EP4711088A1 - Vorrichtung und verfahren zum eintreiben eines befestigungselements in einen untergrund - Google Patents

Vorrichtung und verfahren zum eintreiben eines befestigungselements in einen untergrund

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EP4711088A1
EP4711088A1 EP24200734.2A EP24200734A EP4711088A1 EP 4711088 A1 EP4711088 A1 EP 4711088A1 EP 24200734 A EP24200734 A EP 24200734A EP 4711088 A1 EP4711088 A1 EP 4711088A1
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EP
European Patent Office
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energy
energy transfer
transfer element
coupling
coupling unit
Prior art date
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Pending
Application number
EP24200734.2A
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English (en)
French (fr)
Inventor
Claudio Hasler
Karl Franz
Rene Wohlwend
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Hilti AG
Original Assignee
Hilti AG
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Filing date
Publication date
Application filed by Hilti AG filed Critical Hilti AG
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Priority to PCT/EP2025/075805 priority patent/WO2026061855A1/de
Publication of EP4711088A1 publication Critical patent/EP4711088A1/de
Pending legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B25HAND TOOLS; PORTABLE POWER-DRIVEN TOOLS; MANIPULATORS
    • B25CHAND-HELD NAILING OR STAPLING TOOLS; MANUALLY OPERATED PORTABLE STAPLING TOOLS
    • B25C1/00Hand-held nailing tools; Nail feeding devices
    • B25C1/06Hand-held nailing tools; Nail feeding devices operated by electric power

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Portable Nailing Machines And Staplers (AREA)

Abstract

Die Erfindung betrifft Vorrichtung 20 zum Eintreiben eines Befestigungselements in einen Untergrund, umfassend ein Gehäuse 21, einen Energiespeicher 22 zur Speicherung von Energie, ein Energieübertragungselement 30 zur Übertragung von Energie aus dem Energiespeicher 22 auf das Befestigungselement, wobei das Energieübertragungselement 30 ausgebildet ist, sich im Gehäuse 21 in einer Eintreibrichtung 25 zu bewegen, eine Energieübertragungseinheit 34 zur Übertragung von Energie aus dem Energiespeicher 22 auf das Energieübertragungselement 30. Es ist eine Kupplungseinrichtung 40 mit zumindest einer Koppeleinheit 41, welche zumindest in der ersten Position in Wirkverbindung mit dem Energieübertragungselement 30 steht, und die zumindest eine Koppeleinheit 41 ausgebildet ist, sich im Gehäuse 21 zumindest in Richtung hin zum Energiespeicher 22 linear zu bewegen, um eine vordefinierte Eintreibenergie in den Energiespeicher 22 zu bringen. Weiters betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Eintreiben eines Befestigungsmittels.

Description

  • Die vorliegende Erfindung betrifft eine Vorrichtung zum Eintreiben eines Befestigungselements gemäss dem Patentanspruch 1 und ein Verfahren zum Eintreiben eines Befestigungselements in einen Untergrund gemäss dem Patentanspruch 13.
  • Technologischer Hintergrund
  • Für das Eintreiben von Nägeln und Elementen in Untergründe wie Holz, Stahl und Beton gibt es verschiedene Antriebskonzepte. Die Eintreibenergie wird für Anwendungen mit hohem Eintreibenergiebedarf mit Treibladungskartuschen bereitgestellt. Für jedes Befestigungselement wird eine Treibladung benötigt. Für mittlere Eintreibenergien werden auf Gasverbrennung basierende Geräte und Druckluftgeräte mit einem stationären Kompressor verwendet. Bei geringem Eintreibenergiebedarf gibt es Geräte, die batteriebetrieben sind.
  • Zum Einschlagen von Nägeln braucht es eine hohe Leistung. Akkus / Batterien haben eine hohe Energiedichte können jedoch nur eine sehr begrenzte Leistung bieten. Daher wird bei allen batteriebetriebenen Geräten ein Zwischenspeicher benötigt. Der Zwischenspeicher ermöglicht die Energie in sehr kurzer Zeit freizugeben. So kann man die hohe Leistung erreichen.
  • Der allgemeine Trend geht in die Richtung, die batteriebetriebenen Geräte, auch in Bereiche höherer Eintreibenergie zu bringen. Damit können die verbrennungsbasierten Geräte ersetzt werden. Batteriebetriebene Geräte sind einfacher in der Handhabung, günstiger und haben eine deutlich bessere CO2 Bilanz als verbrennungsbasierte Geräte.
  • Bei Eintreibgeräten ist es bekannt, mechanische Energie vorübergehend in einem mechanischen Energiespeicher zu speichern und schlagartig auf ein Befestigungselement zu übertragen. Üblicherweise findet ein Energieübertragungselement, beispielsweise in Form eines Kolbens, dafür Verwendung, welches in einer Eintreibrichtung zwischen dem mechanischen Energiespeicher und dem Befestigungselement angeordnet ist und sich vor und zurück bewegt. Die Abmessungen solcher Vorrichtungen in der Eintreibrichtung sind daher relativ gross. In einigen Anwendungsbereichen ist es wünschenswert, eine Vorrichtung zur Verfügung zu stellen, bei denen diese Abmessungen reduziert sind.
  • Aus dem Stand der Technik ist die WO2017/015654 A1 bekannt. Dort ist ein Eintreibgerät offenbart, wobei das Gerät eine Stromquelle, eine Steuerschaltung, ein Motor und eine Gasfeder umfasst, wobei die Gasfeder eine Kammer und einen in der Kammer angeordneten Kolben umfasst. Weiters umfasst das Gerät einen Antriebsmechanismus, der die Gasfeder selektiv ein- und auskuppeln kann, wobei die Gasfeder in der Lage ist, sich in eine aktivierte Position zu bewegen, wenn sie durch den Antriebsmechanismus eingekuppelt wird. Des Weiteren ist eine Ambossanordnung mit einem Amboss vorhanden. Der Antriebsmechanismus greift selektiv in die Gasfeder ein, um eine Kraft auf die Gasfeder auszuüben, um den Kolben der Gasfeder zu bewegen. Wenn der Antriebsmechanismus in die Gasfeder eingreift, wird durch die Bewegung potentielle Energie gespeichert, und nachdem der Antriebsmechanismus anschließend die Gasfeder gelöst hat, gibt die Gasfeder ihre potentielle Energie frei und mindestens einen der beiden Teile, Amboss und Ambossanordnung, wird beschleunigt, wobei sich dann mindestens einer der beiden Teile für einen Abschnitt des Hubs von der Gasfeder trennt, um ein Befestigungselement anzutreiben.
