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Die Erfindung betrifft eine Maschine der Tabak verarbeitenden Industrie, aufweisend eine Verteilereinheit und eine stromabwärts angeordnete Strangformungseinheit, wobei die Verteilereinheit eine Düsenmulde und einen Saugstrangförderer aufweist und dazu ausgebildet und eingerichtet ist, der Verteilereinheit zuführbares Tabakmaterial oder aerosolbildendes Material fluidisch entlang einer Führungsfläche der Düsenmulde zu dem Saugstrangförderer zu fördern, mit dem Saugstrangförderer einen Materialstrom bereitzustellen und an die Strangformungseinheit zu übergeben, wobei die Strangformungseinheit dazu ausgebildet und eingerichtet ist, aus dem Materialstrom einen Materialstrang der Tabak verarbeitenden Industrie zu formen und in einer Formateinheit mit einem Umhüllungsmaterialstreifen zu umhüllen. Ferner betrifft die Erfindung ein Verfahren zum Betreiben einer solchen Maschine der Tabak verarbeitenden Industrie und einen stabförmigen Artikel der Tabak verarbeitenden Industrie.
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Stabförmige Artikel der Tabak verarbeitenden Industrie sind allgemein bekannt. Beispiele für stabförmige Artikel sind Zigaretten, Zigarren oder allgemein Tabakstöcke, Filter oder Filtersegmente. Neben diesen stabförmigen Artikeln, die seit vielen Jahren bekannt sind, sollen auch Produkte der Tabak verarbeitenden Industrie in stabförmiger Form als stabförmige Artikel angesehen werden, die beim Konsum keinen Verbrennungsprozess erfordern. Solche stabförmigen Artikel sind beispielsweise vielfach als THP-Artikel (Tobacco Heated Product) oder als HnB-Artikel (Heat-not-Burn-Artikel) bezeichnete Produkte. Diese alternativen stabförmigen Artikel der Tabak verarbeitenden Industrie werden beim Konsum erhitzt, jedoch nicht verbrannt. Beim Konsum eines HnB-Artikels wird durch Übertragung von Wärme, beispielsweise von einer elektrisch betriebenen Wärmequelle, auf ein in dem HnB-Artikel vorhandenes aerosolbildendes Substrat, Dampf erzeugt. Dieser Dampf ist für den Konsum bestimmt und enthält Aroma- und Inhaltsstoffe. Als aerosolbildendes Substrat kommt vielfach eine tabakhaltige Substanz zum Einsatz, die jedoch anders als bei herkömmlichen Rauchwaren nicht verbrannt wird. In vielen Fällen ist die tabakhaltige Substanz aus einer Folie aus rekonstituiertem Tabakmaterial (Recon-Folie) hergestellt.
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Auch klassischen stabförmigen Artikeln der Tabak verarbeitenden Industrie werden vielfach solche tabakhaltigen Folien als Zusatzstoff, in vielen Fällen zur Geschmacks- oder Aromabeeinflussung, hinzugefügt. Zu diesem Zweck wird die tabakhaltige Folie beispielsweise in Streifen aufgetrennt und dem kontinuierlichen Herstellungsprozess, in dem primär Tabakfasern verarbeitet werden, hinzugefügt. Die Tabakfolie kann ebenso als zerkleinertes Material, also in Form von Tabakkleinteilen, dem faserförmigen Tabakmaterial beigemischt werden und gemeinsam mit diesem verarbeitet werden.
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Bei der Produktion von stabförmigen Artikeln der Tabak verarbeitenden Industrie ist stromaufwärts einer Strangmaschine, mit der ein Strang der Tabak verarbeitenden Industrie geformt wird, und aus dem stromabwärts einzelne stabförmige Artikel oder stabförmige Segmente abgelängt werden, eine Verteilereinheit angeordnet. Die Verteilereinheit dient dazu, den üblicherweise über einen Luftstrom zugeführten Tabakstrom zu dosieren, zu sichten und aus dem gesichteten Tabakmaterial einen oder mehrere Materialstränge zu formen, der oder die stromabwärts zum Zweck der Strangbildung an die Strangmaschine übergeben werden. Zu diesem Zweck wird üblicherweise aus einer Tabakmischung verschiedener Tabaksorten bestehendes Tabakmaterial der Verteilereinheit bereitgestellt. Das Tabakmaterial gelangt über eine Eingabevorrichtung, beispielsweise eine Beschickungsschleuse, in die Verteilereinheit, wird in dieser gesichtet, vereinzelt und anschließend beispielsweise über eine Düsenmulde einem Saugstrangförderer zur Bildung eines Materialstrangs oder mehrerer Materialstränge zugeführt. Eine Verteilereinheit ist beispielsweise in der
DE 43 24 280 A1 beschrieben.
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Dem als Ausgangsmaterial für diesen Prozess dienenden Tabakmaterial wird, wie bereits oben erwähnt, in vielen Fällen rekonstituiertes Tabakmaterial beigemischt. Liegt die Tabakfolie in Form von Kleinteilen vor, erfolgt eine Beimischung der Tabakkleinteile zu dem in der Verteilereinheit verarbeiteten Tabakmaterial und durchläuft gemeinsam mit diesem den oben beschriebenen Prozess. Die aus Tabakfolie hergestellten Kleinteile verteilen sich dabei statistisch in dem faserförmigen Tabakmaterial. In dem am Ende des Prozesses stehenden Strang der Tabak verarbeitenden Industrie liegen die Kleinteile aus Tabakfolie ebenfalls statistisch verteilt vor. Da sich Kleinteile aus einer Tabakfolie jedoch insbesondere beim pneumatischen Transport innerhalb des Prozesses anders verhalten als Tabakfasern, kann es vorkommen, dass sich Tabakkleinteile in Bereichen der verarbeitenden Maschine ansammeln, beispielsweise vermehrt an Wandungen anhaften oder sog. Nester bilden. Aus solchen Ansammlungen heraus gelangen die Tabakkleinteile für eine längere Zeit in den Verarbeitungsprozess und sind dementsprechend auch im hergestellten Tabakstrang auffindbar. Dies erschwert einen exakten Markenwechsel oder führt zu unerwünschten Qualitätseinbußen. Ferner können sich Tabackleinteile in einer Staubrückführung ansammeln und deren Funktion sowie die allgemeine Rückführung von Tabakstaub in den Verarbeitungsprozess erschweren. Schließlich kann es vorkommen, dass die Tabakkleinteile aufgrund ihrer gegenüber Tabakfasern unterschiedlichen mechanischen Eigenschaften bei der Umhüllung des Materialstrangs der Tabak verarbeitenden Industrie in unerwünschter Weise in die Verbindungsnaht des den Tabakstrang umhüllenden Umhüllungsmaterialstreifens gelangen, was zu optischen Mängeln des aus diesem umhüllten Tabakstrang hergestellten stabförmigen Artikels führt.
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Es ist eine Aufgabe der Erfindung eine Maschine der Tabak verarbeitenden Industrie, ein Verfahren zum Betreiben einer solchen Maschine sowie einen stabförmigen Artikel der Tabak verarbeitenden Industrie anzugeben, wobei eine Verbesserung des Herstellungsprozesses oder eine Verbesserung der Qualität der hergestellten stabförmigen Artikel erreicht werden soll.
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Die Aufgabe wird gelöst durch eine Maschine der Tabak verarbeitenden Industrie, wobei diese Maschine fortgebildet ist durch eine Verteilereinheit und eine stromabwärts angeordnete Strangformungseinheit, wobei die Verteilereinheit eine Düsenmulde und einen Saugstrangförderer aufweist und dazu ausgebildet und eingerichtet ist, der Verteilereinheit zuführbares Tabakmaterial oder aerosolbildendes Material fluidisch entlang einer Führungsfläche der Düsenmulde zu dem Saugstrangförderer zu fördern, mit dem Saugstrangförderer einen Materialstrom bereitzustellen und an die Strangformungseinheit zu übergeben, wobei die Strangformungseinheit dazu ausgebildet und eingerichtet ist, aus dem Materialstrom einen Materialstrang der Tabak verarbeitenden Industrie zu formen und in einer Formateinheit mit einem Umhüllungsmaterialstreifen zu umhüllen, ferner aufweisend eine Bereitstellungsvorrichtung, eine Zerkleinerungsvorrichtung und eine Zufuhrvorrichtung, wobei die Bereitstellungsvorrichtung dazu ausgebildet und eingerichtet ist, eine Flachbahn der Tabak verarbeitenden Industrie bereitzustellen und der Zerkleinerungsvorrichtung zuzuführen, die Zerkleinerungsvorrichtung dazu ausgebildet und eingerichtet ist, die Flachbahn in eine Vielzahl von Flachbahnteilen zu zerkleinern und der Zufuhrvorrichtung bereitzustellen, und wobei die Zufuhrvorrichtung dazu ausgebildet und eingerichtet ist, einen Strom aus Flachbahnteilen an zumindest eine Zugabestelle zu fördern, wobei die Zugabestelle in die Düsenmulde integriert oder benachbart zu dieser angeordnet ist, so dass der Strom aus Flachbahnteilen dem fluidisch entlang der Führungsfläche der Düsenmulde geführten Tabakmaterial oder aerosolbildendes Material hinzufügbar ist.
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Durch die Zugabe der Flachbahnteile an einer definierten Zugabestelle kann erreicht werden, dass sich diese nicht statistisch in dem aus dem Materialstrom hergestellten Materialstrang der Tabak verarbeitenden Industrie verteilen. Die Flachbahnteile befinden sich hingegen an einer definierten Position im Materialstrang, was verschiedene Vorteile hat. Beispielsweise befinden sich die Flachbahnteile in einem zentralen Bereich des Materialstrangs und sind von Tabakmaterial vollständig umgeben. So kann vermieden werden, dass die Flachbahnteile in den Nahtschluss des Umhüllungsmaterials gelangen. Ebenso kann vermieden werden, dass die Flachbahnteile mit dem Umhüllungsmaterial in Kontakt kommen. Dies ist besonders dann von Vorteil, wenn die Flachbahnteile eine aerosolbildende Substanz enthalten. Treten solche Flachbahnteile mit dem Umhüllungsmaterial in Kontakt, können an den Kontaktstellen Verfärbungen des Umhüllungsmaterial auftreten. Ein Phänomen, welches auch als "Spotting" bekannt ist. Dieses stellt ggf. einen optischen Mangel für aus einem solchen Materialstrang hergestellte Artikel dar. Dies Phänomen kann vorteilhaft vermieden werden. Die Qualität des umhüllten Materialstrangs und ebenso der daraus hergestellten stabförmigen Artikel, kann verbessert werden.
