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Die vorliegende Erfindung betrifft eine Einlegesohle oder Schuheinlage für Schuhe sowie ein Verfahren zur Herstellung einer Einlegesohle oder Schuheinlage.
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Einlegesohlen oder Schuheinlagen für Schuhe werden in vielen Fällen genutzt, um Fußfehlstellungen zu korrigieren. Je nach diagnostizierter Fehlstellung des Fußes eines Patienten stehen unterschiedliche Ausführungsformen an Einlegesohlen zur Verfügung.
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Üblicherweise kommen derzeit insbesondere Schuheinlagen mit Bestandteilen aus kohlenstofffaserverstärktem Kunststoff, Edelstahl, thermoplastischen Kunststoffen, Kork oder Schaumstoffen zum Einsatz. Hierzu stehen unterschiedliche Ausgestaltungsvarianten an Einlagen zur Verfügung, wie zum Beispiel Weichschaumeinlagen, Kork-Leder-Einlagen, Schaleneinlagen, Kunststoffeinlagen, Carbon-Einlagen oder auch Einlagen, die sich für die Behandlung sensormotorischer Probleme oder Auffälligkeiten eignen.
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Durch eine klassische Einlagenversorgung mit beispielsweise Schaleneinlagen aus festen Materialien ist eine statisch optimierte Fußstellung im Gehen und Stehen möglich, jedoch verhindert die umfassende Schalenform gleichzeitig in der Bewegung die natürlichen Abroll-, Torsions- und Friktionsbewegungen des Fußes, was zu negativen Auswirkungen auf das gesamte Gangbild bis hin zur Überlastung darüberliegender Gelenke führen kann.
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Eine nicht optimale Passform kann zudem zu Druck- oder Scheuerstellen am Fuß führen, was oftmals eine verminderte Patientenkompliance zur Folge hat, wodurch die Bereitschaft des Patienten, bei diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen mitzuwirken, gesenkt wird. In der Vergangenheit war dies unter anderem ein maßgeblicher Grund, welcher negativen Bewertungen von orthopädischen Einlagen sowohl durch Patienten als auch Therapeuten zur Folge hatte.
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Eine derartige Entwicklung hat zu Überlegungen geführt, weiche, dämpfende Materialien für die Schuheinlagen zu verwenden. Es konnte jedoch festgestellt werden, dass eine ausreichende Bewegungskontrolle nicht gewährleistet werden kann, vor allem bei höheren Belastungen mit negativen Auswirkungen auf den sogenannten Halteapparat, wie Muskeln und Sehnen.
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Ein Ziel dieser Entwicklung ist daher die Bereitstellung einer Schuheinlage, welche mit minimalem Aufwand an Material eine maximale Korrektur an einem fehlgestellten Fuß bei gleichzeitig möglichst natürlicher Gangabwicklung ermöglicht. Zudem wäre es wünschenswert, wenn die Schuheinlage auch in Schuhen getragen werden kann, welche nicht speziell für orthopädische Einlagen gebaut wurden.
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Die obige Aufgabe wird mit den Gegenständen gelöst, welche die Merkmale in den unabhängigen Ansprüchen umfassen. Weitere vorteilhafte Ausgestaltungen werden durch die Unteransprüche beschrieben.
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Die Erfindung betrifft eine Einlegesohle oder eine Schuheinlage für einen Schuh. Die Schuheinlage umfasst dabei wenigstens eine aus einem reversibel elastischen Kunststoff gebildete erste Schicht, sowie wenigstens eine aus einem reversibel elastisch verformbaren Kunststoff gebildete zweite Schicht. Die zweite Schicht ist dabei abschnittsweise mit der ersten Schicht verbunden.
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Es ist weiterhin vorgesehen, dass die abschnittsweise unterhalb der zweiten Schicht angeordnete erste Schicht aus einem steiferen Kunststoffmaterial gebildet ist als die nachgiebigere zweite Schicht. Die erste Schicht reicht dabei von der Ferse bis zum Fußballen eines den Schuh tragenden Fußes eines Trägers, während die zweite Schicht von der Ferse bis zu den Zehenspitzen des Fußes reicht und im Wesentlichen den äußeren Umrissen einer Innensohle des Schuhs folgt. Zudem weist die erste Schicht zumindest in einem Mittelfußbereich seitliche Einschnürungen und/oder eine beidseitige Taillierung in einer Richtung quer zu einer Längsmittelachse der Schuheinlage auf. Bevorzugt ist die erste Schicht unterhalb der zweiten Schicht angeordnet.
