Beschreibung
Reaktanzfilter mit Unterdrückung im Sperrbereich und Duplexerbaulement
Die Erfindung betrifft ein Reaktanzfilter mit Unterdrückung im Sperrbereich. Die Erfindung betrifft des Weiteren ein Duplexerbauelement , insbesondere einen Antennenduplexer, mit einem Reaktanzfilter im Sende- und/oder Empfangspfad des Duplexerbauelements .
Ein Duplexerbauelement, insbesondere ein Antennenduplexer, kann einen Sende- und Empfangspfad aufweisen, die jeweils an einem gemeinsamen Anschluss des Duplexerbauelements zum An¬ schließen einer Sende-/Empfangseinrichtung angeschlossen sind. Im Sendepfad des Duplexerbauelements kann ein Sendefil¬ ter vorgesehen sein, das im Bereich der Frequenzen des Sendesignals einen Durchlassbereich aufweist. Im Empfangspfad des Duplexerbauelements kann ein Empfangsfilter vorgesehen sein, das im Bereich der Frequenzen des von dem Empfangsbauelement empfangenen Signals einen Durchlassbereich aufweist. Um zu verhindern, dass ein Signal mit Frequenzen im Durchlassbereich des Empfangsfilters von dem Sendepfad in den Empfangs¬ pfad eingekoppelt und durch das Empfangsfilter an einen Aus- gangsanschluss des Empfangspfads übertragen wird, ist eine hohe Signalunterdrückung des Sendefilters für Frequenzen im Durchlassbereich des Empfangsfilters notwendig.
Bei einem Duplexerbauelement kann das Einkoppeln eines Stör¬ signals von dem Sendepfad in den Empfangspfad auf verschiede¬ nen Übertragungspfaden innerhalb des Duplexerbauelements er¬ folgen. Ein Signal am Ausgangsanschluss des Empfangsfilters kann beispielsweise aufgrund der direkten Verbindung des Sen-
de- und Empfangspfads auf direktem Wege zwischen dem Sende¬ pfad und dem Empfangspfad übertragen werden. Ein indirekter Signalübertragungspfad verläuft vom Eingangsanschluss des Sendefilters über den Sendepfad zunächst bis zum Anschluss zum Anschließen des Sende-/Empfangsbauelements und von dort über den Empfangspfad zum Ausgangsanschluss des Empfangsfil¬ ters .
Insbesondere für die letztgenannte Signalübertragungsstrecke ist die Isolation zwischen dem Sende- und Empfangspfad für
Signale mit Frequenzen im Empfangsband eines Duplexers durch das Produkt aus der Unterdrückung im Sperrbereich des Sendefilters und der Einfügedämpfung im Durchlassbereich des Empfangsfilters gegeben. Zur Erzielung einer hohen Isolation könnte die Einfügedämpfung im Durchlassbereich des Empfangsfilters vergrößert werden. Des Weiteren könnte die Unterdrü¬ ckung von Signalen im Sperrbereich des Sendefilters verbessert werden, was jedoch im Allgemeinen eine Verschlechterung der Einfügedämpfung des Sendefilters zur Folge hat. Die bei- den genannten Möglichkeiten sind somit mit deutlichen
Nachteilen verbunden, da die Einfügedämpfung im Durchlassbereich des Empfangsfilters und die Einfügedämpfung im Durchlassbereich des Sendefilters zwangsläufig erhöht werden. Es ist wünschenswert, ein Reaktanzfilter mit Unterdrückung im Sperrbereich anzugeben, wodurch die Übertragung eines Störsignals mit Frequenzen im Sperrbereich des Reaktanzfilters weitestgehend unterdrückt ist. Des Weiteren soll ein Duple- xerbauelement mit einem derartigen Reaktanzfilter angegeben werden, wobei das Duplexerbauelement eine hohe Isolation zwi¬ schen einem Sende- und einem Empfangspfad aufweist.
