel kann hierbei auf einer Palette angeordnet sein. Hierdurch wird eine Verladung einer Mehrzahl an Munitionsladekisten in vorteilhafter Weise vereinfacht und beschleunigt.
Die für die vorgeschlagene Munitionsladekiste beschriebenen Ausführungsformen und Merkmale gelten für das vorgeschlagene System und den vorgeschlagenen Stapel entsprechend und umgekehrt.
"Ein" ist vorliegend nicht zwingend als beschränkend auf genau ein Element zu verstehen. Vielmehr können auch mehrere Elemente, wie beispielsweise zwei, drei oder mehr, vorgesehen sein. Auch jedes andere hier verwendete Zählwort ist
nicht dahingehend zu verstehen, dass eine Beschränkung auf genau die genannte Anzahl von Elementen gegeben ist. Vielmehr sind zahlenmäßige Abweichungen nach oben und unten möglich, soweit nichts Gegenteiliges angegeben ist.
Weitere mögliche Implementierungen der Munitionsladekiste, des Systems und/oder des Stapels umfassen auch nicht explizit genannte Kombinationen von zuvor oder im Folgenden bezüglich der Ausführungsbeispiele beschriebenen Merkmalen oder Ausführungsformen. Dabei wird der Fachmann auch Einzelaspekte als Verbesserungen oder Ergänzungen zu der jeweiligen Grundform der Munitionsladekiste, des Systems und/oder des Stapels hinzufügen.
Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen und Aspekte der Munitionsladekiste, des Systems und/oder des Stapels sind Gegenstand der Unteransprüche sowie der im Folgenden beschriebenen Ausführungsbeispiele der Munitionsladekiste, des Systems und/oder des Stapels. Im Weiteren werden die Munitionsladekiste, das System und/oder der Stapel anhand von bevorzugten Ausführungsformen unter Bezugnahme auf die beigelegten Figuren näher erläutert.
Fig. 1 zeigt eine schematische Ansicht einer Ausführungsform eines militärischen Fahrzeugs!
Fig. 2 zeigt eine schematische perspektivische Ansicht einer Ausführungsform einer Munitionsladekiste;
Fig. 3 zeigt eine weitere schematische perspektivische Ansicht der Munitionsladekiste gemäß Fig. 2;
Fig. 4 zeigt eine weitere schematische perspektivische Ansicht der Munitionsladekiste gemäß Fig. 2;
Fig. 5 zeigt eine weitere schematische perspektivische Ansicht der Munitionsladekiste gemäß Fig. 2;
Fig. 6 zeigt eine schematische Schnittansicht der Munitionsladekiste gemäß Fig. 2;
Fig. 7 zeigt eine schematische perspektivische Ansicht einer weiteren Ausführungsform einer Munitionsladekiste;
Fig. 8 zeigt eine schematische perspektivische Ansicht einer weiteren Ausführungsform einer Munitionsladekiste;
Fig. 9 zeigt eine schematische perspektivische Ansicht einer Ausführungsform eines Systems umfassend die Munitionsladekiste gemäß Fig. 2, Fig. 7 oder Fig. 8;
Fig. 10 zeigt eine schematische perspektivische Ansicht einer weiteren Ausführungsform eines Systems umfassend die Munitionsladekiste gemäß Fig. 2, Fig. 7 oder Fig. 8; und
Fig. 11 zeigt eine schematische Ansicht einer Ausführungsform eines Stapels umfassend die Munitionsladekiste gemäß Fig. 2, Fig. 7 oder Fig. 8.
In den Figuren sind gleiche oder funktions gleiche Elemente mit denselben Bezugszeichen versehen worden, sofern nichts anderes angegeben ist.
Die Fig. 1 zeigt eine schematische Seitenansicht einer Ausführungsform eines militärischen Fahrzeugs 1.
Das militärische Fahrzeug 1 wird nachfolgend lediglich als Fahrzeug bezeichnet. Das Fahrzeug 1 ist ein hochgeschütztes Fahrzeug. Hierzu weist das Fahrzeug 1 eine Panzerung auf. Das Fahrzeug 1 ist ein Kettenfahrzeug. Insbesondere kann das Fahrzeug 1 ein Kampfpanzer sein. Das Fahrzeug 1 kann jedoch auch ein Schützenpanzer, ein Bergepanzer oder dergleichen sein. Das Fahrzeug 1 kann jedoch auch ein Radfahrzeug sein. Das Fahrzeug 1 kann bewaffnet oder unbewaffnet sein.
Dem F ahrzeug 1 ist ein Koordinatensystem mit einer ersten Raumrichtung oder x-Richtung x, einer zweiten Raumrichtung, Querrichtung oder y-Richtung y und einer dritten Raumrichtung, Hochrichtung oder z-Richtung z zugeordnet. Die Richtungen x, y, z sind senkrecht zueinander orientiert. Eine Schwerkraftrichtung g kann im Wesentlichen entgegen der z-Richtung z orientiert sein.
