EP4719837A1 - Türverkleidung für die tür eines mehrspurigen kraftfahrzeugs, insbesondere cabriolets - Google Patents
Türverkleidung für die tür eines mehrspurigen kraftfahrzeugs, insbesondere cabrioletsInfo
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- EP4719837A1 EP4719837A1 EP24724467.6A EP24724467A EP4719837A1 EP 4719837 A1 EP4719837 A1 EP 4719837A1 EP 24724467 A EP24724467 A EP 24724467A EP 4719837 A1 EP4719837 A1 EP 4719837A1
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Abstract
Die Erfindung betrifft eine Türverkleidung (1) für eine Türe eines mehrspurigen Kraftfahrzeugs, insbesondere Cabriolets, mit - einer Türinnenverkleidung (10), - einer Türbrüstung (20), die gegenüber der Türinnenverkleidung (10) verschwenkbar ist, - einem Airbagmodul (30), das im Bereich der Türbrüstung (20) an einem Türrohbau (21) befestigt und so ausgerichtet ist, dass ein Gassack des Airbagmoduls (30) beim Auslösen in Richtung eines horizontalen Schenkels (22) der Türbrüstung (20) expandiert und dabei die Türbrüstung (20) anhebt und gegenüber der Türinnenverkleidung (10) verschwenkt, so dass der Gassack über den horizontalen Schenkel (22) aus der Türbrüstung (20) vortreten kann, und mit einer flexiblen Dämmmatte (40), die zwischen dem Airbagmodul (30) und der Türbrüstung (20) angeordnet ist und die Türbrüstung (20) mit der Türinnenverkleidung (10) unverlierbar verbindet. Ferner betrifft die Erfindung ein mehrspuriges Kraftfahrzeug, insbesondere Cabriolet, mit einer solchen Türverkleidung.
Description
TÜRVERKLEIDUNG FÜR DIE TÜR EINES MEHRSPURIGEN KRAFTFAHRZEUGS,
INSBESONDERE CABRIOLETS
Technisches Gebiet
Die Erfindung betrifft eine Türverkleidung für die Tür eines mehrspurigen Kraftfahrzeugs, insbesondere Cabriolets, sowie ein mehrspuriges Kraftfahrzeug mit einer solchen Türverkleidung.
Stand der Technik
Türen von Kraftfahrzeugen, insbesondere PKW, weisen üblicherweise Türverkleidungen auf, die zum Innenraum des Kraftfahrzeugs mit Dekormaterialien, beispielsweise Leder, Textil oder geschäumten Kunststoff, ausgerüstet sind. Die Türverkleidung deckt dabei vorzugsweise auch einen Fensterhebemechanismus für ein Seitenfenster eines Kraftfahrzeugs ab.
Um Fahrzeuginsassen vor Schäden durch einen Aufprall zu schützen, werden in einem Kraftfahrzeug üblicherweise Airbagmodule eingesetzt, die einen Gassack enthalten, welcher sich bei einem Aufprall innerhalb weniger Millisekunden mit Gas füllt und dadurch beschleunigte Körperteile eines Fahrzeuginsassen vor einem harten Kontakt mit Fahrzeugbauteilen schützen. Um einen solchen harten Kontakt mit einem Seitenfenster eines Kraftfahrzeugs zu vermeiden, sind Airbagmodule bekannt, deren Gassack sich im befüllten Zustand über das Seitenfenster, insbesondere zwischen dem Kopf eines Fahrzeuginsassen und dem Seitenfenster, erstreckt. Bei herkömmlichen PKW sind derartige Airbagmodule vorzugsweise im Dachholm angeordnet, so dass sich deren Gassack nach unten bis in einen Bereich einer Türbrüstung der Türe oder darüber hinaus erstreckt.
Eine solche Integration eines Airbagmoduls setzt ein Kraftfahrzeug mit einem Dachholm voraus, was beispielsweise bei Cabriolets nicht gegeben ist. Daher wurden andere Lösungen entwickelt, um zu verhindern, dass der Kopf eines Fahrzeuginsassen im Falle eines Aufpralls gegen das Seitenfenster schlägt. Im Wesentlichen bestehen solche Lösungen darin, das
Airbagmodul in die Türverkleidung zu integrieren, so dass sich der Gassack nach oben aus der Türbrüstung heraus über das Seitenfenster erstrecken kann.
