Tragbares elektrisches Messgerät
Die Erfindung betrifft ein tragbares elektrisches Mess- gerät nach dem Oberbegriff des Anspruches 1.
In vielen Bereichen müssen tragbare elektrische Messgeräte eingesetzt werden. Dies gilt beispielsweise in der Antennentechnik, wenn mit Hilfe eines Messgerätes Empfangs- stärken von Sendesignalen und Ausrichtungen von Antennen auf geostationäre Satelliten etc. messtechnisch erfasst werden sollen.
Üblicherweise weisen derartige elektrische Messgeräte einen Gehäusekasten mit einer integrierten Benutzerschnittstelle auf, die üblicherweise Eingabeelemente wie eine alphanumerische Tastatur, Funktionstasten, Schalter, Trackball, Touchpad, Mikrofon sowie sonstige Ausgabeelemente wie numerische oder alphanumerische Anzeigen, zei- chenorientierte oder grafische Bildschirme, Lautsprecher etc. umfassen kann.
Gemäß der DE 199 31 888 AI ist dabei bereits ein elektri-
sches Messgerät vorgeschlagen worden, das eine verbesserte Handhabung gegenüber früheren bekannt gewordenen Lösungen aufweisen soll. Dies soll durch eine Benutzerschnittstelle erreicht werden, wodurch eine von dem Gehäusekasten sepa- rate Bedienungseinheit gebildet wird, die eine Bedienung des Messgerätes entfernt vom Gehäusekasten ermöglichen soll. Dabei soll die Benutzerschnittstelle alle Elemente, die zum Ablesen der Messergebnisse und der Gerätebedienung notwendig sind, umfassen. Die Bedieneinheit kann dabei ein Bildschirm sein, der sowohl der Gerätesteuerung als auch der Messergebnisdarstellung dient. Die Benutzerschnittstelle kann dabei mit dem das eigentliche Messgerät aufnehmenden Gehäusekasten per Datenübertragung mittels Infrarotstrahlung, Funksignale, Lichtwellenleiter oder me- tallischer Kabel erfolgen.
Demgegenüber ist es Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein ebenfalls optimal handhabbares tragbares elektrisches Messgerät zu schaffen, das auch im robusten Einsatz äu- ßerst leicht handhabbar ist.
Die Aufgabe wird erfindungsgemäß entsprechend den im Anspruch 1 angegebenen Merkmalen gelöst. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung sind in den Unteransprüchen an- gegeben.
Das erfindungsgemäße Gerät ist in höchst erstaunlicher Weise einfachst handhabbar. Dabei ist es auch für den robusten Einsatz nicht nur im Inneren von Gehäuden, son- dem vor allem auch für den Außen- oder Laborbereich geeignet.
Das erfindungsgemäße transportable Gerät zeichnet sich vor
allem dadurch aus, dass sowohl das Tragen als auch die Vorbereitung zur Messung, also auch die Durchführung der Messung selbst, nach logischen und ergonomischen Gesichtspunkten erfolgen kann. Dies gewährleistet einen hohen Messkomfort und größtmöglichen Schutz der sensiblen Messtechnik, insbesondere eines bevorzugt vorgesehenen großen Farbdisplays. Der gesamte Ablauf des Messvorgangs ist durch die Gestaltung des Gehäuses und des Gurtsystems gewissermaßen vorgegeben.
Als positiv ist ebenfalls festzuhalten, dass die Auslegung des Gehäuses einen zusätzlichen Transportkoffer oder eine spezielle Tragetasche überflüssig macht. Sämtliche Schutz- und Tragefunktionen übernimmt das Gehäuse des Messgerätes selbst.
In einem bevorzugt vorgesehenen, zusätzlich angedockten oder integrierten Fach können zusätzliche eventuell benötigte Komponenten, wie beispielsweise Messkabel, Mess- spitzen oder Prüfadapter untergebracht werden. Dieses Fach bietet auch für eine zukünftige Ausbaustufe den eventuell nötigen Bauraum, für weitere Messmodule und gewährleistet somit eine nahezu uneingeschränkte Erweiterungsmöglichkeit des modularen Messgerätes.
