-
Die Erfindung betrifft eine Anordnung in einem Sanitärbereich oder in einem Feuchtraum nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
-
Holz wird aus optischen Gründen oder aufgrund dessen guter Verarbeitbarkeit auch im Sanitärbereich oder in Feuchträumen verwendet. Holz ist ein nachwachsender Rohstoff und daher klimafreundlich und nachhaltig einsetzbar.
-
Gerade im Sanitärbereich oder in einem Feuchtraum treten raumklimatische Bedingungen auf, die es erforderlich machen, Hölzer in besonderer Weise zu behandeln.
-
Insbesondere wenn ein Holz in einem Badezimmer oder in einem Duschraum verwendet wird, muss besondere Sorgfalt dafür getragen werden, dass das Holz keinen Schaden nimmt, schimmelt oder verrottet.
-
Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zu Grunde, eine Anordnung mit Holz anzugeben, die problemlos im Sanitärbereich oder in Feuchträumen eingesetzt werden kann.
-
Die vorliegende Erfindung löst die zuvor genannte Aufgabe durch die Merkmale des Anspruchs 1 oder 2.
-
Erfindungsgemäß ist erkannt worden, dass imprägniertes Holz oder acetyliertes Holz, insbesondere sogenanntes Accoya-Holz, im Sanitärbereich oder in Feuchträumen verwendet werden kann. "Accoya" ist eine eingetragene europäische Gemeinschaftswortmarke und der Begriff Accoya-Holz beschreibt Holz, welches durch ein besonderes Acetylierungsverfahren in acetyliertes Holz umgewandelt ist. Durch dieses Acetylierungsverfahren wird die Anzahl von Acetylgruppen im Holz erhöht. Acetylgruppen sind feuchtigkeitsbeständig und erhöhen so die Feuchtigkeitsbeständigkeit des behandelten Holzes. Ganz allgemein wird im Rahmen der Erfindung unter acetyliertem Holz ein Holz verstanden, das durch ein Acetylierungsverfahren behandelt wurde bzw. ist.
-
Konkret ist erkannt worden, dass imprägniertes Holz oder acetyliertes Holz, insbesondere Accoya-Holz, gegen Nässe und Feuchtigkeit weitgehend beständig ist und daher problemlos im Sanitärbereich oder in Feuchträumen verwendbar ist. Das verwendete Holz ist daher erfindungsgemäß imrägniert oder acetyliert, nämlich durch ein Acetylierungsverfahren behandelt. Insbesondere kann Holz der Marke Accoya verwendet werden, welches einem besonderen Acetylierungsverfahren unterworfen wurde.
-
Es ist auch erfindungsgemäß erkannt worden, dass Duschabtrennungen und deren Zubehörteile zwar direkt mit Wasser in Kontakt kommen können, Duschabtrennungen und deren Zubehörteile aber so mit Holz verbunden oder ausgestattet werden können, dass das Holz möglichst wenig Schaden durch Wasser nimmt. Bevorzugt kann das Holz, das mit der Duschabtrennung verbunden ist oder das diese aufweist, als imprägniertes Holz oder acetyliertes Holz, insbesondere als Accoya-Holz, ausgestaltet sein.
-
Die Duschabtrennung könnte in einer Wandleiste aufgenommen sein, die aus dem Holz gefertigt ist. Eine Wandleiste aus Holz kann problemlos an eine Wand geschraubt werden. Es können problemlos Löcher nach Bedarf in eine Wandleiste an den Stellen gebohrt werden, die für die Befestigung an der Wand sinnvoll sind. Die Wandleiste wird dann an die Wand geschraubt.
-
Die Duschabtrennung könnte in eine Nut der Wandleiste eingesteckt oder eingeschoben sein, wobei zwischen einer Oberfläche der Duschabtrennung und einer Innenwand der Nut eine Dichtung angeordnet ist. Bevorzugt liegt die Dichtung an beiden Oberflächen der Duschabtrennung an. So kann kein Wasser von der Oberfläche der Duschabtrennung in das Innere der Wandleiste laufen. Besonders bevorzugt ist die Dichtung als Dichtschnur ausgestaltet. Eine Dichtschnur ist profilartig ausgebildet, erstreckt sich über eine größere Länge und kann daher von der Unterkante der Duschabtrennung ununterbrochen bis zu deren Oberkante geführt werden und dabei an deren Oberflächen anliegen. Die Duschabtrennung wird insoweit in die Wandleiste gesteckt und seitlich mit der Dichtschnur befestigt.
