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Die Erfindung betrifft eine Parallel-Ausstellvorrichtung zum parallelen Ausstellen eines Flügels einer Tür- oder Fensteranordnung relativ zu einem Rahmen der Tür- oder Fensteranordnung. Weiter betrifft die Erfindung eine Tür-oder Fensteranordnung mit den Merkmalen des nebengeordneten Anspruchs.
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In jüngerer Vergangenheit werden Tür- oder Fensteranordnungen mit relativ zu einem Rahmen parallel ausstellbarem Flügel durch Architekten und Planer aus stilistischen Gründen oft mit geringer Flügelbreite und im Vergleich hierzu mit recht hoher Ausstellweite geplant. Eine Parallel-Ausstellvorrichtung kann bei hinreichend stabiler Ausgestaltung durch die schmale Flügelbreite entweder nur mit geringer Ausstellweite eingebaut werden oder es müssen, um die gewünschte Ausstellweite zumindest annähernd erreichen zu können, Kompromisse hinsichtlich Stabilität in Kauf genommen werden, bspw. durch Scherenarme in geringer Materialstärke. Der zwischen Flügel und Rahmen einer Tür- oder Fensteranordnung für eine Parallel-Ausstellvorrichtung zur Verfügung stehende Bauraum ist stets recht gering.
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Parallel-Ausstellvorrichtungen zum parallelen Ausstellen eines Flügels einer Tür- oder Fensteranordnung relativ zu einem Rahmen sind aus dem Stand der Technik bekannt. Bspw. ist aus
EP 2 696 017 B1 eine Vorrichtung zum Ausstellen von Fenstern und Türen bekannt, deren Scherenarme jeweils eine Abstufung und eine Ausnehmung aufweisen, so dass die Scherenarme sich gegenseitig hintergreifen können. Die Ausnehmungen schwächen den Querschnitt und somit die Stabilität der Scherenarme, wobei die Abstufungen zu einer aufwändigeren Herstellung und erhöhtem Platzbedarf beitragen. Somit besteht Optimierungspotential.
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Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, eine Parallel-Ausstellvorrichtung bereitzustellen, die sowohl eine hinreichende Stabilität besitzt, als auch in gängige Profile von Tür- oder Fensteranordnungen passt.
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Die Erfindung löst diese Aufgabe durch eine Parallel-Ausstellvorrichtung nach Anspruch 1.
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Die Parallel-Ausstellvorrichtung ist zum parallelen Ausstellen eines Flügels einer Tür- oder Fensteranordnung relativ zu einem Rahmen der Tür- oder Fensteranordnung eingerichtet und/oder bestimmt.
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Die Parallel-Ausstellvorrichtung weist einen ersten Scherenarm und einen zweiten Scherenarm auf. Diese bilden ein erstes Scherenpaar bzw. erstes Scherenarmpaar. Der erste Scherenarm und der zweite Scherenarm sind mittels eines ersten Scherengelenks gelenkig miteinander verbunden und mit einem Ende jeweils schwenkbar an einer ersten Führungsschiene gelagert.
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Die Parallel-Ausstellvorrichtung weist einen dritten Scherenarm und einen vierten Scherenarm auf. Diese bilden ein zweites Scherenpaar bzw. zweites Scherenarmpaar. Der dritte Scherenarm und der vierte Scherenarm sind mittels eines zweiten Scherengelenks gelenkig miteinander verbunden und mit einem Ende jeweils schwenkbar an einer zweiten Führungsschiene gelagert.
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Die Scherenarme erstrecken sich jeweils entlang einer Mittellängsachse. Das erste Scherengelenk und das zweite Scherengelenk können jeweils in einem mittleren Abschnitt der Scherenarme angeordnet sein (bezogen auf die Mittellängsachse bspw. jeweils im mittleren Drittel der Scherenarme).
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Der zweite Scherenarm ist (an seinem von der ersten Führungsschiene abgewandten Ende) über ein erstes Koppelgelenk gelenkig mit dem dritten Scherenarm verbunden. Das erste Koppelgelenk befindet sich insbesondere an dem Ende des dritten Scherenarms, welches von der zweiten Führungsschiene (Schwenklagerung des dritten Scherenarms) abgewandt ist. Der erste Scherenarm ist (an seinem von der ersten Führungsschiene abgewandten Ende) über ein zweites Koppelgelenk gelenkig mit dem vierten Scherenarm verbunden. Das zweite Koppelgelenk befindet sich insbesondere an dem Ende des vierten Scherenarms, welches von der zweiten Führungsschiene (Schwenklagerung des vierten Scherenarms) abgewandt ist.