  • Aus dem Stand der Technik ist die WO2017/015654 A1 bekannt. Es wird ein tragbares Eintreibwerkzeug bereitgestellt, das Klammern, Nägel oder andere linear angetriebene Befestigungselemente eintreibt. Das Werkzeug nutzt das Prinzip einer Gasfeder, bei der ein mit Druckgas gefüllter Zylinder dazu verwendet wird, einen Kolben schnell durch eine Antriebshubbewegung zu drücken, während ein Treiber gleichzeitig einen Befestiger in ein Werkstück treibt. Anschließend wird der Kolben/Treiber mithilfe eines Dreh-Linear-Hebers in seine Ausgangsposition zurückbewegt, und der Kolben komprimiert erneut das Gas über dem Kolben, wodurch das Werkzeug für einen weiteren Antriebshub vorbereitet wird. Der Treiber weist an seinen Kanten Vorsprünge auf, die mit dem Heber in Kontakt kommen, der den Treiber bei einem Rückhub anhebt. Ein schwenkbarer Riegel wird so gesteuert, dass er sich in Bezug auf die Treibervorsprünge entweder in eine störende oder eine nicht störende Position bewegt und fungiert als Sicherheitsvorrichtung, indem er verhindert, dass der Treiber zum falschen Zeitpunkt einen vollständigen Antriebshub ausführt.
  • Nachteilig an diesen bekannten Lösungen ist, der hohe Verschleiss des Antriebsmechanismus über die Lebensdauer des Geräts. Durch das Weiterdrehen des Spannmechanismus und gleichzeitiger Freigabe der gespeicherten Energie in der Gasfeder, treten an den relevanten Bauteilen sehr hohe Kontaktkräfte auf, welche sich von einer flächigen Auflage zu einer linienförmigen reduzieren und die Lebensdauer und Robustheit des Gerätes signifikant beeinflussen.
  • Aus dem Stand der Technik ist die WO2020/126403 A1 bekannt. Dort ist eine Vorrichtung zum Eintreiben eines Befestigungselements in einen Untergrund offenbart, welche einen mechanischen Energiespeicher zur Speicherung von mechanischer Energie und ein entlang einer Setzachse sowie in einer Eintreibrichtung zwischen einer Ausgangsstellung und einer Setzstellung bewegbares Energieübertragungselement zur Übertragung von Energie aus dem mechanischen Energiespeicher auf das Befestigungselement aufweist. Das Energieübertragungselement weist ein in der Eintreibrichtung hinteres Ende auf. Der mechanische Energiespeicher weist einen ersten zylindrischen Behälter und einen ersten Kolben auf. Die Vorrichtung weist eine Kraftübertragungseinrichtung auf, welche eine Federkraft der ersten Gasfeder auf das hintere Ende des Energieübertragungselements überträgt, wobei das hintere Ende des Energieübertragungselements in der Eintreibrichtung hinter dem ersten Kolben angeordnet ist, wenn das Energieübertragungselement in der Ausgangsstellung angeordnet ist.
  • Darstellung der Erfindung
  • Eine Aufgabe der Erfindung besteht darin mindestens einen der Nachteile des Standes der Technik zu vermeiden. Insbesondere soll eine verbesserte Vorrichtung zum Eintreiben eines Befestigungselements in einen Untergrund geschaffen werden, welche eine stufenlose Energieverstellung der Eintreibenergie ermöglicht. Es soll ein verbessertes Verfahren zum Eintreiben eines Befestigungsmittels geschaffen werden.
  • Diese Aufgabe wird durch die Merkmale der unabhängigen Patentansprüche gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen sind in den Figuren und in den abhängigen Patentansprüchen dargelegt.
  • Eine erfindungsgemässe Vorrichtung zum Eintreiben eines Befestigungselements in einen Untergrund umfasst ein Gehäuse, einen Energiespeicher zur Speicherung von Energie, ein Energieübertragungselement zur Übertragung von Energie aus dem Energiespeicher auf das Befestigungselement, wobei das Energieübertragungselement ausgebildet ist, sich im Gehäuse in eine Eintreibrichtung zu bewegen und eine Energieübertragungseinheit zur Übertragung von Energie aus dem Energiespeicher auf das Energieübertragungselement. Es ist eine Kupplungseinrichtung mit zumindest einer Koppeleinheit vorhanden, wobei die Koppeleinheit zumindest in einer ersten Position in Wirkverbindung mit dem Energieübertragungselement steht. Die zumindest eine Koppeleinheit ist ausgebildet, sich im Gehäuse zumindest in Richtung hin zum Energiespeicher linear zu bewegen, um eine vordefinierte Eintreibenergie in den Energiespeicher zu bringen. Dabei ist die Koppeleinheit in der ersten Position mit dem Energieübertragungselement gekoppelt und nimmt das Energieübertragungselement in Richtung zum Energiespeicher mit, und kann das Energieübertragungselement stufenlos mit einer gewünschten Eintreibenergie vorspannen. Dadurch ist die Eintreibenergie stufenlos von einem Minimalwert hin zu einem Maximalwert einstellbar, je nach eingestelltem Weg der linear bewegbaren Koppeleinheit. Die im Energiespeicher eingestellte Energie ist auf das Energieübertragungselement und auf das Befestigungselement übertragbar und definiert die Höhe der Eintreibenergie. Ein Befestigungselement ist beispielsweise ein Nagel. Das Energieübertragungselement kann hin zum Energiespeicher im Gehäuse bewegt werden und in Eintreibrichtung hin zu einem Befestigungselement bewegt werden. Die Richtung hin zum Energiespeicher ist entgegengesetzt zur Eintreibrichtung ausgerichtet.
  • Insbesondere ermöglicht die vorliegende Vorrichtung eine Regulierung der Energie bei Betonnägel oder Stahlnägel, und deckt somit vielseitige Applikationen ab. Darüber hinaus ist ein kritischer Verschleiss an der Kupplungseinrichtung und der Schnittstelle zwischen Energieübertragungselement und Energieübertragungseinheit im Vergleich zum Stand der Technik signifikant reduziert.
  • Vorzugsweise ist die zumindest eine Koppeleinheit zumindest von einer Koppelposition in eine Entkoppelposition überführbar, wobei der Weg, der zumindest einen Koppeleinheit von der zumindest einen Koppelposition hin zur Entkoppelposition einstellbar ist, um die vordefinierte Eintreibenergie in den Energiespeicher zu bringen. In der Entkoppelposition wird das Energieübertragungselement von der Koppeleinheit getrennt. Das Energieübertragungselement wird mit der Koppeleinheit in der zumindest einen ersten Position, welche somit die Koppelposition ist, verbunden und entlang in Richtung hin zum Energiespeicher im gekoppelten Zustand linear bewegt, bis jene Koppelposition erreicht wird, welche einer gewünschten Eintreibenergie entspricht. Diese Koppelposition wird zur Entkoppelposition, wobei die Kopplung zwischen der Koppeleinheit und dem Energieübertragungselement in der eingestellten Entkoppelposition lösbar ist, sodass das Energieübertagungselement nach dem Lösen der Koppeleinheit auf das Befestigungselement hin beschleunigbar ist, um dieses mit der voreingestellten Eintreibenergie in einen Untergrund einzutreiben.
