Verfahren und Einrichtung zur Korrektur der Papierschrumpfung
Die Erfindung betrifft ein Verfahren und eine Einrichtung zum Bedrucken eines AufZeichnungsträgers, bei dem ein Aufzeichnungsträger durch eine Druckeinrichtung in einem ersten Druckvorgang mit einem ersten Tonerbild bedruckt wird, das erste Tonerbild in einer Fixiereinrichtung auf dem Aufzeichnungsträger fixiert wird, wobei der Aufzeich- nungsträger längs mindestens eine Hauptachse schrumpft, und bei dem anschließend derselbe Aufzeichnungsträger in einem zweiten Druckvorgang mit einem zweiten Tonerbild bedruckt wird.
Es gibt zahlreiche Druck-Betriebsarten, bei denen ein Aufzeichnungsträger nach dem Bedrucken mit einem ersten Tonerbild einen Fixiervorgang durchläuft. Bei diesem Fixiervorgang, der im allgemeinen unter Druck und relativ hoher Temperatur erfolgt, wird die Feuchtigkeit im Auf- zeichnungsträger, im allgemeinen Papier, reduziert, wodurch eine Schrumpfung in Längsrichtung und/oder Breitenrichtung erfolgt. In diesen beiden Richtungen kann der Schrumpfungseffekt unterschiedlich sein, abhängig von der Faserrichtung im Papier. Ebenso hängt der Grad der Schrumpfung von den Parametern des Fixierprozesses ab. Wenn anschließend auf denselben Aufzeichnungsträger ein weiteres Tonerbild aufgebracht wird, so sind die beiden Druckbilder bei sonst gleichem Druckvorgang nicht mehr zueinander passgenau, was zu Qualitätseinbußen führt. Typischerweise kann die Schrumpfung in Richtung einer Hauptachse bis zu 1% betragen, d.h. bei einem Blatt der Größe DIN-A 4 kann die Schrumpfung in Längsrichtung mehr als 2 mm sein. Bei noch größeren Formaten wird der Effekt noch deutlicher.
Aus der WO 98/18054 derselben Anmelderin ist ein Verfahren zum Betreiben eines Druckers mit zwei Druckwerken bekannt,
bei dem verschiedene Betriebsarten realisiert werden können. Bei einem Duplex-Druckbetrieb werden Einzelblätter beidseitig bedruckt, wobei zwischen dem jeweiligen Druckvorgang eine Fixierung erfolgt. Eine andere Betriebsart ist der Zweifarben-Simplexdruck, bei dem auf der Vorderseite eines Einzelblattes zwei Bildmuster verschiedener Farbe gedruckt werden. Dieses Betriebsart ist auch als Highlight-Color-Druck bekannt . Eine weitere Betriebsart ist der Zweifarben-Duplexdruck, bei dem die Vorderseite und die Rückseite eines Ei αzelblattes mit Bildmustern verschiedener Farbe bedruckt werden. In Verbindung mit der Beschreibung eines Ausführungsbeispiels wird auf die genannte Druckschrift weiter unten nochmals Bezug genommen. Diese Druckschrift wird hiermit durch Bezugnahme in den Offenbarungsgehalt der vorliegenden Patentanmeldung einbezogen.
Weiterhin ist aus der EP 0 699 315 AI eine elektrografi- sche Druckeinrichtung zum Bedrucken von bandförmigen Auf- zeichnungsträgem unterschieöLlicher Bandbreite bekannt. Ein Papierband wird an einem einzigen Druckwerk mit einer nutzbaren Breite von mindestens der doppelten Breite des Papierbandes in Nebeneinander-:--Stellung., transportiert und bedruckt. In den verschiedenen Druck-Betriebsarten erfolgt eine Zwischenfixierung des ersten Tonerbildes, wobei eine
Schrumpfung der Papierbahn erfolgt. In Zusammenhang mit der Beschreibung von Ausführungsbeispielen wird auf den Inhalt dieses Dokuments näher eingegangen. Dieses Dokument wird hiermit durch Bezugnahme in den Offenbarungsgehalt der vorliegenden Patentanmeldu g mit aufgenommen.
Es ist möglich, den Schruiupfungseffekt zu reduzieren, indem das Trägermaterial vor dem Druckvorgang durch Trocknung auf eine niedrige relative Feuchte gebracht wird. Bei der anschließenden ersten Fixierung ist dann der Schrumpfungseffekt reduziert. Eine solche Maßnahme ist jedoch mit einem hohen Aufwand verbunden. Eine andere
Möglichkeit besteht darin, nach dem ersten Fixiervorgang das Trägermaterial klimatisch zu behandeln und die beim ersten Druckvorgang herrschende ursprüngliche relative Feuchte wieder herzustellen. Der bei der Fixierung erfolg- te Schrumpfungsprozess wird somit rückgängig gemacht. Auch diese Maßnahme ist mit einem sehr hohen technischen Aufwand verbunden.
Es ist Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren und eine Ein- richtung anzugeben, das bzw. die es gestattet, mit relativ geringem technischen Aufwand eine hohe Druckqualität auf dem Trägermaterial zu erzeugen. _ -
Diese Aufgabe wird durch die Merkmale der unabhängigen Ansprüche gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen sind in den abhängigen Ansprüchen angegeben.
Gemäß der ein Verfahren betreffenden Erfindung wird bei einem zweiten Druckvorgang- das zweite Tonerbild in Rich- tung der Hauptachse in gestauchter Form auf den Aufzeichnungsträger aufgebracht. Die Stauchung entspricht in etwa dem Grad der Schrumpfung- in Richtung dieser Hauptachse. Wenn sich dann der Aufzeichnungstrager, im allgemeinen Papier, bei normalen klimatischen Verhältnissen wieder ausdehnt, so hat das zweite Tonerbild in Richtung dieser Hauptachse dieselbe Ausdehnung wie das erste Tonerbild, wodurch der Schrumpfungseffekt kompensiert ist.