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Infolge dieser Ausgestaltung sind die Führungsschienen zwischen einer nicht ausgestellten Stellung, in der die Führungsschienen nur geringfügig voneinander beabstandet sind (bspw. um weniger als 10% der Länge der Führungsschiene) oder aneinander anliegen, und einer ausgestellten Stellung verlagerbar, in der die Führungsschienen zum Ausstellen des Flügels weiter voneinander beabstandet sind als in der nicht ausgestellten Stellung (bspw. um mehr als 25% der Länge der Führungsschiene).
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Die Scherenarme sind jeweils an dem Ende, mit welchem sie an einer der Führungsschienen um eine Schwenkachse jeweils schwenkbar gelagert sind, in Richtung eines Zwischenraums zwischen den beiden Führungsschienen gekrümmt (endseitige Krümmung der Scherenarme zum Zwischenraum hin). Die Schwenkachse ist am jeweiligen Scherenarm abseits der Mittellängsachse dieses jeweiligen Scherenarms angeordnet und in Richtung des Zwischenraums zwischen den beiden Führungsschienen versetzt. An den Scherenarmen ist der Abstand (L1) zwischen der Schwenkachse und dem Scherengelenk an dem jeweiligen Scherenarm jeweils größer als der Abstand (L2) zwischen dem Scherengelenk und dem Koppelgelenk an dem jeweiligen Scherenarm. Mit anderen Worten sind die Scherenarme jeweils asymmetrisch ausgebildet und die Schwenkachse ist nicht auf der Mittellängsachse des jeweiligen Scherenarms, sondern versetzt hierzu angeordnet.
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Die vorgeschlagene Parallel-Ausstellvorrichtung erlaubt eine Ausgestaltung der Scherenarme mit gleichmäßigen, relativ großen Materialstärken, so dass eine hohe Stabilität erreicht werden kann. Durch die Krümmung der Scherenarme an dem der Führungsschiene jeweils zugewandten Ende können sich die Drehpunkte (Koppelgelenke) in der nicht ausgestellten Stellung umgreifen. Dies begünstigt eine kompakte Struktur der Parallel-Ausstellvorrichtung. Da Aussparungen an den Scherenarmen obsolet sind, kann eine gute Materialausnutzung der Scherenarme erreicht werden. Zudem trägt diese Ausgestaltung zu einem homogenen, ästhetisch ansprechenden Erscheinungsbild der Scherenarme und der Parallel-Ausstellvorrichtung insgesamt bei.
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Im Konkreten kann der erste Scherenarm an einem relativ zur Längserstreckungsrichtung der ersten Führungsschiene unverschieblichen Festlager schwenkbar (an der ersten Führungsschiene) gelagert sein und der zweite Scherenarm kann an einem entlang der Längserstreckungsrichtung der ersten Führungsschiene verschieblich geführten Loslager schwenkbar (an der ersten Führungsschiene) gelagert sein.
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Alternativ oder ergänzend kann der vierte Scherenarm an einem relativ zur Längserstreckungsrichtung der zweiten Führungsschiene unverschieblichen Festlager schwenkbar (an der zweiten Führungsschiene) gelagert sein und der dritte Scherenarm kann an einem entlang der Längserstreckungsrichtung der zweiten Führungsschiene verschieblich geführten Loslager schwenkbar (an der zweiten Führungsschiene) gelagert sein.
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Im Rahmen einer bevorzugten Ausgestaltung kann der der Abstand (L1) zwischen der Schwenkachse und dem Scherengelenk an dem jeweiligen Scherenarm um den Faktor 1,05 bis 1,15, vorzugsweise um den Faktor 1,08 bis 1,12, weiter vorzugsweise um den Faktor 1.11, größer sein als der Abstand (L2) zwischen dem Scherengelenk und dem Koppelgelenk an dem jeweiligen Scherenarm. Dies erlaubt ein hinreichendes Umgreifen der Drehpunkte (Koppelgelenke) in der nicht ausgestellten Stellung, wobei die Parallel-Ausstellvorrichtung immer noch hinreichend kompakt gehalten ist.
