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Die Erfindung betrifft eine Bauschutzvorrichtung für mindestens eine an einer Sanitärkeramik, vorzugsweise WC-Keramik, anzuschließende Rohrleitung, vorzugsweise für eine an der Sanitärkeramik anzuschließende Spülrohrleitung und/oder für eine an der Sanitärkeramik anzuschließende Abflussrohrleitung, mit einem der Rohrleitung zugeordneten Abdichtungselement und einer mit dem Abdichtungselement verbundenen Gehäusewand.
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Insbesondere betrifft die Erfindung ein Montagegestell für eine Sanitärkeramik, vorzugsweise WC-Keramik, mit einer an der Sanitärkeramik anzuschließenden Spülrohrleitung, die beispielsweise an einer Ablauföffnung eines Unterputzspülkastens angeschlossen ist, einer an einer Abwasserabflussöffnung der Sanitärkeramik anzuschließenden Abflussrohrleitung und einer Bauschutzvorrichtung der voranstehend genannten Art.
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Es ist bekannt, einen sanitären Unterputzspülkasten für ein WC oder Urinal unter Verwendung eines Montagegestells zu installieren. Das Montagegestell wird hierzu üblicherweise vor einer Wand oder in einer Wandnische angeordnet und fixiert. Das Montagegestell - auch Vorwandelement genannt - weist vertikale Ständer auf, die durch horizontale Traversen miteinander verbunden sind, wobei der Unterputzspülkasten an den Ständern befestigt ist. Nachdem alle benötigten Wasserzufuhr- und - abflussleitungen installiert sind, wird das Montagegestell üblicherweise mit einer oder mehreren Gipskartonplatten beplankt und anschließend mit einem Wandbelag, z. B. Fliesen, versehen. An einer der Traversen des Montagegestells oder gegebenenfalls an mit den Traversen verbundenen vertikalen Trägern werden nach vorne gegenüber dem Wandbelag vorstehende Gewindestangen montiert, auf welche eine Sanitärkeramik, z. B. eine WC-Keramik, aufgesteckt und mittels Muttern an dem fixierten Montagegestell befestigt werden kann.
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Um während der Bauphase ein Eindringen von Baumaterial, insbesondere von Fliesenkleber und Fugenfüllmaterial, oder anderem Fremdmaterial in die Spülrohrleitung sowie die Abflussrohrleitung zu verhindern, werden in den Auslass bzw. Einlass dieser Leitungen üblicherweise Bauschutzstopfen gesteckt, die kurz vor der Installation der Sanitärkeramik aus den Leitungen entfernt und später entsorgt werden.
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Der Auslass der Spülrohrleitung sowie der Einlass der Abflussrohrleitung sind mit innenseitig angeordneten Ringdichtungen versehen, um eine Leckage von der Sanitärkeramik zufließendem Spülwasser bzw. von aus der Sanitärkeramik in die Abflussrohrleitung abfließendem Abwasser zu verhindern. Gleichwohl kann es in der Praxis mitunter zu solchen Leckagen kommen, beispielsweise wenn eine der besagten Ringdichtungen durch Eindringen von Baumaterial beschädigt ist oder bei der Installation der Sanitärkeramik ungewollt beschädigt wird.
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Eine Leckage im Bereich der Ringdichtung zwischen dem Spülrohrbogen und dem Spülrohrstutzen der Sanitärkeramik oder zwischen dem Abgangsbogen und dem Abgangsstutzen der Sanitärkeramik wird häufig nicht oder erst spät erkannt, wenn das Leckagewasser direkt in die Vorwand eindringen kann. Eine solche nicht oder spät erkannte Leckage führt zu hohen Sachschäden.
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Ferner sind Unterputzspülkästen bekannt, die einen Elektroanschluss aufweisen. Der Elektroanschluss ist beispielsweise einem Aktor zum Auslösen eines Ablaufventils, einem Aktor zum Aus- und Einfahren eines Unterduscharms oder zum Auslösen eines Duschwasserventils eines Dusch-WCs oder einer Heizvorrichtung zur Temperierung von Unterduschwasser zugeordnet. Es besteht das Problem, dass ein solcher Elektroanschluss durch zusätzliche bauseitige Maßnahmen revisionierbar ausgeführt sein muss.