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Als eine vorteilhafte Ausgestaltungsweise hat sich erwiesen, wenn sich die erste Schicht im Bereich unterhalb der Fußballen verjüngt und/oder dort eingeschnürt ist. Zudem kann vorgesehen sein, dass die erste Schicht jeweils beidseitig zu einer Längsmittelachse der Schuheinlage eine gegenüber einem Würfelbeinbereich reduzierte Breite aufweist.
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In einer bevorzugten Ausführungsform weist die erste Schicht der Schuheinlage im Bereich unterhalb des Würfelbeins des Fußes des Trägers des Schuhs eine gegenüber dem Mittelfußbereich sowie gegenüber dem Ballenbereich vergrößerte Breite in Bezug auf die Längsmittelachse der Schuheinlage auf. Weiterhin hat es sich als vorteilhaft erwiesen, wenn der Fersenbereich und der Bereich unterhalb des Würfelbeins des Fußes in ihrer jeweiligen Breite in Bezug auf die Längsmittelachse der Schuheinlage in etwa übereinstimmen.
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Die Stärke der ersten Schicht im Bereich unterhalb der Ferse des Trägers kann weiterhin eine größere Materialstärke und damit eine größere Biegefestigkeit aufweisen als die sich in Richtung zum Mittelfuß sowie zum Ballenbereich in ihrer Materialstärke reduzierenden Bereiche. Die Stärke der zweiten Schicht kann zudem im Bereich unterhalb der Ferse des Trägers eine größere Materialstärke und damit eine größere Biegefestigkeit aufweisen als die sich in Richtung zum Ballen- und Zehenbereich in ihrer Materialstärke reduzierenden Bereiche.
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Im Folgenden sollen bevorzugte Ausgestaltungsvarianten der erfindungsgemäßen Einlegesohle bzw. Schuheinlage noch einmal genauer beschrieben werden. Bevorzugt ist vorgesehen, dass die erste Schicht ein festes Unterteil der Einlegesohle bzw. Schuheinlage bildet. Um dem Fuß zu Beginn eines Abrollvorgangs, d.h. kurz nach der sogenannten Landephase bereits die richtige Stellung und damit Abwicklungsrichtung zu geben, kann die erste Schicht das Fersenbein im Fersenbeinbereich sowohl lateral als auch medial umfassen. Hierzu können jeweils Flügel an der ersten Schicht im Bereich des Fersenbeins ausgebildet werden.
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Im folgenden Mittelfußbereich kann sich eine Taillierung der ersten Schicht anschließen. Die Taillierung erlaubt dem Mittelfußbereich eine maximale Freiheit zur natürlichen Torsionsbewegung, welche wichtig ist für eine Adaption des Fußes, vor allem bei einer Bewegung auf unebenen Untergründen. Durch eine derartige Vorgehensweise können negative Hebelwirkungen auf darüberliegende Gelenke verringert werden. Zudem kann dadurch medial gesehen ein kritischer Bereich eines in häufigen Fällen verdickten Ansatzes des Musculus tibialis posterior, dem hinteren Schienbeinmuskel, entlastet werden, welcher bei herkömmlichen Schaleneinlagen oftmals zu Druckstellen führt.
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An den Mittelfußbereich der ersten Schicht kann sich medial in einem Würfelbeinbereich eine flügelige Fassung für das Würfelbein anschließen. Durch die Ausbildung des Würfelbeinflügels ist es möglich, zugleich die Stellung des sogenannten Mittelfußköpfchens I (MFK I) zu korrigieren. Hierdurch kann ein Abdriften des Fußes in die sog. Pronation verhindert werden, womit ein Abweichen der Großzehe in lateraler Richtung, und somit die Wahrscheinlichkeit der Ausbildung eines Hallux valgus, verringert werden.
