LU602714B1 - Eine Psoas-Major-Intervallpunktionsnadel - Google Patents
Eine Psoas-Major-IntervallpunktionsnadelInfo
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Abstract
Die Erfindung offenbart eine Psoas-Major-Intervallpunktionsnadel, die einen Kernteil und einen Hüllteil umfasst. Während der Anwendung erfolgt die Punktion durch die Punktionsspitze und den Punktionskern. Unterstützt wird der Vorgang durch Ultraschall sowie durch die Zusammenarbeit von Positionierring und Bodenring, außerdem durch eine Elektrode, die über eine Anschlussbuchse mit einem Nervenstimulator verbunden ist.Nach Abschluss der Punktion und bei Bedarf zur Richtungsanpassung wird die obere Platte verschoben, wodurch auch die untere Platte mitbewegt wird. Dadurch treten das Innenrohr und der Bodenring gemeinsam in Aktion und schieben mehrere Bogenstäbe aus der Punktionsspitze heraus. Beim Entfernen des Punktionskerns und dem Einführen des Katheters führen diese Bogenstäbe die Katheterspitze gezielt in eine gebogene Richtung. Sobald die obere Platte an den Begrenzungsblock des Innenrohrs anstößt und sich nicht weiter bewegen lässt, wird die untere Platte separat gesteuert. Durch das Strecken der Bogenstäbe lässt sich die Biegerichtung präzise anpassen.
Description
Eine Psoas-Major-Intervallpunktionsnadel LU602714
Technischer Bereich
Die vorliegende Erfindung betrifft das technische Gebiet der Punktionsnadeln und bezieht sich insbesondere auf eine Psoas-Major-Intervallpunktionsnadel.
Technologie im Hintergrund
Die Anästhesie lässt sich in Allgemeinanästhesie, Spinalanästhesie,
Lokalanästhesie und kombinierte Anästhesieverfahren unterteilen. Die
Lokalanästhesie wiederum umfasst Oberflächenanästhesie, Infiltrationsanästhesie, regionale Blockaden und Nervenleitungsblockaden. Bei Operationen im unteren
Körperbereich wird in der Regel die Periduralanästhesie oder der
Plexus-lumbalis-Block angewendet. Bei der herkömmlichen Technik der
Periduralanästhesie erfolgt die Punktion meist „blind“ mit einer Punktionsnadel. Ein erfahrener Anästhesist führt die Punktionsnadel entsprechend der anatomischen
Kenntnisse in Richtung des Dornfortsatzes langsam in den Zwischenraum der Wirbel
L2 bis S1 (vorzugsweise L3-L4) ein. Wenn ein deutlicher Widerstandsabfall spürbar ist, bedeutet dies, dass sich die Spitze der Punktionsnadel im Epiduralraum befindet.
In diesem Moment wird der Mandrin entfernt, und eine geeignete Menge
Anästhetikum wird über den Injektionskanal in den Epiduralraum verabreicht, um die
Reizleitung bestimmter Spinalnerven zu blockieren und so den gewünschten
Anästhesieeffekt zu erzielen. Da sich die genaue Lage des Epiduralraums bei verschiedenen Patienten unterscheidet — insbesondere abhängig vom Körperbau — ist es äußerst schwierig, die Punktionsnadel beim „blinden“ Einführen exakt in den
Epiduralraum zu platzieren. Bereits geringfügige Abweichungen können zu
Fehlinjektionen oder einer zu tiefen Punktion führen, was schwerwiegende
Komplikationen wie eine Perforation der Dura mater oder Gefäßverletzungen zur
Folge haben kann.
In der bestehenden Technik wird nach dem erfolgreichen Einführen der
Punktionsnadel der Mandrin entfernt und ein Katheter vorgeschoben. Ziel ist es, den
Katheter stabil und exakt im Intervall des Musculus psoas major zu platzieren, anschließend die Punktionshülse zu entfernen und kontinuierlich Medikamente zu injizieren. Während der Punktion muss die Punktionsnadel senkrecht in das Intervall des Musculus psoas major eingebracht werden. Um den Katheter in diesem Spalt zu verankern, wird die vordere Spitze des Katheters je nach Bedarf in einem bestimmten
Winkel gebogen. Dies erleichtert die präzise Verabreichung des Anästhetikums und verhindert, dass sich der Katheter in axialer Richtung verschiebt. In der Praxis kann jedoch der Einführwinkel des Katheters in die Punktionshülse nicht flexibel angepasst werden, was die Platzierung erschwert.