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Die Flachbahn kann beispielsweise eine mit Glycerin und/oder Propylenglykol versehene Gelfolie sein. Eine solche Gelfolie kann beispielsweise dazu eingesetzt oder verwendet werden, in HNB-Artikeln die gewünschte Menge an Glycerin, welches dampfbildend wirkt, bereitzustellen. Ebenso kann es sich bei der Flachbahn um eine Tabakfolie aus rekonstituiertem Tabakmaterial handeln. Das Tabakmaterial kann ebenso zusätzlich mit einer aerosolbildenden Substanz, beispielsweise mit Propylenglykol und/oder Glycerin, versehen sein. Die Flachbahn kann aus einem Trägermaterial hergestellt sein, dessen Grundstoff beispielsweise Tabak, Zellulose oder ein anderer pflanzlicher Stoff oder eine pflanzliche Substanz ist. Die Flachbahn kann dazu vorgesehen sein, Aroma- und/oder Wirkstoffe bereitzustellen, also insbesondere beim Konsum eines Artikels, der aus einem entsprechenden Strang der Tabak verarbeitenden Industrie hergestellt ist, abzugeben. Es kann ebenso vorgesehen sein, dass die Flachbahn in anderer Weise zur Art oder Qualität des Tabakstrangs beiträgt. Beispielsweise kann die Flachbahn eine mit Aktivkohle bestreute Bahn sein.
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Ein weiterer Vorteil der Zugabe der Flachbahnteile an einer definierten Zugabestelle besteht darin, dass Ansammlungen ("Nester") von Flachbahnteilen innerhalb der Maschine vermieden werden können. Diese Nester treten beispielsweise im Bereich der Staubrückführung auf. Ferner können Anhaftungen der Flachbahnteile an innen liegenden Wandungen der Maschine auftreten. Eine solche "Nesterbildung" kann vorteilhaft vermieden werden. Bei einem Markenwechsel gelangen Flachbahnteile aus den Ansammlungen in den laufenden Prozess, was einen exakten Markenwechsel erschwert. Dieser bei herkömmlichen Maschinen auftretende Nachteil wird vorteilhaft beseitigt. Auch der Wartungsaufwand, insbesondere im Bereich der Staubabsaugung, kann verringert werden, da die Notwendigkeit entfällt, die Ansammlungen oder Nester von Flachbahnteilen im Bereich der Maschine zu entfernen.
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Der Verteilereinheit wird Tabakmaterial, wie beispielsweise Tabak Feinschnitt, der aus Tabakblättern hergestellt ist, zugeführt. Als Tabakmaterial kann der Verteilereinheit ebenso rekonstituiertes Tabakmaterial, welches entsprechend zerkleinert ist, zugeführt werden. Alternativ oder zusätzlich kann der Verteilereinheit ein aerosolbildendes Material zugeführt werden. Dieses kann auf der Basis von Tabak hergestellt sein. Das aerosolbildende Material kann ebenso einen anderen Grundstoff aufweisen.
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Der Verteilereinheit wird Tabakmaterial oder aerosolbildendes Material zugeführt, welches anschließend fluidisch entlang der Führungsfläche der Düsenmulde zu dem Saugstrangförderer gefördert wird. Im Kontext der vorliegenden Beschreibung soll stets davon ausgegangen werden, dass die Verteilereinheit wahlweise Tabakmaterial oder aerosolbildendes Material oder auch eine Mischung aus Tabakmaterial und aerosolbildendem Material zugeführt wird. Auch an Textstellen, an denen ausschließlich von Tabakmaterial gesprochen wird, soll in diesem Kontext darunter ebenso aerosolbildendes Material oder auch eine Mischung aus Tabakmaterial und aerosolbildendem Material verstanden werden.
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Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform ist die Maschine dadurch fortgebildet, dass die Zugabestelle eine Abgabeöffnung aufweist, durch die der Strom aus Flachbahnteilen dem in der Düsenmulde geführten Tabakmaterial oder aerosolbildenden Material hinzufügbar ist, wobei die Abgabeöffnung in einer Richtung quer zu einer Transportrichtung des in der Düsenmulde geführten Tabakmaterials eine vorgegebene Abmessung hat, wobei sich die Zugabestelle insbesondere in einem Bereich der Düsenmulde oder benachbart zu der Düsenmulde erstreckt, an dessen Anfang 10 %, insbesondere 40 %, und an dessen Ende 90 %, insbesondere 60 % einer Zielhöhe des in Transportrichtung querab auf dem Saugstrangförderer aufgeschauerten Tabakmaterials oder aerosolbildenden Materials erreicht ist.
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Das Tabakmaterial oder das aerosolbildende Material wird auf dem Saugstrangförderer aufgeschauert. Die Länge, auf der Material an dem Saugstrangförderer aufgeschauert wird, und die Masse des zugeführten Materials wird so bemessen, dass am Ende derjenigen Strecke, in der Material aufgeschauert wird, 150 % einer gewünschten Zielhöhe erreicht sind. Das überschüssige an dem Saugstrangförderer aufgeschauerte Material wird mittels eines Trimmers entfernt und in den Prozess zurückgeführt. Die oben genannte Zielhöhe beziehen sich auf die gewünschten 100 %, welche nach zwei Dritteln der Aufschauerstrecke erreicht sind. Mit anderen Worten beziehen sind die genannten Prozentangaben lediglich auf die ersten zwei Drittel der Aufschauerstrecke. Die genannten Angaben sollen anhand eines Beispiels kurz erläutert werden. Die gesamte Aufschauerstrecke soll eine angenommene Länge von 1500 mm haben. Innerhalb von dieser Länge werden 150 % des gewünschten Materials aufgeschauert. Dies bedeutet das nach 1000 mm 100 % aufgeschauert sind. Liegt der Anfang der Zugabestelle bei 10 %, wäre dies bei 100 mm, gerechnet vom Beginn der Aufschauerstrecke. Liegt der Anfang der Zugabestelle bei 40 %, wäre dies bei 400 mm. Die Zugabestelle erstreckt sich beispielsweise bis zu einer Position von 90 %. Dies wäre bei 900 mm, gerechnet vom Beginn der Aufschauerstrecke. Entsprechend läge das Ende der Zugabestelle, sofern dieses bei 60 % liegt, bei 600 mm.
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Ferner ist insbesondere vorgesehen, dass die Zugabestelle in Richtung einer Transportrichtung des in der Düsenmulde geführten Tabakmaterials eine weitere vorgegebene Abmessung hat. Die Abmessung der Zugabestelle in dieser Richtung wird möglichst klein gewählt. Hintergrund ist der Wunsch, dass die Düsenmulde so ausgestaltet ist, dass sie den in der Düsenmulde vorliegenden fluidischen Strom möglichst wenig stört. Beispielsweise ist die Abmessung der Zugabestelle kleiner als 15 mm, insbesondere kleiner als 10 mm.
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Indem die Flachbahnteile durch eine Abgabeöffnung definierter Größe zugeführt werden, kann die Lage der Flachbahnteile im hergestellten Materialstrang präzise definiert werden. Die angegebenen Werte stellen dabei einen guten Kompromiss zwischen der Führung der Flachbahnteile einerseits und einem zuverlässigen Transport andererseits. Wird die Abgabeöffnung im Verhältnis zur Größe der Flachbahnteile zu klein gewählt, könnte es zu Blockaden kommen. Wird hingegen die Abgabeöffnung zu groß gewählt, ist die präzise Anordnung der Flachbahnteile im hergestellten Strang nicht in gewünschter Weise erreichbar.
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Die Zugabestelle befindet sich gemäß den oben genannten Ausführungsformen an einer Längenposition, betrachtet in Transportrichtung des Saugbandes und gemessen vom Beginn des Saugkanals oder dem Beginn der Düsenmulde, wobei der Wert auf diejenige Länge des Saugkanals bezogen wird, bis zudem 100 % des gewünschten Materials aufgeschauert sind. Die Position der Zugabestelle liegt wie bereits oben erwähnt beispielsweise zwischen10 % und 90 %, insbesondere zwischen 40 % und 60 % liegt.
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Die Maschine umfasst gemäß einer weiteren Ausführungsform genau eine einzige Zugabestelle. So kann eine definierte Anordnung der Flachbahnteile im Materialstrang der Tabak verarbeitenden Industrie erreicht werden. Gemäß weiterer Ausführungsformen können mehrere Zugabestellen vorhanden sein. Eine Ausführung der Maschine mit mehreren Zugabestellen erlaubt eine gezielte Verteilung der Flachbahnteile im Materialstrang.
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Die Zugabe der Flachbahnteile erfolgt unter Berücksichtigung der Tatsache, dass der im Saugstrangförderer gebildete Materialstrom aus Tabakmaterial oder aerosolbildendem Material und Flachbahnteilen stets mit einem Überschuss aufgeschauert wird. Beispielsweise werden 150% der Zielhöhe aufgeschauert. Der Überschuss wird wie bereits erwähnt mit Hilfe eines üblicherweise gesteuerten oder geregelten Trimmers abgetrimmt. Bei der Positionierung der Flachbahnteile im Materialstrom wird deren Position so gewählt, dass diese in dem von der Verteilereinheit an die Strangformungseinheit übergebenen Materialstrom, aus dem in der Strangformungseinheit der Materialstrang hergestellt wird, an der gewünschten Position vorhanden sind.
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Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist die Maschine der Tabak verarbeitenden Industrie dadurch fortgebildet, dass die Düsenmulde zumindest eine Düsenleiste aufweist, welche dazu ausgebildet und eingerichtet ist, einen Blasluftstrom bereitzustellen, der die fluidische Führung des Tabakmaterials zumindest unterstützt, wobei die Zugabestelle, betrachtet in Richtung einer Transportrichtung des in der Düsenmulde geführten Tabakmaterials, vor der Düsenleiste angeordnet ist.
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Eine Zuführung der Flachbahnteile kurz vor der Düsenleiste reduziert die Verteilung der Flachbahnteile im aufgeschauerten Materialstrom. In diesem Zusammenhang wird der Materialstrom im Querschnitt betrachtet, und zwar ausgehend vom Saugband, also in Richtung der aufgeschauerten Höhe. Es ergibt sich dadurch die Art der Zuführung eine definierte Lage der Flachbahnteile im hergestellten Materialstrang. Ferner erlaubt die Zuführung der Flachbahnteile in einem Bereich kurz vor der ersten Düsenleiste die bereits in vielen Maschinen der Tabak verarbeitenden Industrie vorhandene Infrastruktur der Kurztabakrückführung zu nutzen. Gegenüber herkömmlichen Maschinen kann somit vorteilhaft eine aufwendige Um- oder Neukonstruktion vermieden werden.
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Die Düsenmulde weist eine einzige oder mehrere Düsenleisten auf. Bei einer Maschine mit mehreren Düsenleisten ist die Zugabestelle vor der ersten Düsenleiste, betrachtet in Transportrichtung des in der Düsenmulde geführten Tabakmaterials, angeordnet.
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Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist die Maschine der Tabak verarbeitenden Industrie dadurch fortgebildet, dass die Düsenmulde an einem Übergang zu einem Saugkanal des Saugstrangförderers eine Abdichtleiste aufweist, wobei die Zugabestelle in die Abdichtleiste integriert ist.
