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Die Erfindung betrifft eine Geh- bzw. Aufstehhilfe, ausgebildet zur Änderung ihrer Länge mittels eines Bedienelements an einem Handgriff nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1 bzw. ein Mechanismus zur Längenänderung einer Gehhilfe, sowie ein entsprechendes Verfahren zur Längenänderung einer Gehhilfe.
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Speziell betrifft die Erfindung Geh- bzw. Aufstehhilfen, wie beispielsweise Krücken, Gehstöcke, Krückstöcke, Unterarm-Krücken, Achselstützen, Rollatoren, Aufstehhilfen, etc., welche während der Benutzung in ihrer Länge bzw. Höhe zwischen Handgriff und Boden verstellbar sind. Unter anderem kann mit derartigen Geh-bzw. Aufstehhilfen das Aufstehen aus einer sitzenden Position erleichtert werden, indem die Geh- bzw. Aufstehhilfe vor bzw. beim Erheben eine kürzere, auf die Sitzposition angepasste Länge aufweist, welche nach dem Erheben in eine demgegenüber längere, auf die Stehposition angepasste Länge veränderbar ist. Eine derartige Längenanpassung kann weiters von Vorteil sein, wenn der Benutzer Stufen oder Treppen steigt, sich Bücken möchte, etwas vom Boden aufheben, etc.
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Ein Beispiel einer solchen Gehhilfe ist etwa in
DE202004011326U1 gezeigt. Darin wird anstelle eines am Rohr zu betätigenden elastisch gelagerten Positionierelements zur Längenverstellung eine arretierbare Pneumatik-Vorrichtung vorgeschlagen, ähnlich wie auch in
WO12121492 ,
CN111135022 ,
US7350531 oder
WO2020117839 .
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In
DE20108176U1 wird eine konfigurierbare Gasdruckfeder in einer Gehhilfe angebracht, mittels welcher das Überschreiten einer definierten Maximalbelastung eines kranken Beins verhindert wird, indem die Gasdruckfeder nachgibt. Ähnlich auch in
US2011271992 .
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US2630128 zeigt eine Krücke mit einem höhenverstellbaren Handgriff, an welchem über einen axialen Schieber direkt im Griff ein Zapfen betätigbar ist, welcher in zwei gegeneinander verstellbare Rohre eingreift und mit welchem die Griffhöhe sowie Länge der Rohre zueinander einstellbar ist. In unbetätigtem Zustand in Ausnehmungen eines innenliegenden Rohrs eingreift und damit eine relative Position zwischen Handgriff und Boden verstellbar ist. Entsprechen muss in abgesenkter Position das innere Rohr gerade über den Griff nach oben hinausragen können.
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US3157188 schlägt eine hydraulische Lösung vor, welche jedoch sehr kompliziert und aufwendig aufgebaut ist, speziell mit der dafür benötigten Motor-Pump-Einheit und der dafür nötigen Batterie, durch welche ein passiver Betrieb nicht möglich ist.
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US4252138 zeigt eine extern an einer Krücke angebrachte Zahnstange und eine in diese einrastende Klinke zur Lösung/Fixierung einer Höhenverstellung. Die vielen externen Komponenten, die dabei herausragen sind nicht nur unpraktisch in der Handhabung (Verhaken, versehentliche Auslösung beim Anstossen, etc.) sondern stellten teils sogar ein Verletzungsrisiko dar.
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Bei allenfalls bekannten, innenliegenden Mechanismen mit Bolzen, Zähnen oder Ähnlichem, schiebt sich das obere, kleinere Rohr in das grössere untere, da nur so der Mechanismus im oberen Rohr fest montiert werden kann und der Abstand vom Betätigungsmechanismus am Griff gewahrt bleibt. Eine solche Rohrgrössen-Anordnung ist aber eigentlich gegenläufig zu den mechanischen Festigkeitsanforderungen. Viele der dabei genutzten, mechanischen Lösungen, wie beispielsweise
US5036873 oder
CN207492927 benötigen dabei sehr viel Platz innerhalb des Rohres bzw. füllen dieses im Querschnitt quasi vollständig aus und weisen auch eine entsprechende Komplexität und ein entsprechend hohes Gewicht auf.
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Die bekannten Lösungen sind in die eine oder andere Richtung mit Nachteilen behaftet, speziell entweder in Bezug auf Handhabung, Komplexität und Aufwand der Umsetzung der Lösung, Anzahl und Zusammenbau der benötigten Komponenten, Gewicht, Zuverlässigkeit, Langzeithaltbarkeit, Sicherheit, etc. Einige dieser Nachteile sind oben exemplarisch schon erwähnt.
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Aufgabe der vorliegenden Erfindung ist es somit, eine Vorrichtung zu schaffen bzw. ein Verfahren bereitzustellen, welche die vorgenannten Nachteile nicht aufweist bzw. minimiert. Insbesondere soll eine verbesserte Gehhilfe bereitgestellt werden. Speziell soll eine vom Handgriff aus längenverstellbare Gehhilfe bereitgestellt werden, welche robust, zuverlässig und einfach in Bedienung, Wartung und Benutzeranpassung ist.
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Spezielle Aufgaben sind dabei neben der Vereinfachung der Konstruktion und bei Verbesserung der Zuverlässigkeit auch z. B. ein Vermeiden/Reduzieren von Sicherheitsproblemen.
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Speziell kann es auch als Aufgabe gesehen werden, einen in eine Geh- bzw. Aufstehhilfe integrierbaren Mechanismus bereitzustellen, welcher eine kompakte und mit geringer Kraft lösbare Arretierung zwischen zwei Rohren eines Krückstocks bereitstellt.
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Die Aufgaben werden durch die Merkmale des unabhängigen Anspruchs gelöst. Vorteilhafte Weiterbildungen und Ausführungsformen sind in den Figuren und in den abhängigen Patentansprüchen sowie in der folgenden Beschreibung dargelegt.
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Gemäss der Erfindung wird eine Gehhilfe mit einer Vorrichtung zur Längenänderung mittels eines Bedienelements an einem Handgriff der Gehilfe bereitgestellt. Speziell kann eine solche Gehhilfe als stützende oder entlastende Gehhilfe ausgeführt sein, etwa als Handstock, Gehstock, Mehrfuss-Gehhilfe, Krückstock, Unterarm-Krücke oder Unterarmgehstütze, Achselkrücke oder Achselstütze oder Arthtitis-Gehstütze ausgeführt sein, beispielsweise kann aber auch ein Gehgestell oder Gehwagen, wie ein Gehbock oder ein Rollator erfindungsgemäss ausgebildet sein. Beispielsweise ähnlich dem klassischen Design von Émile Schlick bzw. Louis Lucien Lepoix (
FR479036A ,
US1244249A ).
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Die Gehhilfe ist dabei ausgebildet mit einem Hauptrohr und einem gegenüber diesem in Längsrichtung verschiebbaren Verstellrohr. Diese sind zur Längenänderung ineinander verschiebbar bzw. teleskopierbar, wobei je nach Ausführung das Verstellrohr innerhalb des Hauptrohrs in Rohr-Längsrichtung verschiebbar sein kann, oder auch umgekehrt das Hauptrohr innerhalb des Verstellrohrs. Hauptrohr und Verstellrohr sind dabei mit der Vorrichtung zur Längenänderung in ihrer Position gegeneinander arretierbar bzw. lösbar. Es kann also die Länge der Gehhilfe, speziell die Länge zwischen Handgriff und Boden, in zumindest zwei definierten Längenpositionen fixiert werden bzw. für einen Wechsel zwischen den Längenpositionen gelöst werden.
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Entsprechend der Erfindung weist diese Vorrichtung einen Schieber auf, welcher über einen Mechanismus von dem entfernt angeordneten Bedienelement bewegbar ist. Dieser Schieber weist - im Wesentlichen orthogonal zu dessen Bewegungsrichtung - einen Übergang von einer ersten Ebene zu einer zweiten Ebene auf.