Gemäß einem weiteren Aspekt der Erfindung wird eine Ein- richtung zum Bedrucken eines Aufzeichnungsträgers angegeben. Diese Einrichtung ermöglicht die Kompensation des Schrumpfungseffektes .
Zum besseren Verständnis der vorliegenden Erfindung wird im folgenden auf die in den Zeichnungen dargestellten bevorzugten Ausführungsbeispiele Bezug genommen, die anhand spezifischer Terminologie beschrieben sind. Es sei
jedoch darauf hingewiesen, dass der Schutzumfang der Erfindung dadurch nicht eingeschränkt werden soll, da derartige Veränderungen und weitere Modifizierungen an den gezeigten Vorrichtungen und/oder den Verfahren sowie derartige weitere Anwendungen der Erfindung, wie sie darin aufgezeigt sind, als übliches (derzeitiges oder künftiges Fachwissen eines zuständigen Fachmannes angesehen werden. Die Figuren zeigen Ausführungsbeispiele der Erfindung, nämlich:
Figur 1 ein Einzelblatt-Drucksystem mit zwei Druckwerken und zwei Fixierstationen,
Figur 2 das Drucksystem nach Figur 1 in der Betriebsart Duplex-Druck, -
Figur 3 ein Drucksystem für bandförmiges Papier, das zweifach bedruckt wird,
Figur 4 eine Anordnung mit einem LED-Zeichengenerator,
Figur 5 eine Anordnung mit einer Kompensationsoptik zum Ausgleich der Papierschrumpfung,
Figur 6 eine Anordnung mit einer optischen Vorverzerrung und einer optischen Nachverzerrung zum Ausgleich der PapierSchrumpfung.
In Figur 1 ist ein Hochleistungsdrucker 10 dargestellt, bei dem die Erfindung eingesetzt werden kann. Der Hochleistungsdrucker 10 dient zum schnellen Drucken von Einzelblättern aus Papier und enthält ein erstes Druckwerk Dl sowie ein zweites Druckwerk D2. Beide Druckwerke Dl, D2 arbeiten nach dem bekannten elektrografischen Verfahren. Den Druckwerken Dl, D2 sind jeweils Fixierstationen 12, 14 nachgeschaltet, die schematisch durch zwei Rollenpaare angedeutet sind. An den Hochleistungsdrucker 10 ist eine
Papiereingabe 16 angeschlossen, die mehrere Vorratsbehälter 18 bis 24 mit Einzelblättern sowie einen externen Papiereingabekanal 26 enthält. Über einen Transportkanal 27 werden Einzelblätter einem Eingabeabschnitt 28 zuge- führt. Ausgabeseitig ist an den Hochleistungsdrucker 10 eine Papierausgabe 30 angeschlossen, • die mehrere Ausgabebehälter 32 bis 36 enthält. Weiterhin sind zwei Ausgabekanäle 38, 40 vorgesehen, über die Einzelblätter an weiterverarbeitenden Stationen ausgegeben werden können. Der Hochleistungsdrucker 10 gibt die bedruckten Einzelblätter über den Ausgabeabschnitt 42 ab.
Im Inneren des Hochleistungsdruckers 10 sind Transportwege für den Transport der Einzelblätter angeordnet, durch die verschiedene Betriebsarten des Hochleistungsdruckers realisiert werden. Den Druckwerken Dl, D2 sind jeweils Umdruck-Transportwege 44, 46 zugeordnet, die jeweils durch Antriebe so eingestellt sind, dass die zugeführten Einzelblätter an den Druckwerken Dl, D2 ihre Umdruckgeschwindig- keit haben. Beide Umdruck-Transportwege- 44, 46 sind über einen Verbindungskanal 48 miteinander verbunden. Der Transportweg um das erste Druckwerk Dl ist zu einem Ring durch einen Zuführkanal 50 ergänzt, über den auch Einzel- blätter vom Eingabeabschnitt 28 dem zweiten Umdruck- Transportweg 46 zugeführt werden können. Der Transportweg für das zweite Druckwerk D2 wird auf ähnliche Weise zu einem Ring durch einen Abführkanal 52 ergänzt, über den vom Druckwerk Dl bedruckte Einz:elblätter dem Ausgabeabschnitt 42 zugeführt werden können.
Zwischen dem Eingabeabschnitt 28, dem ersten Umdruck- Transportweg 44 und dem Zuführkanal 50 ist eine erste Weiche Wl angeordnet, die es ermöglicht, dass Einzelblätter vom Eingabeabschnitt 28 wahlweise dem ersten Umdruck- Transportweg 44 oder dem Zuführkanal 50 zugeführt werden. Eine weitere Variante besteht darin, dass auf dem Zuführkanal 50 in Richtung der ersten Weiche Wl transportierte
Einzelblätter dem ersten Umdruck-Transportweg 44 zugeführt werden können.
Weiterhin sind eine zweite Weiche W2 und eine dritte Wei- ehe W3 an den Enden des Verbindungskanals 48 angeordnet und verbinden jeweils die angrenzenden Transportwege 44, 48, 52 bzw. 46, 48, 50. Eine vierte Weiche W4 befindet sich in der Nähe des Ausgabeabschnitts 42 und verbindet die angrenzenden Transportwege. Die Papierausgabe 30 ent- hält eine fünfte Weiche W5, die als Wendevorrichtung arbeitet. Ferner ist noch auf eine Aussteuereinrichtung 54 hinzuweisen, der über eine Weiche W6 Ausschuss- Einzelblätter zugeführt werden.