Das Fahrzeug 1 umfasst eine geschützte Fahrzeugwanne 2, in der eine Besatzung des Fahrzeugs 1 Platz findet. Die Fahrzeugwanne 2 ist gegen Beschuss, Sprengfallen, unkonventionelle Spreng- oder Brandvorrichtungen (USBV, EnglJ Improvised Explosive Devices, IED), Minen oder dergleichen geschützt. Die Fahrzeugwanne 2 umschließt einen Innenraum 3, in dem sich die Besatzung aufhalten kann. Über Luken oder Türen kann der Innenraum 3 der Fahrzeugwanne 2 von einer Umgebung 4 des Fahrzeugs 1 aus betreten und wieder verlassen werden.
Das Fahrzeug 1 kann einen Turm 5 mit einer Bewaffnung 6 aufweisen. Der Turm 5 kann auch einen Teil des Innenraums 3 umschließen. Somit kann der Innenraum 3 auch zumindest abschnittsweise außerhalb der Fahrzeugwanne 2, nämlich in dem Turm 5, angeordnet sein. Der Turm 5 ist drehbar an der Fahrzeugwanne 2 gelagert. Der Turm 5 kann einen elektrischen oder hydraulischen Antrieb umfassen, um den Turm 5 zu drehen. Der Turm 5 kann jedoch auch manuell betrieben werden, falls der Antrieb ausfällt. Die Bewaffnung 6 kann eine
Glattrohrkanone sein. Die Bewaffnung 6 kann eine Primärbewaffnung oder Hauptbewaffnung sein. Beispielsweise kann die Bewaffnung 6 ein Kaliber von 130 mm aufweisen. Es kann zusätzlich eine Sekundärbewaffnung, beispielsweise in Form eines Maschinengewehrs, vorgesehen sein.
Das Fahrzeug 1 umfasst ferner ein Kettenlaufwerk 7, mit dessen Hilfe sich das Fahrzeug 1 auf einem Untergrund 8 in einer Fahrtrichtung 9 fortbewegen kann. Dies schließt jedoch nicht aus, dass sich das Fahrzeug 1, beispielsweise in einem Rückwärtsgang, auch entgegengesetzt zu der Fahrtrichtung 9 fortbewegen kann. In der Orientierung der Fig. 1 ist die Fahrtrichtung 9 entlang der x-Richtung x orientiert.
Das Kettenlaufwerk 7 umfasst eine umlaufende Kette 10, die von einer Antriebsrolle 11 angetrieben wird. Die Antriebsrolle 11 ist heckseitig vorgesehen. In der Orientierung der Fig. 1 läuft die Kette 10 bei einer Fortbewegung des Fahrzeugs 1 in der Fahrtrichtung 9 im Uhrzeigersinn um. Die Kette 10 kann eine Vielzahl miteinander verbundener Kettenglieder aufweisen, die beweglich miteinander verbunden sind. Die Kettenglieder sind aus einem metallischen Werkstoff, wie beispielsweise Stahl, gefertigt. Die Kette 10 kann jedoch auch eine Gummikette sein oder Elemente aus Gummi aufweisen.
Die Antriebsrolle 11 ist mit einem Antrieb des Fahrzeugs 1 wirkverbunden. Der Antrieb kann beispielsweise einen Verbrennungsmotor, insbesondere einen Dieselmotor, und ein Getriebe umfassen. Ferner umfasst das Kettenlaufwerk 7 eine Vielzahl von Kettenlaufrollen 12, von denen in der Fig. 1 nur eine mit einem Bezugszeichen versehen ist. Beispielsweise sind jeweils beidseits des Fahrzeugs 1 sieben derartige Kettenlaufrollen 12 vorgesehen. Die Anzahl der Kettenlaufrollen 12 ist jedoch grundsätzlich beliebig. Weiterhin umfasst das Kettenlaufwerk 7 eine Umlenkrolle 13. Die Umlenkrolle 13 ist frontseitig vorgesehen. Umgekehrt
kann die Antriebsrolle 11 auch frontseitig und die Umlenkrolle 13 heckseitig angeordnet sein.
Das Kettenlaufwerk 7 umfasst vorzugsweise zwei Ketten 10, die entlang der Fahrtrichtung 9 betrachtet beidseits des Fahrzeugs 1 angeordnet sind. Dementsprechend umfasst das Kettenlaufwerk 7 auch ein Paar beidseits des Fahrzeugs 1 angeordneter Antriebsrollen 11, eine beliebige Anzahl von Kettenlaufrollen 12, die ebenfalls beidseits des Fahrzeugs 1 angeordnet sind, sowie ein Paar an Umlenkrollen 13.
Die Fig. 2 bis Fig. 5 zeigen jeweils eine schematische perspektivische Ansicht einer Ausführungsform einer Munitionsladekiste 14A für Patronenmunition oder patronierte Munition 15 für das Fahrzeug 1. Die Fig. 6 zeigt eine schematische Schnittansicht der Munitionsladekiste 14A. Im Folgenden wird auf die Fig. 2 bis Fig. 6 gemeinsam eingegangen.