Bevorzugt bildet das Gehäuse einen in sich geschlossenen Körper. Das gesamte Gehäuse kann mit großzügig ausgeführten Stoßschutzelementen versehen sein. Dadurch wird ein Höchstmaß an Schutz gegenüber relevanten Umwelteinflüssen wie Erschütterung, Verschmutzung, Nässe etc. gewährleistet.
Das transportable Messgerät kann aufgrund des geringen Gewichtes und der kompakten Abmessungen gleichermaßen für mobile Messanwendungen vor Ort auch als Tisch- oder Labormessgerät eingesetzt werden. Soll es für eine Laboranwen- düng verwendet werden, so kann bevorzugt auch noch ein Aufstellfuß integriert sein, um die Displayfläche leicht winkelig auszurichten und einen besseren Blick hierauf zu gewährleisten. Die Vorteile, die sich beim erfindungsgemäßen Messgerät insbesondere in nachfolgend noch erör- terten bevorzugten Ausführungsformen ergeben, lassen sich wie folgt kurz zusammenfassen:
Die große Oberseite des Gerätes bildet die Bedienoberfläche (und nicht eine kleine Stirnseite wie bei her- kömmlichen Geräten) ;
es ist eine Erweiterungsmöglichkeit durch einen sätzlich nutzbaren Bauraum gegeben, der auch als Staufach verwendet werden kann;
in elekrisch/elektronischer Hinsicht kann das Gerät bevorzugt modular aufgebaut und für unterschiedlichste Labor- oder Feldmessungen einsetzbar ausgebildet sein;
- insbesondere kann es als multifunktionales Antennen- messgerät für alle gängigen TV-Messungen eingesetzt werden;
das Gerät weist bevorzugt ein kompaktes Gehäuse auf, welches eine in sich geschlossene Gehäusestruktur aufweist;
das gesamte Gerät erfüllt alle Schutz- und Tragefunk-
tionen, so dass ein zusätzlicher Transportkoffer überflüssig ist;
dafür sind je nach Bedarf Stoßkanten, Weichkomponenten zur Schockabsorbierung etc. vorgesehen;
eine klappbare Frontseite stellt gleichzeitig einen wirksamen Schutz für die Anzeige oder das Display dar;
es sind keine losen Teile vorhanden;
bevorzugt ist auch die Traggurtanbindung unlösbar, wodurch eine Abstürzgefahr bei Feldmessungen vermieden wird;
da die Anzeige auf der großen Seitenfläche des Gerätes vorgesehen ist, kann ein großflächiges touch-screen- Display verwendet werden, das bevorzugt tageslichtfähig ist;
das Gerät kann aufgrund des Aufbaus eine günstige Schwerpunktlage aufweisen;
die Handhabung auch bei Feldmessungen ist so einfach, dass ein problemloser Einsatz möglich wird;
insbesondere die Umsetzung aus der vertikalen Transport- in die eher horizontale Tragelage bei Durchführung einer Messung ist problemlos umsetzbar; und
das Gerät kann mit einer Schutzklappe insbesondere für die Anzeigeeinrichtung und/oder die Eingabetasten
ausgestattet sein, wobei das Gerät aber auch genauso ohne eine derartige Schutzklappe gestaltet sein kann, insbesondere dann, wenn das Display in Form eines Touch-Panels und/oder die Eingabeeinrichtung beispielsweise in Form der Tasten, Schalter etc. mit einer entsprechenden, eine Bedienung ermöglichenden durchsichtigen Schutz- und Betätigungsabdeckung versehen ist.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung wird nachfolgend anhand von Zeichnungen näher erläutert. Dabei zeigen im Einzelnen:
Figur 1 eine schematische perspektivische Darstellung des erfindungsgemäßen Gerätes in abgestellter Position;
Figur 2 das erfindungsgemäße Gerät in schemati- scher perspektivischer Darstellung mit aufgeklapptem Deckel, so dass ein darunter befindliches Anzeigeelement sowie benötigte Eingabe- und Auslöseelemente frei zugänglich sind;
Figur 3a eine schematische vertikale Querschnittsdarstellung durch das Gerät in geschlossener Position;
Figur 3b eine zu Figur 3a entsprechende schematische vertikale Querschnittsdarstellung, in welcher jedoch verschiedene Klappen bereits in leicht geöffneter Position ver-
stellt sind;
Figur 4a eine schematische Seitendarstellung auf das erfindungsgemäße Gerät mit einem Gurt- befestigungs- und Verstellmechanismus, bei welchem der Befestigungspunkt sich in der Ausgangs- und Trageposition befindet;
Figur 4b ein zu Figur 4a abgewandeltes Gurtbefesti- gungs- und Verstellprinzip;
Figur 4c ein nochmals zu den Figuren 4a und 4b abgewandeltes Ausführungsbeispiel;
Figur 5 bis 10 verschiedene Darstellungen zur Inbetriebnahme des erfindungsgemäßen tragbaren Messgerätes, ausgehend von der üblichen Trageposition bis hin zur Einsatzposition;
Figur 11 eine zu Figur 1 leicht abgewandelte perspektivische Darstellung eines weiteren Ausführungsbeispiels;
Figur 12: eine zu Figur 2 entsprechende perspektivische Darstellung bezüglich eines gegenüber Figur 2 geringfügig abgewandelten Ausführungsbeispiels eines erfindungsgemäßen Gerätes, jedoch ohne Schutzdeckel;
Figur 13: eine zu Figur 3a abgewandelte Querschnittsdarstellung bezüglich des Ausführungsbeispiels nach Figur 11; und
Figur 14 bis 19: verschiedene Darstellungen zur Inbetriebnahme des erfindungsgemäßen tragbaren Messgerätes, ausgehend von der üblichen
Trageposition bis hin zur Einsatzposition.
In Figur 1 ist das erfindungsgemäße tragbare Messgerät 1 in einer schematischen Perspektive gezeigt. Es umfasst ein kastenförmig gestaltetes Gehäuse 3 mit einem unten als Standfläche dienenden Boden 5, zwei gegenüberliegenden Stirnseiten 7, die nachfolgend auch als Seitenwangen 7 bezeichnet werden, einer vorderen Bedienseite 9, einer hinten liegenden Rückseite 11 sowie einer oben liegenden Abdeckung 13.
Wie bereits in Figur 1 angedeutet ist, ist ein Tragegurt 14 oder eine gurtähnliche Trageinrichtung 14 vorgesehen, die an den beiden gegenüberliegenden Seitenwangen 7 an dort vorgesehenen Befestigungs- und Angriffstellen 15 angebracht ist, wobei diese Befestigungs- und Angriffstellen 15 so an den Seitenwangen 7 angeordnet und vorgesehen sind, dass diese oberhalb des Schwerpunktes des Gerätes liegen. In üblicher Tragposition, bei der der Gurt beispielsweise über die Schulter eingelegt ist, kann das Gerät in der in Figur 1 gezeigten Ausrichtung und Lage problemlos getragen und mitgenommen werden.
In Figur 2 ist das Messgerät 1 in einer später im Ein- zelnen noch zu erörternden Bedienlage gezeigt, in der die frontseitige Bedienseite 9 im Wesentlichen nach oben ausgerichtet liegt. An der Bedienseite 9 ist ein zwischen einer Verschluss- und einer Öffnungsstellung verschwenk-
barer Deckel 17 vorgesehen, der um eine rückwärtige Kippachse 17a verschwenkbar ist.