Eine mögliche Aus führungs form eines Reaktanzfilters umfasst einen Eingangsanschluss zum Anlegen eines Eingangssignals, einen Ausgangsanschluss zum Ausgeben eines Ausgangssignals, mindestens einen Serienresonator, der in einen Signalpfad zwischen den Eingangsanschluss und den Ausgangsanschluss ge¬ schaltet ist, einen Parallelresonator, der zwischen den Signalpfad und einen Anschluss zum Anlegen eines Bezugspotenti¬ als geschaltet ist, eine Induktivität, die zu dem Parallelre¬ sonator in Serie geschaltet ist, und einen Kondensator mit einem Anschluss und einem weiteren Anschluss, wobei der An¬ schluss des Kondensators zwischen den mindestens einen Paral¬ lelresonator und die Induktivität angeschlossen ist und der weitere Anschluss des Kondensators an den Ausgangsanschluss angeschlossen ist.
Das Reaktanzfilter kann als Sendefilter in dem Duplexerbaue- lement verwendet werden. Indem der Kondensator mit einem Anschluss zwischen einen Parallelresonator und eine gegen einen Bezugsspannungsanschluss geschalteten Induktivität verbunden wird und mit dem anderen Anschluss mit einem Ausgangsanschluss des Reaktanzfilters des Duplexerbauelements , der an eine Antenne angeschlossen wird, verbunden wird, lässt sich die Isolation zwischen einem Sende- und Empfangspfad des Duplexerbauelements im Empfangsband verbessern.
Gemäß einer möglichen Ausgestaltungsform umfasst das Duple- xerbauelement ein Reaktanzfilter nach der oben angegebenen Aus führungs form und ein weiteres Reaktanzfilter mit einem Eingangsanschluss zum Anlegen eines weiteren Eingangssignals und mit einem Ausgangsanschluss zum Ausgeben eines weiteren Ausgangssignals. Des Weiteren ist ein Anschluss zum Anschlie¬ ßen eines Sende-/Empfangsbauelements vorgesehen. Der Aus¬ gangsanschluss des Reaktanzfilters und der Eingangsanschluss
des weiteren Reaktanzfilters sind jeweils mit dem Anschluss zum Anschließen des Sende-/Empfangsbauelements verbunden.
Weitere Aus führungs formen des Reaktanzfilters und des Duple- xerbauelements sind den Unteransprüchen zu entnehmen.
Die Erfindung wird im Folgenden anhand von Figuren, die Ausführungsbeispiele der vorliegenden Erfindung zeigen, näher erläutert. Es zeigen:
Figur 1 eine Aus führungs form eines Duplexerbauelements ,
Figur 2 eine Aus führungs form eines Reaktanzfilters zur Ver wendung in einem Duplexerbauelement ,
Figur 3 eine weitere Aus führungs form eines Reaktanzfilters zur Verwendung in einem Duplexerbauelement,
Figur 4 Übertragungsfunktionen zur Kennzeichnung eines Übertragungsverhaltens von Signalen in einem Duplexerbauele¬ ment,
Figur 5 weitere Übertragungsfunktionen zur Kennzeichnung eines Übertragungsverhaltens von Signalen in einem Duplexer¬ bauelement,
Figur 6 Übertragungsfunktionen zur Kennzeichnung einer Sig nalübertragung in einem Duplexerbauelement bei Variation eines mit einem Kondensator beschalteten Reaktanzfilters,
Figur 7 eine Aus führungs form von Wandlerstrukturen und eines Kondensators auf einem Trägersubstrat eines Reaktanzfil¬ ters .