Der Munitionsladekiste 14A ist ein Koordinatensystem mit einer ersten Raumrichtung oder x-Richtung x, einer zweiten Raumrichtung, Querrichtung oder y Richtung y und einer dritten Raumrichtung, Hochrichtung oder z-Richtung z zugeordnet. Die Richtungen x, y, z sind senkrecht zueinander orientiert. Dieses Koordinatensystem der Munitionsladekiste 14A muss nicht mit dem zuvor genannten Koordinatensystem des Fahrzeugs 1 übereinstimmen. Je nach Orientierung der Munitionsladekiste 14A zu der Fahrzeugwanne 2 können die beiden Koordinatensysteme jedoch auch übereinstimmen oder identisch sein. Im Folgenden beziehen sich die Richtungsangaben auf das Koordinatensystem der Munitionsladekiste 14A.
Die Munitionsladekiste 14A weist ein Munitionsaufnahmeelement 16 auf, welches einen Aufnahmeraum 17 zum Aufnehmen genau eines Stücks der patronier- ten Munition 15 vollständig umschließt. Das Munitionsaufnahmeelement 16
kann hierbei aus Aluminium -Blech oder Kunststoff gefertigt sein. Weiterhin ist es möglich, das Munitionsaufnahmeelement 16 mit Hilfe eines generativen oder additiven Fertigungsverfahrens, insbesondere mit Hilfe eines 3D- Druckverfahrens, zu fertigen. Die Munitionsladekiste 14A kann auch aus Faser-
Verbundwerkstoffen gefertigt sein.
Das Munitionsaufnahmeelement 16 weist eine erste Seitenwand 18A, eine zweite Seitenwand 18B und eine dritte Seitenwand 18C (Fig. 6) auf, welche sich jeweils entlang einer Längsrichtung 19 der Munitionsladekiste 14A erstrecken. Bevorzugt sind genau vier Seitenwände 18A, 18B, 18C vorgesehen. Die Längsrichtung 19 entspricht hierbei der Ausrichtung einer längsten räumlichen Ausdehnung der Munitionsladekiste 14A. Die Längsrichtung 19 ist hierbei parallel zu der x- Richtung x orientiert. Die erste Seitenwand 18A ist dabei parallel zu der dritten Seitenwand 18C orientiert, während die die erste Seitenwand 18A senkrecht zu der zweiten Seitenwand 18B orientiert ist.
Weiterhin weist das Munitionsaufnahmeelement 16 eine erste Stirnwand 20A und eine zweite Stirnwand 20B (Fig. 6) auf, wobei die erste Stirnwand 20A und die zweite Stirnwand 20B entlang der Längsrichtung 19 voneinander beab- standet angeordnet und parallel zueinander orientiert sind. Das Munitionsaufnahmeelement 16 weist weiterhin entlang der Längsrichtung 19 orientierte Fasen 21 auf, von denen jedoch nur eine mit einem Bezugszeichen versehen ist. Mit Hilfe der Fasen 21 ist die erste Seitenwand 18A mit der zweiten Seitenwand 18B in Verbindung sowie die zweite Seitenwand 18B mit der dritten Seitenwand 18C in Verbindung.
Die Munitionsladekiste 14A weist eine seitliche Öffnung 22 (Fig. 3) auf, welche eine rechteckförmige Geometrie aufweist, an der ersten Seitenwand 18A angeordnet ist und mit Hilfe welcher der Aufnahmeraum 17 von der Umgebung 4 der Munitionsladekiste 14Aher zugänglich ist. Beispielsweise kann die patronierte
Munition 15 durch die seitliche Öffnung 22 von der Umgebung 4 kommend entlang der y-Richtung y in den Aufnahmeraum 17 eingesetzt werden oder durch die seitliche Öffnung 22 aus dem Aufnahmeraum 17 zur Umgebung 4 hin wieder entnommen werden. Weiterhin weist die Munitionsladekiste 14A eine seitliche Klappe 23 auf, welche um eine Schwenkachse 24 schwenkbar an dem Munitions- aufnahmeelement 16 angebracht ist, um die seitliche Klappe 23 von einem geschlossenen Zustand ZI in einen geöffneten Zustand Z2 und umgekehrt zu verbringen. Die Schwenkachse 24 ist parallel zu der Längsrichtung 19 der Munitionsladekiste 14A orientiert.
Die Munitionsladekiste 14A weist eine stirnseitige Öffnung 25 (Fig. 4) auf, welche eine kreisförmige Geometrie aufweist, an der ersten Stirnwand 20A angeordnet ist und mit Hilfe welcher der Aufnahmeraum 17 von der Umgebung 4 der Munitionsladekiste 14Aher zugänglich ist. Beispielsweise kann patronierte Munition 15 durch die stirnseitige Öffnung 25 von der Umgebung 4 kommend entlang der Längsrichtung 19 in den Aufnahmeraum 17 eingesetzt werden oder durch die stirnseitige Öffnung 25 aus dem Aufnahmeraum 17 wieder hin zur Umgebung 4 entnommen werden.