Inhalt der Erfindung
Um die oben genannten Probleme des Standes der Technik zu lösen, stellt die vorliegende Erfindung eine Psoas-Major-Intervallpunktionsnadel bereit.
Zur Erreichung des genannten technischen Ziels und zur Verwirklichung der genannten technischen Wirkung wird die Erfindung durch folgende technische
Lösung realisiert:
Eine Psoas-Major-Intervallpunktionsnadel umfasst einen Kernteil und einen
Hüllenteil. Der Hüllenteil ist an der Außenseite des Kernteils angeordnet und besteht LU602714 aus einer Hüllbaugruppe, einer oberen Bewegungseinheit, einer unteren
Bewegungseinheit und einer Biegeleiteinheit. Die obere Bewegungseinheit, die untere
Bewegungseinheit und die Biegeleiteinheit sind gleitend innerhalb der Hüllbaugruppe verbunden. Die obere Bewegungseinheit ist mit dem oberen Ende der Leiteinheit verbunden, und die untere Bewegungseinheit ist mit dem unteren Ende der Leiteinheit verbunden.
Die Hüllbaugruppe umfasst eine Punktionsspitze, die in Form eines schrägen
Rings ausgebildet ist. Die Leiteinheit umfasst mehrere Bogenstäbe, wobei sich die
Oberseiten mehrerer Bogenstäbe im halbkreisförmigen Bereich befinden, der der
Spitze der Punktionsspitze entspricht, und die Unterseiten mehrerer Bogenstäbe im gegenüberliegenden halbkreisförmigen Bereich verteilt sind, also auf der der Spitze abgewandten Seite.
Des Weiteren umfasst die Bewegung der oberen und unteren Bewegungseinheit zwei Zustände: einen ersten Zustand und einen zweiten Zustand.
Im ersten Zustand: Die obere Bewegungseinheit ist beweglich, und die untere
Bewegungseinheit folgt der Bewegung der oberen Einheit.
Im zweiten Zustand: Die obere Bewegungseinheit ist unbeweglich, während die untere Bewegungseinheit sich unabhängig bewegen kann.
Darüber hinaus umfasst die Hüllbaugruppe einen Halterahmen, einen
Befestigungssockel und ein Außengehäuse. Die Unterseite des Halterahmens ist fest mit dem Befestigungssockel verbunden, dessen Unterseite wiederum fest mit dem
Außengehäuse verbunden ist. Die Unterseite des Außengehäuses ist fest mit einem
Positionierring verbunden, der seinerseits an der Punktionsspitze befestigt ist.
Weiterhin weist der Befestigungssockel auf beiden Seiten — nahe und fern der
Punktionsspitzenseite — seitliche Schlitze auf, in denen seitliche Stäbe gleitend geführt sind.
Die obere Bewegungseinheit umfasst ein Innenrohr und eine obere Platte. Das
Innenrohr ist gleitend mit dem Befestigungssockel, dem Außengehäuse und der
Punktionsspitze verbunden. Der obere Abschnitt des Innenrohrs befindet sich im
Inneren des Befestigungssockels, und das obere Ende des Innenrohrs ist fest mit dem seitlichen Stab auf der der Punktionsspitze abgewandten Seite verbunden. Die obere
Platte ist an der Oberseite des seitlichen Stabs befestigt.
Die untere Bewegungseinheit umfasst ein Halbkreisrohr, eine untere Platte und einen Bodenring. Das Halbkreisrohr ist außen am Innenrohr gleitend geführt und ebenfalls gleitend mit dem Befestigungssockel, dem Außengehäuse und der
Punktionsspitze verbunden. Der obere Abschnitt des Halbkreisrohrs ist fest mit dem seitlichen Stab auf der zur Punktionsspitze zeigenden Seite verbunden, und die obere
Platte ist an dessen Unterseite befestigt.