Unterhalb des geschlossenen Deckels 17 befindet sich die eigentliche Benutzer-Schnittstelle, und zwar bevorzugt mit einem entsprechend groß dimensionierten Display, also einer Anzeigeeinrichtung 19, vorzugsweise in Form einer Färb- Flüssigkeitskristall-Anzeige (TFT-Anzeige) . Dazu können noch weitere separate Messinstrumente, Eingabe- bzw. Ausgabekomponenten, Schalter oder Tasten 20, Anschlussbuchsen, ein- und herausführbare Kabel etc. vorgesehen sein. Bevorzugt wird jedoch die Anzeigeeinrichtung 19 als touch-screen mit einer intuitiven Menüführung ausgebildet, so dass jeweils für einen bestimmten Messvorgang folgend die entsprechend notwendigen Buttons, Schalter, Anzeigeinstrumente und/oder digitale Messgrößen etc. vi- sualisiert und betätigbar dargestellt sind.
Der Deckel 17 dient dabei gleichzeitig als Schutzfunktion vor Stößen, Feuchtigkeit, Nässe etc., wenn das Gerät mit zugeklapptem Deckel mitgeführt wird. Da die Anzeigeeinrichtung selbst nicht auf der Innenseite des Deckels angeordnet ist (ähnlich wie beim Notebook) , müssen auch keine separaten Feststelleinrichtungen für den Deckel vor- gesehen sein. Zudem kann die Innenseite des Deckels mit einer Benutzerinformation (z.B. Funktionstasten-Übersicht etc.) oder einem Folienfach zur Aufnahme von Notizzetteln o.a. versehen sein. Ein touch-screen in einem Deckel könnte zudem im Einsatzfalle auch nur schlecht bedient werden, da bei Ausüben von Druck auf die Displayfläche der Deckel stets versuchen würde auszuweichen.
Anhand von Figuren 3 ist aus einer Querschnittsdarstellung
ferner zu ersehen, dass das eigentliche Messgerät sich lediglich in einem mittleren Bereich 21 in einem integrierten kastenförmigen Schutzgehäuse 23 befindet. Denn das eigentliche, im mittleren Bereich 21 befindliche elek- tronische Messgerät ist vorne im geschlossenen Zustand durch den Deckel 17 geschützt, auf der Unterseite durch den Boden 5 und auf der hinteren Seite durch die Rückseite 11, die ebenfalls wiederum im Abstand zu dem eigentlichen, die Elektronik aufnehmenden Schutzgehäuse 23 angeordnet ist. Dadurch wird im hinteren Bereich noch ein Staufach 25 gebildet, das zur Aufnahme von Messkabeln, Messspitzen, Prüfadaptern etc. dienen kann.
In Figur 3a und Figur 3b ist in üblicher Standposition im Vertikal-Querschnitt (quer zu den größeren Seitenwänden 9 und 11) schematisch wiedergegeben, wie durch Ausklappen des oberen Teils 11a der rückwärtigen Seite 11 um eine unten liegende Kippachse 11b die Rückseite 11 nach hinten •verschwenkt werden kann, so dass von oben her das Staufach 25 frei zugänglich ist.
Der nach hinten aufklappbare obere Teil 11a der rückwärtigen Seite 11 mit der Rückwand 11c (um einen Zugang zum Stauraum 25 zu schaffen) dient gemäß der Darstellung nach Figur 2 auch gleichzeitig als rückwärtige Stütze 11a, um das Gerät beispielsweise als Laborgerät auf einem Tisch aufzustellen und dabei die Anzeigeeinrichtung leicht schräg auf das Sichtfeld einer das Gerät bedienenden Person ausgerichtet werden kann.
Sowohl die hinten liegende Rückseite oder Rückklappe 11a als auch der vordere Deckel 17 können so gestaltet sein, dass sie von außen her Stöße optimal absorbieren. Von
daher können Rückseite und Deckel auch mehrschichtig gebildet sein und Dämpfungsmaterial umfassen. Das Gleiche gilt für den unten liegenden Boden wie für die oben vorgesehene Abdeckung. Zudem können an allen Kanten gegebe- nenfalls noch Stoßschutzelemente 29 vorgesehen sein. Dadurch ist also der gesamte, die Elektronik aufnehmende Kern des Messgerätes im mittleren Bereich 21 untergebracht und geschützt.