Weiterhin weist die Munitionsladekiste 14A eine stirnseitige Klappe 26 auf, welche um eine Gelenkachse 27 (Fig. 4) schwenkbar an dem Munitionsaufnahmeelement 16 angebracht ist, um die stirnseitige Klappe 26 von einem geschlossenen Zustand Z10 in einen geöffneten Zustand Z20 und umgekehrt zu verbringen. Die Gelenkachse 27 ist parallel zu der Längsrichtung 19 der Munitionsladekiste 14A orientiert.
Die Munitionsladekiste 14A weist eine Verbin dun gseinheit 28 (Fig. 4) in Form eines Bajonettverschlusses auf, welche an der stirnseitigen Öffnung 25 angeordnet ist. Mit Hilfe der Verbindungseinheit 28 kann die Munitionsladekiste 14A formschlüssig mit dem Turm 5 des Fahrzeugs 1 verbunden werden kann. Eine
formschlüssige Verbindung entsteht durch ein Ineinander- oder Hintergreifen von mindestens zwei Verbindungspartnern.
Das Munitionsaufnahmeelement 16 weist dem Aufnahmeraum 17 abgewandt außenseitig eine Wabenstruktur 29 (Fig. 5) auf. Durch diese Wabenstruktur 29 kann die Masse der Munitionsladekiste 14A reduziert werden. Die Wabenstruktur 29 ist hierfür als eine Überschneidung von Rippenstrukturen entlang zweier senkrecht zueinander angeordneter Raumrichtungen ausgeführt. Die Wabenstruktur 29 kann an zumindest einer der ersten Seitenwand 18A, der zweiten Seitenwand 18B, der dritten Seitenwand 18C, der seitlichen Klappe 23 und/oder der stirnseitigen Klappe 26 angeordnet sein. Bevorzugt ist die Wabenstruktur 29 an allen Seitenwänden 18A bis 18C, der seitlichen Klappe 23 sowie der stirnseitigen Klappe 26 vorgesehen.
Die Munitionsladekiste 14A weist weiterhin einen an dem Munitionsaufnahmeelement 16 vorgesehenen Schnellspannverschluss 30 (Fig. 5) auf zum formschlüssigen Verbinden und/oder Verrasten der Munitionsladekiste 14A mit einer weiteren Munitionsladekiste 14A. Jeweils ein Schnellspannverschluss 30 ist an acht Ecken der Munitionsladekiste 14A angebracht. Die erste Seitenwand 18A und die dritte Seitenwand 18C sowie die daran angeordneten Schnellspannverschlüsse 30 sind hierbei komplementär zueinander ausgestaltet, um das Verbinden mehrerer Munitionsladekisten 14A zu ermöglichen. Bevorzugt ist der Schnellspannverschluss 30 auch dazu eingerichtet, die Munitionsladekiste 14A formschlüssig mit dem Fahrzeug 1, weiter bevorzugt mit dem Turm 5 des Fahrzeugs 1, zu verbinden.
Die Munitionsladekiste 14A weist weiterhin eine an dem Munitionsaufnahmeelement 16 vorgesehene Hebeöse 31 zum Anheben der Munitionsladekiste 14A, insbesondere mit Hilfe eines Krans, auf. Die Hebeöse 31 kann beispielsweise als eine geschlossene Öse oder als ein Haken ausgeführt sein. Insgesamt weist die
Munitionsladekiste zumindest an vier Ecken der Munitionsladekiste 14A jeweils eine Hebeöse 31 auf.
Die Munitionsladekiste 14A weist weiterhin einen Tragegriff 32 auf, welcher an der zweiten Seitenwand 18B angeordnet ist und bezogen auf die Längsrichtung 19 der Munitionsladekiste 14A zwischen zwei weiteren Tragegriffen 33, 34 angeordnet ist. Die weiteren Tragegriffe 33, 34 sind sowohl an der ersten Seitenwand 18A als auch an der dritten Seitenwand 18C angeordnet. Die Tragegriffe 32 bis 34 können hierbei versenkbar in dem Munitionsaufnahmeelement 16 ausgestaltet sein.
Schließlich weist die Munitionsladekiste 14A an zumindest zwei der Ecken des Munitionsaufnahmeelements 16 ein Laufelement 35 auf, welches als eine Laufrolle ausgestaltet ist und zum Transport der Munitionsladekiste 14A dient. Mit Hilfe des Laufelements 35 kann die Munitionsladekiste 14A händisch besonders leicht in einer horizontalen Richtung transportiert werden.
Die Fig. 2 und die Fig. 5 zeigen die seitliche Klappe 23 in dem geschlossenen Zustand ZI und die stirnseitige Klappe 26 in dem geschlossenen Zustand Z10, so dass die Munitionsladekiste 14A gegenüber der Umgebung 4 geschlossen ist.