-
Die Duschabtrennung könnte in die Nut der Wandleiste unterschiedlich tief einsteckbar oder einschiebbar sein, wobei in einem ersten Abschnitt der Nut die Dichtung angeordnet ist und wobei sich an den ersten Abschnitt ein zweiter Abschnitt anschließt, der gegenüber dem ersten Abschnitt verjüngt und/ oder gestuft abgesetzt und einer Wand zugewandt ist. Durch diese konkrete Ausgestaltung ist es möglich, dass der zweite Abschnitt als Pufferzone ausgebildet ist, in den die Duschabtrennung gemäß den baulichen Gegebenheiten geeignet einschiebbar ist. Der bei Duschabtrennungen notwendige Verstellbereich wird dadurch gegeben, dass die Duschabtrennung unterschiedlich weit in die Wandleiste gesteckt wird. Es ist konkret denkbar, dass die Duschabtrennung am Boden tiefer in die Wandleiste einragt als an deren Oberkante oder umgekehrt, je nachdem wie sich eventuelle Unebenheiten der Wand auswirken, an der die Wandleiste angeordnet ist.
-
Gemäß einer weiteren Ausführungsform könnte in einer Wandleiste eine Verstellleiste aufgenommen sein, welche relativ zur Wandleiste verschiebbar ist, wobei die Duschabtrennung fest mit der Verstellleiste verbunden ist. Diese Ausführungsform umfasst zwei Profile, nämlich die Wandleiste und die Verstellleiste, die zueinander verschoben werden können. Diese technische Lösung ist eine Alternative zu der vorgenannten Lösung, bei welcher die Duschabtrennung selbst unterschiedlich tief in die Wandleiste eintaucht. Bei der Alternative wäre die Duschabtrennung mit einem Profil fest verbunden, und das Profil mit der Duschabtrennung taucht unterschiedlich weit in das andere Profil ein. Die Wandleiste und/ oder die Verstellleiste sind bevorzugt aus dem Holz gefertigt, insbesondere aus imprägniertem Holz oder acetyliertem Holz, insbesondere aus sogenanntem Accoya-Holz.
-
Vor diesem Hintergrund könnte zwischen der Wandleiste und der Wand ein Kompressionsband angeordnet sein. Auf der Rückseite der Wandleiste kann das Kompressionsband angebracht sein. Dieses Kompressionsband dichtet zur Wand hin ab und gleicht auch Unebenheiten aus. Dadurch erfolgt eine unsichtbare Abdichtung der Duschabtrennung und ein Versiegeln mit Silikon entfällt. Die Wandleiste kann auch an die Wand geklebt werden, dann ist aber zusätzlich eine Versiegelung aus Silikon notwendig.
-
Die Duschabtrennung könnte über eine Traverse mit einer Wand verbunden sein, wobei die Traverse aus dem Holz gefertigt ist. Die Traverse dient der Stabilität und Einstellung der Duschabtrennung. Die Anbindung an die Duschabtrennung wird mit Klemmschrauben erreicht. Die Befestigung der Traverse an einer Wand erfolgt durch Verschrauben. Die Traverse könnte die Oberkante der Duschabtrennung mit einer Art Gabel umgreifen. Hierdurch wird die Duschabtrennung gegen Verkippen stabilisiert.
-
Die Anordnung könnte einen Handtuchhalter umfassen, der aus dem Holz gefertigt ist und/ oder einen Handtuchhalter, der aus dem Holz gefertigt und an der Duschabtrennung befestigt ist. Der Handtuchhalter kann an die Duschabtrennung angeschraubt werden und ist so verliersicher mit der Duschabtrennung verbunden.
-
Die Duschabtrennung könnte aus Einscheibensicherheitsglas gefertigt sein. Einscheibensicherheitsglas ist besonders stabil gegen Zersplittern. Es ist auch denkbar, dass die Duschabtrennung aus Kunststoff, Keramik oder einem anderen Material gefertigt ist.
-
Insbesondere könnte die Duschabtrennung aus Holz, bevorzugt aus dem hier beschriebenen Holz, nämlich imprägniertem Holz, acetyliertem Holz oder Accoya-Holz, gefertigt sein. Eine solche Duschabtrennung ist besonders wasserresistent. Die Duschabtrennung ist bevorzugt als Holzplatte ausgestaltet. Die Holzplatte kann Ausnehmungen, insbesondere in Form von Fenstern, aufweisen. Eine solche Duschabtrennung ist dann teilweise transparent.