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Die Abdichtleiste stellt einen stufenfreien Übergang zwischen der Düsenmulde und dem Saugkanal dar. Im Kontext der vorliegenden Beschreibung soll unter einem stufenfreien Übergang ein solcher Übergang verstanden werden, der keine Stufe aufweist, die geeignet ist den Strömungswiderstand zu erhöhen. Liegt also eine Stufe vor, welche betrachtet in Transportrichtung, also in Richtung des Fluidstroms, fällt oder absteigt, so stellt diese keine Erhöhung des Strömungswiderstands dar. Eine solche Ausgestaltung der Düsenmulde soll als "stufenfrei" angesehen werden. Insbesondere stellt die Abdichtleiste einen stufenfreien Übergang zwischen einer Führungsfläche der Düsenmulde und einer Innenseite einer Kanalwange des Saugkanals bereit. Bei der Abdichtleiste handelt es sich um ein separates Bauteil der Düsenmulde, welches beispielsweise mit überschaubarem Aufwand demontiert werden kann. Die Zugabestelle kann in die Abdichtleiste integriert werden, ohne dass hierzu die Düsenmulde selbst konstruktiv verändert werden muss. Insofern ist die Integration der Zugabestelle in die Abdichtleiste vorteilhaft mit überschaubarem Aufwand auch bei bereits vorhandenen Maschinen realisierbar. Ferner ist die Anordnung der Zugabestelle in der Abdichtleiste vorteilhaft, da die Flachbahnteile unmittelbar vor dem Aufschauerprozess im Strangförderer dem Tabakmaterial hinzugefügt werden. Es kann auf diese Weise eine besonders exakte Anordnung der Flachbahnteile im Materialstrom und somit auch im später hergestellten Materialstrang erreicht werden. Auch im Zusammenhang mit der Anordnung der Zugabestelle in der Abdichtleiste kann exakt eine Zugabestelle in der Abdichtleiste vorgesehen sein. Ebenso können mehrere Zugabestellen in der Abdichtleiste vorgesehen sein - gemäß weiterer Ausführungsformen. So kann eine definierte Verteilung der Flachbahnteile im Materialstrom erreicht werden.
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Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform ist die Maschine der Tabak verarbeitenden Industrie dadurch fortgebildet, dass der Saugstrangförderer einen Saugkanal aufweist, wobei der Saugkanal, betrachtet in Transportrichtung des Materialstroms, eine sprungartige Querschnittsverbreiterung aufweist wobei die sprungartige Querschnittsverbreiterung insbesondere eine Breite des Saugkanals um 10 % bis 80 % vergrößert. Beträgt also beispielsweise die Breite des Saugkanals vor der sprungartige Querschnittsverbreiterung 10 mm, so beträgt sie hinter der sprungartige Querschnittsverbreiterung 11 mm oder 18 mm.
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Die Breite des Saugkanals ist eine lichte Weite zwischen den Innenseiten der Kanalwangen. Diese nimmt in Form einer Stufe oder einer näherungsweisen Stufe, also in einem in Transportrichtung kurzen Bereich des Saugkanals, zu. In diesem Sinne ist die Verbreiterung sprungartig und soll auch als Sprungstelle bezeichnet werden.
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Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist insbesondere vorgesehen, dass sich die Zugabestelle, betrachtet in Transportrichtung des Saugbandes, vor der Zugabestelle angeordnet ist.
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Die Flachbahnteile werden stromaufwärts der Sprungstelle aufgeschauert. Unmittelbar stromabwärts der Sprungstelle kann Tabakmaterial direkt neben die Flachbahnteile aufgeschauert werden, also in dem mit einem Mal zusätzlich vorhandenen Platz im Saugkanal zwischen den Flachbahnteilen und der Kanalwangen. So können stromabwärts der sprunghaften Verbreiterung des Saugkanals die Flachbahnteile von dem Tabakmaterial oder dem aerosolbildenden Material umschauert werden. Die Flachbahnteile werden derart in den Materialstrom eingebettet, dass auch in einer Querrichtung zwischen den Kanalwangen, betrachtet im Querschnitt des Materialstroms, diese mit einem Abstand zur Peripherie des Materialstroms angeordnet sind. In dem aus dem Materialstrom hergestellten Materialstrang befinden sich also keine Flachbahnteile in der Nähe des Umhüllungsmaterials, mit dem der Materialstrang in der Strangformungseinheit umgeben wird. So kann vermieden werden, dass Flachbahnteile mit dem Umhüllungsmaterial in Kontakt treten. Das sog. "Spotting" kann vermieden werden. Enthalten die Flachbahnteile eine aerosolbildende Substanz, weisen diese eine gewisse Feuchtigkeit auf. Treten die Flachbahnteile mit dem Umhüllungsmaterial in Kontakt, kann es zu Verfärbungen kommen, dem "Spotting". Dieser Effekt kann als optischer Mangel der aus dem Tabakstrang hergestellten stabförmigen Artikel angesehen werden. Werden die Flachbahnteile hingegen vollständig von Tabakmaterial umgehen, kann dieser Effekt zumindest deutlich reduziert, wenn nicht vollständig vermieden werden.
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Die Maschine der Tabak verarbeitenden Industrie ist gemäß einer weiteren Ausführungsform dadurch fortgebildet, dass die Zerkleinerungsvorrichtung ein Schneidwerk aufweist, welches ausgebildet und eingerichtet ist,
- a) die Flachbahn in Längsstreifen als Flachbahnteile aufzutrennen und/oder
- b) die Flachbahn in diskrete Flachbahnkleinteile als Flachbahnteile zu zerkleinern,
wobei das Schneidwerk insbesondere ausgebildet und eingerichtet ist,
- a) die Flachbahn in Längsstreifen unterschiedlicher Breite aufzutrennen, und/oder
- b) die Flachbahn in längliche Streifen einer vorbestimmten Länge und einer vorbestimmten Breite als Flachbahnkleinteile aufzutrennen, insbesondere in längliche Streifen unterschiedlicher Breite und/oder unterschiedlicher Länge.
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Die Zerkleinerungsvorrichtung umfasst zur Zerkleinerung der Flachbahn beispielsweise ein Schneidwalzenpaar als Schneidwerk. Durch den Austausch und die Anpassung der Schneidwalzen können problemlos unterschiedliche Breiten der Längsstreifen realisiert werden. Zum Herstellen der Längsstreifen werden intermittierende Schneidwalzen eingesetzt. Auch diese können durch Austausch leicht angepasst werden. Eine Veränderung der Intermittierung erlaubt die Anpassung der Längen der Längsstreifen, wobei Walzen mit unterschiedlichen Intermittierungen zum Herstellen von Längsstreifen unterschiedlicher Längen realisiert werden können.
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Eine Variation der Länge und Breite der länglichen Streifen erlaubt es, eine Füllkraft der Flachbahnteile einzustellen und zu variieren. Eine ähnliche Variation erlaubt die Kombination aus Längsstreifen und diskreten Tabakkleinteilen. Es kann ferner durch entsprechende Ausgestaltung der Schneidwalzen ein Strom aus Flachbahnteilen bereitgestellt werden, welcher sowohl Längsstreifen also auch diskrete Tabakkleinteile aufweist. Auch die Breite der Längsstreifen kann beispielsweise im Hinblick auf eine gewünschte Füllkraft der Flachbahnteile eingestellt werden, ebenso das Verhältnis zwischen Längsstreifen und diskreten Tabakkleinteilen. Eine weitere Variationsmöglichkeit, die durch eine Veränderung der Breite und Länge der länglichen Streifen bzw. einer Breite der Längsstreifen eingestellt werden kann, ist die Abgabemenge, Abgabedauer oder ein Abgabezeitpunkt eines in dem Material der Flachbahn vorhandenen aerosolbildenden Materials. Auch dieser Parameter kann über die gegebenen Variationsmöglichkeiten der Zerkleinerungsvorrichtung verändert werden. Vorteilhaft kann somit eine äußerst flexible Maschine bereitgestellt werden.
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Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist ferner die Maschine der Tabak verarbeitenden Industrie dadurch fortgebildet, dass die Zerkleinerungsvorrichtung derart ausgebildet und angeordnet ist, dass ein Austritt der Flachbahnteile aus einem Wirkbereich, in dem die Flachbahn zerkleinerbar ist, zumindest näherungsweise in Schwerkraftrichtung erfolgt, wobei unterhalb des Wirkbereichs ein Sammeltrichter zum Aufnehmen der Flachbahnteile vorgesehen ist, wobei insbesondere an einem Eingang des Sammeltrichters ein Ejektor vorgesehen ist, der dazu ausgebildet und eingerichtet ist, einen Transport der Flachbahnteile in den Sammeltrichter hinein zu bewirken und zumindest teilweise einen Transport in Richtung der Zugabestelle zu bewirken.
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Der Transport der Längsstreifen bzw. der diskreten Tabakkleinteile erfolgt schwerkraftunterstützt, wobei der Injektor den Transport unterstützen kann.
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Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist ferner die Zerkleinerungsvorrichtung separat zur Verteilereinheit ausgebildet. Dies erlaubt eine flexible Integration der Zerkleinerungsvorrichtung. Gemäß einer weiteren Ausführungsvorrichtung ist die Zerkleinerungsvorrichtung in die Verteilereinheit integriert, so dass der benötigte Bauraum minimiert werden kann.
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Die Maschine der Tabak verarbeitenden Industrie gemäß den zuvor genannten Ausführungsformen ist insbesondere eine Einstrangmaschine. Die Maschine kann ebenso als Doppelstrangmaschine ausgebildet sein.
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Gemäß einer Ausführungsform ist vorgesehen, dass die Maschine eine Doppelstrangmaschine ist, wobei die Verteilereinheit eine geteilte Düsenmulde aufweist, die eine erste Teil-Düsenmulde und eine zweite Teil-Düsenmulde aufweist und dazu ausgebildet und eingerichtet ist, das Tabakmaterial oder das aerosolbildene Material fluidisch entlang einer ersten Führungsfläche der ersten Teil-Düsenmulde zu einem ersten Saugstrangförderer und fluidisch entlang einer zweiten Führungsfläche der zweiten Teil-Düsenmulde zu einem zweiten Saugstrangförderer zu fördern und mit dem ersten Saugstrangförderer einen ersten Materialstrom und mit dem zweiten Saugstrangförderer einen zweiten Materialstrom bereitzustellen und jeweils an die Strangformungseinheit zu übergeben, wobei die Strangformungseinheit dazu ausgebildet und eingerichtet ist, aus dem ersten Materialstrom einen ersten Materialstrang und aus dem zweiten Materialstrom einen zweiten Materialstrang der Tabak verarbeitenden Industrie zu formen und in der Formateinheit jeweils mit einem Umhüllungsmaterialstreifen zu umhüllen, wobei die Bereitstellungsvorrichtung dazu ausgebildet und eingerichtet ist, die eine Flachbahn der Tabak verarbeitenden Industrie bereitzustellen, in eine erste Teil-Flachbahn und in eine zweite Teil-Flachbahn aufzutrennen und die getrennten Teil-Flachbahnen der Zerkleinerungsvorrichtung zuzuführen, und wobei die Zerkleinerungsvorrichtung dazu ausgebildet und eingerichtet ist, die erste Teil-Flachbahn in eine erste Fraktion von Flachbahnteilen zu zerkleinern und die zweite Teil-Flachbahn in eine zweite Fraktion von Flachbahnteilen zu zerkleinern, wobei die Zufuhrvorrichtung dazu ausgebildet und eingerichtet ist, den Strom aus Flachbahnteilen der ersten Fraktion an zumindest eine erste Zugabestelle zu fördern und den Strom aus Flachbahnteilen der zweiten Fraktion an zumindest eine zweite Zugabestelle zu fördern, wobei die erste Zugabestelle in die erste Teil-Düsenmulde integriert oder benachbart zu dieser angeordnet ist und die zweite Zugabestelle in die zweite Teil-Düsenmulde integriert oder benachbart zu dieser angeordnet ist, so dass der Strom aus Flachbahnteilen der ersten Fraktion dem fluidisch entlang der ersten Führungsfläche der ersten Teil-Düsenmulde geführten Tabakmaterial oder aerosolbildenden Material und der Strom aus Flachbahnteilen der zweiten Fraktion dem fluidisch entlang der zweiten Führungsfläche der zweiten Teil-Düsenmulde geführten Tabakmaterial oder aerosolbildenden Material hinzufügbar ist.