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Weiters weist die Vorrichtung erfindungsgemäss ein Eingriffselement auf, welches durch Betätigung des Schiebers
- in eine verriegelte Position im Bereich der ersten Ebene - in welcher das Eingriffselement in eine Ausnehmung oder Einbuchtung des Verstellrohrs eingreift, insbesondere zwangsweise eingreift, - oder,
- in eine entriegelte Position im Bereich der zweiten Ebene - in welcher die Ausnehmung oder Einbuchtung des Verstellrohrs durch das Eingriffselement freigebbar ist, in anderen Worten in welcher das Eingriffselement nicht zwangsweise in die Ausnehmung oder Einbuchtung eingreift, sondern z. B. lose anliegend oder mit Spiel,
- bringbar ist.
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In anderen Worten weist eine bevorzugte Ausführungsform des Schiebers eine erste Ebene und einen - vorzugsweise stetigen - Übergang zu einer zweiten Ebene auf - wobei diese Ebenen nicht zwingend plan sein müssen, sondern primär dadurch definiert sind, dass diese im Wesentlichen parallel zum Hauptrohr sind. Im Wesentlichen parallel umfasst dabei insbesondere eine geringe Neigung um wenige Grad, welche derart ausgebildet ist um eine Sicherung gegen ein Freigeben unter Last zu bewirken (Klemmung bzw. Selbsthemmung unter Last zwischen Haupt- und Verstellrohr) - beispielsweise weniger als 5 Grad oder vorzugsweise weniger als 3 Grad Neigung in jene Richtung welche besagte Sicherung bewirkt.
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Das Eingriffselement kann dabei insbesondere ein Rollelement sein, speziell beispielsweise eine Zylinderrolle oder eine Kugel. Mit einer solchen Form kann der Wechsel zwischen Eingreifen und Freigeben vorteilhaft erfolgen, insbesondere mit geringer bzw. keiner Gefahr eines Verklemmens, Verkantens oder Verhakens bzw. mit minimierter Reibung und somit geringem oder keinem Kraftaufwand beim Eingreifen/Lösen. Speziell kann damit - beispielsweise im Gegensatz zu einem Bolzen o. Ä. - auf ein separates Element, welches eine Rückstellkraft auf das Eingriffselement aufbringt verzichtet werden, was die Konstruktion und Bauteilanzahl verringert bzw. auch nicht ausleiern oder brechen kann. Damit kann die Zuverlässigkeit erhöht werden.
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Der Übergang kann dabei vorzugsweise stetig sein, also in anderen Worten ein «fliessender» Übergang zwischen den beiden Ebenen, beispielsweise in Form einer Schräge, schiefen Ebene, Kurve, etc. und vorteilhafter Weise beispielsweise nicht in einer rechteckigen Stufe. Damit kann eine Betätigung des Eingriffselements verbessert werden, insbesondere derart, dass ein Verkanten, Verhaken, o. dgl. verhindert werden kann - und die Zuverlässigkeit erhöht werden kann.
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Der Mechanismus kann dabei vorzugsweise ein rein mechanischer Mechanismus sein, also insbesondere ohne Elektrik oder Pneumatik oder Hydraulik (also Elektrik-Frei bzw. Pneumatik-/Hydraulik-Frei), beispielsweise mit mechanischen Zug- oder Druck-Stäben, Hebeln, Seilen, Rollen, Verzahnungen, etc. Damit kann eine Funktion ohne Energieversorgung und mit geringer/keiner Wartung erfolgen. Der Schieber kann vorzugsweise am Hauptrohr angebracht sein bzw. gegenüber diesem über den Mechanismus verschiebbar sein.
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Mit der Erfindung kann also ein Benutzer der Gehhilfe vom Handgriff aus eine Längenverriegelung der Gehhilfe sicher und zuverlässig nach Bedarf lösen oder sperren. Dabei bleibt die Belastbarkeit im gesperrten Zustand zuverlässig gegeben. Speziell kann die dabei angewendete erfindungsgemässe Vorrichtung kompakt und platzsparend in oder an der Gehhilfe angebracht werden. Nicht zuletzt durch ihren einfachen, mechanischen Aufbau kann auch die erforderliche Zuverlässigkeit und Wartungsarmut erzielt werden bzw. ein effizienter und kostengünstiger Aufbau mit keinen oder wenigen teuren Spezialteilen erzielt werden.
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In der bevorzugten Ausführungsform kann das Hauptrohr einen grösseren Querschnitt als das Verstellrohr aufweisen, das Verstellrohr also in das Hauptrohr gesteckt sein, wobei in einer anderen erfindungsgemässen Ausführungsform auch das Hauptrohr einen kleineren Querschnitt als das Verstellrohr aufweisen, das Hauptrohr also in das Verstellrohr gesteckt sein kann.
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Vorzugsweise ist erfindungsgemäss das obere (weiter vom Boden entfernte) Rohr im Querschnitt grösser als das untere Rohr (näher beim Boden). Vorzugsweise ist dabei das obere Rohr das Hauptrohr. Alternativ kann aber in einer anderen Ausführungsform auch das Verstellrohr das obere Rohr bilden (siehe auch Absatz zuvor). Damit kann eine vorteilhafte Geometrie, z. B. bezüglich Statik und/oder Ergonomie, bereitgestellt werden.
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In einer speziellen Ausführungsform kann die Betätigungskraft durch ein Seil, einen Bowdenzug bzw. ein Kabel, welche innerhalb der Gehhilfe bzw. innerhalb des Rohrs, also von aussen nicht zugänglich bzw. nicht sichtbar, geführt werden. Es kann dabei der Arretierungsmechanismus aber dennoch zumindest teilweise ausserhalb des oberen Rohres angeordnet sein und mit dem innenliegenden Seil mechanisch verbunden sein. Dies bringt insbesondere eine Platzersparnis im Rohr und ermöglicht somit die innenliegende Gasdruckfeder. Neben dem kompakten Aufbau und vorteilhafter Optik sind dabei auch die Bauteile geschützt.
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Bevorzugterweise ist der Schieber derart ausgebildet und angeordnet, dass dieser parallel bzw. im Wesentlichen parallel zum Hauptrohr bzw. axial entlang einer Längsrichtung des Hauptrohrs bewegt wird. Beispielsweise also ein lineares Verschieben des Schiebers in Rohrachsen-Richtung bzw. eine im Wesentlichen in Rohrachsen-Richtung erfolgende Bewegung, etwa durch Verkippen eines Schiebers um eine Drehachse um einen geringen Winkel von z. B. weniger als 20 Grad, was quasi einer linearen Bewegung gleichkommt, oder auch durch ein Drehen eines runden Schiebers um die Rohr-Achse, was tangential zum Eingriffselement gesehen ebenfalls einer linearen Bewegung gleichkommt. Bei all diesen Bewegungen erfolgt, wie weiter oben genannt ein Übergang von der ersten zur zweiten Ebene, welche Ebenen dadurch definiert sind, dass diese in radialer Richtung bzw. orthogonal zur Rohrachse unterschiedliche Abstände zur Rohr-Achse aufweisen. Damit kann mit einer einfach auszuführenden und von Bedienelement anzusteuernden Bewegung ein «in Eingriff bringen» der ersten oder zweiten Ebene erfolgen. Mit genannten Bewegungen kann auch ein zuverlässiges Bewegen ohne Gefahr eines Verkantens oder Verklemmens erfolgen.
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In einer anderen Ausführungsform können die erfindungsgemässen Ebenen auch einen Übergang zwischen zwei unterschiedlichen Radien eines runden Schiebers ausgebildet sein, welcher durch Verdrehen zwischen diesen beiden Ebenen um die Rohr-Achsen zwischen verriegelter und freigegebener Position bewegt/verdreht wird, indem das Bedienelement am Handgriff betätigt wird.
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Insbesondere kann der Schieber dabei durch ein Federelement in die verriegelte Position vorgespannt sein. Dieses Vorspannen kann dabei direkt bzw. lokal am Schieber erfolgen oder in einer anderen Ausführung indirekt bzw. entfernt vom Schieber über den Mechanismus. Damit kann sichergestellt werden, dass bei Nicht-Betätigung und auch in allen Raumlagen stets standardmässig bzw. wenn immer möglich, der sichere, verriegelte Zustand eingenommen wird.