  • Bevorzugterweise ist die Koppeleinheit relativ zum Energieübertragungselement bewegbar. Damit kann sich die Koppeleinheit unabhängig vom Energieübertragungselement bewegen. Beispielsweise kann sich somit das Energieübertragungselement über einen längeren Weg in der Vorrichtung bewegen als die Koppeleinheit, sodass das Energieübertragungselement unabhängig von der Koppeleinheit das Befestigungselement eintreiben kann.
  • Insbesondere erstreckt sich die Koppeleinheit um das Energieübertragungselement. Damit besteht zumindest in der ersten Position bis hin zur gewünschten Entkoppelposition eine sichere Wirkverbindung zwischen der Koppeleinheit und dem Energieübertragungselement, sodass die Betriebssicherheit erhöht ist und der Verschleiss der wesentlichen funktionalen Komponenten minimiert ist. Das Energieübertragungselement wird reproduzierbar und positionssicher von der Koppeleinheit linear mitgenommen.
  • Vorzugsweise ist die Energieübertragungseinheit mithilfe der zumindest einen Koppeleinheit zumindest abschnittsweise mit dem Energieübertragungselement mitbewegbar, um die vordefinierte Eintreibenergie in den Energiespeicher zu bringen. Damit kann die Bewegung der Koppeleinheit direkt die Bewegung der Energieübertragungseinheit steuern, sodass die vordefinierte Eintreibenergie direkt voreinstellbar ist bzw. die gewünschte Vorspannung am Energieübertragungselement einfach einstellbar ist. Die Energieübertragungseinheit überträgt die Energie aus dem Energiespeicher auf das Energieübertragungselement, welches wiederum die Energie auf das Befestigungselement übertragen kann. So wird das Energieübertragungselement geschont und kann konstruktiv einfach gebaut sein.
  • Bevorzugterweise ist die Energieübertragungseinheit in Eintreibrichtung zumindest abschnittsweise im Gehäuse mit dem Energieübertragungselement mitbewegbar. Damit ist die Eintreibenergie zumindest bis hin zur ersten Position über einen vordefinierten Weg im Gehäuse auf das Energieübertragungselement unterbrechungsfrei übertragbar. Die voreingestellte Eintreibenergie aus dem Energiespeicher verpufft somit nicht und wird vollständig übertragen. Die Eintreibrichtung ist gegengleich der Richtung hin zum Energiespeicher. In anderen Worten ausgedrückt ist die Eintreibrichtung in Richtung hin zum Befestigungselement in der Vorrichtung ausgerichtet.
  • Insbesondere ist die Energieübertragungseinheit ausgebildet, sich vom Energieübertragungselement zu lösen. Die Energieübertragungseinheit bewegt sich bis zu einer definierten Position in Eintreibrichtung. Dort wird die Energieübertragungseinheit in einer Endposition abgebremst bzw. gehalten. Nach dem Lösen des Energieübertragungselements von der Energieübertragungseinheit, bewegt sich das Energieübertragungselement im Freiflug in Eintreibrichtung, bis es auf ein Befestigungselement trifft, um dieses in einen Untergrund einzutreiben. Ein derartiger Aufbau vermindert den Rückstoss der Vorrichtung beim Eintreiben des Befestigungselements in einen Untergrund, da die Kraft der Energieübertragungseinheit nicht über den kompletten Hub wirkt. Bei unsachgemässer Auswahl des Befestigungselements für die Applikation würde dies dazu führen, dass die restliche Energie der Energieübertragungseinheit nach Abbremsen des Befestigungselements in einen Rückstoss umgewandelt wird. Dies kann zu einer gesundheitskritischen Situation für den Anwender führen. Weiters ist das Lösen der Energieübertragungseinheit vom Energieübertragungselement vorteilhaft, wenn das Energieübertragungselement getauscht werden soll. Das Energieübertragungselement kann somit ohne Energieübertragungseinheit aus der Vorrichtung ausgebaut werden. Zusätzlich ist der konstruktive Aufbau hilfreich, wenn sich ein Befestigungselement im Gehäuse der Vorrichtung verklemmt hat. Bei Auftreten eines verklemmten Befestigungselements oder anderen Störungen, soll die Vorrichtung entweder sicher entladen werden können oder das Energieübertragungselement kraftfrei sein. Ein von der Energieübertragungseinheit gelöstes Energieübertragungselement ist frei von einer Kraft aus dem Energiespeicher bzw. von einer Vorspannung.
  • Vorzugsweise ist ein Auslösemechanismus vorhanden, um die zumindest eine Koppeleinheit vom Energieübertragungselement zu entkoppeln. Der Auslösemechanismus ist derart mit der Koppeleinheit verbunden, dass bei der Betätigung eines Auslösers an der Vorrichtung durch den Benutzer, die Koppeleinheit das Energieübertragungselement frei gibt und sich das Energieübertragungselement mit der voreingestellten Eintreibenergie in Eintreibrichtung auf das Befestigungselement zubewegt, um dieses in einen Untergrund einzutreiben.
  • Bevorzugterweise ist eine Rückstelleinrichtung vorhanden, mit der zumindest das Energieübertragungselement in eine Richtung entgegen der Eintreibrichtung in die erste Position rückführbar ist. Die Rückstelleinrichtung umfasst zumindest eine Rückstelleinheit, die sich mit dem frei bewegenden Energieübertragungselement im Gehäuse koppelt. Die Rückstelleinrichtung unterstützt die Vorrichtung dabei, das Energieübertragungselement positionssicher zurück in die erste Position zu überführen.
  • Alternativ oder ergänzend ist mithilfe der Rückstelleinrichtung die Koppeleinheit in eine Richtung entgegen der Eintreibrichtung in die erste Position rückführbar. Damit sind die Koppeleinheit und das Energieübertragungselement, allein oder gemeinsam, rückführbar und zumindest in der ersten Position wieder miteinander koppelbar, sodass ein reproduzierbares und nacheinander durchführbares Eintreiben von mehreren Befestigungselementen mit der Vorrichtung ermöglicht ist.