Figur 1 zeigt eine Aus führungs form eines Duplexerbauelements 1000, insbesondere eines Antennenduplexers . Das Duplexerbaue¬ lement weist einen Signalpfad SP auf, der als Sendepfad SP dient und zwischen einen Eingangsanschluss 1 zum Anlegen ei¬ nes Eingangssignals ES und einen Ausgangsanschluss 2 zum An¬ schließen eines Sende-/Empfangsbauelements angeschlossen ist. An den Eingangsanschluss 1 kann beispielsweise ein Sender an¬ geschlossen sein, durch den ein Sendesignal als Eingangssig- nal ES an den Eingangsanschluss 1 des Duplexerbauelements an¬ gelegt wird. Im Sendepfad SP ist ein Filter 100, beispiels¬ weise ein Reaktanzfilter, vorgesehen. Das Reaktanzfilter ist derart ausgebildet, dass durch Umwandlung eines elektrischen Signals in ein akustisches Signal und durch erneute Rückum- Wandlung des akustischen Signals in ein elektrisches Signal eine Filterwirkung erzielt wird. Das Reaktanzfilter 100 erzeugt an einem Ausgangsanschluss A100 ein Ausgangssignal TS, das zur Abstrahlung dem Anschluss 2 zum Anschließen des Sen- de-/Empfangsbauelements zugeführt wird.
An den Anschluss 2 kann beispielsweise eine Antenne 300 als Sende-/Empfangsbauelement angeschlossen sein. Eine Impedanz 400 wirkt als ein Phasenschieber, durch den eine Anpassung zwischen Sende-, Empfangspfad und Antenne erzielt wird.
Das Duplexerbauelement 1000 weist des Weiteren einen Aus¬ gangsanschluss 3 auf, der durch einen Empfangspfad EP mit dem Anschluss 2 zum Anschließen des Sende-/Empfangsbauelements verbunden ist. In dem Empfangspfad ist ein Empfangsfilter 200 vorgesehen, das ebenfalls als ein Reaktanzfilter ausgebildet sein kann. Das Reaktanzfilter weist eine Anordnung von Wandlern auf, durch die ein elektrisches Eingangssignal in ein akustisches Signal umgewandelt und das akustische Signal wie-
der in ein elektrisches Signal zurückgewandelt wird, wobei eine Filterwirkung zwischen dem Eingangsanschluss E200 des Empfangsfilters 200 und dem Ausgangsanschluss 3 des Duplexer- bauelements auftritt. Ein von der Antenne 300 empfangenes Signal AS wird daher in ein Ausgangssignal RS umgewandelt, wobei die Signalamplitude beziehungsweise Dämpfung des Fil¬ ters 200 abhängig von der Frequenz des Antennensignals AS ist .
Figur 2 zeigt eine Aus führungs form 1000a des Duplexerbauele- ments 1000. In der Aus führungs form 1000a umfasst das Duple- xerbauelement das Reaktanzfilter 100 als Sendefilter in einer Aus führungs form 100a. Das Reaktanzfilter weist einen Eingangsanschluss 1 zum Anlegen eines Eingangssignals ES auf. An einem Ausgangsanschluss A100 wird in Reaktion auf das Ein¬ gangssignal ES von dem Filter 100 ein Ausgangssignal TS aus¬ gegeben, wobei die Amplitude des Ausgangssignals TS abhängig von der Frequenz des Eingangssignals ES ist. An bestimmten Frequenzen im Durchlassbereich des Reaktanzfilters weist das Filter eine niedrige Einfügedämpfung auf, wohingegen das Filter für Empfangssignale mit Frequenzen im Sperrbereich des Filters eine hohe Einfügedämpfung und somit eine Unterdrü¬ ckung aufweist. Das Reaktanzfilter umfasst in der Aus führungs form 100a Serienresonatoren 11, 12, 13 und 14, die in einem Signalpfad SP zwischen dem Eingangsanschluss 1 und dem Ausgangsanschluss A100 des Reaktanzfilters in Serie geschaltet sind. Des Weite¬ ren umfasst das Reaktanzfilter Parallelresonatoren 21, 22, 23 und 24, die zwischen dem Signalpfad SP und einem Anschluss M zum Anlegen eines Bezugspotentials angeordnet sind. Der An¬ schluss M kann als ein Anschluss zum Anlegen eines Massepo¬ tentials ausgebildet sein.