Schließlich ist insbesondere auch aus Figur 3a und Figur 3b ferner zu ersehen, dass auch noch der oben liegende Deckel 113 um eine rückwärtige Kipp- oder Verschwenkachse 113a ebenfalls verschwenkt werden kann, wodurch die darunter befindlichen Bereiche, insbesondere der oben liegen- de Bereich 21a des mittleren Bereiches 21, in welchem die elektronischen Messteile oder Messgeräte untergebracht sind, frei und offen zugänglich liegt. Dort gegebenenfalls vorgesehene weitere Einstellelemente, Anschlüsse, sonstige Bedienelemente etc. können dadurch leicht zugänglich be- dient werden. Darüber hinaus ist auch das hinten liegende Staufach 25 bei aufgeklapptem oberen Deckel 113 ebenfalls frei zugänglich, ohne dass beispielsweise auch der hinten liegende, eher an der oberen Hälfte vorgesehene rückwärtige Deckelteil 11a, der auch als Stütze 11a dient, in die geöffnete Stellung verschwenkt worden ist.
Nachfolgend wird auf eine Verstellung des Gurtsystems eingegangen, wodurch die Handhabung des Gerätes im praktischen Einsatz deutlich verbessert wird.
Bezug nehmend auf Figur 1 ist bereits erwähnt worden, dass in üblicher Trageposition die Befestigungs- und Angriffstellen 15 an den Seitenwangen 7 im oberen Bereich an-
greifen, so dass bei tieferliegendem Schwerpunkt das Gerät in üblicher Trageposition die in Figur 1 wiedergegebene Position einnimmt.
Da während des Messprozesses das Gerät in eine in Figur 2 wiedergegebene Position gebracht werden soll, sind die Gurtbefestigungs- und Verstellmechanismen entsprechend den Darstellungen nach den Figuren 5a bis 7 vorgesehen oder möglich.
In Figur 4a ist in schematischer auszugsweiser Seitendarstellung lediglich die Seitenwange 7 des erläuterten Gerätes gezeigt, um Aufbau und Funktionsweise des Traggurtsystems 15 weiter zu erläutern. Daraus ist zu entnehmen, dass an der Seitenwange 7 an einem Befestigungs- oder Angriffspunkt 15 der Gurt oder das gurtähnliche Tragesystem angebracht ist und dabei zumindest an einer Seitenwange 7 der Befestigungs- und Angriffspunkt des Gurtsystems von der in Figur 4a gezeigten ersten Fixierlage 15 in eine beim mobilen Messeinsatz bevorzugte zweite Position 16 gebracht wird, die in Figur 4a strichliert eingezeichnet ist. Dies kann beispielsweise durch Lösen einer Stell- und Fixierschraube 115 erfolgen, um dann den Befestigungs- und Angriffspunkt 15 an einer Seitenwange 7 beispielsweise längs einer Führungsschiene oder Führungseinrichtung 31 zu einer versetzt liegenden zweiten Position 16 zu verlagern, die dem Bereich des Bodens 5 des Gerätes näher liegt als die übliche Ausgangs- und Fixierposition, wie sie in den Figuren 1 und 4a gezeigt ist. In der zweiten Position 16, die in Figur 4a strichliert eingezeichnet ist, kann dann die erwähnte Feststelleinrichtung, d.h. beispielsweise die erwähnte Stell- oder Fixierschraube 115 wieder fest gedreht werden, wodurch der entsprechende Angriffs-
und Fixierpunkt des Gurtes 14 nur mehr in dieser Position festgelegt ist.