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Der Erfindung lag die Aufgabe zugrunde, eine Vorrichtung zu schaffen, die hinsichtlich eines Elektroanschlusses und/oder eines Wasseranschlusses für eine Sanitärkeramik eine vereinfachte Zugänglichkeit im Falle von Revisionsarbeiten, insbesondere von Wartungs- und/oder Instandhaltungsarbeiten bietet.
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Gelöst wird diese Aufgabe durch eine Bauschutzvorrichtung mit den in Anspruch 1 angegebenen Merkmalen. Erfindungsgemäß ist die Gehäusewand der Bauschutzvorrichtung an ihrer Vorder- oder Innenseite mit mindestens einem elektrischen Zubehörteil und/oder mit mindestens einem Wasseranschluss versehen. Vorteilhafte Ausgestaltungen der Erfindung lassen sich den Unteransprüchen entnehmen.
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Durch die erfindungsgemäße Bauschutzvorrichtung bekommen das mindestens eine elektrische Zubehörteil und/oder der mindestens eine Wasseranschluss eine definierte Montageposition, die im Revisionsfall später einfach zugänglich ist.
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Bei dem mindestens einen elektrischen Zubehörteil handelt es sich beispielsweise um einen Stromanschluss und/oder um ein elektrisches Netzteil.
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Eine vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass die Gehäusewand der Bauschutzvorrichtung mindestens eine Halterung zur formschlüssigen und/oder kraftschlüssigen Positionierung des mindestens einen elektrischen Zubehörteils und/oder des Wasseranschlusses aufweist. Mittels einer solchen Halterung lässt sich das elektrische Zubehörteil bzw. der Wasseranschluss komfortabel und positionsgenau an der Bauschutzvorrichtung montieren. Vorzugsweise weist die mindestens eine Halterung dabei mindestens ein Rastelement, beispielsweise eine Rastnase, und/oder mindestens einen Haken oder Bügel auf. Eine derart ausgeführte Halterung ermöglicht eine schnelle und einfache Positionierung und Montage des mindestens einen elektrischen Zubehörteils bzw. eines Wasseranschlusses an der Bauschutzvorrichtung.
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Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Gehäusewand eine Rückwand ist, die mit einer seitlichen Wandung, vorzugsweise einer umlaufenden seitlichen Wandung verbunden ist. Durch die seitliche Wandung, insbesondere wenn diese als umlaufende Wandung ausgeführt ist, werden das elektrische Zubehörteil und/oder der Wasseranschluss vor mechanischen Einflüssen geschützt. Zudem kann die seitliche Wandung, beispielsweise wenn sie im Wesentlichen U-förmig oder als umlaufende Wandung ausgeführt ist, auch dazu dienen, eventuell auftretendes Leckagewasser, das an der an der Sanitärkeramik angeschlossenen Rohrleitung, beispielsweise an der Verbindung von Sanitärkeramik und Abflussrohrleitung austritt, zu der Vorderseite der Raumwand, an welcher die Sanitärkeramik angeordnet ist, zu leiten, so dass Leckagewasser an der Vorderseite der Raumwand austreten kann bzw. sichtbar wird. Somit können eine solche Leckage frühzeitig erkannt und Feuchtigkeitsschäden vermieden oder zumindest minimiert werden. Die erfindungsgemäße Bauschutzvorrichtung kann auch als Sekundärabdichtung bezeichnet werden.
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Die seitliche Wandung ist vorzugsweise einstückig, d. h. einteilig, oder stoffschlüssig mit der Gehäusewand (Rückwand) ausgebildet bzw. verbunden. Die Gehäusewand (Rückwand) kann eine Ebene definieren, von welcher die seitliche Wandung beispielsweise im Wesentlichen rechtwinklig nach vorne absteht. Die Gehäusewand (Rückwand) und die seitliche Wandung begrenzen beispielsweise ein schalen- oder kastenförmiges Gehäuse.
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Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung weist die Gehäusewand der Bauschutzvorrichtung an dem elektrischen Zubehörteil eine Aussparung zur Durchleitung einer Stromleitung und/oder an dem mindestens einen Wasseranschluss eine Aussparung zur Durchleitung einer Wasserleitung auf. Durch die vorgefertigte Aussparung (Durchgangsöffnung) lässt sich das elektrische Zubehörteil schnell und einfach an einer Stromversorgung anschließen. Ebenso lässt sich der Wasseranschluss durch die ihm zugeordnete vorgefertigte Aussparung (Durchgangsöffnung) schnell und einfach an einer Wasserversorgungsleitung anschließen.
