LU81036A1 - Zum vermeiden der glaettegefahr auf vereisten fahrbahnen und gehwegen geeignetes streugut - Google Patents

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LU81036A1
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E Glaesener
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    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09KMATERIALS FOR MISCELLANEOUS APPLICATIONS, NOT PROVIDED FOR ELSEWHERE
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    • C09K3/18Materials not provided for elsewhere for application to surfaces to minimize adherence of ice, mist or water thereto; Thawing or antifreeze materials for application to surfaces
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Description

810 3 S" D-DUCHÉ DE LUXEMBOURG — ^ 59· ...................Monsieur le Ministre de l’Économie Nationale
Titre délivré .................................. Service de la Propriété Industrielle,
_ SS LUXEMBOURG
if 1<4S
$1 <?G~ Demande de Brevet d’invention I. Requête ...ARBED....S.,A,....................................................................................................................................................................................................(1)
Avenue de la Liberté, LUXEMBOURG.................... ...................................................................................
représentée par Monsieur René NE YEN* ingénieur ..................................(2) . * ^dépose...... ce ...douze mars 1300 soixante-dix-neuf (3) * à ÆiL________heures, au Ministère de l’Economie Nationale, à Luxembourg : 1. la présente requête pour l’obtention d’un brevet d'invention concernant : .................................................................................................................. ' .................................................................................................................... (4) ....................... Zum. Vermeiden der Glättegefahr auf vereisten· ............................
..........................Eahxb.ahjnen....und... Gehwegen geeignetes Streugut......................................................
déclare, en assumant la responsabilité de cette déclaration, que l’(es) inventeur (s) est (sont): - Monsieur Ernest GLAESENER................................................15) ......................................................................ingénieur..................................................................................... .........................
..................................................... .......127/ rue.de Mühlenbach.................................................................
.........................LUXEMBOURG.................................... ...............................................
2. la délégation de pouvoir, datée de ...Luxembourg ...................le 12 mar s 197 9 3. la description en langue . allemande ................. ... de l’invention en deux exemplaires ; 4. /.......... planches de dessin, en deux exemplaires ; 5. la quittance des taxes versées au Bureau de l’Enregistrement à Luxembourg, le 12 mars 1979 revendique pour la susdite demande de brevet la priorité d’une (des) demande(s) de (g) ........................................................................ déposée (s) en (7) .....................................................................................................
le ...................../.........................................................................................................................................................................................................(8) au nom de ......................................................................................................................................................................................................... (9) élit domicile pour lui (elle) et, si désigné, pour son mandataire, à Luxembourg......................
.....Administration ...Centrale de l 'ARBED, Case postale 1802................. (10) sollicite la délivrance d’un brevet d’invention pour l’objet décrit et représenté dans les annexes susmentionnées, — avec ajournement de cette délivrance à .........18...................... mois.
Lemandataire ............
’ II, Procès-verbal de Dépôt
La susdite demande de brevet d’invention a été déposée au Ministère de l’Economie Nationale, Service de la Propriété Industrielle à Luxembourg, en date du : 12 MASS 1979 / r"ÿ\f ’·**»%. Pr. le Ministre de l’Economie Nationale, à ................. heures O /'f Z a \'«,\Le Chef du Service de la Propriété Industrielle,
CoU (K® j) tfl I t A 559 v
Patentanmeldung ARBED S.A.
Avenue de la Liberté LUXEMBOURG
Zum Vermeiden der Glättegefahr auf vereisten Fahrbahnen und Gehwegen geeignetes Streugut'
Die vorliegende Erfindung, betrifft ein zum Vermeiden der Glättegefahr auf vereisten Fahrbahnen und Gehwegen geeignetes Streugut.
Die zum Bekämpfen der Glätte auf Fahrbahnen und 5 Gehwegen verwendeten Streugüter kann man einteilen in solche, die durch ihre Haftreibung beim Kontakt mit Fahrzeugreifen, bzw. dem Schuhwerk wirken, sowie solche, deren Wirkung auf einer Beseitigung des glatten Ueberzugs beruht, der sich bei niedrigen Temperaturen auf Fahrbahnen und auf Gehwegen 10 bildet.
Die durch ihre Haftreibung wirkenden Streugüter ' sind seit langem bekannt; es handelt sich in der Hauptsache um harte, abriebfeste körnige Güter, wie Splitt und Schlak-ken- bzw. Hüttensande. Ihr Vorteil beruht insbesondere auf 15 ihren relativ niedrigen Gestehungskosten, der problemlosen Lagerungsfähigkeit, sowie ihrer hervorragenden Wirkung beim Abwenden der Glättegefahr bei jedweder Temperatur unterhalb 0°C.
