LU500468B1 - Anlage und Verfahren zum Härten und/oder Verfestigen von Glasgegenständen - Google Patents
Anlage und Verfahren zum Härten und/oder Verfestigen von GlasgegenständenInfo
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Abstract
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Härten und/oder Verfestigen von Glasgegenständen, bei dem die Glasgegenstände (2) in einer Bearbeitungsvorrichtung (27) mit einer Salzschmelze (4) in Kontakt gebracht werden. Das Verfahren beinhaltet den Schritt des Bereitstellens einer Vielzahl von Kartuschen (8), die ein Regenerationsmaterial zum Regenerieren der Salzschmelze (4) beinhalten, und den Schritt des Einfügens einer der Kartuschen (8) in die Bearbeitungsvorrichtung (27). Außerdem beinhaltet das Verfahren die Schritte des Ermittelns des Wirksamkeitsgrades des in der eingefügten Kartusche (8) befindlichen Regenerationsmaterials (9), und des Entfernens der eingefügten Kartusche (8), wenn das Regenerationsmaterial einen vorgegebenen oder vorgebbaren Wirksamkeitsgrad unterschreitet, Einfügen einer anderen Kartusche (8) der Vielzahl von gleichen Kartuschen (8) in die Bearbeitungsvorrichtung (27). Die Erfindung betrifft außerdem eine Anlage zum Härten und/oder Verfestigen von Glasgegenständen (2), die Bearbeitungsvorrichtung (27) mit einer Salzschmelze (4) sowie ein Regenerationsmaterial zum Regenerieren der Salzschmelze (4) aufweist.
Description
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LU500468
Beschreibung
Titel: Anlage und Verfahren zum Härten und/oder Verfestigen von
Glasgegenständen
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zum Härten und/oder Verfestigen von
Glasgegenständen, bei dem die Glasgegenstände in einer
Bearbeitungsvorrichtung mit einer Salzschmelze in Kontakt gebracht werden.
Die Erfindung betrifft außerdem eine Anlage zum Härten und/oder
Verfestigen von Glasgegenständen, die Bearbeitungsvorrichtung mit einer
Salzschmelze sowie ein Regenerationsmaterial zum Regenerieren der
Salzschmelze aufweist.
Es ist bekannt, dass durch lonen-Austausch innerhalb einer dünnen
Oberflächenschicht starke Druckspannungen, die die
Festigkeitseigenschaften des Glases erheblich verbessern, erzielt werden können, wenn man Glas einer definierten Behandlung in einer
Salzschmelze unterzieht. Bei der Behandlung in einer Salzschmelze wandern lonen eines ersten Typs in das Glas ein, während das Glas gleichzeitig lonen eines zweiten Typs in die Salzschmelze abgibt.
Nachteiliger Weise nimmt die Wirkung der Salzschmelze in Abhängigkeit von der Häufigkeit von deren Verwendung ab, insbesondere weil die
Salzschmelze an lonen des ersten Typs verarmt und sich lonen des zweiten
Typs in der Salzschmelze anreichern. Dies führt dazu, dass die Salzschmelze häufig ausgetauscht werden muss.
Es ist Insbesondere bekannt, einen Vorspannprozess bei erhöhten
Temperaturen in einer Salzschmelze, die Kaliumnitrat oder einer Mischung mit Kaliumnitrat beinhaltet, durchzuführen, wobei kleinere Alkalionen (Natrium, Lithium) gegen größere Alkalionen ausgetauscht werden.
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Allerdings verbleiben die ausgetauschten kleineren Alkalionen in der
Salzschmelze, was die Wirksamkeit der Salzschmelze verringert. Außerdem kommt es für das Ergebnis des Vorspannprozesses in nachteiliger Weise zu einer Zersetzung der Salzschmelze Über das Nitrit zum Oxid/Hydroxid.
Die zunehmende Verschlechterung der Wirksamkeit der Salzschmelze kann durch die Verwendung eines Regenerationsmaterials zumindest hinausgezôgert werden.
Beispielsweise ist aus DE 17 71 232 B2 ein Verfahren zum Austausch von lonen zwischen einer Salzschmelze und Glas zum Zwecke der
Veränderung von deren Eigenschaften bekannt, wobei die in die
Salzschmelze eingewanderten lonen von einem in der Salzschmelze in getrennter Phase vorliegenden Regenerationsmaterial aufgenommen und gleichzeitig beim lonenaustausch benötigte lonen an die
Salzschmelze abgegeben werden. Es wird eine Salzschmelze verwendet, der als Regenerationsmaterial eine Hilfssubstanz zugesetzt ist, die ein
Akzeptor für Sauerstoffionen ist bzw. eine Säurefunktion hat und die zur
Komplexbildung unter Einbeziehung der aus dem Glas oder aus dem
Regenerationsmaterial in die Salzschmelze eingewanderten lonen befähigt ist und die Redoxreaktionen in der Salzschmelze begünstigt.
Allerdings ist zu beachten, dass auch die Wirksamkeit des
Regenerationsmaterials bei fortschreitender Verwendung abnimmt.
Es ist daher die Aufgabe der vorliegenden Erfindung, ein Verfahren anzugeben, das es ermöglicht, bei geringem Wartungsaufwand zuverlässig eine weitgehend Konstante und gute Qualität der
Salzschmelze gewährleisten zu können.
Die Aufgabe wird durch ein Verfahren gelöst, das durch folgende Schritte gekennzeichnet ist:
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LU500468 a. Bereitstellen einer Vielzahl von Kartuschen, die ein
Regenerationsmaterial zum Regenerieren der Salzschmelze beinhalten, b. Einfügen einer der Kartuschen in die Bearbeitungsvorrichtung, c. Ermitteln des Wirksamkeitsgrades des in der eingefügten
Kartusche befindlichen Regenerationsmaterials, d. Entfernen der eingefügten Kartusche, wenn das
Regenerationsmaterial einen vorgegebenen oder vorgebbaren
Wirksamkeitsgrad unterschreitet, e. Einfügen einer anderen Kartusche der Vielzahl von gleichen
Kartuschen in die Bearbeitungsvorrichtung.
Es ist eine weitere Aufgabe der vorliegenden Erfindung eine Anlage anzugeben, die es ermöglicht, bei geringem Wartungsaufwand zuverlässig eine weitgehend Konstante und gute Qualität der
Salzschmelze gewährleisten zu können.
Die weitere Aufgabe wird durch eine Anlage gelöst, die dadurch gekennzeichnet ist, dass die Anlage eine Vielzahl von gleichen
Kartuschen, die ein Regenerationsmaterial zum Regenerieren der
Salzschmelze beinhalten, aufweist, von denen jeweils mindestens eine in die Bearbeitungsvorrichtung einfügbar ist.
Die Erfindung hat insbesondere den ganz besonderen Vorteil, dass
Produktionsausfälle durch ein aufwändiges Regenerieren der Salzschmelze zumindest reduziert oder sogar vollständig vermieden werden können.
Hierbei ist es erfindungsgemäß von ganz besonderem Vorteil, eine Vielzahl von gleichen Kartuschen mit frischem Regenerationsmaterial bereit zu halten, von denen jeweils eine, insbesondere automatische, eingefügt
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LU500468 werden kann, sobald das Regenerationsmaterial der aktuell eingefügten
Kartusche keine ausreichende Regenerationswirkung mehr entfaltet.
Die erfindungsgemäße Verwendung von Kartuschen mit
Regenerationsmaterial hat insbesondere den ganz besonderen Vorteil, dass ein Austausch der Art schnell von statten gehen kann, dass der
Produktionsprozess gar nicht oder nur für einen ganz kurzen Zeitraum unterbrochen werden muss. Beispielsweise kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass ein Austausch der Kartusche zeitlich parallel zu einem anderen
Vorgang zum Härten und/oder Verfestigen von Glasgegenständen erfolgt. Beispielsweise kann ein Austausch der Kartusche zeitlich parallel erfolgen, während bereits behandelte Glasgegenstände aus dem
Salzbad entfernt und noch zu behandelnde Glasgegenstände in das
Salzbad eingefügt werden.
Die Verwendung von Kartuschen kann erfindungsgemäß insbesondere in der Weise realisiert werden, dass die Kartusche in einem Kanal, beispielsweise einer Zuleitung zu einer Berieselungsanlage, angeordnet und von der Salzschmelze durchstrômt werden kann. Die Verwendung von Kartuschen ist daher insbesondere auch bei
Bearbeitungsvorrichtungen von Vorteil, bei denen eine Berieselung oder ein Besprühen der Zu verfestigenden und/oder zu härtenden
Glasgegenstände erfolgt. Die Erfindung ist bei sämtlichen Arten von
Anlagen zum Härten und/oder Verfestigen von Glasgegenständen vorteilhaft umsetzbar.
Bei einer besonderen Ausführung weist jede der Kartuschen wenigstens eine Schnittstelle zum mechanischen und/oder fluidischen Ankoppeln an die Bearbeitungsvorrichtung auf. Vorzugsweise sind die Schnittstellen der
Kartuschen gleich ausgebildet sind. Eine Schnittstelle kann beispielsweise durch eine Eingangsdffnung in dem Gehäuse der Kartusche gebildet sein, durch die die Salzschmelze strömen kann. Die Eingangsôffnung kann
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LU500468 insbesondere ein Sieb aufweisen, durch das die Salzschmelze strömen kann, das jedoch das Regenerationsmaterial in der Kartusche hält.
Alternativ oder zusätzlich kann eine Schnittstelle auch durch eine
Ausgangsôffnung in dem Gehäuse der Kartusche gebildet sein, durch die 5 die Salzschmelze. Die Ausgangsôffnung kann analog ebenfalls ein Sieb aufweisen, durch das die Salzschmelze strömen kann, das jedoch das
Regenerationsmaterial in der Kartusche hält.
Insbesondere kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass alle Kartuschen gleich ausgebildet sind. Dies hat den ganz besonderen Vorteil, dass alle
Kartuschen gleich gehandhabt und Insbesondere auf die gleiche Weise in die Bearbeitungsvorrichtung eingesetzt und wieder entnommen werden können.