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In einer Ausführungsform kann dabei das Eingriffselement in einem Käfig lose gehalten sein, insbesondere wird dabei das Eingriffselement in einer Position in jenem Bereich des Verstellrohrs gehalten, in welcher sich die Ausnehmungen oder Einbuchtungen befinden. Speziell kann dabei auch der Schieber derart ausgebildet sein, dass der Schieber das entriegelte Eingriffselement in Position hält. Damit kann das Eingriffselement lose und leicht beweglich gehalten werden und dabei gleichzeitig sichergestellt werden, dass dieses sich stets in einer Position befindet.
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Erfindungsgemäss kann die Vorrichtung zur Verrieglung auch an zwei oder mehr Seiten des Haupt-/Verstellrohrs vorgesehen sein, vorzugsweise symmetrisch oder gleichmässig um den Umfang der Rohre verteilt, bzw. angepasst an die Belastung während der Benutzung der Gehhilfe - was z. B. Stabilität, Sicherheit, Zuverlässigkeit, etc. erhöht.
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Vorzugsweise kann die Vorrichtung an dem von Handgriff entfernten Ende des Hauptrohrs angeordnet sein. Womit ein sicheres Verriegeln sowohl im voll ausgefahrenen als auch voll eingefahrenen Zustand - sowie, falls vorgesehen, auch dazwischen - sichergestellt werden kann.
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Der Mechanismus kann beispielsweise mit einem Seilzug im inneren des Hauptrohrs ausgebildet sein, mittels welchem der Schieber betätigt/bewegt wird. Dabei kann der Seilzug insbesondere zwischen Hauptrohr und Verstellrohr verlaufen. Damit ist dieser im Inneren der Gehhilfe geschützt angeordnet. Zudem ermöglicht dies gleichzeitig, dass ein in Folge erläutertes Federelement ebenfalls im Inneren der Gehhilfe untergebracht werden kann.
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Das Bedienelement kann dabei direkt mit einem zuvor erwähnten Seil- oder Bowdenzug verbunden sein und auf diesen einwirken, um über diesen direkt mechanisch den Schieber zu bewegen.
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Bevorzugterweise kann das Bedienelement über eine Hebelanordnung im Inneren des Handgriffs direkt über ein Gestänge und/oder über den Seil- oder Bowdenzug die Bewegung des Schiebers rein mechanisch bewirken. Optional kann die Hebelanordnung eine Sicherheitsverriegelung ausbilden, welche vor unbeabsichtigter Entriegelung bzw. Betätigung schützt. In einer Ausführungsform kann beispielsweise eine Zweipunkt-Bedienung mit gleichzeitigem Betätigen zweier räumlich getrennter Bedienelemente zur Entriegelung vorgesehen sein. In einer andern Ausführungsform kann die Sicherheitsverriegelung derart ausgebildet sein, dass die Betätigung nur mit einer kombinierten Bewegung, z.B. Drücken + Schieben oder Drehen + Drücken oder dergleichen erfolgen kann. Beispielsweise kann eine Sicherung gegen versehentliches Betätigen erfolgen, indem der Daumenschieber zusätzlich gefedert ist und vor einem Nach-hinten-Schieben (oder Nach-vorne-Schieben) erst eingedrückt werden muss, um diese Bewegungsrichtung freizugeben.
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Das Bedienelement kann speziell derart seitlich am Handgriff der Gehilfe angeordnet sein, dass dieses beim Halten des Handgriffs von einem Benutzer mit den Fingern, vorzugsweise mit dem Daumen, betätigbar ist. Ein derart seitlich angebrachter Daumenschieber ermöglicht eine ergonomische Betätigung mit geschlossener Hand, also während eines sicheren und festen Haltens des Handgriffs.
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In einer Ausführungsform kann der Handgriff mit einer austauschbaren, äusseren Griff-Schale ausgebildet sein. Der Austausch kann dabei den mit der Hand in Berührung stehenden Teil des Bedienelements umfassen, oder dieses kann beim Austausch an der Gehhilfe verbleiben. Damit kann eine Anpassung an die Ergonomie der Hand des Benutzers, Linkshand- Rechtshand-Benutzung, Handgrösse, Abnutzungsaustausch, etc. erzielt werden. Beispielsweise kann eine individuell an den Benutzer angepasste Handgriff-Form z. B. anhand eines Hand-Scans oder einer Abformung, mittels 3-D-Druck, eines Abdrucks, eines Abgusses oder zerspanend bereitgestellt werden. Die Befestigung der Griff-Schale kann via Schnellverschluss wie Steck-, Magnet- oder einfache Schraubverbindung erfolgen, um einen schnellen Wechsel verschiedener Varianten (Grösse und Form) zu ermöglichen.
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In einer Ausführungsform kann dabei der Griff ohne Griff-Schale mit einem spiegelsymmetrischen Design ausgebildet sein - speziell symmetrisch um dessen Mittensenkrechtsfläche - womit eine wechselbare Daumenschieber-Seite ausgebildet wird, mit welcher beispielsweise dieselbe Gehhilfe für den rechts- oder linkshändigen Gebrauch konfiguriert werden kann. Damit ist die Gehhilfe ohne Produktvariation in ihren wesentlichen technischen Komponenten vielseitig verwendbar.
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Vorzugsweise kann das Haupt- und/oder Verstellrohr neben einem kreisrunden auch einen nichtkreisrunden Querschnitt aufweisen. Speziell wobei das Verstellrohr im Bereich des Eingriffselements in seinem Querschnitt flach/eben ausgebildet ist - das Eingriffselement sich also bei Längenänderung auf dem flachen Bereich bewegt oder abrollt. Insbesondere kann Haupt- und/oder Verstellrohr mit einem ovalförmigen bzw. ellipsenförmigen bzw. gestauchten-Kreis Querschnitt ausgeformt sein, welcher an den Hauptscheiteln abgeflacht ist. Ein Rohrprofil in Form eines Ovals mit flachen Stirnflächen bietet dabei z. B. Vorteile wie:
Hinreichend Platz im Rohr für Stahlseile, Bowdenzüge oder anderer Mechanik zur Bewegungsübertragung zwischen Handgriff und Schieber. Insbesondere wenn im Inneren zusätzlich ein Federelement, z. B. eine meist kreisrunde Gasfeder oder Spiralfeder untergebracht ist, bietet eine nicht-kreisrunde Rohrquerschnittsform hinreichend Platz für eine mechanische Verbindung zwischen Schieber und Betätigungselement. Speziell ist dabei auch auf zwei im Wesentlichen gegenüberliegenden Seiten des Rohrquerschnitts Platz vorhanden, sodass eine Verriegelung auf beiden dieser Seiten implementierbar ist, was z. B. Stabilität, Sicherheit, Zuverlässigkeit, etc. erhöht.
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Ein solcher nicht kreisrunder Rohr-Querschnitt bietet auch eine hohe Biegesteifigkeit in um x-Achse - also in vertikaler Geh-Richtung - womit ein geringes Gewicht und schlankes Design der Rohre der Gehhilfe bereitgestellt wird, bzw. auch Platz im Inneren der Rohre für die Mechanik der erfindungsgemässen Vorrichtung in Synergie mit einer auf die übliche Verwendung abgestimmte, hohen mechanischen Belastbarkeit.
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Ein solcher nichtkreisrunder Rohr-Querschnitt bietet auch eine Sicherung gegen Verdrehung von Hauptrohr und Verstellrohr gegeneinander. Neben Sicherheit beim Gehen unterstützt dies auch ein zuverlässiges Eingreifen des Eingriffselements.
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Speziell in Ausführungsformen mit einem Eingriffselement in Form einer Rolle, z. B. eine Zylinderrolle, welche zur Verriegelung teilweise in einen horizontalen Schlitz eingreift, ermöglicht ein abgeflachter oder ebener Querschnittsbereich eine gerade Kontakt-Flächen der Rollen. Damit können beispielsweise die entstehenden Materialspannungen verringert werden bzw. ist eine geringere Dimensionierung hinreichend.
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Mit dem abgeflachten oder ebenen Querschnittsbereich bzw. Seiten kann auch eine vorteilhafte, integrierte Führungsflächen für Gleitsteine und/oder das Eingriffselement bereitgestellt werden, was z. B. in einer erhöhten Lebensdauer bei täglichem Ein- und Ausfahren resultieren kann.