Die untere Platte befindet sich unterhalb der oberen Platte und überlappt diese teilweise.
Des Weiteren sind mehrere Bogenstäbe auf der gekrümmten Fläche angeordnet, die dem Halbkreisrohr entspricht. Das obere Ende jedes Bogenstabs ist fest mit einem oberen Fixierbolzen verbunden, das untere Ende ist fest mit einem unteren
Fixierbolzen verbunden. Der obere Fixierbolzen ist fest mit dem unteren Ende des LU602714
Innenrohrs verbunden, der untere Fixierbolzen ist an der Unterseite fest mit dem
Bodenring verbunden.
Weiterhin ist an der dem Positionierring zugewandten Innenseite des
AuBengehäuses ein Begrenzungsblock fest verbunden. Dieser Begrenzungsblock ist formschlüssig mit dem unteren Ende des Innenrohrs abgestimmt.
Die Position des Bodenrings entspricht derjenigen des Positionierrings, wobei sich der Bodenring unterhalb des Begrenzungsblocks befindet.
Der Kernteil umfasst einen Steuergriff und einen Punktionskern, wobei der
Punktionskern an der Unterseite des Steuergriffs fest verbunden ist. Der
Punktionskern ist gleitend im Halterahmen und im Innenrohr geführt.
Darüber hinaus ist im Inneren des Punktionskerns eine Elektrode fest eingebaut, und am Steuergriff befindet sich eine Anschlussbuchse zur Verbindung mit der
Elektrode.
Der Positionierring und der Bodenring bestehen aus einem röntgendichten
Material, während die Bogenstäbe aus einem flexiblen Werkstoff gefertigt sind.
Vorteilhafte Effekte der Erfindung:
Die erfindungsgemäße Psoas-Major-Intervallpunktionsnadel ermöglicht die
Punktion mittels der Punktionsspitze und des Punktionskerns. Die Punktion wird unter Ultraschallkontrolle und mit Hilfe der Positionierungsringe sowie der über die
Anschlussbuchse verbundenen Elektrode des Nervenstimulators unterstützt. Nach erfolgreicher Punktion und bei notwendiger Richtungsanpassung wird die obere Platte verschoben, wodurch auch die untere Platte bewegt wird. Innenrohr und Bodenring bewegen dabei die dazwischen liegenden Bogenstäbe aus der Punktionsspitze heraus.
Während des Einführens des Katheters nach Entfernen des Punktionskerns lenken die mehreren Bogenstäbe die Katheterspitze gezielt in eine gebogene Richtung. Sobald die obere Platte das Innenrohr gegen den Begrenzungsblock drückt und dadurch blockiert ist, kann durch getrennte Bewegung der unteren Platte der Bogenstab weiter gezogen und damit die Biegerichtung gezielt angepasst werden.
Natürlich müssen in einer konkreten Ausführungsform eines Produkts nach dieser Erfindung nicht zwingend alle oben genannten Vorteile gleichzeitig realisiert werden.
Beschreibung der beigefügten Zeichnungen
Zur besseren Erläuterung der technischen Lösung gemäß den
Ausführungsbeispielen der vorliegenden Erfindung wird nachfolgend eine kurze
Beschreibung der zugehörigen Zeichnungen gegeben. Offensichtlich beziehen sich die im Folgenden beschriebenen Zeichnungen lediglich auf bestimmte
Ausführungsbeispiele der Erfindung. Für Fachleute auf diesem Gebiet sind auf
Grundlage dieser Zeichnungen ohne erfinderisches Zutun weitere Zeichnungen ableitbar.