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Lateral kann die sog. Basis des Mittelfußköpfchens V (MFK V) flügelig umfasst werden. Durch eine derartige Ausgestaltung der ersten Schicht in diesem Bereich ist es möglich, ein laterales Abweichen im Sinne einer sog. Übersupination zu verhindern. In Verbindung mit der lateralen Fersenfassung durch den Fersenbeinflügel können die beiden äußeren Flügel, dem Mittelfußköpfchen V-Flügel und dem Würfelbeinflügel, einen wirksamen Schutz gegen ein Umknicken des Fußes nach Außen darstellen.
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Um weiterhin den häufig schmerzhaft überlasteten Bereich unter den Mittelfußköpfchen II und III (MFK II+III) zu stützen, kann sich im Vorfußbereich ein Flügel bzw. Ballenflügel nach vorne bis hinter die Mittelfußköpfchen II und III verlängern. Der Bereich der Zehenspitzen ist von der ersten Schicht größtenteils ausgespart. Auch um Materialauftrag zu vermeiden erstreckt sich die erste Schicht nicht über die Mittelfußköpfchen I, IV und V (MFK I, IV+V).
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In einer bevorzugten Ausgestaltungsform stellt die oberhalb der ersten Schicht angeordnete zweite Schicht in gewisser Weise eine flexible obere Abdeckung für die erste Schicht dar. Die erste Schicht kann dabei eine Art stützenden Unterbau bilden. Vorzugsweise ist die zweite Schicht aus einem weichen und/oder geschäumten thermoplastischen Kunststoff ausgebildet. Bevorzugt sind alle Materialien thermoplastisch verformbar, um durch Erwärmen und nachfolgendes Tiefziehen beispielsweise über ein sogenanntes Fußpositiv die Passform weiter individualisieren zu können.
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Der äußere Randbereich der zweiten Schicht kann zum Rand hin sehr dünn ausgebildet sein bzw. sehr dünn auslaufen. Im Bereich der Schuhspitze kann das Material der zweiten Schicht im Randbereich zusätzlich dünner gehalten werden, um ein nachträgliches Einkürzen der Schuheinlage ermöglichen zu können, ohne die Sohlenspitze der Schuheinlage zu dick auslaufen zu lassen. Sollte das Material der zweiten Schicht nach dem Kürzen eine zu große Stärke aufweisen, könnte sich dies in einem reduzierten Tragekomfort bemerkbar machen.
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Die zweite Schicht kann in dem Bereich, in welchem der vordere Mittelfußköpfchen-Flügel der ersten Schicht positioniert ist, an Stärke zunehmen. Hierdurch können die Mittelfußköpfchen II und III zusätzlich unterstützt werden, ohne eine unter dem Fuß verlaufende Sehnenstruktur in ihrer natürlichen Funktion zu beeinträchtigen.
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Weiterhin kann im Aufbau der flexibleren zweiten Schicht die Stärke des stützenden Unterbaus in Form der ersten Schicht ausgespart sein. Durch die ausgesparte Stärke im Bereich der ersten Schicht kann auch unter der Einlage eine optimale Oberflächenbeschaffenheit erzielt werden.
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Zusammenfassend ist es somit möglich, mit einer erfindungsgemäßen Schuheinlage dem Fuß die bisher nur schwer zu vereinbarenden Zielsetzungen einer optimalen Bewegungskontrolle, also dem Verhindern von Fuß-Fehlstellungen, und einer ausreichenden Bewegungsfreiheit, also dem Erhalten der natürlichen Rotations- Torsionsund Friktionsbewegungen des Fußes, miteinander in Einklang zu bringen.
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Auf der Basis dieser Entwicklung sind weitere Ausführungen denkbar, z.B. zur Entlastung eines plantaren Fersenspornes, der plantaren Entlastung des Fersenbeines bei einer Knochenhautentzündung oder der Integration eines vorderen Flügels zur Entlastung eines sog. Hallux rigidus.