Die Bearbeitungsvorrichtung kann vorteilhaft wenigstens eine Aufnahme aufweisen, in die jeweils wenigstens eine der Kartuschen eingefügt wird.
Bei einer besonderen Ausführung sind die Aufnahme und die Kartuschen derart ausgebildet, dass jeweils eine der Kartuschen formschlüssig und/oder einrastend in die Aufnahme eingefügt wird. Auf diese Weise kann sichergestellt werden, dass die Kartusche korrekt, insbesondere korrekt positioniert und ausgerichtet, eingefügt wird. Vorzugsweise sind die
Aufnahme und die Kartuschen derart ausgebildet, dass es nur eine einzige
Möglichkeit gibt, eine Kartusche einzusetzen. Auf diese Weise ist vermieden, dass eine Kartusche falsch positioniert und/oder ausgerichtet wird.
Insbesondere kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass mechanische und/oder fluidische Anschlüsse der jeweiligen Kartusche an die
Bearbeitungsvorrichtung beim Einfügen der Kartusche in die
Bearbeitungsvorrichtung automatisch hergestellt werden. Hierfür ist es beispielsweise möglich, dass die Aufnahme wenigstens ein Element aufweist, das mit wenigstens einem Gegenelement der Kartusche derart
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LU500468 zusammenwirkt, dass die Kartusche beim Einfügen in die Aufnahme automatisch korrekt positioniert und/oder ausgerichtet wird. Beispielsweise kann das Element als Führung ausgebildet sein, während das
Gegenelement als Vorsprung ausgebildet ist, wobei der Vorsprung beim
Einfügen der Kartusche in die Führung eingreift. Umgekehrt ist es natürlich auch möglich, dass das Element als Vorsprung ausgebildet ist und dass das Gegenelement als Führung ausgebildet ist, wobei der Vorsprung beim
Einfügen der Kartusche in die Führung eingreift.
Beispielsweise kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass Öffnungen der
Kartusche, durch die die Salzschmelze strömen soll, und/oder eine
Beobachtungsöffnung der Kartusche, durch die das Beleuchtungslicht und/oder Detektionslicht verlaufen soll (hierzu unten mehr), automatisch korrekt und eindeutig in ihrer jeweiligen Sollposition positioniert sind, wenn die Kartusche in die Aufnahme eingefügt ist. Auf diese Weise ist ein aufwändiges, insbesondere zeitaufwändiges, nachträgliches Justieren der
Position der Kartusche vorteilhaft vermieden.
Der Wirksamkeitsgrad des Regenerationsmaterials kann vorteilhaft insbesondere automatisch überprüft werden. Beispielsweise kann eine
Steuerungsvorrichtung vorhanden sein, die den Wirksamkeitsgrad des
Regenerationsmaterials fortlaufend oder in, insbesondere gleichen, zeitlichen Abständen überprüft. Hierbei kann insbesondere vorgesehen sein, dass die Steuerungsvorrichtung den aktuell gemessenen
Wirksamkeitsgrad mit einem vorgegebenen oder vorgebbaren
Wirksamkeitsgrad vergleicht. Wenn sich bei dem Vergleich ergibt, dass der vorgegebene oder vorgebbaren Wirksamkeitsgrad unterschritten wurde, kann die Steuerungsvorrichtung ein Warnsignal an einen Benutzer ausgeben und/oder ein automatisches austauschen der aktuell eingesetzten Kartusche, beispielsweise mit Hilfe eines
Austauschautomaten, einleiten. Die Steuerungsvorrichtung ist vorzugsweise eine elektronische Steuerungsvorrichtung. Beispielsweise
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LU500468 kann die Steuerungsvorrichtung einen Computer beinhalten.
Bei einer ganz besonders vorteilhaften Ausführung und nach einem eigenständigen Erfindungsgedanken wird der Wirksamkeitsgrad durch eine optische Überprüfung des in der eingefügten Kartusche befindlichen
Regenerationsmaterials ermittelt. Insbesondere kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass der Zustand des Regenerationsmaterials mittels eines optischen Sensors überprüft wird, der von dem
Regenerationsmaterial kommendes Detektionslicht empfängt. Bei dem optischen Sensor kann es sich beispielsweise um eine Fotodiode handeln.
Es ist auch möglich, dass der optische Sensor mehrere Fotodioden beinhaltet. Der optische Sensor kann alternativ oder zusätzlich einen CCD-
Chip aufweisen Der optische Sensor kann insbesondere auch als Kamera ausgebildet sein. Der optische Sensor kann alternativ oder zusätzlich auch einen Photomultiplier beinhalten. Eine solche Ausführung hat den ganz besonderen Vorteil, dass Detektionslicht mit sehr geringer Lichtleistung erfasst werden kann.
Es wurde nämlich erkannt, dass sich die optischen Eigenschaften des
Regenerationsmaterials in Abhängigkeit von der erbrachten
Regenerationsleistung verändern. Dies ermöglicht es, schnell, zuverlässig und Insbesondere ohne Unterbrechung des Produktionsprozesses ZU ermitteln, wann das Regenerationsmaterial soweit verbraucht ist, dass es ausgetauscht werden muss.
Die Veränderung der optischen Eigenschaften betrifft insbesondere zumeist eine abnehmende Licht-Transmissivität und eine sich erhöhende
Neigung, einfallendes Licht zu streuen. Beispielsweise tritt bei einem
Regenerationsmaterial, das aus kaliumhaltigem Silikatglas besteht oder kaliumhaltiges Silikatglas beinhaltet, im Laufe seiner Verwendung ein zunehmendes Streuverhalten an den Oberflächen auf.
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Bei einigen Regenerationsmaterialien kommt es im Laufe ihrer
Verwendung zu einer Veränderung der spektralen Zusammensetzung des durch das Regenerationsmaterial hindurch transmittierten Lichts und/oder des an dem Regenerationsmaterial reflektierten Lichts und/oder des an dem Regenerationsmaterial gestreuten Lichts. Bei diesen
Regenerationsmaterialien kann der Alterungsprozess insbesondere durch eine Überwachung der spektralen Zusammensetzung des Detektionslichts erfasst werden.
Insbesondere kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass die spektrale
Zusammensetzung des Detektionsiichis detektiert wird. Hierzu kann der optische Sensor als Spektraldetektor ausgebildet sein. Beispielsweise kann der optische Sensor ein Mittel zur spektralen Aufspaltung des
Detektionslichts beinhalten. Das Mittel zur spektralen Aufspaltung des
Detektionslichts kann beispielsweise als Prisma ausgebildet sein und/oder wenigstens einen dichroitischen Strahlteiler beinhalten. Insbesondere kann der optische Sensor mehrere Einzelsensoren aufweisen, denen unterschiedliche spektrale Anteile des Detektionslichts zugeleitet werden.
Bei einer besonders vorteilhaften Ausführung wird das
Regenerationsmaterial mit Beleuchtungslicht wenigstens einer Lichtquelle beleuchtet. Die Lichtquelle kann beispielsweise ein Laser, insbesondere einen Halbleiterlaser, oder eine LED beinhaltet. Insbesondere kann die
Lichtquelle dazu ausgebildet sein, Licht unterschiedlicher Wellenlängen und/oder unterschiedlicher Wellenlängenbereiche simultan oder sequenziell zu emittieren. Beispielsweise ist es vorteilhaft möglich, das
Regenerationsmaterial zunächst mit Beleuchtungslicht einer ersten
Wellenlänge zu beleuchten und erstes (transmittiertes, reflektiertes und/oder gestreutes) Detektionslicht, insbesondere spekiral, zu analysieren, und anschlieBend das Regenerationsmaterial mit
Beleuchtungslicht einer zweiten Wellenlänge zu beleuchten und zweites (fransmittiertes, reflektiertes und/oder gestreutes) Detektionslicht,
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LU500468 insbesondere spektral, zu analysieren.
Insbesondere kann vorteilhaft auch vorgesehen sein, dass die Lichtquelle simultan oder sequentiell Beleuchtungslicht unterschiedlicher
Wellenlängen oder unterschiedlicher Wellenlängenbereiche abgibt. Dies ermöglicht es, die spektralen Eigenschaften des Regenerationsmaterials und deren Veränderung im Laufe der Verwendung des
Regenerationsmaterials zu erfassen.
Insbesondere kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass die Lichtquelle das
Beleuchtungslicht in Form eines Beleuchtungslichtbündels abgibt. Im
Strahlengang des Beleuchtungslichtbündels können optische Elemente zum Formen und/oder Lenken des Beleuchtungslichtbündels, wie beispielsweise Linsen oder Spiegel, angeordnet sein.
Auch das Detektionslicht kann vorteilhaft in Form eines
DetektionslichtbUndels von dem optischen Sensor empfangen werden. Im
Strahlengang des Detektionsliichtbündels können optische Elemente zum
Formen und/oder Lenken des Detektionslichtoündels, wie beispielsweise
Linsen oder Spiegel, angeordnet sein.
Insbesondere kann vorteilhaft die Lichtleistung des Detektionslichts gemessen werden. Bereits durch eine einfache Messung der Lichtleistung, die fortlaufend oder in, insbesondere regelmäßigen, zeitlichen Abständen erfolgen kann, können zumeist bereits aussagekräftige Rückschlüsse auf den Alterungszustand des Regenerationsmaterials gezogen werden.
Insbesondere bei Regenerationsmaterialien, die dazu neigen, bei zunehmender Alterung einfallendes Beleuchtungslicht mehr und mehr zu streuen und/oder die eine zunehmende Trübung ausbilden, kann der
Alterungszustand auf diese Weise zuverlässig überwacht werden.
