EP4725468A1 - Gehstütze - Google Patents

Gehstütze

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EP4725468A1
EP4725468A1 EP25206487.8A EP25206487A EP4725468A1 EP 4725468 A1 EP4725468 A1 EP 4725468A1 EP 25206487 A EP25206487 A EP 25206487A EP 4725468 A1 EP4725468 A1 EP 4725468A1
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EP
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foot
walking aid
joint connection
aid according
patient
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EP25206487.8A
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Martin Wüstemann
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Abstract

Gehstütze (100) für einen Patienten, aufweisend: einen Griff (102) zum Greifen durch eine Hand des Patienten, einen Korpus (104), an dem der Griff (102) angeordnet ist; und einen Fuß (106), der durch eine Gelenkverbindung (108) mit dem Korpus (104) gekoppelt ist, wobei der Fuß (106) x-förmig ausgebildet ist.

Description

  • Diese Anmeldung beansprucht die Priorität der deutschen Patentanmeldung DE 10 2024 129 040.4, eingereicht am 8. Oktober 2024 . Die gesamte Offenbarung der deutschen Patentanmeldung DE 10 2024 129 040.4 wird hiermit durch Verweis in diese Anmeldung aufgenommen.
  • Die Erfindung betrifft eine verbesserte Gehstütze für Patienten, die aufgrund von Mobilitätseinschränkungen auf externe Unterstützung angewiesen sind.
  • STAND DER TECHNIK
  • Gehstützen gehören zu den am häufigsten verwendeten Hilfsmitteln zur Unterstützung der Fortbewegung von Personen mit eingeschränkter Gehfähigkeit, sei es durch Verletzungen, Operationen oder altersbedingte Beeinträchtigungen. Ein bekanntes Problem bei herkömmlichen Gehstützen ist deren eingeschränkte Stabilität, insbesondere auf unebenem oder rutschigem Untergrund, wie beispielsweise Kopfsteinpflaster, Wiesenflächen oder glatten Böden. Diese Instabilität kann leicht zu einem Verlust des Gleichgewichts führen, was das Risiko von Stürzen und damit verbundenen Verletzungen für den Patienten erheblich erhöht. Insbesondere ältere oder schwächere Patienten sind dabei einem hohen Risiko ausgesetzt.
  • Es ist eine Aufgabe der Erfindung, eine verbesserte Gehstütze bereitzustellen.
  • OFFENBARUNG DER ERFINDUNG
  • Die Aufgabe wird durch eine Gehstütze gemäß den Merkmalen des Patentanspruchs 1 gelöst.
  • Gemäß einem Aspekt wird eine Gehstütze für einen Patienten vorgeschlagen. Die Gehstütze weist einen Griff zum Greifen durch den Patienten, einen Korpus, an dem der Griff angeordnet ist, und einen Fuß, der durch eine Gelenkverbindung mit dem Korpus gekoppelt ist, auf. Der Fuß ist vorliegend x-förmig ausgebildet.
  • Die bereitgestellte Gehstütze verbessert die Stabilität auf unterschiedlichen Bodenbeschaffenheiten und reduziert das Risiko von Stürzen. Die vorliegende Konstruktion ermöglicht es dem Patienten, sich sicher und komfortabel fortzubewegen, ohne dass die Gefahr des Umkippens oder Wegrutschens besteht. Insgesamt wird die Sicherheit für den Patienten erhöht. Ebenfalls erhöht sich ein Selbstbewusstsein und Selbstvertrauen beim Gehen mit der vorliegenden Gehstütze. Durch die Integration spezieller Stabilisierungsmechanismen sorgen die vorliegende Gehstütze auch auf herausfordernden Untergründen für verbesserte Sicherheit.