Die Fig. 3 zeigt die seitliche Klappe 23 in dem geöffneten Zustand Z2, so dass die seitliche Klappe 23 die seitliche Öffnung 22 freigibt.
Die Fig. 4 zeigt die stirnseitige Klappe 26 in dem geöffneten Zustand Z20, so dass die stirnseitige Klappe 26 die stirnseitige Öffnung 25 freigibt.
Wie die Fig. 6 zeigt, weist die Munitionsladekiste 14A ein an dem Munitionsaufnahmeelement 16 vorgesehenes Führungselement 36 auf, welches innerhalb des Aufnahmeraums 17 angeordnet ist. Das Führungselement 36 dient hierbei zum
Führen patronierter Munition 15 entlang der Längsrichtung 19. Das Führungselement 36 ist folglich dazu eingerichtet, einen Freiheitsgrad der patronierten Munition 15 entlang der y-Richtung y und/oder entlang der z-Richtung z zu verhindern und gleichzeitig eine Bewegung der patronierten Munition 15 entlang der Längsrichtung 19 zu erleichtern. Hierfür kann das Führungselement 36 als eine Anordnung reibungsarmer Kunststoffschienen ausgestaltet sein. Das Führungselement 36 dient weiterhin dazu, die patronierte Munition 15 vor Stößen und anderen äußeren Kräften zu schützen.
Weiterhin weist die Munitionsladekiste 14A eine Zusatzsicherung 37, 38 jeweils in Form eines Zurrriemens auf, welche zum Sichern einer Lage und/oder Ausrichtung patronierter Munition 15 in dem Aufnahmeraum 17 dient. Die Zusatzsicherung 37, 38 ist folglich dazu eingerichtet, einen Freiheitsgrad der patronierten Munition 15 entlang der Längsrichtung 19 zu verhindern.
Die Fig. 7 zeigt eine schematische perspektivische Ansicht einer weiteren Ausführungsform einer Munitionsladekiste 14B.
Bei dieser Ausführungsform der Munitionsladekiste 14B weist die Munitionsladekiste 14B analog zu der ersten Ausführungsform der Munitionsladekiste 14A ein Munitionsaufnahmeelement 16, eine stirnseitige Öffnung 25 und eine stirnseitige Klappe 26 auf, welche um eine Gelenkachse 27 (Fig. 4) schwenkbar an dem Munitionsaufnahmeelement 16 angebracht ist, um die stirnseitige Klappe 26 von dem geschlossenen Zustand Z10 in den geöffneten Zustand Z20 und umgekehrt zu verbringen. Die Munitionsladekiste 14B entspricht somit von ihrem Aufbau her im Wesentlichen dem der Munitionsladekiste 14A. Daher wird im Folgenden nur auf Unterschiede der beiden Ausführungsformen der Munitionsladekiste 14A, 14B eingegangen.
Die Munitionsladekiste 14B weist eine erste seitliche Öffnung 39 auf, welche eine rechteckförmige Geometrie aufweist und an der ersten Seitenwand 18A angeordnet ist. Die erste seithche Öffnung 39 ist mit Hilfe einer ersten seitlichen Klappe
40 verschließbar. Die erste seithche Klappe 40 ist um eine erste Schwenkachse
41 schwenkbar an dem Munitionsaufnahmeelement 16 angebracht, um die erste seithche Klappe 40 von einem geschlossenen Zustand ZI in einen geöffneten Zustand Z2 und umgekehrt zu verbringen, wie zuvor mit Bezug auf die Munitionsladekiste 14A erläutert wurde.
Weiterhin weist die Munitionsladekiste 14B eine zweite seitliche Öffnung 42 auf, welche eine rechteckförmige Geometrie aufweist und mit Hilfe einer zweiten seitlichen Klappe 43 verschließbar ist. Die zweite seithche Klappe 43 ist um eine zweite Schwenkachse 44 schwenkbar an dem Munitionsaufnahmeelement 16 angebracht, um die zweite seitliche Klappe 43 von einem geschlossenen Zustand ZI in einen geöffneten Zustand Z2 und umgekehrt zu verbringen.
In der Fig. 7 sind die erste seitliche Klappe 40 in dem geöffneten Zustand Z2 und die zweite seitliche Klappe 43 in dem geöffneten Zustand Z2 dargestellt, so dass die die erste seitliche Klappe 40 und die zweite seitliche Klappe 43 den Aufnahmeraum 17 gegenüber der Umgebung 4 freigeben. Hierdurch kann beispielsweise patronierte Munition 15 durch die erste seithche Öffnung 39 von der Umgebung 4 kommend entlang der y-Richtung y in den Aufnahmeraum 17 eingesetzt werden und durch die zweite seitliche Öffnung 42 aus dem Aufnahmeraum 17 wieder hin zur Umgebung 4 entnommen werden. Die erste Schwenkachse 41 und die zweite Schwenkachse 44 sind beide parallel zu der Längsrichtung 19 orientiert.