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Eine Doppelstrangmaschine erlaubt höhere Produktionsgeschwindigkeiten und einen höheren Ausstoß. In der Maschine gemäß der vorgenannten Ausführung können diese Vorteile mit den zuvor beschriebenen Vorteilen betreffend die Zugabe der Flachbahnteile, kombiniert werden.
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Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist die Doppelstrangmaschine ferner dadurch fortgebildet, dass die Bereitstellungsvorrichtung eine Lageregelungsvorrichtung aufweist, die dazu ausgebildet und eingerichtet ist, eine Breite der ersten und zweiten Teil-Flachbahn zu verändern, so dass ein Mengenverhältnis zwischen der ersten Fraktion von Flachbahnteilen und der zweiten Fraktion von Flachbahnteilen einstellbar ist.
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Die Lageregelung erlaubt eine präzise Zuführung der Flachbahnteile zu den beiden Strängen der Doppelstrangmaschine. Dabei können die beiden Teil-Flachbahnen durch eine gemeinsame Zerkleinerungsvorrichtung geführt werden. Gemäß einer weiteren Ausführungsform können separate Zerkleinerungsvorrichtungen, also eine erste Zerkleinerungsvorrichtung für die erste Teil-Flachbahn und eine zweite Zerkleinerungsvorrichtung für die zweite Teil-Flachbahn vorgesehen sein. Die zuvor genannten möglichen Ausgestaltungen der Zerkleinerungsvorrichtung treffen gemäß einer solchen Ausführungsform jeweils auf die erste und die zweite Zerkleinerungsvorrichtung unabhängig voneinander zu.
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Die Flachbahn, aus der die Flachbahnteile hergestellt werden, ist insbesondere eine Flachbahn aus einem Gelmaterial, aus rekonstituiertem Tabakmaterial oder auch aus einem tabakstämmigen, cellulosestämmigen oder pflanzenstämmigen Trägermaterial. Ferner ist die Flachbahn insbesondere eine mit einer aerosolbildenden Substanz versehene Flachbahn. Beispielsweise sind zwischen 10 % und 30 % der Gesamtmasse der Flachbahn durch eine aerosolbildende Substanz, wie beispielsweise Glycerin oder Propylenglykol, gegeben. Die Flachbahn umfasst als einen erheblichen Gewichtsanteil an Propylenglykol oder Glycerin. Die Flachbahnteile können beispielsweise in HnB-Produkten zur Aerosolbildung eingesetzt oder verwendet werden. Bei klassischen Tabakprodukten können sie der Geschmacks-, Aroma- und/oder Wirkstoffbeeinflussung dienen.
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Die Aufgabe wird ferner gelöst durch ein Verfahren zum Betreiben einer Maschine der Tabak verarbeitenden Industrie, wobei dieses Verfahren dadurch fortgebildet ist, dass aufweisend eine Verteilereinheit und eine stromabwärts angeordnete Strangformungseinheit, wobei die Verteilereinheit eine Düsenmulde und einen Saugstrangförderer aufweist und der Verteilereinheit zugeführtes Tabakmaterial oder aerosolbildendes Material fluidisch entlang einer Führungsfläche der Düsenmulde zu dem Saugstrangförderer fördert, mit dem Saugstrangförderer einen Materialstrom bereitstellt und an die Strangformungseinheit übergibt, wobei die Strangformungseinheit aus dem Materialstrom einen Materialstrang der Tabak verarbeitenden Industrie formt und in einer Formateinheit mit einem Umhüllungsmaterialstreifen umhüllt, wobei die Maschine eine Bereitstellungsvorrichtung, eine Zerkleinerungsvorrichtung und eine Zufuhrvorrichtung aufweist, wobei die Bereitstellungsvorrichtung eine Flachbahn der Tabak verarbeitenden Industrie bereitstellt und der Zerkleinerungsvorrichtung zuführt, die Zerkleinerungsvorrichtung die Flachbahn in eine Vielzahl von Flachbahnteilen zerkleinert und der Zufuhrvorrichtung bereitstellt, und wobei die Zufuhrvorrichtung einen Strom aus Flachbahnteilen an zumindest eine Zugabestelle fördert, wobei die Zugabestelle in die Düsenmulde integriert oder benachbart zu dieser angeordnet ist, so dass der Strom aus Flachbahnteilen dem fluidisch entlang der Führungsfläche der Düsenmulde geführten Tabakmaterial oder aerosolbildenden Material hinzugefügt wird.
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Auf das Verfahren zum Betrieben der Maschine der Tabak verarbeitenden Industrie treffen gleiche oder ähnliche Vorteile sowie Weiterbildungsmöglichkeiten zu, wie sie bereits zuvor im Hinblick auf die Maschine selbst erwähnt wurden, so dass auf Wiederholungen verzichtet werden soll.
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Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform ist das Verfahren dadurch fortgebildet, dass der Strom aus Flachbahnteilen an der Zugabestelle dem in der Düsenmulde geführten Tabakmaterial oder aerosolbildenden Material in einem Bereich zugeführt wird, der in einer Richtung quer zu einer Transportrichtung des in der Düsenmulde geführten Tabakmaterials oder aerosolbildenden Materials eine vorgegebene Abmessung hat, wobei sich die Zugabestelle insbesondere in einem Bereich der Düsenmulde oder benachbart zu der Düsenmulde erstreckt, an dessen Anfang 10 %, insbesondere 40 %, und an dessen Ende 90 %, insbesondere 60 % einer Zielhöhe des in Transportrichtung querab auf dem Saugstrangförderer aufgeschauerten Tabakmaterials oder aerosolbildenden Materials erreicht ist.
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Gemäß einer weiteren Ausführungsform wird der Strom aus Flachbahnteilen an der Zugabestelle dem in der Düsenmulde geführten Tabakmaterial in einem Bereich zugeführt, der in Richtung der Transportrichtung des in der Düsenmulde geführten Tabakmaterials eine vorgegebene weitere Abmessung hat, wobei diese weitere vorgegebene Abmessung insbesondere kleiner als 15 mm, ferner insbesondere kleiner als 10 mm ist.
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Ferner ist insbesondere vorgesehen, dass der Strom aus Flachbahnteilen an lediglich einer einzigen Zugabestelle dem in der Düsenmulde geführten Tabakmaterial zugeführt wird.
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Gemäß einer vorteilhaften Ausführungsform ist das Verfahren ferner dadurch fortgebildet, dass die Düsenmulde zumindest eine Düsenleiste aufweist, welche einen Blasluftstrom bereitstellt, der die fluidische Führung des Tabakmaterials oder aerosolbildenden Materials zumindest unterstützt, wobei die Zugabestelle, betrachtet in Richtung einer Transportrichtung des in der Düsenmulde geführten Tabakmaterials oder aerosolbildenden Materials, vor der Düsenleiste angeordnet ist und die Flachbahnteile vor der Düsenmulde dem Tabakmaterial oder aerosolbildenden Material hinzugefügt werden.
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Gemäß einer anderen vorteilhaften Ausführungsform ist das Verfahren ferner dadurch fortgebildet, dass die Düsenmulde an einem Übergang zu einem Saugkanal des Saugstrangförderers eine Abdichtleiste aufweist, wobei die Zugabestelle in die Abdichtleiste integriert ist und die Flachbahnteile dem Tabakmaterial oder aerosolbildenden Material an der Abdichtleiste hinzugefügt werden.
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Über die Abdichtleiste wird das Tabakmaterial stufenfrei von der Düsenmulde in den Saugkanal geführt. Insbesondere gelangt das Tabakmaterial stufenfrei von der Führungsfläche an eine Innenseite der Kanalwange. Wie bereits zuvor erwähnt soll unter "stufenfrei" eine solche Ausgestaltung verstanden werden, bei der keine Stufe vorhanden ist, die geeignet ist einen Strömungswiderstand zu erhöhen.
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Gemäß einer weiteren vorteilhaften Ausführungsform ist ferner das Verfahren dadurch fortgebildet, dass der Saugstrangförderer einen Saugkanal aufweist, wobei der Saugkanal, betrachtet in Transportrichtung des Materialstroms, eine sprungartige Querschnittsverbreiterung aufweist und die in dem Saugkanal vorhandenen Flachbahnteile in einem Bereich des Saugkanals stromabwärts der Querschnittsverbreiterung von dem Tabakmaterial oder aerosolbildenden Material umschauert werden.
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Das Verfahren kann gemäß einer weiteren Ausführungsform ferner dadurch fortgebildet sein, dass die Zerkleinerungsvorrichtung ein Schneidwerk aufweist, mit dem
- a) die Flachbahn in Längsstreifen als Flachbahnteile aufgetrennt wird und/oder
- b) die Flachbahn in diskrete Flachbahnkleinteile als Flachbahnteile zerkleinert wird, wobei mit dem Schneidwerk insbesondere
- a) die Flachbahn in Längsstreifen unterschiedlicher Breite aufgetrennt wird, und/oder
- b) die Flachbahn in längliche Streifen einer vorbestimmten Länge und einer vorbestimmten Breite als Flachbahnkleinteile aufgetrennt wird, insbesondere in längliche Streifen unterschiedlicher Breite und/oder unterschiedlicher Länge aufgetrennt wird.
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Gemäß einer weiteren Ausführungsform ist das Verfahren ferner dadurch fortgebildet, dass die Zerkleinerungsvorrichtung derart angeordnet ist, dass die Flachbahnteile aus einem Wirkbereich, in dem die Flachbahn zerkleinert wird, zumindest näherungsweise in Schwerkraftrichtung austreten, wobei unterhalb des Wirkbereichs ein Sammeltrichter zum Aufnehmen der Flachbahnteile vorgesehen ist und die Flachbahnteile aus dem Wirkbereich in den Sammeltrichter eintreten, wobei insbesondere an einem Eingang des Sammeltrichters ein Ejektor vorgesehen ist, mit dem die Flachbahnteile in den Sammeltrichter hinein transportiert und zumindest teilweise in Richtung der Zugabestelle transportiert werden.