Insbesondere kann dies vorteilhaft in der Weise erfolgen, dass jeweils das
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Verhältnis der Lichtleistungen des Detektionsichis und des
Beleuchtungslichts ermittelt wird. Beispielsweise kann festgelegt werden, dass bei Erreichen eines bestimmten Verhältnisses der Lichtleistungen des
Detektionslichts und des Beleuchtungslichts ein Austausch des
Regenerationsmaterials zu erfolgen hat. Beispielsweise kann eine elektronische Steuerungsvorrichtung vorhanden sein, die die zeitliche
Entwicklung des Verhältnisses der Lichtleistungen überwacht und im Falle des Erreichens eines bestimmten Verhältnisses der Lichtleistungen ein (insbesondere optisches oder akustisches) Signal an einen Benutzer ausgibt und/oder einen automatischen Austausch der Kartusche einleitet.
Jede Kartusche kann ein wenigstens teilweise durchsichtiges oder durchscheinendes Gehäuse und/oder ein Fenster aufweisen, um zu ermöglichen, dass das Detektionslicht von dem Regenerationsmaterial zu dem optischen Sensor und gegebenenfalls das Beleuchtungslicht zu dem
Regenerationsmaterial gelangen kann. Alternativ oder zusätzlich kann jede Kartusche eine Beobachtungsöffnung für das Detektionslicht und/oder für das Beleuchtungslicht aufweisen.
Wie bereits erwähnt, kann jede Kartusche wenigstens eine Öffnung aufweisen, durch die das geschmolzene Salz der Salzschmelze strömen kann, ohne dass das Regenerationsmaterial aus der Kartusche entweichen kann. Bei einer besonderen Ausführung bildet die wenigstens eine Öffnung, durch die das geschmolzene Salz der Salzschmelze strémen kann, gleichzeitig auch die Beobachtungsöffnung.
Es ist möglich, dass alle Kartuschen das gleiche Regenerationsmaterial beinhalten.
Alternativ kann jedoch vorteilhaft und nach einem eigenständigen
Erfindungsgedanken auch vorgesehen sein, dass eine Vielzahl weiterer
Kartuschen vorhanden ist, die ein anders Regenerationsmaterial
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LU500468 beinhalten, das sich von dem (ersten) Regenerationsmaterial, welches in den (ersten) Kartuschen angeordnet ist, unterscheidet. Dies hat den
Vorteil, dass durch die Verwendung von zwei (oder mehr) unterschiedlichen Regenerationsmaterialien gezielt und wirkungsvoll den zumeist mehreren auftretenden Alterungsprozessen entgegen gewirkt werden kann.
Es wurde nämlich erkannt, dass die Verarmung der Salzschmelze an einer
Sorte von größeren Alkalionen, beispielsweise Kalium, und die
Anreicherung mit einer Sorte kleinerer Alkalionen, beispielsweise Natrium, nicht allein die Ursache für eine Verschlechterung der Qualität der
Salzschmelze im Hinblick auf den Glashdrtungs- und/oder
Glasverfestigungsprozess von Glasgegenständen ist. Vielmehr hat sich herausgestellt, dass insbesondere beim Härten und/oder Verfestigen von
Glasgegenständen aus komplex aufgebauten Glasmaterialien mehrere
Einflussfaktoren die Qualität der Salzschmelze negativ beeinflussen.
Insbesondere hat sich als vorteilhaft herausgestellt, dass mehrere unterschiedliche chemische Stoffe aus dem Salzbad entfernt und/oder mehrere unterschiedliche chemische Stoffe in das
Salzbad eingebracht werden müssen, um ein ordnungsgemäßes
Funktionieren des lonenaustauschs bei einem Harte- und/oder
Verfestigungsvorgang langfristig zu gewährleisten.
In erfindungsgemäßer Weise wurde beispielsweise erkannt, dass die
Salzschmelze beim Härten und/oder Verfestigen von Glasgegenständen aus einem Glasmaterial, das Natrium und Lithium beinhaltet, eine
Verschlechterung der Qualität der Salzschmelze sowohl durch die
Anreicherung von Natrium und zusätzlich durch die Anreicherung von
Lithium verschlechtert wird. Hinzu tritt oftmals eine sich fortlaufend mit der
Anzahl der durchgeführten Glashärtungs- und/oder
Glasverfestigungsprozesse erhöhende Basizität der Salzschmelze, was sich
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LU500468 ebenfalls nachteilig auf Qualität der Salzschmelze im Hinblick auf den
Glashärtungs- und/oder Glasverfestigungsprozess auswirkt.
Insoweit kann vorteilhaft vorgesehen sein dass das (erste)
Regenerationsmaterial dazu ausgebildet ist, einen ersten ionischen
Bestandteil aus der Salzschmelze aufzunehmen, während das andere
Regenerationsmaterial dazu ausgebildet ist, einen zweiten ionischen
Bestandteil aus der Salzschmelze aufzunehmen, der von dem ersten ionischen Bestandteil verschieden ist.
Die (ersten) Kartuschen und die weiteren Kartuschen können vorteilhaft, insbesondere hinsichtlich der Form und/oder Größe, unterschiedlich ausgebildet sein. Eine solche Ausführung hat den ganz besonderen
Vorteil, dass versehentliche Verwechslungen beim Austauschen der
Kartuschen vermieden werden. Dies kann insbesondere dadurch unterstützt werden, dass die Aufnahmen (beispielsweise auf Grund ihrer
Form und/oder Größe) derart ausgebildet sind, dass eine (erste) Kartusche nicht in eine Aufnahme für eine weitere Kartusche und/oder dass eine weitere Kartusche nicht in eine erste Aufnahme für eine (erste) Kartusche eingefügten werden kann.
Allerdings ist es beispielsweise auch möglich, dass die (ersten) Kartuschen und die weiteren Kartuschen gleich ausgebildet sind und im Wechsel in dieselbe Aufnahme eingefügten werden. Eine solche Ausführung hat den ganz besonderen Vorteil, dass sich die unterschiedlichen
Regenerationsmaterialien nicht unmittelbar gegenseitig beeinflussen können, da sie nicht gleichzeitig mit der Salzschmelze in Kontakt gebracht werden. Es ist natürlich auch möglich, die (ersten) Kartuschen und die weiteren Kartuschen in einem anderen Wechselrhythmus (beispielsweise
Verwendung einer weiteren Kartusche nur bei jedem dritten Wechsel) einzusetzen.
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Ganz allgemein ist es beispielsweise auch möglich, die (ersten) Kartuschen und die weiteren Kartuschen (unabhängig davon ob sie gleich ausgebildet sind) zeitlich beabstandet abwechselnd oder in einem anderen Wechselrhythmus einzusetzen.
Es ist beispielsweise auch möglich, die (ersten) Kartuschen und die weiteren Kartuschen (unabhängig davon ob sie gleich ausgebildet sind) im Wechsel, also zeitlich beabstandet, jeweils in eine eigene Aufnahme einzusetzen. Auch eine solche Ausführung hat den ganz besonderen
Vorteil, dass sich die unterschiedlichen Regenerationsmaterialien nicht unmittelbar gegenseitig beeinflussen können, da sie nicht gleichzeitig mit der Salzschmelze in Kontakt gebracht werden.
Sämtliche Details, die hier in Bezug auf die Kartuschen und das darin enthaltene Regenerationsmaterial beschrieben sind, können vorteilhaft analog (alternativ oder zusätzlich) auch in Bezug auf die weiteren
Kartuschen und das andere Regenerationsmaterial realisiert sein.
Das Regenerationsmaterial kann vorteilhaft - nach einem eigenständigen
Erfindungsgedanken - insbesondere in Form von Kugeln, Granulat, Fritten,
Fasern, Platten, gewellten Platten, unregelmäßig gewellten Platten und/oder Platten mit einer unregelmäßigen Oberfläche) vorliegen. Auf diese Weise wird vorteilhaft eine große Oberfläche im Vergleich zum
Volumen und damit einer große Kontaktfläche zu der Salzschmelze erreicht, so dass bei gegebenem Regenerationsmaterialeinsatz eine große
Wirksamkeit erreicht werden kann. Ganz besonders vorteilhaft ist — nach einem eigenständigen Erfindungsgedanken — Regenerationsmaterial in
Form einer Vielzahl von unregelmäßig gewellten Platten oder Platten mit einer unregelmäßigen Oberfläche, weil diese nicht flächig aneinander haften können, was die wirksame Gesamtoberfldche der
Regenerationsmaterialkörper nachteiliger Weise verringern würde. Ganz allgemein kann daher vorteilhaft vorgesehen sein, dass die verwendeten
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Regenerationsmaterialkôrper eine ähnliche Grundform aufweisen, wobei sich die einzelnen Regenerationsmaterialkörper jedoch insoweit unterscheiden, dass ein flächiges Aneinanderhaften (wie beispielsweise bei ebenen Platten) vermieden ist.
Im Falle der Verwendung von nicht Regenerationsmaterial in Form von
Granulat kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass das Granulat eine
Korngröße im Bereich von 0,1 mm bis 10 mm, Insbesondere im Bereich von 0,1 mm bis 3 mm oder 0,1 mm bis 0,8 mm oder im Bereich von 0,3 mm bis 0,8 mm, aufweist. Eine solche KorngréBe bietet einerseits den Vorteil, dass das Granulat in einer Kartusche mit vergleichsweise groBen Offnungen gehalten werden kann, während es (gleichzeitig eine große
Kontaktoberfläche für die Salzschmelze bietet.
Vorteilhaft ist die Verwendung von Regenerationsmaterial in Form von
Glasfritten oder Sintermaterial. Auch eine solche Ausführung bietet einerseits den Vorteil, dass die Regenerationsmaterialkôrper in einer
Kartusche mit vergleichsweise großen Öffnungen gehalten werden können, während gleichzeitig eine große Kontaktoberfläche für die
Salzschmelze vorhanden ist. Die Glasfritten können eine Dicke im Bereich von 0,1 mm bis 10 mm, insbesondere im Bereich von 0,1 mm bis 3 mm oder 0,1 mm bis 0,8 mm oder im Bereich von 0,3 mm bis 0,8 mm, aufweisen.