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Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Bauschutzvorrichtung ist dadurch gekennzeichnet, dass an der Rückwand ein bogenförmiger Leerrohrabschnitt zur Aufnahme einer Leitung, vorzugsweise einer Wasserleitung und/oder einer Stromleitung angeordnet ist. Der bogenförmige Leerrohrabschnitt kann auch als Einführhilfe für eine Wasserleitung und/oder eine Stromleitung bezeichnet werden. Die erfindungsgemäße Bauschutzvorrichtung erleichtert aufgrund des bogenförmigen Leerrohrabschnitts das Einführen bzw. Anordnen einer der besagten Leitungen, beispielsweise einer Wasserleitung, die an einer Unterdusche eines Dusch-WCs angeschlossen wird. Der bogenförmige Leerrohrabschnitt kann hierzu an der Rückseite der Rückwand einstückig mit der Rückwand ausgebildet oder als separat hergestellter Rohrabschnitt an der Rückseite der Rückwand befestigt, beispielsweise stoffschlüssig und/oder formschlüssig und/oder kraftschlüssig daran angebunden sein.
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Vorzugsweise ist das mindestens eine Abdichtungselement der erfindungsgemäßen Bauschutzvorrichtung ein erstes Abdichtungselement, das der Spülrohrleitung zugeordnet ist, wobei ein zweites Abdichtungselement vorhanden ist, welches der Abflussrohrleitung zugeordnet ist, wobei das erste Abdichtungselement und das zweite Abdichtungselement durch die Gehäusewand miteinander verbunden sind. Diese Ausgestaltung trägt zu einer guten Formstabilität der Bauschutzvorrichtung bei. Zugleich bietet die so ausgeführte Bauschutzvorrichtung bei relativ kompakten Abmessungen ausreichend Platz für eine im Revisionsfalle einfach zugängliche Positionierung des mindestens einen elektrischen Zubehörteils bzw. des mindestens einen Wasseranschlusses. Vorzugsweise sind dabei das mindestens eine elektrische Zubehörteil und/oder der mindestens eine Wasseranschluss zwischen dem ersten Abdichtungselement und dem zweiten Abdichtungselement angeordnet. Somit wird zwischen den beiden Abdichtungselementen vorhandener Platz für die definierte Anordnung des mindestens einen Zubehörteils bzw. des Wasseranschlusses genutzt. Die erfindungsgemäße Bauschutzvorrichtung kann dadurch mit relativ kompakten Abmessungen realisiert werden.
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Das mindestens eine Abdichtungselement, die Gehäusewand (Rückwand) und/oder die seitliche Wandung sind vorzugsweise aus Kunststoff hergestellt.
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Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung ist dadurch gekennzeichnet, dass das jeweilige Abdichtungselement der Bauschutzvorrichtung in Form eines axial offenen Rohrstutzens ausgebildet ist. Hierdurch lässt sich die Bauschutzvorrichtung mit der bzw. den an der Sanitärkeramik anzuschließenden Rohrleitungen auf einfache Weise formschlüssig verbinden. Insbesondere wird hierdurch in konstruktiv günstiger Weise die Möglichkeit geschaffen, die Bauschutzvorrichtung dauerhaft an der oder den abzudichtenden Rohrleitungen zu belassen, so dass eine Entsorgung der Bauschutzvorrichtung, wie es bei herkömmlichen als Bauschutz verwendeten Kunststoffstopfen nach der Bauphase üblich ist, wegfällt.
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Nach einer weiteren Ausgestaltung weist die erfindungsmäße Bauschutzvorrichtung mindestens eine entfernbare oder abtrennbare Schutzabdeckung auf, die das Abdichtungselement abdeckt und zumindest teilweise vor der Vorderseite der Gehäusewand bzw. Rückwand angeordnet ist. Durch die Schutzabdeckung kann sichergestellt werden, dass dann, wenn das der Rohrleitung zugeordnete Abdichtungselement in Form eines axial offenen Rohrstutzens ausgebildet ist, während der Bauphase kein Baumaterial wie z. B. Fliesenkleber oder Verputzmörtel in die Rohrleitung gelangt. Die Schutzabdeckung ist vorzugsweise stoffschlüssig und/oder formschlüssig mit der Wandung der Bauschutzvorrichtung verbunden. Beispielsweise kann die Schutzabdeckung als Folie oder dünne Platte ausgeführt sein, die beispielsweise mit der Vorderkante der vorzugsweise umlaufenden Wandung verklebt oder verschweißt ist. Alternativ kann die Schutzabdeckung in Form eines separat hergestellten Deckels ausgeführt sein, der die Wandung form- und reibschlüssig umgreift oder in den durch die Wandung begrenzten Hohlraum form- und reibschlüssig eingreift. Hierdurch lässt sich jeweils kostengünstig eine zuverlässige Verbindung zwischen der Wandung und der Schutzabdeckung realisieren. Die Wandung entspricht einer Revisionsschachtwandung bzw. kann auch als solche bezeichnet werden.