Der Parallelresonator 21 ist an einer Stelle Sl an den Signalpfad SP angeschlossen. Die Stelle Sl befindet sich zwi¬ schen dem Eingangsanschluss 1 und dem Serienresonator 11. Des Weiteren ist der Parallelresonator 21 über eine Induktivität 31 mit dem Anschluss M zum Anlegen des Bezugspotentials ver¬ bunden. Der Parallelresonator 22 ist an einer Stelle S2 des Signalpfades SP zwischen dem Serienresonator 11 und dem Serienresonator 12 angeschlossen. Der Parallelresonator 23 ist an einer Stelle S3 des Signalpfads zwischen dem Serienresona¬ tor 12 und dem Serienresonator 13 an den Signalpfad SP angeschlossen. Beide Parallelresonatoren 22 und 23 sind über eine Induktivität 32 mit dem Anschluss M zum Anlegen des Bezugspo¬ tentials verbunden. Durch geeignete Dimensionierung der In- duktivitäten 31 und 32 können Polstellen der Filterkurve des Reaktanzfilters, die durch die Wandlerspur des Reaktanzfilters vorgegeben sind, an bestimmte Frequenzen verschoben werden. Ein weiterer Parallelresonator 24 ist an eine Stelle S4 des Signalpfades zwischen dem Serienresonator 13 und dem Se- rienresonator 14 an den Signalpfad SP angeschlossen und direkt mit dem Anschluss M zum Anlegen des Bezugspotentials verbunden .
Die Verbindungsstelle zwischen Sende- und Empfangspfad SP, EP und der Antenne 300 ist über eine Impedanz 400, die als Pha¬ seschieber wirkt, mit dem Anschluss M zum Anlegen des Bezugs¬ potentials verbunden.
Der Empfangspfad EP ist wie anhand von Figur 1 erläutert aus- gebildet und umfasst den Empfangsfilter 200, dem an einem Eingangsanschluss E200 das von der Antenne 300 empfangene Signal AS zugeführt wird und der frequenzabhängig an dem Aus- gangsanschluss 3 das Ausgangssignal RS erzeugt. Das Empfangs-
filter 200 kann ebenfalls als ein Reaktanzfilter mit einer Anordnung von Serien- und Parallelresonatoren ausgebildet sein, die ähnlich wie bei dem Sendefilter zwischen den Ein- gangsanschluss E200 und den Ausgangsanschluss 3 geschaltet sind.
Figur 3 zeigt eine weitere Aus führungs form 1000b des Duple- xerbauelements 1000. In der Aus führungs form 1000b weist das Duplexerbauelement das Sendefilter 100 in einer Ausführungs- form 100b auf. Das Sendefilter 100 ist in der Ausgestaltungs¬ form 100b ebenfalls wieder als ein Reaktanzfilter ausgebildet. Das Reaktanzfilter 100 ist in einem Sendepfad SP wie bei der in Figur 2 gezeigten Aus führungs form zwischen einen Ein- gangsanschluss 1 zum Anlegen eines Eingangssignals ES und ei- nen Ausganganschluss A100 geschaltet. An dem Eingangsan- schluss 1 kann von einem Sender das Eingangssignal ES als Sendesignal bereitgestellt werden. An dem Ausgangsanschluss A100 des Reaktanzfilters wird das Ausgangssignal TS ausgege¬ ben. Das Reaktanzfilter ist derart ausgebildet, dass die Amp- litude des Ausgangssignals TS abhängig von der Frequenz des Eingangssignals ES ist.