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Ausführungsformen mit (kreis-) runden Rohre können aber ebenfalls eine Ausführungsform der Erfindung bereitstellen. Dabei kann z. B. der Schieber ebenfalls zumindest teilweise oder ganz rund ausgebildet sein. Die Bewegung des Schiebers kann allgemein- und speziell in diesem Fall auch durch ein Kippen um einen geringen Winkel um eine im Wesentlichen horizontale Drehachse oder auch durch ein rotatives Drehen des Schiebers um eine Rohr-Längsachse erfolgen, mittels welcher erfindungsgemäss zwischen den zumindest zwei unterschiedlichen, auf das Eingriffselement wirkenden Ebenen gewechselt wird.
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Erfindungsgemäss kann für die Ausführung der Erfindung pro einzelne Gehhilfe ein einziges Eingriffselement vorhanden sein, aber bevorzugterweise sind mehrere Eingriffselemente an jeweils einem Haupt- bzw. Verstellrohr vorhanden. Es können beispielsweise zwei Eingriffselemente vorhanden sein, speziell jeweils ein Eingriffselement an einer Seite des Verstellrohrs. Vorzugsweise kann etwa jeweils ein Eingriffselement an gegenüberliegenden Seiten des Rohrs angeordnet sein, speziell an den beiden gegenüberliegenden, flachen Seiten des Haupt- bzw. Verstellrohrs. Vorzugsweise können dabei diese mehreren Eingriffselemente an einem Rohr mittels desselben Schiebers bedient werden. Indem also zwei oder mehrere Rollen im Einsatz sind, kann eine bessere Arretierung und/oder eine Redundanz gegen Versagen erzielt werden, bzw. kann damit eine bessere Lastaufteilung bewirkt werden, mit geringeren Kräften, längerer Lebensdauer oder jeweils geringer Dimensionierung.
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Vorzugsweise ist bei einer erfindungsgemässen Gehhilfe im Inneren von Haupt- und Verstellrohr ein Federelement angeordnet, über welches Hauptrohr und Verstellrohr miteinander verschiebbar verbunden sind. Dabei kann das Federelement derart ausgebildet und angeordnet sein, dass die Längenänderung von Hauptrohr gegenüber dem Verstellrohr in unbelastetem Zustand in eine expandierte Vorzugsposition gebracht wird. Beispielsweise kann eine voll ausgefahrene Position des Federelements einer Maximallängen-Rastposition der Vorrichtung zur Verrieglung entsprechen, und/oder eine voll eingefahrene Position des Federelements einer Minimallängen-Rastposition der Vorrichtung zur Arretierung entsprechen. Das Federelement ist dabei derart ausgelegt, dass dieses sich vom Benutzer bis zur untersten Rastposition durch Belastung des Hangriffs zusammendrücken lässt und bei Entlastung bzw. nur sehr geringer Belastung die Gehhilfe bis zur obersten Rastposition ausfährt. Beispielsweise kann die mindestens erforderliche Belastung zum Zusammendrücken weniger als ca. 15 kg, z. B. vorzugsweise weniger als ca. 6 kg betragen, und die geringe Belastung, ab welcher das Ausfahren beginnt z. B. unter 4 kg oder 2 kg oder weniger. Damit wird ein zuverlässiges Einfahren und Ausfahren der Längenänderung der Gehhilfe verbessert.
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In einer Ausführungsform kann optional auch eine stärkere Federkraft vorgesehen sein, die dem Nutzer ein stärkeres Feedback bzw. eine stärkere Unterstützung beim Aufstehen bietet, beispielsweise je nach Nutzer-Wunsch konfigurierbar eine Belastung beim Ausfahren mit <4 kg oder <15 kg.
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Bevorzugterweise ist das Federelement als eine Gasdruckfeder ausgebildet. Diese kann insbesondere mit einer gedämpften bzw. limitierten Ausfahrgeschwindigkeit ausgebildet sein. Zusätzlich oder alternativ kann diese auch mit einem über den Weg im wesentlichen konstanten Kraftverlauf ausgebildet sein. Optional können beim Federelement auch verschiedene Stärken bzw. Krafterfordernisse zum Zusammendrücken einstellbar sein bzw. kann die Gehhilfe für eine einfache Austauschbarkeit des Federelements ausgebildet sein. Beispielsweise zwischen Haupt- und Verstellrohr zerlegbar, vorzugsweise mit geringem Aufwand, z. B. Werkzeuglos oder nur mit einigen, wenigen Schrauben, etc. Beispielsweise kann die Befestigung des Federelements bzw. der Gasdruckfeder mit einer kugeligen oder zylindrischen Lagerung erfolgen, was eine schnelle und einfache Montage sowie auch einen drehmomentfreien im Betrieb bereitstellt. Damit kann die Gehhilfe gut bedient werden und ist flexibel an Benutzerbedürfnisse anpassbar, ohne eine breite Palette an unterschiedlichen Gehhilfen bereitstellten zu müssen.
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Vorzugsweise kann in einer alternativen Ausführungsform das Federelement mit Druckfedern ausgebildet sein, beispielsweise mit Spiralfedern. Neben einer einzigen, langen Druckfeder insbesondere mit einer seriellen Reihenanordnung von zumindest zwei Einzel-Druckfedern. Damit kann im Vergleich zur Gasdruckfeder eine weniger aufwendige und kostengünstigere Lösung bereitgestellt werden. Beispielsweise kann die Gehhilfe auch derart ausgebildet sein, dass Gasdruckfeder oder gewöhnliche Druckfeder beliebig gegeneinander ausgetauscht werden können, beispielsweise als unterschiedliche Produktvarianten oder Upgrade. Dabei kann mit Gleitelementen/- ringen entlang der Federlänge bzw. mit Gleitelementen/-ringen, welche die Einzel-Druckfedern miteinander verbinden, eine zuverlässige Führung im inneren der Gehhilfe bereitgestellt werden, womit ein Knicken, Verkanten bzw. Reibung der Feder im Inneren von Verstell- und/oder Hauptrohr vermindert wird.
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Bevorzugterweise kann die Gehhilfe derart ausgebildet sein, dass zumindest eine weitere Zwischenrastposition der Vorrichtung zwischen maximaler und minimaler Längenänderung der Gehhilfe vorgesehen bzw. ausgebildet ist. Speziell kann dabei das Verstellrohr mehr als zwei Ausnehmungen oder Einbuchtungen für diskrete, unterschiedliche Längenänderungen aufweisen, beispielsweise 3, 4 oder 5 diskrete Längenstufen. Damit kann das Aufstehen aus unterschiedlichen Höhen erleichtert werden.
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Vorzugsweise kann der Schieber und/oder der Handgriff einen von aussen sichtbaren, optischen Indikator bereitstellten bzw. mit einem solchen verbunden sein. An diesem Indikator ist ersichtlich, dass bzw. ob sich die Längenverstellung in der verriegelten Position und/oder entriegelte Position befindet. Beispielsweise kann die Bewegungsposition des Schiebers über ein Indikationselement, ein Sichtfenster oder dergleichen dem Benutzer der Gehhilfe sichtbar gemacht sein. Damit kann zusätzliche Sicherheit für den Benutzer bereitgestellt werden und eine zuverlässige Funktion der Längenverstellung von aussen klar ersichtlich sein.
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Bevorzugterweise ist in einer Ausführungsform der Gehhilfe der Handgriff am Ende des Hauptrohrs angeordnet. Über dem Hauptrohr am Handgriff kann alternativ oder zusätzlich auch ein Manschettenrohr mit einer Manschette oder einer Achselstütze an dessen freiem Ende angeordnet sein. Dabei kann das Manschettenrohr auch gewinkelt oder gebogen gegenüber dem Hauptrohr sein. Insbesondere wenn die Vorrichtung an einem unteren bzw. dem Handgriff gegenüberliegenden Ende des Hauptrohrs angeordnet ist, kann damit eine hinreichende Längenverstellung und in jeder Gehhilfenlänge ein für die Stabilität hinreichend langes Überlappen von Hauptrohr und Verstellrohr bereitgestellt werden - was z. B. bei einer Verriegelung im Bereich des Handgriffs nicht gegeben wäre.