  • Bevorzugt umfasst die Rückstelleinrichtung einen Elastomerpuffer, eine Luftfeder oder ein Koppelelement. Der Elastomerpuffer wird zumindest während des Freiflugs des Energieübertragungselements vom Energieübertragungselement komprimiert und fungiert wie eine Feder. Beim Expandieren des Elastomerpuffers wird das Energieübertragungselement zumindest zurück in die erste Position überführt. Alternativ zum Elastomerpuffer, kann das Energieübertragungselement durch Komprimierung eines Luftpolsters im vorderen Gerätebereich einen Überdruck aufbauen und durch eine eigenständige Luftfeder die Rückführung des Energieübertragungselements initiieren. Die Rückstellung des Energieübertragungselements kann auch durch eine mechanische Koppelung der Spannhubbewegung zumindest in die erste Position durchgeführt werden. Hierbei kann beispielsweise durch ein Gewinde mit mehr als doppelter Steigung des Spindelantriebs eine Rückholung durch zwei hakenförmige Koppelelemente durchgeführt werden.
  • Vorzugsweise umfasst die Kupplungseinrichtung ein Joch, welches zumindest in der ersten Position in Wirkverbindung mit der zumindest einen Koppeleinheit steht. Das Joch kann die zumindest eine Koppeleinheit positionssicher halten und sich im Gehäuse zumindest in Richtung hin zum Energiespeicher reproduzierbar linear bewegen. Durch das Vorspannen über das Joch kann ein singulärer Kontaktpunkt zwischen der Koppeleinheit und dem Joch geschaffen werden, sodass das Energieübertragungselement positionssicher gehalten werden kann, bevor der Eintreibprozess gestartet wird.
  • Bevorzugterweise ist der Energiespeicher eine Gasfeder und die Energieübertragungseinheit ein Gaskolben. Die Gasfeder ist im Vergleich zur Umgebung auf deinen definierten Druck vorgeladen. Durch Einbringen eines Vordrucks kann im Vergleich zu Gasfedern, welche von Umgebungsdruck auf Spanndruck laden, kompakter gebaut werden, um die gleiche Energie zu erhalten. Mithilfe des Gaskolbens ist die voreingestellte Eintreibenergie nahezu verlustfrei auf das Energieübertragungselement übertragbar. Dabei kann ein Rundschaftkolben für die Anwendung der Vorrichtung für Stahl- und Betonanwendungen von Vorteil sein. Damit ist eine Vorrichtung realisiert, welche, basierend auf einer Gasfeder als Energiespeicher, für höhere Energieklassen eingesetzt werden kann.
  • Beim Auslösen der Koppeleinheit wird die gespeicherte Energie in der Gasfeder auf den Gaskolben und auf das Energieübertragungselement freigegeben. Die Koppeleinheit verbleibt in der Entkoppelposition. In einer bevorzugten Ausführungsform sind die Wege bzw. Hübe von Energieübertragungselement und Gaskolben so ausgelegt, dass sich das Energieübertragungselement mind. 70 Millimeter vor Erreichen seiner Endposition von dem Gaskolben trennt. Zusätzlich zum Freiflughub des Energieübertragungselements kommt der Beschleunigungshub, wobei das Energieübertragungselement und Gaskolben für einen bestimmten Hub miteinander beschleunigt werden.
  • Bestehende Vorrichtungen auf dem Markt für den Anwendungsbereich arbeiten in der Regel mit einem statischen Druck von etwa 1 bis 3 bar und einem Spanndruck von 11 bis 13 bar. Eine Skalierung zu höheren Energien bedarf eines sehr grossen Kolbendurchmesser (~Ø80 mm), um auf eine Setzenergie von 200 Joule zu kommen. Folglich werden die Vorrichtungen massiv grösser und unattraktiv hinsichtlich Gewicht. Vorzugsweise ist der Gaskolben derart dimensioniert, dass eine Kennzahl (x), definiert aus maximal erreichtem Spitzendruck (p) und wirkendem Durchmesser (d) des Gaskolbens mit: p d 2 1000 > x definiert ist, 1000 wobei x 40 Millinewton [mN] ist, insbesondere 75 Millinewton [mN] ist und bevorzugt 180 Millinewton [mN] ist. Durch Erhöhung des Vordrucks können Gasfederkonzepte kompakter und leichter bauen. Damit sind unterschiedliche Baugrössen der Vorrichtung realisierbar, wobei die Eintreibenergie um die 200 Joule erreichbar ist. Somit können kleinere und kompaktere Vorrichtungen gebaut werden, welche leicht und handlich in der Bedienung sind. Insbesondere ist der maximale Weg des Energieübertragungselements aus der ersten Position hin zur maximal ausgefahrenen Position grösser 90 Millimeter [mm].
  • Vorzugsweise umfasst die Kupplungseinrichtung eine Antriebseinrichtung. Damit ist die Koppeleinheit wiederkehrend und reproduzierbar von der Entkoppelposition in die erste Position und in unterschiedliche Koppelpositionen überführbar.
  • Die Antriebseinrichtung umfasst insbesondere einen Spindelantrieb oder einen Wickelantrieb. Damit lässt sich die Koppeleinheit einfach linear im Gehäuse bewegen. Insbesondere ist der Spindelantrieb als Doppelspindelantrieb mit einer ersten und einer zweiten Spindel ausgeführt. Für eine symmetrische Krafteinleitung auf das Energieübertragungselement und der Koppeleinheit während des Spannvorgangs werden symmetrisch zur Eintreibrichtung bzw. zu einer Nagelsetzachse zwei Spindeln angeordnet. Insbesondere verbindet das Joch beide Spindeln und ist entlang der Spindelachsen zumindest in Richtung hin zum Energiespeicher bewegbar, sodass die Koppeleinheit mithilfe des Jochs derart bewegbar ist, dass die gewünschte Energie reproduzierbar einstellbar ist. Das Joch und die Koppeleinheit können durch die Drehung der Spindeln längs der Setzachse in entgegengesetzter Richtung zur Eintreibrichtung bewegt werden. Damit ist die Koppeleinheit linear von der ersten Position zu einer Entkoppelposition, je nach gewünschter Eintreibenergie, bewegbar. Ein Vorteil der Spindelkonstruktion ist zum einen eine kompakte Bauweise und zum anderen die integrierte Übersetzung, welche die notwendige Getriebegrösse reduziert.
  • Vorteilhaft umfasst der Wickelantrieb ein Band sowie einen Federmechanismus. Alternativ zum Spindelantrieb kann über ein oder zwei Wickelantriebe das Spannen der Gasfeder umgesetzt werden. Hierbei ist die Koppeleinheit oder das Joch starr mit den Enden des Bands verbunden. Das Band bzw. die Bänder werden auf einer Rolle bzw. zwei Rollen aufgewickelt. Durch den Wickelantrieb können etwaige Längungen des Bandes über die Lebensdauer abgefangen werden und nehmen somit keinen Einfluss auf die Spannlänge. Die Rückstellung der Koppeleinheit erfolgt hierbei durch zwei leichte Federn, welche beim Abwickeln des Bandes von der Koppeleinheit in die erste Position rückstellen. Vorzugsweise umfasst die Antriebseinrichtung eine Energiequelle, um zumindest einen Antrieb der Antriebseinrichtung mit Energie zu versorgen.