Bisher bekannte Türbrüstungen für Cabriolets weisen an ihrem horizontalen Schenkel Schwächungslinien auf, neben welchen ein Dekorträger der Türbrüstung direkt mit der Türbrüstung verschraubt wird. Um bei Airbagauslösung zu vermeiden, dass die Türbrüstung sich vollständig ablöst, wird ein Airbagnetz in die Türverkleidung eingebettet. Dennoch kann sich die Türbrüstung bei Airbagauslösung vollständig umklappen und weit in den Fahrzeuginnenraum vorstehen. Dadurch bildet die geöffnete Türbrüstung eine Störgeometrie für einen Fahrzeuginsassen oder einen Sitzairbag.
Zudem weisen Türen moderner Fahrzeuge üblicherweise elektrische Fensterhebermechanismen auf. Diese umfassen Elektromotoren und Getriebe, die im Betrieb Schallemissionen und Vibrationen verursachen. Daher werden in Türverkleidungen üblicherweise Dämmmatten eingelegt, um die Übertragung von Schallemissionen und Vibrationen in den Fahrzeuginnenraum zu dämpfen. Bei Türverkleidungen von Cabriolets bestehen jedoch räumliche Grenzen, insbesondere durch das im Bereich der Türbrüstung angeordnete Airbagmodul.
Beschreibung der Erfindung
Die Aufgabe der Erfindung besteht darin, eine Türverkleidung anzugeben, die eine verbesserte Gassackentfaltung eines Airbagmoduls ermöglicht und eine verbesserte Schalldämmung umfasst. Ferner ist es Aufgabe der Erfindung, ein mehrspuriges Kraftfahrzeug mit einer solchen Türverkleidung anzugeben.
Diese Aufgabe wird durch eine Türverkleidung mit den Merkmalen des Patentanspruchs 1 und durch ein mehrspuriges Kraftfahrzeug mit den Merkmalen des Patentanspruchs 9 gelöst.
Konkret beruht die Erfindung auf dem Gedanken, eine Türverkleidung für eine Türe eines mehrspurigen Kraftfahrzeugs, insbesondere Cabriolets, anzugeben, wobei die Türverkleidung eine Türinnenverkleidung und eine Türbrüstung aufweist, die gegenüber der Türinnenverkleidung verschwenkbar ist. Die Türverkleidung umfasst ferner ein Airbagmodul, das im Bereich der Türbrüstung an einem Türrohbau befestigt und so ausgerichtet ist, dass ein Gassack des Airbagmoduls beim Auslösen in Richtung eines horizontalen Schenkels der Türbrüstung expandiert und dabei die Türbrüstung anhebt und gegenüber der
Türinnenverkleidung verschwenkt, so dass der Gassack über den horizontalen Schenkel aus
der Türbrüstung vortreten kann. Erfindungsgemäß ist eine flexible Dämmmatte vorgesehen, die zwischen dem Airbagmodul und der Türbrüstung angeordnet ist und die Türbrüstung mit der Türinnenverkleidung unverlierbar verbindet.
Der Vorteil der Erfindung zeigt sich insbesondere in der Verbindung der Türbrüstung mit der Innenverkleidung mittels der flexiblen Dämmmatte. Ein zusätzliches Airbagnetz ist damit nicht mehr erforderlich, um ein Ablösen der Türbrüstung von der Türinnenverkleidung zu vermeiden, wodurch sich Kosteneinsparungen ergeben. Vielmehr wird mit der Dämmmatte eine Doppelfunktion erzielt, nämlich einerseits eine verbesserte akustische Dämmung und andererseits eine Fixierung der Türbrüstung an der Türinnenverkleidung. Beim Auslösen des Airbags weicht die Türbrüstung daher weniger stark aus als bei bisher bekannten Lösungen und ragt daher nicht vollständig in den Fahrzeuginnenraum hinein. Somit bildet die Türbrüstung der erfindungsgemäßen Türverkleidung keine Störgeometrie für Fahrzeuginsassen oder einen Sitzairbag.