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Wie zuvor bereits angedeutet, können die Scherenarme an ihrem der Führungsschiene zugewandten Ende jeweils derart ausgebildet und/oder gekrümmt sein, dass diese die in der nicht ausgestellten Stellung die Koppelgelenke jeweils umgreifen, insbesondere zwischen sich einschließen. Dies trägt dazu bei, dass die Parallel-Ausstellvorrichtung in der nicht ausgestellten Stellung einen besonders geringen Platzbedarf aufweist. Im Konkreten können in der nicht ausgestellten Stellung der erste Scherenarm und der vierte Scherenarm (jeweils am durch Festlager gelagerten Ende) das erste Koppelgelenk zwischen sich aufnehmen. Der zweite Scherenarm und der dritte Scherenarm können in der nicht ausgestellten Stellung (jeweils am durch Loslager gelagerten Ende) das zweite Koppelgelenk zwischen sich aufnehmen.
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In zweckmäßiger Weise können die Scherenarme entlang ihrer Mittellängsachse jeweils eine konstante Materialstärke bzw. Materialdicke aufweisen. Dies trägt zu einer stabilen Ausgestaltung bei. Zudem ist hiermit die Herstellung der Scherenarme begünstigt, da diese bspw. durch Stanzen oder Laserschneiden hergestellt werden können.
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In vorteilhafter Weise können die Scherenarme jeweils frei von bezogen auf die Mittellängsachse jeweils seitlichen (den Querschnitt bzw. die Breite der Scherenarme jeweils schwächenden) Ausnehmungen sein. Dies trägt zu einer guten Materialausnutzung bei, da der Materialquerschnitt nicht durch seitliche (zur Seite hin offene) Ausnehmungen geschwächt wird. Es versteht sich, dass an den Scherenarmen jeweils Bohrungen zur Anbindung an der Schwenkachse, des Scherengelenks oder des Koppelgelenks vorhanden sein können. Solchen Bohrungen werden nicht als seitliche Ausnehmungen angesehen.
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Im Rahmen einer bevorzugten Ausgestaltung können die Festlager verglichen mit den Loslagern erhöht bzw. mit einer Höhendifferenz ausgebildet sein, so dass ein am Festlager schwenkbar gelagerter Scherenarm vom Schienengrund (Nutgrund der C-Nut) der betreffenden Führungsschiene weiter beabstandet ist als ein am Loslager dieser Führungsschiene schwenkbar gelagerter Scherenarm. Durch diese Höhendifferenz können Scherenarme, die an einer gleichen Führungsschiene (erste Führungsschiene oder zweite Führungsschiene) schwenkbar gelagert sind, auf einfache Weise aneinander vorbeigeführt werden. Eine Abkröpfung der Scherenarme (orthogonal zu deren Mittellängsebene) ist somit nicht erforderlich, was eine einfache Herstellung und hohe Stabilität der Scherenarme begünstigt. Die erhöhte Ausgestaltung bzw. die Höhendifferenz, um die das Festlager erhöht ausgebildet ist, kann der Dicke (Materialstärke) des Scherenarms entsprechen. Die Führungsschienen können jeweils als C-Schiene ausgebildet sein.
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Wie bereits angedeutet, können sich die Scherenarme jeweils kröpfungsfrei (ohne Kröpfung) entlang einer Mittellängsebene erstrecken. Dies trägt zu einer kompakten Ausgestaltung der Scherenarme mit vorzugsweise durchgehender einheitlicher Materialstärke bei. Bei der Herstellung der Scherenarme kann der Bearbeitungsschritt zur Ausgestaltung der Kröpfung entfallen, was die Herstellung der Scherenarme begünstigt.
