Verfahren ztun Reinigen von Bodenflächen und Bodenreinigungsgerät
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Reinigen von Bodenflächen gemäss dem Oberbegriff von Anspruch 1 sowie ein Bodenreinigungsgerät gemäss dem Oberbegriff von Anspruch 12. Mit derartigen Verfahren bzw. mit derartigen Bodenreinigungsgeräten sollen verschmutzte Böden aller Art im privaten- öffentlichen oder gewerblichen Bereich gereinigt werden. Im Gegensatz zu reinen Schmutzabsauggeräten findet dabei eine intensive thermische und mechanische Beaufschlagung der Bodenfläche statt.
Der Einsatz von Dampf in Kombination mit rotierenden Bürsten ist schon seit längerer Zeit bekannt und gebräuchlich. So zeigt beispielsweise die US 4 369 544 eine Maschine zum Waschen von Bodenflächen, bei welcher Dampf sowohl direkt auf die Bodenfläche als auch indirekt auf ein gegen die Bodenfläche gepresstes Wischerband aufgetragen wird. Die mechanische Behandlung erfolgt über rotierende Bürsten. Zusätzlich sind Absaugsysteme vorgesehen.
Eine ähnliche Vorrichtung ist in der US 4 696 074 beschrieben. Der Dampf wird dabei unmittelbar vor den Aufsprühdüsen an Heizplatten erzeugt, um eine Kondensation zu vermeiden.
Schliesslich beschreibt die DE-U 295 08 713 ein Bodenreinigungs- gerät, bei dem neben einer rotierenden Bürste und einem Dampfauslass auch noch eine Einrichtung zur Aufbringung einer zusätzlichen Reinigungsflüssigkeit auf die Bodenfläche vorgesehen ist. Auch hier ist eine Absaugvorrichtung für den gelösten Schmutz vorgesehen.
Ein Nachteil der bekannten Verfahren und Vorrichtungen besteht darin, dass sie nicht in der Lage sind, starke Verschmutzungen,
wie beispielsweise festgetretene und verklebte Kaugummis sowie Öle, Harze und dergleichen rückstandsfrei von der Bodenoberfläche zu entfernen. Die Besprühung mit Dampf und gegebenenfalls mit einer Reinigungsflüssigkeit vermag lediglich lose sitzende Staub- und Schmutzpartikel zu lockern, die im Anschluss abgesaugt werden können. Es ist daher eine Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren der eingangs genannten Art zu schaffen, mit dem auch stark verschmutzte Böden auf rationelle Art und Weise rückstandsfrei gereinigt werden können.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäss mit einem Verfahren gelöst, das die Merkmale im Anspruch 1 aufweist. Der Dampf, vorzugsweise Trockendampf und die Reinigungsflüssigkeit werden dabei bezogen auf die Bewegungsrichtung des Bodenreinigungsgeräts gemeinsam vor der Wirkfläche des Reinigungswerkzeugs auf die Bodenfläche aufgetragen. Der Auftrag erfolgt im Abstand zum Reinigungswerkzeug derart, dass bei einer maximal zulässigen Vorschubgeschwindigkeit eine bestimmte Einwirkzeit verbleibt, bevor die mechanische Bearbeitung mit dem Reinigungswerkzeug erfolgt . Es hat sich überraschend gezeigt, dass diese kombinierte thermische und chemische Behandlung der verschmutzten Stellen ausreicht, um groben Schmutz wie z.B. Öle, Harze, Kaugummi derart von der Bodenfläche zu lösen, dass eine vollständige Ablösung mit mechanischen Mitteln möglich ist.
Es hat sich dabei als besonders vorteilhaft erwiesen, wenn die Einwirkzeit wenigstens zwei Sekunden, vorzugsweise wenigstens drei Sekunden beträgt. Dies ermöglicht eine durchgehende Aufweichung des auf der Bodenfläche anhaftenden Schmutzes, bevor dieser durch die mechanische Wirkung des Reinigungswerkzeugs ganz abgelöst wird.
Eine erhebliche Verbesserung und Beschleunigung des Ablösungsprozesses kann erreicht werden, wenn die Reinigungsflüssigkeit vor der Beaufschlagung der Bodenfläche auf eine Temperatur von über 50° Celsius, vorzugsweise über 70° Celsius, beispielsweise auf ca. 80° Celsius aufgeheizt wird. Dadurch wird einerseits ein rasches Kondensieren des Dampfes im Anwendungsbereich verhindert und andererseits wird auch verhindert, dass die verschmutzten Stellen abkühlen. Schliesslich verbessert die Erhitzung der Reinigungsflüssigkeit auch deren chemische Reaktionsfähigkeit. Dies ist insbesondere bei der Entfernung von festgetretenem und verklebtem Kaugummi besonders wichtig, da beim Besprühen des bereits erwärmten Kaugummis mit kalter Reinigungsflüssigkeit der Kaugummi an seiner Oberfläche sofort abkühlen würde, was seine Auflösung erschwert und was dazu führen würde, dass das Reinigungswerkzeug verklebt.