  • Als Korpus wird vorliegend vorzugsweise ein sich länglich erstreckender Teil der Gehstütze bezeichnet, durch den der Griff von dem Fuß, vorzugsweise einstellbar in einer Höhe, beabstandet ist. Der Fuß der Gehstütze ist in dem bestimmungsgemäßen Gebrauch der Gehstütze in Kontakt mit dem Boden. Der Griff kann durch eine Hand des Patienten zumindest teilweise umgriffen oder gegriffen werden, so dass sich der Patient abstützen kann. Der Griff kann mehrere Griffstücke aufweisen, die auch in einer Höhenrichtung der Gehstütze voneinander beabstandet sein können. Somit kann der Patient situationsabhängig oder je nach Komfortempfinden eines der Griffstücke greifen. Die Griffstücke sind vorzugsweise, in der Höhenrichtung betrachtet, von der Gehstütze bzw. dem Korpus und/oder einem Griffkörper abragend bzw. abgewinkelt. Vorzugsweise ragen die Griffstücke rechtwinklig zu der Höhenrichtung ab. Besonders bevorzugt ist der Griff derart geformt, dass eine durch den Patienten auf die Gehstütze aufbringbare Stützkraft durch bzw. über den Korpus in den Fuß übertragen wird. Damit wird die Gehstütze stabilisiert und eine ggf. wirkende Fallkraft kompensiert. Die Stützkraft kann in einigen Positionen der Gehstütze vorzugsweise senkrecht zu dem Boden auf den Fuß übertragbar sein.
  • In einem weiteren Aspekt wird vorgeschlagen, dass durch die x-förmige Ausbildung des Fußes und durch die Gelenkverbindung eine auf die Gehstütze aufbringbare Stützkraft stets innerhalb einer durch den x-förmigen Fuß ausgebildeten Unterstützungsfläche wirkt.
  • Der Fuß der Gehstütze bleibt somit während der gesamten Belastungsphase vorzugsweise stabil auf dem Boden. Die Bewegung nach in Bewegungsrichtung wird durch die vorliegende Gehstütze flüssig und ruhig.
  • In einem weiteren Aspekt wird vorgeschlagen, dass die Gehstütze ferner eine Stoßdämpfereinrichtung aufweist, wobei die Stoßdämpfereinrichtung, insbesondere endseitige, an dem Griff, oder, insbesondere endseitige an einem freien Ende, an dem Korpus angeordnet ist, wobei die Stoßdämpfereinrichtung vorzugsweise eine Tellerfeder oder eine Spiralfeder aufweist.
  • Die Stoßdämpfereinrichtung verringert vorzugsweise eine Härte einer Stützkraftübertragung zwischen dem Griff und dem Fuß (und über den Fuß auf den Boden). Dadurch kann eine Schonung eines Handgelenks und/oder von Armgelenken und/oder eines Schultergelenks des Patienten erreicht werden.
  • In einem weiteren Aspekt wird vorgeschlagen, dass der Korpus mehrere Segmente aufweist, die relativ zueinander verstellbar sind, wobei der Korpus ferner eine Arretiereinrichtung zum Arretieren der mehreren Segmente aufweist, so dass eine Höhenverstellung der Gehstütze ermöglicht ist.
  • Die Arretiereinrichtung kann beispielsweise dadurch ausgebildet sein, dass in einem der mehreren Segmente entlang einer Höhenrichtung der Gehstütze mehrere Öffnungen beabstandet voneinander angeordnet sind, und in einem anderen der mehreren Segmente ein Kugeldruckmechanismus mit einer gefederten Kugel vorgesehen ist, so dass die Kugel in mindestens eine der Öffnungen einrastbar ist, um das eine der mehreren Segmente relativ zu dem anderen der mehreren Segmente zu arretieren. Grundsätzlich sind aber auch andere Arretiereinrichtung, beispielsweise mittels eines Splits oder einer Verschraubung vorstellbar, so dass das vorliegende Beispiel in keiner Weise einschränkend zu verstehen ist. Allgemein kann jegliche Arretiereinrichtung dienlich sein, mit der mehrere Segmente relativ zueinander arretierbar sind. Die mehreren Segmente sind vorzugsweise rohrförmig ausgebildet. Die mehreren Segmente sind vorzugsweise teleskopisch relativ zueinander verstellbar. Dadurch kann die Gesamtlänge verstellbar sein. Die mehreren Segmente bilden vorzugsweise den Korpus der Gehstütze.