Die Fig. 8 zeigt eine schematische perspektivische Ansicht einer weiteren Ausführungsform einer Munitionsladekiste 14C.
Bei dieser Ausführungsform weist die Munitionsladekiste 14C analog zu der der Munitionsladekiste 14A ein Munitionsaufnahmeelement 16, eine seitliche Öffnung 22 sowie eine seitliche Klappe 23 auf. Die Munitionsladekiste 14C entspricht somit von ihrem Aufbau her im Wesentlichen dem der Munitionsladekiste 14A. Daher wird im Folgenden nur auf Unterschiede der beiden Ausführungsformen der Munitionsladekiste 14A, 14C eingegangen.
Ferner weist die Munitionsladekiste 14C eine erste stirnseitige Öffnung 45 auf, welche eine kreisförmige Geometrie aufweist und an der ersten Stirnwand 20A angeordnet ist. Die erste stirnseitige Öffnung 45 ist mit Hilfe einer ersten stirnseitigen Klappe 46 verschließbar. Die erste stirnseitige Klappe 46 ist um eine erste Gelenkachse 47 schwenkbar an dem Munitionsaufnahmeelement 16 angebracht, um die erste stirnseitige Klappe 46 von einem geschlossenen Zustand Z10 in einen geöffneten Zustand Z20 und umgekehrt zu verbringen, wie zuvor mit Bezug auf die Munitionsladekiste 14A erläutert wurde.
Weiterhin weist die Munitionsladekiste 14C eine zweite stirnseitige Öffnung 48 auf, welche eine kreisförmige Geometrie aufweist und mit Hilfe einer zweiten stirnseitigen Klappe 49 verschließbar ist. Die zweite stirnseitige Klappe 49 ist um eine zweite Gelenkachse 50 schwenkbar an dem Munitionsaufnahmeelement 16 angebracht, um die zweite stirnseitige Klappe 49 von einem geschlossenen Zustand Z10 in einen geöffneten Zustand Z20 und umgekehrt zu verbringen.
In der Fig. 8 sind die erste stirnseitige Klappe 46 in dem geöffneten Zustand Z20 und die zweite stirnseitige Klappe 49 in dem geöffneten Zustand Z20 dargestellt, so dass die die erste stirnseitige Klappe 46 und die zweite stirnseitige Klappe 49 den Aufnahmeraum 17 gegenüber der Umgebung 4 freigeben. Hierdurch kann beispielsweise patronierte Munition 15 durch die erste stirnseitige Öffnung 45 von der Umgebung 4 kommend entlang der Längsrichtung 19 in den Aufnahmeraum 17 eingesetzt werden und durch die zweite stirnseitige Öffnung 48 aus dem
Aufnahmeraum 17 wieder hin zur Umgebung 4 entnommen werden. Die erste Gelenkachse 47 und die zweite Gelenkachse 50 sind beide parallel zu der Längsrichtung 19 orientiert.
Die zuvor erläuterten Ausführungsformen der Munitionsladekiste 14A, 14B, 14C können, insbesondere hinsichtlich ihrer konstruktiven Merkmale, beliebig miteinander kombiniert werden. So kann beispielsweise die Munitionsladekiste 14C zwei seitliche Klappen 40, 43 aufweisen, wie dies zuvor mit Bezug auf die Munitionsladekiste 14B erläutert wurde.
Die Fig. 9 zeigt eine schematische perspektivische Ansicht einer Ausführungsform eines Systems 51 A.
Insbesondere zeigt die Fig. 9 eine teilweise Darstellung des Fahrzeugs 1 und der Munitionsladekiste 14Ain einem Beladungszustand des Fahrzeugs 1. Die Munitionsladekiste 14A ist hierbei mit Hilfe der Verbindungseinheit 28 formschlüssig mit dem Turm 5 des Fahrzeugs 1 verbunden. Dies ermöglicht das Beladen des Fahrzeugs 1 mit einer in der Munitionsladekiste 14A eingesetzten patronierten Munition 15. Das System 51A kann jedoch auch die Munitionsladekisten 14B, 14C aufweisen.
Die Fig. 10 zeigt eine schematische perspektivische Ansicht einer weiteren Ausführungsform eines Systems 51B.
Die Fig. 10 zeigt das Fahrzeug 1 in einem fahrbaren Zustand. Das Fahrzeug 1 ist in der Fig. 10 nur teilweise dargestellt. Auf dem Turm 5 des Fahrzeugs 1 sind hierbei eine oder mehrere Munitionsladekisten 14A formschlüssig mit dem Turm 5 verbunden. Der Formschluss wird hierfür mit Hilfe der Schnellspannverschlüsse 30 realisiert. Das System 51B kann jedoch auch die Munitionsladekisten 14B, 14C aufweisen.
Die Fig. 11 zeigt eine schematische perspektivische Ansicht einer Ausführungsform eines Stapels 52.