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Das zuvor genannte Verfahren zum Betreiben der Maschine der Tabak verarbeitenden Industrie betrifft den Betrieb einer Einstrangmaschine. Gemäß einer weiteren Ausführungsform wird ein Verfahren zum Betrieb einer Doppelstrangmaschine angegeben. Demgemäß ist das Verfahren dadurch fortgebildet, dass die Maschine eine Doppelstrangmaschine ist, wobei die Verteilereinheit eine geteilte Düsenmulde aufweist, die eine erste Teil-Düsenmulde und eine zweite Teil-Düsenmulde aufweist und das Tabakmaterial oder aerosolbildende Material fluidisch entlang einer ersten Führungsfläche der ersten Teil-Düsenmulde zu einem ersten Saugstrangförderer und fluidisch entlang einer zweiten Führungsfläche der zweiten Teil-Düsenmulde zu einem zweiten Saugstrangförderer fördert und mit dem ersten Saugstrangförderer einen ersten Materialstrom und mit dem zweiten Saugstrangförderer einen zweiten Materialstrom bereitstellt und jeweils an die Strangformungseinheit übergibt, wobei die Strangformungseinheit aus dem ersten Materialstrom einen ersten Materialstrang und aus dem zweiten Materialstrom einen zweiten Materialstrang der Tabak verarbeitenden Industrie formt und in der Formateinheit jeweils mit einem Umhüllungsmaterialstreifen umhüllt, wobei die Bereitstellungsvorrichtung die eine Flachbahn der Tabak verarbeitenden Industrie bereitstellt und in eine erste Teil-Flachbahn und in eine zweite Teil-Flachbahn auftrennt und die getrennten Teil-Flachbahnen der Zerkleinerungsvorrichtung zuführt, und wobei die Zerkleinerungsvorrichtung die erste Teil-Flachbahn in eine erste Fraktion von Flachbahnteilen zerkleinert und zweite Teil-Flachbahn in eine zweite Fraktion von Flachbahnteilen zerkleinert, wobei die Zufuhrvorrichtung den Strom aus Flachbahnteilen der ersten Fraktion an zumindest eine erste Zugabestelle fördert und den Strom aus Flachbahnteilen der zweiten Fraktion an zumindest eine zweite Zugabestelle fördert, wobei die erste Zugabestelle in die erste Teil-Düsenmulde integriert oder benachbart zu dieser angeordnet ist und die zweite Zugabestelle in die zweite Teil-Düsenmulde integriert oder benachbart zu dieser angeordnet ist, so dass der Strom aus Flachbahnteilen der ersten Fraktion dem fluidisch entlang der ersten Führungsfläche der ersten Teil-Düsenmulde geführten Tabakmaterial oder aerosolbildenden Material und der Strom aus Flachbahnteilen der zweiten Fraktion dem fluidisch entlang der zweiten Führungsfläche der zweiten Teil-Düsenmulde geführten Tabakmaterial oder aerosolbildenden Material hinzugefügt wird.
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Dieses Verfahren zum Betrieb der Doppelstrangmaschine kann insbesondere dadurch fortgebildet sein, dass die Bereitstellungsvorrichtung eine Lageregelungsvorrichtung aufweist, die eine Breite der ersten und zweiten Teil-Flachbahn verändert, so dass ein Mengenverhältnis zwischen der ersten Fraktion von Flachbahnteilen und der zweiten Fraktion von Flachbahnteilen eingestellt wird.
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Im Kontext der vorliegenden Beschreibung ist ein Materialstrom der Tabak verarbeitenden Industrie ein Strom aus Tabakmaterial und/oder aerosolbildenden Material und Flachbahnteilen. Gleiches gilt für einen Strang der Tabak verarbeitenden Industrie.
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Die Aufgabe wird ferner gelöst durch einen stabförmigen Artikel der Tabak verarbeitenden Industrie, der nach einem Verfahren gemäß einer oder mehrerer der zuvor genannten Ausführungsform hergestellt ist.
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Ebenso wird die Aufgabe gelöst durch einen stabförmigen Artikel der Tabak verarbeitenden Industrie mit zumindest einem Segment, welches Tabakmaterial oder aerosolbildendes Material aufweist und von einem Umhüllungsmaterial umgeben ist, dadurch gekennzeichnet, dass das Segment Tabakmaterial oder aerosolbildendes Material und aus einer Flachbahn der Tabak verarbeitenden Industrie hergestellte Flachbahnteile umfasst, wobei die Flachbahnteile, betrachtet in einem Querschnitt des Segments, in einem zentralen Bereich angeordnet sind, der von einem Randbereich umgeben ist, in dem das Tabakmaterial oder aerosolbildende Material angeordnet ist, wobei der zentrale Bereich nicht bis an das Umhüllungsmaterial heranreicht, wobei insbesondere die Flachbahnteile (206) aus einem Tabakmaterial hergestellt und mit einem Feuchthaltemittel versehen sind, wobei ferner insbesondere die Flachbahnteile (206) mit Propylenglykol und/oder Glycerin versehen sind und weiterhin insbesondere das Feuchthaltemittel, Propylenglykol und/oder Glycerin eine Masse von größer 10%, 20% oder 30% einer Gesamtmasse einnimmt.
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Insbesondere hält der zentrale Bereich stets einen vorgegebenen Mindestabstand zu dem Umhüllungsmaterial ein. Der Randbereich umgibt also den zentralen Bereich, betrachtet im Querschnitt des Segments des stabförmigen Artikels, insbesondere stets vollständig. Dabei weist der Randbereich stets zumindest eine Mindeststärke auf, die beispielsweise größer als 1mm ist.
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Weitere Merkmale der Erfindung werden aus der Beschreibung erfindungsgemäßer Ausführungsformen zusammen mit den Ansprüchen und den beigefügten Zeichnungen ersichtlich. Erfindungsgemäße Ausführungsformen können einzelne Merkmale oder eine Kombination mehrerer Merkmale erfüllen.
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Die Erfindung wird nachstehend ohne Beschränkung des allgemeinen Erfindungsgedankens anhand von Ausführungsbeispielen unter Bezugnahme auf die Zeichnungen beschrieben, wobei bezüglich aller im Text nicht näher erläuterten erfindungsgemäßen Einzelheiten ausdrücklich auf die Zeichnungen verwiesen wird. Es zeigen:
- Fig. 1
- eine Zigarettenmaschine vom Typ PROTOS als beispielhafte Maschine der Tabak verarbeitenden Industrie,
- Fig. 2
- eine Schnittzeichnung durch eine Verteilereinheit einer Maschine der Tabak verarbeitenden Industrie,
- Fig. 3
- eine vereinfachte Perspektivansicht eines Details der Verteilereinheit im Bereich einer Entnahmewalze und Schlägerwalze sowie des sich daran anschließenden Kanals,
- Fig. 4
- eine vereinfachte Perspektivansicht eines Details der Verteilereinheit im Bereich der Düsenmulde,
- Fig. 5
- eine weitere vereinfachte Perspektivansicht eines Details der Verteilereinheit im Bereich der Düsenmulde,
- Fig. 6
- eine vereinfachte teilgeschnittene Seitenansicht eines Details der Verteilereinheit im Bereich einer Abdichtleiste am Übergang zwischen der Düsenmulde und einem Saugstrangförderer,
- Fig. 7
- eine vereinfachte Perspektivansicht eines Saugstrangförderers für eine Zweistrangmaschine und der sich daran anschließenden Düsenmulde einer Verteilereinheit, wobei der Saugstrangförderer abgestufte Saugkanäle aufweist,
- Fig. 8a)
- eine schematisch vereinfachte Schnittansicht durch einen Saugkanal entlang des Schnitts A-A in Fig. 7, vor der Abstufung, und
- Fig. 8b)
- eine schematisch vereinfachte Schnittansicht durch den Saugkanal entlang des in Fig. 7 gezeigten Schnitts B-B, nach der Abstufung,
- Fig. 9
- eine weitere schematisch vereinfachte Schnittansicht durch den Saugkanal eines Saugstrangförderers,
- Fig. 10
- eine weitere schematisch vereinfachte Schnittansicht durch eine Strangformungseinheit,
- Fig. 11
- eine weitere schematisch vereinfachte Schnittansicht durch eine Strangformungseinheit im Bereich des Nahtschlusses,
- Fig. 12
- eine schematische Darstellung einer Bereitstellungsvorrichtung, der Zerkleinerungsvorrichtung und einer Zufuhrvorrichtung für Flachbahnteile,
- Fig. 13
- einen stabförmigen Artikel in einem schematischen Längsschnitt und
- Fig. 14
- einen stabförmigen Artikel in einem schematischen Querschnitt.
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Im Rahmen der Erfindung sind Merkmale, die mit "insbesondere" oder "vorzugsweise" gekennzeichnet sind, als fakultative Merkmale zu verstehen.
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In den Zeichnungen sind jeweils gleiche oder gleichartige Elemente und/oder Teile mit denselben Bezugsziffern versehen, so dass von einer erneuten Vorstellung jeweils abgesehen wird.
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Fig. 1 zeigt in vereinfachter Darstellung eine Zigarettenmaschine PROTOS der Hauni Maschinenbau, als beispielhafte Maschine 100 der Tabak verarbeitenden Industrie. Die Maschine 100 weist eine Verteilereinheit 102 und eine Strangformungseinheit 104 auf. Ausgehend von einer Schleuse 1 wird ein Vorverteiler 2 mit Tabakmaterial, beispielsweise mit Schnitttabak oder Tabakfasern, beschickt. Es ist ferner vorgesehen, dass der Vorverteiler 2 mit einem aerosolbildenden Material, beispielsweise mit rekonstituiertem Tabakmaterial, welches mit einer aerosolbildenden Substanz versehen ist, beschickt wird. Im Kontext der vorliegenden Beschreibung soll aus Gründen der besseren Lesbarkeit im Folgenden nur von Tabakmaterial gesprochen werden. Gemeint ist im entsprechenden Zusammenhang, stets, dass ebenso aerosolbildendes Material oder eine Mischung aus Tabakmaterial und aerosolbildendem Material verwendet werden kann. Eine Entnahmewalze 3 des Vorverteilers 2 führt das Tabakmaterial, welches der Verteilereinheit 102 zugeführt wird, einem Vorratsbehälter 4 zu. Aus dem Vorratsbehälter 4 wird mit Hilfe eines Steilförderers 5 das Tabakmaterial entnommen und einem Stauschacht 6 zugeführt.
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Aus dem Stauschacht 6 entnimmt eine Entnahmewalze 7, die beispielsweise als Stiftwalze ausgebildet ist, das Tabakmaterial, welches von einer Ausschlagwalze 8 aus der Entnahmewalze, beispielsweise aus den Stiften der Stiftwalze, herausgeschlagen und auf ein mit konstanter Geschwindigkeit umlaufendes Streutuch 9 geschleudert wird. Ein auf dem Streutuch 9 gebildetes Tabakvlies wird einer Sichteinrichtung 11 zugeführt. Die Sichteinrichtung 11 wird im Detail im Zusammenhang mit Fig. 2 beschrieben. Sie stellt einen Luftvorhang bereit, den größere und schwerere Anteile des Tabakmaterials passieren, während die übrigen Bestandteile des Tabakmaterials von der Luft in eine Düsenmulde 13 gelenkt werden.