  • In einem weiteren Aspekt wird vorgeschlagen, dass die Gelenkverbindung eine Achsennabe aufweist, die, insbesondere endseitig, an dem Korpus ausgebildet ist, wobei die Gelenkverbindung eine Gelenkanbindung mit einer Achsöffnung aufweist, die an dem Fuß ausgebildet ist, und die mit der Achsennabe korrespondiert, so dass der Fuß mit dem Korpus mittels einer Achse gelenkig verbindbar ist.
  • Die sich vorzugsweise am unteren Ende des Korpus befindende Achsennabe wirkt stabilisierend und sichert insbesondere eine Verbindung zwischen dem Fuß und dem Korpus. Die Achsennabe definiert vorzugsweise auch eine Drehachse der Gelenkverbindung. Zudem wird durch die Achsennabe ein Abknicken der Gehstütze zur Seite hin (betrachtet in der Gehrichtung) verhindert. Da der Korpus durch die Gelenkverbindung nur um die Drehachse kippbar ist, jedoch nicht entlang der Drehachse verkippen kann.
  • Die Gelenkanbindung ist vorzugsweise in einem hinteren Drittel einer nach oben konvexen Seite des Fußes ausgebildet. Die Gelenkanbindung ist vorzugsweise konvex oval ausgebildet. Dadurch befindet sich ein Bewegungsschwerpunkt während einer vorwärts gerichteten Bewegung des Patienten vorzugsweise stets innerhalb der durch eine Fußform des Fußes definierten Unterstützungsfläche. So müssen Fallkräfte nicht ausgeglichen werden, die bei herkömmlichen Gehstützen bisher dadurch entstanden, dass der Bewegungsschwerpunkt außerhalb der Unterstützungsfläche liegt.
  • In einem weiteren Aspekt wird vorgeschlagen, dass die Gelenkanbindung eine gewölbte Oberfläche aufweist, wobei der Korpus im Bereich der Achsennabe eine Kunststoffeinlage aufweist, die eine zu der Oberfläche der Gelenkanbindung korrespondierende gewölbte Oberfläche aufweist.
  • Die Kunststoffeinlage weist vorzugsweise eine gewölbte bzw. (aus einer Blickrichtung des Patienten in Richtung Boden) konkave Formgebung auf. Die Kunststoffeinlage ist vorzugsweise passgenau bzw. korrespondierend zu der gewölbten Oberfläche der Gelenkanbindung ausgebildet. Die Gelenkanbindung kann eine ovale Formgebung aufweisen, insbesondere wenn die Gelenkanbindung in einem Querschnitt betrachtet wird. Die Gelenkanbindung und die Kunststoffeinlage gewährleisten zusammen eine reibungsarme (Ab-) Rollbewegung, vorzugsweise in einer vorwärts gerichteten Gehrichtung.
  • In einem weiteren Aspekt wird vorgeschlagen, dass der Fuß mehrere Stützarme aufweist, die sich ausgehend von einem Zentrum des Fußes x-förmig erstrecken, und in Richtung eines Bodens gewölbt oder abgewinkelt ausgebildet sind.
  • Aus Sicht des Patienten ist der Fuß vorzugsweise konkav in Richtung des Bodens geformt. Die Stützarme sind also vorzugsweise in Richtung des Bodens abgewinkelt. Die Stützarme spannen vorzugsweise eine Unterstützungsfläche auf. Die Besonderheit der Fußform besteht vorliegend darin, dass der Fuß sowohl nach ventral, dorsal und lateral vergrößert ist. Der Fuß hat eine vierstrahlige Form.