Zum Aufheizen der Reinigungsflüssigkeit stehen grundsätzlich verschiedene Massnahmen zur Verfügung, die auch miteinander kombinierbar sind. So kann die Reinigungsflüssigkeit beispielsweise während der Zufuhr zur Bodenfläche durch Wärmeaustausch mit dampfführenden Zufuhrleitungen bzw. mit deren Umgebung aufgeheizt werden. Es ist aber auch denkbar, die Reinigungsflüssigkeit durch Mischung mit dem zugeführten Dampf aufzuheizen, wobei sich die Reinigungsflüssigkeit teilweise selber in Dampf umwandeln kann. Ein Dampf-Reinigungsflüssigkeit-Gemisch kann dabei über eine Gemischauftragsstrecke vor dem Reinigungswerkzeug auf die Bodenfläche aufgetragen werden.
Der Dampf selbst kann an einem dem Reinigungswerkzeug bezogen auf die Bewegungsrichtung vorgelagerten Bedampfungsabschnitt auf die Bodenfläche aufgetragen werden und auf diese Weise flächig auf die verschmutzten Stellen einwirken.
Zusätzlich kann aber auch noch Dampf über eine das Reinigungs- werkzeug ganz oder teilweise umgebende Dampfauftragsstrecke auf die Bodenfläche aufgetragen werden. Dabei ist gewährleistet, dass auch die mechanische Beaufschlagung der Bodenfläche mit dem Reinigungswerkzeug unter kontinuierlicher Dampfeinwirkung und dabei unter hoher Temperatur erfolgt. Der Dampf kann dabei mit einer Temperatur von 130° bis 200° vorzugsweise 160° bis 180°C und mit einem Druck von 4 bis 8 bar aufgetragen werden. Das Reinigungsmittel ist eine spezielle Rohstoffkombination mit biologisch abbaubaren anionischen und nichtionischen Tensiden mit pflanzlichen Einzelkomponenten, Komplexbildnern und Alkohol. Das Mittel ist flüssig und mit Wasser vollständig mischbar. Der PH- Wert liegt im Konzentrat bei ca. 9,40. Die Dichte beträgt 1,030 g/i.
Als Reinigungsmittel wird vorzugsweise eine Lauge mit einem ph- Wert von 7 bis 10 verwendet. Je nach Verschmutzungsart des Bodens kann das Reinigungsmittel jedoch speziell abgestimmt werden.
Eine besonders vorteilhafte mechanische Einwirkung des Reinigungswerkzeugs wird erreicht, wenn die Bodenfläche auf einer Reinigungswerkzeug-Wirkfläche mit mehreren gleichsinnig um ihre vertikale Eigenachse, sowie planetenartig um ein gemeinsames Zentrum rotierende Bürsten beaufschlagt wird.
Die erfindungsgemäss gestellte Aufgabe wird in vorrichtungsmä- ssiger Hinsicht mit einem Bodenreinigungsgerät gelöst, das die Merkmale im Anspruch 12 aufweist. Dabei ist der Reinigungsmitte- lauslass bzw. der Dampfauslass bezogen auf die Bewegungsrichtung des Bodenreinigungsgeräts gemeinsam vor der Wirkfläche des Reinigungswerkzeugs angeordnet .
Dem Reinigungswerkzeug kann ein sich über einen Bedampfungsab- schnitt erstreckendes Dampfrohrsystem vorgelagert sein, das mit einem Dampferzeuger in Wirkverbindung steht und das wenigstens teilweise mit gegen die Bodenfläche gerichteten Öffnungen versehen ist. Das Dampfrohrsystem gewährleistet die Beaufschlagung einer ausreichend grossen Fläche während einer ausreichenden Einwirkzeit. Der Bedampfungsabschnitt ist dabei vorzugsweise gleich breit wie die Wirkfläche des Reinigungswerkzeugs.
Selbstverständlich wäre anstelle des Dampfrohrsystems auch eine andere Konstruktion denkbar, um eine möglichst intensive und flächige Bedampfung auf dem Bedampfungsabschnitt zu gewährleisten. Der Dampf könnte zu diesem Zweck in eine sich über den Bedampfungsabschnitt erstreckende flächige Kammer geleitet werden, welche auf der Unterseite mit einer Lochplatte versehen ist. Aus den Öffnungen der Lochplatte strömt der Dampf gegen die Bodenfläche. Alternativ könnte auch eine Mehrzahl von gegen die Bodenfläche gerichteten Dampfdüsen vorgesehen sein, welche einzeln mit Dampf gespeist werden. Es wäre in bestimmten Fällen sogar denkbar, die Austrittsöffnungen derart anzusteuern, dass die Grosse bzw. die Konfiguration des Bedampfungsabschnitts verändert werden kann.