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Vorzugsweise ist in einer Ausführungsform zumindest das Verstellrohr oder das Hauptrohr zweiteilig ausgebildet, mit einem darin verschiebbaren und zumindest in diskreten Stufen lokal bedienbar einrastbaren Fussrohr.
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Beispielsweise kann dabei das Fussrohr innerhalb des Verstellrohrs angeordnet sein, und mittels Arretierungsfeder, Federnasen, Federnippel, Federdruckstück, Clip/Stift, Schraube, Drehklemmsystem, Schnellspanner, Kniehebel, etc. in Löchern in unterschiedlichen Basis-Längenpositionen einrastbar sein.
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Speziell kann dabei ein Fussteil am freien, dem Hauptrohr gegenüberliegenden, Ende des Verstellrohrs angebracht sein. Das Fussteil kann dabei ein Bodenhaftpuffer oder Stockpuffer z. B. in Form eines Gummifusses oder ein Spike, bzw. einen Mehrfuss, z. B. Dreifuss, Vierfuss, etc. ausbilden, um zusätzliche Stabilität zu geben.
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Die Gehhilfe stellt in anderen Worten ein doppelt teleskopisches Rohrsystem bereit.
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Davon ist ein Teleskop-Mechanismus - vorzugsweise der untere - lokal und dauerhaft arretierbar und dient der einmaligen Grundlängen-Anpassung auf die Körpergrösse des Nutzers, ähnlich wie bei herkömmlichen Krücken z. B. mit Federnippel, Schrauben, Kniehebel, Stift, Schraube, Schnellverstellung, etc. Der zweite Teleskop-Mechanismus - vorzugsweise der obere - ist erfindungsgemäss vom Handgriff aus arretier- bzw. lösbar und dient der Längen-Schnellanpassung, z. B. via Gasdruckfeder beim Aufstehen, Hinsetzen, etc.
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In analoger Weise betrifft die Erfindung auch ein Verfahren zur Längenänderung einer Gehhilfe mittels eines Handgriff-Bedienelements. Speziell kann eine solche Gehhilfe wie hier im Dokument beschrieben ausgebildet sein, das erfindungsgemässe Verfahren kann aber auch auf strukturell anders ausgebildeten Gehhilfen Anwendung finden, speziell wenn es die minimalen, wesentlichen Elemente einer erfindungsgemässen Vorrichtung in Form des Schiebers und der Eingriffselemente aufweist.
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Das erfindungsgemässe Verfahren umfasst dabei zumindest:
- ein Betätigen eines Bedienelements am Handgriff der Gehhilfe, vorzugsweise ein seitliches Betätigen mit einem Daumen,
- ein Bewegen eines entfernt vom Handgriff angeordneten Schiebers durch das Betätigen des Bedienelements über einen Mechanismus, insbesondere wobei das Bewegen durch das Betätigen mit einer rein mechanischen Übertragung erfolgt,
- ein Freigeben eines Eingriffelements aus einer Rastposition in einem Verstellrohr der Gehhilfe durch den Schieber,
- ein Bewegen des Verstellrohrs gegenüber einem Hauptrohr zu einer anderen Rastposition, welche einer anderen Länge der Gehhilfe entspricht,
- ein Beenden des Betätigens des Bedienelements und
- ein Zurückbewegen eines Schiebers mit einem zwangsweisen Eingreifen des Eingriffelements in der anderen Rastposition.
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Bevorzugterweise erfolgt dabei in unbelastetem Zustand der Gehhilfe ein vorgespanntes Bewegen der Gehhilfe in eine expandierte Länge durch ein Federelement im Inneren der Gehhilfe. Damit wird die Bedienung und das Aufstehen erleichtert.
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Weitere Vorteile, Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung, in der unter Bezugnahme auf die Zeichnungen Ausführungsbeispiele der Erfindung beschrieben sind.
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Die Bezugszeichenliste ist wie auch der technische Inhalt der Patentansprüche und Figuren Bestandteil der Offenbarung. Die Figuren werden zusammenhängend und übergreifend beschrieben. Gleiche Bezugszeichen bedeuten gleiche Bauteile, Bezugszeichen mit unterschiedlichen Indizes geben funktionsgleiche oder ähnliche Bauteile an.
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Es zeigen dabei:
- Fig. 1a
- bzw. 1beine Ausführungsform einer erfindungsgemässen Gehhilfe in ausgefahrenem bzw. eingefahrenem Zustand,
- Fig. 2a, 2b und 2c
- eine Ausführungsform einer erfindungsgemässen Gehhilfe in Seitenansicht, Rückansicht und Draufsicht,
- Fig. 3a, 3b und 3c
- eine Schnittdarstellung einer Ausführungsform einer erfindungsgemässen Gehhilfe mit arretiertem Betätigungsmechanismus sowie Detailansichten davon,
- Fig. 4a, 4b und 4c
- eine Schnittdarstellung einer Ausführungsform einer erfindungsgemässen Gehhilfe mit gelöstem Betätigungsmechanismus sowie Detailansichten davon,
- Fig. 5a, 5b
- eine Detailansicht weiterer Ausführungsformen einer Federanordnung einer erfindungsgemässen Gehhilfe,
- Fig. 6a, 6b
- eine Detailansicht einer ersten weiteren Ausführungsform eines Betätigungsmechanismus einer erfindungsgemässen Gehhilfe,
- Fig. 7a, 7b
- eine Detailansicht einer zweiten weiteren Ausführungsform eines Betätigungsmechanismus einer erfindungsgemässen Gehhilfe,
- Fig. 8a, 8b
- ein Querschnitt einer Ausführungsform des Haupt- bzw. Verstellrohrs mit Betätigungsmechanismus.
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Fig. 1a zeigt ein Beispiel einer gattungsgemässen Gehhilfe 30, hier gezeigt in beispielhafter Ausführung als Unterarmkrücke. Diese ist erfindungsgemäss mit einer Längenanpassung 40 ausgebildet, welche durch ein Bedienelement 1, hier gezeigt in beispielhafter Ausführung als Betätigungselement in Form eines Daumenschiebers, am Handgriff 35 der Gehhilfe bedienbar ist. Hier gezeigt ist die Gehhilfe 30 in maximal ausgefahrenem Zustand 30a, bei welchem die Vorrichtung 32 - welche einen Arretier- bzw. Verriegelungsmechanismus für die Längenänderung 40 ausbildet und über das Betätigungselement 1 am Handgriff 35 bedient wird - in der Einstellung der obersten Längen-Position 33a in verriegelter Position arretiert, indem ein Eingriffselement in die Ausnehmung oder Einbuchtung 33a eingreift.
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Fig. 1b zeigt die Gehhilfe 30 aus Fig. 1a in eingefahrenem Zustand 30b der Längenanpassung 40. Dabei arretiert die genannte Vorrichtung 32 in der Einstellung der untersten Längen-Position 33b in verriegelter Position, indem das Eingriffselement in die Ausnehmung oder Einbuchtung 33b eingreift. Erfindungsgemäss sind mindestens zwei diskrete Längenpositionen 40 oder Stufen mit zwei Rastungen bzw. Ausnehmung oder Einbuchtung 33a, 33b vorhanden, optional kann aber auch eine oder mehr, beispielsweise 2 oder 3 solcher Zwischenstufen 33c ausgebildet sein. Dabei ist aber erfindungsgemäss keine Längenanpassung 40 der Gehhilfe 30 an den Benutzer - welche vorteilhaft viele Zwischenstufen ausbildet, um grosse Variabilität bereitzustellen - mit der erfindungsgemässen Vorrichtung 32 ausgebildet. Erfindungsgemäss erfolgt die Längenanpassung 40 mit der Vorrichtung 32 in genau 2 (oder allenfalls 3, 4 oder 5) diskrete Stufungen 33a, 33b, 33c, um eine Sitz- bzw. Aufstehposition/Länge 30b sowie eine Steh-Position/Länge 30a bereitzustellen. Optional kann dabei allenfalls noch eine oder zwei Zwischenpositionen/Längen 30c vorhanden sein, um beispielsweise unterschiedliche Sitzhöhen abdecken zu können. Dazwischen ist vorzugsweise keine fein gestufte Längenänderung vorgesehen - im Gegenteil könnte eine solche Feinstufung sogar als der primären Funktion der Erfindung hinderlich angesehen werden. Die erfindungsgemässe Längenänderung 40 (Min-Max) beträgt dabei z. B. mehr als 15 cm, beispielsweise ca. 20 cm bis 40 cm, speziell z. B. etwa 25 cm, und/oder vorzugsweise beispielhaft mehr als 5 cm oder mehr zwischen den Rastungen 33.
