EP4731041A1 - Fuehrungsvorrichtung sowie moebel oder kuechengeraet mit zwei gegenueberliegenden fuehrungsvorrichtungen - Google Patents
Fuehrungsvorrichtung sowie moebel oder kuechengeraet mit zwei gegenueberliegenden fuehrungsvorrichtungenInfo
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Abstract
Es wird eine Führungsvorrichtung (2, 3, 43, 45) zur verschieblichen Führung eines Schubelements (6) und zur Anordnung an einer Seitenwand (9, 10) im Inneren eines Möbels oder eines Küchengeräts, wobei die Führungsvorrichtung (2, 3, 43, 45) eine der Seitenwand zuordenbare Festschiene und eine mit dem Schubelement koppelbare Ausziehschiene umfasst, welche relativ zur Festschiene verschieblich ist, wobei zwischen Festschiene und Ausziehschiene Laufrollen (23, 24, 34, 35) für eine verschiebliche Führung der Schienen zueinander vorgesehen sind. Des Weiteren weisen sowohl die Festschiene als auch die Ausziehschiene einen Grundabschnitt (15, 18, 27, 36) auf, an den sich auf eine gleiche Seite jeweils an gegenüberliegenden Enden des Grundabschnitts in einem Querschnitt senkrecht zu einer Längserstreckung der Schienen betrachtet seitlich abstehende vom Grundabschnitt (15, 18, 27, 36) sich weg erstreckende Seitenabschnitte (16, 17, 19, 20, 30, 31, 33, 41) anschließen.
Description
Internationale Patentanmeldung Anmelderin: Grass GmbH Unser Zeichen: G 9680-PC - 1 – "Führungsvorrichtung sowie Möbel oder Küchengerät mit zwei gegenüberliegenden Führungsvorrichtungen " Stand der Technik Es sind bereits Vorrichtungen zum Bewegen eines beweglichen Möbelteils insbesondere für Küchengeräte, wie Backöfen oder eines Mikrowellenofens in vielfältiger Form bekannt. Aus dem deutschen Gebrauchsmuster 202022 100 393 U1 ist ein Mikrowellen-Gargerät bekannt, dass eine Schienenauszugvorrichtung aufweist mit einer ersten oder inneren Schiene und einer relativ zu der ersten bzw. inneren Schiene entlang einer Längsachse verschiebbaren zweiten oder äußeren Schiene, welche aus einem elektrisch leitenden Material ausgebildet sind. Es geht darum ein Inneres der Schienenauszugsvorrichtung vom Mikrowellenstrahlung, insbesondere aus Richtung einer Mikrowellenquelle, abzuschirmen. Aufgaben und Vorteile der Erfindung Aufgabe der Erfindung ist es, eine alternative Führungsvorrichtung zur verschieblichen Führung eines Schubelements bereitzustellen, das insbesondere in einem Mikrowellen-Gargerät bzw. Mikrowellen-Backofen zum Einsatz kommt. Die Aufgabe wird durch die Merkmale der unabhängigen Ansprüche gelöst.