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Das Tabakmaterial wird entlang einer Führungsfläche 15 der Düsenmulde 13 fluidisch geführt und gelangt auf diese Weise zu einem Saugstrangförderer 17. Die fluidische Führung erfolgt beispielsweise mit Druckluft. Das Tabakmaterial wird gemeinsam mit einem Luftstrom entlang der Führungsfläche 15 geführt und verhält sich ähnlich einer Flüssigkeit. In dem Saugstrangförderer 17 läuft in einem Saugkanal, der von seitlichen Saugkanalwangen begrenzt ist, ein Saugband 18 als endlose Schlaufe. Auf der dem Tabakmaterial abgewandten Seite des Saugbandes 18 befindet sich eine Unterdruckkammer. Das Saugband 18 ist luftdurchlässig, so dass der erzeugte Unterdruck sorgt dafür, dass das Tabakmaterial an dem Saugband 18 aufgeschauert wird. Auf diese Weise kann ein Materialstrom 16 aus Tabakmaterial bereitgestellt werden. Ein Trimmer 19 entfernt überschüssiges Tabakmaterial aus dem Tabakstrom 16, so dass ein Tabakstrom definierter Menge von der Verteilereinheit 102 an die Strangformungseinheit 104 übergeben wird. Dies erfolgt, indem der Tabakstrom 16 stromabwärts auf einen im Gleichlauf geführten Umhüllungsmaterialstreifen 21 gelegt wird.
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Somit liegt am Eingang der Strangformungseinheit 104 ein aufgeschauerter und getrimmter Tabakstrom 16 vor, der anschließend in einer Formateinheit 26 der Strangformungseinheit 104 die Strangformung durchläuft und von dem Umhüllungsmaterialstreifen 21 umschlossen wird. Dieser verlässt die Strangformungseinheit 104 als umhüllter Materialstrang 28.
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Der Umhüllungsmaterialstreifen 21 wird von einer Bobine 22 abgezogen, durch ein Druckwerk 23 geführt und auf das angetriebene Formatband 24 der Formateinheit 26 gelegt. Das Formatband 24 transportiert den Umhüllungsmaterialstreifen 21 gemeinsam mit dem Materialstrom 16 durch die Formateinheit 26. In einem Formatkanal, der ein Oberformat und ein Unterformat aufweist, wird der Umhüllungsmaterialstreifen 21 um den Materialstrom 16 herumgefaltet und aus dem Materialstrom 16 wird der umhüllte Materialstrang 28 der Tabak verarbeitenden Industrie gebildet. Der Umhüllungsmaterialstreifen 21 wird so um den Tabakstrang herumgefaltet, dass eine Kante 25 absteht, die von einem nicht dargestellten Leimapparat in an sich bekannter Weise beleimt wird. Anschließend wird die Leim- oder Klebenaht geschlossen und in einer Nahtplätte 27 getrocknet.
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Der derart hergestellte umhüllte Materialstrang 28 der Tabak verarbeitenden Industrie durchläuft anschließend ein optionales Strangdichtemessgerät 29, welches den Trimmer 19 steuert. So ist es möglich, während der Strangformung stets einen Materialstrom 16 mit definierter Dichte und Masse zu dem Materialstrang 28 zu verarbeiten. Der Materialstrang 28 wird anschließend einem Messerapparat 31 zugeführt und beispielsweise in einfach- oder doppeltlange stabförmige Segmente geschnitten. Die stabförmigen Segmente werden von den gesteuerten Armen 33 der Übergabevorrichtung 34 einer Übernahmetrommel 36 zugeführt. Ausgehend von der Übernahmetrommel 36 gelangen die stabförmigen Artikel in die weitere Verarbeitung. Sie können beispielsweise mit weiteren Segmenten zu einem stabförmigen Artikel zusammengestellt werden. Beispielsweise werden die stabförmigen Segmente einer Filteransetzmaschine 37 zugeführt und auf deren Schneidtrommel 38 von der ursprünglichen doppelten Länge auf einfache Länge geschnitten. Die stabförmigen Artikel oder Segmente oder auch eine Kombination aus einem oder mehreren Segmenten können weiteren Verarbeitungsschritten zugeführt werden.
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Fig. 2 zeigt eine vereinfachte Darstellung eines Querschnitts durch die Verteilereinheit 102 der aus Fig. 1 bekannten Maschine 100 der Tabak verarbeitenden Industrie. Wie bereits im Zusammenhang mit Fig. 1 erläutert, wird über den Stauschacht 6 der Verteilereinheit das Tabakmaterial 50 zugeführt. Von der Entnahmewalze 3 wird das Tabakmaterial 50 aus dem Stauschacht 6 entnommen. Mit der Ausschlagwalze 8 wird das Tabakmaterial 50 aus der Entnahmewalze 3 ausgeschlagen und in einen Schauer 52 aus Tabakmaterial 50 überführt. Der Schauer 52 umfasst leichte Tabakfasern 54 und schwere Tabakfasern 56, wie beispielsweise Rippen. Während die leichten Tabakfasern 54 schematisch als Striche dargestellt sind, sind die schweren Tabakfasern 56 als kleine gefüllte Kreise dargestellt. Bei dem Tabakmaterial kann es ebenso um aerosolbildendes Material handeln. Beides soll mit dem Bezugszeichen 50 bezeichnet werden. Entsprechend kann es sich bei den Tabakfasern 54, 56 ebenso um Kleinteile aus aerosolbildendem Material handeln. Die leichten Tabakfasern 54 könne also ebenso leichte Kleinteile 54 aus aerosolbildendem Material und die schweren Tabakfasern 56 können schwerere Kleinteile 56 aus aerosolbildendem Material sein.
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Der Schauer 52 wird über einen sich trichterförmig verengenden Zuführschacht 58 einer Umlenkzone 60 zugeführt, in der mit einer Blasluftdüse 62a ein Sichtluftstrom quer zu der Förderrichtung des Tabakschauers 52 erzeugt wird. Der Sichtluftstrom trennt die leichten Tabakfasern 54 von den schwereren Tabakfasern 56 und fördert sie quer in Richtung des dargestellten Pfeils ab. Einige leichte Tabakfasern 54 sinken gemeinsam mit den schweren Tabakfasern 56 durch den Sichtluftstrom nach unten ab und gelangen in eine Zellradschleuse 64. Diese fördert das Tabakmaterial 50 weiter in einen Sichtschacht 66, in welchem die schweren Tabakfasern 56 weiter nach unten sinken und ausgetragen werden, während die leichten Tabakfasern 54 durch die Injektorwirkung eines in dem Sichtschacht 66 vorhandenen Blasluftstrahls nach oben steigen. Zur Erzeugung des Blasluftstrahls ist eine weitere Blasluftdüse 62b vorgesehen. Unterstützt durch den im Sichtschacht 66 von der Blasluftdüse 62b erzeugten Luftstrom gelangen die leichten Tabakfasern 54, wie mit einem Pfeil dargestellt, in Richtung der Düsenmulde 13.
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In der Düsenmulde 13 bilden sie gemeinsam mit den vom Sichtluftstrom transportierten leichten Tabakfasern 54 mit Unterstützung des von der weiteren Blasluftdüse 62c erzeugten Luftstroms ein dünnes Vlies 68 oder einen dünnen Teppich aus Tabakfasern aus. Dieses Vlies 68 wird entlang der Führungsfläche 15 der Düsenmulde 13 fluidisch in Richtung des Saugstrangförderers 17 gefördert.
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In der Darstellung von Fig. 2 ist das Vlies 68 aus leichten Tabakfasern 54 aus Gründen der Darstellung übertrieben dick und aufgelockert dargestellt. Tatsächlich liegt ein dünnes Vlies 68 aus Tabakfasern vor, welches dem Blasluftstrom dicht entlang der Führungsfläche 15, eine Wandströmung ausbildend, folgt. Zur Unterstützung und fluidischen Förderung des Tabakvlies 68 entlang der Führungsfläche 15, sind eine oder mehrere Düsenleisten 70 vorgesehen. Diese erzeugen jeweils einen Luftstrom, der den Transport des Vlies 68 unterstützt. Die Düsenleisten 70 unterstützen also den entlang der Führungsfläche 15 vorliegenden und die Tabakfasern transportierenden Luftstrom. Die Düsenleisten 70 erstrecken sich in einer Richtung zumindest näherungsweise parallel zum Saugband 18. Sie sind senkrecht zur Zeichenebene von Fig. 2 längserstreckt. Die dargestellte Düsenleiste 70 wird über eine Druckkammer 72 gespeist und über eine Versorgungsleitung 74, ausgehend von einer Druckluftquelle, mit Druckluft versorgt.
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Die Düsenmulde 13 kann, gegebenenfalls auch nur abschnitts- oder bereichsweise, um die Achse 76 schwenkbar ausgeführt sein, um im Fall von Service- oder Wartungsarbeiten eine bessere Zugänglichkeit zu ermöglichen.
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Das Tabakvlies 68 gelangt stufenfrei zu dem Saugstrangförderer 17. Als Stufen sollen in diesem Zusammenhang nur hervorstehende Stufen verstanden werden, die geeignet sind den Strömungswiderstand zu erhöhen. Stufen, welche den Strömungswiderstand nicht erhöhen, sollen als stufenfreier Übergang angesehen werden. Die Düsenmulde 13 umfasst im Übergangsbereich zum Saugstrangförderer 17 eine Abdichtleiste 78, die den stufenfreien Übergang bereitstellt. Mit der Abdichtleiste 78 wird ein sprungfreier Übergang zwischen der Führungsfläche 15 der Düsenmulde 13 und einer Innenseite der Kanalwange 80 des Saugstrangförderers 17 bereitgestellt. Die Kanalwangen 80 begrenzen den Saugkanal, in dem das Saugband 18 umläuft, seitlich.
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Über diesen lückenlosen und glatten Übergang gelangt das Tabakmaterial zu dem im Saugstrangförderer 17 umlaufenden Saugband 18. Auf der Rückseite des Saugbandes 18 befindet sich die Unterdruckkammer 81, die über eine Unterdruckleitung 82 an eine geeignete Unterdruckquelle gekoppelt ist. Durch den erzeugten Unterdruck auf der Rückseite kann an der Vorderseite des Saugbandes 18 ein Saugluftstrom bereitgestellt werden. Dieser sorgt dafür, dass das Tabakmaterial in Form eines Tabakstroms 16 auf dem Saugband 18 aufgeschauert wird. Der auf diese Weise auf dem Saugband 18 aufgeschauerte Tabakstrom 16 wird stromabwärts mittels des Trimmers 19 auf die gewünschte Höhe abgetrimmt und weiter stromabwärts der Strangformung in der Strangformungseinheit 104 zugeführt.
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Die Düsenmulde 13 umfasst zumindest eine Zugabestelle 200, an der ein Strom aus Flachbahnteilen dem fluidisch entlang der Führungsfläche 15 der Düsenmulde 13 geführten Tabakmaterial 50 hinzugeführt wird. Die Position der Zugabestelle 200 ist in Fig. 2 schematisch mit einem Pfeil angedeutet. Die Zugabestelle 200 kann sich an der zusätzlich mit Bezugszeichen 200a bezeichneten Position oder an der zusätzlich mit Bezugszeichen 200b bezeichneten Position befinden. Gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel sind beispielhaft zwei Zugabestellen 200 vorgesehen, eine erste an der mit Bezugszeichen 200a bezeichneten Position und eine zweite der zusätzlich mit Bezugszeichen 200b bezeichneten Position.