Anhand von Figur 4b ist insoweit eine Abwandlung gezeigt, als hier an der betreffenden Seitenwange 7 die Befestigungs- und Angriffstelle 15 fest und unverstellbar ausgeführt ist, die Angriffstelle also entsprechend der Darstellung gemäß Figur 1 im oben liegenden Seitenwangen- bereich vorgesehen ist. Um das Messgerät bei einem mobilen Messeinsatz - auf den später noch eingegangen wird - in eine entsprechende, eher horizontale Ausrichtung zu bringen, kann in dem erläuterten Ausführungsbeispiel gemäß Figur 4b der Gurt 14 nunmehr um seine durch die Schraube 115 gebildete Drehachse verschwenkt und um eine zur Fi- xierposition 15 versetzt befindliche Angriffstelle 16, die hakenförmig gebildet sein kann, herumgelegt werden, um dann weiter zur Schulter einer Bedienungsperson zu verlaufen. Die eigentliche, im Einsatz wirksame, die Kräfte aufnehmende Fixierstelle wird dann die Position 16 an der Seitenwange 7 des Messgerätes.
Anhand von Figur 4c ist nur schematisch gezeigt, dass eine Verlagerung der Befestigungs- und Angriffstelle 15 auch beispielsweise durch einen karabinerartigen Verschluss 26 am Ende des Gurtes 14 möglich ist, so dass der Gurt 14 durch Öffnen des Karabiners an der einen ösenförmigen Befestigungsstelle bei Position 15 gelöst und an der dazu versetzt liegenden zweiten Befestigungs- oder Angriffstelle 16 angebracht werden kann. Genauso kann der Gurt am Ende eine Öse aufweisen, um sie im karabinerartigen Ver- schlussystem an der ersten wie zweiten Befestigungs- und Angriffstelle 15 bzw. 16 zu befestigen. Weitere beliebige Abwandlungen sind jederzeit denkbar.
Nachfolgend wird auf die Handhabung des Gerätes unter Bezugnahme auf die Figuren 5 bis 10 weiter eingegangen, woraus auch die Funktion der ersten und zweiten Befestigungs- oder Angriffstelle 15 bzw. 16 ersichtlich ist.
In Figur 5 ist in schematischer auszugsweise Wiedergabe die übliche Trageposition des Messgerätes bei geschlossenem Deckel 17 gezeigt, in der der Tragegurt oder die tragegurtähnliche Einrichtung 14 über die Schultern gelegt ist und das Gerät in aufrechter Ausrichtung (in der die obere Abdeckung 13 nach oben ausgerichtet liegt) getragen und mitgeführt werden kann. Das tragbare elektrische Messgerät 1 wird also nach Art einer Tasche umgehängt. Eine sichere Trageposition wird dadurch erreicht, dass der Gurt diagonal über die Schulter geführt wird.
Zum Vorbereiten eines Messvorganges wird nunmehr ein Umsetzen des Gerätes von der Position "Tragen" in die Position "Messen" vorgenommen. Dabei wird das Gerät in der umgehängten Position vor den Körper geführt (Figur 6) und um die durch die ersten Befestigungs- oder Angriffspunkte 15 gebildete Kippachse von der in Figur 5 über die in die Figur 6 gezeigte Zwischenstellung in die Figur 7 wiedergebrachte Messposition verschwenkt. In dieser Position weist nunmehr im Wesentlichen der Deckel 17 nach oben, wohingegen die an sich in üblicher Trageposition oben liegende Abdeckung 13 nunmehr nach vorne vom Körper weg weist. Bis in diese Position hin wird üblicherweise das Gerät noch mit beiden Händen ergriffen, um es stabil zu halten. Um jedoch eine stabile Lage und optimale Zugänglichkeit zur Anzeigeeinrichtung und zu den Bedienfunktionen zu erhalten, wird - je nachdem, ob es sich um einen Links- oder Rechtshänder handelt - auf einer Seitenwange 7 einer der
beiden Gurtfixpunkte, d.h. einer der beiden Befestigungsund Angriffspunkte 15 von der üblichen Tragposition (Figur 8) in die Messposition 16 (Figur 9) verstellt, gemäß der Ausführungsform nach Figuren 4, bevorzugt längs der vor- gesehenen Führungseinrichtung 31 in Form eines Schlitzes zum Körper hin verschoben und in dieser Lage arretiert. Dadurch wird nunmehr eine Diagonallage erreicht, die sicher und stabil ist, um eine Messung durchzuführen. Denn dadurch,' dass die Gurtenden an den beiden gegenüberliegen- den Seitenwangen nunmehr axial versetzt zueinander angreifen, ergibt sich unter der gleichen Abstützung vor dem Körper an der Bedienposition selbst (Auflage der Bodenseite 9 am Bauch des Bedieners) eine "Dreipunkt-Aufläge", so dass in dieser Position das Gerät verharrt, selbst wenn es mit keiner Hand zusätzlich gehalten und fixiert wird.