  • In einem weiteren Aspekt wird vorgeschlagen, dass erste zwei (ventrale) der mehreren Stützarme, die sich in einer Bewegungsrichtung des Patienten erstrecken, länger als zweite zwei (dorsale) der mehreren Stützarme, die sich entgegen der Bewegungsrichtung des Patienten erstrecken, ausgebildet sind, wobei vorzugsweise die ersten zwei Stützarme ca. 3/5 einer Länge des Fußes entlang der Bewegungsrichtung und die zweiten zwei Stützarme ca. 2/5 der Gesamtlänge entsprechen.
  • Ausgehend von einem Zentrum des Fußes ist vorzugsweise eine Länge der zwei ventralen Stützarme ca. 3/5 der gesamten Fußlänge. Ferner sind diese beiden Stützarme vorzugsweise weiter gespreizt (weiter voneinander entfernt) als die dorsalen Stützarme. Damit ist die Stützfläche lateral vergrößert. Damit ist die Stützfläche nach ventral bzw. in Bewegungsrichtung etwas größer als dorsal. Die Länge der zwei dorsalen Stützarme ist vorzugsweise ca. 2/5 der gesamten Fußlänge. Ferner sind die zwei dorsalen Stützarme vorzugsweise weniger gespreizt bzw. enger beieinander positioniert. Dadurch liegt der Schwerpunkt bzw. ein Abstützpunkt der Gehstütze stets innerhalb der vergrößerten, x-förmigen Unterstützungsfläche, wodurch eine hohe Bewegungsstabilität entsteht und die Gehstütze im Ruhezustand frei stehen kann. Dies ist bei herkömmlichen Gehstützen nicht möglich gewesen.
  • In einem weiteren Aspekt wird vorgeschlagen, dass der Fuß mehrere Kappen aufweist, die vorzugsweise jeweils endseitig auf den x-förmigen Fuß aufsteckbar sind.
  • Die Kappen sind vorzugsweise auswechselbar. Grundsätzlich können die Kappen Gummikappen aufweisen, um eine Antirutsch-Wirkung zu ermöglichen. Dies bietet weiterhin Sicherheit. Für winterliche Verhältnisse sind vorzugsweise auch Kappen mit Spikes denkbar, um auch auf eisigem Untergrund eine Antirutsch-Wirkung zu ermöglichen. Die Kappen können auch speziell für einen nassen Untergrund ausgebildet sein.
  • In einem weiteren Aspekt wird vorgeschlagen, dass der Fuß im Bereich der Gelenkverbindung einen ersten Magnet aufweist und wobei der Korpus im Bereich der Gelenkverbindung einen zweiten Magnet aufweist, wobei der erste und der zweite Magnet derart ausgerichtet sind, dass eine Magnetanziehungskraft erzeugbar ist.
  • In dem Teil der Gelenkverbindung, der am Fuß vorgesehen ist, und auch in dem korrespondierenden Teil der Gelenkverbindung, der in dem Korpus vorgesehen ist, insbesondere unmittelbar oberhalb der Kunststoffeinlage, kann jeweils mindestens ein Magnet angeordnet sein. Die Magnete sind vorzugsweise derart ausgelegt, dass in einer Ruhestellung der Gehstütze, insbesondere wenn keine Stützkraft auf die Gehstütze aufgebracht wird, der Korpus relativ zu dem Fuß in einer senkrechten Position gehalten wird. Ferner sind die Magnete vorzugsweise so ausgelegt, dass eine Bewegung des Korpus um die Drehachse bzw. nach vorn (ventral) und zurück (dorsal) flüssig und geschmeidig möglich ist. Dadurch wird der Gehkomfort des Patienten verbessert.
  • Die beschriebenen Ausgestaltungen und Weiterbildungen lassen sich beliebig miteinander kombinieren.