Internationale Patentanmeldung Anmelderin: Grass GmbH Unser Zeichen: G 9680-PC - 2 – Vorteilhafte und zweckmäßige Ausführungsformen, Varianten und Weiterbildung der Erfindung sind in den abhängigen Ansprüchen ausgeführt. Die Erfindung geht aus von einer Führungsvorrichtung zur verschieblichen Führung eines Schubelements und zur Anordnung an einer Seitenwand im Inneren eines Möbels oder eines Küchengeräts, zum Beispiel eines Mikrowellen-Gargeräts oder Mikrowellen- Backofens, insbesondere eines pyrolysefähigen Mikrowellen- Backofens oder zum Beispiel eines herkömmlichen Backofens, wobei die Führungsvorrichtung eine der Seitenwand zuordenbare Festschiene und eine mit dem Schubelement koppelbare Ausziehschiene umfasst, welche relativ zur Festschiene verschieblich ist, wobei zwischen Festschiene und Ausziehschiene Laufrollen für eine verschiebliche Führung der Schienen zueinander vorgesehen sind. Der Kern der Erfindung liegt nun darin, dass sowohl die feststehende Schiene als auch die Ausziehschiene einen Grundabschnitt aufweisen, an den sich auf eine gleiche Seite jeweils an gegenüberliegenden Enden des Grundabschnitts in einem Querschnitt senkrecht zu einer Längserstreckung der Schienen betrachtet seitlich abstehende vom Grundabschnitt sich wegerstreckende Seitenabschnitte anschließen und damit die Festschiene und die Ausziehschiene ausbilden, wobei auf einer Innenseite der Seitenabschnitte der Schienen die Laufrollen entlang einer Längserstreckung der Seitenabschnitte zu verschieblichen Führung abrollen, wobei die Schienen derart mit dazwischenliegenden Laufrollen ineinander geschachtelt sind, dass ein Seitenabschnitt einer Schiene einen Seitenabschnitt der anderen Schiene quer zu einer Längserstreckung der Schienen überlappt und wobei jeweils eine Schiene einen außenliegenden und einen innenliegenden Seitenabschnitt aufweist. Durch diese Art der Verschachtelung von z.B. Festschiene und Ausziehschiene
Internationale Patentanmeldung Anmelderin: Grass GmbH Unser Zeichen: G 9680-PC - 3 – lässt sich ein Inneres der Führungsvorrichtung, zum Beispiel Führungsrollen oder einen anderen enthaltenen Ausziehmechanismus vor Mikrowellenstrahlung von einer außenliegenden Mikrowellenquelle abschirmen. Außerdem wird vorteilhafter Weise durch die Art der Verschachtelung im Querschnitt der Schienen betrachtet in Einbaulage in einer Höhenerstreckung gesehen ein insbesondere kompakter Aufbau geschaffen, der dennoch vergleichsweise große zuverlässige Laufrollen zwischen den ineinander geschachtelten Schienen zulässt. Die Schienen weisen vorzugsweise jeweils ein C-Profil im Querschnitt betrachtet auf. Es ist allerdings auch eine andere Form denkbar, insbesondere zum Beispiel jeweils ein U-Profil, sodass zum Beispiel Festschiene und Ausziehschiene als U-Profil entsprechend erfindungsgemäß ineinander geschachtelt sind. Außerdem sind die Schienen in ihrer Erstreckung von einem Seitenabschnitt zum gegenüberliegenden Seitenabschnitt vorzugsweise identisch ausgestaltet, genauso zum Beispiel im Hinblick auf eine Erstreckung senkrecht dazu vom Grundabschnitt bis zur jeweiligen Längsendkante der Seitenabschnitte, die vorzugsweise für eine Schiene sich identisch seitlich am Grundabschnitt wegerstrecken. Der Grundabschnitt ist beispielsweise eben ausgestaltet. Vorteilhafterweise ist in einer vorgesehenen Einbaulage der Führungsvorrichtung der jeweilige Grundabschnitt vertikal ausgerichtet. Zum Beispiel liegen die Grundabschnitte der Schienen im montierten Zustand gegenüber und sind zum Beispiel beide vertikal ausgerichtet, insbesondere parallel und insbesondere sind in Einbaulage die Grundabschnitte exakt senkrecht. In einer besonders vorteilhaften Ausgestaltung der Erfindung sind am Grundabschnitt der Schienen jeweils zwei Laufrollen jeweils über eine Rollenachse angeordnet.
Internationale Patentanmeldung Anmelderin: Grass GmbH Unser Zeichen: G 9680-PC - 4 – Die Rollenachsen sind vorzugsweise mit einer Gleitbeschichtung und/oder mit einer Gleitlackbeschichtung versehen. Die Rollenachsen erstrecken sich vorzugsweise senkrecht zum jeweiligen Grundabschnitt, der insbesondere eben ist. Die Rollenachsen sind zum Beispiel am Grundabschnitt fest fixiert, zum Beispiel eingepresst, eingenietet oder eingeschweißt. In einer weiteren vorteilhaften Ausgestaltung der Efindung sind die Rollenachsen der Laufrollen an einer Schiene in Längsrichtung der Schiene betrachtet, versetzt. Die Rollenachsen der Laufrollen an einer Schiene weisen dementsprechend zu einer Längsachse der Schiene unterschiedliche senkrechte Abstände auf. Oder anders ausgedrückt, wenn man in Längsrichtung schaut, sind die Rollenachsen und damit die Rollen vorzugsweise nicht auf einer Linie, sondern in der Höhe versetzt. Damit wird es möglich, dass die Laufrollen, die zum Beispiel einen kleineren Durchmesser aufweisen als der weiteste senkrechte Abstand der Seitenabschnitte zueinander, dennoch an den Seitenabschnitten auf deren Innenseite anliegen, und zwar eine Laufrolle an einem Seitenabschnitt einer Schiene und die andere Rolle am gegenüberliegenden Abschnitt der gleichen Schiene. Auf diese Weise wird die Schiene mit den im Inneren ablaufenden Laufrollen, die an der anderen Schiene montiert sind, an den Seitenabschnitten über die Laufrollen insbesondere straff zur anderen Schiene geführt.