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Wie oben bereits erwähnt, kann die erfindungsgemäße Bauschutzvorrichtung auch als Sekundärabdichtung bezeichnet werden. Sie verbleibt nach Entfernen bzw. Abtrennen der optionalen Schutzabdeckung, also ohne die Schutzabdeckung, und nach Anschluss der Sanitärkeramik an der Spülleitung und der Abflussrohrleitung an diesen Leitungen und dient somit als Sekundärabdichtung.
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Nach einer weiteren Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Bauschutzvorrichtung ist die Schutzabdeckung an einer vorderen Kante der Wandung, vorzugsweise an der Vorderseite der umlaufenden Wandung positioniert. Beispielsweise definiert die Schutzabdeckung die Vorderseite der erfindungsgemäßen Bauschutzvorrichtung oder schließt im Wesentlichen flächenbündig mit der vorderseitigen Kante der umlaufenden Wandung ab. Diese Ausgestaltung ist günstig für eine leicht ausführbare Anbindung der Schutzabdeckung an der umlaufenden Wandung. Ebenso ist diese Ausgestaltung günstig für das Entfernen oder Abtrennen der Schutzabdeckung von der Wandung.
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Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der erfindungsgemäßen Bauschutzvorrichtung ist dadurch gekennzeichnet, dass die Wandung (Revisionsschachtwandung) auf ihrer Außenseite eine Vielzahl von zueinander parallelen, vorzugsweise im Wesentlichen vollumfänglich umlaufenden Rillen aufweist. Hierdurch kann die Wandung bei Bedarf in einer Schnittebene komfortabel gekürzt werden, um die Tiefe bzw. axiale, sich im Wesentlichen horizontal erstreckende Länge der Wandung flächenbündig an die Außenseite (Vorderseite) eines vor dem Unterputzspülkasten und der Beplankung angeordneten Wandbelages anpassen zu können. Die jeweilige Rille kann dabei als Führung für ein Schneidwerkzeug, beispielsweise ein Messer genutzt werden. Vorzugsweise weist die Wandung zwischen den Rillen eine deutliche geringere Wanddicke als an der jeweiligen Rille auf, so dass die zum Kürzen der Wandung aufzubringende Schneidkraft relativ gering ist.
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Nach einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung steht das Abdichtungselement mit einem kragenförmigen Abschnitt gegenüber der Gehäusewand zu der Schutzabdeckung hin vor. Diese Ausgestaltung verbessert die Abdichtwirkung der Bauschutzvorrichtung, da an besagtem Leitungsbereich austretendes Leckagewasser durch den kragenförmigen Abschnitt sicherer zu der Vorderseite der Raumwand, an welcher die Sanitärkeramik angeordnet ist, geleitet wird.
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Eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung der Erfindung sieht vor, dass das jeweilige Abdichtungselement mit Abstand zu der Schutzabdeckung hin endet. Vorzugsweise ist der Abstand zu der Schutzabdeckung so bemessen, dass das in Form eines offenen Rohrstutzens ausgebildete Abdichtungselement beim Kürzen der seitlichen Wandung (Revisionsschachtwandung) für deren flächenbündige Anpassung an die Vorderseite eines vor einem Unterputzspülkasten und der Beplankung angeordneten Wandbelages selbst nicht gekürzt werden muss. Hierdurch wird der Schneidaufwand minimiert und Material gespart.