Bild 1: Schematische Gesamtstruktur der Psoas-Major-Intervallpunktionsnadel gemäß einem Ausführungsbeispiel der Erfindung
Bild 2: Schematische Verbindungsdarstellung von Steuergriff, Punktionskern,
Elektrode und Anschlussbuchse
Bild 3: Strukturansicht des Halterahmens und Außengehäuses LU602714
Bild 4: Strukturansicht von Außengehäuse, Innenrohr und Halbkreisrohr
Bild 5: Strukturansicht von Außengehäuse, Positionierring, Punktionsspitze und
Bodenring
Bild 6: Strukturansicht von Positionierring, Punktionsspitze und
Begrenzungsblock
Bild 7: Strukturansicht von Innenrohr und oberer Platte
Bild 8: Strukturansicht von Innenrohr und Halbkreisrohr
Bild 9: Strukturansicht von Innenrohr, Halbkreisrohr und Bogenstab
Bild 10: Strukturansicht von Halbkreisrohr und unterer Platte
Bild 11: Strukturansicht von Halbkreisrohr und Bogenstab
Bild 12: Strukturansicht von Innenrohr und oberer Platte
Bild 13: Strukturansicht von Innenrohr und Bogenstab
Bild 14: Strukturansicht von Bodenring und Bogenstab
Bild 15: Strukturansicht von Halterahmen und Befestigungssockel
Bild 16: Schnittansicht von Halterahmen und Innenrohr
Bild 17: Schnittansicht von Außengehäuse und Innenrohr
In den Zeichnungen stellen die Bezugszeichen die folgenden Bauteile dar: 1 — Steuergriff, 101 — Punktionskern, 102 — Elektrode, 103 — Anschlussbuchse, 2 — Halterahmen, 201 — Befestigungssockel, 202 — Seitennut, 203 — Seitenstab, 210 —
Außengehäuse, 211 — Positionierring, 212 — Punktionsspitze, 213 — Begrenzungsblock, 220 — Innenrohr, 221 — obere Platte, 230 — Halbkreisrohr, 231 — untere Platte, 232 —
Bodenring, 240 — Bogenstab, 241 — unterer Fixierbolzen, 242 — oberer Fixierbolzen.
Detaillierte Beschreibung
Nachfolgend wird in Verbindung mit den beigefügten Zeichnungen die technische Losung eines Ausfithrungsbeispiels der vorliegenden Erfindung klar und vollständig beschrieben. Es versteht sich, dass die beschriebenen
Ausführungsbeispiele lediglich einen Teil der Erfindung darstellen und nicht deren
Gesamtheit. Auf Grundlage der beschriebenen Ausführungsform fallen alle weiteren
Ausfuhrungsvarianten, die von Fachleuten auf diesem Gebiet ohne erfinderisches
Zutun realisiert werden können, in den Schutzbereich der vorliegenden Erfindung.
Ausführungsbeispiel 1
Wie in den Bildern 1 bis 17 dargestellt:
Die erfindungsgemäße Psoas-Major-Intervallpunktionsnadel umfasst einen
Kernteil und einen Hüllteil. Der Hüllteil ist an der Außenseite des Kernteils angebracht und besteht aus einer Hüllbaugruppe, einer oberen Bewegungseinheit, einer unteren Bewegungseinheit und einer Biegeleiteinheit. Die obere und untere
Bewegungseinheit sowie die Biegeleiteinheit sind gleitend in der Hüllbaugruppe geführt. Die obere Bewegungseinheit ist mit dem oberen Ende der Leiteinheit verbunden, die untere Bewegungseinheit mit dem unteren Ende der Leiteinheit. Die
Hüllbaugruppe enthält eine Punktionsspitze (212), die als schräger Ring ausgeführt ist.
Die Leiteinheit umfasst mehrere Bogenstäbe (240), deren obere Seiten im halbkreisförmigen Bereich gegenüber der Spitze der Punktionsspitze (212) angeordnet sind, während die unteren Seiten im gegenüberliegenden halbkreisförmigen Bereich auf der der Spitze abgewandten Seite angeordnet sind. LU602714
Die Bewegung der oberen und unteren Einheit umfasst zwei Zustände:Erster
Zustand: Die obere Bewegungseinheit ist beweglich, und die untere
Bewegungseinheit folgt ihrer Bewegung.Zweiter Zustand: Die obere 5 Bewegungseinheit ist blockiert, während die untere Bewegungseinheit sich unabhängig bewegen lässt.