Internationale Patentanmeldung Anmelderin: Grass GmbH Unser Zeichen: G 9680-PC - 5 – Diese insbesondere zum Beispiel straff geführte Schiene weist ebenfalls entsprechende Laufrollen auf, die auf den Seitenabschnitten der anderen Schiene in gleicher Weise anliegen und abrollen durch eine insbesondere vergleichbare Positionierung der Laufrollen mit unterschiedlichen senkrechten Abständen zur Längsachse der Schiene. Im Weiteren bevorzugt ist es, dass das Material der Laufrollen zum Beispiel Sinterbronze und/oder Graphit umfasst. Durch diese Materialauswahl lässt sich eine Selbstschmierung der Laufrollen und damit ein weiches geräuscharmes Abrollen erreichen. In einer überdies bevorzugten Ausgestaltung der Erfindung sind die Rollenachsen der Laufrollen der Festschiene in Längsrichtung der Schiene betrachtet, senkrecht versetzt zu den Rollenachsen der Laufrollen der Ausziehschiene. Senkrecht zur Längsrichtung der Schienen sind zum Beispiel die Rollenachsen der Laufrollen der Festschiene am Grundabschnitt zu einem oberen Abschnitt hin versetzt, wobei die Rollenachsen der Ausziehschiene am Grundabschnitt zu einem unteren Abschnitt senkrecht zur Längsrichtung hin versetzt sind. Außerdem bevorzugt ist es, wenn die Laufrollen einer Schiene über einen Ausschnitt in einem Seitenabschnitt über die Außenkontur der Schiene, die von dem Seitenabschnitt definiert wird, übersteht. Durch diese Maßnahme wird es möglich, dass eine Laufrolle der Schiene, an welcher die Laufrolle befestigt ist, einen
Internationale Patentanmeldung Anmelderin: Grass GmbH Unser Zeichen: G 9680-PC - 6 – Seitenabschnitt der anderen Schiene, welcher einen Seitenabschnitt der Schiene, an welcher die Laufrolle befestigt ist, außen überlappt, für ein Abrollen darauf erreicht. In Einbaulage betrachtet, ist vorzugsweise ein Ausschnitt in einem innenliegenden oberen Seitenabschnitt einer Schiene vorgesehen, wobei ein zweiter Ausschnitt mit den überstehenden Laufrollen der anderen Schiene am innenliegenden unteren Seitenabschnitt der anderen Schiene ausgestaltet ist. Damit können die erfindungsgemäß ineinander liegenden Schienen mit überlappenden Seitenabschnitten mit den darauf abrollenden Laufrollen definiert über alle Auszugspositionen geführt werden, bis in einer vollständigen Auszugsstellung der Ausziehschiene in Bezug auf die Festschiene die Laufrollen der einen Schiene maximal an die Laufrollen der anderen Schiene heranrücken. Die Laufrollen der einen Schiene sind dabei vorzugsweise straff in den Seitenabschnitten der anderen Schiene mit insbesondere vorhandener Vorspannung zum Abrollen geführt und umgekehrt gilt das bevorzugt für die andere Schiene. Darüber hinaus vorteilhaft ist es, wenn die Laufrollen einer Schiene im Endbereich der jeweiligen Schiene angeordnet sind. Vorzugsweise sind die Laufrollen einer Schiene, zum Beispiel der Festschiene und die Laufrollen der Ausziehschiene jeweils im Endbereich der Schienen angeordnet. Auf diese Weise lässt sich ein maximaler Auszug der Ausziehschiene erreichen. Dieser Zustand wird z.B. dann erreicht, wenn die Rollen der einen Schiene an die Rollen der anderen Schiene, die alle jeweils im Endbereich angeordnet sind, heranrücken.