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Weiterhin kann es auch angedacht werden, mit Hilfe parametrischer Modellierung auf der Basis von 3D Fußscans individuelle Unterschalen, also erste Schichten, im 3D-Druck zu fertigen, um die Bandbreite der zu versorgenden Fußformen und Fehlstellungen zu erweitern.
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Gegenüber den aus dem Stand der Technik bekannten Einlegesohlen oder Schuheinlagen für Schuhe bietet die erfindungsgemäße Schuheinlage darüber hinaus mehrere Vorteile. Beispielsweise kann durch die erfindungsgemäße Schuheinlage eine gezielte Stützung des Calcaneus lateral und medial erfolgen. Die erfindungsgemäße Schuheinlage beginnt spezifisch dort, gefolgt von einer innen und außen angebrachten Taillierung, welche die Chopart-Gelenklinie jedoch freilässt. Das Chopart-Gelenk ist entscheidend für die Bewegungsübergänge von Rück- zu Mittelfuß während der ersten Gehphase; Blockaden können die Biomechanik nachhaltig stören.
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Weiterhin kann eine gezielte Unterstützung des Kahnbeins medial und im Bereich der Basis der Mittelfußköpfchen V (MFK V) lateral erfolgen. Im Bereich bis zu den Mittelfußköpfchen II und III (MFK II und III) ist anschließend eine Verjüngung vorgesehen, während die Mittelfußköpfchen I, IV, V (MFK I, IV und V) weitgehend frei bleiben. Eine weitere technische Besonderheit stellt das Freilassen der Chopart-Line und der MFK I, IV und V dar. Dies kann eine Blockade der Beweglichkeit im Mittel- und Rückfuß verhindern.
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Weiterhin kann durch die erfindungsgemäße Schuheinlage eine weitestgehend natürliche Torsion im Mittelfuß (Chopart/Lisfranc-Bereich) gewährleistet werden, statt diesen zu blockieren, wie es oftmals durch bekannte Einlegesohlen der Fall ist. Die erfindungsgemäße Schuheinlage stellt eine Kombination aus Teilunterstützung und gezielter Bewegungsfreigabe zur Verfügung, die insbesondere die Freilassung der Chopart-Gelenklinie im Rückfuß sowie der MFK I, IV und V, also dem vorderen Mittelfuß, umfasst.
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Zusammengefasst entspricht das freilassende Design der erfindungsgemäßen Schuheinlage dem natürlichen Funktionsmuster und verbessert die Gehleistung im Vergleich zu starren Vorrichtungen ohne gezielte Freilassungen aus dem Stand der Technik. Die erfindungsgemäße Konstruktion ermöglicht eine natürliche Gangabwicklung und verhindert Fehlbelastungen, die sonst zu Beschwerden im Bein, Becken und der gesamten Wirbelsäule führen können. Weiterhin betrifft die Erfindung ein Verfahren zur Herstellung einer Einlegesohle oder Schuheinlage für einen Schuh. Ein Schritt des erfindungsgemäßen Verfahrens sieht eine Bereitstellung wenigstens einer aus reversibel elastisch verformbarem Kunststoff gebildeten zweiten Schicht vor. Die zweite Schicht wird derartig ausgebildet, dass diese von der Ferse bis zu den Zehenspitzen eines den Schuh tragenden Fußes reicht und im Wesentlichen den äußeren Umrissen einer Innensohle des Schuhs folgt.
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In einem weiteren Verfahrensschritt ist die Bereitstellung wenigstens einer aus reversibel elastisch verformbarem Kunststoff gebildeten ersten Schicht vorgesehen. Die erste Schicht wird aus einem steiferen Kunststoffmaterial ausgebildet als die nachgiebigere zweite Schicht und reicht von der Ferse bis zum Fußballen des Fußes. Die erste Schicht wird zumindest in einem Mittelfußbereich mit seitlichen Einschnürungen und/oder einer beidseitigen Taillierung in einer Richtung quer zu einer Längsmittelachse der Schuheinlage versehen. Weiterhin sieht ein Verfahrensschritt vor, dass die erste Schicht mit der zweiten Schicht abschnittsweise verbunden wird.