Besonders vorteilhaft ist es, wie bereits erwähnt, wenn das
Regenerationsmaterial - nach einem eigenständigen Erfindungsgedanken — als (vorzugsweise unregelmäßig gewellte und/oder unregelmäßig gewellte und/oder mit einer unregelmäßigen Oberfläche versehenen)
Platten oder (vorzugsweise unregelmäßige und/oder unregelmäßig gewellte und/oder mit einer unregelmäßigen Oberfläche versehenen)
Bruchstücke von Platten oder Platten ausgebildet ist. Die Platten oder die
Bruchstücke der Platten können vorteilhaft eine Dicke im Bereich von 0,1 mm bis 10 mm, insbesondere im Bereich von 0,1 mm bis 3 mm oder 0,1
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LU500468 mm bis 0,8 mm oder im Bereich von 0,3 mm bis 08 mm, aufweisen. Die
Herstellung der Platten oder Bruchstücke der Platten kann beispielsweise ein Auswalzen von Regenerationsmaterial beinhalten. Die Walze ist hierbei vorzugweise in glatt, um den Platten oder Bruchstücken der Platten eine
Struktur zu verleihen, die ein flächiges Aneinanderhaften unmöglich macht.
Alternativ und mit denselben Vorteilen ist es auch möglich, dass das
Regenerationsmaterial in Form von Fasern, insbesondere von Glasfasern, oder in Form wenigstens eines aus Fasern, insbesondere aus Glasfasern, hergestellten Vlieses oder in Form von Faserwolle, insbesondere Glaswolle, mit der Salzschmelze in Kontakt gebracht wird. Die Fasern können vorteilhaft eine Dicke im Bereich von 0,1 mm bis 3 mm, insbesondere im
Bereich von 0,1 mm bis 0,8 mm oder im Bereich von 0,3 mm bis 0,8 mm, aufweisen.
Bei einer ganz besonders vorteilhaften Ausführung ist das
Regenerationsmaterial ein Glas oder beinhaltet ein Glas. Dies hat insbesondere den Vorteil, dass das Regenerationsmaterial in Form von festen Körpern, beispielsweise in Form von Kugeln, Granulat oder
Glasfasern oder als Vlies oder Glasfritten oder Sintermaterial, einfach mit der Salzschmelze in Kontakt gebracht werden kann. Beispielsweise ist ein
Einbringen des Regenerationsmaterials in ein Becken, dass die
Salzschmelze beinhaltet, und das Wieder-Entfernen aus dem Becken einfach und unkompliziert möglich. Alternativ kann die Kartusche mit dem
Regenerationsmaterial einfach in einem Kanal angeordnet werden, durch den fortlaufend oder in zeitlich beanstandeten Intervallen ein Teil der
Salzschmelze geleitet wird. Insbesondere können zwei parallel geschaltete
Kanäle mit jeweils einer Kartusche vorhanden sein, was es ermöglicht, den
Durchfluss durch einen Kanal vorübergehend zu unterbrechen, um die darin befindliche Kartusche auszutauschen, während der Durchfluss durch den anderen Kanal erhalten bleibt.
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Das Regenerationsmaterial kann ein, insbesondere porôses, Glas aus einem Glassystem mit einer Entmischungstendenz sein oder ein, insbesondere poröses, Glas aus einem Glassystem mit einer
Entmischungstendenz beinhalten. Insbesondere kann das
Regenerationsmaterial ein an Siliciumdioxid reiches, insbesondere poröses,
Glas sein oder ein an Siliciumdioxid reiches, insbesondere pordses, Glas beinhalten. Bei einer besonderen Ausführung ist das
Regenerationsmaterial ein VYCor-Glas oder beinhaltet ein VYCor-Glas.
Alternativ oder zusätzlich kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass das
Regenerationsmaterial amorphe Kieselsäure beinhaltet. Dies hat ganz besonderen Vorteil, dass das Regenerationsmaterial einer Basizität der
Salzschmelze entgegen wirkt. Ein porôses Glas hat hierbei den ganz besonderen Vorteil einer großen Kontaktfläche zu der Salzschmelze und bietet daher eine große Wirksamkeit.
Bei einer ganz besonders vorteilhaften Ausführung ist das
Regenerationsmaterial ein kaliumhaltiges Silikatglas, insbesondere ein
Kalium-Alumo-Silikatglas. Dieses Regenerationsmaterial hat den ganz besonderen Vorteil, dass drei ganz wesentliche Alterserscheinungen der
Salzschmelze vermieden oder wenigstens sehr wesentlich hinausgezôgert werden können. Insbesondere wird ein Anstieg der Konzentration von
Fremdalkalionen vermieden oder wenigstens sehr wesentlich hinausgezôgert. Außerdem wird ein pH-Wert-Anstieg der Salzschmelze durch Salzzersetzung vermieden oder wenigstens sehr wesentlich hinausgezdgert. Darüber hinaus werden partikelförmige Verunreinigungen vermieden; dies insbesondere dadurch, dass = partikelfôrmige
Verunreinigungen der Salzschmelze gebunden werden, sobald sie innerhalb der Salzschmelze mit diesem Regenerationsmaterial in Kontakt kommen. Außerdem hat dieses Regenerationsmaterial keine negativen
Auswirkungen auf eine Anlage zum Härten und/oder Verfestigen von
Glasgegenständen. Ein solches Regenerationsmaterial verursacht
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LU500468 insbesondere keine korrosiven Reaktionen mit den zu härtenden und/oder
Zu verfestigenden Glasgegenständen oder mit der Salzschmelze.
Insbesondere da es sich bei diesem Regenerationsmaterial um ein Glas handelt, besteht vorteilhafter Weise eine vollständige Recyclingfähigkeit.
Insbesondere kann dieses Regenerationsmaterial nach seiner erfindungsgemäßen Verwendung besonders einfach als Rohstoff für andere Anwendungen oder als Rohstoff zur Herstellung von
Glasgegenständen verwendet werden. Beispielsweise kann dieses
Regenerationsmaterial nach seiner erfindungsgemäßen Verwendung von noch anhaftendem Salz gereinigt und als Rohstoff für die Herstellung von silikatischen Massengläsern verwendet werden.
Bei einer vorteilhaften Ausführung ist das Regenerationsmaterial aus einem
Rohmaterialgemisch erschmolzen, das außer Kaliumoxid zusätzlich wenigstens ein weiteres Oxid, Insbesondere aus der Gruppe:
Aluminiumoxid, Boroxid, Schwefeloxid, Calciumoxid, beinhaltet.
Insbesondere kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass wenigstens eines der
Regenerationsmaterialien aus einem Rohmaterialgemisch erschmolzen ist, das außer Kaliumoxid zusätzlich mehrere Oxide, insbesondere aus der
Gruppe: Aluminiumoxid, Boroxid, Schwefeloxid, Calciumoxid, in gleichen oder unterschiedlichen Anteilen beinhaltet.
Ganz besonders vorteilhaft und wirkungsvoll ist ein Regenerationsmaterial der oben genannten Art, das aus einem Rohmaterialgemisch erschmolzen ist, das einen Anteil an Siliciumoxid im Bereich von 40 Massenprozent bis 75
Massenprozent, insbesondere im Bereich von 50 Massenprozent bis 65
Massenprozent, oder von 57,5 Massenprozent, aufweist.
Alternativ oder zusätzlich kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass das
Regenerationsmaterial aus einem Rohmaterialgemisch erschmolzen ist, das einen Anteil an Kaliumoxid im Bereich von 20 Massenprozent bis 40
Massenprozent, insbesondere im Bereich von 25 Massenprozent bis 35
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Massenprozent, oder von 32,5 Massenprozent, aufweist.
Außerdem kann alternativ oder zusätzlich vorteilhaft vorgesehen sein, dass das Regenerationsmaterial aus einem Rohmaterialgemisch erschmolzen ist, das einen Anteil an Aluminiumoxid im Bereich von 1 Massenprozent bis
Massenprozent, insbesondere im Bereich von 2 Massenprozent bis 6
Massenprozent, oder von 2,5 Massenprozent oder von 5 Massenprozent, aufweist. 10 Darüber hinaus kann alternativ oder zusätzlich vorteilhaft vorgesehen sein, dass das Regenerationsmaterial aus einem Rohmaterialgemisch erschmolzen ist, das einen Anteil an Calciumoxid im Bereich von 0
Massenprozent bis 15 Massenprozent, insbesondere im Bereich von 6
Massenprozent bis 10 Massenprozent, oder von 8 Massenprozent, aufweist.
Des Weiteren kann alternativ oder zusätzlich vorteilhaft vorgesehen sein, dass das Regenerationsmaterial aus einem Rohmaterialgemisch erschmolzen ist, das einen Anteil an Boroxid im Bereich von 0
Massenprozent bis 10 Massenprozent aufweist.
Insbesondere ist eine Ausführung besonders vorteilhaft, bei das
Regenerationsmaterial wenigstens ein Erdalkalimetall enthält.
Beispielsweise kann das Regenerationsmaterial aus einem
Rohmaterialgemisch erschmolzen sein, das 2,5 Massenprozent
Aluminiumoxid, 32 Massenprozent Kaliumoxid, 8 Massenprozent
Calciumoxid sowie 57,5 Massenprozent Siliciumoxid beinhaltet. Es hat sich gezeigt, dass mit einem solchen Regenerationsmaterial, das mit einem
Massenanteil von 5 % in ein verunreinigtes Salzschmelze-Bad eingeführt wird, eine Senkung des Ausgangsnatriumgehalts um 60 % und mehr innerhalb von 24 Stunden erzielt werden kann.
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Beispielsweise kann das Regenerationsmaterial aus einem
Rohmaterialgemisch = erschmolzen sein, das 5 Massenprozent
Aluminiumoxid, 32,5 Massenprozent Kaliumoxid, 8 Massenprozent
Calciumoxid sowie 54,5 Massenprozent Siliciumoxid beinhaltet. Es hat sich gezeigt, dass ein solches Regenerationsmaterial, besonders gut in Form eines Vlieses in einem separaten Kanal zum Einsatz kommen kann, der von der zu regenerierenden Salzschmelze fortlaufend oder in zeitlich beanstandeten Intervallen durchstrômt wird.