Das DampfröhrSystem kann mehrere quer zur Bewegungsrichtung des Bodenreinigungsgeräts verlaufende Dampfrohre aufweisen um dadurch eine ausreichende Verteilung des Dampfes zu gewährleisten. Schliesslich kann auch noch das Reinigungswerkzeug selbst ganz oder teilweise von einer Dampfleitung mit gegen die Bodenfläche bzw. gegen das Reinigungswerkzeug gerichteten Öffnungen umgeben sein.
Dem Reinigungswerkzeug kann ferner ein sich über eine Auftragsstrecke erstreckendes Auftragsrohr vorgelagert sein, das mit ei-
nem Reinigungsmitteltank in Wirkverbindung steht und das mit gegen die Bodenfläche gerichteten Öffnungen versehen ist. Vorzugsweise ist dieses Auftragsrohr in unmittelbarer Nähe des Reinigungswerkzeugs, das heisst bezogen auf die Bewegungsrichtung zwischen dem Dampfrohrsystem und dem Reinigungswerkzeug angeordnet .
Zum Aufheizen des zugeführten Reinigungsmittels kann in der Zuleitung vom Reinigungsmitteltank zum Auftragsrohr ein vorzugsweise mäanderförmig verlaufender Aufheizabschnitt im Bereich des Dampfrohrsystems angeordnet sein. Die Aufheizung erfolgt dabei über einen Wärmeaustausch zwischen dampfführenden Leitungen bzw. deren Umgebung und Reinigungsmitteln führenden Leitungen.
Zur Förderung des Reinigungsmittels aus dem Reinigungsmitteltank kann eine Pumpe, vorzugsweise eine Schwingkolbenpumpe angeordnet sein, mit welcher stossweise, beispielsweise alle zwei Sekunden Reinigungsmittel ausgestossen wird. Der Impuls an die Pumpe erfolgt dabei automatisch über eine Steuerung mit einstellbarer Impulszeit. Denkbar ist aber auch eine manuelle Steuerung der Pumpe durch Drücken einer Taste.
Das Reinigungsmittel kann völlig getrennt vom Dampf auf die Bodenfläche aufgetragen werden. Es ist aber auch denkbar, dass das Dampfrohrsystem zur Bildung eines Dampf-Reinigungsflüssigkeit- Gemisches mit dem Auftragsrohr bzw. mit dem Aufheizabschnitt kurzgeschlossen ist. Auf diese Weise wird dem bereits aufgeheizten Reinigungsmittel noch Dampf zugemischt, um damit die Wirkung zu steigern.
Gemäss einer alternativen Lösung ist es möglich, dass das Dampfrohrsystem auch noch direkt mit einem Reinigungsmitteltank in Wirkverbindung steht, aus dem Reinigungsmittel in die Dampf-
zufuhrleitung zudosierbar ist. Die Zudosierung erfolgt dabei unmittelbar nach dem Dampferzeuger und das Reinigungsmittel tritt als Gemisch mit dem Dampf sowohl am Dampfrohrsystem, als auch am Auftragsrohr aus .
Eine besonders intensive Wirkung des Dampfs und der Reinigungsflüssigkeit wird erzielt, wenn der Bedampfungsabschnitt und die Wirkfläche des Reinigungswerkzeuges wenigstens teilweise von einer als Dampfsperre dienenden und bis auf die Bodenfläche reichenden Einfassung umgeben sind. Die Einfassung bewirkt zusammen mit Gehäuseteilen des Bodenreinigungsgeräts eine annähernd hermetische Abschliessung eines bestimmten Bodenabschnitts gegenüber der Atmosphäre, womit eine Optimierung der Reinigungswirkung gewährleistet ist. Die Einfassung kann beispielsweise aus flexiblem Kunststoffmaterial oder dergleichen bestehen.
Beim Reinigungswerkzeug kann es sich um wenigstens eine auf die Bodenfläche aufsetzbare Bürste handeln, welche als Scheibe oder als Walze ausgebildet ist. Besonders optimale Resultate können erzielt werden, wenn das Reinigungswerkzeug drei scheibenförmige, um ihre vertikale Eigenachse gleichsinnig antreibbare Bürsten aufweist, welche gemeinsam planetenartig um eine zentrale Achse drehbar sind. Die sich dabei überlagernden Bewegungen gewährleisten eine intensive mechanische Beaufschlagung der Bodenfläche, sowie eine leichte Maschinenführung und eine gute Zugänglichkeit auch an schwierigen Stellen wie z.B. Randsteinen usw. Die Bürsten können dabei an einer frei drehbaren Drehscheibe gelagert und über eine zentrale Antriebsachse durch einen Riementrieb mit einem reversiblen und drehzahleinstellbaren Motor antreibbar sein. Der Riementrieb ermöglicht auf besonders einfache Weise einen gleichsinnigen Antrieb der Bürsten mit gleicher Drehzahl. Die Drehscheibe selbst ist nicht motorisch
drehantreibbar, sondern setzt sich in Folge des Drehmoments an den Bürsten je nach deren Drehrichtung in Drehbewegung.