Es ist grundsätzlich nicht unüblich, Dämmmatten zur akustischen Schallisolierung in Fahrzeugtüren einzusetzen. Die Erfindung geht jedoch einen weiteren Weg, indem die Dämmmatte einerseits bis in den Türbrüstungsbereich verlängert wird und dabei andererseits zeitgleich die Türbrüstung mit der Türinnenverkleidung unverlierbar verbindet. Beim Aufklappen der Türbrüstung infolge der Auslösung eines Airbagmoduls wird so eine Verbindung zwischen der Türinnenverkleidung und der Türbrüstung geschaffen, die ein vollständiges Separieren der Türbrüstung vermeidet.
Vorzugsweise ist die Dämmmatte zwischen dem Airbagmodul und einem Brüstungsträger der Türbrüstung angeordnet und mit dem Brüstungsträger fest verbunden. Der Brüstungsträger kann formschlüssig in eine Einhängeleiste einer Dichtung eingepasst sein. Der Brüstungsträger ist dabei so in der Einhängeleiste angeordnet, dass er durch Auslösung des Airbagmoduls und daraus folgender Expansion des Gassacks nach oben gedrückt werden kann, um so aus der Einhängeleiste gelöst zu werden. Dadurch wird die Türbrüstung insgesamt nach oben verschoben und für die Schwenkbewegung frei. Die feste Verbindung mit der Dämmmatte, die außerdem mit der Türinnenverkleidung unverlierbar verbunden ist, sorgt dafür, dass sich die Türbrüstung nicht vollständig von der Türinnenverkleidung löst. Es ist zweckmäßig, wenn die Dämmmatte insofern eine gewisse Flexibilität bzw. Elastizität aufweist, um die Verschiebe- und Schwenkbewegung der Türbrüstung zu begleiten.
Zwischen der Türbrüstung und der Türinnenverkleidung kann ein Umklappbereich angeordnet sein, um welchen die Türbrüstung gegenüber der Türinnenverkleidung verschwenkbar ist. Der Umklappbereich kann insbesondere durch eine Trennstelle zwischen zwei Dekorträgern der Türverkleidung gebildet sein. Vorzugsweise ist die Trennstelle so gestaltet, dass auf der dem Fahrzeuginnenraum zugewandten Seite der Türverkleidung eine im Wesentlichen einheitliche Dekoroberfläche gebildet ist.
Um eine weitere, verbesserte Verbindung zwischen der Türbrüstung und der Türinnenverkleidung zu erreichen, kann vorgesehen sein, dass die Türbrüstung mit der Türinnenverkleidung durch eine Brücke verbunden ist, die den Umklappbereich überspannt. Die Brücke ist vorzugsweise biegeflexibel, um der Schwenkbewegung der Türbrüstung nach einer Airbagmodul-Auslösung zu folgen und gleichzeitig die Verbindung zwischen Türbrüstung und Türinnenverkleidung beizubehalten. Die Dämmmatte kann dabei mit der Brücke verbunden sein.
Die Brücke bildet ein zusätzliches Verbindungselement zwischen der Türbrüstung und der Türinnenverkleidung. Insbesondere kann die Brücke einen Dekorträger der Türbrüstung mit einem Dekorträger der Türinnenverkleidung verbinden. Konkret kann die Türinnenverkleidung einen ersten Dekorträger und die Türbrüstung einen zweiten Dekorträger aufweisen, wobei der erste Dekorträger und der zweite Dekorträger durch die Brücke miteinander verbunden sind.
Auf dem ersten Dekorträger und dem zweiten Dekorträger ist vorzugsweise jeweils ein Dekormaterial angeordnet. Derartige Dekormaterialien können insbesondere Leder, Textil und/oder geschäumter Kunststoff sein. Die Auswahl der entsprechenden Dekormaterialien erfolgt anhand von Kundenwünschen und/oder Kostenaspekten.
Eine besonders kostengünstige Herstellung der Türverkleidung ist erzielbar, wenn die Dämmmatte mit dem Brüstungsträger der Türbrüstung und/oder der Brücke klebeverbunden oder schweißverbunden ist. Eine Klebeverbindung ist besonders bevorzugt, da diese mit einem geringen Aufwand umsetzbar ist. Insbesondere können montageseitige Vorteile erzielt werden, wenn die Dämmmatte selbstklebend ist. Die Dämmmatte ist dabei vorzugsweise auf der dem Dekorträger zugewandten Seite mit einer selbstklebenden Schicht versehen. So kann bei der Montage die Matte schnell und einfach in die Türverkleidung eingesetzt und mit den entsprechenden Bauteilen an der Türbrüstung und der Türinnenverkleidung verklebt werden.