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Im Rahmen einer bevorzugten Ausgestaltung kann an einer der Führungsschienen, insbesondere der ersten Führungsschiene, eine Ausstellbegrenzungseinrichtung angeordnet oder ausgebildet sein, die ein Ausstellen begrenzt, indem ein Verfahren des Loslagers entlang der Längserstreckungsrichtung der Führungsschiene zum Festlager hin mittels der Ausstellbegrenzungseinrichtung begrenzbar oder begrenzt ist. Dadurch kann die ausgestellte Stellung, d.h. ein maximales paralleles Ausstellen eines Flügels relativ zum Rahmen einer Tür- oder Fensteranordnung, bspw. in Abhängigkeit der Masse des jeweiligen Flügels auf einfache und sichere Weise vorgegeben werden. Die Ausstellbegrenzungseinrichtung kann mehrere (beabstandet voneinander angeordnete) Vertiefungen oder Durchgänge aufweisen, in die ein Anschlagelement einbringbar ist, welches einen Verfahrweg des Loslagers zum Festlager dieser Führungsschiene hin begrenzt. Das Anschlagelement kann als Dorn oder Schraube ausgebildet sein. Die Vertiefungen oder Durchgänge können, insbesondere im Falle einer Schraube als Anschlagelement, jeweils ein Innengewinde aufweisen.
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In vorteilhafter Weise können die gekrümmten Enden der Scherenarme derart ausgebildet und/oder angeordnet sein, dass diese in nicht ausgestellter Stellung und/oder in ausgestellter Stellung quer zur Längserstreckungsrichtung der Führungsschienen in einer Draufsicht nicht über die Führungsschienen hinausragen. Dies trägt zu einer kompakten Ausgestaltung der Parallel-Ausstellvorrichtung bei und erleichtert deren Einbau. So ragen die gekrümmten Enden der Scherenarme (unabhängig von deren Stellung) seitlich bzw. quer zur Längserstreckungsrichtung der Führungsschienen (in Draufsicht) nicht über die Führungsschienen hinaus. Somit können die Führungsschienen der Parallel-Ausstellvorrichtung direkt an einer Kante eines Flügel-oder Rahmenprofils einer Tür- oder Fensteranordnung befestigt werden. Dies erhöht die Stabilität einer eingebauten Parallel-Ausstellvorrichtung und trägt zu einer dauerhaften präzisen Führung eines Flügels relativ zum Rahmen bei.
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Die eingangs genannte Aufgabe wird auch durch eine Tür-oder Fensteranordnung mit den Merkmalen des nebengeordneten Anspruchs gelöst. Hinsichtlich der hiermit erzielbaren Vorteile wird auf die diesbezüglichen Ausführungen zur Parallel-Ausstellvorrichtung verwiesen.
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Die Tür- oder Fensteranordnung weist einen Rahmen und einen mit dem Rahmen korrespondierenden Flügel auf. Weiter weist die Tür- oder Fensteranordnung mindestens eine Parallel-Ausstellvorrichtung mit einem oder mehreren der voranstehend beschriebenen Aspekten auf. Mittels der mindestens einen Parallel-Ausstellvorrichtung ist der Flügel derart am Rahmen gelagert, dass der Flügel relativ zum Rahmen zwischen einer nicht ausgestellten Stellung (Flügel befindet sich in Rahmenebene) und einer parallel ausgestellten Stellung (Flügel relativ zum Rahmen parallel ausgestellt) verlagerbar ist.
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Vorzugsweise kann die Tür- oder Fensteranordnung zwei Parallel-Ausstellvorrichtungen aufweisen, mittels denen der Flügel am Rahmen gelagert ist. Eine Parallel-Ausstellvorrichtung kann zwischen einem unteren Flügelquerholm und einem unteren Rahmenquerholm befestigt sein. Eine weitere Parallel-Ausstellvorrichtung kann zwischen einem oberen Flügelquerholm und einem oberen Rahmenquerholm befestigt sein. Im Konkreten kann die Parallel-Ausstellvorrichtung mit der ersten Führungsschiene am Rahmen und mit der zweiten Führungsschiene am Flügel befestigt sein.
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Zur weiteren Ausgestaltung der Tür- oder Fensteranordnung können die im Zusammenhang mit der Parallel-Ausstellvorrichtung beschriebenen und/oder die nachfolgend noch erörterten Maßnahmen dienen.