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Eine optimierte Abdichtwirkung der erfindungsgemäßen Bauschutzvorrichtung lässt sich erzielen, indem nach einer weiteren Ausgestaltung das Abdichtungselement eine radial nach innen vorstehende Dichtung, vorzugsweise eine Ringdichtung, aufweist. Durch diese Dichtung wird ein Ringspalt zwischen dem ersten oder zweiten Abdichtungselement und der zugeordneten Spülrohrleitung bzw. Abflussrohrleitung abgedichtet, so dass dort eventuell austretendes Leckagewasser nicht in, sondern im Wesentlichen nur vor die Vorwand (Raumwand) fließen kann. Diese Dichtung kann an dem ersten bzw. zweiten Abdichtungselement jeweils integral ausgebildet oder jeweils als separat hergestellte Dichtung, beispielsweise als Ringdichtung aus Elastomer ausgeführt sein.
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Gelöst wird die der Erfindung zugrunde liegende, oben angegebene Aufgabe des Weiteren durch ein Montagegestell für eine Sanitärkeramik, insbesondere WC-Keramik, das mit einer an der Sanitärkeramik anzuschließenden Spülrohrleitung, einer an einer Abwasserabflussöffnung der Sanitärkeramik anzuschließenden Abflussrohrleitung und einer erfindungsgemäßen Bauschutzvorrichtung ausgerüstet ist, wobei die Bauschutzvorrichtung vorzugsweise entsprechend einer der oben angegebenen Ausgestaltungen ausgeführt sein kann, und wobei die Spülrohrleitung vorzugsweise an einer Ablauföffnung eines Unterputzspülkasten angeschlossen ist.
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Hinsichtlich einer zuverlässigen Ableitung von im Bereich der Abdichtung zwischen Spülrohrleitung und Spülrohranschluss der Sanitärkeramik austretendem Leckagewasser in Richtung der Außenseite einer das Montagegestell aufweisenden Vorwand ist es günstig, wenn nach einer bevorzugten Ausführung des Montagegestells das erste, in Form eines offenen Rohrstutzens ausgebildete Abdichtungselement die Spülrohrleitung an deren Außenumfang um eine Länge von mindestens 15 mm, vorzugsweise mindestens 20 mm axial überlappt.
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Dementsprechend sieht eine weitere vorteilhafte Ausgestaltung des Montagegestells das zweite, in Form eines offenen Rohrstutzens ausgebildete Abdichtungselement die Abflussrohrleitung an deren Außenumfang um eine Länge von mindestens 15 mm, vorzugsweise mindestens 20 mm axial überlappt. Hierdurch lässt sich Leckagewasser, welches unter Umständen im Bereich der Abdichtung zwischen Abflussrohrleitung und Abflussrohranschluss der Sanitärkeramik austritt, zuverlässig in Richtung der Außenseite einer das Montagegestell aufweisenden Vorwand leiten.
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Nachfolgend wird die Erfindung anhand einer ein Ausführungsbeispiel darstellenden Zeichnung näher erläutert. Es zeigen:
- Fig. 1
- einen Abschnitt eines Montagegestells für eine Sanitärkeramik, vorzugsweise WC-Keramik, mit einer erfindungsgemäßen Bauschutzvorrichtung, die eine entfernbare oder abtrennbare Schutzabdeckung aufweist, in einer perspektivischen Darstellung;
- Fig. 2
- den Abschnitt des Montagegestells mit der erfindungsgemäßen Bauschutzvorrichtung aus Fig. 1 ohne Schutzabdeckung, in entsprechender perspektivischer Darstellung; und
- Fig. 3
- einen Abschnitt des Montagegestells mit der erfindungsgemäßen Bauschutzvorrichtung ohne Schutzabdeckung, in einer Vorderansicht.
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In der Zeichnung ist ein Abschnitt eines Montagegestells für eine Sanitärkeramik, vorzugsweise eine WC-Keramik, gezeigt. Das Montagegestell ist aus vertikalen Ständern 1, 2 und diese miteinander verbindenden horizontalen Traversen 3, 4 zusammengesetzt. Die Ständer 1, 2 und Traversen 3, 4 sind aus Metallprofilen, insbesondere Hohlprofilen gefertigt und mittels Schweiß- bzw. Schraubverbindungen miteinander verbunden.
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Beispielsweise sind die untere Traverse 4 und eine dazu vertikal beabstandete, mittlere Traverse 3 an ihren Enden mit vertikal verlaufenden Metallprofilen 1.1, 2.1, vorzugsweise Winkel- oder L-Profilen verschweißt. Die aus den beiden Traversen 3, 4 und den damit verbundenen Metallprofilen 1.1, 2.1 gebildete Einheit ist entlang der Ständer 1, 2 vertikal verschiebbar, wobei die Metallprofile 1.1, 1.2 Durchgangslöcher zur Aufnahme von Schrauben 5 aufweisen, die über vertikale Schlitze der hohlen Ständer in diese hineingeführt und mit Gegenstücken (nicht gezeigt), die eine entsprechende Gewindebohrung aufweisen und in den Ständern 1, 2 vertikal verschiebbar angeordnet sind, verschraubt sind.