Die Dämmmatte umfasst vorzugsweise ein schalldämmendes und/oder feuerhemmendes Material. Insbesondere ein schalldämmendes Material ist zweckmäßig, um Geräusche aus einem Fensterhebemechanismus akustisch zu dämpfen. Dies ist für den Komfort von Fahrzeuginsassen von hoher Bedeutung.
Ferner kann vorgesehen sein, dass die Dämmmatte das Airbagmodul in Richtung zum zweiten Dekorträger vollständig umgreift und vor einem Einhakbereich des Brüstungsträgers endet. Einerseits ist damit eine gute akustische Dämmung zum Fahrzeuginnenraum gewährleistet. Andererseits wird dadurch erzielt, dass bei Auslösung des Airbagmoduls der Gassack entlang der Dämmmatte in eine vorbestimmte Öffnungsrichtung, vorzugsweise in Richtung zum horizontalen Schenkel der Türbrüstung, geleitet wird.
Ein weiterer Aspekt der Erfindung betrifft ein mehrspuriges Kraftfahrzeug, insbesondere Cabriolet, mit einer zuvor beschriebenen Türverkleidung. Generell ist die zuvor beschriebene Türverkleidung jedoch nicht nur für Cabriolets geeignet, sondern auch für Coupes oder andere Fahrzeugtypen.
Kurze Beschreibung der Zeichnungen
Die oben beschriebenen, unterschiedlichen und beispielhaften Merkmale können erfindungsgemäß miteinander kombiniert werden, soweit dies technisch sinnvoll und geeignet ist. Dies gilt unabhängig davon, ob die jeweiligen Merkmale als Vorrichtungs- und/oder als Verfahrensmerkmale offenbart sind. Weitere Merkmale, Vorteile und Ausführungsformen der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Figurenbeschreibung, sowie dem der beigefügten Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispiel. Die einzige Figur zeigt dabei einen Querschnitt durch eine erfindungsgemäße Türbrüstung.
Wege zur Ausführung der Erfindung
In der einzigen Figur ist im Querschnitt eine Türverkleidung 1 gezeigt, die in einem unteren Bereich eine Türinnenverkleidung 10 und einen darüber angeordneten oberen Bereich mit einer Türbrüstung 20 aufweist. Die Türverkleidung 1 ist mit einem Türrohbau 21 gekoppelt, wobei im Türrohbau 21 ein Fenster 25 vorgesehen ist. Das Fenster 25 ist in herkömmlicher Weise verschiebbar und über Fensterdichtungen 27 gegenüber dem Türrohbau 21
abgedichtet. Am Türrohbau 21 , insbesondere einem Rohbaublech 21a, ist ein Airbagmodul 30 fixiert. Das Airbagmodul ist dabei zwischen dem Türrohbau 21 , insbesondere dem Rohbaublech 21a, und der Türbrüstung 20 positioniert.
Die Türbrüstung 20 umfasst zudem einen horizontalen Schenkel 22. Der horizontale Schenkel muss in der Einbausituation nicht vollständig horizontal ausgerichtet sein, erstreckt sich jedoch im Wesentlichen in horizontaler Richtung, insbesondere etwa rechtwinklig zum ausgefahrenen Fenster 25.
Der horizontale Schenkel 22 ist insbesondere Teil eines zweiten Dekorträgers 24, der ebenso wie ein erster Dekorträger 13 der Türinnenverkleidung 10 ein Dekormaterial 14 trägt. Das Dekormaterial 14 kann insbesondere Leder oder ein Textil sein. Die beiden Dekorträger 13, 24 können unterschiedliche Dekormaterialien tragen.
Die Türbrüstung 20 umfasst auch einen Brüstungsträger 23, der unterhalb des horizontalen Schenkels 22 angeordnet ist. Der Brüstungsträger 23 weist einen Einhakabschnitt 23a auf, der in eine Einhakschiene 26 eingreift. Die Einhakschiene 26 umfasst eine der Fensterdichtungen 27 und umgreift zusätzlich den Türrohbau 21 , insbesondere das Rohbaublech 21a. Die Einhakschiene 26 weist ein U-förmiges Profil auf, das zum horizontalen Schenkel 22 des zweiten Dekorträgers 24 offen ist. In dieses U-Profil greift der Einhakabschnitt 23a des Brüstungsträgers 23 ein.