Durch die in Figur 1 beschriebene Anordnung können verschiedene" Betriebsarten des Hochleistungsdruckers 10 verwirklicht werden. Beim Simplex-Druck wird das Einzelblatt- von einem Druckwerk Dl oder D2 nur auf einer Seite bedruckt und von der Fixierstati.on 12 -oder 14 fixiert. Das- weiter oben beschriebene -Schrumpfungsproblem tritt bei dieser Betriebsart nicht auf.
Figur 2 zeigt Schematisch den Duplex-Druckbetrieb, bei dem die Einzelblätter beidseitig bedruckt werden. Die dem Eingabeabschnitt 28 zugeführten Einzelblätter werden durch die erste Weiche Wl dem ersten Umdruck-Transportweg 44 zugeführt (Pfeil P13). Nach dem Bedrucken durch das Druckwerk Dl und dem anschließenden Fixieren in der Station 12 wird das jeweilige Einzelblatt eine Wendestrecke gemäß dem Pfeil P14 über die Weiche W2 hinausgefördert . Diese Wendestrecke ist ein Teil des Abführkanals 52. Anschließend wird die Fördereinrichtung gemäß Pfeil Pl5 umgekehrt, und die Weiche W2 leitet dann das Einzelblatt gemäß dem Pfeil P16 in den Verbindungskanal 48. Das Einzelblatt wird dann von der Weiche W3 in Richtung des Pfeils P17 zum zweiten Umdruck-Transportweg 46 umgelenkt. Dem Druckwerk D2 wird also die noch nicht bedruckte Rückseite des Einzelblattes
zum Bedrucken zugeführt. Dieses Einzeiblatt ist aufgrund des Fixierungsprozesses geschrumpft. Nach dem zweiten Bedrucken folgt ein erneuter Fixiervorgang in der Fixierstation 14 unter Zuführung von Wärme und Druck. Anschlie- ßend werden die aufeinanderfolgenden Einzelblätter gemäß dem Pfeil P18 der Weiche W4 zugeführt - und in die Papierausgabe 30 entlang dem Pfeil P19 transportiert. Da das Einzelblatt in diesem Zustand mit seiner Rückseite nach oben transportiert wird, ist es vor dem Ablegen in den Fächern 32 bis 36 noch zu wenden. Hierzu dient die Weiche W5. Das Einzelblatt wird zunächst durch die Weiche W5 in Richtung des Pfeils P20 für eine vorbestimmte Wendestrecke geführt. Dann wird die Transportrichting gemäß dem Pfeil P21 umgekehrt und die Weiche W5 fördert das Einzelblatt in Richtung des Pfeils -P22, woraufhin es in den Ablagefächern 32 bis" 36 seitenrichtig abgelegt wird.
Eine weitere Betriebsart ist der Zwei färben-Simplexdruck, oft auch als Highlight-Color-Druck bezeichnet, bei dem die Vorderseite eines Einzelblattes mit zwei Bildmustern verschiedener Farbe" bedruckt wird. Die beiden Druckwerke Dl, D2 drucken dann Bildmuster verschiedener Farbe. Bei dieser Betriebsart wird das Einzelblatt über die Weiche Wl dem Druckwerk Dl zugeführt, bedruckt, und in der Fixierstation 12 zum ersten Mal fixiert, wobei eine Schrumpfung erfolgt. Anschließend wird das Einzelblatt über die Weiche W2 dem Verbindungskanal 48 ohne Wenden und dann über die Weiche W3 dem Druckwerk D2 zugeführt. Das Druckwerk D2 bedruckt die geschrumpfte Vorderseite mit einer von der Farbe des Druckwerks Dl verschiedenen Farbe. Anschließend wird in der Fixierstation 14 das Einzelblatt ein zweites Mal fixiert und über die Weiche W4 an die Papierausgabe 30 ausgegeben. Es ist auch ein Prozessablamf möglich, bei dem zuerst das Druckwerk D2 druckt und nach der Fixierung das Druckwerk Dl das zweite Tonerbild druck: .
Eine weitere Betriebsart mit Zwischenfixierung ist der Zweifarben-Duplexdruck, bei der die Vorderseite und die Rückseite eines Einzelblattes mit Bildmustern verschiedener Farbe bedruckt werden. Voraussetzung hierfür ist, dass die Druckswerke Dl und D2 verschiedenfarbige Druckbilder drucken. Zum zweifarbigen Bedrucken der Vorderseite wird wie bei der oben beschriebenen Betriebsart Zweifarben- Simplexdruck vorgegangen. Zunächst wird das Einzelblatt auf einer Seite zweifarbig mit den Druckwerken Dl und D2 bedruckt. Anschließend wird das Einzelblatt erneut dem Druckwerk Dl über den Kanal 48 und die Weiche Wl und W6 zum Bedrucken der Rückseite zugeführt. Damit diese Rückseite dem Druckwerk Dl zugeführt wird, muss auf dem Transportweg zwischen dem Druckwerk D2 und dem Druckwerk Dl das Einzelblatt gewendet werden. Dieses Wenden kann z.B. an der Weiche W4, der Weiche W2 oder der Weiche W3 erfolgen. Die zweite Farbe wird dann durch, -das Druckwerk D2 auf die Rückseite des Einzelblattes aufgedruckt. Bei den verschiedenen Fixiervorgängen kann das Einzelblatt unterschiedli- ehe Schrumpfungen erfahren.