Die Hüllbaugruppe umfasst einen Halterahmen (2), einen Befestigungssockel (201) und ein Außengehäuse (210). Die Unterseite des Halterahmens (2) ist fest mit dem Befestigungssockel (201) verbunden, dessen Unterseite wiederum fest mit dem
AuBengehäuse (210) verbunden ist. An der Unterseite des Außengehäuses (210) ist ein Positionierring (211) befestigt, welcher seinerseits an der Punktionsspitze (212) fixiert ist.
Im Befestigungssockel (201) befinden sich auf beiden Seiten — nahe und fern der
Punktionsspitze (212) — Seitennuten (202), in denen jeweils ein Seitenstab (203) gleitend geführt ist.
Die obere Bewegungseinheit umfasst ein Innenrohr (220) und eine obere Platte (221). Das Innenrohr (220) ist gleitend zwischen dem Befestigungssockel (201), dem
Außengehäuse (210) und der Punktionsspitze (212) geführt. Die Oberseite des
Innenrohrs (220) befindet sich innerhalb des Befestigungssockels (201). Das obere
Ende des Innenrohrs (220) ist fest mit dem Seitenstab (203) verbunden, welcher sich auf der der Punktionsspitze (212) abgewandten Seite befindet. Die obere Platte (221) ist an der Oberseite dieses Seitenstabs (203) befestigt.
Die untere Bewegungseinheit umfasst ein Halbkreisrohr (230), eine untere Platte (231) und einen Bodenring (232). Das Halbkreisrohr (230) ist außen am Innenrohr (220) sowie gleitend zwischen Befestigungssockel (201), Außengehäuse (210) und
Punktionsspitze (212) geführt. Die Oberseite des Halbkreisrohrs (230) ist fest mit dem auf der der Punktionsspitze (212) zugewandten Seite gelegenen Seitenstab (203) verbunden, an dessen Unterseite sich die obere Platte (221) befindet. Die untere Platte (231) liegt unterhalb der oberen Platte (221) und überlappt diese teilweise.
Ausführungsbeispiel 2
Wie in den Bildern 9 bis 14 sowie 17 dargestellt:
Mehrere Bogenstäbe (240) sind entlang der gekrümmten Fläche des
Halbkreisrohrs verteilt. Das obere Ende jedes Bogenstabs (240) ist fest mit einem oberen Fixierbolzen (242) verbunden, das untere Ende mit einem unteren
Fixierbolzen (241). Der obere Fixierbolzen (242) ist fest mit dem unteren Ende des
Innenrohrs (220) verbunden, der untere Fixierbolzen (241) ist an der Unterseite mit dem Bodenring (232) fest verbunden.
An der dem Positionierring (211) zugewandten Innenseite des Außengehäuses (210) ist ein Begrenzungsblock (213) fest installiert, welcher mit dem unteren Ende des Innenrohrs (220) eine Anschlagpassung bildet. Der Bodenring (232) ist höhenmäßig auf denselben Abschnitt wie der Positionierring (211) abgestimmt und befindet sich unterhalb des Begrenzungsblocks (213).
Der Kernteil besteht aus einem Steuergriff (1) und einem Punktionskern (101).
Letzterer ist an der Unterseite des Steuergriffs (1) fest angebracht und gleitend im
Halterahmen (2) sowie im Innenrohr (220) geführt. LU602714
Im Punktionskern (101) ist eine Elektrode (102) fest verbaut, die über eine am
Steuergriff (1) angebrachte Anschlussbuchse (103) mit einem
Nervenstimulationsgerät verbunden werden kann.
Sowohl der Positionierring (211) als auch der Bodenring (232) bestehen aus einem rôntgendichten Material, wodurch ihre Positionen unter Bildgebung exakt bestimmt werden kônnen.
Zusammenfassend bietet die erfindungsgemäBe
Psoas-Major-Intervallpunktionsnadel folgende Funktionsweise und Vorteile:
Die Punktionsnadel wird mit Hilfe der Punktionsspitze (212) und des Punktionskerns (101) eingeführt. Unterstützt durch Ultraschall, die rôntgendichten Ringe (Positionierring (211) und Bodenring (232)) sowie die mit einem Nervenstimulator verbundene Elektrode (102), kann eine präzise Positionierung erfolgen. Nach der
Punktion und bei Bedarf zur Richtungsänderung wird die obere Platte (221) verschoben, wodurch auch die untere Platte (231) bewegt wird. Dabei werden das
Innenrohr (220) sowie der Bodenring (232) mitgeführt, wodurch die dazwischen liegenden Bogenstäbe (240) aus der Punktionsspitze (212) herausgeschoben werden.