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Die Erfindung wird nachfolgend anhand der Figuren näher erläutert, wobei gleiche oder funktional gleiche Elemente mit identischen Bezugszeichen versehen sind, ggf. jedoch lediglich einmal. Es zeigen:
- Fig.1
- eine Ausführungsform einer Tür- oder Fensteranordnung in einer schematischen Ansicht;
- Fig.2a,b
- eine Ausführungsform einer Parallel-Ausstellvorrichtung in ausgestellter Stellung (Figur 2a) und nicht ausgestellter Stellung (Figur 2b) jeweils in einer perspektivischen Ansicht;
- Fig.3a-c
- die Parallel-Ausstellvorrichtung aus Figur 2a und 2b in ausgestellter Stellung in einer Draufsicht (Figur 3a), einer stirnseitigen Ansicht (Figur 3b) und einer Seitenansicht (Figur 3c); und
- Fig.4a-c
- die Parallel-Ausstellvorrichtung aus Figur 2a und 2b in nicht ausgestellter Stellung in einer Draufsicht (Figur 4a), einer stirnseitigen Ansicht (Figur 4b) und einer Seitenansicht (Figur 4c) .
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Figur 1 zeigt eine Tür- oder Fensteranordnung, die insgesamt mit dem Bezugszeichen 200 bezeichnet ist.
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Die Tür- oder Fensteranordnung 200 weist einen Rahmen 202 und einen mit dem Rahmen 202 korrespondierenden Flügel 204 auf. Die Tür- oder Fensteranordnung 200 ist im Beispiel an einer Gebäudewand W verbaut.
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Der Rahmen 202 weist einen unteren Rahmenquerholm 206, einen oberen Rahmenquerholm 208 und zwei vertikale Rahmenholme 210, 212 auf. Der Flügel 204 weist einen unteren Flügelquerholm 214, einen oberen Flügelquerholm 216 und zwei vertikale Flügelholme 218, 220 auf, die im Beispiel ein Glaselement 222 umschließen.
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Die Tür- oder Fensteranordnung 200 weist im Beispiel zwei Parallel-Ausstellvorrichtungen 10 auf, die weiter unten noch genauer beschrieben werden. Vorliegend ist eine Parallel-Ausstellvorrichtung 10 zwischen dem unteren Flügelquerholm 214 und dem unteren Rahmenquerholm 206 befestigt. Eine weitere Parallel-Ausstellvorrichtung 10 ist vorliegend zwischen dem oberen Flügelquerholm 216 und dem oberen Rahmenquerholm 208 befestigt. Wie oben erläutert, können die Parallel-Ausstellvorrichtungen 10 jeweils mit einer ersten Führungsschiene am Rahmen 202 und mit einer zweiten Führungsschiene am Flügel 204 befestigt sein.
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Abhängig von der Masse des jeweiligen Flügels 204 können optional weitere Ausstellvorrichtungen, insbesondere in Form von Tragscheren, zum Einsatz kommen, die jeweils zwischen einem vertikalen Flügelholm 218, 220 und einem vertikalen Rahmenholm 210, 212 verbaut sind (zumindest eine weitere Ausstellvorrichtung zwischen dem vertikalen Rahmenholm 210 und dem vertikalen Flügelholm 218 und zumindest eine weitere Ausstellvorrichtung zwischen dem vertikalen Rahmenholm 212 und dem vertikalen Flügelholm 220). Diese sind dem Fachmann bekannt und daher nicht gezeigt und nicht näher beschrieben.
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Nachfolgend wird unter Bezugnahme auf die Figuren 2a bis 4c die Parallel-Ausstellvorrichtung 10 genauer erläutert.
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Wie bereits angedeutet, dient die Parallel-Ausstellvorrichtung 10 zum parallelen Ausstellen eines Flügels 204 relativ zu einem Rahmen 202.
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Die Parallel-Ausstellvorrichtung 10 weist einen ersten Scherenarm 12 und einen zweiten Scherenarm 14 auf. Diese bilden ein erstes Scherenarmpaar. Der erste Scherenarm 12 und der zweite Scherenarm 14 sind mittels eines ersten Scherengelenks 16 gelenkig miteinander verbunden und mit einem Ende jeweils schwenkbar an einer ersten Führungsschiene 18 gelagert.
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Weiter weist die Parallel-Ausstellvorrichtung 10 einen dritten Scherenarm 20 und einen vierten Scherenarm 22 auf. Diese bilden ein zweites Scherenarmpaar. Der dritte Scherenarm 20 und der vierte Scherenarm 22 sind mittels eines zweiten Scherengelenks 24 gelenkig miteinander verbunden und mit einem Ende jeweils schwenkbar an einer zweiten Führungsschiene 26 gelagert.