Streugüter dieser Art sind jedoch mit dem schwer-20 wiegenden Nachteil behaftet, dass sie bei dickeren Eis- bzw. Schneeschichten insbesondere auf vielbefahrenen Fahrbahnen l immer tiefer in die glatte Schicht eindringen, bis der über die Oberfläche der Eisschicht herausragende Kornteil nicht mehr in der Lage ist eine Haftreibung zwischen den 25 Fahrzeugreifen und der Oberfläche herbeizuführen. Desweiteren kann ein Teil des Streugutes auch von der Fahrbahn weggeschleudert werden.
Streugüter, die zur Beseitigung des glatten Überzuges selbst verwendet werden sind vorwiegend anorganische 30 Halogenide, wie Calciumchlorid, das innerhalb grosstechni-scher Synthesen als Nebenprodukt anfällt.
Streut man Calciumchlorid auf eine vereiste Fläche, so brechen sowohl das CaC^“ als auch das Eiskristallgefüge . im Verlauf einer Hydratisierungsreaktion unter Aufnahme von 35 Energie zusammen.
Da diese Reaktion ausgesprochen endotherm ist, läuft sie nur bei entsprechend "hohen" Temperaturen ab. Deshalb ruft ein Streuen von Salz bei Temperaturen unter -10°C so gut wie keine Wirkung hervor.
- 2 -
Weiter ist zu bemerken, dass die flüssigen Eiswasser-Salzgemische nach erfolgter endothermer Entstehung Temperaturen bis -15°C aufweisen, so dass kurz nach dem Streuen einsetzende Regenfälle zur Bildung von Eiskrusten 5 führen können (sog. überfrierende Nässe).
Schliesslich wirken anorganische Halogenide stark korrodierend, was für Fahrzeugkarrosserien sehr ungünstig ist.
Das Ziel der Erfindung besteht somit darin ein Streugut vorzuschlagen, das die genannten Nachteile weit-10 gehend vermeidet.
Dieses Ziel wird erreicht durch ein Streugut wel- s ches nach der Erfindung dadurch gekennzeichnet ist, dass es aus einem Gemenge eines körnigen, porösen, anorganischen Mischoxyds mit einem anorganischen Salz besteht.
15 Das Mischoxyd weist nützlicherweise eine Korngrös se bis 25 mm, sowie ein Porenvolumen von 20-30% auf. Mischoxyde, die diese Merkmale aufweisen können verhältnismässig leicht industriell hergestellt werden und zwar indem man flüssige Hochofenschlacke in geschmolzenem Zustand nach 20 einem zum Stande der Technik gehörenden Schäumungsprozess mit Hilfe von Wasser als Schäumungsmittel behandelt.
Eine typische expandierte Hochofenschlacke weist folgende Kenngrössen auf:
Fraktion Schüttgewicht Porenvolumen Porenvolumen 25 (mm) (g/1) offen+geschlossen offen (%) (%) <4 1038 40.9 ' 19.1 . 30 4-8 800 45.7 19.0 8-16 659 51.8 26.8 16-25 533 53,5 30.5 , Als Salz wählt man zweckmässigerweise das in gross technischen Synthesen als Nebenprodukt anfallende Calcium-35 chlorid.
Die der Erfindung zugrundeliegende Idee beruht somit auf einer Kombination der guten Eigenschaften von Streusand und Streusalz. Und zwar wirkt das erfindungemässe Streugut einerseits dank des körnigen Mischoxydanteils mechanisch, - 3 - d.h. durch seine Haftreibung, während andererseits der Salzanteil eine physiko-chemische Wirkung verursacht. In der Tat bewirkt das Salz zumindest bei Temperaturen von 0°C bis -10°C, dass die durch Haftreibung wirkenden Körner sich innerhalb ei-5 nes mehr oder weniger flüssigen Mediums befinden und demnach in einen echten Kontakt mit den Fahrzeugreifen treten können.
Bei Temperaturen unterhalb -10°C wirkt zwar der Salzanteil praktisch gar nicht; hingegen stehen die Schlackenkörner zur Verfügung um eine Haftreibung zu bewirken und 10 dies zumindest so lange bis sie durch Dauerbeanspruchung in die Eisschicht eingedrückt bzw. von der Fahrbahn wegge-* schleudert werden
Bei Temperaturanstieg tritt jedoch die Wirkung des Salzes wieder ein, so dass ein Nachstreuen teils ganz ver-15 mieden, teils nur in geringerem.Masse notwendig ist.
Durch die Reibung zwischen den Reifen, den Körnern und dem Salz kommt es zudem zu einer besseren Durchmischung des Eises mit dem Salz,, als dies bei Abwesenheit der Körner der Fall wäre und hierdurch zu einem verbesserten Schmelz-20 effekt.
Erfindungsgemäss‘genügt es, ein Gemenge aus etwa 75% gekörnter Schlacke und 25% Calciumchlorid durch Mischen in loser Form herzustellen.
Bei einer besonders günstigen Zusammensetzung des 25 erfindungsgemässen Streugutes liegen 15-25% des Salzanteils in loser Form neben den Mischoxyd-Körnern vor, während 10-20% den Körnern unmittelbar anhaften und 50-65% in den Poren der Mischoxyd-Körner eingelagert sind.
Der Vorteil dieser Zusammensetzung besteht darin, 30 dass der in loser Form vorliegende Salzanteil beim Streuen gleichmässig über die Fahrbahn bzw. den Gehweg verteilt wird und zur Beseitigung des Eises dienen kann, während die den Mischoxyd-Körnern unmittelbar anhaftenden Salzpartikel praktisch jedes einzelne Korn freilegen, sofern nicht zu niedri-35 ge Temperaturen vorliegen. Der innerhalb der Poren der Mischoxyd-Körner eingelagerte Salzanteil hingegen wirkt gleichermassen als Salzreserve und zwar kann dieser Anteil bei anhaltenden Schneefällen progressiv wirksam werden und demnach auch bei intermittierenden Schneefällen ein Nach- - 4 - streuen teils ganz vermeiden, teils nur in geringerem Masse notwendig werden lassen.
Sei es dass man die genannte Ausführungsform bevorzugt, oder dass man ein freies Mischoxyd-Salzgemenge herstellt, 5 so empfiehlt es sich, das Streugut wegen der hygroskopischen Eigenschaften des Calciumchlorids trocken zu lagern und ggf. in Plastiksäcken zu verpacken.
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Claims (4)