In den Sendepfad SP sind die Serienresonatoren 11, 12, 13 und 14 in Reihe hintereinander zwischen den Eingangsanschluss 1 und den Ausgangsanschluss A100 geschaltet. Das Reaktanzfilter umfasst des Weiteren Parallelresonatoren 21, 22, 23 und 24, die jeweils zwischen den Sendepfad SP und einen Anschluss M zum Anlegen eines Bezugspotentials geschaltet sind. Der An¬ schluss M zum Anlegen des Bezugspotentials kann als ein An- schluss zum Anlegen eines Massepotentials ausgebildet sein. Der Parallelresonator 21 ist an einer Stelle Sl des Sendepfads zwischen dem Eingangsanschluss 1 und dem Serienresona¬ tor 11 an den Signalpfad SP angeschlossen. Des Weiteren ist
der Parallelresonator 21 über eine Induktivität 31 mit dem Anschluss M zum Anlegen des Bezugspotentials verbunden. Ein weiterer Parallelresonator 22 ist an einer Stelle S2 des Sendepfads SP zwischen dem Serienresonator 11 und dem Serienre- sonator 12 angeschlossen. Der Parallelresonator 23 ist an einer Stelle S3 des Sendepfads zwischen dem Serienresonator 12 und dem Serienresonator 13 an den Sendepfad SP angeschlossen. Die beiden Parallelresonatoren 22 und 23 sind gemeinsam über eine Induktivität 32 mit dem Anschluss M zum Anlegen des Be- zugspotentials verbunden. Durch geeignete Dimensionierung der Induktivitäten 31 und 32 können Polstellen der Filterkurve des Reaktanzfilters, die durch die Wandlerspur des Reaktanz¬ filters vorgegeben sind, an bestimmte Frequenzen verschoben werden. Der Parallelresonator 24 ist an einer Stelle S4 zwi- sehen den Serienresonator 13 und den Serienresonator 14 an den Sendepfad SP angeschlossen. Eine weitere Seite des Paral¬ lelresonators 24 ist an den Anschluss M zum Anschließen des Bezugspotentials angeschlossen. In Figur 3 ist neben der Aus führungs form 100b des Reaktanzfilters auch die Verschaltung des Reaktanzfilters 100 inner¬ halb des Duplexerbauelements 1000 gezeigt. Der Ausgangsan¬ schluss A100 des Reaktanzfilters 100 ist mit dem Anschluss 2 zum Anschließen des Sende-/Empfangsbauelements 300 verbunden. In dem Empfangspfad EP ist das Empfangsfilter 200 zwischen den Ausgangsanschluss 3 des Duplexerbauelements und den An¬ schluss 2 zum Anschließen des Sende-/Empfangsbauelements ge¬ schaltet. Das Empfangsfilter 200 kann als ein Reaktanzfilter ausgebildet sein.
Im Unterschied zu der in Figur 2 gezeigten Aus führungs form ist zwischen eine Verbindung des Parallelresonators 21 mit der Induktivität 31 und den Ausgangsanschluss A100 ein Kon-
densator 50 geschaltet. Ein Anschluss A50a des Kondensators 50 ist zwischen den Parallelresonator 21 und die Induktivität 31 angeschlossen. Ein weiterer Anschluss A50b des Kondensators ist an den Ausgangsanschluss A100 des Reaktanzfilters angeschlossen.
Die zwischen die Serienschaltung aus dem Parallelresonator und der Induktivität geschaltete Seite des Kondensators wird vorzugsweise an denjenigen Parallelzweig des Reaktanzfilters angeschlossen, der dem Eingangsanschluss 1 am nächsten liegt. Im Ausführungsbeispiel der Figur 3 ist der Kondensator 50 beispielsweise zwischen die Verbindung des Parallelresonators 21 und der Induktivität 31 geschaltet. Die Stelle Sl, an der der Parallelzweig aus dem Parallelresonator 21 und der Induk- tivität 31 an den Sendepfad SP angeschlossen ist, liegt bei¬ spielsweise näher an dem Eingangsanschluss 1 als die weiteren Stellen S2, S3 und S4, an denen die weiteren Parallelzweige an den Sendepfad SP angeschlossen sind. Durch das Schalten des Kondensators 50 zwischen den Parallelzweig und den Ausgangsanschluss des Reaktanzfilters lässt sich die Isolation im Empfangsband zwischen dem Eingangsanschluss 1 und dem Ausgangsanschluss 3 eines Duplexerbauele- ments verbessern. Die Einfügedämpfung im Durchlassbereich des Sendefilters und die Einfügedämpfung im Durchlassbereich des Empfangsfilters bleiben im Vergleich zu einem unbeschalteten Reaktanzfilter der Aus führungs form 100a nahezu unverändert.