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Die Flachbahnteile werden von einer Bereitstellungsvorrichtung und einer Zerkleinerungsvorrichtung sowie einer Zufuhrvorrichtung zu der Zugabestelle 200 transportiert. Details zu diesen Einheiten werden später erläutert.
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Die Flachbahnteile gelangen an der Zugabestelle 200 durch eine Abgabeöffnung in das fluidisch geführte Vlies 68 aus Tabakmaterial 50. Diese Abgabeöffnung ist in einer Richtung quer zu einer Transportrichtung T des in der Düsenmulde 13 geführten Tabakmaterials 50 räumlich begrenzt. Die Richtung, in der die Abgabeöffnung der Zugabestelle 200 räumlich begrenzt ist, liegt senkrecht zur Zeichenebene der Darstellung in Fig. 2. Die Transportrichtung T des Tabakmaterials 50 ist mit einem Pfeil angedeutet. Durch die räumliche Begrenzung in Bewegungsrichtung des Saugbandes der Abgabeöffnung wird das Tabakmaterial ebenfalls in einem räumlich begrenzten Bereich dem Vlies 68 aus Tabakmaterial 50, bei dem es sich streng genommen um die leichten Tabakfasern 54 handelt, zugegeben. Auf diese Weise können die Flachbahnteile gezielt in dem auf dem Saugband 18 aufgeschauerten Materialstrom 16 angeordnet werden, beispielsweise in etwa in der Mitte des Materialstroms 16.
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Zu diesem Zweck weist die Abgabeöffnung insbesondere definierte Abmessungen auf. Die in Form einer Abgabeöffnung ausgestaltete Zugabestelle erstreckt sich beispielsweise in einem Bereich der Düsenmulde oder benachbart zu der Düsenmulde, an dessen Anfang 10 % oder beispielsweise 40 %, und an dessen Ende 90 % oder beispielsweise 60 % einer Zielhöhe des in Transportrichtung querab auf dem Saugstrangförderer aufgeschauerten Tabakmaterials oder aerosolbildenden Materials erreicht ist. Weitere Einzelheiten zu dieser Ausgestaltung sind bereits weiter oben im Text beschrieben
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Die Düsenmulde 13 weist beispielhaft eine einzige Düsenleiste 70 auf. Gemäß weiteren nicht dargestellten Ausführungsbeispielen kann die Düsenmulde 13 mehr als eine Düsenleiste 70 aufweisen. Die Düsenleiste 70 stellt einen Blasluftstrom bereit, der die fluidische Führung des Tabakmaterials 50 entlang der Führungsfläche 15 der Düsenmulde 13 zumindest unterstützt.
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Die Zugabestelle 200, im dargestellten Ausführungsbeispiel die Zugabestelle, die zusätzlich mit Bezugszeichen 200a bezeichnet ist, befindet sich, betrachtet in Transportrichtung T des in der Düsenmulde 13 geführten Tabakmaterials 50, vor der Düsenleiste 70.
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Die Düsenmulde 13 weist an einem Übergang zwischen der Führungsfläche 15 der Düsenmulde 13 und dem Saugstrangförderer 17 eine Abdichtleiste 78 auf. Die Abdichtleiste 78 verlängert die Führungsfläche 15, so dass ein stufenfreier Übergang zwischen der Führungsfläche 15 und einer Innenseite der Kanalwange 80 bereitgestellt wird. Die Zugabestelle 200 ist gemäß einem weiteren Ausführungsbeispiel in die Abdichtleiste 78 integriert. Dies ist ebenfalls mit einem Pfeil dargestellt. Es handelt sich um die zusätzlich mit 200b bezeichnete Zugabestelle.
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Fig. 3 zeigt eine vereinfachte Perspektivansicht eines Details der Verteilereinheit 102. Dargestellt sind eine Entnahmewalze 7 und eine Ausschlagwalze 8, mit der über einen Stauschacht, der an sich nicht dargestellt ist, zugeführtes Tabakmaterial 50 in eine Düsenmulde 13 überführt wird. Auf eine Sichtung des Tabakmaterials 50 wird abweichend von der Darstellung in Fig. 2 gemäß diesem Ausführungsbeispiel verzichtet. In dem von der Entnahmewalze 7 und der Ausschlagwalze 8 bereitgestellten Schauer 52 aus Tabakmaterial 50 wird an den Zugabestellen 200 Flachbahnteile zugeführt. Die Zugabestellen 200 befinden sich am Beginn der Düsenmulde 13.
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Beispielhaft sind zwei Zugabestellen 200 vorgesehen, die zusätzlich mit 200x und 200y bezeichnet sind. Bei der in Fig. 3 dargestellten Düsenmulde 13 handelt es sich beispielhaft um eine zweigeteilte Düsenmulde 13, die eine erste Teil-Düsenmulde 13x und eine zweite Teil-Düsenmulde 13y umfasst. Die Düsenmulde 13 gehört zu einer Doppelstrangmaschine. Das Tabakmaterial 50 wird fluidisch entlang einer ersten Führungsfläche 15x der ersten Teil-Düsenmulde 13x zu einem ersten Saugstrangförderer 17x gefördert. Außerdem wird Tabakmaterial 50 fluidisch entlang einer zweiten Führungsfläche 15y der zweiten Teil-Düsenmulde 13y zu einem zweiten Saugstrangförderer 17y gefördert. Mit dem ersten Saugstrangförderer 17x wird ein erster Materialstrom 16 und mit dem zweiten Saugstrangförderer 17y wird ein zweiter Materialstrom 16 bereitgestellt und an jeweilige Strangformungseinheiten 104 übergeben.
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Fig. 4 zeigt eine weitere Perspektivansicht eines Details einer Verteilereinheit 102 im Bereich der Düsenmulde 13. Wie bereits im Zusammenhang mit Fig. 3 erläutert, wird ein Schauer 52 aus Tabakmaterial 50 erzeugt. Die Zugabestellen 200 befinden sich weiter stromabwärts in die Düsenmulde 13 integriert, jedoch vor einer ersten Düsenleiste 70. Bei dem in Fig. 3 dargestellten Ausführungsbeispiel weist die Düsenmulde 13 eine weitere Düsenleiste 70 auf, die erste Düsenleiste soll auch mit Bezugszeichen 70a, die zweite Düsenleiste auch mit Bezugszeichen 70b bezeichnet werden. Die Zugabestellen 200 sind, betrachtet in Transportrichtung T des fluidisch in der Düsenmulde 13 geführten Tabakmaterials 50, vor der ersten Düsenleiste 70a angeordnet. Es handelt sich wiederum um eine geteilte Düsenmulde 13, welche Teil einer Zweistrangmaschine ist, und mit der das in der Düsenmulde 13 geführte Tabakmaterial 50 einem ersten und einem zweiten Saugstrangförderer 17x, 17y zugeführt wird (vgl. auch Fig. 7).
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Fig. 5 zeigt eine weitere Perspektivansicht eines Details der Verteilereinheit 102 im Bereich der Düsenmulde 13, in vereinfachter Darstellung. Bereits im Zusammenhang mit Fig. 4 erläuterte und mit gleichen Bezugszeichen versehene Bauteile sollen nicht nochmals erläutert werden. Abweichend von dem in Fig. 4 dargestellten Ausführungsbeispiel befinden sich die Zugabestellen 200, 200x, 200y in einer Abdichtleiste 78 der Düsenmulde 13, so dass die Flachbahnteile unmittelbar in der Nähe des Saugbandes, welche in Fig. 5 nicht sichtbar ist, dem auf diesem Saugband aufgeschauerten Materialstrom hinzugefügt werden können. Auch die in Fig. 5 gezeigte Düsenmulde 13 ist beispielhaft eine zweigeteilte Düsenmulde 13 einer Zweistrangmaschine.
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Fig. 6 zeigt eine vereinfachte Schnittansicht eines Details einer solchen Verteilereinheit 102 im Bereich der Abdichtleiste 78. Ebenso wie die Fig. 3 bis 5 zeigt auch dieses Detail eine Zweistrangmaschine. Die Abdichtleiste 78 stellt einen sprungfreien Übergang zwischen der Führungsfläche 15 der Düsenmulde 13 und einer Innenseite der Kanalwangen 80 bereit. Dies gilt für beide Teil-Düsenmulden 13x, 13y, die zugehörigen Führungsflächen 15x, 15y und die Innenseiten der Kanalwangen 80 der beiden Saugstrangförderer 17x, 17y.
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In die Abdichtleiste 78 ist ein Zufuhrkanal 204 integriert (beispielhaft dargestellt für die Abdichtleiste 78 der ersten Teil-Düsenmulde 13x), durch den die Flachbahnteile 206 dem entlang der Führungsfläche 15x der Düsenmulde 13x geführten Tabakmaterial 50 (nicht dargestellt) hinzugefügt werden. Der Zufuhrkanal 204 mündet an der Abgabeöffnung 208 aus. Auf diese Weise werden die Flachbahnteile 206 dem auf dem Saugband aufgeschauerten Materialstrom in sehr definierter Weise zugeführt.
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Fig. 7 zeigt eine vereinfachte Perspektivansicht eines Saugstrangförderers 17, wie er beispielsweise in einer Doppelstrangmaschine eingesetzt wird. An diesen schließt sich unterhalb die Düsenmulde 13 an, bei der es sich beispielsweise um eine geteilte Düsenmulde handelt, wie sie in einer der Fig. 3 bis 5 gezeigt ist. Wie mit Pfeilen angedeutet, wird das Tabakmaterial in Transportrichtung T entlang der Führungsfläche 15 der Düsenmulde 13 zu den jeweiligen Saugkanälen der Saugstrangförderer 17x, 17y geführt wird.
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Fig. 8a) zeigt eine schematisch vereinfachte Schnittansicht durch den Saugkanal 202 des Saugstrangförderers 17x, 17y. Zwischen den Kanalwangen 80 läuft innerhalb des Saugkanals 202 das Saugband 18. Auf einer Oberseite des Saugbandes 18 wird zunächst Tabakmaterial 50 aufgeschauert, anschließend werden Flachbahnteile 206 aufgeschauert. Zwischen der Position entlang der dargestellten Schnittlinie A-A und der dargestellten Schnittlinie B-B wird der Saugkanal 202 sprunghaft verbreitert. Beispielsweise nimmt die lichte Weite zwischen den Innenseiten der Kanalwangen 80 von einem ersten Wert B1 auf einen größeren zweiten Wert B2 zu.
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Dies ist in der in Fig. 8b) gezeigten weiteren schematisch vereinfachten Schnittansicht durch den Saugkanal 202, entlang der in Fig. 7 gezeigten Schnittlinie B-B sichtbar.