Während des Einführens des Katheters nach Entfernen des Punktionskerns (101) wird dessen Spitze durch mehrere Bogenstäbe (240) gezielt in eine gebogene Richtung geleitet. Sobald die obere Platte (221) mit dem Innenrohr (220) am Begrenzungsblock (213) anliegt und dadurch blockiert ist, kann die untere Platte (231) unabhängig bewegt werden. Dadurch werden die Bogenstäbe (240) weiter gestreckt, wodurch sich die Biegerichtung gezielt verändern lässt. Dank der Materialwahl und Anordnung bleibt die Biegung innerhalb des Rohrdurchmessers des Innenrohrs (220), was eine gezielte Richtungsänderung bei minimalem Platzbedarf erlaubt. Dadurch lassen sich bei der Anpassung des Kathetereinführwinkels im Bereich des Psoas-Major-Raums umliegende Nerven und Gefäße schonen.
Die in dieser Beschreibung verwendeten Begriffe wie „ein Ausführungsbeispiel“, „ein Beispiel“ oder „eine konkrete Ausführung“ bedeuten, dass die in Zusammenhang beschriebenen Merkmale, Strukturen, Materialien oder Eigenschaften in mindestens einem Ausführungsbeispiel der Erfindung enthalten sind. Solche Begriffe bedeuten nicht zwingend, dass sie sich alle auf dasselbe Ausführungsbeispiel beziehen. Die
Merkmale eines Ausführungsbeispiels können sinnvoll mit Merkmalen anderer
Ausführungsbeispiele kombiniert werden.
Die in dieser Offenlegung beschriebenen bevorzugten Ausführungsbeispiele dienen ausschließlich zur Verdeutlichung der Erfindung. Sie erheben keinen Anspruch auf Vollständigkeit aller Details und schränken den Schutzbereich der Erfindung nicht auf diese konkreten Ausführungen ein. Es liegt im Rahmen der Offenbarung, dass zahlreiche Modifikationen und Änderungen möglich sind. Die Auswahl und
Beschreibung dieser Ausführungsformen dienen dazu, die Grundprinzipien und praktischen Anwendungen der Erfindung zu verdeutlichen, um Fachleuten auf diesem
Gebiet deren Umsetzung zu erleichtern. Der Schutzumfang dieser Erfindung wird allein durch die Patentansprüche und deren gesamte Reichweite einschließlich äquivalenter Ausführungen begrenzt.
Claims (10)
1. Eine Psoas-Major-Intervallpunktionsnadel, dadurch gekennzeichnet, dass sie einen Kernteil und einen Hüllteil umfasst, wobei der Hüllteil außen am Kernteil angeordnet ist und eine Hüllbaugruppe, eine obere Bewegungseinheit, eine untere Bewegungseinheit und eine Biegeleiteinheit umfasst; die obere Bewegungseinheit, die untere Bewegungseinheit und die Biegeleiteinheit sind gleitend innerhalb der Hüllbaugruppe verbunden; die obere Bewegungseinheit ist mit dem oberen Ende der Leiteinheit verbunden, die untere Bewegungseinheit mit dem unteren Ende der Leiteinheit; die Hüllbaugruppe umfasst eine Punktionsspitze, die als schräger Ring ausgeführt ist; die Leiteinheit umfasst mehrere Bogenstäbe, deren obere Seiten sich im halbkreisförmigen Bereich gegenüber der Spitze der Punktionsspitze befinden und deren untere Seiten im entsprechenden Bereich auf der der Spitze abgewandten Seite angeordnet sind.