Danach kann der Deckel geöffnet werden (Figur 10), so dass das Display frei zugänglich liegt. Das Umsetzen des Gerätes von der Trag- in die Messposition ist also höchst leicht und problemlos durchführbar, wobei durch die unlösbare Tragegurt-Versteileinrichtung auch trotz des Verstellvorganges des Befestigungs- oder Angriffspunktes von der ersten zur zweiten Befestigungs- und Angriffsposition das Gerät absturzsicher gehalten ist.
Bei einem Verstellmechanismus gemäß Figur 4a würde die Veränderung des Messgerätes von der Trage- in die Messfunktion lediglich erfordern, dass unter leichtem Anheben des Gerätes der Gurt an einer Seitenwange 7 des Gerätes um die zweite vorgesehene Befestigungs- oder Angriffsposition 16 herumgeführt wird. Der Verstellmechanismus gemäß Figur 4c ist weniger bevorzugt, da hier ein Lösen des Gurtsystems vom Messgerät während der Lageveränderung notwendig
wäre, verbunden mit der Gefahr, dass in diesem Falle bei Loslassen des Gerätes oder des Gurtes das Messgerät abstürzen könnte.
Bevorzugt sind die erläuterten Verstellmechanismen auf beiden Seitenwangen des Gerätes 7 möglich. Danach kann die jeweilige Bedienperson, abhängig davon, ob sie Rechtsoder Linkshänder ist, die jeweils für sie günstigere Verstellung vornehmen, um einen möglichst freien Zugriff bei aufgeklapptem. Deckel auf das Anzeige- und Bedienfeld zu haben. Bei der zeichnerischen Darstellung gemäß Figur 8 ist die Verstellung für einen Linkshänder vorgenommen worden, bei welchem also der Fixierpunkt an der linken Seiten des Gerätes in die körpernahe zweite Position 116 verstellt wurde. Bei aufgeklapptem Deckel kann dann die linke Hand frei und unbehindert zum touch-screen geführt werden.
Anhand von Figuren 11 bis 13 ist ein geringfügig abgewan- deltes Ausführungsbeispiel gezeigt. Dieses unterscheidet sich von dem Ausführungsbeispiel nach den Figuren 1 bis 3b dadurch, ■ dass bei dem Ausführungsbeispiel nach Figur 11 bis 13 der Deckel 17 weggelassen wurde. Mit anderen Worten ist auf der vorderen Bedienseite 9 die Anzeige in Richtung 19 stets offen zu sehen, ebenso wie auch die auf der Frontseite vorgesehenen Eingabeelemente, Tasten, Knöpfe etc. Bei Bedarf können die Anzeigeeinrichtung oder die Eingabeelemente noch mit einer gegebenenfalls zumindest leicht nachgiebigen oder flexiblen durchsichtigen Schutz- abdeckung versehen sein. Möglich ist auch die Verwendung eines sogenannten Touch-Displays, bei welchem durch Aufdrücken mit dem Finger bestimmte Funktionen ausgelöst werden können. Es wird insoweit auf bekannte Lösungen
verwiesen.
Ansonsten ist anhand von Figur 13 gemäß der dort wiedergegebenen Querschnittsdarstellung auch gezeigt, dass gegebe- nenfalls das Schutzgehäuse 23 mit den entsprechenden elektronischen Komponenten des Gerätes größer dimensioniert sein kann, d.h. insbesondere gegenüber dem Ausführungsbeispiel nach Figur 3a und 3b breiter, mit der Folge, dass dann gegebenenfalls auf einen zusätzlichen anhand von Figur 3a und 3b des im ersten Ausführungsbeispiel gezeigten rückwärtigen Stauraumes 25 verzichtet wird.