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Im oberen Bereich des Montagegestells ist ein Unterputzspülkasten (nicht gezeigt) angeordnet, der an den Ständern 1, 2 befestigt ist. An einer Bodenöffnung des Spülkastens ist eine an einer Sanitärkeramik anzuschließende Spülrohrleitung 6 angeschlossen.
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Die mittlere Traverse 3 des Montagegestells weist Befestigungslöcher auf, an denen Gewindehülsen 7 montiert sind, die der Befestigung von Gewindestangen (nicht gezeigt) dienen. Auf die in die Gewindehülsen 7 eingeschraubten Gewindestangen wird die Sanitärkeramik, z. B. eine WC-Keramik, in an sich bekannter Weise aufgesteckt und mittels Muttern an dem an einer Wand fixierten Montagegestell befestigt. Des Weiteren ist an der Traverse 3 ein Spülrohrbogen der Spülrohrleitung 6 gehalten. Vorzugsweise weist die Traverse 3 eine im Wesentlichen mittig angeordnete Durchgangsöffnung auf, in welcher ein Anschlussende 6.1 des Spülrohrbogens angeordnet ist. Das Anschlussende 6.1 weist innenseitig einen Ringwulst auf, in den ein Dichtungsring (O-Ring) 8 aus Elastomer eingesetzt ist. Die Sanitärkeramik weist einen dem Spülrohrbogen der Spülrohrleitung 6 zugeordneten Rohrstutzen auf, der in das Anschlussende 6.1 eingesteckt wird. Vorzugsweise steht das Anschlussende 6.1 der Spülrohrleitung 6 gegenüber der Vorderseite der Traverse 3 nach vorne vor.
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An der unteren Traverse 4 ist ein Abflussrohrbogen 9 - auch Abgangsbogen genannt - einer Abflussrohrleitung gehalten. Hierzu ist an der Traverse 4 ein Halter 10 montiert, der ein im Wesentlichen U-förmiges Aufnahmeteil 10.1 aufweist, in welches das Anschlussende 9.1 des Abflussrohrbogens 9 formschlüssig eingesetzt werden kann. Des Weiteren umfasst der Halter 10 eine bügelförmige Klammer 10.2, die lösbar mit dem Aufnahmeteil 10.1 verbindbar ist. Die Klammer 10.2 hat zwei federelastische Schenkel 10.21, 10.22, die durch einen Mittelabschnitt miteinander verbunden sind. Die Schenkel 10.21, 10.22 weisen an ihren Enden innenseitig angeordnete Rastelemente, beispielsweise Haken oder Rastnasen auf, denen an dem Aufnahmeteil 10.1 außenseitig ausgebildete Vorsprünge oder hinterschnittene Absätze zugeordnet sind. Der Mittelabschnitt der Klammer 10.2 hat vorzugsweise einen bogenförmigen Abschnitt, der im montierten Zustand des Abflussrohrbogens 9 formschlüssig an der Oberseite des Rohrbogenumfangs anliegt.
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Auch das Anschlussende 9.1 des Abflussrohrbogens 9 hat innenseitig einen Ringwulst, in den ein Dichtungsring (O-Ring) 12 aus Elastomer eingesetzt ist. Die Sanitärkeramik weist einen dem Abflussrohrbogen 9 zugeordneten Rohrstutzen auf, der in das Anschlussende 9.1 eingesteckt wird. Vorzugsweise steht das Anschlussende 9.1 des Abflussrohrbogens gegenüber der Vorderseite der unteren Traverse 4 sowie gegenüber der Vorderseite der mittleren Traverse 3 nach vorne vor.