Die Bürsten sind vorteilhaft mittels Klemmkupplungen auf ein Bürstenlager aufsteckbar. Da es sich bei den Bürsten um Verbrauchsmaterial handelt, müssen diese leicht und möglichst ohne Werkzeuge auswechselbar sein.
Das Reinigungswerkzeug ist vorteilhaft derart vertikal verschiebbar an einem Fahrgestell gelagert, dass es mit seinem Eigengewicht auf der Bodenfläche aufliegt. Dies hat den Vorteil, dass eine Nachstellung in Folge der sich abnutzenden Borsten nicht erforderlich ist und dass die Bürsten stets mit der gleichen Kraft gegen den Boden gepresst werden.
Das Fahrgestell kann zudem gelenkig mit einer fahrbaren Deichsel verbunden sein, was die Handhabung des Geräts wesentlich erleichtert. Je nach Konstruktion kann das Bodenreinigungsgerät gezogen oder gestossen werden. Auch selbstf hrende Versionen wären denkbar, wie dies beispielsweise bei Strassenreinigungsma- schinen bereits bekannt ist .
Der Dampf kann an einem mobilen Dampferzeuger produzierbar sein, der über eine flexible Dampfleitung mit dem Bodenreinigungsgerät verbunden ist. Zu diesem Zweck kann ein Hilfsfahrzeug vorgesehen sein, in dem alle für die Dampferzeugung vorzugsweise 40 - 80 kW/h bis 210 °C erforderlichen Komponenten untergebracht sind, nämlich ein Wassertank, eine Wasserpumpe für die Speisung des Dampferzeugers, ein Brennstofftank, ein Brenner mit Gebläse und ein Einspritzaggregat für den Brennstoff. Zusätzlich kann auch noch ein Hilfstank vorgesehen sein, der Reinigungsflüssigkeit aufnimmt, welche unmittelbar am Dampferzeuger zudosiert wird. Dieser Hilfstank kann alternativ oder zusätzlich zu einem Reini-
gungsmitteltank am Bodenreinigungsgerät vorgesehen sein. Selbstverständlich wäre es in bestimmten Fällen auch denkbar, Dampf von entsprechender Temperatur und von entsprechendem Druck unmittelbar von einem festen Netz in das Bodenreinigungsgerät einzuspeisen.
Weitere Vorteile und Einzelmerkmale der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung eines Ausführungsbeispiels und aus den Zeichnungen. Es zeigen:
Figur 1: eine perspektivische Darstellung eines Bodenreinigungsgeräts mit einem den Dampferzeuger enthaltenden Hilfsfahrzeug,
Figur 2: eine Draufsicht auf die Unterseite des Bodenreinigungsgeräts in der Ebene des Aufheizabschnitts für die Reinigungsflüssigkeit,
Figur 3: eine Draufsicht auf die Unterseite des Bodenreinigungsgeräts in der Ebene des Dampfrohrsystems für den Dampf,
Figur 4: eine Draufsicht auf die Unterseite des Bodenreinigungsgeräts auf die Kombination der beiden - Ebenen gemäss den Figuren 2 und 3,
Figur 5 : ein stark vereinfachter Querschnitt durch das
Reinigungswerkzeug,
Figur 6 : eine stark vereinfachte Seitenansicht des Bodenreinigungsgeräts,
Figur 7: ein Querschnitt durch eine einzelne Bürste im Bereich der Klemmkupplung,
Figur 8 : eine Draufsicht auf die Unterseite eines Bürstenlagers,
Figur 9: eine stark vereinfachte perspektivische Darstellung der Lagerung des Reinigungswerkzeugs,
Figur 10: ein Querschnitt durch eine Lagerstelle gemäss Figur 9,
Figur 11: eine schematische Darstellung der Wirkungsweise eines Bodenreinigungsgeräts für linearen Vorschub,
Figur 12: eine schematische Darstellung der Wirkungsweise eines alternativen Bodenreinigungsgeräts für beliebigen radialen Vorschub,
Figur 13 eine schematische Darstellung der Leitungsführung für die verschiedenen Medien,
Figur 14 ein Ausführungsbeispiel für ein von einem Fahrzeug gezogenes Bodenreinigungsgerät, und
Figur 15 ein Ausführungsbeispiel für ein in ein Fahrzeug integriertes Bodenreinigungsgerät .
Wie in Figur 1 dargestellt, besteht das insgesamt mit 1 bezeichnete Bodenreinigungsgerät im Wesentlichen aus einem Fahrgestell 30 mit Rollen 31 (Figur 6) mit einem Dampfvorsatz 45, an welchem
die dampfführenden bzw. die reinigungsflüssigkeitführenden Leitungen angeordnet sind. Ein zylindrisches Bürstengehäuse 52 ist auf nachstehend noch genauer beschriebene Art und Weise vertikal verschiebbar in einem Lagerring 44 am Fahrgestell 30 gelagert. Dieses Bürstengehäuse enthält das hier nicht sichtbare Reinigungswerkzeug, das erforderliche Getriebe und den Antriebsmotor 24, bei dem es sich um einen Elektromotor handelt. Das Bürstengehäuse 52 kann an Handgriffen 48 aus seiner Lagerung herausgehoben werden, um damit an das Reinigungswerkzeug heranzukommen.