In der bereits erwähnten WO 98/18054 sind die verschiedenen Betriebsarten detaillierter beschrieben. Auf die dort gemachten Ausführungen wird hiermit Bezug genommen.
Figur 3 zeigt ein weiteres Beispiel eines Hochleistungsdrucksystems 58, das mit einem bandförmigen Trägermaterial 60 arbeitet. Abschnitte des Trägermaterials 60 werden zweimal an einer Fotoleitertrommel 68 mit mindestens der doppelten Breite des Bandmaterials vorbeigeführt und bedruckt, wobei eine Zwischenfixierung mit dem unvermeidlichen Schrumpfungsprozess erfolgt .
Um die Fotoleitertrommel 61 gruppieren sich die verschie- denen Aggregate für den elektrofotografischen Prozess.
Eine Ladeeinrichtung 62 in Form eines Ladekorotrons zum
Aufladen des Zwischenträgers 61, der als Fotoleitertrommel
ausgebildet ist; ein LED-Zeichengenerator 63 mit einem Leuchtdiodenkamm zum zeichenabhängigen Belichten des Zwischenträgers 61, der sich über die gesamte nutzbare Breite des Zwischenträgers 61 erstreckt; eine Entwicklerstation 64 zum Einfärben des zeichenabhängigen Ladungsbildes auf dem Zwischenträger 61 mit Hilfe eines Ein- oder Zweikompo- nentenentwicklergemisch.es ; eine Umdruckstation 65, die sich über die Breite des Zwischenträgers 61 erstreckt und mit der die Tonerbilder auf den Aufzeichnungsträger 61 übertragen werden. Zum Entfernen des Resttoners nach der Entwicklung und dem Umdruck ist eine Reinigungsstation 66 vorgesehen, mit- darin Integrierter Reinigungsbürste mit zugehöriger Absaugeinrichtung sowie einer Entladeeinrich- tung 67.. Der Zwischenträger 61 wird elektromotorisch ange- trieben-und im Druckbetrieb in Pfeilrichtung bewegt.
Weiterhin - enthält' die Druckeinrichtung - 58 eine der Umdruckstation 65 in Transportrichtung des Aufzeichnungsträ- gers nachgeordnete Fixierstation 68, die als Thermodruck- fixierstation ausgebildet ' ist, mit einer beheizten Fixierwalze 69 mit ' zugehöriger Andruckwalze 70, sowie der Fixierstation nachgeordneten Führungsrollen 71, die unter anderem= als Ausgabeelemente für. eine Stapeleinrichtung 72 für den Aufzeichnungsträger 60 dienen. Anstelle der darge- stellten Fixierstation sind auch andere Fixierstationen möglich, z.B. mit einem beheizten oder u-nbeheizten Zulaufsattel. Der bandförmige Aufzeichnungsträger 60 ist zum Beispiel als vorgefaltetes, mit Randperforationen versehenes Endlospapier konfektioniert und wird ausgehend von einem Vorratsbereich 73 über Zuführrollen 74 der Umdruckstation zugeführt. Es ist auch möglich., einen Aufzeichnungsträger ohne Randperforationen auf diese Weise oder über eine Rollenzuführung zuzuführen.
Der Transport des AufZeichnungsträgers 60 erfolgt dabei vorzugsweise über eine der Umdruckstation 65 zugeordnete Transporteinrichtung 75 in Form von mit Stiften versehenen
Transportbändern, die über Antriebswellen 77 geführt in die Randperforationen des Aufzeichnungsträgers 60 eingreifen. Für den Fall, dass ein transportlochfreier Aufzeichnungsträger verwendet wird, ist eine dem Fachmann geläufi- ge, angepasste Transporteinrichtung vorzusehen, die den Aufzeichnungsträger' z.B. durch Friktion, gesteuert durch eine Synchronisationsmarken abtastende Steueranordnung transportiert. Weiterhin ist im Gehäusebereich der Druckeinrichtung zwischen Vorratsbereich 73 und der Fixiersta- tion 68 eine Umlenkeinrichtung 78 angeordnet, über die der Aufzeichnungsträger 60 von der FixierStation 68 zur Umdruckstation 65 rückgeführt wird. .-
Die elektrographische Druckeinrichtung ist zum Bedrucken • von --- Aufzeichnungsträgem unterschiedlicher Bandbreite geeignet. Zu diesem Zwecke weist der-- Zwischenträger 61 - (Fotoleitertrommel) eine nutzbare • Breite auf, die der größtmöglichen Aufzeichnungsträgerbreite entspricht (z.B. ein Format DIN A3 quer)-. Diese Breite entspricht der dop- pelten DIN A4 Breite. Damit ist es möglich,' im Bereich der Umdruckstation 65 zwei Aufzeichnungsträgerbreiten DIN A4 längs nebeneinander anzuordnen. Die Fixierstation 68 und . die- -anderen elektrofotografischen Aggregate, wie Entwicklerstation 64, Zeichengenerator 63, Reinigungsstation 66 sind entsprechend dieser nutzbaren Breite ausgelegt.
Eine Anpassung der Breite des Zeichengenerators 63 an unterschiedliche Aufzeichnungsträgerbreiten bedarf keiner mechanischen Änderung am Zeichengenerator, wenn wie in diesem Falle ein LED-Zeichengenerator verwendet wird, mit einer Vielzahl von in Reihen angeordneten LED's. Eine Anpassung an die verwendete Aufzeichnungsträgerbreite erfolgt durch Ansteuerung elektronisch. Die in einem Rückführkanal für schmale Aufzeichnungsträger von der Fixierstation zur Umdruckstation angeordnete Umlenkeinrichtung 78 hat zwei Aufgaben: Sie dient im Durch-
laufbetrieb zum seitlichen Versetzen der Aufzeichnungsträgerbahn und im Wendebetrieb zum Front-Ruckseitenverdrehen des AufZeichnungsträgers 60. Sie ist betriebsartenabhängig umschaltbar ausgestaltet.