Internationale Patentanmeldung Anmelderin: Grass GmbH Unser Zeichen: G 9680-PC - 7 – Im weiteren vorteilhaft ist es, dass die Laufrollen einer Schiene in Bezug auf eine Längsmittelachse der Schiene außermittig angeordnet sind. Die Außermittigkeit ist insbesondere darauf abgestimmt, in Abhängigkeit vom Durchmesser der Laufrollen, dass jeweils eine Laufrolle auf einem Seitenabschnitt der anderen Schiene abrollen kann, und zwar so, dass eine Laufrollen auf einem Seitenabschnitt und die andere Laufrolle auf dem anderen Seitenabschnitt abrollt. Außerdem bevorzugt ist es, wenn die Seitenabschnitte rinnenförmig ausgebildet sind. Ein in Längsrichtung der Schiene sich erstreckender rinnenförmiger Seitenabschnitt ermöglicht zum Beispiel eine sichere Führung der Laufrollen, insbesondere gegenüber einem seitlichen Versatz, insbesondere senkrecht zur Längserstreckung der Schienen und/oder senkrecht zur Höhenerstreckung der Schienen. Dies gilt insbesondere dann, wenn die Rollen eine Außenform aufweisen, die der Rinnenform im Querschnitt betrachtet auf deren Innenfläche, auf welcher die Führungsrolle abrollt, zumindest abschnittsweise vorzugsweise vollständig in einem Berührungsbereich entspricht. Außerdem bevorzugt sind die Rollenachsen im Grundabschnitt der Schienen verankert, zum Beispiel eingepresst oder eingeschweißt, oder eingenietet. Bei einem weiteren wesentlichen Aspekt der Erfindung ist ein Möbel oder Küchengeräte mit zwei gegenüberliegenden Führungsvorrichtungen gemäß einer der oben stehenden Ausführungsformen ausgestattet.
Internationale Patentanmeldung Anmelderin: Grass GmbH Unser Zeichen: G 9680-PC - 8 – Insbesondere wird eine erfindungsgemäße Führungsvorrichtung in einem Mikrowellen-Gargerät, zum Beispiel einem Mikrowellenofen eingesetzt. Zum Beispiel kann im Inneren des Mikrowellenofens mit den erfindungsgemäßen Führungsvorrichtungen ein Gargutträger gelagert werden, der sich bei zum Beispiel geöffnetem Mikrowellenofen in der Art einer Schublade herausfahren lässt. Zeichnungen: Mehrere Ausführungsbeispiele der Erfindung sind nachstehend anhand der Zeichnungen unter Angabe weiterer Vorteile und Einzelheiten näher erläutert. Es zeigen: Figur 1 in einer schematischen, perspektivischen Ansicht einen Mikrowellen-Ofen mit erfindungsgemäßen Führungsvorrichtungen zum geführten Bewegen eines Gargutträgers, Figur 2 in einer Frontansicht die prinzipielle Anordnung von Schienen einer Führungsvorrichtung, Figur 3 in dreidimensionaler Darstellung eine Schiene mit daran angeordneten Führungsrollen, Figur 4 die Schiene nach Figur 3 in einer Ebene durch die Rollenachse der ersten Führungsrolle geschnitten, Figur 5 eine Stirnansicht einer Führungsvorrichtung mit einer Fest- und einer Ausziehschiene,