Der Stapel 52 umfasst eine Mehrzahl an Munitionsladekisten 14A. Hierbei sind die Mehrzahl an Munitionsladekisten 14A mit Hilfe der Schnellspannverschlüsse 30 formschlüssig miteinander verbunden. Dies ermöglicht eine sichere Verbindung mehrerer Munitionsladekisten 14A miteinander, ohne dass hierfür weitere Komponenten und/oder Hilfsmittel erforderlich sind. Die Mehrzahl an Munitionsladekisten 14A kann hierbei auf einer Palette 53 angeordnet sein. Dies vereinfacht das Verladen des Stapels 52. Die Munitionsladekiste 14A ist dabei derart dimensioniert, dass ein ganzzahliges Zahlwort an nebeneinander angeordneten Munitionsladekisten 14A den Maßen der Palette 53 bezüglich der x-Richtung x und/oder der y-Richtung y entspricht. Der Stapel 52 kann jedoch auch mit den Munitionsladekisten 14B, 14C gebildet werden.
Obwohl die vorliegende Erfindung anhand von Ausführungsbeispielen beschrieben wurde, ist sie vielfältig modifizierbar.
BEZUGSZEICHENLISTE Fahrzeug Fahrzeugwanne Innenraum Umgebung Turm Bewaffnung Kettenlaufwerk Untergrund Fahrtrichtung Kette Antriebsrolle Kettenlaufrolle Umlenkrolle A Munitionsladekiste B Munitionsladekiste C Munitionsladekiste Munition Munitionsaufnahmeelement Aufnahmeraum A Seitenwand B Seitenwand C Seitenwand Längsrichtung A Stirnwand B Stirnwand Fase Öffnung Klappe
24 Schwenkachse
25 Öffnung
26 Klappe
27 Gelenkachse
28 Verbindungseinheit
29 Wabenstruktur
30 Schnellspannverschluss
31 Hebeöse
32 Tragegriff
33 Tragegriff
34 Tragegriff
35 Lauf element
36 Führungselement
37 Zusatzsicherung
38 Zusatzsicherung
39 Öffnung
40 Klappe
41 Schwenkachse
42 Öffnung
43 Klappe
44 Schwenkachse
45 Öffnung
46 Klappe
47 Gelenkachse
48 Öffnung
49 Klappe
50 Gelenkachse
5 1 A System
51B System
52 Stapel
53 Palette g Schwerkraftrichtung x x- Richtung y y Richtung z z- Richtung
ZI Zustand
Z2 Zustand
Z10 Zustand Z20 Zustand
Claims
PATENTANSPRÜCHE
1. Munitionsladekiste (14A - 14C) für patronierte Munition (15), insbesondere für ein Fahrzeug (1), mit einem Munitionsaufnahmeelement (16), das einen Aufnahmeraum (17) zum Aufnehmen genau eines Stücks der patronierten Munition (15) umschließt, einer an dem Munitionsaufnahmeelement (16) vorgesehenen seitlichen Öffnung (22, 39, 42), durch die hindurch der Aufnahmeraum (17) von einer Umgebung (4) der Munitionsladekiste (14A- 14C) her zugänglich ist, und einer seitlichen Klappe (23, 40, 43), die um eine Schwenkachse (24, 41, 44) schwenkbar an dem Munitionsaufnahmeelement (16) angebracht ist, um die seitliche Klappe (23, 40, 43) von einem geöffneten Zustand (Z2), in dem die seitliche Klappe (23, 40, 43) die seitliche Öffnung (22, 39, 42) freigibt, in einen geschlossenen Zustand (Zl), in dem die seitliche Klappe (23, 40, 43) die seitliche Öffnung (22, 39, 42) verschließt, und umgekehrt zu verbringen, wobei die Schwenkachse (24, 41, 44) parallel zu einer Längsrichtung (19) der Munitionsladekiste (14A - 14C) orientiert ist.
2. Munitionsladekiste nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Munitionsaufnahmeelement (16) eine an dem Munitionsaufnahmeelement (16) vorgesehene erste seitliche Öffnung (39), durch die hindurch der Aufnahmeraum (17) von der Umgebung (4) her zugänglich ist, eine an dem Munitionsaufnahmeelement (16) vorgesehene zweite seitliche Öffnung (42), durch die hindurch der Aufnahmeraum (17) von der Umgebung (4) her zugänglich ist, eine erste seitliche Klappe (40), die um eine erste Schwenkachse (41) schwenkbar an dem Munitionsaufnahmeelement (16) angebracht ist, um die erste seitliche Klappe (40) von dem geöffneten Zustand (Z2) in den geschlossenen Zustand (Zl) und umgekehrt zu verbringen, und eine zweite seitliche Klappe (43) aufweist, die um eine zweite Schwenkachse (44) schwenkbar an dem Munitionsaufnahmeele-
ment (16) angebracht ist, um die zweite seitliche Klappe (43) von dem geöffneten Zustand (Z2) in den geschlossenen Zustand (Zl) und umgekehrt zu verbringen, wobei die erste Schwenkachse (41) und die zweite Schwenkachse (44) parallel zu der Längsrichtung (19) orientiert sind.