Zum beidseitigen -einfarbigen Bedrucken eines schmalen Aufzeichnungsträgers (einfarbiger Duplexbetrieb) , wie er in der Figur 3 dargestellt ist, wird der schmale z.B. DIN A4 breite Aufzeichnungsträger 60 ausgehend von dem Vor- ratsbereich 73 über die Zuführrollen 74 der Umdruckstation 65 zugeführt und an seiner Oberseite mit einem Vordersei- tentonerbild bedruckt. Die Vorderseite, des Aufzeichnungs- trägers 60 ist dabei durch ausgezogene Transportpfeile gekennzeichnet, die Unterseite durch gestrichelte Trans- -portpfeile. Danach wird der Aufzeichnungsträger 60 mit dem Vorderseitentonerbild der -Fixierstation 68 zugeführt - und. das Vorderseitentonerbild- .fixiert, wobei eine Schrumpfung des AufZeichnungsträgers 60 erfolgt. Über die Führungsrollen 71 erfolgt ein "Weitertransport ..des Aufzeichnungsträ- gers' 60 -zu --Umlenkeinrichtung 78. Von der Umlenkeinrichtung 78 "wird der Aufzeichnungsträger " hinsichtlich seiner Vorder- und Rückseite gewendet und über die Zuführrollen 74 der .Umdruckeinrichtung 65 erneut so zugeführt, dass seine Rückseite mit einem Rückseitentonerbild versehen werden kann. Danach wird der Aufzeichnungsträger 60 erneut der Fixierstation 68 zugeführt und das Ruckseitentonerbild fixiert und anschließend der beidseitig bedruckte Aufzeichnungsträger in der Stapeleinrichtung 72 abgelegt. Die Druckeinrichtung ist in der Betriebsart „zweifarbiger Duplexbetrieb" auch zum mehrfarbigen Druckbetrieb geeignet. Zu diesem Zwecke ist die Entwicklerstation 64 so ausgestaltet, dass sie auf dem Zwischenträger 61 getrennt einfärbbare Entwicklerzonen El und E2 erzeugt. Dabei ist jedem Positionsbereich der schmalen Aufzeichnungstrager 60 beim Durchlauf durch die Umdruckstation 65 eine entsprechende Entwicklerzone El bzw. E2 auf dem Zwischenträger 61
zugeordnet. Zur Erzeugung dieser getrennt einfärbbaren Entwicklerzonen El und E2 können den Entwicklerzonen jeweils zwei hintereinander angeordnete Entwicklerstationen 64/1 und 64/2 zugeordnet sein. Dabei enthält die Entwicklerstation 64/1 ein Tonergemisch einer ersten Farbe, z.B. rot und- die Entwicklerstation 64/2 ein Entwieklerge iseh in einer zweiten Farbe, z.B. schwarz. Die EntwieklerStationen 64/1 und 64/2 sind hinsichtlich der Entwicklerzonen El und E2 getrennt aktivierbar ausgestaltet.
Um entsprechend der Darstellung der Figur 3 einen schmalen Aufzeichnungsträger 60 -beidseitig mit .unterschiedlichen Farben bedrucken zu können, wird der Aufzeichnungsträger 60 in der bereits beschriebenen Weise durch die Druckein- richtung geführt. In einem ersten Durchlauf durch die Umdruckstation .65 erfolgt dabei das Aufbringen eines Vorderseitenbildes in einer ersten Farbe, .z.B. rot über die Entwicklerstation 64/1 in der Entwieklerzone E2. Danach erfolgt - eine Fixierung in der Fixierstation 68. In einem zweiten ;Durchlauf- durch die Umdruckstation 65, nach dem Wendevorgang über die Umlenkeinrichtung 78, wird über die Entwicklerstation 64/2 in der Entwicklerzone El ein Rück- seitentonerbild in einer zweiten Farbe, z.B. schwarz, aufgebracht .
Eine weitere Betriebsart ist der „zweifarbige Simplexbetrieb", bei dem ein schmaler Aufzeichnungsträger 60 von beispielsweise der Breite A4 auf einer Seite mit zwei Farben bedruckt wird. Jeder Aufzeichnungsträgerposition auf der Umdruckstation 65 ist dabei eine getrennt einfärb- bare Entwicklerzone El, E2 zugeordnet. In einem ersten Durchlauf durch die Umdruckstation 65 erfoXgt dabei der Aufdruck eines Tonerbildes über die Entwicklerzone E2 in einer ersten Farbe, z.B. rot. Danach wird das Tonerbild dieser ersten Farbe in der Fixierstation 68 fixiert, wobei eine Schrumpfung des Aufzeichnungsträgers erfolgt, und der Aufzeichnungsträger 60 wird ohne Wenden der Umdruckstation
65 mit der zugehörigen Entwicklerzone El erneut zugeführt. Die Umlenkeinrichtung 28 befindet sich dabei in Durchlauf- Position und der Aufzeichnungsträger wird unter Beibehaltung der Vorderseiten-Rückseitenzuordnung nur breitenver- setzt. Beim zweiten Durchlauf durch die Umdruckstation 65 ■ wird dem ersten -fixierten Tonerbild mit der ersten Farbe (rot) ein zweites Tonerbild mit der zweiten Farbe (beispielsweise schwarz) überlagert und so ein zweifarbiges Gesamtbild erzeugt. Das überlagerte Tonerbild wird dann in der Fixierstation 68 erneut fixiert und der einseitig bedruckte Aufzeichnungsträger in der Stapeleinrichtung 72 abgelegt .