2. Die Punktionsnadel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Bewegung der oberen und unteren Bewegungseinheit zwei Zustände umfasst: einen ersten Zustand, in dem die obere Bewegungseinheit beweglich ist und die untere ihr folgt, und einen zweiten Zustand, in dem die obere Bewegungseinheit blockiert ist und die untere Bewegungseinheit sich unabhängig bewegen kann.
3. Die Punktionsnadel nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Hüllbaugruppe einen Halterahmen, einen Befestigungssockel und ein Außengehäuse umfasst, wobei die Unterseite des Halterahmens fest mit dem Befestigungssockel verbunden ist, dessen Unterseite fest mit dem Außengehäuse verbunden ist, und die Unterseite des Außengehäuses fest mit einem Positionierring verbunden ist, welcher seinerseits mit der Punktionsspitze verbunden ist.
4. Die Punktionsnadel nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass sich im Befestigungssockel auf der zur Spitze hin gewandten und der abgewandten Seite jeweils eine seitliche Nut befindet, in der ein Seitenstab gleitend geführt ist.
5. Die Punktionsnadel nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die obere Bewegungseinheit ein Innenrohr und eine obere Platte umfasst, wobei das Innenrohr gleitend mit dem Befestigungssockel, dem Außengehäuse und der Punktionsspitze verbunden ist, das obere Ende des Innenrohrs mit dem Seitenstab auf der abgewandten Seite der Punktionsspitze verbunden ist und die obere Platte an dessen Oberseite angebracht ist.
6. Die Punktionsnadel nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, dass die untere Bewegungseinheit ein Halbkreisrohr, eine untere Platte und einen Bodenring umfasst, wobei das Halbkreisrohr gleitend außen am Innenrohr sowie mit Befestigungssockel, Außengehäuse und Punktionsspitze verbunden ist, der Seitenstab an der zur Punktionsspitze gewandten Seite mit der oberen Platte auf dessen; Unterseite verbunden ist, und die untere Platte unterhalb der oberen Platte liegt und sich teilweise mit ihr überlappt.
7. Die Punktionsnadel nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass mehrere Bogenstäbe entlang der gekrümmten Fläche des Halbkreisrohrs verteilt sind, wobei deren oberes Ende mit einem oberen Fixierbolzen und deren unteres Ende mit einem LU602714 unteren Fixierbolzen verbunden ist, der obere Fixierbolzen mit dem unteren Ende des Innenrohrs verbunden ist und der untere Fixierbolzen an der Unterseite mit dem Bodenring verbunden ist.
8. Die Punktionsnadel nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass an der dem Positionierring zugewandten Innenseite des Außengehäuses ein Begrenzungsblock fest angebracht ist, welcher mit dem unteren Ende des Innenrohrs eine Anschlagpassung bildet; der Bodenring ist positionsgleich zum Positionierring angeordnet und befindet sich unterhalb des Begrenzungsblocks.
9. Die Punktionsnadel nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Kernteil einen Steuergriff und einen Punktionskern umfasst, wobei der Punktionskern an der Unterseite des Steuergriffs fest angebracht und gleitend im Halterahmen und im Innenrohr geführt ist; im Inneren des Punktionskerns ist eine Elektrode fest integriert, und am Steuergriff ist eine Anschlussbuchse zur Verbindung mit der Elektrode angebracht.
10. Die Punktionsnadel nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, dass der Positionierring und der Bodenring aus röntgendichtem Material bestehen.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| LU602714A LU602714B1 (de) | 2025-07-30 | 2025-07-30 | Eine Psoas-Major-Intervallpunktionsnadel |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| LU602714A LU602714B1 (de) | 2025-07-30 | 2025-07-30 | Eine Psoas-Major-Intervallpunktionsnadel |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| LU602714B1 true LU602714B1 (de) | 2026-01-30 |
Family
ID=98569440
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| LU602714A LU602714B1 (de) | 2025-07-30 | 2025-07-30 | Eine Psoas-Major-Intervallpunktionsnadel |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| LU (1) | LU602714B1 (de) |
-
2025
- 2025-07-30 LU LU602714A patent/LU602714B1/de active IP Right Grant
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Legal Events
| Date | Code | Title | Description |
|---|---|---|---|
| FG | Patent granted |
Effective date: 20260130 |