Figur 4 zeigt Übertragungsfunktionen des Duplexerbauelements , insbesondere eine Übertragungsfunktion S12 zur Kennzeichnung der Signalübertragung zwischen dem Eingangsanschluss 1 zum Anlegen des Sendesignals ES und dem Anschluss 2 zum Anschlie¬ ßen der Antenne 300 sowie eine Übertragungsfunktion S23 zur
Kennzeichnung einer Signalübertragung zwischen dem Anschluss 2 zum Anschließen der Antenne 300 und dem Ausgangsanschluss 3 des Duplexerbauelements . Aufgetragen ist der Verlauf der Ein¬ fügedämpfung IL in Abhängigkeit von der Signalfrequenz für den Übertragungsweg Eingangsanschluss 1 zu Antennenanschluss 2 und für den Übertragungsweg Antennenanschluss 2 zu Aus¬ gangsanschluss 3. Die Übertragungsfunktionen S12 und S23 sind jeweils für die Aus führungs form 100a und die Aus führungs form 100b des Reaktanzfilters 100 dargestellt.
Da das Empfangsfilter 200 bei der in Figur 2 und 3 gezeigten Aus führungs form identisch ist, tritt im Verlauf der Übertragungsfunktion S23 kein Versatz zwischen den Übertragungsfunktionen der Aus führungs form 1000a und 1000b des Duplexerbaue- lements auf. Das Empfangsfilter 200 ist im gezeigten Ausführungsbeispiel derart ausgebildet, dass der Durchlassbereich D200 des Empfangsfilters im Frequenzbereich zwischen 2080 MHz und 2180 MHz liegt. Außerhalb des Durchlassbereichs D200 weist das Empfangsfilter 200 einen Sperrbereich S200 mit ei- ner gegenüber dem Durchlassbereich D200 höheren Einfügedämpfung auf.
Das Sendefilter 100 weist sowohl in der Aus führungs form 100a als auch in der Aus führungs form 100b einen Durchlassbereich D100 im Bereich zwischen 1690 MHz und 1770 MHz auf. Im Durchlassbereich unterscheiden sich die Übertragungsfunktionen S12 der Aus führungs form 100a des Reaktanzfilters 100 und der Aus¬ führungsform 100b des Reaktanzfilters nur unwesentlich. Außerhalb des Durchlassbereichs D100 weist das Sendefilter 100 in der Aus führungs form 100a einen Sperrbereich auf, der in
Figur 4 mit SlOOa gekennzeichnet ist. In der Aus führungs form 100b ist der Sperrbereich des Sendefilters 100 in Figur 4 mit SlOOb gekennzeichnet. In beiden Aus führungs formen des Reak-
tanzfilters 100 ist die Einfügedämpfung gegenüber dem Durchlassbereich D100 deutlich erhöht.
Anhand von Figur 4 ist weiter zu erkennen, dass im Sperrbe- reich SlOOa des Reaktanzfilters der Aus führungs form 100a und im Sperrbereich SlOOb des Reaktanzfilters der Aus führungs form 100b jedoch unterschiedliche Werte für die Einfügedämpfung IL auftreten. Trotz der unterschiedlichen Pegel für die Einfügedämpfung bleibt dennoch der prinzipielle Verlauf der Übertra- gungsfunktion S12 für die Reaktanzfilter der Aus führungs form 100a und 100b annähernd gleich.