Die erfindungsgemäße Anlage kann insbesondere ein Becken aufweisen, in dem sich die Salzschmelze befindet. Dies ermöglicht es, einen zu härtenden und/oder zu verfestigenden Glasgegenstand mittels einer
Eintauchbewegung in die Salzschmelze einzutauchen. Hierbei können die
Glasgegenstände beispielsweise auf einem Träger angeordnet sein, der samt den Glasgegenständen in die Salzschmelze eingetaucht wird.
Wie bereits erwähnt kann die Anlage, alternativ oder zusätzlich einen
Kanal aufweisen, in dem sich das Regenerationsmaterial befindet und durch den fortlaufend oder in zeitlich beanstandeten Intervallen ein Teil der Salzschmelze geleitet wird. Die Kartusche wird hierbei in dem Kanal derart angeordnet, dass die Salzschmelze durch die Kartusche strömt und auf diese Weise mit dem Regenerationsmaterial in Kontakt kommt.
Vorzugsweise ist der Kanal beheizt, um zu verhindern, dass das Salz in dem
Kanal ungewollt erstaunt. Darüber hinaus kann eine Pumpe vorhanden sein, um die Salzschmelze durch den Kanal zu pumpen.
In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielhaft und schematisch dargestellt und wird anhand der Figuren nachfolgend beschrieben, wobei gleiche oder gleich wirkende Elemente auch in unterschiedlichen Ausführungsbeispielen zumeist mit denselben
Bezugszeichen versehen sind. Dabei zeigen:
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Fig. 1 bis3 ein erstes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäBen
Anlage zum Härten und/oder Verfestigen von
Glasgegenständen in verschieden Situationen bei der
Ausführung eines Härtungs- und/oder
Verfestigungsvorganges,
Fig. 4 ein zweites Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen
Anlage zum Härten und/oder Verfestigen von
Glasgegenständen,
Fig. 5 ein drittes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen
Anlage zum Härten und/oder Verfestigen von
Glasgegenständen,
Fig. 6 ein viertes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen
Anlage zum Härten und/oder Verfestigen von
Glasgegenständen,
Fig. 7 ein fünftes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen
Anlage zum Härten und/oder Verfestigen von
Glasgegenständen,
Fig. U ein sechstes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen
Anlage zum Härten und/oder Verfestigen von
Glasgegenständen, und
Fig. 9 bis10 ein siebentes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen
Anlage zum Härten und/oder Verfestigen von
Glasgegenständen.
Die Figuren 1 bis 3 zeigen ein erstes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen Anlage 1 zum Härten und/oder Verfestigen von
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Glasgegenständen 2 (hier nur ganz exemplarisch als Weingläser dargestellt), bei der die Glasgegenstände 2 in einer
Bearbeitungsvorrichtung 27 mit einer Salzschmelze 4 in Kontakt gebracht werden, in verschieden Situationen bei der Ausführung eines Härtungs- und/oder Verfestigungsvorganges.
Die Bearbeitungsvorrichtung 27 weist ein Becken 3 mit einer Salzschmelze 4 auf, in die ein Träger 5 mit wenigstens einem zu hdrtenden und/oder zu verfestigenden Glasgegenstand 2 mittels einer Eintauchbewegung eintauchbar und aus der der Träger 5 danach mittels einer
Auftauchbewegung wieder entfernbar ist.
In dem Becken 3 befindet sich eine Aufnahme 21, in die eine Kartusche 8 einer Vielzahl von Kartuschen 8 eingefügt ist. In jeder der Kartuschen 8 befindet sich Regenerationsmaterial 9. Die Kartuschen 9 sind gleich ausgebildet.
Jede der Kartusche 8 weist Öffnungen 17 auf, durch die die Salzschmelze 4 strömen kann, aber durch die das Regenerationsmaterial 9 nicht entweichen kann. Jeder Kartusche 8 kann insbesondere wenigstens teilweise als Korb, insbesondere mit einem verschließbaren Deckel, oder als Sieb, Insbesondere mit einem verschließbaren Deckel, ausgebildet sein.
In dem Becken 3 ist eine Führungsvorrichtung 6 angeordnet, die mehrere
Führungsschienen 7 aufweist. Die Führungsvorrichtung 6 führt den Träger 5 und die das Regenerationsmaterial 9 beinhaltenden Kartusche 8 während der Eintauchbewegung und der Auftauchbewegung.
Figur 1 zeigt die Situation vor dem Ausführen der Eintauchbewegung des
Trägers 5.
Figur 2 zeigt die Situation während der Eintauchbewegung. Der Träger 5
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LU500468 wird, beispielsweise mittels eines (nicht dargestellten) Roboters oder einer (nicht dargestellten) Transportvorrichtung, Uber die FUhrungsvorrichtung 6 und dann vertikal nach unten bewegt, so dass er mit der
FOhrungsvorrichtung 6 in Wirkkontakt tritt und während der weiteren
Vertikalbewegung von den Führungsschienen 7 geführt wird.
Figur 3 zeigt die Situation bei vollständig eingetauchtem Träger 5.
Der Wirksamkeitsgrades des Regenerationsmaterials 9 der in die
Aufnahme 21 eingefügten Kartusche 8 wird optisch fortlaufend und/oder in, Insbesondere regelmäßigen, zeitlichen Abständen ermittelt. Hierzu weist die Anlage auf 1 eine Lichtquelle 16 auf, die das Regenerationsmaterial 9 mit Beleuchtungslicht 15 beleuchtet. Die Vorrichtung 1 weist außerdem einen optischen Sensor 13 auf, der das von dem Regenerationsmaterial 9 kommende Detektionslicht 14 empfängt. Der optische Sensor 13 empfängt als Detektionslicht 14 insbesondere das an dem
Regenerationsmaterial 9 reflektierte und gestreute Beleuchtungslicht 15.
Die Kartusche 8 weist, wie bereits erwähnt, Öffnungen 17 auf, durch die die Salzschmelze 4 strömen kann, ohne dass das Regenerationsmaterial 9 aus der Kartusche 8 entweichen kann. Eine dieser Öffnungen 17 dient gleichzeitig auch als Beobachtungsöffnung 18 für das Detektionslicht 14 und das Beleuchtungslicht 15.
Insbesondere kann vorteilhaft die Lichtleistung des Detektionslichts 14 gemessen werden. Bereits durch eine einfache Messung der Lichtleistung des Detektionslichts 14, die fortlaufend oder in, Insbesondere regelmäßigen, zeitlichen Abständen erfolgen kann, können aussagekräftige Rückschlüsse auf den Alterungszustand des
Regenerationsmaterials 9 gezogen werden.
Insbesondere kann eine elektronische (in den Figuren 1 bis 8 nicht
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Ereichens eines bestimmten Verhältnisses der Lichtleistungen ein (insbesondere optisches oder akustisches) Signal an einen Benutzer ausgibt und/oder einen automatischen Austausch des
Regenerationsmaterials 9 einleitet. Es kann alternativ oder zusätzlich auch vorgesehen sein, dass die in den Figuren 1 bis 8 nicht dargestellte)
Steuerungsvorrichtung 28 den Alterungszustand des
Regenerationsmaterials 9 auf der Basis einer spektralen Analyse überwacht. Auch in diesem Fall kann vorteilhaft vorgesehen sein, dass die
Steuerungsvorrichtung 28 ein, insbesondere optisches oder akustische,
Signal an einen Benutzer ausgibt, wenn das Regenerationsmaterial 9 ausgetauscht werden muss, und/oder dass die Steuerungsvorrichtung 28 einen automatischen Austausch des Regenerationsmaterials einleitet.
Wenn bei der Ermittlung des Wirksamkeitsgrades des in der eingefügten
Kartusche 8 befindlichen Regenerationsmaterials 9 ermittelt wird, dass ein vorgegebener Wirksamkeitsgrad unterschritten wurde, wird die eingefügte
Kartusche 8 aus der Aufnahme 21 entfernt und eine andere Kartusche 8, die frisches Regenerationsmaterial 9 beinhaltet, in die Aufnahme 21 eingefügt. Dieser Vorgang kann Insbesondere auch automatisch mittels eines (in den Figuren 1 bis 8 nicht dargestellten) Austauschautomaten 29 der Anlage 1 erfolgen.
Figur 4 zeigt ein zweites Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen
Anlage 1 zum Härten und/oder Verfestigen von (in dieser Figur nicht dargestellten) Glasgegenständen 2), bei der die Glasgegenstände 2 in einer Bearbeitungsvorrichtung 27 mit einer Salzschmelze 4 in Kontakt gebracht werden.
Die Anlage 1 weist eine Vielzahl von Kartuschen 8 auf, in denen
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Regenerationsmaterial 9 angeordnet ist. Jede Kartusche 8 weist
Öffnungen 17 auf, durch die die Salzschmelze 4 strömen kann, aber durch die das Regenerationsmaterial 9 nicht entweichen kann.
Die Bearbeitungsvorrichtung 27 weist ein Becken 3 mit einer Salzschmelze 4 auf, in die ein (nicht dargestellter) Träger 5 mit wenigstens einem zu härtenden und/oder zu verfestigenden Glasgegenstand 2 mittels einer
Eintauchbewegung eintauchbar und aus der der Träger 5 danach mittels einer Auftauchbewegung wieder entfernbar ist.
Das Becken 3 ist an zwei Stellen an einen Kanal 22 angeschlossen, in dem sich eine Pumpe 19 befindet. Mittels der Pumpe 19 wird jeweils ein Teil der
Salzschmelze 4 aus dem Becken 3 entnommen und nach Durchlaufen des
Kanals 22 wieder dem Becken 3 zugeführt. Der Kanal 22 wird mittels eines
Heizdrahtes 20 aktiv beheizt, um einen Temperaturabfall der Salzschmelze 4 innerhalb des Kanals 22 und damit ein Erstarren der Salzschmelze 4 in dem Kanal 22 zu vermeiden.