Weitere Einzelheiten zu dem Drucksystem nach Figur 3 sind der bereits erwähnten EP 0 699 315 AI zu entnehmen, die hiermit in den Offenbarungs.gehalt der vorliegenden Patentanmeldung mit- aufgenommen wird. .
" Eine weitere Anwendung für die vorliegende Erfindung zur Schrumpfungskompensation ist bei der Anordnung von Druk- kern als Twin-System gegeben. Hierbei werden zwei Drucker so miteinander gekoppelt, dass zwei Drucker nacheinander zwei Druckvorgänge mit dazwischenliegender Fixierung vornehmen. Beispielsweise bedruckt ein erster Drucker die Papiervorderseite und der zweite Drucker die Papierrückseite. Nach dem ersten Druckvorgang erfolgt die Fixierung, wobei der Schrumpfungseffekt auftritt. Zwischen dem ersten Drucker und dem zweiten Drucker kann eine Wendevorrichtung oder eine DurchlaufVorrichtung angeordnet sein. Auf diese Weise ist der bereits beschriebene Zweifärben-Simplex- Druck oder der Duplex-Druck mit einem Twin-Drucksystem realisierbar.
Figur 4 zeigt ein Druckwerk mit einem LED- Zeichengenerator. Auf einem als Wärmesenke ausgebildeten Träger 80 des LED-Zeichengenerators 82 ist eine Modulplatte 84 angeordnet, die eine Vielzahl von Treiber-ICs (inte-
grierte Schaltkreise) 86 sowie eine Zeile 88 mit LEDs (lichtemittierende Dioden) 90 trägt. Jede LED entspricht einem Druckpunkt. Der Abstand der LEDs in der Zeile 90 entspricht der gewünschten Auflösung des Druckbildes . Die Lichtabstrahlflächen der LEDs werden mit einer Glasfaser- Optik, "einem sogenannten Selfoc-Baustein 92 öden einem- Mikrolinsen-Array, im Maßstab 1:1 auf einen Fotoleiter 94 abgebildet. Auf diese Weise entsteht auf der Oberfläche des Fotoleiters 94 ein latentes elektrostatisches Bild, das durch eine Entwicklerstation mit Toner eingefärbt werden kann. Da für jeden Bildpunkt einer Beiichtungszeile 90 eine eigene Lichtquelle vorhanden ist, kann ohne Bewegung von Teilen im Zeichengenerator durch Eins ehalten aller LEDs zum gleichen Zeitpunkt eine gesamte Bildpunkt- zeile auf der Fotoleiteroberfläche belichtet werden. _--
Figur 5 zeigt -ein Beispiel für eine Schrumpfungskorrektur, wobei ausgehend vom Beispiel nach Figur 4 zwiseinen der Selfoc-Baueinheit 92 und- LED-Zeile .90 des Zeichengenera- tor-s 82 eine .Kompensationsoptik 96 angeordnet ist - Diese Kompensationsoptik' 96 bewirkt, dass auf der Fotoleiter- oberfläche 94 die abgebildete Zeile 90 mit LED- Leuchtflächen verkleinert, ist.. Ausgehend von einen-:- .Länge Ll der LED-Zeile 90 hat aufgrund der Kompensationsoptik 96 die auf der Fotoleiteroberfläche 94 abgebildete Bildzeile eine verkürzte Länge L2. Als Kompensationsoptik 96 kann z.B. eine Zylinderlinse verwendet werden. Alternativ kann als Kompensationsoptik eine planparallele optische Platte eingesetzt werden, die durch eine Spannvorrichtung nach Art der in Figur 5 gezeigten Kompensationsoptik in einer Achse leicht gewölbt wird. Die Spannvorrichtung kann die optische Platte an den Rändern einspannen. Durch Druck auf diese Ränder wird dann diese Wölbung erzeugt. Alternativ kann die optische Platte durch ein Spannelement im Bereich der Mittelachse 98 verlagert werden, um die Wölbung zu erzeugen.
Die Verwendung einer optischen Platte hat den Vorteil, dass die einzustellende Wölbung abhängig vom Grad der Schrumpfung des AufZeichnungsträgers in Zeilenrichtung erfolgen kann.
In Figur 5 ist zu erkennen/ dass durch das Einfügen der Kompensationsoptik 96 die optische Abbildung leicht verändert wird. Aufgrund der Abbildungswirkung der Kompensationsoptik 96 geht das Licht einer jeden LED von einer vir- tuellen Zeile 98 aus, wie dies anhand zweier Strahlengänge 100, 102 für eine LED in Figur 5 erkennbar ist. Hierbei ist der Strahlengang 100 derjenige ohne Kompensationsoptik 96 und der Strahlengang 102 derjenige mit Kompensationsoptik 96.