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In einer bevorzugten Ausgestaltungsvariante des erfindungsgemäßen Verfahrens wird die erste Schicht im Bereich unterhalb der Fußballen mit einer Verjüngung und/oder einer Einschnürung versehen. Zudem kann vorgesehen sein, dass diese jeweils beidseitig zur Längsmittelachse der Schuheinlage eine gegenüber einem Würfelbeinbereich reduzierte Breite aufweist.
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Weiterhin kann es vorgesehen sein, dass die erste Schicht derartig ausgebildet wird, dass diese im Bereich unterhalb des Würfelbeins des Fußes des Trägers des Schuhs eine gegenüber dem Mittelfußbereich sowie gegenüber dem Ballenbereich vergrößerte Breite in Bezug auf die Längsmittelachse der Schuheinlage aufweist.
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Auch ist es denkbar, dass bei der Fersenbereich und der Bereich unterhalb des Würfelbeins des Fußes derartig ausgestaltet werden, dass diese in ihrer jeweiligen Breite in Bezug auf die Längsmittelachse der Schuheinlage in etwa übereinstimmen. Zudem kann die Stärke der ersten Schicht im Bereich unterhalb der Ferse des Trägers mit einer größeren Materialstärke ausgebildet werden, und weist damit eine größere Biegesteifigkeit auf als die sich in Richtung zum Mittelfuß sowie zum Ballenbereich in ihrer Materialstärke reduzierenden Bereiche.
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Zudem kann die Stärke der zweiten Schicht im Bereich unterhalb der Ferse des Trägers mit einer größeren Materialstärke ausgebildet werden, und damit eine größere Biegesteifigkeit aufweisen als die sich in Richtung zum Ballen- und Zehenbereich in ihrer Materialstärke reduzierenden Bereiche.
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Es sei an dieser Stelle ausdrücklich erwähnt, dass alle Aspekte und Ausführungsvarianten, die im Zusammenhang mit der erfindungsgemäßen Einlegesohle bzw. Schuheinlage erläutert wurden, gleichermaßen Teilaspekte des erfindungsgemäßen Verfahrens betreffen oder sein können. Wenn daher an einer Stelle bei der Beschreibung oder auch bei den Anspruchsdefinitionen zur erfindungsgemäßen Einlegesohle bzw. Schuheinlage von bestimmten Aspekten und/oder Zusammenhängen und/oder Wirkungen die Rede ist, so gilt dies gleichermaßen für das erfindungsgemäße Verfahren. In umgekehrter Weise gilt dasselbe, so dass auch alle Aspekte und Ausführungsvarianten, die im Zusammenhang mit dem erfindungsgemäßen Verfahren erläutert wurden, gleichermaßen Teilaspekte der erfindungsgemäßen Einlegesohle bzw. Schuheinlage betreffen oder sein können. Wenn daher an einer Stelle bei der Beschreibung oder auch bei den Anspruchsdefinitionen zum erfindungsgemäßen Verfahren von bestimmten Aspekten und/oder Zusammenhängen und/oder Wirkungen die Rede ist, so gilt dies gleichermaßen für die erfindungsgemäße Einlegesohle bzw. Schuheinlage.
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Im Folgenden sollen Ausführungsbeispiele die Erfindung und ihre Vorteile anhand der beigefügten Figuren näher erläutern. Die Größenverhältnisse der einzelnen Elemente zueinander in den Figuren entsprechen nicht immer den realen Größenverhältnissen, da einige Formen vereinfacht und andere Formen zur besseren Veranschaulichung vergrößert im Verhältnis zu anderen Elementen dargestellt sind.
- Fig. 1a und Fig. 1b zeigen jeweils eine schematische Seitenansicht einer erfindungsgemäßen Schuheinlage.
- Fig. 1c zeigt eine schematische Ansicht der Unterseite einer erfindungsgemäßen Schuheinlage.
- Fig. 2a und Fig. 2b zeigen eine Draufsicht sowie eine Ansicht von unten einer erfindungsgemäßen ersten Schicht in Zusammenschau mit einem Fußknochenaufbau.