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Die Scherenarme 12, 14, 20, 22 erstrecken sich jeweils entlang einer Mittellängsachse M (zur besseren Übersichtlichkeit in Figur 3a nur am zweiten Scherenarm 14 veranschaulicht). Das erste Scherengelenk 16 und das zweite Scherengelenk 24 sind jeweils in einem mittleren Abschnitt der Scherenarme 12, 14, 20, 22 angeordnet, jedoch entlang der Mittellängsachse M nicht exakt in der Mitte, wie nachfolgend noch erläutert.
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Der zweite Scherenarm 14 ist an seinem von der ersten Führungsschiene 18 abgewandten Ende über ein erstes Koppelgelenk 30 gelenkig mit dem dritten Scherenarm 20 verbunden. Das erste Koppelgelenk 30 befindet sich an dem Ende des dritten Scherenarms 20, welches von der zweiten Führungsschiene 26 abgewandt ist.
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Der erste Scherenarm 12 ist an seinem von der ersten Führungsschiene 18 abgewandten Ende über ein zweites Koppelgelenk 32 gelenkig mit dem vierten Scherenarm 22 verbunden. Das zweite Koppelgelenk 32 befindet sich an dem Ende des vierten Scherenarms 22, welches von der zweiten Führungsschiene 26 abgewandt ist.
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Infolge der Kopplung der beiden Führungsschienen 18, 26 mittels der Scherenarme 12, 14, 20, 22 sind die Führungsschienen 18, 26 zwischen einer nicht ausgestellten Stellung, in der die Führungsschienen nur geringfügig voneinander beabstandet sind oder aneinander anliegen (vgl. Figur 2b und 4a-4c), und einer ausgestellten Stellung verlagerbar, in der die Führungsschienen 18, 26 zum Ausstellen des Flügels 204 weiter voneinander beabstandet sind als in der nicht ausgestellten Stellung (vgl. Figur 2a und 3a-3c).
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Die Scherenarme 12, 14, 20, 22 sind jeweils an dem Ende, mit welchem sie an einer der Führungsschienen 18, 26 um eine Schwenkachse S jeweils schwenkbar gelagert sind, in Richtung eines Zwischenraums Z zwischen den beiden Führungsschienen 18, 26 gekrümmt ausgebildet. Die Schwenkachse S ist am jeweiligen Scherenarm 12, 14, 20, 22 abseits der Mittellängsachse M dieses jeweiligen Scherenarms angeordnet und in Richtung des Zwischenraums Z zwischen den beiden Führungsschienen 18, 26 versetzt (vgl. bspw. Figur 3a).
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An den Scherenarmen 12, 14, 20, 22 ist der Abstand L1 zwischen der Schwenkachse S und dem Scherengelenk 16, 24 an dem jeweiligen Scherenarm jeweils größer als der Abstand L2 zwischen dem Scherengelenk 16, 24 und dem Koppelgelenk 30, 32 an dem jeweiligen Scherenarm. Mit anderen Worten sind die Scherenarme 12, 14, 20, 22 jeweils asymmetrisch ausgebildet und die Schwenkachse S ist nicht auf der Mittellängsachse M des jeweiligen Scherenarms, sondern versetzt hierzu angeordnet. Im Beispiel ist der Abstand L1 zwischen der Schwenkachse S und dem Scherengelenk 16, 24 an dem jeweiligen Scherenarm um den Faktor 1.11 größer als der Abstand L2 zwischen dem Scherengelenk 16, 24 und dem Koppelgelenk 30, 32 an dem jeweiligen Scherenarm.
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Der erste Scherenarm 12 ist an einem relativ zur Längserstreckungsrichtung R1 der ersten Führungsschiene 18 unverschieblichen Festlager 40 schwenkbar an der ersten Führungsschiene 18 gelagert. Der zweite Scherenarm 14 ist an einem entlang der Längserstreckungsrichtung R1 der ersten Führungsschiene 18 verschieblich geführten Loslager 42 schwenkbar an der ersten Führungsschiene 18 gelagert. Das Loslager 42 lagert den zweiten Scherenarm 14 schwenkbar um die Schwenkachse S und kann entlang der Längserstreckungsrichtung R1 an der ersten Führungsschiene 18 verschoben werden.