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Das Anschlussende 6.1 des Spülrohrbogens sowie das Anschlussende 9.1 des Abflussrohrbogens 9 sind mit einer Bauschutzvorrichtung 14 versehen. Die Bauschutzvorrichtung 14 dient insbesondere dazu, während der Bauphase ein Eindringen von Baumaterial, z. B. von Fliesenkleber, Fugenfüllmaterial und/oder Innenputz, in die Spülrohrleitung 6 sowie den Abflussrohrbogen 9 zu verhindern. Hierzu hat die Bauschutzvorrichtung 14 ein erstes, der Spülrohrleitung 6 zugeordnetes Abdichtungselement 14.1 und ein zweites, dem Abflussrohrbogen 9 zugeordnetes Abdichtungselement 14.2. Die beiden Abdichtungselemente 14.1, 14.2 sind über eine Rückwand 14.3 miteinander verbunden. Vorzugsweise sind die Abdichtungselemente 14.1, 14.2 einstückig, d. h. einteilig mit der Rückwand 14.3 ausgebildet. Des Weiteren weist die Bauschutzvorrichtung 14 eine Wandung 14.4 auf, die mit der Rückwand 14.3 verbunden ist. Die Wandung 14.4 ist vorzugsweise als eine im Wesentlichen umlaufende Wandung ausgeführt. Es liegt allerdings auch im Rahmen der Erfindung, dass die Wandung 14.4 eine oder mehrere Aussparungen aufweist. Die Rückwand 14.3 definiert eine Ebene, von welcher die Wandung 14.4 im Wesentlichen rechtwinklig nach vorne absteht. Die Rückwand 14.3 und die Wandung 14.4 begrenzen ein schalen- oder kastenförmiges Gehäuse. Ferner hat die Bauschutzvorrichtung 14 eine entfernbare oder abtrennbare Schutzabdeckung 14.5, welche die Abdichtungselemente 14.1, 14.2 abdeckt und vor der Vorderseite der Rückwand 14.3 angeordnet ist. Die Schutzabdeckung 14.5 ist vorzugsweise aus einer Kunststofffolie oder einer wasserfesten Platte, insbesondere einer dünnen Kunststoffplatte gefertigt. Sie ist form- und/oder stoffschlüssig mit der Wandung 14.4, vorzugsweise mit deren Vorderkante 14.41 verbunden und kann beispielsweise mittels eines Messers von der Wandung 14.4 abgetrennt werden. Die Schutzabdeckung 14.5 kann auch als Schutzdeckel bezeichnet werden.
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Die Tiefe des Gehäuses bzw. der Wandung 14.4, d. h. der Abstand der Vorderkante 14.41 der Wandung zu der Vorderseite der Rückwand 14.3 liegt beispielsweise im Bereich von 40 mm bis 100 mm. An ihrer Außenseite weist die Wandung 14.4 eine Vielzahl von zueinander parallelen, im Wesentlichen gänzlich umlaufenden Rillen 14.42 auf. Die Rillen 14.42 können als Führung für ein Messer oder ein anderes Schneidwerkzeug genutzt werden, wenn die Wandung 14.4 in einer vertikalen Schnittebene an die Außenseite (Vorderseite) eines vor dem Unterputzspülkasten und einer Beplankung angeordneten Wandbelages flächenbündig angepasst werden soll.
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Die Abdichtungselemente 14.1, 14.2 sind in Form von axial offenen Rohrstutzen ausgebildet. Sie sind dergestalt ausgeführt, dass sie im montierten Zustand der Bauschutzvorrichtung 14 das Anschlussende 6.1 des Spülrohrbogens der Spülrohrleitung 6 sowie das Anschlussende 9.1 des Abflussrohrbogens 9 außenseitig überlappend umschließen. Beispielsweise sind die offenen Rohrstutzen axial so dimensioniert, dass das jeweilige Abdichtungselement 14.1, 14.2 das zugeordnete Anschlussende 6.1, 9.1 der Rohrleitungen an deren Außenumfang um eine Länge von mindestens 15 mm, vorzugsweise mindestens 20 mm axial überlappt.
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Durch die außenseitige axiale Überlappung der Anschlussenden 6.1, 9.1 der Rohrleitungen (6, 9) durch die in Form von offenen Rohrstutzen ausgebildeten Abdichtungselemente 14.1, 14.2 in Verbindung mit der Schalen- oder Kastenform der Bauschutzvorrichtung 14 wird Leckagewasser, das eventuell im Bereich des Dichtungsrings 8 zwischen Spülrohrleitung 6 und Spülrohranschlussstutzen der Sanitärkeramik oder im Bereich des Dichtungsrings 12 zwischen Abflussrohrbogen 9 und Abflussstutzen der Sanitärkeramik austritt, in Richtung der äußeren Wandanschlussfläche der Sanitärkeramik geleitet. Somit kann eine eventuell auftretende Leckage frühzeitig erkannt und ein durch die Leckage verursachter Schaden minimiert oder idealerweise vermieden werden.