1. Streugut zum Vermeiden der Glättegefahr auf vereisten Fahrbahnen und Gehwegen, dadurch gekennzeichnet, dass es aus einem Gemenge eines körnigen, porösen, anorganischen
5 Mischoxyds mit einem anorganischen Salz besteht.
2. Streugut nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, ' dass das Mischoxyd eine poröse, geschäumte und gekörnte Hoch ofenschlacke mit einer mittleren Korngrösse von 2-25 mm und einem Porenvolumen von 20-30% ist, während das anorganische
10 Salz Calciumchlorid ist.
3. Streugut nach den Ansprüchen 1-2, dadurch gekenn- * zeichnet, dass die Mischoxyd-Körner und die Salzpartikel in loser Form zu Anteilen von 70-80% Mischoxyd und 20-30% Salz nebeneinander vorliegen. 15
4) Streugut nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass 15-25% des Salzanteils neben den Mischoxyd-Körnern in loser Form vorliegen, während 10-20% des Salzanteils den Mischoxydkörnern unmittelbar anhaften und 50-65% des Salzanteils innerhalb der Poren der Mischoxyd-Körner eingelagert 20 sind. « »
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP0962512A1 (de) * 1998-05-19 1999-12-08 Leopold Dipl.-Ing. Zwittnig Streugut für Verkehrsflächen und verfahren zu seiner Herstellung

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* Cited by examiner, † Cited by third party
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EP0962512A1 (de) * 1998-05-19 1999-12-08 Leopold Dipl.-Ing. Zwittnig Streugut für Verkehrsflächen und verfahren zu seiner Herstellung

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