  • Weitere mögliche Ausgestaltungen, Weiterbildungen und Implementierungen der Erfindung umfassen auch nicht explizit genannte Kombinationen von zuvor oder im Folgenden bezüglich der Ausführungsbeispiele beschriebenen Merkmalen der Erfindung.
  • KURZE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
  • Die beiliegenden Zeichnungen sollen ein weiteres Verständnis der Ausführungsformen der Erfindung vermitteln. Sie veranschaulichen Ausführungsformen und dienen im Zusammenhang mit der Beschreibung der Erklärung von Prinzipien und Konzepten der Erfindung.
  • Andere Ausführungsformen und viele der genannten Vorteile ergeben sich im Hinblick auf die Zeichnungen. Die dargestellten Elemente der Zeichnungen sind nicht notwendigerweise maßstabsgetreu zueinander gezeigt.
    • Fig. 1 zeigt eine Gehstütze gemäß einer Ausführungsform.
    • Fig. 2 zeigt einen Griff einer Gehstütze gemäß einer Ausführungsform.
    • Fig. 3 zeigt einen Korpus einer Gehstütze gemäß einer Ausführungsform.
    • Fig. 4 zeigt einen Teil eines Korpus einer Gehstütze gemäß einer Ausführungsform.
    • Fig. 5 zeigt einen Fuß einer Gehstütze in einer Seitenansicht gemäß einer Ausführungsform.
    • Fig. 6 zeigt einen Fuß einer Gehstütze in einer Draufsicht gemäß einer Ausführungsform.
    DETAILLIERTE BESCHREIBUNG DER ZEICHNUNGEN
  • In den Figuren der Zeichnungen bezeichnen gleiche Bezugszeichen gleiche oder funktionsgleiche Elemente, Bauteile oder Komponenten, soweit nichts Gegenteiliges angegeben ist.
  • Fig. 1 zeigt eine Gehstütze 100 für einen Patienten. Die Gehstütze 100 weist einen Griff 102 zum Greifen durch eine Hand des Patienten auf. Die Gehstütze 100 ferner einen Korpus 104 auf, an dem der Griff 102 angeordnet ist. Die Gehstütze 100 weist ferner einen Fuß 106 auf, der durch eine Gelenkverbindung 108 mit dem Korpus 104 gekoppelt ist. Der Fuß 106 ist vorliegend x-förmig ausgebildet (siehe Fig. 6).
  • Der Fuß 106 weist mehrere Kappen 110 auf, die jeweils endseitig auf den x-förmigen Fuß 106 aufgesteckt sind. Die Kappen 110 sind reversibel lösbar aufgesteckt. Der Fuß 106 weist vorliegend vier Kappen 110 auf. Durch die x-förmige Ausbildung des Fußes 106 und durch die Gelenkverbindung 108 wirkt eine auf die Gehstütze 100 aufbringbare Stützkraft K stets innerhalb einer durch den x-förmigen Fuß ausgebildeten Unterstützungsfläche 109 (siehe Fig. 6).
  • Der Griff 102 weist ein Griffstück 112 auf, das in senkrecht zu einer Höhenrichtung 114 der Gehstütze 100 von einem Griffkörper 116 abragt. Der Griff 102 kann auch mehrere Griffstücke 112 aufweisen, die in der Höhenrichtung 114 vorzugsweise voneinander beabstandet sein können (siehe Fig. 2). Die Griffstücke 112 können auch eine unterschiedliche Länge aufweisen (siehe Fig. 2).
  • Die Gehstütze 100 weist ferner eine Stoßdämpfereinrichtung 118 auf. Die Stoßdämpfereinrichtung 118 ist vorliegend endseitig an dem Griff 102 angeordnet. Alternativ kann die Stoßdämpfereinrichtung 118, insbesondere endseitige an einem freien Ende, an dem Korpus 104 angeordnet sein (nicht gezeigt). Die Stoßdämpfereinrichtung 118 weist vorliegend eine Spiralfeder auf.