Die beiden Dekorträger 13, 24 verbindend ist eine Brücke 12 vorgesehen, die einerseits mit dem ersten Dekorträger 13 und andererseits mit dem zweiten Dekorträger 24 fest verbunden ist. Die Brücke 12 ist vorzugsweise aus einem biegeflexiblen Material, beispielsweise einem Kunststoff, gebildet und verbindet so die Türbrüstung 20 mit der Türinnenverkleidung 10.
Entlang der Brücke 12 ist eine Dämmmatte 40 angeordnet, die sich bis zum Brüstungsträger 23 erstreckt. Die Dämmmatte 40 weist auf einer den Dekorträgern 13, 24 zugewandten Seite vorzugsweise eine selbstklebende Schicht, insbesondere eine selbstklebende Oberfläche, auf. Mittels dieser selbstklebenden Schicht ist die Dämmmatte 40 mit der Brücke 12 und dem Brüstungsträger 23 fest verklebt. Dadurch verbindet die Dämmmatte 40 die Türbrüstung 20 mit der Türinnenverkleidung 10. Es ist zusätzlich möglich, dass die Dämmmatte 40 durch Ultraschallschweißen und/oder Heißnieten an dem Brüstungsträger 23 und/oder der Brücke 12 befestigt ist.
Wie in der Figur gut erkennbar ist, reicht die Dämmmatte 40 bis nahe an den Einhakabschnitt 23a des Brüstungsträgers 23 bzw. die Einhakschiene 26. Auf diese Weise umgreift die Dämmmatte 40 das Airbagmodul 30 auf der den Dekorträgern 13, 24 zugewandten Seite. Das Airbagmodul 30 ist insoweit zwischen dem Türrohbau 21, insbesondere dem Rohbaublech 21a, und der Dämmmatte 40 eingebettet, wobei die Dämmmatte 40 das Airbagmodul 30 wannenartig umgreift.
Die Funktion der in der Figur gezeigten Türverkleidung 1 wird nachfolgend näher erläutert. Die Türverkleidung 1 dient insbesondere als Türverkleidung für ein Cabriolet oder ein Coupe- Fahrzeug, bei welchem ein Fenster-Airbagmodul nicht in einem Dachholm integriert werden kann, wie dies bei anderen Fahrzeugen üblich ist. Das Airbagmodul ist stattdessen in der Türbrüstung 20 angeordnet und umfasst einen Gassack, der sich nach oben hin öffnen und vor das Fenster 25 legen soll.
Um dies zu erreichen, muss bei der Auslösung des Airbagmoduls 30 die Türbrüstung 20 geöffnet werden. Dies erfolgt dadurch, dass durch die Befüllung und daraus folgende Expansion des Gassacks die Türbrüstung 20 zunächst angehoben wird. Konkret wird der Brüstungsträger 23 angehoben, so dass der Einhakabschnitt 23a aus dem Eingriff mit der Einhakschiene 26 gelangt. Dies sorgt dafür, dass die Türbrüstung 20 in horizontaler Richtung frei ist und sich um den Umklappbereich 11 verschwenken kann. Die Form des Brüstungsträgers 23 bildet dabei eine Führung für den sich aufblasenden Gassack, so dass der zweite Dekorträger 24 der Türbrüstung 20 in Richtung zum Fahrzeuginnenraum verschenkt wird. Die Türbrüstung 20 klappt also um den Umklappbereich 11 herum.
Der Vorgang der Befüllung und des Aufblasens des Gassacks erfolgt in wenigen Millisekunden. Dabei entsteht eine sehr schnelle und druckvolle Bewegung, die bei herkömmlichen Türverkleidungen dazu führt, dass die Türbrüstung sich sehr weit in den Fahrzeuginnenraum hineinklappt. Mit der Dämmmatte 40, die bei der Erfindung vorgesehen ist, wird die Verschwenkbewegung hingegen begrenzt. Die Dämmmatte 40 ist fest mit der Türbrüstung 20, insbesondere dem Brüstungsträger 23 und der Brücke 12 bzw. der Türinnenverkleidung 10 verbunden, vorzugsweise verklebt, so dass die Türbrüstung 20 unverlierbar mit der Türinnenverkleidung 10 gekoppelt bleibt. Gleichzeitig führt die Dämmmatte 40 beim Aufblasen des Gassacks diesen in Richtung zum Fenster 25. Die Schwenkbewegung der Türbrüstung wird auf diese Weise auf das notwendige Maß begrenzt, das gerade ausreicht, um den Gassack aus der Türbrüstung 20 zu entlassen.