Im übrigen kann bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Figur 11 bis 13 auch auf eine zusätzliche rückwärtige Wand 11c verzichtet werden. Mit anderen Worten sind lediglich an den Stirnseiten sogenannte Seitenwangen 7 vorgesehen, die beispielsweise die vordere wie rückwärtige Seite des eigentlichen Schutzgehäuses 23 überragen und somit das eigentliche elektrische Gerät 23 schützende Stoßfänger und/oder Stoßdämpfer bilden. Mit anderen Worten ist die rückwärtige Seite 24 des Schutzgehäuses 23 zwischen den beiden stirnseitigen Seitenwangen 7 freiliegend. Genauso kann aber auch hier natürlich eine zusätzliche das Gehäuse 23 überdeckende rückwärtige den Schutz nochmals erhöhende Wand vorgesehen sein, die zwischen den beiden Seitenwangen 7 verläuft.
Bei diesem Ausführungsbeispiel ist von daher auch kein oberer aufzuklappender Deckel 13 vorgesehen, obgleich ein derartiger Deckel 13 auch bei diesem Ausführungsbeispiel realisiert werden könnte, falls dies gewünscht wird.
An der Oberseite des Gerätes 23 können verschiedene Mess-
eingangsbuchsen 43 vorgesehen sein, wie dies beispielsweise auch schon bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Figur 1 bis 3b zu ersehen ist.
Ansonsten ist der gesamte Befestigungsmechanismus und die gesamte Handhabung des Traggurtsystems 15 ebenso verwirklicht oder vorgesehen, wie dies anhand der Figuren 1 bis 10 erläutert wurde.
Auch bei dem Ausführungsbeispiel gemäß Figur 11 bis 13 kann das so gestaltete ohne Deckel 17 und ohne Stauraum 25 ausgestattete Gerät von einer Bedienungsperson in üblicher Trageposition getragen werden, wie dies anhand von Figur 14 gezeigt ist. Üblicherweise wird das Gerät so getragen, dass die Anzeigeeinrichtung ' auf der zum Körper gewandt liegenden Seite der Bedienungsperson zu liegen kommt, mit anderen Worte also die breite Rückseite des Gerätes 23 nach außen weist.
Zum. Vorbereiten des Messvorganges wird ebenso wie ebenso wie bei dem vorhergehenden Ausführungsbeispiel nunmehr das Gerät von der Person entsprechend ergriffen und von der umgehängten Position in eine Position vor dem Körper geführt (Figur 15), wobei die unverdeckte Anzeigeeinrichtung in eine Position und die gegebenenfalls auf der Vorderseite vorgesehenen Eingabeeinrichtungen und/oder Tasten etc., die dem Gesichtsfeld der Bedienperson zugewandt liegen.
Nunmehr wird ebenso wiederum einer der beiden Gurtfixpunkte, d.h. einer der beiden Befestigungs- und Angriffspunkte 15 von der üblichen Tragposition in die Messposition 16 (Figur 16 ff.) verstellt, wobei beispielsweise gemäß
der Ausführungsform nach Figur 4 bevorzugt längs der vorgesehenen Führungseinrichtung 31 in Form eines Schlitzes der Befestigungspunkte hin zum Körper verschobenen und in dieser Lage arretiert wird. Dadurch wird wiederum die erläuterte Diagonallage erreicht, die sicher und stabil ist, um die Messung durchzuführen. Bereits während des Verstellen des Gurtsystems liegen dabei, wie anhand der Figur 16 ff. gezeigt ist, das Anzeigenfeld und gegebenenfalls vorgesehene weitere Bedienelemente 20 an der vorde- ren Frontseite stets offen und frei zugänglich im Sichtfeld der Bedienposition.
Weitere beliebige Änderungen sind im Rahmen des erläuterten Ausführungsbeispiels möglich.