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Wie in der Zeichnung zu erkennen ist, stehen die Abdichtungselemente 14.1, 14.2 jeweils mit einem kragenförmigen Abschnitt 14.11, 14.21 gegenüber der Rückwand 14.3 in Richtung der Vorderkante 14.41 der Wandung bzw. zu der Schutzabdeckung 14.5 hin vor. Die kragenförmigen Abschnitte 14.11, 14.21 sind dabei so bemessen, dass die Abdichtungselemente 14.1, 14.2 mit Abstand zu der Schutzabdeckung 14.5 bzw. der Vorderkante 14.41 der Wandung hin enden.
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Die in Form von offenen Rohrstutzen ausgebildeten Abdichtungselemente 14.1, 14.2 können die Anschlussenden 6.1, 9.1 der Spülrohrleitung 6 und des Abflussrohrbogens 9 mit geringem radialem Spiel axial überlappen. Zudem können die Abdichtungselemente 14.1, 14.2 optional auch radial nach innen vorstehende Dichtungen (nicht gezeigt), vorzugsweise Ringdichtungen, aufweisen, die im montierten Zustand der Bauschutzvorrichtung 14 dichtend an den Außenseiten der Spülrohrleitung 6 und des Abflussrohrbogens 9 anliegen.
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Des Weiteren weist die Rückwand 14.3 der Bauschutzvorrichtung 14 Halterungen 16, 17, 18 zur formschlüssigen und/oder kraftschlüssigen Positionierung von Zubehörteilen, insbesondere elektrischen Zubehörteilen auf.
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In dem gezeigten Ausführungsbeispiel sind solche Halterungen 16, 17, 18 für eine formschlüssige und/oder kraftschlüssige Positionierung eines Wasseranschlusses 19 für ein Dusch-WC, eines Stromanschlusses 20 und eines elektrischen Netzteils 21 vorgesehen. Die Halterungen 16, 17, 18 sind zwischen dem oberen und dem unteren Abdichtungselement 14.1, 14.2 angeordnet und weisen Rastelemente, beispielsweise Rastnasen auf.
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Das Netzteil 21 ist beispielsweise in einer Halterung 18 in Form einer nischenförmigen Vertiefung der Rückwand 14.3 formschlüssig eingesetzt. Die nischenförmige Vertiefung 18 ist dabei durch eine nach hinten vorstehende Wandung begrenzt. An der Innenseite gegenüberliegender Seitenabschnitte der vorzugsweise U-förmigen Wandung sind Vorsprünge 18.1 ausgebildet, welche die vertikale Lage des Netzteils 21 in der Halterung 18 festlegen. Die horizontale Lage des Netzteils 21 wird durch ein hinteres Anschlagelement 18.2 und einen vorderen Rastvorsprung 18.3 festgelegt. Zwischen der Oberseite des in die Halterung 18 eingesetzten Netzteils 21 und der oberen Kante der Halterung 18 ist ein Spalt 22 vorgesehen, der beispielsweise zur Durchleitung einer Stromleitung und/oder für Kühlzwecke vorgesehen ist.
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Ferner weist die Rückwand 14.3 an den Halterungen 16, 17 jeweils eine Aussparung zur Durchleitung einer Wasserleitung bzw. einer Stromleitung auf. Vorzugsweise ist an der Rückwand 14.3 mindestens ein bogenförmiger Leerrohrabschnitt 14.6 zur Aufnahme einer Versorgungsleitung, insbesondere einer Wasserleitung oder Stromleitung angeordnet. Der an der Rückseite der Rückwand 14.3 angeordnete bogenförmige Leerrohrabschnitt 14.6 erleichtert das Einführen einer Wasserleitung, die von dem Spülkasten zu dem Wasseranschluss für ein Dusch-WC geführt wird.
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Die Ausführung der Erfindung ist nicht auf das in der Zeichnung dargestellte Ausführungsbeispiel beschränkt. Vielmehr sind zahlreiche Varianten denkbar, die auch bei einer von dem gezeigten Beispiel abweichenden Gestaltung von der in den beiliegenden Ansprüchen angegebenen Erfindung Gebrauch machen.