Figur 5 zeigt eine Übertragungsfunktion S13, die die Signalübertragung zwischen dem Eingangsanschluss 1 zum Anlegen des Eingangssignals ES und dem Ausgangsanschluss 3 zum Ausgeben des Ausgangssignals RS kennzeichnet. Dargestellt ist die Ein¬ fügedämpfung IL, die ein Signal zwischen dem Eingangsanschluss 1 und dem Ausgangsanschluss 3 in Abhängigkeit von der Frequenz des Signals erfährt. Anhand von Figur 5 wird deut- lieh, dass der Übertragungspfad zwischen dem Eingangsanschluss 1 und dem Ausgangsanschluss 3 bei Verwendung eines Reaktanzfilters 100 in der Aus führungs form 100b für Eingangs¬ signale ES mit Signalfrequenzen im Durchlassbereichs D200 des Empfangsfilters 200, das heißt im Empfangsband, eine deutlich höhere Einfügedämpfung aufweist, als der Übertragungspfad aufweist, wenn das Reaktanzfilter 100 in der Ausgestaltungs¬ form 100a ausgebildet ist.
Die höhere Einfügedämpfung zwischen dem Eingangsanschluss 1 und dem Ausgangsanschluss 3 für Signale mit Frequenzen im
Durchlassbereich des Empfangsfilters verhindert, dass von dem Eingangsanschluss 1 Störsignale in den Empfangspfad EP einge¬ koppelt werden, die nachfolgend an dem Ausgangsanschluss 3
auftreten würden. Durch das Vorsehen eines Reaktanzfilters in der Aus führungs form 100b lässt sich somit ein Duplexerbauele- ment realisieren, bei dem die Isolation zwischen Sende- und Empfangspfad für Signale im Empfangsband verbessert wird. An- hand von Figur 4 wird deutlich, dass dabei die Einfügedämpfung des Sendefilters im Durchlassbereich des Sendefilters und die Einfügedämpfung des Empfangsfilters im Durchlassbe¬ reich des Empfangsfilters unverändert niedrig bleiben. Figur 6 zeigt den Verlauf der Übertragungsfunktion S13 zur
Kennzeichnung einer Signalübertragung zwischen dem Eingangs- anschluss 1 und dem Ausgangsanschluss 3 des Duplexerbauele- ments für verschiedene Kapazitätswerte des Kondensators 50. Bei einem optimierten Kapazitätswert 50a, der beispielsweise im Bereich zwischen 0,5 pF und 30 pF liegt, zeigt sich im
Empfangsband für den Übertragungsweg zwischen dem Eingangsan- schluss 1 und dem Ausgangsanschluss 3 eine hohe Einfügedämp¬ fung von ungefähr -55 dB. Bei einer Variation des Kapazitätswertes des Kondensators 50 auf einen Wert 50b, der 25 % unterhalb des optimierten Kapa¬ zitätswertes liegt, tritt in dem Übertragungspfad zwischen dem Eingangsanschluss 1 und dem Ausgangsanschluss 3 des Duplexerbauelements eine deutlich niedrigere Einfügedämpfung auf. Ebenso zeigt sich bei einem Kapazitätswert 50c des Kon¬ densators 50, der 25 % oberhalb des optimierten Kapazitäts¬ wertes 50a liegt, auch eine deutlich niedrigere Einfügedämp¬ fung. Somit tritt bei einer Abweichung des Kapazitätswertes des Kondensators 50 von +/- 25 % von dem optimierten Kapazi- tätswert eine deutlich schlechtere Isolation zwischen dem
Eingangsanschluss 1 und dem Ausgangsanschluss 3 auf. Ein für den Kondensator 50 geeigneter Kapazitätswert liegt im Bereich zwischen ungefähr 0,5 pF und 50 pF. Er wird insbesondere be-
stimmt durch den Wert der Induktivität 31, die an den Paral¬ lelresonator 21 angeschlossen ist.