  • Bevorzugterweise ist zumindest eine Ventileinrichtung vorhanden, um den Energiespeicher mit einem Fluid, insbesondere mit einem Gas, zu befüllen. Um ein Zurücksenden der Vorrichtung zum Hersteller zum Nachfüllen des Energiespeichers zu verhindern, kann ein druckgeregeltes Ventil zusammen mit einer Füllpatrone eingesetzt werden. Durch Aufschrauben der Füllpatrone und dem druckgeregelten Ventil kann der Anwender ohne grosse Aufwände auf der Baustelle den initialen Druck der Vorrichtung wieder herstellen. Ein Überdruck wird durch besagtes Ventil verhindert.
  • Ein erfindungsgemässes Verfahren zum Eintreiben eines Befestigungsmittels mit einer Vorrichtung zum Eintreiben eines Befestigungsmittels in einen Untergrund umfasst zumindest die nachfolgenden Schritte:
    1. a) Koppeln einer Koppeleinheit mit einem Energieübertragungselement zum Eintreiben eines Befestigungsmittels,
    2. b) Gemeinsames lineares Bewegen der, mit dem Energieübertragungselement gekoppelten, Koppeleinheit mit einer Energieübertragungseinheit hin zu einen Energiespeicher, um eine vordefinierte Eintreibenergie in den Energiespeicher zu bringen, wobei insbesondere der Weg, der zumindest einen Koppeleinheit von einer Koppelposition hin zu einer Entkoppelposition einstellbar ist,
    3. c) Loslösen des Energieübertragungselements von der Koppeleinheit in einer ersten Position entlang der Eintreibrichtung eines Befestigungsmittels,
    4. d) Eintreiben des Befestigungsmittels mit dem Energieübertragungselement.
  • Dabei ist die Koppeleinheit in der ersten Position mit dem Energieübertragungselement gekoppelt und nimmt das Energieübertragungselement in Richtung zum Energiespeicher mit, und kann das Energieübertragungselement stufenlos mit einer gewünschten Eintreibenergie vorspannen. Dadurch ist die Eintreibenergie stufenlos von einem Minimalwert hin zu einem Maximalwert einstellbar, je nach eingestelltem Weg der linear bewegbaren Koppeleinheit. Die im Energiespeicher eingestellte Energie ist auf das Energieübertragungselement und auf das Befestigungselement übertragbar und definiert die Höhe der Eintreibenergie.
  • Vorzugsweise erfolgt nach dem Schritt c) ein Loslösen des Energieübertragungselements von der Energieübertragungseinheit. Nach dem Loslösen bewegt sich das Energieübertragungselement im Freiflug hin zum Befestigungselement. Damit ist der auf den Benutzer der Vorrichtung wirkende Rückstoss minimiert.
  • Bevorzugterweise erfolgt nach dem Schritt d) ein Rückführen des Energieübertragungselements in Richtung gegen die Eintreibrichtung des Befestigungsmittels. Damit kann wieder der Schritt a) ausgeführt werden und mehrere Befestigungselemente hintereinander in den Untergrund eingetrieben werden.
  • Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung, in der unter Bezugnahme auf die Zeichnungen Ausführungsbeispiele der Erfindung beschrieben sind.
  • Die Bezugszeichenliste ist wie auch der technische Inhalt der Patentansprüche und Figuren Bestandteil der Offenbarung. Die Figuren werden zusammenhängend und übergreifend beschrieben. Gleiche Bezugszeichen bedeuten gleiche Bauteile, Bezugszeichen mit unterschiedlichen Indices geben funktionsgleiche oder ähnliche Bauteile an.
  • Mittels der nachfolgenden Figuren wird anhand von Ausführungsbeispielen die Erfindung näher erläutert. Die Bezugszeichenliste ist Bestandteil der Offenbarung.
  • Positionsangaben, wie "oben", unten", "rechts" oder "links" sind jeweils auf die entsprechenden Darstellungen bezogen und sind nicht als einschränkend zu verstehen.
  • Obwohl die Erfindung mittels der Figuren und der zugehörigen Beschreibung dargestellt und detailliert beschrieben ist, sind diese Darstellung und diese detaillierte Beschreibung illustrativ und beispielhaft zu verstehen und nicht als die Erfindung einschränkend. Es versteht sich, dass Fachleute Änderungen und Abwandlungen machen können, ohne den Umfang der folgenden Ansprüche zu verlassen. Insbesondere umfasst die Erfindung ebenfalls Ausführungsformen mit jeglicher Kombination von Merkmalen, die vorstehend zu verschiedenen Aspekten und/oder Ausführungsformen genannt oder gezeigt sind.
  • Die Erfindung umfasst ebenfalls einzelne Merkmale in den Figuren, auch wenn sie dort im Zusammenhang mit anderen Merkmalen gezeigt sind und/oder vorstehend nicht genannt sind. Im Weiteren schliesst der Ausdruck "umfassen" und Ableitungen davon andere Elemente oder Schritte nicht aus. Ebenfalls schliesst der unbestimmte Artikel "ein" beziehungsweise "eine" und Ableitungen davon eine Vielzahl nicht aus. Die Funktionen mehrerer in den Ansprüchen aufgeführter Merkmale können durch eine Einheit erfüllt sein. Die Begriffe "im Wesentlichen", "etwa", "ungefähr" und dergleichen in Verbindung mit einer Eigenschaft beziehungsweise einem Wert definieren insbesondere auch genau die Eigenschaft beziehungsweise genau den Wert. Alle Bezugszeichen in den Ansprüchen sind nicht als den Umfang der Ansprüche einschränkend zu verstehen.