3. Munitionsladekiste nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass das Munitions aufnahmeelement (16) eine an dem Munitionsaufnahmeelement (16) vorgesehene stirnseitige Öffnung (25, 45, 48) aufweist, durch die hindurch der Aufnahmeraum (17) von der Umgebung (4) der Munitionsladekiste (14A - 14C) her zugänglich ist, wobei die stirnseitige Öffnung (25, 45, 48) mit Hilfe einer stirnseitigen Klappe (26, 46, 49) verschließbar ist.
4. Munitionsladekiste nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass die stirnseitige Klappe (26) um eine Gelenkachse (27) schwenkbar an dem Munitionsaufnahmeelement (16) gelagert ist, wobei die Gelenkachse (27) parallel zu der Längsrichtung (19) orientiert ist.
5. Munitionsladekiste nach Anspruch 3 oder 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Munitions aufnahmeelement (16) eine erste stirnseitige Öffnung (45), durch die hindurch der Aufnahmeraum (17) von der Umgebung (4) der Munitionsladekiste (14A - 14C) her zugänglich ist, und eine zweite stirnseitige Öffnung (48), durch die hindurch der Aufnahmeraum (17) von der Umgebung (4) der Munitionsladekiste (14A- 14C) her zugänglich ist, aufweist, wobei die erste stirnseitige Öffnung (45) mit Hilfe einer ersten stirnseitigen Klappe (46) verschließbar ist, wobei die zweite stirnseitige Öffnung (48) mit Hilfe einer zweiten stirnseitigen Klappe (49) verschließbar ist, und wobei die erste stirnseitige Öffnung (45)
und die zweite stirnseitige Öffnung (48) einander gegenüberliegend angeordnet sind.
6. Munitionsladekiste nach einem der Ansprüche 1 - 5, gekennzeichnet durch eine Verbindungseinheit (28), insbesondere einen Bajonettverschluss, zum formschlüssigen Verbinden der Munitionsladekiste (14A - 14C) mit einem Turm (5) des Fahrzeugs (1).
7. Munitionsladekiste nach einem der Ansprüche 1 - 6, gekennzeichnet durch eine Zusatzsicherung (37, 38), insbesondere einen Zurrriemen, zum Sichern einer Lage der patronierten Munition (15) in dem Aufnahmeraum (17).
8. Munitionsladekiste nach einem der Ansprüche 1 - 7, dadurch gekennzeichnet, dass das Munitionsaufnahmeelement (16) dem Aufnahmeraum (17) abgewandt außenseitig eine Wabenstruktur (29) aufweist.
9. Munitionsladekiste nach einem der Ansprüche 1 - 8, gekennzeichnet durch einen an dem Munitionsaufnahmeelement (16) vorgesehenen Schnellspannverschluss (30) zum formschlüssigen Verbinden der Munitionsladekiste (14A - 14C) mit einer weiteren Munitionsladekiste (14A - 14C).
10. Munitionsladekiste nach einem der Ansprüche 1 - 9, gekennzeichnet durch eine an dem Munitionsaufnahmeelement (16) vorgesehene Hebeöse (31) zum Anheben der Munitionsladekiste (14A - 14C).
11. Munitionsladekiste nach einem der Ansprüche 1 - 10, gekennzeichnet durch einen an dem Munitionsaufnahmeelement (16) vorgesehenen Tragegriff (32 - 34) zum Tragen der Munitionsladekiste (14A- 14C).
12. Munitionsladekiste nach Anspruch 11, gekennzeichnet durch mehrere Tragegriffe (32 - 34), die derart an dem Munitionsaufnahmeelement
(16) vorgesehenen sind, dass entlang der Längsrichtung (19) betrachtet ein Tragegriff (32) zwischen zwei weiteren Tragegriffen (33, 34) angeordnet ist.
13. Munitionsladekiste nach einem der Ansprüche 1 - 12, gekennzeichnet durch ein an dem Munitionsaufnahmeelement (16) vorgesehenes Führungselement (36) zum Führen der patronierten Munition (15), wobei das Führungs element (36) innerhalb des Aufnahmeraums (17) angeordnet ist.
14. Munitionsladekiste nach einem der Ansprüche 1 - 13, gekennzeichnet durch ein an dem Munitionsaufnahmeelement (16) vorgesehenes Laufelement (35), insbesondere eine Laufrolle und/oder eine Laufkugel, zum Transport der Munitionsladekiste (14A - 14C).
15. System (51A, 51B) mit einem Fahrzeug (1) und einer Munitionsladekiste (14A - 14C) nach einem der Ansprüche 1 - 14, wobei die Munitionsladekiste (14A - 14C) formschlüssig mit einem Turm (5) des Fahrzeugs (1) verbunden ist.
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