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In Fig. 2a ist eine Seitenansicht einer Gehhilfen-Ausführung 30 gezeigt, mit einem Handgriff 35 mit einer beispielhaften Ausführungsform eines Bedienelements 1, welcher an bzw. über einem Hauptrohr 11 angebracht ist. Über dem Handgriff 35 bzw. Hauptrohr 11 ist in diesem Beispiel auch ein Manschettenrohr 14 mit einer Manschette 13 angebracht, welche jedoch optional sind und in anderen Ausführungsformen nicht vorhanden sein müssen. Aus ergonomischen Gründen ist dabei das Manschettenrohr 14 gegenüber dem Hauptrohr 11 nach hinten geneigt und nicht in gerader Verlängerung darüber. Alternativ zur Manschette könnte in einer anderen Ausführungsform auch eine Unterarmstütze oder Achselstütze oder anderes vorhanden sein.
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Im Bereich des unteren, dem Handgriff 35 abgewandten Ende des Hauptohrs 11 ist die Vorrichtung 32 angeordnet, welche eine erfindungsgemässe, über den Handgriff lösbare bzw. eingreifende Verbindung zwischen Hauptrohr 11 und Verstellrohr 15 bereitstellt.
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Am unteren, mit dem Boden interagierenden Teil der Gehhilfe 30 ist ein Fussteil 4 angebracht, hier beispielhaft ein Gummi-Fuss in Form eines Bodenhaftpuffers. In anderen Ausführungen kann hier auch ein Spike oder ein anderer Rutschschutz oder auch ein Mehrbein, z. B. ein Dreibein, Vierbein, etc. vorhanden sein.
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In dieser Figur ist auch die optionale, bevorzugte Variante einer Doppel-Teleskopierbarkeit dargestellt, mit einem zusätzlichen Fussrohr 16 ganz unten, am unteren Ende des Verstellrohrs 15, welche gegeneinander in ihrer Länge fix einrastbar und nur lokal verstellbar ausgebildet sind - beispielsweise wie von klassischen Krückstöcken bekannt mit in Löcher eingreifenden Feder-Nippeln oder - Kugeln welche zu Verstellung lokal per Hand eingedrückt werden müssen. Mit diesen wird eine Einstellung an die Körpergrösse des Benutzers bereitgestellt, vorzugsweise in einem kleineren Rastmass als mit der Vorrichtung 32, speziell etwa kleiner als 5 cm, z. B. ca. 2 cm, 2.5 cm oder 3 cm oder 4 cm. Diese sind speziell in der Rückansicht der Gehhilfe 30 in Fig. 2b nochmals deutlich ersichtlich.
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In Fig. 2b ist eine Rück- bzw. Hinteransicht einer Gehhilfen-Ausführung 30 von Fig. 1a gezeigt. Die beschrifteten Elemente entsprechen jenen wie zuvor bzw. anderswo erläutert.
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In Fig. 2c ist eine Grundriss- bzw. Oberansicht einer Gehhilfen-Ausführung 30 von Fig. 1a bzw. Fig. 2b gezeigt. Die beschrifteten Elemente entsprechen jenen wie zuvor bzw. anderswo erläutert. Explizit gezeigt ist hier eine Ausführungsform, in welcher optional der Handgriff 35 mit wechselbarer Griff-Form, beispielsweise mit austauschbarer Griffschale Links 8 und Griffschale Rechts 9 auf einem Griff-Kern. Damit kann dieselbe Gehhilfe einfach an speziell Griff-Anforderungen bzw. -Wünsche unterschiedlicher Benutzer schnell und einfach angepasst werden, z. B. auch an Rechtshänder oder Linkshänder. Vorzugsweise ist dabei das Bedienelement 1 bzw. speziell dessen innere Betätigung im Griff-Kern derart ausgebildet, dass dieses aus mehreren Raumlagen, insbesondere von Links oder Rechts mit dem äusseren Bedienelement 1 betätigbar ist.
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In einer Ausführungsform kann das Bedienelement 1 dabei gegen unabsichtliches Betätigen gesichert sein. Beispielsweise kann die Betätigung eine hinreichend grosse Kraft erfordern, dass ein unabsichtliches Berühren nicht zur Auslösung ausreicht oder es kann eine kombinierte Bewegung wie Drücken+Schieben oder Drehen+Schieben oder Drehen+Drücken oder Ähnliches oder eine Zweielement-Bedienung erforderlich sein, um das Bedienelement überhaupt zu betätigen. In einer anderen Ausführung einer Varianten zur Sicherung gegen ungewolltes Einfahren kann auch die Steigung der Schieberfläche 18a so gewählt sein, dass die Zylinderrolle unter Last den Schieber 18 in Richtung der arretierten Position drückt und somit sicher verriegelt - in gezeigtem Beispiel also nach oben.
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Fig. 3a zeigt eine Schnittdarstellung einer Ausführungsform einer erfindungsgemässen Gehhilfe 30 - ähnlich Fig. 2a. Neben den bereits beschriebenen Elementen ist darin ein Federelement 5 - hier gezeigt in der Ausführungsform einer Gasfeder 5 - im Inneren der Gehhilfe 3 gezeigt, mittels welcher die Gehhilfe 30 in unbelastetem bzw. unter einem Schwellwert belasteten Zustand bei entriegelter Vorrichtung 32 auf deren maximale Länge ausfährt. Dabei kann optional die Bewegung durch das Federelement 5 in ihrer Geschwindigkeit und/oder Kraft in definierter Weise vorbestimmt sein bzw. allenfalls auch einstellbar sein. Die gezeigte Gasdruckfeder 5 ist in diesem Beispiel oben und/oder unten mit einer Kugeltasche 12 gelagert, über welche die Gasdruckfeder 5 einmal mit dem Hauptrohr 11 bzw. mit dem Handgriff 35 und einmal mit dem Verstellrohr 15 mittels einer Federbefestigung 3 in Verbindung steht. Neben dem Federelement 5 ist im Inneren auch ein Seil 21 oder eine Zugstange als Teil des Mechanismus zur Bewegung des Schiebers der Vorrichtung 32 gezeigt.
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In der Detailansicht in Fig. 3b aus Fig. 3a ist der Handgriff 35 nochmals vergrössert dargestellt. In dieser beispielhaften Ausführungsform des Mechanismus - mittels welchem der Schieber vom entfernt, insbesondere um eine Ecke zwischen Hauptrohr 11 und Handgriff 35 hinweg, bei Betätigung des Bedienelements 1 bewegt wird - ist hier das Bedienelement 1 und der damit verbundene Mechanismus in verriegelter Position der Vorrichtung 32a gezeigt - also bei unbetätigtem Bedienelement 1. Im Rahmen der Erfindung kann der Mechanismus auch anders ausgestaltet sein, wobei dieser vorzugsweise aber rein mechanisch ist, also ohne elektrische, pneumatische oder hydraulisch Elemente funktioniert. Im gezeigten Beispiel wirkt im Inneren des Griff-Kerns 10 ein mit dem nicht dargestellten Bedienelement 1 verbundener Druckstab 2 auf eine Wippe 23, mit welcher ein Zugseil 21 - in diesem Beispiel zwei Zugseile 21 - über eine Waage 22 bewegbar, also ein Zug auf die Seile 21 ausübbar ist. Im gezeigten, verriegelten bzw. arretierten Zustand sind Seile vorzugsweise zwar stramm gespannt, aber nicht angezogen.