  • Figurenbeschreibung
  • Die Figuren werden zusammenhängend und übergreifend beschrieben. Gleiche Bezugszeichen bedeuten gleiche Bauteile. Es zeigen
    • Fig. 1: eine erfindungsgemässe Vorrichtung zum Eintreiben eines Befestigungselements in einen Untergrund in einer Schnittansicht,
    • Fig. 2: einen Ausschnitt der Vorrichtung gemäss Fig. 1 mit dem Energieübertragungselement in der ersten Position in einer Schnittansicht,
    • Fig. 3: den Ausschnitt der Vorrichtung gemäss Fig. 2 mit dem Energieübertragungselement in einer ersten Entkoppelposition in einer Schnittansicht,
    • Fig. 4: den Ausschnitt der Vorrichtung gemäss Fig. 2 mit dem Energieübertragungselement in einer maximalen Entkoppelposition in einer Schnittansicht,
    • Fig. 5: den Ausschnitt der Vorrichtung gemäss Fig. 2 mit einer entkoppelten Koppeleinheit von dem Energieübertragungselement in einer Schnittansicht,
    • Fig. 6: den Ausschnitt der Vorrichtung gemäss Fig. 2 mit dem Energieübertragungselement losgelöst von der Energieübertragungseinheit in einer Schnittansicht,
    • Fig. 7: den Ausschnitt der Vorrichtung gemäss Fig. 2 mit dem Energieübertragungselement rückgestellt und in Wirkverbindung mit der Energieübertragungseinheit in einer Schnittansicht,
    • Fig 8: eine erste Ausführungsform einer Rückstelleinrichtung der Vorrichtung gemäss Fig. 1 in einer Schnittansicht,
    • Fig 9: eine zweite Ausführungsform einer Rückstelleinrichtung der Vorrichtung gemäss Fig. 1 in einer Schnittansicht,
    • Fig 10: eine dritte Ausführungsform einer Rückstelleinrichtung der Vorrichtung gemäss Fig. 1 in einer Schnittansicht,
    • Fig 11: eine erste Ausführungsform einer Antriebseinrichtung der Vorrichtung gemäss Fig. 1 in einer Schnittansicht, und
    • Fig 12: eine zweite Ausführungsform einer Antriebseinrichtung der Vorrichtung gemäss Fig. 1 in einer Schnittansicht.
    Ausführung der Erfindung
  • Figur 1 bis Figur 7 zeigen eine Ausführungsform der erfindungsgemässen Vorrichtung 20 zum Eintreiben eines Befestigungselements in einen Untergrund. Die gezeigte Vorrichtung 20 ist ein Nagelsetzgerät zum Eintreiben von Nägel in Beton oder Stahl. Die Vorrichtung umfasst ein Gehäuse 21, eine Gasfeder als Energiespeicher 22 zur Speicherung von Energie, einen Setzkolben als Energieübertragungselement 30 zur Übertragung von Energie aus dem Energiespeicher 22 auf das Befestigungselement, wobei das Energieübertragungselement 30 ausgebildet ist, sich in einem Kanal 23 im Gehäuse 21 in einer Eintreibrichtung 25 zu bewegen. Weiters ist ein Gaskolben als Energieübertragungseinheit 34 zur Übertragung von Energie aus dem Energiespeicher 22 auf das Energieübertragungselement 30 vorhanden. Das
  • Energieübertragungselement 30 kann hin zum Energiespeicher 22 im Gehäuse 21 bewegt werden und in Eintreibrichtung 25 hin zumindest bis zu einem Befestigungselement bewegt werden. Es ist eine Kupplungseinrichtung 40 mit einem Joch 42 und einer Koppeleinheit 41 vorhanden, wobei die Koppeleinheit 41 zumindest in der ersten Position 26 in Wirkverbindung mit dem Energieübertragungselement 30 steht. Die Koppeleinheit 41 erstreckt sich um das Energieübertragungselement 30. Die Koppeleinheit 41 ist ausgebildet, sich im Gehäuse 21 zumindest in Richtung hin zum Energiespeicher 22 linear zu bewegen, um eine vordefinierte Eintreibenergie in den Energiespeicher 22 zu bringen. Dabei ist die Koppeleinheit 41 in einer ersten Position 26 mit dem Energieübertragungselement 30 gekoppelt und nimmt das Energieübertragungselement 30 in Richtung zum Energiespeicher 22 mit, und spannt das Energieübertragungselement 30 stufenlos mit einer gewünschten Eintreibenergie vor. Das Energieübertragungselement 30 wird mit der Koppeleinheit 41 in der ersten Position 26, welche somit die Koppelposition ist, verbunden und entlang in Richtung hin zum Energiespeicher 22 im gekoppelten Zustand linear bewegt. Dabei wird die Energieübertragungseinheit 34 mithilfe der Koppeleinheit 41 zumindest abschnittsweise mit dem Energieübertragungselement 30 mitbewegt, um die vordefinierte Eintreibenergie in den Energiespeicher 22 zu bringen.
  • Die zumindest eine Koppeleinheit 41 ist zumindest von der ersten Position 26, welche die Koppelposition (siehe Figur 2 ) ist, in eine Entkoppelposition 27 (siehe Figur 2 oder Figur 3 ) überführbar, wobei der Weg bzw. der Hub, der zumindest einen Koppeleinheit 41 von der Koppelposition hin zur Entkoppelposition 27 einstellbar ist, um die vordefinierte Eintreibenergie in den Energiespeicher 22 zu bringen. Je nach gewünschter Eintreibenergie ist jede Entkoppelposition zwischen einer minimalen Entkoppelposition 27 (siehe Figur 3 ) und eine maximalen Entkoppelposition 28 (siehe Figur 4 ) einstellbar. In der jeweiligen Entkoppelposition 27, 28 ist das Energieübertragungselement 30 von der Koppeleinheit 41 trennbar. An der Entkoppelposition 27, 28 wird die Kopplung zwischen der Koppeleinheit 41 und dem Energieübertragungselement 30 mithilfe eines Auslösers 44 eines Auslösemechanismus 43 entkoppelt bzw. gelöst, sodass das Energieübertagungselement 30 nach dem Lösen der Koppeleinheit 41 auf das Befestigungselement hin beschleunigbar ist, um dieses mit der voreingestellten Eintreibenergie in einen Untergrund einzutreiben. Der Auslöser 44 umfasst in der gezeigten Ausführungsform zwei Halteeinheiten 44a, wobei die Halteeinheiten 44a im gekoppelten Zustand am Energieübertragungselement 30 anliegen, um das Energieübertragungselement 30 zu halten, und im entkoppeltem Zustand vom Energieübertragungselement 30 beabstandet sind, um das Energieübertragungselement 30 freizugeben (siehe Figur 5 ). Dabei bewegt sich die Energieübertragungseinheit 34 in Eintreibrichtung 25 zumindest abschnittsweise im Gehäuse 21 mit dem Energieübertragungselement 30 mit und löst sich vom Energieübertragungselement 30, wenn die Energieübertragungseinheit 34 auf einen Puffer 36 trifft. Dort wird die Energieübertragungseinheit 34 in einer Endposition gehalten. Nach dem Lösen des Energieübertragungselements 30 von der Energieübertragungseinheit 34, bewegt sich das Energieübertragungselement 30 im Freiflug in Eintreibrichtung 25 (siehe Figur 6 ), bis es auf ein Befestigungselement trifft, um dieses in einen Untergrund einzutreiben. Es ist eine Rückstelleinrichtung 50 vorhanden, mit der das Energieübertragungselement 30 in eine Richtung entgegen der Eintreibrichtung 25 in die erste Position 26 rückführbar ist (siehe Figur 7 ). Die Rückstelleinrichtung 50 umfasst zumindest eine Rückstelleinheit 51, 151, 251, die mit dem sich frei bewegenden Energieübertragungselement 30 im Gehäuse 21 koppelt. Dabei ist die Koppeleinheit 41 relativ zum Energieübertragungselement 30 bewegbar.