Internationale Patentanmeldung Anmelderin: Grass GmbH Unser Zeichen: G 9680-PC - 9 – Figur 6 die Führungsvorrichtung nach Figur 5 in einer perspektivischen Ansicht, Figur 7 eine Führungsvorrichtung in einem voll ausgezogenem Zustand, Figur 8 die Führungsvorrichtung gemäß der Figur 7 in einem vollständig zusammengeschobenen Zustand. Beschreibung der Ausführungsbeispiele In Figur 1 ist ein Mikrowellenofen 1 dargestellt mit gegenüberliegenden erfindungsgemäßen Führungsvorrichtungen 2, 3 in einem ausgefahrenen Zustand. Auf den Ausziehschienen 4, 5 ist ein Gargutträger 6 verschieblich angeordnet. Die Ausziehschienen sind an Festschienen 7, 8 verschiebbar. Die Festschienen 7, 8 sind zum Beispiel an Seitenwänden 9, 10 oder an einem Haltegitter an der Seitenwand eines Innenraums 11 des Mikrowellenofens 1 vorhanden, zum Beispiel fest oder in der Höhe verstellbar angeordnet. Der Aufbau einer Führungsvorrichtung hinsichtlich der Anordnung von Schienen 12, 13 ist in Figur 2 in einer Frontansicht dargestellt. Zum Beispiel ist die Schiene 12 eine Festschiene und die Schiene 13 eine Ausziehschiene. Die Schiene 13 hat zum Beispiel ein Verankerungselement 14 für einen Gargutträger. Wenn die Schiene 12 eine Festschiene ist, ist deren Grundabschnitt 15 zum Beispiel an der Seitenwand eines
Internationale Patentanmeldung Anmelderin: Grass GmbH Unser Zeichen: G 9680-PC - 10 – Mikrowellenofens montiert. Vom Grundabschnitt 15 stehen Seitenabschnitte 16, 17 auf eine Seite in Richtung der anderen Schiene 13, die dann eine Ausziehschiene ist. Die Schiene 13 besitzt ebenfalls einen Grundabschnitt 18, an dem Seitenabschnitte 19 ,20 in Richtung der Schiene 12 auf eine Seite abstehen. Dabei sind die Schienen 12, 13 ineinander geschachtelt, in einer Weise, dass der unterste Seitenabschnitt 16 der Schiene 12 den Seitenabschnitt 20 der Schiene 13 unterseitig überlappt, wobei deren oberster Seitenabschnitt 19 den Seitenabschnitt 17 der Schiene 12 oben überlappt. Auf diese Weise wird ein Raum geschaffen, in dem Führungsrollen Platz finden, und der gleichzeitig durch die Art der verschachtelten Anordnung insbesondere von außen einstrahlende Mikrowellen daran hindert, in die Verschachtelung einzudringen. Damit werden durch diese Anordnung z.B. Führungsrollen in einem „eingeschachtelten“ Raum 21 von Mikrowellen abgeschirmt, um dort keine ungewollten parasitären Effekte zu verursachen. Figur 3 und Figur 4 zeigt eine Schiene 22 mit daran angeordneten Führungsrollen 23, 24. Die Führungsrollen sind zum Beispiel auf Rollenachsen 25, 26 drehbar gelagert. Die Rollenachsen 25, 26 sind in einem Grundabschnitt 27 fest montiert, zum Beispiel wie in Figur 4 im Schnittbild angedeutet eingepresst. Auf den Rollenachsen 25, 26 Rollen die Führungsrollen 23, 24 zum Beispiel mithilfe eines Schmiermediums vorteilhafter Weise leicht und geräuschlos. Die Schiene 22 besitzt wie in den Figuren 3 und 4 ersichtlich ist, eine Ausklinkung 28. Dies hat den Grund, dass insbesondere eine Führungsrolle, zum Beispiel die Führungsrolle 24 über eine Außenkante 29 eines Seitenabschnitts 30 der Schiene 22, der sich an den Grundabschnitt 27 anschließt, übersteht.