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In der Detailansicht in Fig. 3c aus Fig. 3a ist die am Hauptrohr 11 angebrachte Vorrichtung 32a - in arretiertem Zustand, also bei nicht betätigtem Bedienelement 1 gezeigt. Dabei greift das Eingriffselement 17 - in gezeigter, beispielhafter Ausführungsform auf zwei Seiten, in anderen Ausführungen allenfalls auch nur auf einer Seite - in eine Ausnehmung oder Einbuchtung des Verstellrohrs 15 ein, womit diese gegeneinander verriegelt sind. Dabei ist das Seil 21, welches in diesem Beispiel über ein Zugblech 24 mit dem Schieber 18 verbunden ist nicht (nach oben) gezogen - und der Schieber 18 nicht betätigt, sodass dessen erste Schieber-Ebene 18a mir dem Eingriffselement 17 interagiert und letzteres zwangsweise in verriegelter Position ist. Das oder die Eingriffselement(e) 17 können dabei lose in einen Käfig der Vorrichtung 32 gehalten werden. Der Schieber ist hier in einem Schiebergehäuse 20 der Vorrichtung 32 gelagert, welches mit einem Schieberdeckel 17 verschlossen ist. In diesem Beispiel bildet dieses Schiebergehäuse 20 gleichzeitig auch Gleiter 7 für das Verstellrohr 15 aus.
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Wird nun das Bedienelement 1 betätigt, wird über den Druckstab 2 die Wippe 23 betätigt, welche die Wage 23 anhebt und damit das Seil 21 nach oben zieht. In der Vorrichtung wird vom Seil 21 über das Zugblech 24 der Schieber 18 ebenfalls nach oben bewegt, womit anstelle der ersten Ebene 18a - über den Übergang 18c - die zweite Ebene 18b mit dem Eingriffselement 17 interagiert - und damit das Verstellrohr 15 gegenüber dem Hauptrohr 11 freigegeben wird.
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Dies ist auch nochmals in der folgenden Figurenserie 4a, 4b, 4c dargestellt, welche ähnliche Darstellungen wie die die Figurenserie 3a, 3b, 3c zeigt - jedoch in entriegeltem Zustand, bei betätigtem Bedienelement 1. Die Beschriftungen sind dabei analog zu vorherigen Figuren.
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Fig. 4a zeigt eine Schnittdarstellung einer Ausführungsform einer erfindungsgemässen Gehhilfe 30 wie in Fig. 3a - jedoch in entriegeltem Zustand, wie bereits beschrieben.
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Die Detailansicht Fig. 4b zeigt mit 35b den Handgriff 35 im Vergleich zu Fig. 3b in entriegelter Position.
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Die Detailansicht Fig. 4c zeigt mit 32b die Vorrichtung 32b im Vergleich zu Fig. 3c ebenfalls in entriegelter Position. Dabei gibt die Ebene 18b des Schiebers 18 das Eingriffselement 17 frei, und dieses greift nicht mehr zwangsweise in der Ausnehmung oder Einbuchtung 33 des Verstellrohrs 15 ein - sondern gibt dies zur Verstellung der Länge der Gehhilfe 30 frei.
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Vorzugsweise ist dabei der Schieber 18 über eine hier nicht sichtbare Feder oder dergleichen in die verriegelte Position von 18a vorgespannt. Beispielsweise kann der Schieber 18 von Druckfedern in eine Ruheposition nach unten gedrückt werden. Nach dem Entriegeln und Bewegen von Verstellrohr 15 gegenüber Hauptrohr 11, sodass das Eingriffselement 17 nicht über der Einbuchtung oder Ausnehmung 33 des Verstellrohrs 15 liegt, kann das Bedienelement 1 wieder losgelassen werden und bei einer folgenden Längen-Position, in welcher das Eingriffselement 17 wieder über eine (anderen) Einbuchtung oder Ausnehmung 33 des Verstellrohrs 15 gelangt, erfolgt eine automatische Verriegelung, indem das Eingriffselement 17 dort wieder eingreift.
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Das Eingriffselement 17 ist dabei vorzugsweise ein Rollelement, also z. B. eine Zylinder-Rolle (=gezeigt) oder eine Kugel, etc. Dies ermöglicht einen Eingriff und ein Freigeben mit vorteilhaft geringem Kraftaufwand und geringer Verkantungstendenz.
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Wie auch im Beispiel gezeigt, ist der Übergang 18c zwischen den beiden Ebenen dabei vorzugsweise kontinuierlich, also keine rechteckige Stufe, sondern ein fliessender Übergang, z. B. in Form einer schiefen Ebene, einer Kurve, einer Rundung, etc. Damit kann die Verkantungstendenz und der Kraftaufwand verringert werden. Die Ebenen 18a und/oder 18b sind dabei nicht zwingend exakt plane Flächen, sondern der Begriff eben ist hier mehr im Begriffssinne eines Stockwerks, also eines unterschiedlichen Abstands zur Hauptrohr- bzw. Verstellrohr-Seitenwand zu verstehen. Diese können z. B. in einer Ausführungsform durchaus einige Grad Neigung gegenüber der Rohr-Seitenwand aufweisen, also etwas schräg oder auch gewölbt sein.
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In Fig. 5a ist ein Ausschnitt einer Teilschnitt-Schnittdarstellung einer Gehhilfen-Ausführung 30 in einem Bereich des Federelements 5 gezeigt. In dieser Ausführung ist anstelle (oder allenfalls auch zusätzlich zur) vorher beschriebenen Gasdruckfeder 5 ein Federelement 5 im Inneren von Hauptrohr 11 und Verstellrohr 15 gezeigt. Das Federelement 5 ist in dieser Ausführung aus einer Serienanordnung von mehreren Einzelfedern 52 ausgebildet, hier gezeigt als SpiralDruckfedern 52. Neben einer ebenfalls möglichen Variante, bei welcher eine einzige, lange Feder genutzt wird, kann mit der Serienanordnung eine einfachere, sicherere Führung der Feder(n) im Rohrinneren erzielt werden, ohne bzw. mit reduziertem Reiben, Verkanten, Knicken der Feder im Rohr oder einem unbeabsichtigten Verklemmen des Zugstabs oder Seils 21. Dabei werden die Einzelfedern 52 mit zweiseitigen Federführungen 53 untereinander verbunden und gegen das Rohr 11 abgestützt. An den Enden der Serienanordnung kann sich eine einseitige Federführung 51 befinden. Die Federführungen 51/53 bilden dabei insbesondere auch eine definierte Führung bzw. einen Schutz für den Zugstab bzw. das Seils 21.
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Fig. 5b zeigt eine Schnittdarstellung einer Ausführungsform einer erfindungsgemässen Gehhilfe 30 wie in Fig. 5a dargestellt, in welcher Details besser ersichtlich sind. Die beschrifteten Elemente entsprechen jenen wie zuvor bzw. anderswo erläutert.
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In Fig. 6a ist eine Ausführungsform des Schiebers 18, bei welchem dessen Bewegung zwischen dem Eingriff der ersten Ebene 18a oder zweiten Ebene 18b - also das Verschieben des Schiebers - mit einer Kipp- bzw. Drehbewegung um einen Drehpunkt erzielt wird. Dabei ist vorzugsweise der Winkel der Schieber-Bewegung klein, z. B. weniger als 30 Grad. (Jede Bewegung kann als eine Drehung um einen Momentanpol angesehen werden, welcher allenfalls auch im Unendlichen liegen kann.)
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In gezeigter Ausführungsform wird beispielhaft auch nur mit einem einzigen Zugseil 21 gearbeitet. In gezeigter Ausführungsform wird weiters beispielhaft auch nur eine einzige Verriegelung auf einer Seite der Rohre ausgebildet, und nicht eine gegenüberliegende, zweifache Verrieglung wie in Figs. 3 und 4.