Figur 6 zeigt ein weiteres Ausführungsbeispiel der Erfin- ■ düng, wobei -bei jedem Druckvorgang eine Änderung der optischen Abbildung erfolgt. Beim Aufbringen des Tonerbildes durch ein." erstes Druckwerk Dl erfolgt eine Streckung der - Bildpunktz ile mit Hilfe einer, ersten Zylinderlinse 104 mit negativer Brechkraft. Hierbei wird die Länge.AI einer Bildpunktzeile auf die Länge A2 vergrößert. Aπi Druckwerk D2 erfolgt dann eine -Stauchung des Tonerbildes, wobei eine Zylinderlinse 106 mit positiver Brechtkraft die Länge einer Bildpunktzeile A3 verkürzt auf die Länge A4. Selbstverständlich können auch bei diesem Beispiel planparallele Platten verwendet werden, deren Wölbung mit Hilfe eines Spannelements wie beim Beispiel nach Figur 5 eingestellt wird. Beim Beispiel nach Figur 6 wird also die Gesamtkom- pensation der Schrumpfung auf zwei Vorgänge aufgeteilt. Zunächst wird das Tonerbild mit der vergrößerten Länge A2 (größer als die Länge AI) auf den Aufzeichnungsträger aufgebracht. Die dann erfolgende Schrumpfung beim Fixieren dieses Tonerbildes führt zu einer Verkleinerung dieses Tonerbildes. Beim Druckvorgang mit dem Druckwerk D2 wird dann ein Tonerbild mit weiter verkleinerter Länge A4 aufgebracht. Die durch die Zylinderlinse 104 bewirkte Vorver-
zerrung und die durch die Zylinderlinse 106 bewirkte Nachverzerrung kompensiert insgesamt den Schrumpfungseffekt .
Wie anhand der Figur 6 erkennbar ist, kann der Schrump- fungseffekt auch dadurch kompensiert werden, dass alleine beim Druckvorgang im Druckwerk Dl eine Vorverzerrung stattfindet, welche dem Grad der bei der Fixierung erfolgten Schrumpfung entspricht . Beim Druckvorgang am Druckwerk D2 ist dann eine Nachverzerrung nicht erforderlich. Insge- samt wird dadurch bewirkt, dass das zweite Tonerbild in gegenüber dem ersten Druckvorgang gestauchter Form auf den Aufzeichnungsträger aufgebracht wird.
Eine weitere Möglichkeit, die Auswirkung der Schrumpfung zu kompensieren, liegt darin, auf die Taktfrequenz einzuwirken, .mit der ein LED-Zeichengenerator nach Figur. 4 angesteuert wird. Nachdem- das erste Druckwerk ein Tonerbild auf den Aufzeichnungsträger aufgebracht hat und dieses "Tonerbild zusammen ..mit .dem Aufzeichnungsträger die Fixierstation durchlaufen hat, ist beim Drucken des zweigten Tonerbildes die Schrumpfung zu beachten.. Wird dieses zweite Tonerbild ohne weitere Maßnahme auf das durch Schrumpfung verkürzte Papier aufgebracht, und bildet sich später diese Schrumpfung zurück, so ist dieses zweite Druckbild in den jeweiligen Hauptachsen verlängert. Typische Schrumpfungswerte liegen bei 0,1 bis 0,15 % bei 26 % relativer Feuchte des Trägermaterials . Entsprechend der vorhandenen Schrumpfung wird beim Ausführungsbeispiel bei sonst gleicher Transportgeschwindigkeit des Trägermateri- als wie beim ersten Druckvorgang die Taktfrequenz im gleichen Verhältnis wie die auftretende Schrumpfung vergrößert. Dadurch werden die Zeilenabstände zwischen den Zeilen im selben Verhältnis verkürzt, wodurch das zweite Tonerbild in Zeilenvorschubrichtung in Form gegenüber dem ersten Druckvorgang aufgebracht wird. Umgekehrt kann natürlich auch beim ersten Druckvorgang im Vorgriff auf die beim nachfolgenden Fixierprozeß erfolgte Schrumpfung die
Taktfrequenz verringert werden, um die Zeilenabstände zwischen den Zeilen bei gleicher Transportgeschwindigkeit wie beim zweiten Druckvorgang zu vergrößern.
Bei Zeichengeneratoren mit einem einzigen Laserstrahl oder mit einem in mehrere Teilstrahlen aufgefächerte Laserstrahlen erfolgt das zeilenweise Belichten des Fotoleiters mithilfe eines Polygon-Drehspiegels . Die Zeilenfrequenz ist hier abhängig von der Drehzahl des Polygen- Drehspiegels. Um eine Stauchung des Tonerbildes in Zeilen- vorschubrichtung zu bewirken, kann diese Drehzahl bei sonst gleich bleibender Transportgeschwindigkeit des Tr-ä- germaterials wie beim ersten Druckvorgang erhöht werden, um eine Schrumpfungskompensation zu bewirken.
LED-Zeichengeneratoren und Laserstrahl-Zeichengeneratoren sind- beschrieben in „Das Druckerbuch" im Abschnitt 4 „Optische Zeichengeneratoren", ISBN 3-00-001019-X, Ausgabe 4a, Mai 1999, Oce Printing Systems GmbH. Dieses Dokument wird hiermit durch Bezugnahme- in den Offenbarungsgehalt der vorliegenden Patentanmeldung einbezogen.
Vorteilhafterweise kann eine- dynamische -Schrumpfungskor- rektur durchgeführt werden. Hierzu ist der Grad der Schrumpfung zu messen, beispielsweise durch Messen der Länge und/oder der Breite eines Einzelblatts. Bei Bandma- terial kann diese Länge beispielsweise anhand von Bildma-cr- ken festgestellt werden. Zur Längenmessung kann eine Lichtschranke verwendet werden, die vor dem zweiten Druck- werk angeordnet wird. Beispielsweise wird die Zeit des
Vorbeilaufs eines Einzelblattes gemessen und daraus auf die Länge dieses Einzelblattes bei konstanter Transportgeschwindigkeit geschlossen. Abhängig vom Grad der Schrumpfung kann dann die Taktfrequenz beim Ansteuern des Zei- chengenerators , die Drehzahl des Drehspiegels oder die Durchbiegung einer planparallelen Platte nach den Beispielen der Figuren 5 und 6 eingestellt werden. Vorzugsweise
werden Lichtschranken an jedem Druckwerk angeordnet. Die Laufzeit des Einzelblattes am ersten Druckwerk Dl kann als Soll-Laufzeit definiert werden. Am zweiten Druckwerk D2 wird dann in Bezug auf diese Soll-Laufzeit die Abweichung und damit der Schrumpfungsgrad festgestellt.