Internationale Patentanmeldung Anmelderin: Grass GmbH Unser Zeichen: G 9680-PC - 11 – Damit kann die Führungsrolle 24 einen den Seitenabschnitt 30 überlappenden Seitenabschnitt 31 einer anderen Schiene 32, die zum Beispiel eine Ausziehschiene ist, erreichen, und auf einer Innenseite dieses Seitenabschnitts 31 abrollen (siehe Figur 6). Die Rollenachse 26 für die Rolle 23 ist hingegen über eine Höhe der Schiene 22 betrachtet tiefer angeordnet, als die Rollenachse 25 für die Führungsrolle 24, sodass die Führungsrolle 23 nicht am Seitenabschnitt 31 wie die Führungsrolle 24 abrollt, sondern am gegenüberliegenden Seitenabschnitt 33 der Schiene 32. Die Rollenachsen 25, 26 sind bevorzugt senkrecht zu einer Längserstreckung der Schiene 22 am Grundabschnitt 27 versetzt angeordnet, so dass die Führungsrollen 23, 24 vorzugsweise straff in einer lichten Weite der Schiene 32 an den jeweiligen Seitenabschnitten 30, 33 innen abrollen und damit eine gut definierte Führung der Schiene 32 in Bezug zur Schiene 22 erreicht ist. Figur 6 zeigt zum Beispiel eine perspektivische Frontansicht, wobei Figur 5 eine Rückansicht der Schienenanordnung aus Figur 6 zeigt. In Figur 5 erkennt man, dass die Schiene 22, die gemäß Figur 6 im vorderen Bereich über die Führungsrollen 23, 24 die Führung der Schiene 32 bereitstellt, nunmehr ihrerseits über Führungsrollen 34, 35 geführt wird, die an einem Grundabschnitt 36 über Rollenachsen 37, 38 angeordnet sind. Dabei rollt die Führungsrolle 34 auf einer Innenseite 39 des Seitenabschnitts 30 der Schiene 22 ab, wobei die Führungsrolle
Internationale Patentanmeldung Anmelderin: Grass GmbH Unser Zeichen: G 9680-PC - 12 – 35, von welcher in Figur 5 nur der nicht von der Führungsrolle 34 überlappende Anteil sichtbar ist, über die Rollenachsen 38, von der ebenfalls nur der von der Rollenachsen 37 nicht überlappende Anteil sichtbar ist, auf einer Innenseite 40 eines Seitenabschnitts 41 der Schiene 22 abrollt. Die Rollenachse 38 ist am Grundabschnitt 36 der Schiene 32 montiert, zum Beispiel sind die Rollenachsen 38 fest montiert, beispielsweise in den Grundabschnitt 36 eingepresst. Damit wird in dem in Figur 6 gegenüberliegenden Endbereich der Schienenanordnung die Führung der Schiene 22 in Bezug zur Schiene 32 definiert. Um zu ermöglichen, dass die Führungsrolle 35 den Seitenabschnitt 41 der Schiene 22 erreichen kann, ist in einem Montagebereich der Führungsrollen 34, 35 wie im gegenüberliegenden Endbereich der Schiene 22 die Schiene 32 mit einer Ausklinkung 42 versehen in Entsprechung zur Ausklinkung 28. Die Figuren 7 und 8 zeigen eine Führungsvorrichtung 45 in einem ausgezogenen, und zwar vollständig ausgezogenen Zustand in Figur 7 und in einem zusammengeschoben und zwar vollständig zusammengeschoben Zustand in Figur 8. Wie oben ausgeführt, kann die Schiene 32 zum Beispiel als Ausziehschiene betrachtet werden, mit einem Verankerungselement 14 und einem weiteren Verankerungselement bzw. Anschlagelement 44 für einen Gargutträger, wogegen die Schiene 22 die Festschiene darstellt, die zum Beispiel für eine feste Montage an einer Seitenwand eines Innenraum eines Mikrowellenofens oder mit Befestigungsmitteln an einem Haltegitter an einer Seitenwand ausgestaltet ist.
Internationale Patentanmeldung Anmelderin: Grass GmbH Unser Zeichen: G 9680-PC - 13 – Die Schienen gemäß Figur 7 und 8 sind transparent dargestellt, damit die Führungsrollen 23, 24 bzw. 34,35 ersichtlich sind. In Figur 7 sind die Führungsrollen komplett zusammengeschoben, bei maximalem Auszug. Im Gegensatz dazu sind gemäß Figur 8 die Schienen 32, 22 ineinander geschoben, stellen somit den zum Beispiel in einen Mikrowellenofen eingeschobenen Zustand eines Gargutträger dar.