  • Der Korpus 104 weist zwei Segmente 120, 122 auf, die relativ zueinander verstellbar sind. Der Korpus 104 weist ferner eine Arretiereinrichtung 124 zum Arretieren der zwei Segmente 120, 122 auf, so dass eine Höhenverstellung der Gehstütze 100 entlang der Höhenrichtung 114 ermöglicht ist.
  • Die Arretiereinrichtung 124 ist dadurch ausgebildet, dass in dem einem der zwei Segmente 120 entlang der Höhenrichtung 114 mehrere Öffnungen 126 beabstandet voneinander angeordnet sind. In dem anderen der zwei Segmente 122 ist ein Kugeldruckmechanismus 128 mit einer gefederten Kugel 130 vorgesehen, so dass die Kugel 130 in mindestens einer der Öffnungen 126 einrastbar ist (siehe Fig. 3 und Fig. 4), um die zwei Segmente 120, 122 relativ zueinander zu arretieren. Die Segmente 120, 122 sind rohrförmig und greifen teleskopisch ineinander ein.
  • Die Gelenkverbindung 108 weist eine Achsennabe 132 auf, die endseitig an dem Korpus 104 bzw. an dem Segment 122 ausgebildet ist (siehe Fig. 4). Die Gelenkverbindung 108 weist ferner eine Gelenkanbindung 134 mit einer Achsöffnung 136 auf, die an dem Fuß 106 ausgebildet ist (siehe Fig. 5). Die Gelenkanbindung 134 ist korrespondierend mit der Achsennabe 132 ausgebildet, so dass der Fuß 106 mit dem Korpus 104 bzw. dem Segment 122 mittels einer Achse 138 gelenkig verbindbar ist. Die Achse 138 definiert eine Drehachse 140.
  • Die Gelenkanbindung 134 weist, wie aus Fig. 1 und 5 hervorgeht, eine gewölbte Oberfläche 142 auf. Der Korpus 104 bzw. das Segment 122 weist im Bereich der Achsennabe 132 bzw. oberhalb der Achsennabe 132 (betrachtet in der Höhenrichtung 114) eine Kunststoffeinlage 144 auf. Die Kunststoffeinlage 144 weist eine zu der Oberfläche 142 der Gelenkanbindung 134 korrespondierende gewölbte Oberfläche 146 auf.
  • Wie aus Fig. 5 und 6 hervorgeht, weist der Fuß 106 mehrere Stützarme 148 auf, die sich ausgehend von einem Zentrum 150 des Fußes 106 x-förmig erstrecken, und in Richtung eines Bodens 152 gewölbt oder abgewinkelt ausgebildet sind.
  • Erste zwei der mehreren Stützarme 148, die sich in einer Bewegungsrichtung B des Patienten erstrecken, sind dabei länger als zweite zwei der mehreren Stützarme 148, die sich entgegen der Bewegungsrichtung B des Patienten erstrecken, ausgebildet, wie dies aus Fig. 6 hervorgeht. Die ersten zwei Stützarme 148 sind dabei ca. 3/5 einer Länge L des Fußes 106 entlang der Bewegungsrichtung B und die zweiten zwei Stützarme 148 entsprechen ca. 2/5 der Länge L.
  • Der Fuß 106 weist im Bereich der Gelenkverbindung 108 einen ersten Magnet 154 auf. Der Korpus 104 weist im Bereich der Gelenkverbindung 108 einen zweiten Magnet 156 auf, wobei der erste und der zweite Magnet 154, 156 derart ausgerichtet sind, dass eine Magnetanziehungskraft erzeugbar ist.