- Fig. 3a und Fig. 3b zeigen jeweils eine Seitenansicht einer erfindungsgemäßen ersten Schicht.
- Fig. 4a zeigt eine Schnittdarstellung einer erfindungsgemäßen zweiten Schicht.
- Fig. 4b zeigt eine weitere Seitenansicht einer erfindungsgemäßen zweiten Schicht.
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Für gleiche oder gleich wirkende Elemente der Erfindung werden identische Bezugszeichen verwendet. Ferner werden der Übersicht halber nur Bezugszeichen in den einzelnen Figuren dargestellt, die für die Beschreibung der jeweiligen Figur erforderlich sind. Die dargestellten Ausführungsformen stellen lediglich Beispiele dar, wie die Erfindung ausgestaltet sein kann und stellen keine abschließende Begrenzung dar.
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Die Ausführungsformen, Beispiele und Varianten der vorhergehenden Absätze, die Ansprüche oder die folgende Beschreibung und die Figuren, einschließlich ihrer verschiedenen Ansichten oder jeweiligen individuellen Merkmale, können unabhängig voneinander oder in beliebiger Kombination verwendet werden. Merkmale, die in Verbindung mit einer Ausführungsform beschrieben werden, sind für alle Ausführungsformen anwendbar, sofern die Merkmale nicht unvereinbar sind.
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Die Figuren 1a, 1b und 1c zeigen jeweils unterschiedliche Ansichten einer erfindungsgemäßen Einlegesohle oder Schuheinlage 30 für einen nicht abgebildeten Schuh. Die Schuheinlage 30 setzt sich zusammen aus wenigstens einer ersten Schicht 32, welche aus einem reversibel elastisch verformbaren Kunststoff gebildet ist. Zudem ist wenigstens eine zweite Schicht 34 vorgesehen, welche ebenfalls aus einem reversibel elastisch verformbaren Kunststoff gebildet ist. Die erste Schicht 32 ist hierbei aus einem steiferen Kunststoffmaterial gebildet als die nachgiebigere zweite Schicht 34. Weiterhin ist die zweite Schicht abschnittsweise mit der ersten Schicht 32 verbunden. In den Seitenansichten Fig. 1a und 1b ist zu erkennen, dass die erste Schicht 32 unterhalb der zweiten Schicht 34 angeordnet ist.
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Wie insbesondere in Zusammenschau mit den Figuren 2a und 2b deutlich wird, reicht die erste Schicht 32 der Schuheinlage 30 von der Ferse 16 bzw. dem Fersenbereich 16 bis zum Fußballen 18 bzw. dem Ballenbereich 18 eines den Schuh tragenden Fußes 14, von welchem im den Fig. 2a und 2b ein Knochenaufbau abgebildet ist. Die zweite Schicht 34 erstreckt sich von der Ferse 16 bzw. dem Fersenbereich16 bis zu den Zehenspitzen 20 bzw. dem Zehenbereich 20 des Fußes 14 und folgt im Wesentlichen den äußeren Umrissen einer Innensohle des Schuhs. Die erste Schicht 32 weist in einem Mittelfußbereich 24 seitliche Einschnürungen bzw. eine beidseitige Taillierung 6 in einer Richtung quer zu einer Längsmittelachse 36 der Schuheinlage 30 auf.
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Die erste Schicht 32 kann im Bereich unterhalb der Fußballen 18 verjüngt und/oder eingeschnürt sein, und jeweils beidseitig zur Längsmittelachse 36 der Schuheinlage 30 (vgl. Fig. 1c) eine gegenüber einem Würfelbeinbereich 22 reduzierte Breite aufweisen. Weiterhin kann die erste Schicht 32 im Bereich unterhalb des Würfelbeins 22 des Fußes 14 des Trägers des Schuhs eine gegenüber dem Mittelfußbereich 24 sowie gegenüber dem Ballenbereich 18 vergrößerte Breite in Bezug auf die Längsmittelachse 36 der Schuheinlage 30 aufweisen.