Gemäß einem weiteren Beispiel der Erfindung kann zur Kompensation der Schrumpfung die Transportgeschwindigkeit des AufZeichnungsträgers beim zweiten Druckvorgang gegenüber der Transportgeschwindigkeit beim ersten Druckvorcang verringert werden. Auch auf diese Weise erreicht man, dass das zweite Tonerbild gegenüber dem ersten Druckvorgang in gestauchter Form auf den Aufzeichnungsträger aufgebracht wird. Zur dynamischen Kompensation der Schrumpfung kann wie zuvor erwähnt, der Grad der Schrumpfung - festgestellt werden und abhängig von diesem Grad die Transportgeschwindigkeit beim zweiten Druckvorgang eingestellt- werden. Vorteilhaft ist es, wenn die Transportgeschwindigkeit in den beiden Druckeinrichtungen durch Schrittmotore einge- stellt werden. In diesem Fall kann die Signalfrequenz, mit der die Schrittmotoren angesteuert" werden, abhängig vom Grad der Schrumpfung geändert werden, um die Schrumpfungs- kompensation zu bewirken.
Vorteilhafterweise kann der Grad der Schrumpfung des Auf- zeichnungsträgers auch empirisch ermittelt werden. Beim zweiten Druckvorgang wird dann die Kompensation der Schrumpfung abhängig von der empirisch ermittelten Schrumpfung eingestellt, beispielsweise indem die Trans- portgeschwindigkeit angepasst wird, die Taktfrequenz des
Zeichengenerators oder die Drehzahl des Drehspiegels verändert oder die Durchbiegung der planparallelen Platten eingestellt wird.
In Bezug auf die Beispiele nach den Figuren 1 bis 3 kann die Schrumpfungskompensation vorteilhaft angewendet -werden. Beim Einzelblattdrucksystem nach den Figuren 1 und 2
kann sowohl das Beispiel nach den Figuren 5 und 6 betreffend die Kompensationsoptik als auch die Beispiele betreffend die Änderung der Taktfrequenz für den LED- Zeichengenerator, die Änderung der Drehzahl des Drehspie- gels im Falle eines Laserstrahl-Zeichengenerators oder die Änderung der Transportgeschwindigkeit eingesetzt werden. Gleiches gilt auch für das erwähnte Twin-System.
Es sind zahlreiche Varianten für die beschriebenen Bei- spiele möglich. So kann die optische Kompensation längs einer Achse, nämlich der Zeilenachse, kombiniert werden mit einer Kompensation in der hierzu senkrechten Achse, z.B. durch Änderung der Transportgeschwindigkeit des Trägermaterials oder der Zeilenfrequenz. Auch können in die gleiche - Richtung wirkende Kompensationsmaßnahmen kombiniert werden, wie z.B. die Zeilenfrequenzänderung und die Änderung der Transportgeschwindigkeit. Die .Kompensations-- maßnahmen können nur an einer Druckeinrichtung vorgenommen werden oder auf' beide Druckeinrichtungen ufgeteilt wer- den, gegebenenfalls auch. mit unterschiedlichen- Kompensationsmaßnahmen. -- ' ;. ~
Obgleich in den Zeichnungen und in der vorhergehenden Beschreibung bevorzugte Ausführungsbeispiele aufgezeigt und detailliert beschrieben sind, sollte dies als rein beispielhaft und die Erfindung nicht einschränkend angesehen werden. Es wird darauf hingewiesen, dass nur die bevorzugten Ausführungsbeispiele dargestellt und beschrieben sind und sämtliche Veränderungen und Modifizierungen, die derzeit und künftig im Schutzumfang der Erfindung liegen, geschützt werden sollen.
Bezugszeichenliste
10 Hochleistungsdrucker
Dl erstes Druckwerk
D2 zweites Druckwerk
12, 14 Fixierstationen
16 Papiereingabe
18 - 24 Vorratsbehälter
26 Papiereingabekanal
27 Transportkanal
28 Eingabeabschnitt
30 Papierausgäbe
32 - 36 Ausgabebehälter
38, 40 Ausgabekanäle -■ -
42 Ausgabeabschnitt.
44, 46 Umdruck-Transportwege
48 Verbindungskanal
50 - -Zuführkanal
52 Abführkanal .
Wl - W6 Weichen :.
58 Hochleistungsdrucksystem
60 Trägermaterial
61 Zwischenträger
62 Ladeeinrichtung
63 ■ Zeichengenerator
64 Entwicklerstation
65 Umdruckstation
66 ReinigungsStation
67 Entladeeinrichtung
68 Fixierstation
69 Fixierwalze
70 Andruckwalze
71 Führungsrollen
72 Stapeleinrichtung
73 Vorratsbereich
74 Zuführrollen
75 Transporteinrichtung
76 Transportband
77 Antriebswelle
78 Umlenkeinrichtung
El, E2 Entwicklerzonen
80 Träger
82 LED-Zeichengenerator
84 Modulplatte
86 Treiber-ICs
88 Zeile
90 LEDs
92 Selfoc-Baustein
94 Fotoleiter
96 Kompensationsoptik
Ll, L2 Länge
98 . Mittelachse
100, , 102 Strahlengänge -
104 Zylinderlinse
AI, A2 . Länge
106 Zylinder1inse
A3, A4 Länge