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Der vierte Scherenarm 22 ist an einem relativ zur Längserstreckungsrichtung R2 der zweiten Führungsschiene 26 unverschieblichen Festlager 44 schwenkbar an der zweiten Führungsschiene 26 gelagert. Der dritte Scherenarm 20 ist an einem entlang der Längserstreckungsrichtung R2 der zweiten Führungsschiene 26 verschieblich geführten Loslager 46 schwenkbar an der zweiten Führungsschiene 26 gelagert. Das Loslager 46 lagert den dritten Scherenarm 20 schwenkbar um die Schwenkachse S und kann entlang der Längserstreckungsrichtung R2 an der zweiten Führungsschiene 26 verschoben werden.
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Wie bereits angedeutet, sind die Scherenarme 12, 14, 20, 22 an ihrem der Führungsschiene 18, 26 zugewandten Ende jeweils derart ausgebildet und/oder gekrümmt, dass diese in der nicht ausgestellten Stellung die Koppelgelenke 30, 32 jeweils umgreifen und im Beispiel zwischen sich einschließen (vgl. Figur 4a). Im Konkreten nehmen in der nicht ausgestellten Stellung der erste Scherenarm 12 und der vierte Scherenarm 22 (jeweils am durch Festlager 40, 44 gelagerten Ende) das erste Koppelgelenk 30 zwischen sich auf. Der zweite Scherenarm 14 und der dritte Scherenarm 20 nehmen in der nicht ausgestellten Stellung (jeweils am durch Loslager 42, 46 gelagerten Ende) das zweite Koppelgelenk 32 zwischen sich auf.
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Die Scherenarme 12, 14, 20, 22 weisen entlang ihrer Mittellängsachse M jeweils eine konstante Materialstärke bzw. Materialdicke auf (vgl. Figuren 2a, 3b, 3c, 4b und 4c). Weiter sind die Scherenarme 12, 14, 20, 22 im Beispiel jeweils frei von bezogen auf die Mittellängsachse M jeweils seitlichen (den Querschnitt bzw. die Breite der Scherenarme 12, 14, 20, 22 jeweils schwächenden) Ausnehmungen.
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Die Festlager 40, 44 sind verglichen mit den Loslagern 42 46 erhöht bzw. mit einer Höhendifferenz ausgebildet, so dass ein am Festlager 40, 44 schwenkbar gelagerter Scherenarm 12, 22 vom Schienengrund 48, 50 der betreffenden Führungsschiene 18, 26 weiter beabstandet ist als ein am Loslager 42, 46 dieser Führungsschiene 18, 26 schwenkbar gelagerter Scherenarm 14, 20. Die Höhendifferenz kann durch entsprechende Ausgestaltung der Festlager 40, 44 erreicht werden oder durch ein entsprechendes Zwischenstück 49. Das Zwischenstück 49 kann in seiner Dicke (Erstreckung entlang der Schwenkachse S) der Dicke (Materialstärke) der Scherenarme entsprechen. Die Führungsschienen 18, 26 sind im Beispiel jeweils als eine C-Schiene ausgebildet. Wie bereits angedeutet, erstrecken sich die Scherenarme 12, 14, 20, 22 jeweils kröpfungsfrei (ohne Kröpfung) entlang einer Mittellängsebene (nicht eingezeichnet).
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Im Beispiel ist an der ersten Führungsschiene 18 eine Ausstellbegrenzungseinrichtung 60 angeordnet (Anordnung am Schienengrund 48 bzw. in der C-Schiene), die ein Ausstellen begrenzt, indem ein Verfahren des Loslagers 42 entlang der Längserstreckungsrichtung R1 der Führungsschiene 18 zum Festlager 40 hin mittels der Ausstellbegrenzungseinrichtung 60 begrenzbar oder begrenzt ist.
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Die Ausstellbegrenzungseinrichtung 60 weist mehrere beabstandet voneinander angeordnete Vertiefungen 62 auf, in die ein Anschlagelement 64 einbringbar ist, welches einen Verfahrweg des Loslagers 42 zum Festlager 40 dieser Führungsschiene 18 hin begrenzt. Das Anschlagelement 64 und die Vertiefungen bzw. Durchgänge 62 können ausgebildet sein wie oben beschrieben.