Zum Stossen des Bodenreinigungsgeräts ist dieses mit einer Deichsel 33 versehen, die über ein paar Laufräder 32 verfügt und die über eine Gelenkaufhängung 34 gelenkig mit dem Bürstengehäuse 52 verbunden ist. An der Deichsel ist sowohl ein Bedienungspanel 46 Λ und ein Steuergerät 46 für die Steuerung der verschiedenen Funktionen, als auch ein Reinigungsmitteltank 14 angeordnet .
In einem Hilfsfahrzeug 35 ist, wie schematisch angedeutet, ein Dampferzeuger 8 untergebracht, der mit einem Brenner 39 und einer Heizspirale 58 ausgerüstet ist. Durch diese Heizspirale 58 fliesst entkalktes oder destilliertes Wasser oder deminerali- siertes, gefilteres Regenwasser, welches durch den Brenner aufgeheizt wird und in Dampf umgewandelt wird. Brennstoff wird aus einem Brennstofftank 37 mit Hilfe eines Einspritzaggregats 41 zugeführt. Das für die Dampferzeugung erforderliche Wasser stammt aus einem Wassertank 36 und es wird mit Hilfe einer Wasserpumpe 40 dem Dampferzeuger zugeführt. Zusätzlich kann das Hilfsfahrzeug auch noch einen Hilfstank 38 aufweisen, der ebenfalls Reinigungsflüssigkeit aufnehmen kann. Der Dampf aus dem Dampferzeuger 8 wird dem Bodenreinigungsgerät über einen flexiblen und vorzugsweise isolierten Schlauch 42 zugeführt. Die elektrische Versorgung für sämtliche Komponenten erfolgt über
eine Steckdose 47 am Hilfsfahrzeug 35. Dem flexiblen Schlauch 42 ist somit auch noch eine elektrische Leitung für die elektrischen Verbraucher am Bodenreinigungsgerät zugeordnet .
Der Vorschub des Bodenreinigungsgeräts 1 auf einer Bodenfläche 2 erfolgt in Pfeilrichtung A. Dabei wird auf der Bodenfläche haftender Schmutz 43 insbesondere Kaugummi zuerst vom DampfVorsatz 45, dann vom Reinigungsmittel und anschliessend vom Reinigungswerkzeug im Bürstengehäuse 52 beaufschlagt und abgelöst.
An Hand der Figuren 2 bis 4 wird zunächst der Aufbau und die Funktion des Dampf orsatzes 45 genauer beschrieben. Figur 2 zeigt einen Aufheizabschnitt 16 für die Reinigungsflüssigkeit in der Form einer in einer horizontalen Ebene mäanderartig verlaufenden Leitung. Diese verfügt über einen Einlass 15, der über die Druckseite einer Pumpe 17 (Figur 6) mit dem Reinigungsmitteltank 14 (Figur 1) in Wirkverbindung steht. Dabei handelt es sich vorzugsweise um eine Schwingkolbenpumpe, doch wären auch andere Pumpentypen denkbar. Der Aufheizabschnitt 16 ist mit einem Auftragsrohr 13 verbunden, das gegen das Reinigungswerkzeug 3 hin konvex gekrümmt verläuft und das mehrere gegen den Boden gerichtete Öffnungen 7 aufweist. Das Auftragsrohr 13 erstreckt sich über eine Auftragsstrecke für Reinigungsflüssigkeit, deren Gesamtbreite etwa der Breite des Reinigungswerkzeugs 3 entspricht .
In Figur 3 ist das Dampfrohrsystem 5 dargestellt, das sich über einen insgesamt mit 9 bezeichneten Bedampfungsabschnitt erstreckt und das ebenfalls über sich in einer horizontalen Ebene erstreckende Dampfleitungen verfügt. Ein Teil dieser Dampfleitungen sind als gerade oder gekrümmte Querrohre 11 ausgebildet. Das Dampfrohrsystem verfügt über mehrere gegen die Bodenfläche gerichtete Dampfaustrittsöffnungen 6, so dass möglichst der ge-
sa te Bedampfungsabschnitt 9 gleich ässig bedampft wird. Die Speisung des Dampfrohrsystems 5 erfolgt möglichst zentral über einen Dampfeinlass 49. Das Dampfrohrsystem 5 könnte ebenfalls als mäanderartig gekrümmtes Rohrsystem ausgebildet sein.