  • Eine erste Ausführungsform der Rückstelleinrichtung ist in Figur 8 gezeigt. Diese weist einen Elastomerpuffer als Rückstelleinheit 51 auf. Das Energieübertragungselement 30 drückt den Elastomerpuffer beim Eintreiben eines Befestigungselements zusammen. Beim Expantieren des Elastomerpuffers wird das Energieübertragungselement 30 zumindest zurück in die erste Position 26 überführt und kann dort wieder mit der Koppeleinheit 41 koppeln.
  • Eine zweite Ausführungsform der Rückstelleinrichtung ist in Figur 9 gezeigt. Diese weist eine Luftfeder als Rückstelleinheit 151 auf. Das Energieübertragungselement 30 baut durch Komprimierung eines Luftpolsters im vorderen Gerätebereich ein Überdruck auf und durch eine eigenständige Luftfeder wird die Rückführung des Energieübertragungselements 30 initiiert. Das Energieübertragungselement 30 wird zumindest zurück in die erste Position 26 überführt und kann dort wieder mit der Koppeleinheit 41 koppeln.
  • Eine dritte Ausführungsform der Rückstelleinrichtung ist in Figur 10 gezeigt. Diese weist Koppelelemente als Rückstelleinheit 251 auf. Die Rückstellung des Energieübertragungselements 30 kann durch eine mechanische Koppelung der Spannhubbewegung zumindest in die erste Position 26 durchgeführt werden. Hierbei kann beispielsweise durch ein Gewinde 252 mit mehr als doppelter Steigung des Spindelantriebs 46 eine Rückholung durch zwei hakenförmige Koppelelemente 253 durchgeführt werden. Das Energieübertragungselement 30 wird zumindest zurück in die erste Position 26 überführt und kann dort wieder mit der Koppeleinheit 41 koppeln.
  • Die Kupplungseinrichtung 40 umfasst eine Antriebseinrichtung 45 welche als Spindelantrieb 46 (siehe Figur 1 bis Figur 11 ) oder einen Wickelantrieb 146 (siehe Figur 12 ) ausgebildet ist.
  • Figur 11 zeigt den Spindelantrieb 46 als Doppelspindelantrieb. Für eine symmetrische Krafteinleitung auf das Energieübertragungselement 30 und der Koppeleinheit 41 während des Spannvorgangs werden symmetrisch zur Eintreibrichtung 25 bzw. zu einer Nagelsetzachse zwei Spindeln 47, 48 angeordnet. Das Joch 42 verbindet die beiden Spindeln 47, 48 und ist mithilfe der Jochmuttern 49 entlang der Spindelachsen zumindest in Richtung hin zum Energiespeicher 22 bewegbar, sodass das Joch 42 gemeinsam mit der Koppeleinheit 41 derart bewegbar ist, dass die gewünschte Energie reproduzierbar einstellbar ist. Das Joch 42 und die Koppeleinheit 41 sind durch die Drehung der Spindeln 47, 48 längs der Setzachse in entgegengesetzter Richtung zur Eintreibrichtung 25 bewegbar. Damit ist die Koppeleinheit 41 linear im Gehäuse 21 bewegbar.
  • Figur 12 zeigt den Wickelantrieb 146, der ein Band 147 sowie einen Federmechanismus aufweist. Dabei wird über den Wickelantrieb 146 das Spannen der Energieübertragungseinheit 41 umgesetzt. Hierbei ist die Koppeleinheit 41 oder das Joch starr mit den Enden des Bands 147 verbunden. Das Band bzw. die Bänder 147 werden auf einer Rolle 148 bzw. zwei Rollen aufgewickelt. Durch den Wickelantrieb 146 können etwaige Längungen des Bandes 147 über die Lebensdauer abgefangen werden und nehmen somit keinen Einfluss auf die Spannlänge.
  • Ein erfindungsgemässes Verfahren zum Eintreiben eines Befestigungsmittels mit einer Vorrichtung 20 zum Eintreiben eines Befestigungsmitteln in einen Untergrund wird mit anhand der Figur 1 bis zur Figur 7 erläutert. Das Verfahren umfasst zumindest die nachfolgenden Schritte:
    1. a) Koppeln der Koppeleinheit 41 mit dem Energieübertragungselement 30 zum Eintreiben eines Befestigungsmittels,
    2. b) Gemeinsames lineares Bewegen der, mit dem Energieübertragungselement 30 gekoppelten, Koppeleinheit 41 mit einer Energieübertragungseinheit 34 hin zu einem Energiespeicher 22, um eine vordefinierte Eintreibenergie in den Energiespeicher 22 zu bringen, wobei der Weg der zumindest einen Koppeleinheit 41 von einer Koppelposition 26 hin zu einer Entkoppelposition 27, 28 einstellbar ist,
    3. c) Loslösen des Energieübertragungselements 30 von der Koppeleinheit 41 in einer ersten Position 26 entlang der Eintreibrichtung 25 eines Befestigungsmittels,
    4. d) Eintreiben des Befestigungsmittels mit dem Energieübertragungselement 30.
  • Dabei ist die Koppeleinheit 41 in der ersten Position 26 mit dem Energieübertragungselement 30 gekoppelt und nimmt das Energieübertragungselement 30 in Richtung zum Energiespeicher 22 mit, und kann das Energieübertragungselement 30 stufenlos mit einer gewünschten Eintreibenergie vorspannen.
  • Nach dem Schritt c) erfolgt ein Loslösen des Energieübertragungselements 30 von der Energieübertragungseinheit 34. Nach dem Loslösen bewegt sich das Energieübertragungselement 30 im Freiflug hin zum Befestigungselement.
  • Nach dem Schritt d) erfolgt ein Rückführen des Energieübertragungselements 30 in Richtung gegen die Eintreibrichtung 25 des Befestigungsmittels.