Innerhalb des Kanals 22 befindet sich eine Aufnahme 21 zum Aufnehmen einer der Kartuschen 8 mit Regenerationsmaterial 9.
Der Wirkungsgrad des Regenerationsmaterials 9 der in die Aufnahme 21 eingesetzten Kartusche 8 wird fortlaufend oder in, Insbesondere regelmäßigen, zeitlichen Abständen optisch überprüft. Die Kartusche 8 weist, wie bereits erwähnt, Öffnungen 17 auf, durch die die Salzschmelze 4 strömen kann, ohne dass das Regenerationsmaterial 9 aus der Kartusche 8 entweichen kann. Eine dieser Öffnungen 17 dient gleichzeitig auch als
Beobachtungsdffnung 18 für das von dem Regenerationsmaterial 9 kommende Detektionslicht 14, das von einem optischen Sensor 13 empfangen wird.
Wenn bei der, insbesondere automatischen, Ermittlung des
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Wirksamkeitsgrades des in der eingefigten Kartusche 8 befindlichen
Regenerationsmaterials 9 ermittelt wird, dass ein vorgegebener
Wirksamkeitsgrad unterschritten wurde, wird die eingefügte Kartusche 8 aus der Aufnahme 21 entfernt und eine andere Kartusche 8, die frisches
Regenerationsmaterial 9 beinhaltet, in die Aufnahme 21 eingefügt. Dieser
Vorgang kann insbesondere auch automatisch mittels eines (in den
Figuren 1 bis 8 nicht dargestellten) Austauschautomaten 29 der Anlage 1 erfolgen.
Figur 5 zeigt ein drittes AusfUhrungsbeispiel einer erfindungsgemäBen
Anlage 1 zum Härten und/oder Verfestigen von (in dieser Figur nicht dargestellten) Glasgegenständen 2), bei der die Glasgegenstände 2 in einer Bearbeitungsvorrichtung 27 mit einer Salzschmelze 4 in Kontakt gebracht werden.
Die Bearbeitungsvorrichtung 27 ist ähnlich aufgebaut, wie die in Figur 4 dargestellte Bearbeitungsvorichtung 27 des zweiten Ausführungsbeispiels.
Der Zustand des Regenerationsmaterials 9 wird auch bei diesem
Ausführungsbeispiel optisch überprüft. Hierzu weist die Vorrichtung 1 eine
Lichtquelle 16 auf, die das Regenerationsmaterial 9 mit Beleuchtungslicht 15 beleuchtet. Die Anlage 1 weist außerdem einen optischen Sensor 13 auf, der das von dem Regenerationsmaterial 9 kommende Detektionslicht 14 empfängt. Der optische Sensor 13 empfängt als Detektionslicht 14 insbesondere das an dem Regenerationsmaterial 9 reflektierte und gestreute Beleuchtungslicht 15.
Jede der Kartuschen 8 weist Öffnungen 17 auf, durch die die Salzschmelze 4 strömen kann, ohne dass das Regenerationsmaterial 9 aus der Kartusche 8 entweichen kann. Jeweils eine dieser Öffnungen 17 dient gleichzeitig auch als Beobachtungsdffnung 18 für das Detektionslicht 14 jeweils eine weitere dieser Öffnungen 17 dient als Beobachtungsöffnung 18 für das
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Beleuchtungslicht 15.
Figur 6 zeigt ein viertes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen
Anlage 1 zum Härten und/oder Verfestigen von (in dieser Figur nicht dargestellten) Glasgegenständen 2), bei der die Glasgegenstände 2 in einer Bearbeitungsvorrichtung 27 mit einer Salzschmelze 4 in Kontakt gebracht werden.
Die Bearbeitungsvorrichtung 27 ist ähnlich aufgebaut, wie die in Figur 4 dargestellte Bearbeitungsvorrichtung 27 des zweiten Ausführungsbeispiels.
Der Zustand des Regenerationsmaterials 9 wird auch bei diesem
Ausführungsbeispiel optisch überprüft.
Jede der Kartuschen 8 weist Öffnungen 17 auf, durch die die Salzschmelze 4 strömen kann, ohne dass das Regenerationsmaterial 9 aus der Kartusche 8 entweichen kann. Eine dieser Öffnungen 17 dient gleichzeitig auch als
Beobachtungsöffnung 18 für das Beleuchtungslicht 15 einer Lichtquelle 16.
Auf der gegenÜberlegenden Seite weist jede Kartusche 8 eine weitere
Beobachtungsöffnung 18 für das Detektionslicht 14 auf.
Die Vorrichtung 1 weist einen optischen Sensor 13 auf, der das von dem
Regenerationsmaterial 9 kommende Detektionslicht 14 empfängt. Der optische Sensor 13 empfängt als Detektionslicht 14 insbesondere das durch das Regenerationsmaterial 9 hindurch transmittierte
Beleuchtungslicht 15.
Figur 7 zeigt ein fünftes AusfUhrungsbeispiel einer erfindungsgemäBen
Anlage 1 zum Härten und/oder Verfestigen von (in dieser Figur nicht dargestellten) Glasgegenständen 2), bei der die Glasgegenstände 2 in einer Bearbeitungsvorrichtung 27 mit einer Salzschmelze 4 in Kontakt gebracht werden.
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Die Bearbeitungsvorrichtung 27 ist ähnlich aufgebaut, wie die in Figur 4 dargestellte Bearbeitungsvorrichtung 27 des zweiten Ausführungsbeispiels.
Der Zustand des Regenerationsmaterials 9 wird auch bei diesem
Ausführungsbeispiel optisch überprüft.
Jede der Kartuschen 8 weist Öffnungen 17 auf, durch die die Salzschmelze 4 strömen kann, ohne dass das Regenerationsmaterial 9 aus der Kartusche 8 entweichen kann. Eine dieser Öffnungen 17 dient gleichzeitig auch als
Beobachtungsdffnung 18 für das Beleuchtungslicht 15 und das
Detektionslicht 14.
Die Vorrichtung 1 weist eine Lichtquelle 13 auf, deren Beleuchtungslichts 14 mittels eines Strahlteilers 26 zu dem Regenerationsmaterial 9 umgelenkt wird. Das von dem Regenerationsmaterial 9 kommende Detektionslicht 15 gelangt auf denselben Lichtweg zurück zu dem Strahlteiler 26, passiert diesen und gelangt schließlich zu dem optischen Sensor 16. In dem
Zwischenraum zwischen dem Regenerationsmaterial 9 und dem
Strahlteiler 26 verlaufenden das Beleuchtungslicht 14 und das
Detektionslicht 15 koaxial auf derselben optischen Achse.
Figur 8 zeigt ein sechstes Ausführungsbeispiel einer erfindungsgemäßen
Anlage 1 zum Härten und/oder Verfestigen von (in dieser Figur nicht dargestellten) Glasgegenständen 2), bei der die Glasgegenstände 2 in einer Bearbeitungsvorrichtung 27 mit einer Salzschmelze 4 in Kontakt gebracht werden.
Die Bearbeitungsvorrichtung 27 ist ähnlich aufgebaut, wie die in Figur 4 dargestellte Bearbeitungsvorrichtung 27 des zweiten Ausführungsbeispiels.
Allerdings befindet sich in dem Kanal 22 eine weitere Aufnahme 23.
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Die Anlage 1 weist eine Vielzahl von weiteren Kartuschen 25 auf, in denen anderes Regenerationsmaterial 24 angeordnet ist, das sich von dem
Regenerationsmaterial 9, dass in den Kartuschen 8 angeordnet ist, unterscheidet.
Sowohl der Wirkungsgrad des Regenerationsmaterials 9 der in die
Aufnahme 21 eingesetzten Kartusche 8 als auch der Wirkungsgrad des anderen Regenerationsmaterials 24 der in die Aufnahme 23 eingesetzten
Kartusche 25 werden fortlaufend oder in, insbesondere regelmäßigen, zeitlichen Abständen überprüft.
Wenn bei der, insbesondere automatischen, Ermittlung des
Wirksamkeitsgrades des in der eingefügten Kartusche 8 befindlichen
Regenerationsmaterials 9 ermittelt wird, dass ein vorgegebener
Wirksamkeitsgrad unterschritten wurde, wird die eingefügte Kartusche 8 aus der Aufnahme 21 entfernt und eine andere Kartusche 8, die frisches
Regenerationsmaterial 9 beinhaltet, in die Aufnahme 21 eingefügt. Dieser
Vorgang kann insbesondere auch automatisch mittels eines (in den
Figuren 1 bis 8 nicht dargestellten) Austauschautomaten 29 der Anlage 1 erfolgen.
Wenn bei der, insbesondere automatischen, Ermittlung des
Wirksamkeitsgrades des in der eingefügten weiteren Kartusche 25 befindlichen Regenerationsmaterials 24 ermittelt wird, dass ein vorgegebener Wirksamkeitsgrad unterschritten wurde, wird die eingefügte weitere Kartusche 25 aus der Aufnahme 23 entfernt und eine andere weitere Kartusche 25, die frisches Regenerationsmaterial 24 beinhaltet, in die weitere Aufnahme 23 eingefügt. Dieser Vorgang kann insbesondere auch automatisch mittels eines (in den Figuren 1 bis 8 nicht dargestellten)
Austauschautomaten 29 der Anlage 1 erfolgen.
Die Figuren 9 und 10 zeigen ein siebtes Ausführungsbeispiel einer
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LU500468 erfindungsgemäBen Anlage 1 zum Härten und/oder Verfestigen von (in dieser Figur nicht dargestellten) Glasgegenständen (2), bei der die
Glasgegenstände 2 in einer Bearbeitungsvorrichtung 27 mit einer
Salzschmelze 4 in Kontakt gebracht werden.
Die Bearbeitungsvorrichtung 27 ist ähnlich aufgebaut, wie die in den
Figuren 1 bis 3 dargestellte Anlage des ersten Ausführungsbeispiels.