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Der Fersenbeinbereich 16 und der Bereich unterhalb des Würfelbeins 22 des Fußes 14 können in ihrer jeweiligen Breite in Bezug auf die Längsmittelachse 36 der Schuheinlage 30 in etwa übereinstimmen. Die Stärke der ersten Schicht unterhalb der Ferse 16 bzw. im Fersenbeinbereich 16 des Trägers weist bevorzugt eine größere Materialstärke und damit eine größere Biegefestigkeit auf als die sich in Richtung zum Mittelfuß 24 sowie zum Ballenbereich 18 in ihrer Materialstärke reduzierten Bereiche. Die Stärke der zweiten Schicht 34 im Bereich unterhalb der Ferse 16 bzw. im Fersenbeinbereich 16 des Trägers weist vorzugsweise eine größere Materialstärke und damit eine größere Biegefestigkeit auf als die sich in Richtung zum Ballen- und Zehenbereich 18, 20 in ihrer Materialstärke reduzierenden Bereiche.
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Eine bevorzugte Ausgestaltung der ersten Schicht 32 geht insbesondere aus den bereits erwähnten Figuren 2a und 2b hervor. Seitenansichten der ersten Schicht 32 sind in den Figuren 3a und 3b abgebildet. Die erste Schicht 32 soll ein festes Unterteil der Schuheinlage 30 bilden. Um dem Fuß zu Beginn eines Abrollvorgangs, d.h. kurz nach der sogenannten Landephase bereits die Richtige Stellung und damit Abwicklungsrichtung zu geben, umfasst die erste Schicht 32 das Fersenbein 16 im Fersenbeinbereich 16 sowohl lateral als auch medial, wie durch eine Ausgestaltung von Fersenbeinflügeln 8 und 12 der der ersten Schicht 32 zu erkennen ist.
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Im folgenden Mittelfußbereich 24 schließt sich eine Taillierung 6 der ersten Schicht 32 an. Die Taillierung 6 erlaubt dem Mittelfußbereich 24 eine maximale Freiheit zur natürlichen Torsionsbewegung, welche wichtig ist für eine Adaption des Fußes 14, vor allem bei einer Bewegung auf unebenen Untergründen. Durch eine derartige Vorgehensweise können negative Hebelwirkungen auf darüberliegende Gelenke verringert werden. Zudem kann dadurch medial gesehen ein kritischer Bereich eines in häufigen Fällen verdickten Ansatzes des Musculus tibialis posterior, dem hinteren Schienbeinmuskel, entlastet werden, welcher bei herkömmlichen Schaleneinlagen oftmals zu Druckstellen führt.
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An den Mittelfußbereich 24 der ersten Schicht 32 kann sich medial in einem Würfelbeinbereich 22 eine flügelige Fassung 10 für das Würfelbein 22 anschließen. Durch die Ausbildung des Würfelbeinflügels 10 ist es möglich, zugleich die Stellung des sogenannten Mittelfußköpfchens I (MFK I) zu korrigieren. Hierdurch kann ein Abdriften des Fußes 14 in die sog. Pronation verhindert werden, womit ein Abweichen der Großzehe in lateraler Richtung, und somit die Wahrscheinlichkeit der Ausbildung eines Hallux valgus, verringert werden.
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Lateral wird die sog. Basis des Mittelfußköpfchens V (MFK V) flügelig umfasst, wie durch das Bezugszeichen 4 gekennzeichnet ist. Durch eine derartige Ausgestaltung der ersten Schicht 32 in diesem Bereich ist es möglich, ein laterales Abweichen im Sinne einer sog. Übersupination zu verhindern. In Verbindung mit der lateralen Fersenfassung durch den Fersenbeinflügel 8 können die beiden äußeren Flügel, dem Mittelfußköpfchen V-Flügel 4 und dem Würfelbeinflügel 10, einen wirksamen Schutz gegen ein Umknicken des Fußes 14 nach Außen darstellen.
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Um weiterhin den häufig schmerzhaft überlasteten Bereich unter den Mittelfußköpfchen II und III (MFK II+III) 26 zu stützen, verlängert sich im Vorfußbereich ein Flügel 2 bzw. Ballenflügel 2 nach vorne bis hinter die Mittelfußköpfchen II und III 26. Der Bereich der Zehenspitzen 26 ist von der ersten Schicht 32 größtenteils ausgespart. Auch um Materialauftrag zu vermeiden, erstreckt sich die erste Schicht 32 nicht über die Mittelfußköpfchen I, IV und V (MFK I, IV+V).