Das Reinigungswerkzeug 3 ist vollständig von einer Ringleitung
12 für Dampf umgeben, die ebenfalls mit gegen die Bodenfläche und/oder schräg gegen das Reinigungswerkzeug gerichteten Öffnungen 10 versehen ist. Diese Ringleitung wird ebenfalls über einen Dampfeinlass 49 Λ gespeist. Schliesslich ist das oben erwähnte Auftragsrohr 13 bzw. der Aufheizabschnitt 16 auch noch mit dem Dampfrohrsystem 5 bzw. mit der Dampfspeiseleitung 59 kurzgeschlossen. Diese Verbindung erfolgt über ein Verbindungsrohr 60, das zum Einlass 15 für Reinigungsmittel führt (Figur 2) und das vorteilhaft zwischen den beiden Dampfeinlässen 49, 49 von der Dampfleitung abzweigt. Selbstverständlich wäre es aber auch denkbar, den Dampf einer anderen Stelle abzuzweigen, beispielsweise aus der Ringleitung 12 oder aber den Dampf an einer anderen Stelle einzuspeisen, beispielsweise direkt in das Auftragsrohr 13. Durch die Einspeisung von Dampf in die Leitung für Reinigungsmittel wird letzteres aufgeheizt auf ca. 80 °C und es entsteht ein Gemisch von Dampf und Reinigungsmittel, das am Auftragsrohr 13 auf die Bodenfläche aufgetragen wird.
Aus Figur 4 ist ersichtlich, wie das Dampfrohrsystem 5 mit dem Aufheizabschnitt 16 zusammenwirkt. Die beiden Rohrsysteme liegen auf horizontalen Ebenen unmittelbar übereinander, wie Figur 6 entnommen werden kann. In Folge dieser Nachbarschaft und in Folge des Verlaufs des Aufheizabschnitts 16 wird die Reinigungsflüssigkeit durch das Dampfrohrsystem 5 bzw. durch den dort austretenden Dampf zusätzlich aufgeheizt, bevor sie am Auftragsrohr
13 selber austritt.
Aus Figur 6 ist ferner ersichtlich, dass die Ringleitung 12 und das Dampfrohrsystem 5 über einen gemeinsamen Dampfanschlusstut- zen 50 gespeist werden. Dieser ist mit dem flexiblen Schlauch 42 gemäss Figur 1 verbunden. Die Saugleitung 51 für das Reinigungsmittel führt zum Reinigungsmitteltank 14. Optional ist in Vorschubrichtung gesehen nach dem Reinigungswerkzeug noch eine Absaugvorrichtung 61 unmittelbar über der Bodenfläche angeordnet, die mit einer Absaugpumpe verbunden ist.
An Hand der Figuren 4 und 5 wird nachstehend die Funktion des Reinigungswerkzeugs 3 genauer erklärt. Das Reinigungswerkzeug 3 verfügt über drei sternförmig angeordnete und als Scheiben ausgebildete Bürsten 19, 19 Λ und 19Λλ. Diese Bürsten sind an einer Drehscheibe 25 um eine vertikale Eigenachse drehbar gelagert. Die Drehscheibe 25 ist ihrerseits über ein Lager, vorzugsweise ein Wälzlager 53 frei drehbar im Bürstengehäuse 52 gehalten. Die Bürstenachsen 20 verlaufen parallel zu einer zentralen Antriebsachse 21, welche die Drehscheibe 25 durchdringt und welche an den Elektromotor 24 angeschlossen ist . Am Ende der Antriebsachse 21 sitzt ein Antriebsrad 23, das einen Antriebsriemen 22 antreibt. Der Antriebsriemen umschlingt Abtriebsräder 54 an jeder Bürste, so dass die Bürsten gleichsinnig angetrieben werden. Beim Antriebsriemen kann es sich um einen Keilriemen, eine Kette oder vorzugsweise um einen Zahnriemen handeln. Je nach Drehrichtung der zentralen Antriebsachse 21 drehen sich die Bürsten 19, 19 λ und 19 λ gemeinsam in die eine oder in die andere Richtung und bewirken dabei durch die Anpresskraft auf die Bodenfläche ein Drehmoment auf die Drehscheibe 25, welche in der Folge ebenfalls in Pfeilrichtung a in die eine oder in die andere Richtung zu drehen beginnt .
Das Reinigungswerkzeug ist mit seinem Getriebe wie bereits erwähnt, in einem nach unten offenen, topfartigen Bürstengehäuse
52 untergebracht. Dieses ist in einem Lagerring 44 am Fahrgestell 30 in Pfeilrichtung b vertikal verschiebbar gelagert, wie aus Figur 6 ersichtlich ist. Einzelheiten dieser Lagerung sind aus den Figuren 9 und 10 ersichtlich. Am Aussenmantel des Bürstengehäuses 52 sind am Umfang in regelmässigen Abständen vertikale Führungsschlitze 55 angeordnet. In diese Führungsschlitze greifen Federbolzen 56, die am Lagerring 44 angeordnet sind, und die an einem Handgriff 57 zurückgezogen werden können.