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In einem von einem Schieberdeckel 19 verschlossenen Schiebergehäuse 20 der Vorrichtung 32 ist dabei der Schieber 18 in Form eines verkipp- bzw. drehbaren Elements ausgeführt. Der Schieber 18 weist wiederum auf: Eine erste Ebene 18a - mit welcher dieser in zwangsweise verriegelnder Weise das Eingriffselement 17 in einer Ausnehmung 33 des Verstellrohrs 15 hält; sowie: Eine zweite Ebene 18b - mit welcher das Eingriffselement 17, und somit das Verstellrohr 15 freigegeben wird, sodass die Längenverstellung der Gehhilfe freigegeben ist. Zwischen den Ebenen gibt es wiederum einen entsprechenden Übergang. Beschriftet sind hier auch ein Zylinder 74 und ein Kolben 73 bzw. eine Kolbenstange 73 einer Gasdruckfeder 5.
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In Fig. 6b ist eine andere Ansicht einer Gehhilfen-Ausführung 30 von Fig. 6a gezeigt. Die beschrifteten Elemente entsprechen jenen wie zuvor bzw. anderswo erläutert.
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Wie beispielhaft in Fig. 7a gezeigt können im Sinne der Erfindung auch die bezeichneten Elemente in selber erfindungsgemässer Funktionsweise auch umgekehrt/spiegelverkehrt angeordnet und genutzt werden. Speziell können etwa in anderen erfindungsgemässen Ausführungsformen Innen und Aussen bzw. Oben und Unten vertauscht werden. Beispielsweise ist in dieser Ausführungsform - umgekehrt zu vorher - das Hauptrohr 11 innerhalb des Verstellrohrs 15 angeordnet. Funktional unabhängig davon ist die Vorrichtung 32 mit dem Eingriffselement 17 und dem Schieber 18 in gezeigter Variante innerhalb bieder Rohre 15,11 angeordnet. Der Schieber 18 ist hier in Grundform eines Hohlzylinders ausgebildet. In dem Arretierblock 71, in welchem der Schieber 18 bewegt wird, ist hier auch eine Feder 72 dargestellt, welche den Schieber 18 in verriegelter Ruheposition hält, in welcher dessen erster Ebene 18a das Eingriffselement 17 - hier eine Kugel 17 - in die Ausnehmung 33 des Verstellrohrs 15 eingreift und somit Hauptrohr 11 und Verstellrohr 15 gegeneinander verriegelt. Wird der Schieber 18 bewegt, sodass die Ebene 18b des Schiebers 18 mit dem Eingriffselement 17 interagiert (nicht gezeigt) so wird das Verstellrohr freigegeben und eine Längenänderung möglich. Dabei kann ein einziges, zwei gegenüberliegende oder auch mehr Eingriffselement(e) 17 vorhanden sein, welche vorzugsweise lose in einen Käfig der Vorrichtung 32 gehalten sein können.
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Diese Ausführungsformen von Figs. 6a, 6b und Figs. 7a, 7b bietet sich speziell auch für kreisrunde Hauptrohre 11 und/oder Verstellrohre 15 an.
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In Fig. 7b ist eine andere Ansicht einer Gehhilfen-Ausführung 30 von Fig. 7a gezeigt. Die beschrifteten Elemente entsprechen jenen wie zuvor bzw. anderswo erläutert.
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In Fig. 8a ist ähnlich Fig. 2a um darin die Lage der folgenden Schnittdarstellung A - A durch die Vorrichtung 32 einer Ausführungsform anzugeben.
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In Fig. 8b ist eine Ausführungsform des zuvor markierten Schnittes durch die Vorrichtung 32 gezeigt. Durch eine Bruchlinie getrennt ist dabei in der linken Hälfte der Figur der verriegelte Vorrichtungszustand 32a und in der rechten Hälfte der entriegelte Vorrichtungszustand 32b während der Längenänderung 40 dargestellt.
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Im verriegelten Zustand 32a greift dabei das Eingriffselement 17 - hier eine Zylinderrolle 17 in eine Ausnehmung 33 des Verstellrohrs ein, welche Ausnehmung 33 vorzugsweise eine geringere Höhe als der Durchmesser des Rollelements 17 hat. Bedingt durch die erste Ebene 18a des Schiebers 18, welche hier im Eingriff ist, greift das Eingriffselement 17 zwangsweise ein, und Hauptrohr 11 ist gegenüber dem Verstellrohr 15 verriegelt. Diese verriegelte Position des Schiebers 18 ergibt sich dabei durch Nicht-Betätigung des Bedienelements 1 am entfernt angeordneten Handgriff 35 und wird bevorzugt über einen mechanischen, insbesondere rein mechanischen, Mechanismus übertragen.
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Im entriegelten Zustand 32b greift dabei das Eingriffselement 17 nicht zwangsweise in eine Ausnehmung 33 des Verstellrohrs ein, sondern ist locker bzw. frei und kann bei Längs-Bewegung bzw. -Kraft der beiden Rohre zueinander die Ausnehmung verlassen, da nun die zweite Ebene 18b des Schiebers 18 im Eingriff ist, welche dies dem Eingriffselement 17 erlaubt, sodass das Eingriffselement 17 an der Aussenfläche des Verstellrohrs 15 (an einem Längenbereich ohne Ausnehmung 33) anliegt bzw. lose anliegt. Damit ist das Hauptrohr 11 gegenüber dem Verstellrohr 15 entriegelt und die Länge der Gehhilfe veränderbar. Diese entriegelte Position des Schiebers 18 ergibt sich dabei durch Betätigung des Bedienelements 1 am entfernt angeordneten Handgriff 35 und wird bevorzugt über einen mechanischen, insbesondere einen rein mechanischen, Mechanismus übertragen.
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Für den Fachmann offensichtlich, können die hier in unterschiedlichen Figuren gezeigten bzw. beschriebenen Ausführungsformen und Ansätze im Sinne der Erfindung auch anders als gezeigt kombiniert und vertauscht werden.
Bezugszeichenliste
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- 1
- BEDIENELEMENT, BETÄTIGUNGSELEMENT, DAUMENSCHIEBER, SCHALTER, KNOPF, HEBEL
- 2
- DRUCKSTAB
- 3
- FEDERBEFESTIGUNG UNTEN
- 4
- FUSS, GUMMI, RUTSCH-SCHUTZ, SPIKE
- 5
- GASDRUCKFEDER, FEDERELEMENT
- 6
- GLEITER OBEN
- 7
- GLEITER UNTEN
- 8
- GRIFFSCHALE LINKS
- 9
- GRIFFSCHALE RECHTS
- 10
- GRIFF KERN
- 11
- HAUPTROHR
- 12
- KUGELTASCHE
- 13
- MANSCHETTE (optional)
- 14
- MANSCHETTENROHR (optional)
- 15
- VERSTELLROHR, ROHR MITTE, INNENROHR
- 16
- ROHR UNTEN, FUSSROHR
- 17
- ROLLE
- 18
- SCHIEBER, WIPPENSCHIEBER
- 18a
- ERSTE SCHIEBER-EBENE (VERRIEGELT)
- 18b
- ÜBERGANG ERSTE-ZWEITE SCHIEBER-EBENE
- 18c
- ZWEITE SCHIEBER-EBENE (FREIGEGEBEN)
- 19
- SCHIEBERDECKEL
- 20
- SCHIEBERGEHÄUSE
- 21
- STAHLSEIL, SEIL, ZUGSTAB
- 22
- WAAGE
- 23
- WIPPE
- 24
- ZUGBLECH
- 30
- GEHHILFE, GEHSTOCK, KRÜCKSTOCK, AUFSTEHHILFE,
- 30a
- GEHHILFE AUSGEFAHREN (MAXIMALLÄNGE)
- 30b
- GEHHILFE EINGEFAHREN (MINIMALLÄNGE)
- 32
- VORRICHTUNG, VERRIEGELUNGS-MECHANISMUS
- 33
- LÄNGEN-POSITIONEN, STUFEN, RASTUNGEN, EINSTELLUNGEN.
- 35
- HANDGRIFF
- 40
- LÄNGENANPASSUNG
- 51
- FEDERFÜHRUNG EINSEITIG
- 52
- FEDER
- 53
- FEDERFÜHRUNG ZWEISEITIG
- 71
- ARRETIERBLOCK
- 72
- FEDER ENTSPANNT
- 73
- GASDRUCKFEDER STANGE, KOLBENSTANGE
- 74
- GASDRUCKFEDER ZYLINDER