  • Bezugszeichenliste
  • 20
    Vorrichtung
    21
    Gehäuse
    22
    Energiespeicher
    23
    Kanal
    25
    Eintreibrichtung
    26
    erste Position
    27
    min. Entkoppelposition
    28
    max. Entkoppelposition
    30
    Energieübertragungselement / Setzkolben
    34
    Energieübertragungseinheit/ Gaskolben
    36
    Puffer
    40
    Kupplungseinrichtung
    41
    Kupplungseinheit
    42
    Joch
    43
    Auslösemechanismus
    44
    Auslöser
    44a
    Halteeinheiten
    45
    Antriebseinrichtung
    46
    Spindelantrieb
    47
    Spindel
    48
    Spindel
    49
    Jochmuttern
    50
    Rückstelleinrichtung
    51
    Rückstelleinheit / Elastomerpuffer
    146
    Winkelantrieb
    147
    Band
    148
    Rollen
    151
    Rückstelleinheit / Luftfeder
    251
    Rückstelleinheit / Koppelelemente
    252
    Gewinde
    253
    hakenförmige Koppelelemente

Claims (15)

  1. Vorrichtung (20) zum Eintreiben eines Befestigungselements in einen Untergrund, umfassend ein Gehäuse (21), einen Energiespeicher (22) zur Speicherung von Energie, ein Energieübertragungselement (30) zur Übertragung von Energie aus dem Energiespeicher (22) auf das Befestigungselement, wobei das Energieübertragungselement (30) ausgebildet ist, sich im Gehäuse (21) zumindest in eine Eintreibrichtung (25) zu bewegen, eine Energieübertragungseinheit (34) zur Übertragung von Energie aus dem Energiespeicher (22) auf das Energieübertragungselement (30), dadurch gekennzeichnet, dass eine Kupplungseinrichtung (40) mit zumindest einer Koppeleinheit (41) vorhanden ist, wobei die Koppeleinheit (41) zumindest in einer ersten Position (26) in Wirkverbindung mit dem Energieübertragungselement (30) steht, und die zumindest eine Koppeleinheit (41) ausgebildet ist, sich im Gehäuse (21) zumindest in Richtung hin zum Energiespeicher (22) linear zu bewegen, um eine vordefinierte Eintreibenergie in den Energiespeicher zu bringen.
  2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die zumindest eine Koppeleinheit (41) zumindest von zumindest einer Koppelposition in eine Entkoppelposition (27, 28) überführbar ist, wobei der Weg, der zumindest einen Koppeleinheit (41) von der Entkoppelposition (27, 28) hin zur Koppelposition einstellbar ist, um die vordefinierte Eintreibenergie in den Energiespeicher (22) zu bringen.
  3. Vorrichtung nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Koppeleinheit (41) relativ zum Energieübertragungselement (30) bewegbar ist und sich insbesondere um das Energieübertragungselement (30) erstreckt.
  4. Vorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Energieübertragungseinheit (34) mithilfe der zumindest einen Koppeleinheit (41) zumindest abschnittsweise mit dem Energieübertragungselement (30) mitbewegbar ist, um die vordefinierte Eintreibenergie in den Energiespeicher (22) zu bringen.
  5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Energieübertragungseinheit (34) in Eintreibrichtung (25) zumindest abschnittsweise im Gehäuse mit dem Energieübertragungselement (30) mitbewegbar ist und insbesondere ausgebildet ist, sich vom Energieübertragungselement (30) zu lösen.
  6. Vorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass ein Auslösemechanismus (43) vorhanden ist, um die zumindest eine Koppeleinheit (41) vom Energieübertragungselement (30) zu entkoppeln.
  7. Vorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass eine Rückstelleinrichtung (50) vorhanden ist, mit der zumindest die Koppeleinheit (41) und/oder das Energieübertragungselement (30) in eine Richtung entgegen der Eintreibrichtung (25) in die erste Position (26) rückführbar ist.
  8. Vorrichtung nach Anspruch 7, dadurch gekennzeichnet, dass die Rückstelleinrichtung (50) einen Elastomerpuffer (51), eine Luftfeder (151) oder ein Koppelelement (251) umfasst.
  9. Vorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kupplungseinrichtung (40) ein Joch (42) umfasst, wobei die zumindest eine Koppeleinheit (41) zumindest in der ersten Position (26) in Wirkverbindung mit dem Joch (42) steht.
  10. Vorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass der Energiespeicher (22) eine Gasfeder ist und die Energieübertragungseinheit (34) ein Gaskolben ist.
  11. Vorrichtung nach Anspruch 10, dadurch gekennzeichnet, dass der Gaskolben derart dimensioniert ist, dass eine Kennzahl (x), definiert aus maximal erreichtem Spitzendruck (p) und wirkendem Durchmesser (d) des Gaskolbens nach p d 2 1000 > x ist , wobei x 40 [mN] ist, insbesondere 75 [mN] ist und bevorzugt 180 [mN] ist.
  12. Vorrichtung nach einem der vorgenannten Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Kupplungseinrichtung (40) eine Antriebseinrichtung (45) umfasst, wobei die Antriebseinrichtung (45) insbesondere einen Spindelantrieb (46) oder einen Wickelantrieb (146), vorteilhaft umfassend ein Band (147) sowie einen Federmechanismus, umfasst.
  13. Verfahren zum Eintreiben eines Befestigungsmittels mit einer Vorrichtung zum Eintreiben eines Befestigungsmitteln in einen Untergrund, insbesondere mit der Vorrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 12, wobei das Verfahren zumindest die nachfolgenden Schritte umfasst:
    a) Koppeln einer Koppeleinheit (41) mit einem Energieübertragungselement (30) zum Eintreiben eines Befestigungsmittels,
    b) Gemeinsames lineares Bewegen der, mit dem Energieübertragungselement (30) gekoppelten, Koppeleinheit (41) mit einer Energieübertragungseinheit hin zu einen Energiespeicher (22), um eine vordefinierte Eintreibenergie in den Energiespeicher zu bringen, wobei insbesondere der Weg der zumindest einen Koppeleinheit (41) von einer Koppelposition hin zu einer Entkoppelposition (27, 28) einstellbar ist,
    c) Loslösen des Energieübertragungselements (30) von der Koppeleinheit (41) in einer ersten Position (26) entlang der Eintreibrichtung (25) eines Befestigungsmittels,
    d) Eintreiben des Befestigungsmittels mit dem Energieübertragungselement (30).
  14. Verfahren nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, dass nach dem Schritt c) ein Loslösen des Energieübertragungselements (30) von der Energieübertragungseinheit (34) erfolgt.
  15. Verfahren nach Anspruch 13 oder 14, dadurch gekennzeichnet, dass nach dem Schritt d) ein Rückführen des Energieübertragungselements (30) in Richtung gegen die Eintreibrichtung (25) des Befestigungsmittels erfolgt.
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