Die Anlage 1 weist bei diesem Ausführungsbeispiel einen
Austauschautomaten 29 mit einem Roboterarm 30 auf, der von einer
Steuerungsvorrichtung 28 gesteuert wird.
Der Austauschautomat 29 ist dazu ausgebildet, eine Kartusche 8 mit
Verbrauch dem Regenerationsmaterial 9 aus der Aufnahme 21 zu entfernen, wenn festgestellt wurde, dass der Wirksamkeitsgrad des
Regenerationsmaterials 9 dieser Kartusche 8 einen vorgegebenen
Wirksamkeitsgrad unterschritten hat, was in Figur 9 dargestellt ist.
Darüber hinaus ist der Austauschautomat 29 dazu ausgebildet, automatisch eine andere Kartusche 8 mit frischem Regenerationsmaterial 9 aus einem Vorort von Kartuschen 8 zu entnehmen und in die Aufnahme 21 einzufügen, was in Figur 10 dargestellt ist.
Die Steuerungsvorrichtung 28 kann vorteilhaft insbesondere zusätzlich auch dazu ausgebildet sein, den Wirksamkeitsgrad des in der eingefügten
Kartusche 8 befindlichen Regenerationsmaterials 9 automatisch zu überwachen. Hierzu kann die Steuerungsvorrichtung 8 beispielsweise
Sighale eines optischen Sensors 13 Ubermittelt bekommen, der von dem
Regenerationsmaterial 9 der eingesetzten Kartusche 8 kommendes
Detektionslicht empfängt, beispielsweise so, wie dies in den Übrigen
Figuren, insbesondere in den Figuren 1 bis 3, dargestellt ist.
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Bezugszeichenliste: 1 Anlage zum Härten und/oder Verfestigen 2 Glasgegenstände 3 Becken 4 Salzschmelze 5 Träger 6 Führungsvorrichtung 7 Führungsschienen 8 Kartusche 9 Regenerationsmaterial 10 erste Funktionsposition 11 Federvorrichtung 12 zweite Funktionsposition 13 optischer Sensor 14 Detektionslicht 15 Beleuchtungslicht 16 Lichtquelle 17 Offnung 18 Beobachtungsôffnung 19 Pumpe 20 Heizdraht 21 Aufnahme 22 Kanal 23 Weitere Aufnahme 24 anderes Regenerationsmaterial 25 Weitere Kartuschen 26 Strahlteiler 27 Bearbeitungsvorrichtung 28 Steuerungsvorrichtung 29 Austauschautomat 30 Roboterarm
Claims (1)
- 23.07.2021 084A0010LU 31 LU500468 Patentansprüche1. Verfahren zum Härten und/oder Verfestigen von Glasgegenständen (2), bei dem die Glasgegenstände (2) in einer Bearbeitungsvorrichtung (27) mit einer Salzschmelze (4) in Kontakt gebracht werden, gekennzeichnet durch folgende Schritte:a. Bereitstellen einer Vielzahl von Kartuschen (8), die ein Regenerationsmaterial (9) zum Regenerieren der Salzschmelze (4) beinhalten,b. Einfügen einer der Kartuschen (8) in die Bearbeitungsvorrichtung (27),c. Ermitteln des Wirksamkeitsgrades des in der eingefügten Kartusche (8) befindlichen Regenerationsmaterials (9),d. Entfernen der eingefügten Kartusche (8), wenn das Regenerationsmaterial (9) einen vorgegebenen oder vorgebbaren Wirksamkeitsgrad unterschreitet,e. Einfügen einer anderen Kartusche (8) der Vielzahl von gleichen Kartuschen (8) in die Bearbeitungsvorrichtung (27).2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass jede Kartusche (8) wenigstens eine Schnittstelle zum mechanischen und/oder fluidischen Ankoppeln an die Bearbeitungsvorrichtung (27) aufweist.3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Schnittstellen gleich ausgebildet sind.4. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Kartuschen (8) gleich ausgebildet sind.23.07.2021 084A0010LU 32 LU5004685. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Wirksamkeitsgrad automatisch ermittelt wird.6. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Wirksamkeitsgrad durch eine optische Überprüfung des in der eingefügten Kartusche (8) befindlichen Regenerationsmaterials (9) ermittelt wird.7. Verfahren nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Zustand des Regenerationsmaterials (9) mittels eines optischen Sensors (13) überprüft wird, der von dem Regenerationsmaterial (9) kommendes Detektionslicht empfängt.8. Verfahren nach Anspruch 6 oder 7, dadurch gekennzeichnet, dass die spektrale Zusammensetzung des Detektionslichts (14) detektiert wird.9. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 8 dadurch gekennzeichnet, dass das Regenerationsmaterial (9) mi Beleuchtungslicht (15) wenigstens einer Lichtquelle (16) beleuchtet wird.10. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Lichtleistung des Detektionslichts (14) gemessen wird.11. Verfahren nach Anspruch 9 und 10, dadurch gekennzeichnet, dass das Verhältnis der Lichtleistungen des Detektionslichts (14) und des Beleuchtungslichts (15) ermittelt wird.12. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 11, dadurch gekennzeichnet, dass jede Kartusche (8) ein wenigstens teilweise durchsichtiges oder durchscheinendes Gehäuse und/oder ein Fenster aufweist.23.07.2021 084A0010LU 33 LU50046813. Verfahren nach einem der Ansprüche 6 bis 12, dadurch gekennzeichnet, dass jede Kartusche (8) eine Beobachtungsdffnung (18) aufweist, durch die das Detektionslicht (14) und/oder das Beleuchtungslicht (15) gelenkt werden.14. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 13, dadurch gekennzeichnet, dass jede Kartusche (8) wenigstens eine Öffnung (17) aufweist, durch die das geschmolzene Salz der Salzschmelze (4) strömen kann, ohne dass das Regenerationsmaterial (9) aus dem Kartusche (8) entweichen kann.15. Verfahren nach Anspruch 13 und 14, dadurch gekennzeichnet dass, die wenigstens eine Öffnung (17) die Beobachtungsöffnung (18) bildet.16. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 15, dadurch gekennzeichnet, dass jede Kartusche (8) wenigstens teilweise als Korb oder als Sieb ausgebildet ist.17. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 16, dadurch gekennzeichnet, dass die Bearbeitungsvorrichtung (27) eine Aufnahme (21) aufweist, in die Jeweils wenigstens eine der Kartuschen (8) eingefügt wird.18. Verfahren nach Anspruch 17, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils eine der Kartuschen (8) formschlüssig und/oder einrastend in die Aufnahme (21) eingefügt wird.19. Verfahren nach Anspruch 17 oder 18, dadurch gekennzeichnet, dass mechanische und/oder fluidische Anschlüsse der jeweiligen Kartusche (8) an die Bearbeitungsvorrichtung (27) beim Einfügen der Kartusche (8) in die Bearbeitungsvorrichtung (27) automatisch hergestellt werden.20. Verfahren nach einem der Ansprüche 17 bis 19, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahme (21) wenigstens ein Element aufweist, das mit wenigstens einem Gegenelement der Kartusche23.07.2021 084A0010LU 34 LU500468 (8) derart zusammenwirkt, dass die Kartusche (8) beim Einfügen in die Aufnahme (21) automatisch korrekt positioniert wird.21. Verfahren nach Anspruch 20, dadurch gekennzeichnet, dass a. das Element als Führung ausgebildet ist und dass das Gegenelement als Vorsprung ausgebildet ist, wobel der Vorsprung beim Einfügen der Kartusche (8) in die Führung eingreift, oder dass b. das Element als Vorsprung ausgebildet ist und dass das Gegenelement als Führung ausgebildet ist, wobei der Vorsprung beim Einfügen der Kartusche (8) in die Führung eingreift.22. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 21, dadurch gekennzeichnet, dass alle Kartuschen (8) gleiches Regenerationsmaterial (9) beinhalten.23. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 22, dadurch gekennzeichnet, dass weitere Kartuschen (25) vorhanden sind, die ein anders Regenerationsmaterial (24) beinhalten, das sich von dem Regenerationsmaterial (9), welches in den Kartuschen (8) angeordnet ist, unterscheidet.24. Verfahren nach Anspruch 23, dadurch gekennzeichnet, dass das Regenerationsmaterial (9) dazu ausgebildet ist, einen ersten ionischen Bestandteil aus der Salzschmelze (4) aufzunehmen, und dass das andere Regenerationsmaterial (24) dazu ausgebildet ist, einen zweiten lonischen Bestandteil aus der Salzschmelze (4) aufzunehmen, der von dem ersten ionischen Bestandteil verschieden ist.25. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 24, dadurch gekennzeichnet, dass die Kartuschen (8) und/oder die weiteren Kartuschen (25) Regenerationsmaterial (9) in Form von Kugeln, Platten, gewellten Platten, Platten mit unregelmäßiger Oberfläche, Fritten oder Fasern beinhalten.23.07.2021 084A0010LU 35 LU50046826. Verfahren nach einem der Ansprüche 1 bis 25, dadurch gekennzeichnet, dass das Regenerationsmaterial (9) und/oder das weitere Regenerationsmaterial (24) ein Glas ist oder ein Glas beinhaltet.27. Verfahren nach Anspruch 26, dadurch gekennzeichnet, dass das Regenerationsmaterial (9) und/oder das weitere Regenerationsmaterial (24)ein kaliumhaltiges Silikatglas, insbesondere ein Kalium-Alumo-Silikatglas, ist.28. Verfahren nach einem der Anspriche 1 bis 27, dadurch gekennzeichnet, dass das Regenerationsmaterial (9) und/oder das weitere Regenerationsmaterial (24)wenigstens ein Erdalkalimetall enthält.29. Anlage zum Härten und/oder Verfestigen von Glasgegenständen (2), die Bearbeitungsvorrichtung (27) mit einer Salzschmelze (4) sowie ein Regenerationsmaterial (9) zum Regenerieren der Salzschmelze (4) aufweist, dadurch gekennzeichnet, dass die Anlage eine Vielzahl von gleichen Kartuschen (8), die ein Regenerationsmaterial (9) zum Regenerieren der Salzschmelze (4) beinhalten, aufweist, von denen jeweils mindestens eine In die Bearbeitungsvorrichtung (27) einfügbar ist.30. Anlage nach Anspruch 29, dadurch gekennzeichnet, dass jede Kartusche (8) wenigstens eine Schnittstelle zum mechanischen und/oder fluidischen Ankoppeln an die Bearbeitungsvorrichtung (27) aufweist.31. Anlage nach Anspruch 30, dadurch gekennzeichnet, dass die Schnittstellen gleich ausgebildet sind.32. Anlage nach einem der Ansprüche 29 bis 31, dadurch gekennzeichnet, dass die Kartuschen (8) gleich ausgebildet sind.33. Anlage nach einem der Ansprüche 29 bis 32, dadurch gekennzeichnet, dass eine Steuerungsvorrichtung (28) den23.07.2021 084A0010LU 36 LU500468 Wirksamkeitsgrad des in der eingefügten Kartusche (8) befindlichen Regenerationsmaterials (9) automatisch ermittelt.34. Anlage nach einem der Ansprüche 29 bis 33, dadurch gekennzeichnet, dass die Anlage einen optischen Sensor (13) aufweist, der von dem Regenerationsmaterial (9) kommendes Detektionslicht (14) empfängt.35. Anlage nach Anspruch 34, dadurch gekennzeichnet, dass der optische Sensor (13) derart ausgebildet und angeordnet ist, dass er durch das Regenerationsmaterial (9) transmittiertes Detektionslicht auf 14) empfängt.36. Anlage nach Anspruch 34 oder 35, dadurch gekennzeichnet, dass der optische Sensor (13) derart ausgebildet und angeordnet ist, dass er von dem Regenerationsmaterial (9) reflektiertes Detektionslicht (14) oder an dem Regenerationsmaterial (9) gestreutes Detektionslicht (14) empfängt.37. Anlage nach einem der Ansprüche 34 bis 36, dadurch gekennzeichnet, dass der optische Sensor (13) eine Fotodiode beinhaltet und/oder dass der optische Sensor (13) einen Photomultiplier beinhaltet und/oder dass der optische Sensor (13) einen CCD-Chip beinhaltet und/oder dass der optische Sensor (13) als Spektraldetektor ausgebildet ist und/oder dass der optische Sensor (13) als Kamera ausgebildet ist.38. Anlage nach einem der Ansprüche 29 bis 37, dadurch gekennzeichnet, dass eine Lichtquelle (16) vorhanden ist, die Beleuchtungslicht (15) auf das Regenerationsmaterial (9) abgibt.39. Anlage nach Anspruch 38, dadurch gekennzeichnet, dass die Lichtquelle (16) wenigstens einen Laser, insbesondere einen Halbleiterlaser, oder eine LED beinhaltet.40. Anlage nach einem der Ansprüche 29 bis 39, dadurch gekennzeichnet, dass jede Kartusche (8) ein wenigstens teilweise23.07.2021 084A0010LU 37 LU500468 durchsichtiges oder durchscheinendes Gehäuse und/oder ein Fenster aufweist.41. Anlage nach einem der Ansprüche 29 bis 40, dadurch gekennzeichnet, dass jede Kartusche (8) eine Beobachtungsöffnung für das Detektionslicht und/oder für das Beleuchtungslicht aufweist.42. Anlage nach einem der Ansprüche 29 bis 41, dadurch gekennzeichnet, dass jede Kartusche (8) wenigstens eine Öffnung aufweist, durch die das geschmolzene Salz der Salzschmelze (4) strömen kann, ohne dass das Regenerationsmaterial (9) aus dem Kartusche (8) entweichen kann.43. Anlage nach Anspruch 41 und 42, dadurch gekennzeichnet dass, die wenigstens eine Öffnung (17) die Beobachtungsöffnung (18) bildet.44. Anlage nach einem der Ansprüche 29 bis 43, dadurch gekennzeichnet, dass jede Kartusche (8) wenigstens teilweise als Korb oder als Sieb ausgebildet ist.45. Anlage nach einem der Ansprüche 28 bis 44, dadurch gekennzeichnet, dass die Bearbeitungsvorrichtung (27) eine Aufnahme (21) aufweist, In die jeweils eine der Kartuschen (8) einfügbar ist.46. Anlage nach Anspruch 45, dadurch gekennzeichnet, dass jeweils eine der Kartuschen (8) formschlüssig und/oder einrastend in die Aufnahme (21) einfügbar ist.47. Anlage nach Anspruch 45 oder 46, dadurch gekennzeichnet, dass mechanische und/oder fluidische Anschlüsse der jeweiligen Kartusche (8) an die Bearbeitungsvorrichtung (27) beim Einfügen der Kartusche (8) in die Bearbeitungsvorrichtung (27) automatisch hergestellt werden.23.07.2021 084A0010LU 38 LU50046848. Anlage nach einem der Ansprüche 45 bis 47, dadurch gekennzeichnet, dass die Aufnahme (21) wenigstens ein Element aufweist, das mit wenigstens einem Gegenelement der Kartusche (8) derart zusammenwirkt, dass die Kartusche (8) beim Einfügen in die Aufnahme (21) automatisch korrekt positioniert wird.49. Anlage nach Anspruch 48, dadurch gekennzeichnet, dass a. das Element als Führung ausgebildet ist und dass das Gegenelement als Vorsprung ausgebildet ist, wobel der Vorsprung beim Einfügen der Kartusche (8) in die Führung eingreift, oder dass b. das Element als Vorsprung ausgebildet ist und dass das Gegenelement als Führung ausgebildet ist, wobei der Vorsprung beim Einfügen der Kartusche (8) in die Führung eingreift.50. Anlage nach einem der Ansprüche 29 bis 49, dadurch gekennzeichnet, dass alle Kartuschen (8) gleiches Regenerationsmaterial (9) beinhalten.51. Anlage nach einem der Ansprüche 29 bis 50, dadurch gekennzeichnet, dass weitere Kartuschen (25) vorhanden sind, die ein anders Regenerationsmaterial (24) beinhalten, das sich von dem Regenerationsmaterial (9), welches in den Kartuschen (8) angeordnet ist, unterscheidet.52. Anlage nach Anspruch 51, dadurch gekennzeichnet, dass das Regenerationsmaterial (9) dazu ausgebildet ist, einen ersten ionischen Bestandteil aus der Salzschmelze (4) aufzunehmen, und dass das andere Regenerationsmaterial (24) dazu ausgebildet ist, einen zweiten lonischen Bestandteil aus der Salzschmelze (4) aufzunehmen, der von dem ersten ionischen Bestandteil verschieden ist.53. Anlage nach einem der Ansprüche 29 bis 52, dadurch gekennzeichnet, dass die Kartuschen (8) und/oder die weiteren23.07.2021 084A0010LU 39 LU500468 Kartuschen (25) Regenerationsmaterial (9) in Form von Kugeln, Platten, gewellten Platten, unregelmäßigen Platten, Fritten oder Fasern beinhalten.54. Anlage nach einem der Ansprüche 29 bis 53, dadurch gekennzeichnet, dass das Regenerationsmaterial (9) und/oder das weitere Regenerationsmaterial (24)ein Glas ist oder ein Glas beinhaltet.55. Anlage nach Anspruch 54, dadurch gekennzeichnet, dass das Regenerationsmaterial (9) und/oder das weitere Regenerationsmaterial (24)ein kaliumhaltiges Silikatglas, insbesondere ein Kalium-Alumo-Silikatglas, ist.56. Anlage nach einem der Ansprüche 29 bis 55, dadurch gekennzeichnet, dass das Regenerationsmaterial (9) und/oder das weitere Regenerationsmaterial (24)wenigstens ein Erdalkalimetall enthält.57. Anlage (1) nach einem der Ansprüche 29 bis 56, dadurch gekennzeichnet, dass die Anlage ein Becken (3) aufweist, in dem sich die Salzschmelze (4) befindet.58. Anlage (1) nach Anspruch 57, dadurch gekennzeichnet, dass ein zu härtender und/oder zu verfestigender Glasgegenstand mittels einer Eintauchbewegung in die Salzschmelze (4) eintauchbar ist, und/oder dass Träger 5 mit wenigstens einem zu härtenden und/oder zu verfestigenden Glasgegenstand mittels einer Eintauchbewegung in die Salzschmelze (4) eintauchbar ist.59. Anlage (1) nach einem der Ansprüche 29 bis 58, dadurch gekennzeichnet, dass die Anlage (1) einen Kanal (21)aufweist, In dem sich das Regenerationsmaterial (9) befindet und durch den fortlaufend oder in zeitlich beanstandeten Intervallen ein Teil der Salzschmelze (4) leitbar ist.23.07.2021 084A0010LU 40 LU50046860. Anlage (1) nach Anspruch 59, dadurch gekennzeichnet, dass die Anlage (1) eine Pumpe (22) zum Pumpen der Salzschmelze (4) durch den Kanal (21)aufweist.61. Anlage (1) nach einem der Ansprüche 33 bis 60, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerungsvorrichtung ein Signal ausgibt, wenn die eingesetzte Kartusche (8) ausgetauscht werden muss.62. Anlage (1) nach einem der Ansprüche 33 bis 61, dadurch gekennzeichnet, dass die Steuerungsvorrichtung ein Signal an einen Austauschautomaten ausgibt, der die Kartusche (8) automatisch gegen eine Kartusche (8) mit frischem Regenerationsmaterial (9) austauscht.63. Anlage (1) nach dem Oberbegriff des Anspruchs 29, dadurch gekennzeichnet, dass die Anlage das Regenerationsmaterial (9) in Form einer Vielzahl von gewellten Platten oder Platten mit unregelmäßiger Oberfläche beinhaltet.64. Verfahren nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1, dadurch gekennzeichnet dass die Salzschmelze mit einem Regenerationsmaterial (9) in Form gewellten Platten oder Platten mit unregelmäBiger Oberfläche regeneriert wird.
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