-
Die Duschabtrennung könnte eine Dicke im Bereich 4 bis 12 mm aufweisen. Eine solche Dicke macht die Duschabtrennung ausreichend stabil. Das Einscheibensicherheitsglas der Duschabtrennung ist bevorzugt 6 mm, 8 mm oder 10 mm dick. Das Einscheibensicherheitsglas kann am Boden mit Silikon versiegelt werden.
-
Das verwendete Holz könnte lasiert, lackiert oder geölt sein. Hierdurch wird der Holzcharakter der hölzernen Elemente der Anordnung noch stärker optisch herausgestellt.
-
Vor diesem Hintergrund könnte ein Scharnier vorgesehen sein, welches das Holz aufweist, insbesondere ein Scharnier, welches aus dem Holz gefertigt ist, oder ein Metallscharnier, auf welches eine Kappe aus dem Holz aufgesetzt, aufgesteckt oder aufgeschoben ist. Auf Metallen können sich schwer entfernbare Kalkränder aufgrund von eingetrocknetem Spritzwasser bilden. Solche Kalkränder können von Holz relativ leicht entfernt werden oder treten auf dem Holz nahezu nicht optisch hervor.
-
Es könnte auch ein Wandwinkel oder ein Wandscharnier vorgesehen sein, welcher bzw. welches das Holz aufweist, insbesondere ein Wandwinkel oder ein Wandscharnier, welcher bzw. welches aus dem Holz gefertigt ist, oder ein Metallwandwinkel oder ein Metallwandscharnierscharnier, auf welchen bzw. auf welches eine Kappe aus dem Holz aufgesetzt, aufgesteckt oder aufgeschoben ist. Auf Metallen können sich schwer entfernbare Kalkränder aufgrund von eingetrocknetem Spritzwasser bilden. Solche Kalkränder können von Holz relativ leicht entfernt werden oder treten auf dem Holz nahezu nicht optisch hervor.
-
In der Zeichnung zeigen
- Fig. 1
- eine Draufsicht auf eine Anordnung, die eine Duschabtrennung in Form einer Einscheibensicherheitsglasscheibe umfasst, die in einer Wandleiste aus Holz aufgenommen ist, wobei die Wandleiste an einer Wand anliegt,
- Fig. 2
- eine Draufsicht auf die Wandleiste und die in dieser aufgenommene Duschabtrennung aus Einscheibensicherheitsglas, wobei dargestellt ist, dass das Einscheibensicherheitsglas in die Wandleiste gesteckt und seitlich mit einer profilartigen Dichtschnur befestigt ist, wobei die Dichtschnur an beiden Oberflächen des Einscheibensicherheitsglases anliegt und dabei jeweils an einer Innenwand der Nut anliegt, und
- Fig. 3
- eine Draufsicht auf die Anordnung gemäß Fig. 1 von oben, wobei dargestellt ist, dass die Duschabtrennung über eine Traverse aus Holz mit einer weiteren Wand verbunden ist, wobei die Traverse eine Oberkante der Duschabtrennung gabelartig übergreift und wobei die Duschabtrennung über die Wandleiste mit der Wand verbunden ist; Fig. 3 hebt einen Ausschnitt A durch Einkreisung hervor, der in Fig. 2 vergrößert dargestellt ist, und
- Fig. 4
- zeigt oben schematisch ein Scharnier aus Holz und unten ein Scharnier aus Metall, welches durch eine Kappe abdeckbar ist.
-
Fig. 1 zeigt eine Anordnung in einem Sanitärbereich, der als Duschraum oder Badezimmer ausgestaltet ist, wobei die Anordnung Holz umfasst, welches als acetyliertes Holz oder als sogenanntes Accoya-Holz ausgestaltet ist. Accoya ist eine eingetragene Wortmarke der Firma Titan Wood Limited, SL4 1BE, Windsor, GB.
-
Konkret ist eine plattenförmige Duschabtrennung 1 mit dem Holz verbunden. Die Duschabtrennung 1 ist in einer Wandleiste 2 aufgenommen, die aus diesem Holz gefertigt ist. Die Wandleiste 2 ist an die Wand 5a angeschraubt. Fig. 2 zeigt, dass die Duschabtrennung 1 in eine Nut 3 der Wandleiste 2 eingesteckt ist, wobei jeweils zwischen einer Oberfläche 1a, 1b der Duschabtrennung 1 und jeweils einer Innenwand der Nut 3 eine Dichtung 4 angeordnet ist.