BEZUGSZEICHENLISTE
I Türverkleidung
10 Türinnenverkleidung
I I Umklappbereich
12 Brücke
13 erster Dekorträger
14 Dekormaterial
20 Türbrüstung
21 Türrohbau
21a Rohbaublech
22 horizontaler Schenkel
23 Brüstungsträger
23a Einhakabschnitt
24 zweiter Dekorträger
25 Fenster
26 Einhakschiene
27 Fensterdichtung
30 Airbagmodul
40 Dämmmatte
Claims
1. Türverkleidung (1) für eine Türe eines mehrspurigen Kraftfahrzeugs, insbesondere Cabriolets, mit einer Türinnenverkleidung (10), einer Türbrüstung (20), die gegenüber der Türinnenverkleidung (10) verschwenkbar ist, einem Airbagmodul (30), das im Bereich der Türbrüstung (20) an einem Türrohbau (21) befestigt und so ausgerichtet ist, dass ein Gassack des Airbagmoduls (30) beim Auslösen in Richtung eines horizontalen Schenkels (22) der Türbrüstung (20) expandiert und dabei die Türbrüstung (20) anhebt und gegenüber der Türinnenverkleidung (10) verschwenkt, so dass der Gassack über den horizontalen Schenkel (22) aus der Türbrüstung (20) vortreten kann, und mit einer flexiblen Dämmmatte (40), die zwischen dem Airbagmodul (30) und der Türbrüstung (20) angeordnet ist und die Türbrüstung (20) mit der Türinnenverkleidung (10) unverlierbar verbindet.
2. Türverkleidung (1) nach Anspruch 1 dadurch gekennzeichnet, dass die Dämmmatte (40) zwischen dem Airbagmodul (30) und einem Brüstungsträger (23) der Türbrüstung (20) angeordnet ist und mit dem Brüstungsträger (23) fest verbunden ist.
3. Türverkleidung (1) nach Anspruch 1 oder 2 dadurch gekennzeichnet, dass zwischen der Türbrüstung (20) und der Türinnenverkleidung (10) ein Umklappbereich (11) angeordnet ist, um welchen die Türbrüstung (20) gegenüber der Türinnenverkleidung (10) verschwenkbar ist.
4. Türverkleidung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass die Türbrüstung (20) mit der Türinnenverkleidung (10) durch eine, insbesondere biegeflexible, Brücke (12) verbunden ist, die den Umklappbereich (11) überspannt, wobei die Dämmmatte (40) mit der Brücke (12) verbunden ist.
5. Türverkleidung (1) nach Anspruch 4 dadurch gekennzeichnet, dass die Türinnenverkleidung (10) einen ersten Dekorträger (13) und die Türbrüstung (20) einen zweiten Dekorträger (24) aufweist, wobei der erste Dekorträger (13) und der zweite Dekorträger (24) durch die Brücke (12) miteinander verbunden sind.
6. Türverkleidung (1) nach Anspruch 5 dadurch gekennzeichnet, dass auf dem ersten Dekorträger (13) und dem zweiten Dekorträger (24) jeweils ein Dekormaterial (14), insbesondere Leder, Textil und/oder geschäumter Kunststoff, angeordnet ist.
7. Türverkleidung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass die Dämmmatte (40) mit dem Brüstungsträger (23) der Türbrüstung (20) und/oder der Brücke (12) klebeverbunden oder schweißverbunden ist, insbesondere wobei die Dämmmatte (40) selbstklebend ist.
8. Türverkleidung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche dadurch gekennzeichnet, dass die Dämmmatte (40) ein schalldämmendes und/oder feuerhemmendes Material aufweist.
9. Mehrspuriges Kraftfahrzeug, insbesondere Cabriolet, mit einer Türverkleidung (1) nach einem der vorhergehenden Ansprüche.
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