Damit ist ersichtlicherweise das Bürstengehäuse drehfest, jedoch vertikal verschiebbar gelagert, so dass die Bürsten auch bei einer allmählichen Abnützung der Borsten stets mit dem gleichen Gewicht auf der Bodenfläche aufliegen. Zum Herausheben des ganzen Bürstengehäuses werden die Federbolzen 56 zurückgezogen.
Gemäss den Figuren 7 und 8 verfügt beispielsweise eine einzelne Bürste 19 über eine Bürstenscheibe 28, welche klemmend an einem Bürstenlager 26 angekuppelt werden kann. Zu diesem Zweck verfügt letzteres über beispielsweise vier Bolzen 27. In der Bürstenscheibe 28 sind Klemmlager 29 aus Kautschuk oder aus Kunststoff eingelassen, die mit ovalen oder elliptischen Öffnungen für die Aufnahme der Bolzen 27 versehen sind. Die maximale Breite dieser Öffnungen ist dabei etwas kleiner als der Durchmesser der Bolzen 27, so dass eine klemmende Halterung gewährleistet ist.
Aus Figur 6 sind noch weitere Einzelheiten des Fahrgestells 30 ersichtlich. Dieses verfügt je nach Grosse des Bodenreinigungsgeräts über Rollen 31, welche den Dampfvorsatz 45 relativ tief über dem Boden halten. Der gesamte DampfVorsatz sowie auch die eigentliche Wirkfläche 4 des Reinigungswerkzeugs (Figur 4) sind von einer Einfassung 18 umgeben (Figur 1) . Diese schürzenartige Abdichtung stellt sicher, dass eine möglichst geschlossene Damp-
fatmosphäre über der zu reinigenden Bodenfläche aufrecht erhalten wird.
Die Aufhängung der Bürsten 19, 19 Λ, 19,λ erlaubt infolge der flexiblen Klemmlager eine Anpassung an Bodenunebenheiten, wobei jede Bürstenscheibe 28 eine Neigung bis zu einem bestimmten Winkel aus der horizontalen Ebene einnehmen kann. Ersichtlicherweise ermöglicht diese Art von Lagerung eine optimale Reinigung auch auf unebenen Flächen wie z.B. KopfSteinpflaster und dergleichen.
In den Figuren 11 und 12 ist noch symbolisch der Ablauf des Reinigungsvorgangs dargestellt. Beim Ausführungsbeispiel gemäss Figur 11 erfolgt die Bewegung des Bodenreinigungsgeräts gleichförmig linear in Pfeilrichtung A, wie dies beim beschriebenen Ausführungsbeispiel vorgesehen ist. Beim Vorschub wird zunächst der Bodenflächenabschnitt 2a mit Hilfe des Bedampfungsabschnitts am Dampfvorsatz 45 erwärmt. Dieser Bodenflächenabschnitt liegt im Abstand vor dem Bodenflächenabschnitt 2c, welcher der Wirkfläche 4 des Reinigungswerkzeugs entspricht . Am dazwischenliegenden Bodenflächenabschnitt 2b erfolgt die Aufbringung der aufgeheizten Reinigungsflüssigkeit auf die bereits am Abschnitt 2a vorgewärmte Bodenfläche. Um ein vollständiges Aufweichen des anhaftenden Schmutzes und ein nachfolgendes Ablösen zu gewährleisten, muss die Fortbewegungsgeschwindigkeit derart gewählt werden, dass der Bodenflächenabschnitt 2a über einen Zeitraum von ca. 2 bis 4 Sekunden mit Dampf beaufschlagt wird, bevor nachfolgend das Reinigungswerkzeug mit der mechanischen Abtragung beginnt. Je nach Funktionsweise des Geräts kann die Reinigungsflüssigkeit dabei nicht nur im Abschnitt 2b aufgesprüht werden, sondern auch gemeinsam in den Abschnitten 2a und 2b. Eine Bedampfung findet über die oben erwähnte Ringleitung zusätzlich auch im Abschnitt
2c statt und zwar vorzugsweise schräg nach innen gerichtet gegen das auf der Wirkfläche 4 operierende Reinigungswerkzeug.
In Figur 12 ist ein Bodenreinigungsgerät angedeutet, dessen einzelne Reinigungskomponenten konzentrisch aufgebaut sind. Dabei wäre das Reinigungswerkzeug vollständig von einem ringförmigen Dampfvorsatz umgeben und das Auftragsrohr für die Reinigungsflüssigkeit wäre ebenfalls ringförmig um das Reinigungswerkzeug angeordnet. In einem derartigen Fall könnte das Bodenreinigungsgerät, wie in Figur 12 angedeutet, radial in jede beliebige Richtung bewegt werden, wobei stets zuerst ein Bodenflächenabschnitt 2a bedampft würde, bevor er im Abschnitt 2b mit Reinigungsflüssigkeit besprüht und anschliessend am Abschnitt 2c mechanisch behandelt würde.