Internationale Patentanmeldung Anmelderin: Grass GmbH Unser Zeichen: G 9680-PC - 14 –
1 Mirkowellenofen 36 Grundabschnitt 2 Führungsvorrichtung 37 Rollenachse 3 Führungsvorrichtung 38 Rollenachse 4 Ausziehschiene 39 Innenseite 5 Ausziehschiene 40 Innenseite 6 Gargutträger 41 Seitenabschnitt 7 Festschiene 42 Ausklinkung 8 Festschiene 43 Führungsvorrichtung 9 Seitenwand 44 Anschlag 10 Seitenwand 45 Führungsvorrichtung 11 Innenraum 12 Schiene 13 Schiene 14 Verankerungselement 15 Grundabschnitt 16 Seitenabschnitt 17 Seitenabschnitt 18 Grundabschnitt 19 Seitenabschnitt 20 Seitenabschnitt 21 Raum 22 Schiene 23 Führungsrolle 24 Führungsrolle 25 Rollenachse 26 Rollenachse 27 Grundabschnitt 28 Ausklinkung 29 Außenkante 30 Seitenabschnitt 31 Seitenabschnitt 32 Schiene 33 Seitenabschnitt 34 Führungsrolle 35 Führungsrolle
Claims
Internationale Patentanmeldung Anmelderin: Grass GmbH Unser Zeichen: G 9680-PC - 1 – Ansprüche 1. Führungsvorrichtung (2, 3, 43, 45) zur verschieblichen Führung eines Schubelements (6) und zur Anordnung an einer Seitenwand (9, 10) im Inneren eines Möbels oder eines Küchengeräts, wobei die Führungsvorrichtung (2, 3, 43, 45) eine der Seitenwand zuordenbare Festschiene und eine mit dem Schubelement koppelbare Ausziehschiene umfasst, welche relativ zur Festschiene verschieblich ist, wobei zwischen Festschiene und Ausziehschiene Laufrollen (23, 24, 34, 35) für eine verschiebliche Führung der Schienen zueinander vorgesehen sind, dadurch gekennzeichnet dass sowohl die Festschiene als auch die Ausziehschiene einen Grundabschnitt (15, 18, 27, 36) aufweisen, an den sich auf eine gleiche Seite jeweils an gegenüberliegenden Enden des Grundabschnitts in einem Querschnitt senkrecht zu einer Längserstreckung der Schienen betrachtet seitlich abstehende vom Grundabschnitt (15, 18, 27, 36) sich weg erstreckende Seitenabschnitte (16, 17, 19, 20, 30, 31, 33, 41) anschließen und damit die Festschiene und die Ausziehschiene ausbilden, wobei auf einer Innenseite der Seitenabschnitte (16, 17, 19, 20, 30, 31, 33, 41) der Schienen die Laufrollen (23, 24, 34, 35) entlang einer Längserstreckung der Seitenabschnitte (16, 17, 19, 20, 30, 31, 33, 41) zur verschieblichen Führung abrollen, wobei die Schienen derart mit dazwischenliegenden Laufrollen ineinander geschachtelt sind, dass ein Seitenabschnitt (19, 20, 31, 33) einer Schiene einen Seitenabschnitt (16, 17, 30, 41) der anderen Schiene quer zu einer Längserstreckung der Schienen überlappt und wobei jeweils eine Schiene einen außenliegenden und einen innenliegenden Seitenabschnitt aufweist. 2. Führungsvorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass am Grundabschnitt (27, 36) der Schienen jeweils zwei Laufrollen (23, 24, 34, 35) jeweils über eine Rollenachse (25, 26, 37, 38) angeordnet sind.
Internationale Patentanmeldung Anmelderin: Grass GmbH Unser Zeichen: G 9680-PC - 2 – 3. Führungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Rollenachsen (25, 26, 37, 38) der Laufrollen (23, 24, 34, 35) an einer Schiene in Längsrichtung der Schiene betrachtet, versetzt sind. 4. Führungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Rollenachsen (25, 26) der Laufrollen der Festschiene in Längsrichtung der Schiene betrachtet, versetzt zu den Rollenachsen (37, 38) der Laufrollen (34, 35) der Ausziehschiene sind. 5. Führungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Laufrollen einer Schiene über einen Ausschnitt in einem Seitenabschnitt über die Außenkontur der Schiene, die von dem Seitenabschnitt definiert wird, übersteht. 6. Führungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Laufrollen (23, 24, 34, 35) einer Schiene im Endbereich der Schiene angeordnet sind. 7. Führungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Laufrollen (23, 24, 34, 35) einer Schiene in Bezug auf eine Längsmittelachse der Schiene außermittig angeordnet sind. 8. Führungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Seitenabschnitte (16, 17, 19, 20, 30, 31, 33, 41) rinnenförmig ausgebildet sind.
Internationale Patentanmeldung Anmelderin: Grass GmbH Unser Zeichen: G 9680-PC - 3 – 9. Führungsvorrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Rollenachsen (25, 26, 37, 38) im Grundabschnitt (27, 36) der Schienen verankert sind. 10. Möbel oder Küchengerät mit zwei gegenüberliegenden Führungsvorrichtungen nach einem der vorhergehenden Ansprüche.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
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