Claims (10)

  1. Gehstütze (100) für einen Patienten, aufweisend:
    einen Griff (102) zum Greifen durch eine Hand des Patienten;
    einen Korpus (104), an dem der Griff (102) angeordnet ist; und
    einen Fuß (106), der durch eine Gelenkverbindung (108) mit dem Korpus (104) gekoppelt ist, wobei der Fuß (106) x-förmig ausgebildet ist.
  2. Gehstütze nach Anspruch 1, wobei durch die x-förmige Ausbildung des Fußes (106) und durch die Gelenkverbindung (108) eine auf die Gehstütze (100) aufbringbare Stützkraft (K) stets innerhalb einer durch den x-förmigen Fuß (106) ausgebildeten Unterstützungsfläche (109) wirkt.
  3. Gehstütze nach Anspruch 1 oder 2, die ferner eine Stoßdämpfereinrichtung (118) aufweist, wobei die Stoßdämpfereinrichtung (118), insbesondere endseitige, an dem Griff (102), oder, insbesondere endseitige an einem freien Ende, an dem Korpus (104) angeordnet ist, wobei die Stoßdämpfereinrichtung (118) vorzugsweise eine Tellerfeder oder eine Spiralfeder aufweist.
  4. Gehstütze nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei der Korpus (104) mehrere Segmente (120, 122) aufweist, die relativ zueinander verstellbar sind, wobei der Korpus (104) ferner eine Arretiereinrichtung (124) zum Arretieren der mehreren Segmente (120, 122) aufweist, so dass eine Höhenverstellung der Gehstütze (100) ermöglicht ist.
  5. Gehstütze nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei die Gelenkverbindung (108) eine Achsennabe (132) aufweist, die, insbesondere endseitig, an dem Korpus (104) ausgebildet ist, wobei die Gelenkverbindung (108) eine Gelenkanbindung (134) mit einer Achsöffnung (136) aufweist, die an dem Fuß (106) ausgebildet ist, und die mit der Achsennabe (132) korrespondiert, so dass der Fuß (106) mit dem Korpus (104) mittels einer Achse (138) gelenkig verbindbar ist.
  6. Gehstütze nach Anspruch 5, wobei die Gelenkanbindung (134) eine gewölbte Oberfläche (142) aufweist, wobei der Korpus (104) im Bereich der Achsennabe (132) eine Kunststoffeinlage (144) aufweist, die eine zu der Oberfläche (142) der Gelenkanbindung (134) korrespondierende gewölbte Oberfläche (146) aufweist.
  7. Gehstütze nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei der Fuß (106) mehrere Stützarme (148) aufweist, die sich ausgehend von einem Zentrum (150) des Fußes (106) x-förmig erstrecken, und in Richtung eines Bodens (152) gewölbt oder abgewinkelt ausgebildet sind.
  8. Gehstütze nach Anspruch 7, wobei erste zwei der mehreren Stützarme (148), die sich in einer Bewegungsrichtung (B) des Patienten erstrecken, länger als zweite zwei der mehreren Stützarme (148), die sich entgegen der Bewegungsrichtung (B) des Patienten erstrecken, ausgebildet sind, wobei vorzugsweise die ersten zwei Stützarme (148) ca. 3/5 einer Länge (L) des Fußes (106) entlang der Bewegungsrichtung (B) und die zweiten zwei Stützarme (148) ca. 2/5 der Länge (L) entsprechen.
  9. Gehstütze nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei der Fuß (106) mehrere Kappen (110) aufweist, die vorzugsweise jeweils endseitig auf den x-förmigen Fuß (106) aufsteckbar sind.
  10. Gehstütze nach einem der vorstehenden Ansprüche, wobei der Fuß (106) im Bereich der Gelenkverbindung (108) einen ersten Magnet (154) aufweist, und wobei der Korpus (104) im Bereich der Gelenkverbindung (108) einen zweiten Magnet (156) aufweist, wobei der erste und der zweite Magnet (154, 156) derart ausgerichtet sind, dass eine Magnetanziehungskraft erzeugbar ist.
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