Die Figur 13 zeigt nochmals schematisch die Leitungsführung des vorstehend beschriebenen Geräts in einer Seitenansicht. Der Dampf wird vom Dampfe zeuger 8 über den Schlauch 42 zum An- schlussstutzen 50 am Bodenreinigungsgerät geführt. Von dort teilt sich die DampfSpeiseleitung 59 und führt einerseits zum Dampfeinlass 49 am Dampfrohrsystem 5 und andererseits zum Dampf- einlass 49 an der Ringleitung 12. Dazwischen zweigt eine Verbindungsleitung 60 ab, die vor dem Einlass 15 in die Leitung für die Reinigungsflüssigkeit mündet.
Das Reinigungsmittel wird mit Hilfe der Pumpe 17 über die Saugleitung 51 dem Reinigungsmitteltank 14 entnommen und in den Auf eiz bschnitt 16 gepumpt. Um zu verhindern, dass Dampf in die Pumpe 17 bzw. in den Reinigungsmitteltank 14 gelangen kann, ist zwischen der Pumpe und dem Verbindungsrohr 60 ein Rückschlagventil 62 angeordnet .
Wie aus dieser Darstellung ersichtlich ist, wird das Gemisch aus Dampf und Reinigungsmittel in dem nahe und parallel zum Dampfrohrsystem 5 angeordneten Aufheizabschnitt 16 aufgeheizt, bevor es am Auftragsrohr 13 durch die Öffnungen 7 auf die Bodenfläche aufgespritzt wird. Die Bodenfläche selbst wird vorher durch den aus den Öffnungen 6 strömenden Dampf erwärmt. Im Bereich der mechanischen Bearbeitung der Bodenfläche wird die Arbeitstemperatur durch den Dampf aufrechterhalten, der aus den Öffnungen 10 strömt.
Gemäss Figur 14 wird das Bodenreinigungsgerät 1 inklusive Absaugvorrichtung 61 von einem Zugfahrzeug 63 gezogen, das auch sämtliche für die Versorgung erforderlichen Elemente, wie z.B. der Dampferzeuge, den Reinigungsmitteltank usw. enthält. Beim Ausführungsbeispiel gemäss Figur 15 ist das Bodenreinigungsgerät in das Fahrzeug 64 integriert . Am Heck des Fahrzeugs ist die Absaugvorrichtung 61 angeordnet, um den gereinigten Boden wieder abzusaugen.
Das erfindungsgemässe Bodenreinigungsgerät eignet sich für alle kompakten mineralischen Böden aus Asphalt, Beton, Naturstein, Schiefer, Marmor, Travertin usw. Es ist jedoch nicht geeignet für textile Böden, wie z.B. Spannteppiche oder dergleichen. Für den Dampferzeuger wird vorzugsweise destilliertes, deminerali- siertes gefiltertes Regenwasser oder entkalktes Leitungswasser verwendet. Das Gerät könnte optional auch noch mit einer Absaugung versehen sein, welche bezogen auf die Bewegungsrichtung nach dem Reinigungswerkzeug angeordnet ist. Damit würde sich ein separates Zusammenwischen oder Absaugen der abgelösten Verunreinigungen erübrigen. Auch die zurückbleibende Flüssigkeit, das heisst kondensierter Wasserdampf und Reinigungsflüssigkeit könnte mit der Absaugung sofort entfernt werden.
Bei den Bürsten kann es sich um Stahl-, Kunststoff- oder Naturbürsten handeln. Die Drehzahl der Bürsten kann dabei auf an sich bekannte Art und Weise einstellbar sein. Die Reinigungsflüssigkeit kann entweder automatisch zudosiert oder aber mittels Drucktaste von Hand dosiert werden. Letzteres hat den Vorteil, dass Reinigungsflüssigkeit optimal je nach Verschmutzungsgrad zudosiert und damit eingespart werden kann.
Beim Motor zum Antrieb des Reinigungswerkzeugs könnte es sich auch um einen Benzin- oder Dieselmotor handeln, der beispielsweise gleichzeitig die Förderpumpe für das Reinigungsmittel antreibt. Auf diese Weise wäre das Bodenreinigungsgerät stromunabhängig und es müsste kein elektrisches Kabel nachgezogen werden.
Je nach Einsatzgebiet des Bodenreinigungsgeräts könnte die Wirkfläche des Reinigungswerkzeugs angepasst werden. So wäre es beispielsweise für besonders schmale Reinigungsbereiche denkbar, nur eine einzige rotierende Bürste anzuordnen. Für stark -geneigte Flächen und sogar für senkrechte Wandabschnitte könnte nach dem gleichen Wirkprinzip ein tragbares Reinigungsgerät eingesetzt werden, bei dem die Anpresskraft des Reinigungswerkzeugs manuell aufgebracht wird. Die Bezeichnung „Bodenreinigungsgerät" schränkt ausserdem die Verwendung in keiner Weise ein, so dass z.B. auch ein Einsatz auf beliebigen anderen Flächen dankbar wäre wie z.B. mobile Platten aus Glas, Stahl usw., Schiffsrümpfe, Flugzeugtragflächen und vieles mehr.