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Die bevorzugt sprunghafte Verbreiterung (andere Formen des Übergangs möglich) führt dazu, dass kurz hinter der sprunghaften Verbreiterung eine Lücke zwischen den aufgeschauerten Flachbahnteilen 206 und der Innenseite der Kanalwangen 80 entsteht. In diese Lücke kann Tabakmaterial 50 eingebracht oder aufgeschauert werden, so dass die Flachbahnteile 206 von dem Tabakmaterial 50 umgeben oder umschauert werden. In dem auf dem Saugband 18 aufgeschauerten Materialstrom 16 sind die Flachbahnteile 206 an allen Seiten von Tabakmaterial 50 umgeben. Der Materialstrom 16 wird weiter stromabwärts mittels des Trimmers 19 (vgl. Fig. 7) auf eine gewünschte Höhe abgetrimmt. Dies ist in Fig. 8b) indirekt dargestellt. Der umrandete Teil des Materialstroms 16 ist der mittels des Trimmers 19 abzutrimmende Überschuss 210.
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Fig. 9 zeigt eine weitere schematisch vereinfachte Schnittansicht durch den Saugkanal 202 eines Saugstrangförderers 17. In dem Saugkanal 202 befindet sich der Materialstrom 16, aufweisend auf dem Saugband 18 aufgeschauertes Tabakmaterial 50 und Flachbahnteile 206. Der Bereich, in dem überwiegend Flachbahnteile 206 vorhanden sind, ist mit gestrichelter Linie angedeutet. Dieser Bereich hält von den Grenzen des Materialstroms 16 jeweils einen Abstand ein. So kann vermieden werden, dass beim anschließenden Strangformungsprozess Flachbahnteile 206 mit einem Umhüllungsmaterial 21 in Kontakt treten.
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Fig. 10 zeigt eine weitere schematisch vereinfachte Schnittansicht, in diesem Fall durch die Strangformungseinheit 104. In einem Unterformat 212 ist ein Formatband 24 geführt, auf dem ein Umhüllungsmaterialstreifen 21 aufliegt. Aus dem Materialstrom 16 wird mit Hilfe des Unterformats 212 und eines passenden Oberformats 214 aus dem Materialstrom 16 ein Materialstrang geformt.
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Fig. 11 zeigt eine weitere Querschnittsansicht durch die Strangformungseinheit 104 im Bereich von deren Formatkanal im Bereich des Nahtschlusses. Inzwischen liegt zwischen dem Unterformat 212 und dem Oberformat 214 ein umhüllter Materialstrang 28 vor, in dessen zentralem Bereich, der mit gestrichelter Linie umgeben ist, überwiegend Flachbahnteile 206 vorliegen. Die Flachbahnteile 206 sind in alle Richtungen von Tabakmaterial umgeben und kommen nicht in Kontakt mit dem umgebenden Umhüllungsmaterialstreifen 21. Dieser wird anschließend an der Kante 25 geschlossen. Durch die zentrale Anordnung der Flachbahnteile 206 kann teilweise verhindert werden, dass Flachbahnteile 206 in den Nahtschluss geraten.
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Fig. 12 zeigt in schematisch vereinfachter Darstellung eine Bereitstellungsvorrichtung 216 zur Bereitstellung einer Flachbahn 218 der Tabak verarbeitenden Industrie. Die Flachbahn 218 wird beispielsweise auf einer Bobine 220 bereitgestellt. Die Bereitstellungsvorrichtung 216 kann eine Bobinenwechselvorrichtung 224 aufweisen, so dass die Flachbahn 218 endlos zur Verfügung gestellt werden kann. Die Flachbahn 218 ist beispielsweise eine Bahn aus rekonstituierten Tabakmaterial. Ferner ist die Flachbahn 218 beispielsweise mit einer aerosolbildenden Substanz oder einem Aroma- oder Inhaltstoff behandelt. Die Flachbahn 218 kann ebenso eine Bahn aus einem Gelmaterial sein, welches mit einer aerosolbildenden Substanz versehen ist. Sie gelangt ausgehend von der Bereitstellungsvorrichtung 216 zu der Zerkleinerungsvorrichtung 226. Die Zerkleinerungsvorrichtung 226 umfasst beispielsweise ein Schneidwalzenpaar 228, mit dem die Flachbahn 218 in Flachbahnteile 206 zerkleinert wird. Die Flachbahnteile 206 gelangen in einen Sammeltrichter 230, der unterhalb der Zerkleinerungsvorrichtung 226 angeordnet ist. Die Flachbahnteile 206 treten aus einem Wirkbereich der Zerkleinerungsvorrichtung 226, beispielsweise einem Bereich, in dem die Schneidwalzen des Schneidwalzenpaars 228 ineinandergreifen, aus und gelangen unter Schwerkrafteinwirkung in den Sammeltrichter 230.
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Am Eingang des Sammeltrichters 230 ist ein Ejektor 232 vorgesehen, der einen Transport der Flachbahnteile 206 in den Sammeltrichter 230 hinein bewirkt. Zumindest teilweise bewirkt der Ejektor 232 auch einen Transport der Flachbahnteile 206 in Richtung der Zugabestelle 200. Zu diesem Zweck werden die Flachbahnteile 206, beispielsweise pneumatisch in einer Zufuhrvorrichtung 234, die schematisch durch eine Rohrleitung angedeutet ist, geführt.
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Die Zerkleinerungsvorrichtung 226 ist beispielsweise ein Schneidwerk, welche das Schneidwalzenpaar 228 aufweist. Durch Wahl passender Schneidwalzen ist die Zerkleinerungsvorrichtung 226 beispielsweise dazu eingerichtet die Flachbahn 218 in Längsstreifen aufzutrennen. Alternativ oder zusätzlich ist die Zerkleinerungsvorrichtung 226 ausgebildet und eingerichtet die Flachbahn 218 in diskrete Flachbahnteile zu zerkleinern. Sowohl die Längsstreifen als auch die Tabakkleinteile sollen als Flachbahnteile 206 bezeichnet werden. Das Schneidwalzenpaar kann ausgebildet und eingerichtet sein, alternativ Längsstreifen oder diskrete Tabakkleinteile herzustellen oder auch sowohl Längsstreifen als auch Tabakkleinteile aus der Flachbahn 218 herzustellen. Ferner kann die Zerkleinerungsvorrichtung 226, wiederum durch Wahl eines geeigneten Schneidwalzenpaars 228, dazu ausgebildet und eingerichtet sein, die Flachbahn 218 in Längsstreifen unterschiedlicher Breite aufzutrennen. Alternativ oder zusätzlich kann die Zerkleinerungsvorrichtung 226 die Flachbahn 218 in längliche Streifen einer vorbestimmten Länge und einer vorbestimmten Breite als Tabakkleinteile auftrennen. Wiederum können Länge und Breite dieser Tabakkleinteile variabel verändert und durch Wahl der passenden Schneidwalzen eingestellt werden.
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Fig. 13 zeigt einen stabförmigen Artikel 236 der Tabak verarbeitenden Industrie, der mehrere Segmente umfasst. Beispielhaft umfasst der stabförmige Artikel 236 an seinen beiden Enden je ein Filtersegment 235. Ferner umfasst der stabförmige Artikel 236 ein Distanzsegment 237 sowie ein Segment 238, welches Tabakmaterial 50 umfasst. In einem zentralen Bereich 240 dieses Segmentes 238 sind außerdem Flachbahnteile 206 vorhanden. In dem zentralen Bereich 240 müssen nicht ausschließlich Flachbahnteile 206 vorhanden sein, auch Tabakmaterial 50 kann im zentralen Bereich 240 vorliegen. Der zentrale Bereich 240 ist, betrachteten im Querschnitt, in Richtung der Mantelfläche des stabförmigen Artikels 236 von einem Randbereich 242 umgeben, in dem praktisch ausschließlich Tabakmaterial 50 vorliegt. So kann ein Kontakt der Flachbahnteile 206 mit dem Umhüllungsmaterialstreifen 21 des stabförmigen Artikels 236 vermieden werden.
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Fig. 14 zeigt einen schematischen Querschnitt entlang der in Fig. 13 mit XIV-XIV bezeichneten Schnittlinie. Der zentrale Bereich 240 reicht nicht bis an das Umhüllungsmaterial 21 heran. Er ist von einem Randbereich 342 umgeben und hält, wie mit gestrichelter Linie angedeutet, stets auch einen Mindestabstand 244 zu dem Umhüllungsmaterial 21 ein.
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Alle genannten Merkmale, auch die den Zeichnungen allein zu entnehmenden sowie auch einzelne Merkmale, die in Kombination mit anderen Merkmalen offenbart sind, werden allein und in Kombination als erfindungswesentlich angesehen. Erfindungsgemäße Ausführungsformen können durch einzelne Merkmale oder eine Kombination mehrerer Merkmale erfüllt sein.
Bezugszeichenliste
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- 1
- Schleuse
- 2
- Vorverteiler
- 3
- Entnahmewalze
- 4
- Vorratsbehälter
- 5
- Steilförderer
- 6
- Stauschacht
- 7
- Entnahmewalze
- 8
- Ausschlagwalze
- 9
- Streutuch
- 11
- Sichteinrichtung
- 13
- Düsenmulde
- 15
- Führungsfläche
- 16
- Materialstrom
- 17
- Strangförderer
- 18
- Saugband
- 19
- Trimmer
- 21
- Umhüllungsmaterialstreifen
- 22
- Bobine
- 23
- Druckwerk
- 24
- Formatband
- 25
- Kante
- 26
- Formateinheit
- 27
- Nahtplätte
- 28
- umhüllter Materialstrang
- 29
- Strangdichtemessgerät
- 31
- Messerapparat
- 33
- Arme
- 34
- Übergabevorrichtung
- 36
- Übernahmetrommel
- 37
- Filteransetzmaschine
- 38
- Schneidtrommel
- 50
- Tabakmaterial oder aerosolbildendes Material
- 52
- Schauer
- 54
- leichte Tabakfasern
- 56
- schwere Tabakfasern
- 58
- Zuführschacht
- 60
- Umlenkzone
- 62a, 62b, 62c
- Blasluftdüsen
- 64
- Zellradschleuse
- 66
- Sichtschacht
- 68
- Vlies
- 70
- Düsenleiste
- 70
- erste Düsenleiste
- 72
- Druckkammer
- 74
- Versorgungsleitung
- 76
- Achse
- 78
- Abdichtleiste
- 80
- Kanalwange
- 81
- Unterdruckkammer
- 82
- Unterdruckleitung
- 100
- Maschine der Tabak verarbeitenden Industrie
- 102
- Verteilereinheit
- 104
- Strangformungseinheit
- 200, 200a, 200b, 200x, 200y
- Zugabestelle
- 202
- Saugkanal
- 204
- Zufuhrkanal
- 206
- Flachbahnteile
- 208
- Abgabeöffnung
- 210
- Überschuss
- 212
- Unterformat
- 214
- Oberformat
- 216
- Bereitstellungsvorrichtung
- 218
- Flachbahn
- 220
- Bobine
- 224
- Bobinenwechselvorrichtung
- 226
- Zerkleinerungsvorrichtung
- 228
- Schneidwalzenpaar
- 230
- Trichter
- 232
- Ejektor
- 234
- Zufuhrvorrichtung
- 235
- Filtersegment
- 236
- stabförmiger Artikel
- 237
- Distanzsegment
- 238
- Segment
- 240
- zentraler Bereich
- 242
- Randbereich
- 244
- Mindestabstand
- T
- Transportrichtung
- B1, B2
- lichte Weite