-
Die Duschabtrennung 1 ist in die Nut 3 der Wandleiste 2 unterschiedlich tief einsteckbar oder einschiebbar, wobei in einem ersten Abschnitt 3a der Nut 3 die Dichtung 4 angeordnet ist und wobei sich an den ersten Abschnitt 3a ein zweiter Abschnitt 3b anschließt, der gegenüber dem ersten Abschnitt 3a verjüngt und gestuft abgesetzt und der Wand 5a zugewandt ist, an welcher die Wandleiste 2 angeschraubt ist. Die Dichtung 4 ist nur im ersten Abschnitt 3a angeordnet und kann aufgrund der abgestuften Zurücksetzung des zweiten Abschnitts 3b nicht in diesen hineingleiten.
-
Die Dichtung 4 ist profilartig ausgestaltet. Die Dichtung 4 ist eine Dichtschnur, die im Querschnitt im Wesentlichen T-förmig ausgestaltet ist und einerseits an den Innenwänden des Abschnitts 3a anliegt und andererseits an den Oberflächen 1a, 1b der Duschabtrennung 1. Die Dichtung 4 liegt mit gezackten Rippen an den Oberflächen 1a, 1b der Duschabtrennung 1 an, wodurch eine Art Labyrinthdichtung geschaffen wird. Mit einem Rand liegt die Dichtung 4 so an der Wandleiste 2 an, dass diese mit den Außenflächen der Wandleiste 2 bündig fluchtet.
-
Zwischen der Wandleiste 2 und der Wand 5 ist ein Kompressionsband 6 angeordnet. Auf der Rückseite der Wandleiste 2 ist ein kompressibles Kompressionsband 6 angebracht, das zur Wand 5a abdichtet und Unebenheiten ausgleicht. So erfolgt eine unsichtbare Abdichtung der Duschabtrennung 1 und ein Versiegeln mit Silikon entfällt.
-
Fig. 3 zeigt in einer Draufsicht, dass die Duschabtrennung 1 über eine Traverse 7 mit einer weiteren Wand 5b verbunden ist, wobei die Traverse 7 aus Accoya-Holz oder acetyliertem Holz gefertigt ist. Die Taverse 7 dient der Stabilität der Duschabtrennung 1. Die Anbindung an das Einscheibensicherheitsglas der Duschabtrennung 1 ist durch Klemmschrauben realisiert. Die Befestigung an der weiteren Wand 5b erfolgt durch Verschrauben mit dieser.
-
Fig. 3 und 1 zeigen einen Handtuchhalter 8, der aus Accoya-Holz oder acetyliertem Holz gefertigt ist und an der Duschabtrennung 1 befestigt ist. Konkret ist der Handtuchhalter 8 an der dem Duschinnenraum abgewandten Oberfläche 1b der Duschabtrennung 1 angeschraubt.
-
Die Duschabtrennung 1 ist aus Einscheibensicherheitsglas gefertigt und ist 8 mm dick. Fig. 1 zeigt, dass das Einscheibensicherheitsglas der Duschabtrennung 1 am Boden 10 durch eine Silikonspur 9 mit Silikon versiegelt ist. Hierdurch ist die Unterkante der Duschabtrennung 1 gegen Wasseraustritt abgedichtet.
-
Fig. 4 zeigt in der oberen Ansicht ein Scharnier 11, welches das Holz aufweist, nämlich ein Scharnier 11, welches aus dem Holz gefertigt ist. Fig. 4 zeigt in der unteren Ansicht ein Metallscharnier 12, auf welches eine Kappe aus dem Holz in Pfeilrichtung aufsetzbar, aufsteckbar oder aufschiebbar ist. Bei dem Holz handelt es sich um acetyliertes Holz oder als sogenanntes Accoya-Holz.
Bezugszeichenliste :
-
- 1
- Duschabtrennung
- 1a
- Oberfläche von 1, dem Duschinnenraum zugewandt
- 1b
- Oberfläche von 1, dem Duschinnenraum abgewandt
- 2
- Wandleiste
- 3
- Nut in 2
- 3a
- erster Abschnitt von 3
- 3b
- zweiter Abschnitt von 3
- 4
- Dichtung
- 5a
- Wand
- 5b
- weitere Wand
- 6
- Kompressionsband
- 7
- Traverse
- 8
- Handtuchhalter
- 9
- Silikonspur
- 10
- Boden
- 11
- Scharnier aus Holz
- 12
- Metallscharnier mit Kappe