Figur 7 zeigt eine praktische Ausgestaltung des Parallelreso- nators 21 und des Kondensators 50 auf einem Trägersubstrat 500. Der Parallelresonator 21 ist wie die weiteren Parallelresonatoren und auch die Serienresonatoren als ein Eintor- Resonator ausgebildet. Er weist einen Eingangswandler 4 und einen Ausgangswandler 5 auf, die jeweils als kammförmige, me- tallische Strukturen auf dem Trägersubstrat 500 angeordnet sind. Das Trägersubstrat 500 kann beispielsweise ein Material aus Lithiumtantalat , Lithiumniobat oder Quarz enthalten. Die kammförmigen Strukturen 4 und 5 des Ein- und Ausgangswandlers sind derart ineinander verschoben, dass die einzelnen Finger eines Kamms in die Zwischenräume zwischen den Fingern des an¬ deren Kamms eingreifen. Zu beiden Seiten des Ein- und Ausgangswandlers 4, 5 sind jeweils Reflektoren 6 und 7 auf dem Trägersubstrat 500 vorgesehen. Entsprechend der in Figur 3 gezeigten Aus führungs form 100b des Reaktanzfilters ist der Eingangswandler 4 des Parallelresonators 21 mit der Stelle Sl des Sendepfads SP verbunden. Der Ausgangswandler 5 des Parallelresonators 21 ist über die Induktivität 31 mit dem An- schluss M zum Anlegen des Bezugspotentials verbunden. Zwischen die Verbindung des Ausgangswandlers 2 und der Induktivität 31 ist der Anschluss A50a des Kondensators 50 ge¬ schaltet. Ein weiterer Anschluss A50b des Kondensators 50 ist mit dem Ausgangsanschluss A100 des Reaktanzfilters verbunden. Der Kondensator 50 wird durch eine kammförmige Struktur 51 und eine kammförmige Struktur 52 realisiert, die ebenfalls auf dem Substrat 500 angeordnet sind. Die kammförmigen Struk¬ turen 51 und 52 weisen ähnlich wie die Eingangs- und Aus¬ gangswandler der Eintor-Resonatoren jeweils eine Fingerstruk-
tur auf, die in die Zwischenräume zwischen den Fingern der jeweils anderen Struktur eingreift.
Im Unterschied zu den Strukturen der Parallel- und Serienre- sonatoren, insbesondere der Ein- und Ausgangswandler 4, 5, und der Reflektoren 6, 7 sind die kammförmige Struktur 51 und die kammförmige Struktur 52 des Kondensators 50 derart auf dem Trägersubstrat 500 angeordnet, dass beim Anlegen einer Spannung an die jeweilige Struktur 51, 52 in dem Trägersub- strat 500 keine akustische Welle erzeugt wird. Dazu sind die kammförmigen Strukturen 51, 52 im Vergleich zu den kammförmi- gen Strukturen 4, 5 der Parallel- und Serienresonatoren in einer anderen Orientierungsrichtung auf dem Trägersubstrat angeordnet. Die Strukturen 51 und 52 können gegenüber den kammförmigen Strukturen der Serien- und Parallelresonatoren um 90° versetzt auf dem Trägersubstrat angeordnet sein. Somit lässt sich bei der Herstellung des Reaktanzfilters der Kon¬ densator 50 zusammen mit den Spuren der Parallel- und Serienresonatoren auf dem Trägersubstrat 500 auf einfache Weise ausbilden.
Bezugs zeichenliste
1 Eingangsanschluss
2 Anschluss zum Anschließen des Sende-/Empfangsbauelements 3 Ausgangsanschluss
4 Eingangswandler
5 Ausgangswandler
6, 7 Reflektoren
11, 12, 13, 14 Serienresonatoren
21, 22, 23, 24 Parallelresonatoren
31, 32 Spulen zur Erzeugung von Polstellen
100 Reaktanzfilter/Sendefilter
100a, 100b Aus führungs formen des Sende-/Reaktanzfilters
200 Empfangsfilter
300 Sende-/Empfangsbauelement
400 Anpassimpedanz
500 Trägersubstrat
1000 Duplexerbauelement