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In einer bevorzugten Ausgestaltungsform stellt die oberhalb der ersten Schicht 32 angeordnete zweite Schicht in gewisser Weise eine flexible obere Abdeckung für die erste Schicht 32 dar. Die erste Schicht 32 kann dabei eine Art stützenden Unterbau bilden. Vorzugsweise ist die zweite Schicht 34 aus einem weichen und/oder geschäumten thermoplastischen Kunststoff ausgebildet. Bevorzugt sind alle Materialien thermoplastisch verformbar, um durch Erwärmen und nachfolgendes Tiefziehen beispielsweise über ein sogenanntes Fußpositiv die Passform weiter individualisieren zu können.
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Wie in den Fig. 4a und 4b gut zu erkennen, kann der äußere Randbereich 40 der zweiten Schicht 34 dabei zum Rand hin sehr dünn ausgebildet sein bzw. sehr dünn auslaufen. Im Bereich der Schuhspitze kann das Material der zweiten Schicht 34 im Randbereich 40 zusätzlich dünner gehalten werden, um ein nachträgliches Einkürzen der Schuheinlage 30 ermöglichen zu können, ohne die Sohlenspitze 42 der Schuheinlage 30 zu dick auslaufen zu lassen. Sollte das Material der zweiten Schicht 34 nach dem Kürzen eine zu große Stärke aufweisen, könnte sich dies durch eine geringere Komfortabilität während des Tragens auswirken. Eine Ausdünnung 44 der zweiten Schicht 34 ist beispielsweise auch in Fig. 1c gut erkennbar.
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Die zweite Schicht 34 kann in dem Bereich, in welchem der vordere Mittelfußköpfchen-Flügel 4 der ersten Schicht 32 positioniert ist, an Stärke zunehmen. Hierdurch können die Mittelfußköpfchen II und III 26 zusätzlich unterstützt werden, ohne eine unter dem Fuß 14 verlaufende Sehnenstruktur in ihrer natürlichen Funktion zu beeinträchtigen.
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Weiterhin kann im Aufbau der flexibleren zweiten Schicht 34 die Stärke des stützenden Unterbaus in Form der ersten Schicht 32 ausgespart sein. Die Kontaktfläche 38 der zweiten Schicht 34 zur ersten Schicht 32 ist in der Fig. 4b deutlich zu erkennen. Durch die ausgesparte Stärke im Bereich der ersten Schicht 32 kann auch unter der Einlage eine optimale Oberflächenbeschaffenheit erzielt werden.
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Die Erfindung wurde unter Bezugnahme auf eine bevorzugte Ausführungsform beschrieben. Es ist jedoch für einen Fachmann vorstellbar, dass Abwandlungen oder Änderungen der Erfindung gemacht werden können, ohne dabei den Schutzbereich der nachstehenden Ansprüche zu verlassen.
Bezugszeichen
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- 2
- Ballenflügel MFK II+III
- 4
- Mittelfußköpfchen V (MFK V) Flügel
- 6
- Mittelfuß Taillierung
- 8
- Fersenbeinflügel lateral
- 10
- Würfelbeinflügel
- 12
- Fersenbeinflügel medial
- 14
- Fuß; Fußknochenaufbau
- 16
- Ferse, Fersenbein, Fersenbeinbereich
- 18
- Fußballen; Ballenbereich
- 20
- Zehenspitzen; Zehenbereich
- 22
- Würfelbein; Würfelbeinbereich
- 24
- Mittelfuß; Mittelfußbereich
- 26
- Mittelfußköpfchen II und III (MFK II+III)
- 30
- Einlegesohle, Schuheinlage
- 32
- Erste Schicht
- 34
- Zweite Schicht
- 36
- Längsmittelachse
- 38
- Kontaktfläche
- 40
- Randbereich
- 42
- Sohlenspitze
- 44
- Ausdünnung